Kalahari Durchquerung

36 Antworten · 8'707 Aufrufe · gestartet 16. Dez. 2019 von SunLander
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Themenstarter17 Beiträge · seit 201916. Dez. 2019 · #1
Liebe Freunde des südlichen Afrikas,
wir haben im Sommer die Kalahri durchquert und können berichten, dass es nicht so viele Tiere gibt wie das in den meisten anderen Game Reservaten oder National Parks ist ( wegen dem verfügbaren Wasser) ABER es ist absolut großartig da durchzufahren – tolle Landschaft und großartige Sonnen Auf- und Untergänge. Baines Baobab Bäume im Nxai Nationalpark haben wir auch mitgenommen.
Wer es noch nicht gemacht hat unbedingt auf die Bucketlist schreiben. ?
Anbei der Reisebericht in der Videoform.

Bei YouTube ansehen ↗



Fragen, Anregungen, und auch kritische Kommentare sind willkommen.
1'095 Beiträge · seit 200917. Dez. 2019 · #2
Das man kleinste Äste als Anfeuerholz auf der Campsite einsammelt verstehe ich vollkommen. Das halbe Bäume aus dem Busch gezogen werden hab ich so noch nicht gesehen 🙂
Insofern schade als dass die Bündel am Matswere Gate gross sind und in Unmengen parat liegen.

"Wir sind hier am Arsch der Welt und ich kann dich anrufen - und ich filme mich dabei." Köstlich 🙂
Danke dafür 😄

Nette Runde allerdings beeinhaltet der Film einige Übertreibungen die ich persönlich überflüssig finde. Ich verstehe auch hier die Beweggründe des "Abenteurers", allerdings mindert es das Erlebnis nicht wenn man bei der Wahrheit bleibt. In Nxai Pan bei der Zufahrt zu South Camp stecken zu bleiben hat weniger mit dem Sand zu tun als mehr mit den eigenen Fahrfähigkeiten und im CKGR ist so "wenig" los, dass du in der Trockenzeit schwer Campsites buchen kannst 😉

Zu dem Drohnenflug wirst du sicher noch etwas lesen.

Ansonsten viel Spass auf der kommenden Südrunde (mit oder ohne Khutse GR?).
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2019
2'610 Beiträge · seit 200717. Dez. 2019 · #3
@ Seyko

Genauso das waren meine Gedanken, wollte es aber nicht schreiben 🤩 . Wir sind diese Strecken alle auch schon mehrfach gefahren, alleine und ohne stecken zu bleiben 😉 . Sogar im CKGR waren wir nie so ganz ohne andere Fahrzeuge und das während und auch kurz nach der Regenzeit. Das mit dem Holz finde ich auch nicht passend, gerade weil man es in Matswere bekommt. ------ Der Begriff "Abenteuer" ist für jeden wohl anders definiert

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2019
571 Beiträge · seit 200617. Dez. 2019 · #4
Seyko schrieb:Das man kleinste Äste als Anfeuerholz auf der Campsite einsammelt verstehe ich vollkommen. Das halbe Bäume aus dem Busch gezogen werden hab ich so noch nicht gesehen 🙂
Insofern schade als dass die Bündel am Matswere Gate gross sind und in Unmengen parat liegen.
Halbe Bäume gehen doch noch, aber die Abenteurer haben vorher auch schon die Baines Baobabs mitgenommen. Mit dem Gewicht wären wir dann allerdings auch stecken geblieben... 😗

Drohnen sind wohl untersagt, vllt. kann man aber Sondergenehmigungen bekommen, habe da keine Ahnung. Ansonsten wird Precious Ramotswe das bei der nächsten Einreise sicher angemessen in Pula "berücksichtigen". 😄
Themenstarter17 Beiträge · seit 201917. Dez. 2019 · #5
Leute Leute, meint Ihr nicht dass Ihr ein bisschen übertreibt?
Zum Thema Brennholz. Wie Ihr in dem Video unschwer erkennen solltet liegen da Bündel von dem Gate. Tatsächlich haben wir sogar alle verfügbaren 5 Bündel aufgekauft. Mehr war nicht da.
Außerdem haben wir jeden Abend 2! Brote gebacken die 50 Minuten viel Glut brauchen und der "Baum" den Ihr gesehen haben wollt der lag da schon. Den habe sicher nicht ich gefällt.

Wie macht Ihr das denn wenn das Holz ausgeht ?
1'095 Beiträge · seit 200917. Dez. 2019 · #6
Im nördlichen Teil des CKGR gibt es 28 Campsites (Staatliche und BigFoot). 1 grosser Ast ist nicht so schlimm, denkt sich jeder Besucher und so sind es, je nach Belegung pro Jahr, irgendwo um mindestens 5.500 grosse Äste (gerechnet bei knapp unter 200 Belegungstagen -> real dürften es eher um 280 sein). Was für eine imposante Zahl. All diese grossen Äste stehen der Tierwelt nicht mehr zur Verfügung und in der Summe entspricht das einem nicht zu unterschätzendem Eingriff seitens der Besucher.

Hand aufs Herz, was meinst du: wenn die Besucher irgendwo zwischen 3-7 Tagen im CKGR verweilen und sie haben damit begonnen grosse Äste zu verbrennen, bleibt es da bei einem Ast?
Das wird zum Problem.

Lösung: kauf dir mehrere Säcke Holzkohle. Perfekt fürs Brot backen und belastet das Holz für das abendliche Lagerfeuer nicht. 🙂
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2019
7'263 Beiträge · seit 200617. Dez. 2019 · #7
SunLander schrieb:Wie macht Ihr das denn wenn das Holz ausgeht ?
Wir haben Gas, Holzkohle und Briketts zum Kochen dabei. Wenn wir auch mal ein schönes Lagerfeuer wollen, nutzen wir das gekaufte Holz. Wir brauchen aber nicht Unmengen davon. Wer in die Kalahari fährt, sollte lernen mit den beschränkten Ressourcen umzugehen. Das Totholz in den Nationalparks ist Heim und Nahrung von unzähligen Tieren.

Übrigens: Wenn nach dem Lagerfeuer eine schöne Glut übrig bleibt, kannst Du diese noch zum Brot backen nutzen. Mit etwas Übung machst Du die restliche Glut auf den Topf und legst dich schlafen. Am Morgen ist das Brot gebacken.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2019
8'672 Beiträge · seit 201017. Dez. 2019 · #8
Zitat: "Im Nxai Pan NP gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit außer für Selbtsversorger und Camper, wie wir das sind..."

Bisschen zu viel Dramatik - stimmt nämlich nicht: https://www.kwando.co.bw/nxai-pan

Gruß Bele

P.S.: Und um meinem Ruf als besserwisserische Grundschullehrerin gerecht zu werden 😉 : "wilderness" spricht man tatsächlich aus wie man es schreibt, und NICHT "wailderness".
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2019
1'523 Beiträge · seit 201117. Dez. 2019 · #9
Schon seit längerer Zeit ist die Tau Pan Lodge (Kwando) mit Blick auf die Tau Pan
auf GPS .... ... .... ....in Betrieb.......also so abseits ist diese nördliche Schleife ja
nun nicht mehr...... 😄 😄 😄 und die Nummer mit dem SAT hättest Du dir sparen können.....

amüsiert.............BMW

trotzdem: ein ansprechender kleiner Film......
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2019
886 Beiträge · seit 200718. Dez. 2019 · #11
Boah SunLander ,

Hat dir schon mal einer gesagt was für tolle Kerle ihr seid?
Die Kalahari durchqueren auf einsamen, tiefsandigen Pisten. In freier Wildbahn mit dem Sat Phone telefonieren, obwohl Löwen in der Nähe sind !!!!! Damit die Familie nicht verhungern muss mangels gekaufter Holzkohle die Bäume morden. Das ganze noch mit einer Drohne filmen, obwohl mehrmals das Wort Nationalpark im Video fällt. Ich bin schwer beeindruckt.

😗
Themenstarter17 Beiträge · seit 201918. Dez. 2019 · #12
Aber bei all den kritischen Anmerkungen ob kleinlich oder berechtigt freue ich mich dennoch, daß Euch mein Video offensichtlich unterhält! Schließlich ist das das einzige Ziel, daß der Film unterhalten soll. Dafür ist er gemacht und das scheint er ja zu erreichen.

Aber eines muss ich dann doch noch sagen. Ich finde das Drohnenverbot in den Nationalparks sehr, sehr schade. Mindestabstände zu Tieren oder ggf. andere Regeln könnten in der Zukunft besser sein.
280 Beiträge · seit 201818. Dez. 2019 · #13
SunLander schrieb:
Aber eines muss ich dann doch noch sagen. Ich finde das Drohnenverbot in den Nationalparks sehr, sehr schade. Mindestabstände zu Tieren oder ggf. andere Regeln könnten in der Zukunft besser sein.
Du findest es schade; ich finde es gut ! Und wie man sieht, werden trotz des Verbotes Drohnen eingesetzt - wer soll dann noch glauben, dass Mindestabstände oder andere Regeln besser eingehalten werden ??
232 Beiträge · seit 201918. Dez. 2019 · #14
Das Drohnenverbot in Nationalparks dient auch dazu, Standorte von durch Wilderei bedrohte Tierarten nicht offen zu legen. Zum Beispiel Nashorn Gruppe in einer bestimmten Gegend gefilmt und dann ins Internet hoch geladen. Nichts leichter für diese Typen, sich nachts dahin zu begeben was du tags aufgenommen hast um zu "ernten '
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2019
390 Beiträge · seit 201718. Dez. 2019 · #15
SunLander schrieb:
Aber eines muss ich dann doch noch sagen. Ich finde das Drohnenverbot in den Nationalparks sehr, sehr schade. Mindestabstände zu Tieren oder ggf. andere Regeln könnten in der Zukunft besser sein.
Ich finde es sehr, sehr gut. Und hoffe, dass es gut durchgesetzt und ausgeweitet wird. Dieses nervige Gesumme versaut jede tolle Stimmung, man kann nichts genießen, wenn so ein Ding in der Nähe ist. Die Dinger nerven nur.
134 Beiträge · seit 201819. Dez. 2019 · #16
Die Wahrnehmung von Geräuschen und die Einordnung als nervende Störung sind wahrlich extrem subjektiv. Das schwallartige Gekreische von Zikaden in vielen Parks (Punda Maria finde ich echt heftig) erreicht schnell die 90dB Grenze. Nimmt die übrige Tierwelt hier Schaden? Das Geknatter der Ultraleichtfliger und Helikopter über den Naturschutzgebieten in der Umgebung der Vic Falls müssen Mensch und Tier jeden Tag tapfer ertragen, schließlich ist es ein "Muss" die Fälle im ihrer Pracht von oben zu erleben. Und wenn bei dem Exklusiv Reiseunternehmen, das neben mir auf dem Campingplatz mit 2 Landcruisern steht, die Batterie für den Kühlschrank schlapp macht, wird gnadenlos 2h der Motor angeworfen, damit das Fleisch nicht verdirbt. Denn wir stehen in einem Eco Camp, wo es keine Steckdosen gibt. Niemand stört sich dran, erst recht nicht die 4köpfige Kundschaft, denn die liegt fernab am Pool.

Ich persönlich finde das Gekreische der Ibisse total nervig. Oder ne völlige überdrehte Reisegruppe mit nem Overland Bus, die nach dem Abendessen noch Party machen. Ich kann verstehen, daß man das Summen einer Drohne als störend empfindet, bin aber doch immer wieder erstaunt über die heftigen emotionalen Reaktionen, die sich schlicht am Geräusch dieser Dinger festmachen.
Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Ich finde das Drohnen Verbot in den Parks richtig.
785 Beiträge · seit 200819. Dez. 2019 · #17
Hi,

Also ich persönlich fand euer Video sehr ansprechend und unterhaltsam gemacht, zwar nicht alles gezeigte oder kommentierte zu 100% nach meinem Geschmack, aber das muss es ja auch nicht!

Wie man jedoch deutlich sehen konnte wart ihr mit Begeisterung unterwegs und das ist doch die Hauptsache!

Ich wünsche euch noch viele weitere schöne Reisen und ein schönes Weihnachtsfest!

Ach, noch was, wenn ich beim Campen ein Stückchen Todholz finde, in unmittelbarer Nähe, dann landet dieses mit großer Wahrscheinlichkeit auch Abends auf dem Lagerfeuer!

Viele Grüße

Markus
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2019
807 Beiträge · seit 201820. Dez. 2019 · #18
Mal wieder so ein "Schmetterlingsmoment" im Forum.....!

Ich finde man sollte sich zum Thema, "Holz", minestens mal die Frage stellen: Wo bekommen die "Legalen Verkäufer", die an Parkeingängen, oftmals auch in den Camps sitzen, das Holz eigentlich her?
Sicherlich stammt dieses Holz nicht aus Plantagen in Kanada oder Sibirien, nein, nicht mal aus Plantagen in Namibia.....!
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass dieses Holz bestenfalls aus dem gleichen (oder angrenzenden) Gebüsch gezerrt wird aus dem man es sich selbst besorgen würde. Schlimmstenfalls werden im besagten Gebüsch sogar quicklebendige Bäume dafür geopfert!

Liebe Grüsse,
Ulli
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
390 Beiträge · seit 201720. Dez. 2019 · #19
busko schrieb:Mal wieder so ein "Schmetterlingsmoment" im Forum.....!

Ich finde man sollte sich zum Thema, "Holz", minestens mal die Frage stellen: Wo bekommen die "Legalen Verkäufer", die an Parkeingängen, oftmals auch in den Camps sitzen, das Holz eigentlich her?
Sicherlich stammt dieses Holz nicht aus Plantagen in Kanada oder Sibirien, nein, nicht mal aus Plantagen in Namibia.....!
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass dieses Holz bestenfalls aus dem gleichen (oder angrenzenden) Gebüsch gezerrt wird aus dem man es sich selbst besorgen würde. Schlimmstenfalls werden im besagten Gebüsch sogar quicklebendige Bäume dafür geopfert!

Liebe Grüsse,
Ulli
Bestimmt. Aber dann verdient der Mensch, für den es evtl. die Lebensgrundlage ist, wenigstens etwas daran. Diesen Verdienst sollten wir ihm nicht nehmen.
886 Beiträge · seit 200720. Dez. 2019 · #20
Busko, ich könnte mir vorstellen das Du mit Deiner Aussage richtig liegst. Ich weiss es nicht.

Trotzdem zählt dieses Argument für mich nicht. Die Niedersächsischen Landesforsten verkaufen Weihnachtsbäume, ich darf aber nicht in den Wald gehen und mir für lau einen Baum schlagen. Obwohl deren Baüme doch aus dem gleichen Wald kommen.......

Mit weihnachtlichen Grüßen
Lisolu