GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201404. Mai 2020 · #41
13. Reisetag, 31.10.13 Monywa-Bagan
Kurz nach Monywa besuchten wir den bedeutenden Sambuddha-Kat-Kyaw-Pagoden-Komplex mit über 845 Stupas, 7'350 Statuen und fast 600'000 sakralen Abbildern.
Solche Buddhas konnte man kaufen und irgendwo selber plazieren.
Auch einem liegenden und stehenden Buddha statteten wir einen Besuch ab.
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201404. Mai 2020 · #42
Auf dem Weg zum liegenden und stehenden Buddah durchquerten wir ein «Buddha-Wäldchen».
Wir kamen auch an Ständen vorbei, die Thanakapaste verkauften. Aus der Rinde des Thanakabaumes wird die traditionelle Kosmetik des Landes gewonnen. Die Baumrinde wird mit Wasser auf einem Mahlstein zerrieben und ergibt so eine Paste, die für eine glatte Haut und Schutz vor Sonne und Staub sorgen soll.
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201404. Mai 2020 · #43
Anschliessen folgte eine abwechslungsreiche Überlandfahrt durch kleine Dörfern, wo wir einen Einblick in den Alltag dieser Menschen erhielten.
Unterwegs hielten wir bei einer Räucherstäbchen-Fabrikationswerkstatt an.
Nun erfolgte eine 2-stündige Boots-Fahrt von Pakkoku nach Bagan. Mit dabei waren unsere Koffer. Die Busfahrer verabschiedeten sich von hier uns.
Hallo Irene, wenn ich mir eure schönen Bilder anschaue (gerade noch einmal alle im Schnelldurchlauf angeschaut), habe ich den Eindruck, dass gerade im ländlichen Raum die Zeit stehen geblieben ist. Viele Bilder und Beschreibungen können sich in unsere Reise aus dem Februar diesen Jahres eingliedern - ohne aufzufallen.
LG Peter
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201405. Mai 2020 · #45
Hallo Peter
Ich habe mich schon mehrmals gefragt, ob sich Myanmar in der Zwischenzeit verändert hat. Unser Reisebüro hat mir damals versichert, dass das Land riesige Fortschritte mache und in 10 Jahren auf dem gleichen Level sei wie Vietnam. Dem ist also anscheinend nicht so.
Liebe Grüsse Irene
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201405. Mai 2020 · #46
14. Reisetag, 1.11.13 Bagan und Ausflug auf den Tan Chi Dauung Berg
Bagan war die erste und eindruckvollste Hauptstadt der Burmesen. Von einem der grossen Könige im 11. Jahrhundert gegründet, entstand hier die die neben dem kambodschanischen Angkor bedeutendste Tempel- und Pagodenstadt Asiens. Diese antike, verlassene Stadt entlang des Irrawaddy-Flusses ist Heimat für über 2000 Pagoden und Tempel, die ein Gebiet von über 40 Quadratkilometern bedecken. Bagan repräsentiert das spirituelle Erbe des alten Burma.
Bagan war bis 2012 Weltkulturerbe und eine der wichtigsten und bemerkenswertesten archäologischen Stätten in Asien. Der Titel Weltkulturerbe wurde aberkannt, da viele Burmesen begannen, die Pagoden, Tempel und Stupas zu vergolden.
Mit Pferdekutschen besuchten wir die wichtigsten und schönsten Tempel in der näheren Umgebung.
Für nicht trittsichere Personen nicht zu empfehlen. Schuhe abziehen ist Pflicht.
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201405. Mai 2020 · #47
Shwe-hsan-daw-Pagode
Buddhas, nichts als Buddhas!
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201405. Mai 2020 · #48
Mit einer Fähre überquerten wir den Ayeyarwady und fuhren anschliessend mit einem Jeep auf den Tan-chi-Dauung-Berg, von wo wir einen grandiosen Ausblick auf die Ebene von Bagan hatten.
Tan-chi-dauung Pagode
Bilck von der Fähre auf Bagan. Nachts werden die Pagoden beleuchtet.
Hallo Irene, Vergleiche mit den umliegenden Länder kann ich nicht anstellen, aber ich behaupte einfach mal, dass auf Grund dessen, dass das Land sehr reich an Bodenschätzen und klimatisch in der Lage ist im Jahr mehrere Ernte einzufahren, sich für die Breite der Bevölkerung nicht viel getan hat. Die „Drei-Gewalten-Teilung“ (das Militär, der Buddhismus und Frau Aung San Suu Kyi) im Land sorgen aus meiner Sicht für eine nicht uneigennützige Kanalisierung des BIP. Natürlich wird seit 2013 etwas passiert sein, aber das Land lebt sehr stark vom Tourismus und von der Wirtschaftsbeziehungen zu China. Zwei sehr anfällige Wirtschaftszweige. Nach Aussagen unserer 4 Guides (alles studierte Lehrer) während der Tour gibt es keinen real existierende Mittelschicht. Die größte Sorge bereitete allen die Schulabbrecherquote, da die Kinder in der Familie helfen müssen. Darauf baut alles auf oder nichts. Als Tourist haben wir sehr freundliche offene Menschen kennengelernt und können Myanmar als asiatisches Reiseland sehr empfehlen! Wie in jedem Land unserer Erde läuft auch hier, durch die jeweilige Brille betrachtet, nicht alles rund.
LG Peter
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201405. Mai 2020 · #50
Hallo Peter Auch wir waren von den offenen und neugierigen Burmesen begeistert. Doch hätte zumindest ich erwartet, dass sich auch im Hinterland etwas ändert und nicht nur in den Hotspots gebaut wird. Anscheinend arbeiten die Bauern immer noch mit Ochsen und Büffeln sowie mit der Hand. Da sie keine Maschinen besitzen, haben viele MenschenArbeit und es muss niemand Hunger leiden. Was Aung San Suu Kyi betrifft, hat sie die westliche Welt sehr enttäuscht. Wie es die Burmesen empfinden, kann ich nicht beurteilen. Sicher hat das Militär immer noch die Oberherrschaft. Wie weit und ob überhaupt die Premierministerin und ihre Entourrage sich bereichern, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls hat Aung San Suu Kyi bis zur Wahl zur Premierministerin viel Unangenehmes auf sich genommen. Natürlich hat sich Burma in die Hände der Chinesen begeben und ohne die geht vermutlich gar nichts. Zudem hat das Land einen eigenen Buddhismus, der sehr auf Spenden hin ausgerichtet ist. LG Irene
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201406. Mai 2020 · #51
15. Reisetag, 2.11.13 Bagan – Mount Popa – Bagan
Mit dem Bus fuhren wir durch die Ebene mit Palmyra-Palmen zum Berg der Geister, zum Mount Popa (Blumenberg), 1518m hoch.
Wir stiegen die überdachten Treppen hinauf auf den riesigen Vulkankegel mit seinen Geisterschreinen und Buddhatempeln, Essenstände, «Apotheken» mit Herbalmedizin und anderen geheimnisvollen Ingredienzien zur Lebensverlängerung, säumen unseren Weg. Viele Affen (Meerkatzen) haben uns begleitet. Der Popa Berg (Popa = Blume auf Sanskrit) gilt als Sitz der «nat», himmlische Geister der burmanischen Mythologie.
Bei der Zusammenstellung der Reise war ich skeptisch, ob wir den Mount Popa besuchen sollen oder nicht. Wir haben dieses Heiligtum besucht und wurden total enttäuscht. Die Affen (Meerkatzen) haben alles zugekotet. Da wir barfuss unterwegs waren, wussten wir kaum wo hintreten. Eine Zumutung! 😈 😈 😈 😈
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201406. Mai 2020 · #52
Auf der Rückfahrt nach Bagan machten wir Halt bei einer der vielen Lackwerkstätten. Dort konnten wir die verschiedenen Arbeitsgänge der aufwändigen Herstellung traditioneller Lackarbeiten verfolgen.
Später sahen wir noch Bauern beim Einsammeln des süssen Palmsaftes zu.
Und kurz vor Bagan besuchten wir die Tan-chi-dauung Pagode.
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201407. Mai 2020 · #53
16. Reisetag, 3.11.13 Bagan – Thandwe - Ngapali
Sonnenaufgang über Bagan
Via Heho flogen wir nach Thandwe. Ein Bus fährt uns zu unserem Ferien-Ressort nach Ngapali. Von unserem Aufenthalt dort erzähle ich morgen.
Unsere Reiseleiterin war sehr um unsere Gesundheit besorgt. Bevor wir etwas zu uns nahmen, musste das Geschirr geputzt werden. Meistens kam heisses Wasser zum Einsatz.
Wir haben immer sehr gut gegessen. Bezahlt haben wir wenig: Mittagessen für 8 Personen zwischen 10 - 15 SFr. inkl. Getränke Abendessen für 8 Personen zwischen 35 - 45 SFr. inkl. Getränke.
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201407. Mai 2020 · #54
Während der Reise gehörte natürlich auch der Besuch von vielen Märkten dazu.
In Myanmar kauen viele Männer und auch einige Frauen Betel. Daher haben sie blutrote Lippen und Zungen, verfärbte Zähne.
So wird eine Kaupackung Betelnuss hergestellt.
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201408. Mai 2020 · #55
17.-19. Reisetag, 4.-6.11.13 Badeferien Ngapali
«Ngapali Beach» steht für einen ca. 3 Kilometer langen palmenbestandenen natürlichen Ort.
Der Ort lädt zu langen Strandwanderungen und Fahrradfahrten in die Umgebung ein.
Das kleine Dorf Ngapali liegt an der Küste des Bengalischen Golfes im Rakhine Staat (Arakan), ungefähr 7 Kilometer entfernt von der sehr alten Stadt Thandwe (Sandoway). Ngapali soll einst nach der Stadt Neapel benannt worden sein, von einem heimwehkranken Italiener, so wird es erzählt.
Wir sehen den Fischern bei ihrer Arbeit zu.
Ein wunderschöner und unvergesslicher Urlaub geht zu Ende.
Old Women1'543 Beiträge · seit 201309. Mai 2020 · #56
Hallo Irene, ich war bis dato leider noch nie in Asien, aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Auf alle Fälle hat mir dein Bericht sehr viel Freude bereitet, und ich habe ein wenig im Netz gestöbert, was es da so für Möglichkeiten gibt. Gruppen tauglich sind wir auf Reisen nicht, daher müssten wir einen privaten Driver haben. Die Hauptreisezeit ist ja wohl von November bis Februar, von daher schon mal ideal für uns 🙂 . Danke für die Inspiration, Irene.
Hallo Irene, vielen Dank für den schönen Reisebericht. Witzigerweise sind wir zum Ende unserer Reise am gleichen Strand gelandet. Eigentlich wollten wir auf dem Heimweg irgendwo „Urlaub vom Urlaub“ machen. Gott sei Dank hat uns das Reisebüro vom Strand in Myanmar überzeugt. Ein sehr schönes Fleckchen Erde. Auch von dort konnte man kurze Ausflüge in die Umgebung machen - für mich ganz wichtig, da ich nicht so ein Strandtyp bin. Ein Ausflug hat uns auch zu den Fischern geführt. Gleichermaßen interessant wie ernüchternd. Wir sind zum Sonnenaufgang vor dem Frühstück gestartet. Sehr zu empfehlen. Es war allerdings auch Ebbe und so offenbarte sich uns der weniger schöne Teil des Fortschritts. Als Fischer führt man ein verdammt hartes Leben. Sehr bescheiden haben wir danach unser geradezu göttliches Frühstück zu uns genommen.
@Beate: Auch wir sind nicht besonders gruppentauglich. Wir haben eine für uns "must see"-Liste erstellt und haben uns an einen sehr individuell arbeitenden Reiseveranstalter gewandt. Nicht nur in der Vorbereitungsphase sondern auch vorort hat alles auf den Punkt geklappt. Es gab auch im Land noch die Möglichkeit individuell zu ergänzen oder einfach nur flexibel zu reagieren. Über die Tour verteilt hatten wir unterschiedliche Guides an unserer Seite, aber auch "freie Tage" zur eigenen Gestaltung. Insgesamt viel viel Input über ein bis dahin fremdes Land.
LG
Peter
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201409. Mai 2020 · #58
Old Women schrieb:Hallo Irene, ich war bis dato leider noch nie in Asien, aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Auf alle Fälle hat mir dein Bericht sehr viel Freude bereitet, und ich habe ein wenig im Netz gestöbert, was es da so für Möglichkeiten gibt. Gruppen tauglich sind wir auf Reisen nicht, daher müssten wir einen privaten Driver haben. Die Hauptreisezeit ist ja wohl von November bis Februar, von daher schon mal ideal für uns 🙂 . Beate wir sind auch nicht gruppentauglich. Bei dieser Reise waren alle Familienmitglieder plus eine gemeinsame Freundin. Das ganze Programm habe ja ich zusammengestellt, alle anderen mussten einfach alles mitmachen. Allerdings bekam ich am Schluss ein Lob! Was will man mehr. Was ich vielleicht noch einbauen würde: hie und da eine Wanderung. Liebe Grüsse Irene
Herzliche Grüße Beate
GrosiThemenstarter335 Beiträge · seit 201409. Mai 2020 · #59
strassenkind schrieb:Hallo Irene, vielen Dank für den schönen Reisebericht. Witzigerweise sind wir zum Ende unserer Reise am gleichen Strand gelandet. Eigentlich wollten wir auf dem Heimweg irgendwo „Urlaub vom Urlaub“ machen. Gott sei Dank hat uns das Reisebüro vom Strand in Myanmar überzeugt. Ein sehr schönes Fleckchen Erde. Auch von dort konnte man kurze Ausflüge in die Umgebung machen - für mich ganz wichtig, da ich nicht so ein Strandtyp bin. Ein Ausflug hat uns auch zu den Fischern geführt. Gleichermaßen interessant wie ernüchternd. Wir sind zum Sonnenaufgang vor dem Frühstück gestartet. Sehr zu empfehlen. Es war allerdings auch Ebbe und so offenbarte sich uns der weniger schöne Teil des Fortschritts. Als Fischer führt man ein verdammt hartes Leben. Sehr bescheiden haben wir danach unser geradezu göttliches Frühstück zu uns genommen. quote] Peter wir waren am Morgen und am Abend bei den Fischern. Ja bei Ebbe haben schon wir damals die Hinterlassenschaft des Fortschrittes gesehen. Sicher waren die Sünder nicht nur Einheimische. Touristen sollten als Vorbilder vorangehen. Liebe Grüsse Irene
SCSchoggi105 Beiträge · seit 201809. Mai 2020 · #60
Hallo,
Ich habe Burma/Birma/Myanmar bisher zweimal bereist. Beide Male jedoch lange bevor die fragwürdige Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi an die Macht kam.
1982: erste Einreise - Visum max. für 7 Tage erhältlich. Der Reiseführer (Asien) enthält ganze 18 Seiten zum Thema Burma! Mehr als Yangon, Mandalay mit Bootsfahrt nach Old Bagan mit Abschluss in Yangon war da jedoch nicht möglich, wenn man erst mit dem Nachtzug am kommenden Tag loskam. Allerdings konnte man seinen Aufenthalt nahezu vollständig durch den Verkauf der eingeführten Stange Zigaretten und der Flasche Whiskey auf dem Schwarzmarkt bestreiten 😛 Allerdings waren auch nur vier oder fünf Destinationen für Ausländer zugängig (also habe ich nicht so viel versäumt).
2005: zweite Einreise - sehr angenehme 4 Wochen, wieder alleine gereist; Inlandsflüge preiswert, Lebenshaltungskosten sehr niedrig, Essen verdammt gut. Einziger Wermutstropfen war, dass der Golden Rock eingerüstet war. Ansonsten auch die Highlights abgeklappert: Pago, Moulmein, Inle See, Mandalay, Monywa, Old Bagan, Ngapali Beach. Vorteil war jedoch, dass die Öffnung des Landes noch nicht so weit fortgeschritten war, und somit die Touristenströme noch nicht vorhanden waren. Wenn ich hier die Bilder von Bagan sehe, geht ja leider nichts mehr ohne Ballons über den Pagoden! Damals war schon die Aufregung groß, als der Aussichtsturm (nachgeahmte Pagode) gebaut wurde. 😠