Überlegung zu einem eigenen Auto in Afrika

49 Antworten · 8'506 Aufrufe · gestartet 30. Dez. 2019 von Achdoch
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1'096 Beiträge · seit 200931. Dez. 2019 · #21
sehr aufschlussreich, danke.
Weiss zufällig noch jemand ob das nur mit dt. Wohn sitz möglich ist oder auf für "Dauerreisende" ohne festen Wohnsitz?
Themenstarter232 Beiträge · seit 201931. Dez. 2019 · #22
Ebi schrieb:@Achdoch: das mit der deutschen Versicherung stimmt nicht, das hat man neulich schon mal in diesem Forum behandelt.

Ich hatte schon in den 80ern in Nordamerika eine deutsche Versicherung. Tourinsure, die gibt es heute noch. Jahn & Partner versichert Reisemobile, Afrika kostet 50% Aufschlag. Kannste auf deren Website nachlesen.
Hmmm ich bin da nicht so überzeugt. Du benötigst für die Zulassung eines Autos eine Haftpflichtversicherung nach deutschem Recht. Ich glaube, die von dir genannten Versicherungen sind spezielle Auslandsversicherjngen. Mit diesen alleine wäre eine Zulassung nicht möglich. Aber du hast Recht, es gibt spezielle Versicherungen die weltweit versichern. Nur eben nicht normale yxz Versicherungen .
Ich meine auch, das da eine dabei ist, die Autos nicht älter 5 Jahre versichert, aber kann mich auch täuschen.
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2019
904 Beiträge · seit 201031. Dez. 2019 · #23
Jahn & Partner macht das auch über die Nürnberger. Meines Wissens kann man das nur über Jahn & Partner abschließen.

Seyko: die Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Am Wohnsitz scheitert sowas aber eigentlich nicht, das bekommst du sicher geregelt. Natürlich muss im Versicherungsschein eine Adresse rein.
904 Beiträge · seit 201031. Dez. 2019 · #24
@Achdoch: viele deutsche Fahrzeug haben ein Saisonkennzeichen, 2 Monate ist, glaube ich, Minimum. Dann braucht man nach der Rückkehr auch kein Vollgutachten. Haftpflicht für 2 Monate, ebenso Steuer, das macht den Kohl nicht fett.
Themenstarter232 Beiträge · seit 201931. Dez. 2019 · #25
Seyko schrieb:sehr aufschlussreich, danke.
Weiss zufällig noch jemand ob das nur mit dt. Wohn sitz möglich ist oder auf für "Dauerreisende" ohne festen Wohnsitz?
Bist du jemand mit Status ohne festen Wohnsitz? Wäre interessant, denn die neuen Meldewesengesetze machen das ja hier in Deutschland fast unmöglich überhaupt noch irgend etwas abzuschießen..... Also nein, da weiß ich nichts drüber, aber beschäftige mich auch für das Thema Dauerreisen ohne Wohnsitz. Meine Recherchen dazu sind ernüchternd....
Themenstarter232 Beiträge · seit 201931. Dez. 2019 · #26
Ebi schrieb:@Achdoch: viele deutsche Fahrzeug haben ein Saisonkennzeichen, 2 Monate ist, glaube ich, Minimum. Dann braucht man nach der Rückkehr auch kein Vollgutachten. Haftpflicht für 2 Monate, ebenso Steuer, das macht den Kohl nicht fett.
Genau so bin ich unterwegs, obwohl mein Auto nie wieder nach Deutschland kommen wird.
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2019
1'096 Beiträge · seit 200931. Dez. 2019 · #27
Achdoch schrieb:
Seyko schrieb:sehr aufschlussreich, danke.
Weiss zufällig noch jemand ob das nur mit dt. Wohn sitz möglich ist oder auf für "Dauerreisende" ohne festen Wohnsitz?
Bist du jemand mit Status ohne festen Wohnsitz? Wäre interessant, denn die neuen Meldewesengesetze machen das ja hier in Deutschland fast unmöglich überhaupt noch irgend etwas abzuschießen..... Also nein, da weiß ich nichts drüber, aber beschäftige mich auch für das Thema Dauerreisen ohne Wohnsitz. Meine Recherchen dazu sind ernüchternd....
Ich lebe in der Schweiz und hier geht es. Haben jüngst im CKGR eine Schweizer Familie (2 Erwachsene mit ihrem Sohn <10 jahre) kennengelernt die sich ohne Probleme abgemeldet haben. Sind bis in die Türkei mit eigenem Kennzeichen gereist und ab da mit gedruckter Kopie 🙂

Wir planen das o.g. Szenario weshalb das Thema int. Versicherung automatisch aufkommt. Langzeitreisen ist in unserer Gesellschaft nicht vorgesehen. Abmeldung sehe ich als notwendig an. wenn ich nur daran denke wie schwierig es war, Versicherungen die am 01.01. fällig werden, bereits im Oktober vorauszuzuahlen, wird mir schlecht. Es gibt in unserer automatisierten Bürokratie quasi keine Möglichkeiten mehr etwas "ausser der Reihe" zu machen. Man benötigt überall Helfer die einem wohlgesonnen sind - vollkommen absurde Entwicklung.

PS: eine Postadresse muss man natürlich haben...
Hätten wir allerdings sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland.
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2019
390 Beiträge · seit 201731. Dez. 2019 · #28
Achdoch schrieb:
Seyko schrieb:sehr aufschlussreich, danke.
Weiss zufällig noch jemand ob das nur mit dt. Wohn sitz möglich ist oder auf für "Dauerreisende" ohne festen Wohnsitz?
Bist du jemand mit Status ohne festen Wohnsitz? Wäre interessant, denn die neuen Meldewesengesetze machen das ja hier in Deutschland fast unmöglich überhaupt noch irgend etwas abzuschießen..... Also nein, da weiß ich nichts drüber, aber beschäftige mich auch für das Thema Dauerreisen ohne Wohnsitz. Meine Recherchen dazu sind ernüchternd....
Warum sollte man das tun? Welche Vorteile hat es, keinen Wohnsitz mehr in Deutschland zu haben?
390 Beiträge · seit 201731. Dez. 2019 · #29
Seyko schrieb:
Achdoch schrieb:
Seyko schrieb:sehr aufschlussreich, danke.
Weiss zufällig noch jemand ob das nur mit dt. Wohn sitz möglich ist oder auf für "Dauerreisende" ohne festen Wohnsitz?
Bist du jemand mit Status ohne festen Wohnsitz? Wäre interessant, denn die neuen Meldewesengesetze machen das ja hier in Deutschland fast unmöglich überhaupt noch irgend etwas abzuschießen..... Also nein, da weiß ich nichts drüber, aber beschäftige mich auch für das Thema Dauerreisen ohne Wohnsitz. Meine Recherchen dazu sind ernüchternd....
Ich lebe in der Schweiz und hier geht es. Haben jüngst im CKGR eine Schweizer Familie (2 Erwachsene mit ihrem Sohn <10 jahre) kennengelernt die sich ohne Probleme abgemeldet haben. Sind bis in die Türkei mit eigenem Kennzeichen gereist und ab da mit gedruckter Kopie 🙂

Wir planen das o.g. Szenario weshalb das Thema int. Versicherung automatisch aufkommt. Langzeitreisen ist in unserer Gesellschaft nicht vorgesehen. Abmeldung sehe ich als notwendig an. wenn ich nur daran denke wie schwierig es war, Versicherungen die am 01.01. fällig werden, bereits im Oktober vorauszuzuahlen, wird mir schlecht. Es gibt in unserer automatisierten Bürokratie quasi keine Möglichkeiten mehr etwas "ausser der Reihe" zu machen. Man benötigt überall Helfer die einem wohlgesonnen sind - vollkommen absurde Entwicklung.

PS: eine Postadresse muss man natürlich haben...
Hätten wir allerdings sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland.
Man kann doch einfach alles bei Fälligkeit vom Konto einziehen lassen. Oder von unterwegs bezahlen. Irgendwo gibt es doch immer Internet, um eine online Überweisung zu tätigen.
1'096 Beiträge · seit 200931. Dez. 2019 · #30
motorradsilke schrieb:
Achdoch schrieb:
Seyko schrieb:sehr aufschlussreich, danke.
Weiss zufällig noch jemand ob das nur mit dt. Wohn sitz möglich ist oder auf für "Dauerreisende" ohne festen Wohnsitz?
Bist du jemand mit Status ohne festen Wohnsitz? Wäre interessant, denn die neuen Meldewesengesetze machen das ja hier in Deutschland fast unmöglich überhaupt noch irgend etwas abzuschießen..... Also nein, da weiß ich nichts drüber, aber beschäftige mich auch für das Thema Dauerreisen ohne Wohnsitz. Meine Recherchen dazu sind ernüchternd....
Warum sollte man das tun? Welche Vorteile hat es, keinen Wohnsitz mehr in Deutschland zu haben?
Keine Krankenkassenpflicht und Steuererklärung reichen dir nicht?
Das Ding ist doch, dass du für einen Haufen Sachen zahlen musst von denen du gar nichts hast, da sie sowieso nicht oder nur in lächerlichem Umfang für irgendetwasd aufkommen.
134 Beiträge · seit 201831. Dez. 2019 · #31
Deutschland.Man kann doch einfach alles bei Fälligkeit vom Konto einziehen lassen. Oder von unterwegs bezahlen. Irgendwo gibt es doch immer Internet, um eine online Überweisung zu tätigen.

Genau. Mit Internet war Overlanding (also seeehr lange Reisen am Stück) noch nie so einfach. Alle Sachbearbeiter, Steuerbeamte, etc. (die mich wieder Erwarten doch mal kontaktieren mussten) hatten zudem fast immer Freude, mal ein Mail von sehr entfernten Orten zu bekommen.
Themenstarter232 Beiträge · seit 201931. Dez. 2019 · #32
Da kann ich dir nur zustimmen.... Ein Leben außerhalb der Herde unter Aufsicht der Hirten wird verdammt schwer.
785 Beiträge · seit 200831. Dez. 2019 · #33
Hi,

ich habe meinen LKW 2010 in das südliche Afrika verschifft, es rechnet sich zumindest bei mir nicht, bei mir hat sich auch in den letzten Jahren noch nie ein Urlaub auch nur irgendwie gerechnet, es war alles mit Ausgaben verbunden.

Ob ich es wieder machen würde?: Klares JA, denn diese Art zu Reisen gefällt uns und man hat im südlichen Afrika viele schöne Ziele die man so bereisen kann.

Ob man hierzu einen LKW braucht?: Klares NEIN, man muss es halt mögen und es auch aus Überzeugung leben.

Sollte uns mal Afrika nicht mehr gefallen, so besteht auch die Möglichkeit der weiteren Verschiffung nach Südamerika, den Kontinent kennen wir noch gar nicht, hat aber seine Reize. Sollte uns das Reisen mit LKW mal nicht mehr gefallen, so wird das Teil verkauft, vor Ort ist dies jedoch mit CARNET etwas schwierig, notfalls müssten wir dann wieder nach Europa verschiffen und dann hier zuhause verkaufen, aber soweit möchte ich momentan noch gar nicht denken.

Viele liebe Grüße


Markus
134 Beiträge · seit 201831. Dez. 2019 · #34
Achdoch schrieb:Da kann ich dir nur zustimmen.... Ein Leben außerhalb der Herde unter Aufsicht der Hirten wird verdammt schwer.
Kann ich nicht nachvollziehen...
Themenstarter232 Beiträge · seit 201931. Dez. 2019 · #35
immerunterwegs schrieb:Deutschland.
Man kann doch einfach alles bei Fälligkeit vom Konto einziehen lassen. Oder von unterwegs bezahlen. Irgendwo gibt es doch immer Internet, um eine online Überweisung zu tätigen.

Genau. Mit Internet war Overlanding (also seeehr lange Reisen am Stück) noch nie so einfach. Alle Sachbearbeiter, Steuerbeamte, etc. (die mich wieder Erwarten doch mal kontaktieren mussten) hatten zudem fast immer Freude, mal ein Mail von sehr entfernten Orten zu bekommen.[/quote

Es ging eher um einen Vertragsabschluss ohne Wohnsitz. Die administrativen Dinge kann man von unterwegs erledigen richtig. Aber auch nicht alles. Z. B. Wenn auf einem Schriftstück eine Unterschrift erforderlich ist. Da fällt mir gerade ein Depoteinzug ein. Formular ausdrucken, unterschreiben und an die Bank schicken und ja es ist ein Onlinebroker und keine Filialbank.
Auch ist es fast unmöglich ohne einen festen Wohnsitz bei einer deutschen Bank, ja auch online Bank, ein Konto zu eröffnen. Die SCHUFA meldet die Abmeldung von letzten Wohnsitz, was dann mit deinen Kreditkarten, Krediten, Telefonverträgen und weiteren scorings geschieht kann man sich leicht selber erklären.
Außerdem kann man ohne Wohnsitz ohne Hilfe Dritter kein Fahrzeug anmelden, ein Gewerbe gleich gar nicht.
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2019
Themenstarter232 Beiträge · seit 201931. Dez. 2019 · #36
immerunterwegs schrieb:
Achdoch schrieb:Da kann ich dir nur zustimmen.... Ein Leben außerhalb der Herde unter Aufsicht der Hirten wird verdammt schwer.
Kann ich nicht nachvollziehen...
Das kann ich mir vorstellen... Aber nicht für jeden ist es einfach. Zum Beispiel wenn du keine Familie mehr hast, wo du eine Adresse noch im alten Kinderzimmer im Elternhaus hast hast oder Geschwister die deinen Briefkasten leeren oder du hast dich noch nicht umfassend mit dem Thema beschäftigt. Aber auch hier, der eine empfindet es so, der andere so.

Es ist aber interessant, wo ein Thema nur durch sachliche Fragen und Antworten hinläuft.
VG
425 Beiträge · seit 201831. Dez. 2019 · #37
Und irgendwann kommt man zurück und übernachtet dann in der sozialen Hängematte.
Gruß Georg
Themenstarter232 Beiträge · seit 201931. Dez. 2019 · #38
@motoradsilke
Jetzt erst deinen Beitrag gelesen....
Aja die Überlegung Wohnsitz ja nein.
Es gibt Leute, die haben früher oder später vor und hinter sich keine nennenswerte Verwandschaftsgrade mehr. Somit wird das Zweifamilienhaus zu groß und der Verkauf steht an. Der Wunsch besteht im Langzeitreisen.
Warum soll ich wegen einem Wohnsitz eine Wohnung mieten mit entsprechenden Mietpreisen wenn diese gar nicht bewohnt wird.
Warum soll diese teuer zumindest erhaltungsbeheizt werden.
Warum soll ich Strom, Wasser, Müll Grundgebühr bezahlt werden bei einem Verbrauch von 0.
Warum soll ich in der Heimat eine Krankenkasse bezahlen wenn diese in meinem Reiseziel keine Leistung erbringt. JA, die Anwartschaftsversicherung würde ich aufrecht erhalten.
Warum sollte ich steuerpflichtig bleiben, wenn ich länger 180 Tage mich nicht im Inland aufhalte.
Warum soll ich hier jemanden bitten der sich um meine Dinge kümmert die erledigt werden müssen. Bei Mietwohnung Winterdienst vorm Haus oder Treppe wischen oder ich muss dafür bezahlen obwohl ich nichts nutze.
Natürlich ist die Liste nicht vollständig.
Das könnte man jetzt auch als unsozial sehen, aber was ist sozial in der heutigen Zeit.
Um den vorzubeugen.... Ja aber wenn du dann krank ausm Ausland angekrochen kommst dann ist die Gemeinschaft gut für dich aus dem Sozialtopf zu sorgen.... Dafür gibt es eben diese Anwartschaftsversicherung die das Recht des Wiedereintritts in die gesetzliche Krankenversicherung beinhaltet.
VG
Themenstarter232 Beiträge · seit 201931. Dez. 2019 · #39
Drechselschorsch schrieb:Und irgendwann kommt man zurück und übernachtet dann in der sozialen Hängematte.
Gruß Georg
Aber Georg, es gibt auch Leute die ihr Leben so planen das dies nicht passiert. Nicht die es zu RTL oder Sat 1 in die Trash Shows schaffen als allgemeingültig betrachten. Es gibt viele die z. B. im Alter ihre Firma verkaufen, oder gut ihre Altersvorsorge, vielleicht auch schon zehn Jahre vor Regel Eintritt, getroffen haben und die sind bestimmt weit weg von sozialer Hängematte
68 Beiträge · seit 201931. Dez. 2019 · #40
Interessanter Thread. Bei über 90% dürfte es schon an den 385 Afrikatagen in nur 5 Jahren scheitern. Mehr als 35 Tage pro Jahr werden bei den meisten nicht drin sein. Bricht man die von Achdoch genannte Summe darauf um, so läge man bei 122 €/Tag.

Letztlich wird eine realistische Rechnung in unzähligen Details zerfasern. Einerseits hat das Fahrzeug beispielsweise noch einen Wiederverkaufswert, den man in der Rechnung abziehen muss. Andererseits gibt es noch Kosten-Aspekte, die nicht benannt sind. Will man z.B. Simbabwe bereisen und es gibt gerade Tickets nach Johannesburg für 400 €, dann kann man das Schnäppchen nicht wahrnehmen, weil man zwingend nach Windhoek muss, wo das eigene Auto steht. Will man beispielsweise mal Uganda oder Kenia bereisen, braucht man 10 Tage extra und hat 2.000 € an zusätzlichen Kosten für An- und Abreise, wenn das eigene Auto in Windhoek steht.

Man kann dann noch x weitere Parameter hin und herrechnen, aber als Faustformel kann man glaube ich aufstellen: Unter mindestens 5-6 Wochen Nutzung pro Jahr rechnet sich ein eigenes Auto nicht. Dann muss man es sich leisten wollen, weil man das eigene Autos eben 100% an den eigenen Bedarf anpassen kann, während man bei Mietwagen eventuell mit Kompromissen leben muss.

Liebe Grüße