schwinkiThemenstarter79 Beiträge · seit 200711. Dez. 2019 · #1
Hallo Zusammen,
wer ist denn schon mal mit einem 4x4 mit Automatikschaltung durch Tiefsand gefahren und kann mir erzählen ob das funktioniert. Ich habe schon einige Tiefsanderfahrung, bisher aber nur mit Fahrzeugen mit manueller Schaltung und war immer froh, dass ich entscheiden konnte in welchem Gang sich die Kiste durch den Sand quält.
Viele Grüße Uli
WÜWüstenruhe78 Beiträge · seit 201711. Dez. 2019 · #2
Habe beides schon gefahren. Ich bilde mir ein, das schon sehr gut zu beherrschen mit der manuellen Schaltung. Aber was soll ich sagen, die Automatik kann's besser.
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200811. Dez. 2019 · #3
Hi, Automatik ist da super. Allerdings muss man bei den modernen Autos darauf achten, dass du dabei manuel die Sicherheitssysteme ausschalten musst. Die Anti-Schlupf Systeme bremsen dich sonst im Sand rigeros runter. Also bei den Toyotas muss das VSC ausgeschaltet sein. Im Zweifelsfalle vorher in der Bedienungsanleitung lesen oder beim Vermieter fragen. Meist sind die Systeme beim Einlegen der Untersetzung automatisch ausgeschaltet. Gruss Christian
Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Dez. 2019 · #4
Hallo Uli,
bin seit mehr als 20 Jahren in Afrika unterwegs. Dabei jede Menge Tiefsand mit Schaltgetriebe gefahren. Dachte immer, dass geht doch ganz gut.
Dann bin ich die Namibdurchquerung von Lüderitz nach Walvis Bay gefahren. Mehr Tiefsand geht nicht. Als Mietwagen hatte ich einen Toyota Fortuner mit Automatik. Das erste Mal Automatik im Gelände und es war eine Offenbarung. Das fährt sich um längen entspannter. Die Gefahr des Festfahrens ist viel geringer. Der entscheidende Vorteil ist der permanente Kraftschluss an den Rädern, auch während des Schaltens. Im Tiefsand reicht es manchmal schon aus, wenn es beim Schalten ein wenig hakelt und man mit ein wenig Verzögerung den Gang wechselt, dass man festhängt, weil man zu viel Schwung verloren hat.
Für mich wäre ein Automatik im Gelände und vor allem im Tiefsand immer die 1.Wahl.
Nadine3112460 Beiträge · seit 201811. Dez. 2019 · #5
Wir hatten im September/Oktober einen Hilux mit Automatik und sind damit in den Parks im Caprivi gefahren (u. a. zum Horseshoe) und auch im Chobe. War überhaupt kein Thema, hat alles super geklappt im 4x4-Modus. Zur Not kann man ja auch manuell schalten, mussten wir aber nicht. Selbst 4L haben wir nicht einschalten müssen.
casimodo4'528 Beiträge · seit 200711. Dez. 2019 · #6
Hallo Uli,
wir sind zwar lange nicht so unerschrockene Allradcracks wie Topobär. Ich kann seine Meinung aber zu 100% unterstreichen, obwohl ich niemals eine Namibdurchquerung wagen würde 😉
Wir hatten im Kaokoveld einen Hilux von Savannah mit Automatik und sind selbst ohne Luftablassen durch die tiefsandigsten Stellen gekommen. Früher waren wir zigmal mit manueller Schaltung unterwegs. Automatik Fahren ist einfach saubequem. Nur zu Hause in der Tiefgarage musste ich nach dem Urlaub sehr aufpaasen, um kein Loch in die Mauer zu fahren 😉
Fazit : Früher fand ich Automatik uncool, heute saucool. Egal ob im Gelände oder auf der Straße.
ACAchdoch232 Beiträge · seit 201911. Dez. 2019 · #7
Wer die Wahl hat, immer zum Automatik greifen. Die Vorteile machen die Nachteile mehrfach wett. Leider habe ich nur zu Hause einen und in Afrika muss ich quirlen....
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201111. Dez. 2019 · #8
Ich habe Beide und kann nicht sagen welchen ich eigentlich bevorzuge. Hier geht es eher um die Ausstattung und wie lange wohin.
Best Regards
Adolf
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Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200611. Dez. 2019 · #9
Hallo Uli,
Wir sind vor kurzem von der Namib-Durchquerung (Lüderitz - Walvs Bay) zurück gekommen. In der Gruppe hatten wir diverse Fahrzeuge (LandCruiser, Hilux, FJ Cruiser). Die Fahrzeuge mit Automatik waren ganz klar im Vorteil. Am besten war der etwas kleinere und leichtere FJ Cruiser.
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Tinochika1'651 Beiträge · seit 201411. Dez. 2019 · #10
Der größte Nachteil eines Automatikautos gegenüber einem Auto mit Gangschaltung ist, dass man ihn nicht mehr anziehen kann, falls die Batterie leer ist, oder die Zündung nicht funktioniert. Im November hatten wir einen Ford Ranger Automatik, der Zündungsprobleme hatte. Da wir nach Lekhubu Island fahren wollten, haben wir unserem Autovermieter in Namibia unser Problem geschildert, denn hier kann man nicht so einfach einen Abschleppwagen bestellen um sich abholen zu lassen.
Ohne Probleme ist dann der Ford Ranger in Maun in einen Toyota Hilux Automatik umgetauscht worden. Dieser funktionierte einwandfrei. Es ist jedoch immer ein leicht unruhiges Gefühl übrig geblieben, denn man weiß ja nie wie gut eine Batterie ist. Auf jeden Fall darf man nicht vergessen beim verlassen des Autos das Licht auszuschalten.
Ansonsten ist es sehr gemütlich mit einem Automatikauto zu fahren, denn auf den normalen Routen in Namibia dauert es nicht lange bis man Hilfe bekommt und ein Abschleppwagen kommt.
Gruß Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
schwinkiThemenstarter79 Beiträge · seit 200711. Dez. 2019 · #11
Hallo Zusammen,
danke für die zahlreichen Antworten. Ich habe ja auch schon so einige Tiefsanderfahrung. Bisher immer mit manueller Schaltung und denke mal, dass ich das ganz gut im Griff habe. Aber nachdem was ich hier lese ist die Entscheidung gefallen..... im August wird es wohl ein Automatik werden.
wer einen Automatik fährt, dem kann der Leihwagenvermieter schwerlich eine durchgebrannte Kupplung in Rechnung stellen. Ein, wie ich meine, großer Vorteil. 😉
LG Logi
hhdkram502 Beiträge · seit 201611. Dez. 2019 · #13
Moin, und mit Automatik kannst Du wunderbar auf Pirsch-/Schleichfahrt gehen. Aus Erfahrung ganz wunderbar im Etosha .. LG, Dieter
Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Dez. 2019 · #14
Tinochika schrieb:Der größte Nachteil eines Automatikautos gegenüber einem Auto mit Gangschaltung ist, dass man ihn nicht mehr anziehen kann, falls die Batterie leer ist, oder die Zündung nicht funktioniert.
Ich würde immer eine Überbrückung dem Anschleppen vorziehen. Bislang gehörte bei mir bei jedem Mietfahrzeug in Afrika ein Überbrückungskabel zur Ausstattung.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200611. Dez. 2019 · #15
Tinochika schrieb:Es ist jedoch immer ein leicht unruhiges Gefühl übrig geblieben, denn man weiß ja nie wie gut eine Batterie ist. Auf jeden Fall darf man nicht vergessen beim verlassen des Autos das Licht auszuschalten.
In aller Regel haben die Fahrzeuge ja Campingausstattung und wegen der Kühlbox eine zweite Batterie. Die ist üblicherweise so geschaltet, dass die Kühlbox zwar nicht die Starterbatterie belasten kann, aber umgekehrt bei leerer Starterbatterie auf die zweite zugegriffen wird. Da müssten schon beide Batterien leer sein, damit das Auto nicht mehr startet.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
ACAchdoch232 Beiträge · seit 201911. Dez. 2019 · #16
Aber bitte nicht generell davon ausgehen, dass ein Startproblem immer durch eine schwache Batterie verursacht wird. Oft verursacht das Startproblem die leere Batterie. Es gilt übrigens grundsätzlich, das man das Auto fremd startet ehe man es anschleppt. Hier in Deutschland eh, da durch anschleppen der Kat bzw Dpf beschädigt werden kann.
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201411. Dez. 2019 · #17
Hallo Thomas und Wolfgang,
im Mesosaurus Fossil Camp ist es mir passiert, morgens war die Batterie leer.
Ich hatte einen ganz normalen Ford Ranger ohne Campingausrüstung, mit einer Batterie, ohne Überbrückungskabel, Werkzeug und Abschleppseil. Die Nacht hatten wir im Auto geschlafen.
Da wir eine eigene faltbare Kühlbox dabei hatten, habe ich diese wohl zu lange in der Zigarettenanzünder-Buchse gelassen. Als Resultat am nächsten Morgen war, dass beim Starten nur noch ein leichtes Klack zu hören war.
Zum Glück hatte dort auch ein Camper mit der nötigen Ausrüstung übernachtet.
Zuerst habe ich es mit dem Überbrückungskabel versucht. Der Ford Ranger ist nicht angesprungen.
Dann haben wir das Abschleppseil vom Camper( der natürlich alles notwendige an Bord hatte) benutzt. Ab ca. 40 km/h habe ich Strom bekommen und der Ranger ist angesprungen.
Man kann sich also nicht unbedingt darauf verlassen, dass ein Überbrückungskabel oder eine zweite Batterie hilft. In unserem Fall hatten wir Glück, dass unser Miet-Ranger ein Schaltgetriebe hatte und sich anziehen ließ. PS: Trotz diverser Erfahrungen buche ich unseren Mietwagen immer noch bei dem gleichen Anbieter auch ohne Überbrückungskabel, Abschleppseil und Werkzeug.
Viele Grüße Hartwig
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ACAchdoch232 Beiträge · seit 201911. Dez. 2019 · #18
Habe den Beitrag entfernt, da fachliches Wissen hier nicht so gefragt ist.
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201411. Dez. 2019 · #19
Achdoch schrieb:
Auch beim Fremdstarten kann man einiges falsch machen und das habt ihr sicherlich gemacht.
Hallo Achdoch,
manche wissen es halt doch besser, ohne dass sie dabei gewesen sind.
Gruß Hartwig
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die heutigen Automatiken sind den manuellen Schaltfahrzeugen in den meisten Fällen überlegen. Ein hohes Maß an Sicherheit bietet auch eine Bergabfahrhilfe bei starken Bergabfahrten im Gelände (z.b. felsigen Pässen). Persönlich bevorzuge ich immer noch einen Saugdiesel im Mantel eines Landcruisers, das Fahrzeug geht einfach kaputt das Fahrzeug, es sei den man schleift die Kupplung oder man wirft es um.