Weltweite telefonische Erreichbarkeit

13 Antworten · 3'613 Aufrufe · gestartet 01. Feb. 2020 von Kaeptn Haddock
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Themenstarter121 Beiträge · seit 201701. Feb. 2020 · #1
Hallo liebe FoMi‘s

Ich möchte Euch gerne von meinen Erfahrungen mit der App. „Satelite“ berichten.

Die Firma Sipgate stellt die derzeit kostenlose App zur Verfügung, in Deutschland ansässige Nutzer erhalten damit eine Mobilfunknummer, die ohne SIM-Karte nur über die App dem Handy zugewiesen wird. Das Handy benötigt einen eigenen Datenzugang, entweder über eine eigene anderer SIM oder über WLAN.

Mit der Satelite Nummer ist man dann weltweit erreichbar, kann also von jedem normalen Telefon aus angerufen werden. Abgehende Anrufe aus der App heraus gehen ebenfalls weltweit möglich. Dafür stellt die App derzeit 100 Freiminuten monatlich bereit, für mehr Gesprächsvolumen muss Mann dann ein Abo von 4,99 monatlich dazu buchen. Die abgehenden Gespräche sind derzeit in 64 Länder der Welt kostenlos möglich, dazu gehört erfreulicherweise auch Namibia.

Wir haben die App in unserem letzten Urlaub in Australien genutzt, hatte dort eine lokale SIM mit Datenvolumen im Handy, konnte Anrufe nach Deutschland darüber umsonst machen und hatte, wegen der Erreichbarkeit, meine deutsche Mobilnummer vor Abreise dauerhaft auf meine Satelite-Nummer umgeleitet. Damit waren die sonst ja evtl. teuren Telefonkosten für angenommene Anrufe im Ausland kein Thema mehr.

Für weitere Info‘s, hier der Link zu der Homepage : https://www.satellite.me/

Anmerkung zu evtl. Interessenkonflikten : 🙂

Ich bin weder Inhaber noch Angestellter von Sip-Gate
noch habe ich deren Aktien in meinem Depot

Viele Grüße, Burkhard
zuletzt bearbeitet 01. Feb. 2020
68 Beiträge · seit 201902. Feb. 2020 · #2
Das ist SIP-Telefonie, die Sipgate seit mehr als 10 Jahren bietet. Die Besonderheit ist, dass man eine Mobilnummer statt einer Festnetznummer und 100 Freiminuten im Monat bekommt. Daraus speist sich aber wohl auch der Nachteil, dass man damit aktuell in Botswana, Südafrika, Simbabwe, Sambia, Tansania, Kenia, Uganda, ... nicht anrufen kann, wo normale SIP-Telefonie dagegen auch funktioniert. Ein weiterer Nachteil von alle SIP-Lösungen: Man benötigt eine brauchbare Datenverbindung per Wifi oder Mobilfunknetz. In vielen Teilen Afrikas bekommt man über das Mobilfunknetz eher eine Telefonverbindung als eine brauchbare Datenverbindung. Entsprechend ist SIP-Telefonie noch nicht gleichwertig.

Liebe Grüße
727 Beiträge · seit 200802. Feb. 2020 · #3
Gibt es da denn einen Vorteil gegenüber den "üblichen Verdächtigen" wie Whatsapp oder Skype? Hab die zwar bisher nur in D benutzt, aber das scheint doch auch mit jeder Datenverbindung zu gehen?

Fragt

Dino
zuletzt bearbeitet 02. Feb. 2020
2'530 Beiträge · seit 201102. Feb. 2020 · #4
Macht für mich keinen Sinn.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
1'159 Beiträge · seit 200702. Feb. 2020 · #5
dino schrieb:Gibt es da denn einen Vorteil gegenüber den "üblichen Verdächtigen" wie Whatsapp oder Skype? Hab die zwar bisher nur in D benutzt, aber das scheint doch auch mit jeder Datenverbindung zu gehen?

Fragt

Dino
Hallo,

Ich kenne WhatsApp oder Skype nicht gut genug, aber ich denke der grosse Unterschied ist der, dass das gegenüber NICHT diese App haben muss. Es ist eben eine Telefonnummer und ein Telefon kann auch meine Oma bedienen 😄
Aber vielleicht ist Telefon auch so ein aussterbendes Wort wie „Wählscheibe“ oder „Bandsalat“...

Sonnige Grüsse!
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
727 Beiträge · seit 200802. Feb. 2020 · #6
Oshivambo schrieb:ich denke der grosse Unterschied ist der, dass das gegenüber NICHT diese App haben muss. Es ist eben eine Telefonnummer und ein Telefon kann auch meine Oma bedienen 😄
Aber vielleicht ist Telefon auch so ein aussterbendes Wort wie „Wählscheibe“ oder „Bandsalat“...
Ok, das stimmt natürlich. Aber selbst meine Mutter hat mittlerweile WhatsApp. Ergebnis -> Sie ruft mich jetzt ständig über WhatsApp an, statt die Telefoniefunktion ihres Smartphones zu nutzen. Unbeabsichtigt natürlich 😊

Gruß

Dino
Themenstarter121 Beiträge · seit 201702. Feb. 2020 · #7
Hallo
Der Vorteil für mich liegt zunächst mal ganz banal hier in Deutschland, mein heimischer Telefonanbieter erlaubt kein Call by Call, Namibia abgehend kostet mich 1,59 €/min. Mit Satelite kann ich in eine Reihe von Ländern innerhalb der 100 Freiminuten abgehende klassische Telefongespräche führen ohne das mein Gegenüber selber eine App nutzen muss. Zusätzlich braucht der dann auch im Ausland eben keine ausreichend schnelle Datenleitung, dem reicht dort ein normales, langsames Telefon.

Als wir selber im Ausland waren hatte ich, wie die meisten hier vermutlich auch, eine lokale SIM im Handy, und wäre über diese Nummer direkt erreichbar gewesen. Die Weiterleitung meiner eigenen deutschen Mobilnummer auf die Satelite-Nummer dient meiner eigenen Knauserigkeit, natürlich nur wenn es eben funktioniert. Das hat Avioniker ja gut beschrieben, wird eben nicht überall so sein.

Ich sehe dies auch nicht als alleinig funktionierende Lösung an, aber sie bringt eine zusätzliche Option der Erreichbarkeit und kann, zumindest aus Deutschland heraus Kosten sparen.

Viele Grüße, Burkhard
1'159 Beiträge · seit 200702. Feb. 2020 · #8
Avioniker schrieb:Daraus speist sich aber wohl auch der Nachteil, dass man damit aktuell in Botswana, Südafrika, Simbabwe, Sambia, Tansania, Kenia, Uganda, ... nicht anrufen
Hallo,

Ich weiss nicht, ob du das gemeint hast, aber man kann mit Satellite.me momentan *noch* nicht in diese Länder telefonieren aber wohl, wenn man sich dort befindet, angerufen werden.
Aber sonst gebe ich dir recht, das gute alte Sipgate Basic (wie auch andere VoIP Anbieter) funktioniert absolut weltweit. Und bei 100-150 kBit/s habe ich auch schon mit 2G (EDGE) gute Telefonate geführt. Ok, man muss dann alle anderen Daten down- und uploads unterbinden, was bei einem vollgepfropften „Smart“phone nicht ganz so einfach ist, aber es geht.

Sonnige Grüsse!
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
33,1k Beiträge · seit 200602. Feb. 2020 · #9
OFF TOPIC
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Hi Burkhard,
mein heimischer Telefonanbieter erlaubt kein Call by Call, Namibia abgehend kostet mich 1,59 €/min.
bei allen deutschen Anbietern die nicht Telekom sind heißt es Call-Through. Bietet aber im Prinzip das Gleiche. Nach Namibia von Festnetz auf Festnetz zahlst Du damit um die 9 Euro-Cent/Minute. Das ist hier alles ganz hübsch erklärt: https://www.teltarif.de/call-by-call-alternativen-voip-callback-callthrough/news/71536.html?page=all

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter121 Beiträge · seit 201702. Feb. 2020 · #10
Hallo Christian

Wieder was gelernt, bin erst seit kurzem von der Telekom weg.

Vielen Dank

Burkhard
68 Beiträge · seit 201902. Feb. 2020 · #11
Genau, SIPgate gibt es ja schon 15 Jahre und SIP ging schon vor 10 Jahren mit 2G. Die ca. 150 KBits/s Datendurchsatz muss man aber eben erst mal konstant haben. Vielleicht hatte ich öfters Pech, aber ich hatte schon so einige Gegenden in Afrika mit 3G/4G-Abdeckung, wo die Datenrate bei Verbindungen nach Europa dann aber gen null ging.

Viele haben bestimmt zuhause eine Fritzbox mit Telefon-Funktionalität als Router. Die brauchen dann gar keine zusätzlichen SIP-Konten und keine zusätzlichen Rufnummern oder irgendwas um in beliebigen Ländern zum Nulltarf unter der heimischen Nummer erreichbar zu sein und zum Nulltarif nach Deutschland zu telefonieren. Einfach einmalig auf dem Smartphone eine VPN-Verbindung zum Router einrichten (Android-Telefone können das Haus aus) und die Fritz.fon-App installieren. Die Fritz.fon-App kann sich via VPN-Verbindung dann von überall mit dem Router verbinden. Wahlweise kann dann das Smartphone klingeln, wenn jemand zu Hause auf dem Festnetz anruft (während man in Namibia gerade den Löwen-Kill beobachtet 🤪 ). In jedem Fall kann man dann von jedem Ort der Welt mit der heimischen Festnetznummer Telefonate führen. Einzige Bedingung wie bei SIP, Whatsapp-Telefonie, Skype usw. auch: Eine Datenverbindung mit ca. 150 KBit/s.

Liebe Grüße
zuletzt bearbeitet 02. Feb. 2020
74 Beiträge · seit 201902. Feb. 2020 · #12
Hi,

kennt ihr so eine App die man hier auf dem Handy laufen lassen kann wo man eine namibianische Nummer hat?

Meine Frau ist Namibianerin und könnte so ihre Oma günstig anrufen.

Gruß

Michael
1'159 Beiträge · seit 200702. Feb. 2020 · #13
Avioniker schrieb:Einfach einmalig auf dem Smartphone eine VPN-Verbindung zum Router einrichten
Hallo,

ahh, wieder ein „verstecktes“ Feature entdeckt 🙂
Wusste garnicht, dass das geht. Gerade mal ausprobiert und klappt hervorragend! Musste nur ein paar NAT Einstellungen am Router der im Internet hängt machen, da die FritzBox dahinter hängt; funktioniert aber bestens. Obwohl es hier in NAM nicht wirklich einen Mehrwert in Bezug auf Telefonie für mich hat, weil auf dem Smartphone sowieso SIP Apps laufen wenn ich nicht im heimischen WLAN bin. In D aber ein sehr interessanter Ansatz!

OT: sipgate bietet seinen Kunden auch einen kostenlosen VPN an. Den habe ich direkt über die FritzBox aber leider noch nicht zum laufen bekommen. Nur auf allen Endgeräten einzeln aber eben nicht direkt in der FritzBox so dass alles im LAN über die FritzBox und dann VPN nach D geht.

Sonnige Grüsse!
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
1'159 Beiträge · seit 200702. Feb. 2020 · #14
Ungarnfreund schrieb:Hi,

kennt ihr so eine App die man hier auf dem Handy laufen lassen kann wo man eine namibianische Nummer hat?

Meine Frau ist Namibianerin und könnte so ihre Oma günstig anrufen
Hallo Michael,

wo ist denn „hier“? 😁
Einen SIP/VoIP Anbieter zu bezahlbaren Preisen hier in NAM ist mir nicht bekannt. Auch keiner außerhalb von NAM, der namibische Nummern anbietet.
Wenn du in D bist und die Oma in NAM ist, wäre eine Möglichkeit eben genau die, die der Eingangansposter beschreiben hat mit der kleinen Änderung, dass die Satellite.me Zugangsdaten wie mittlerweile auch die bei Sipgate, wegen der vielen bösen Terroristen, per Brief oder sogar Online Ident Verfahren verifiziert werden müssen. Das müsstest du in D machen und dann die Daten nach NAM der Oma geben und die hat dann hier in NAM entweder eine deutsche Mobilfunk- oder Festnetz Nummer. Dann können beide miteinander in beide Richtungen so telefonieren als wären beide in D.
Die Weitergabe der Zugangsdaten ist aber, ohne das Kleingedruckte gelesen zu haben, aber bestimmt zu 293% illegal und du kommst auf eine Anti-Terror-Liste 🤩

Sonnige Grüsse!

PS: als ich das letzte Mal in D war habe ich trotz deutschem Pass nicht mal eine Prepaid SIM bekommen, mangels deutscher Meldeadresse... Also der oben beschriebene Weg ist wirklich nicht (offiziell) anzuraten.
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
zuletzt bearbeitet 02. Feb. 2020