Liebes Forum, Namibia braucht Hilfe !!!

9 Antworten · 4'673 Aufrufe · gestartet 24. März 2020 von klausstgt
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Themenstarter43 Beiträge · seit 200924. März 2020 · #1
Liebe Fomis,
mich ereilen besorgniseregende Nachrichten aus Namibia. Die Dürre der letzten Jahre hat viele Farmer an den Bankrott getrieben. Covid19 gibt dem Land jetzt ein Desaster weil es so sehr auf den Tourismus gebaut hat. Viele kennen es aus eigenen Erlebnissen, viele treibt ein Traum dahin. Das normale Leben dort ist für viele wie bei uns hier auch nur von der Tasche in den Mund. Die Reserven sind aufgebraucht, es geht an die Substanz. Die Lebensmittelversorgung für viele Menschen ist gekippt, auch weil jetzt gar kein cash flow mehr statt findet. Die Regierung in Windhoek scheint dieses Problem noch nicht zu erkennen, auch wenn SA jetzt Grants vergeben will um dem Tourismus "auszuhelfen".

Worum ich euch bitte: nutzt eure privaten Kontakte nach Namibia, fragt nach der Situation.

Es gibt hier sicher viele, die Erfahrungen haben, wie man Geld einfach transferieren kann um irgendwo bestimmtes konkrete Hilfe zu leisten. Ich habe heute schon beim SPAR in Kamanjab angefragt, ob ich da online was bestellen kann, aber die sind mit ihrem online shop noch nicht so weit und wollen eine Banküberweisung auf ein namibisches Konto. Es geht um die Basics: Kartoffeln, Reis, Nudeln...

Momentan wird gerade vieles möglich, was sich KI nie hätte ausdenken können. Seit kreativ und posted hier eure Ideen und überlegt es euch zwei mal wenn ihr abschweifen wollt. Den Thread "Corona und Solidarität" kenne ich.
zuletzt bearbeitet 24. März 2020
828 Beiträge · seit 201624. März 2020 · #2
Ich sehe es so. Man sollte zuerst einmal vor der eigenen Haustür schauen.

Die Lage ist/wird auch in Europa dramatisch, wenn Geschäfte, Restaurants  über Wochen / Monate ?... schliessen müssen, Fluggesellschaften nicht mehr fliegen können, die Wirtschaft in eine Rezession rutsch und es sehr viele Arbeitslose geben wird. 

Der Tourismus und damit viele Anbieter in Namibia habe sich mit dem unverschämten Preisniveau die letzen Jahre eine goldene Nase verdient (nicht alle, aber fast...). Ich hoffe, dass diese Leute dann auch so fair und solidarisch sind und ihren Angestellten trotzdem ein Teil des Gehalts, dass in der Regel sehr tief ist,  weiter zahlen, bis wieder bessere Zeiten anstehen...

lg Maputo 
4'140 Beiträge · seit 200924. März 2020 · #3
Hallo,
schön und nett gemeint, dein Aufruf, aber im Moment macht finanzielle Hilfe weniger Sinn, da auch in Namibia Ausgangssperre herrscht und somit das öffentliche Leben weitgehend lahm gelegt ist.
Sinn wird es machen, wenn das Schlimmste überstanden ist.
Ich unterstütze selbst Kindergärten, Schule und Suppenküche, aber im Moment ist alles dicht. Die Kinder können weder in den Kindergarten noch in die Schule und Suppenküchen geben auch nichts aus. Hier müssen nun, wie in der Vergangenheit immer bewährt, die Verwandeten helfen, sich am Leben zu erhalten.
Die Farmer sind ja meist in der Lage, einen längeren Zeitraum autark zu überstehen.
Ich stimme aber zu, dass wir die Hilfe nach der Krise wieder aufnehmen sollten und die Menschen dort nicht alleine lassen. Aber jetzt möchte ich keine Gelder irgendwohin überweisen, wo ich dann nicht weiß, wie und wo sie versanden.
Nichts für ungut!
LG Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
181 Beiträge · seit 202024. März 2020 · #4
Ich sehe es wie Maputo,die Welt ist schon jetzt aus de Fugen geraten,und die Pandemie ist noch am Anfang,niemand weiß welche Auswirkungen noch folgen.Wenn Reisen wieder möglich ist werden die Touristen schon wieder Geld in die Länder bringen.Im derzeitigen Chaos würden Spenden vermutlich nicht da ankommen wo sie am nötigsten gebraucht werden,ob die Profiteure der Tourismusindustrie allerdings einen Teil ihrer Einnahmen an ihre Angestellten weitergeben,lieber Maputo,wage ich zu bezweifeln.
33,1k Beiträge · seit 200624. März 2020 · #5
da auch in Namibia Ausgangssperre herrscht und somit das öffentliche Leben weitgehend lahm gelegt ist.
nein, eine Ausgangssperre gibt es hier in Namibia nicht. Das soll vielleicht mal irgendwann kommen. Hier geht das Leben noch normal weiter, mal abgesehen davon, dass Versammlungen über 50 Personen verboten sind und Schulen/Kindergärten noch zu sind. Und deshalb gibt es auch keine besondere Notlage aktuell und der Aufruf erscheint mir derzeit nicht sehr sinnvoll. Die Dürre ist in vielen Landesteilen vorüber und an anderen Orten bekommen die Menschen, wie seit 2 Jahren, ausreichend Lebensmittelhilfen durch den Staat.

Das kann sich aber natürlich alles noch kurzfristig ändern...

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 24. März 2020
2'391 Beiträge · seit 201625. März 2020 · #6
Meine Freundin aus Grootfontein schrieb mir heute auch von Ausgangssperre, Christian.
Sie macht doch deshalb grosse Sorgen, um die Menschen in ihren Hilfsprojekten,die sie jetzt nicht besuchen darf.
Sie schrieb, dass sie die Farm nicht verlassen kann.
Könnte es sein, dass es lokale Ausgehverbote gibt.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
4'140 Beiträge · seit 200925. März 2020 · #7
Hallo Sasa,
heute meldet die AZ:
"Entgegen der landesweiten, südafrikanischen Ausgangssperre, hat der namibische Präsident Hage Geingob eher eine Ausgangsbeschränkung für die westliche Erongo-Region und die zentral-namibische Khomas-Region angeordnet. In beiden Fällen bleibt die Maßnahme bis zum 16. April gültig. Namibia will dann die Maßnahme neubetrachten und wenn nötig verlängern, führte der ehemalige Gesundheitsminister und jetzige Ratgeber des Präsidenten, Dr. Marcus Hausiku, aus. Die Khomas-Region werde nicht entlang der Regionalgrenzen abgeriegelt, sondern würden die Einwohner der nördlich gelegenen Ortschaft Okahandja (eigentlich Otjozondjupa-Region) sowie der südlich gelegenen Ortschaft Rehoboth (bis zum Wendekreis des Steinbocks) als Teil des abgeriegelten Gebietes betrachtet werden. Im Osten würde der Flughafen die äußerste Grenze bilden, während im Westen die normale Khomas-Grenze gilt.

Im Falle der Erongo-Region schienen bisher keine festen Grenzen gesetzt worden zu sein, denn Hausiku wusste nur, dass die Grenze „wohl irgendwo zwischen Okahandja und Karibib“ sein müsse, da das Meer eine natürliche Grenze im Westen bilde. Näheres werde bald bekannt. "

Viele Grüße Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
74 Beiträge · seit 201926. März 2020 · #8
Hallo,

mahl ehrlich, in den Township haben die Menschen keine Krankenversicherung, Hygiene na ja.

Es gibt nicht genug Krankenhäuser, deren Zustand ist, wie soll ich sagen, na ja.

Es sei denn es sind private Krankenhäuser. Da gehen die Weißen hin.

Die Bildung in den schwarzen gebieten ist teilweise auch schwierig, so "ich bin doch gesund und kann raus, der Test hat 1.000 Dollar gekostet".

Die HIV-Rate liegt so bei 30 %.

Rechnet mal zusammen, die Ausgangssperre muß brutal durchgesetzt werden, die Zahlen mit 19 Infizierten kann nicht stimmen.

In Erongo soll es in Swakopmund, Arandis und Usakos vorhanden sein, genau die Städte wo wir Verwandtschaft haben.

Das wird heftig werden.

Gruß

Michael
1 Beiträge · seit 202020. Juni 2020 · #9
Ich muss da wirklich total zustimmen! Es ist eine besorgniserregend Situation :/
zuletzt bearbeitet 20. Juni 2020
74 Beiträge · seit 201921. Juni 2020 · #10
Jo, ich hoffe für die Verwandtschaft in Namibia das alles gut geht.

Dazu die Arbeitslosigkeit die jetzt kommt - wenn der Westen die Wirtschaft runter fährt hungern die Leute am anderen Ende der Werkbank, wenn keine Kleidung verkauft wird hat die Näherin in Bangladesh keinen Job, der Mienenarbeiter in Namibia hat kein Job wenn kein Uran aufbereitet wird.