Tag 19_ 20.10.2019 Grashoek - Living Museum der Ju/'Hoansi-San
Unser nächster Stopp liegt nur 3 Stunden Fahrzeit von Djokhoe entfernt. Wir haben uns die Campsite von Grashoek als Zwischenstation ausgesucht. Bereits um 12.00 Uhr kommen wir dort an. Die Campsite ist schön, alledings hat sie nur wenig Schatten. Kein Problem wenn man eine Markise hat.
Bei der Ankunft werden wir herzlich begrüßt und bekommen eine Auflistung der zu buchenden Vorführungen. Wir entscheiden uns für die 2 Stunden Tor mit Pfeil und Bogenherstellung und Feuermachen. Wie genau dies in der Beschreibung hieß, weiß ich nicht mehr. Allerdings wollen wir nicht in der Mittagshitze los, sondern vereinbaren 17.00 Uhr. Wir werden von 2 netten San Frauen an der Campsite, die direkt neben dem Liveng Museum liegt abgeholt.
Wie immer möchte ich ein paar Worte in ihrer Sprache lernen. Jedoch muss ich kapitulieren. Die Klick-Sprache ist nicht für meine Zunge gemacht, sorgt aber für eine heitere gelöste Stimmung.
Zuerst wird uns gezeigt, wie man Feuer ohne Streichholz oder Feuerzeug macht. Sehr interessant. Und wer weiß - vielleicht brauchen wir diese Technik ja irgendwann mal einmal selbst.
Es folgt Pfeil und Bogen.
Die Schmuckherstellung läuft quasi für die Damen parallel.
Und natürlich kaufe ich das gefühlte 100. Armband und die dazu passende Kette.
He made my day.
Seinen Namen (für mich unausspechbar) habe ich vergessen. Jedoch hat er eine solche Lebensfreude vermittelt, dass ich noch heute lächle, wenn ich mir die Bilder anschaue.
Weitere Impressionen:
Das fertige Ergebnis der Pfeil und Bogenherstellung wird ausprobiert und Jürgen begeistert durch seine Treffsicherheit.
Fazit: Uns hat es riesigen Spaß gemacht. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich finde es immer interessant in die Geschichte anderer Völker zu schauen. Man kann so viel daraus lernen.
Teil 2224. Jan. 2020
Tag 20 und 21_ 21. U. 22.10.2019 Der letzte Stopp - Okonjima
Irgendwann endet jede Reise und wir müssen zurück nach Windhoek. Als letztes Zwischenziel fahren wir nach Okonjima. Warum? Ich dachte, lassen wir die Reise ganz entspannt zu Ende gehen. Eigentlich passt Okonjima ja so gar nicht in unsere Art zu reisen. Aber man weiß ja nie. Vorab: Für uns hat es nicht gepasst.
Die Anlage von Okonjima ist sehr groß und die uns zugewiesene Campsite „Koshi“ ist zugegebener Weise sehr groß, ordentlich und schön. Der Pool ist ebenfalls sehr gepflegt und lädt zum Schwimmen ein. Bis hierhin alles perfekt. Was uns überhaupt nicht gefallen hat ist die überaus aggressive Art die Touren/Aktivitäten anzubieten.
Der Reihe nach: Ankunft gegen 14.00 Uhr: Wir checken ein und werden gefragt, welche Aktivität wir buchen möchten. Dies ist legitim und normal. Wir entscheiden uns nicht sofort und fahren zur Campsite.
Kurz darauf, wir sind noch beim „Ankommen“ auf der Campsite kommt der Camp Supervisor und fragt, ob wir um 15.00 Uhr an der Lepard Tour teilnehmen möchten. Da wir uns nicht sofort entscheiden, schlägt er vor abends nochmals zu kommen.
Wir gehen zum Pool, um zu relaxen. Auf dem Rückweg zu unserer Campsite kommt uns ein Fahrzeug der Lodge entgegen, hält an und fragt, welche Tour wir schon gebucht haben??!!
Abends kommt der Camp Supervisor wieder vorbei und wir haben uns geeinigt und buchen das Lepard Tracking für den nächsten Tag morgens um 6.00 Uhr. Nach dieser Tour werden wir noch 3x angesprochen, die noch nicht von uns gebuchte Africat Tour zu buchen. Selbst an unserem Abreisetag kommt der Camp Supervisor noch um 10.00 Uhr vorbei, um uns eine Tour anzubieten.
Sorry … aber so etwas kennen wir nicht und ist uns definitiv zu aufdringlich. Sicherlich kann und will jeder seine Aktivitäten verkaufen, doch sollte ein NEIN des Kunden auch respektiert und akzeptiert werden.
Eine paar Eindrücke von der Lepard Tracking Tour: Wir sind morgens um 6.00 Uhr am Abfahrtpunkt. Insgesamt starten 3 Autos, die einzeln fahren. In unserem Auto sind wir 6 Gäste - also nicht voll besetzt. Wir fahren los. Alle paar Kilometer hält der Guide an und peilt die Gegend nach dem Leoparden ab. Wir „rasen“ regelrecht durch die schöne Landschaft. Für andere Tiere wird nicht angehalten. Letztendlich finden wir einen Leoparden. „This is your lepard“ verkündet der Guide stolz. Auftrag ausgeführt.
Jeder hat seine Art zu reisen und Tiere zu sehen, unsere ist dies definitiv nicht !!
Teil 2324. Jan. 2020
Fazit und Ende
Wir haben auch auf dieser Reise fantastische Landschaften gesehen. Hatten das Glück auf Wüstenelefanten zu treffen. Haben mit dem Besuch des Khaudum und der Khowarib Schlucht einige "weiße" Flecken für uns in Namibia geschlossen.
Wir haben es wieder genossen aber auch festgestellt, dass der Oktober nicht unsere bevorzugte Reisezeit ist. Daher werden wir im April wieder losziehen ... in das Land das uns seit Jahren so fasziniert. Und als Novum zum ersten Mal nicht als Alleinreisende!!! 2 Afrika-Unerfahrene Freunde werden uns begleiten. Ich freue mich schon darauf. Denn ich glaube, dass wir das was wir an Namibia so lieben, nochmals neu erfahren werden. Ich bin mir sicher, es wird eine Bereicherung für alle.
Ob es über diese Reise einen weiteren Reisebericht geben wird, weiß ich noch nicht. Ich freue mich erst mal darüber, dass es in 3 Monaten wieder los geht.
Vielen Dank an alle, die den Reisebericht verfolgt haben.
Macht's gut und danke
Dagmar
Teil 2429. Jan. 2020
Herzlichen Dank für eure Kommentare.
Ein paar Fragen die hier gestellt wurden, möchte ich abschlieißend natürlich auch beantworten. Bitte seht mir nach, dass ich nicht auf jeden Kommentar antworte. Ich weiß es zu schätzen, dass ihr bis zum Schluss durchgehaltet habt. 😁 @ Fiedlix
Was hat euch denn an Oktober nicht gefallen, bzw. was macht den April zu eurer bevorzugten Reisezeit ? Unsere erste Reise nach Namibia war auch im April und wir finden April/Mai auch ganz wunderschön.
Die Frage ist schwierig zu beantworten. Unsere 1. Reise nach Namibia fand in de Tat im Oktober statt und wir waren fasziniert. Als wir dann zum ersten Mal im April reisten, mussten wir uns erst an das "Grün" gewöhnen. Mittlerweile ziehen wir diese Reisezeit, kurz nach der Regenzeit der trockenen Jahreszeit vor. Es ist unsere persönliche Vorliebe.
@Tinochika
Ich würde mich freuen, wenn Du auch von Deiner nächsten Reise mit Deinen Freunden berichtest. Auf Deine tollen Fotos und Erlebnisse freue ich mich schon jetzt.
Den Bericht lasse ich jetzt mal noch offen. Auf was ich mich bei dieser Reise sehr freue, ist der neue Blickwinkel. Vieles im südl. Afrika ist für uns normal. Wir genießen es, wir lieben es ... aber wir staunen nicht mehr darüber. Oft habe ich zu Hause bei der Sichtung der Fotos festgestellt, dass ich von vielen Situationen gar keine Bilder gemacht habe ... weil schon bekannt und oftmals erlebt.
@MISchaaf410
Ich habe noch eine Frage bezüglich Okonjima, denn ich schwanke zwischen Okonjima und Düsternbrook. Die beiden habe ich nämlich noch auf der Liste als letzten Stop bevor es wieder zurück nach Deutschland geht. Wollten auch campen. Gibt es ein anderes Camp oder Lodge das jemand empfehlen würde?
Natürlich gibt es noch einige Campsites im "Einzugsgebiet" von Windhoek. Deine Frage kann ich leider nicht beantworten, da ich nicht weiß aus welcher Richtung ihr kommt und was eure Vorlieben sind.
@Topobär
jetzt habe ich es auch geschafft, Deinen Reisebericht zu Ende zu lesen. Vielen Dank für diesen schönen Bericht, bei dem es viele Parallelen zu unserer letzten Tour gab.
Das kommt nicht von ungefähr Thomas, schließlich habe ich deinen Bericht verschlungen und teilweise auch als Vorlage für unsere Strecke genommen 😉 Du bist einer der wenigen, der neben dem Reisebericht auch einen Überblick über die gefahrene Strecke gibt, was wiederum für andere sehr hilfreich ist. Danke dafür.
Eine Frage noch zum Khaudum. Du hattest geschrieben, dass das alte Camp Sikereti komplett abgebaut wurde. Bedeutet das, dass auch die hässlichen Ruinen verschwunden sind?
Ja, die hässlichen Ruinen sind verschwunden und es sieht richtig gut dort aus.
@tiggi
Nun steht unser Auto in Jo`burg,
Cool ... ihr habt es wirklich gemacht. Alles weitere mündlich, werde mich demnächst einmal bei euch melden.
So ihr Lieben, ich denke das war es nun zu unserer Reise 2019. Ich wünsche allen eine lekker Pad, kommt gesund zurück und vielleicht sehen wir uns ja mal wieder auf dem ein oder anderen Forumstreffen. Bis dahin Alles Gute Dagmar