Donnerstag, 7. Juni 2018
EtoshaA great white place...Nach dem Frühstück (wenig Auswahl, nichts Besonderes) brechen wir auf. Es geht heute in Richtung Halali also Osten, am Rand der Salzpfanne entlang. Da sind viele aktive Wasserlöcher, unter anderem auch die, an denen wir beim Nightdrive ja Nashorn, Hyänen und Löwen gesehen haben. Da müssen wir ja mal gucken, man weiß ja nie, wer vielleicht noch da ist… 😉
Zuerst sahen wir Frühsport bei Zebras und Springbocks.
Auf freier Strecke stand ein Safari-Fahrzeug und ein Bus und wir haben uns dazugestellt, um zu sehen, was es zu sehen gibt. Und trotz der guten Tarnung sind wir schnell fündig geworden.
Es sah so aus, als würden die beiden ihre Optionen abwägen und hätten sich noch nicht entschieden.
Als die beiden keine Anstalten machten, bald zu entscheiden, ob es Springbock oder Zebra gibt, und sich auch immer mehr Fahrzeuge dazustellten, fuhren wir weiter.
Und statt vier Ohren sahen wir zwei komplette leibhaftige Löwen nur ein kleines Stück weiter die Straße lang.
Auch die beiden schienen nicht von wildem Aktionismus gepackt und nachdem wir unseren Fund ausgiebig von allen Seiten bewundert und abgelichtet hatten, fuhren wir weiter.
Wir sahen ein paar Vögel. Zuerst Lesser Kestrels (denke ich).
Dann einen Northern Black Koorhaan und seine Frau.
Gabor Goshawks
Eine Riesentrappe in der weiten Landschaft
Und Sträuße
Einige der Wasserlöcher liegen wirklich malerisch und manche haben eine großartige Aussicht auf die Weite der Salzpfanne (Sueda, Salvador), sehr beeindruckend.
Die Landschaft ist insgesamt wunderschön.
Es gab Zebras
Eine seltsame Ansammlung verschiedener Tiere
Oryxe, sogar mit Nachwuchs, sind die nicht knuffig?
Giraffen, die aus der Ebene herausragen
Und dann haben wir sogar Kuhantilopen/Red Hartebeest gesehen, die eher selten sind.
Sehr gut gefallen hat uns die Beschilderung des Camps Halali.
Zurück sind wir weiter südlich gefahren (Rhinodrive), da hatte die Straße eine furchtbar schlechte Qualität, das war eins von nur zwei Malen während unserer Tour, dass der Hilux wirklich sinnvoll war. 😎
Da der Boden hier weiß ist, sind die Termitenhügel es auch.
Es gab verschiedene Tiere an verschiedenen Orten zu sehen.
Kudus
Manche haben eine komische Art der Körperpflege
Apropos komisch - das akrobatische Giraffentrinken
Schabrackenschakal, Nilgänse und ein gespiegelter Elefant
Mehr Elefanten
Pied Crow
und Zebras
Und noch ein Red Hartebeest, sind wohl doch nicht soooo selten...
Gegen Abend und kurz vor Sonnenuntergang (also Toresschluss) wollten wir noch schnell einen Blick auf ein Wasserloch werfen, bevor es Zeit wurde, nach Okaukuejo zurückzukommen.
Am Wasserloch war nichts los und wir wollten uns ein bisschen beeilen, um noch pünktlich zurück zu kommen, als plötzlich hinter einer Biegung ein Elefantenbulle aus dem Busch kam und nur zwei Meter vor uns stand. Der Arme hat sich wohl genauso erschreckt wie wir, er hatte jedenfalls aufgestellte Ohren und aufgerissene Augen und wirkte nervös.
Jedenfalls war das viel zu nah und ich rief nur „weg, weg, weg!“ und Georg gab Gas und machte, dass wir an ihm vorbeikamen. Ein Stück weiter haben wir gehalten und geschaut, was er macht. Er schien sich dann auch wieder zu beruhigen, da die Situation ja aufgelöst war. Die Ohren legten sich wieder und er trottete zum Wasserloch. Und da haben wir uns dann auch getraut, die Kamera vorzukramen...
Und wir? Wir haben gewendet und noch ein paar Bilder von ihm gemacht, nachdem der Schreck erst mal überstanden war. Natürlich alles mit gebührendem Abstand… 😉
Es war dann auch schon nicht mehr lange, bis Sonnenuntergang.
Am Tor waren wir so ein paar Minuten zu spät, aber das hat keinen interessiert und war es jedenfalls wert…
Wir hatten uns entschieden im Etosha zu übernachten (gegen den Rat der Agentur, mit der wir gebucht hatten), weil wir so viel vom Okaukuejo-Wasserloch gelesen hatten, dass wir es unbedingt selbst erleben wollten. Für uns war es aber eher ernüchternd.
Es war unheimlich laut mit Bierdosen und Gläsern, Geschwätz und Telefon Gebimmel. Wir waren schon bald ziemlich genervt davon. Wahrscheinlich sind wir einfach nicht massentauglich.
Gesehen haben wir nicht viel dort und leider sind auch die Bilder nicht gut geworden.
Ein paar Zebras waren da.
Das einzige besondere Tier war der Löffelhund.
Allerdings könnte unsere Ungeduld und Unleidlichkeit wegen des Lärms daran Schuld gewesen sein, dass wir keine spektakuläre Sichtung hatten. Wir haben nämlich am nächsten Morgen gehört, dass spätabends noch das Spitzmaulnashorn (mit Jungtier und Halbwüchsigem) da war, das wohl sehr oft abends ans Okaukuejo-Wasserloch kommt.
Ein weiterer Grund für Okaukuejo war, dass wir gerne den Nightdrive machen wollten, um die eher nachtaktiven Tiere zu sehen.
Fazit Okaukuejo:Kann man machen, Essen ist ok, nicht gut, außer dem Elen-Filet, das war richtig gut. Service und Ambiente taugen nichts. Ist nicht gerade günstig und Preis/Leistung steht nicht so direkt im Verhältnis. Aber da ist nun Mal das Monopol auf die Nightdrives und das Wasserloch…
Tankstelle und Laden sind vorhanden.
Wenn man dort übernachtet, dann vielleicht als Selbstverpfleger? Und vielleicht darauf achten, dass man nicht in der lautesten Ecke (am Campingplatz) bucht, wenn man einen leichten Schlaf hat…
Würde ich vielleicht nicht wieder machen, sondern außerhalb übernachten, da uns das Wasserloch so gar nicht zugesagt hat und auch die Hälfte des Nightdrives verschwendete Zeit war, aber ich weiß, dass sich das für andere ganz anders dargestellt hat und würde deshalb niemandem davon abraten. Es kann ja auch ganz anders sein…