HAHamburger73Themenstarter12 Beiträge · seit 201912. Nov. 2019 · #1
Gerne stellen wir uns kurz vor:
Wir sind eine junge Familie aus Hamburg (Mitte 40 + 8jähriger Sohn) und reisen für unser Leben gern. Jedes Jahr geht es für uns ca 2 mal in die Ferne und als nächstes Ziel haben wir uns Namibia ausgeguckt. Afrika ist für uns nicht komplett neu, da wir vor wenigen Jahren bereits Südafrika bereist haben. Wichtig ist uns die Vielfalt im Urlaub, nämlich Land+Leute+Natur kennenzulernen, daher geht es häufig im Wohnmobil oder auch per Mietwagen los. Darüber hinaus fotografieren + filmen wir in den jeweiligen Destinationen. In Namibia planen wir aktuell eine Rundreise per Mietwagen für 2 Wochen und Übernachtungen in Lodges.
Da wir im März fliegen (29.02. - 14.03.) und auch im Norden unterwegs sein werden (Etosha NP), bin ich mir total unsicher bzgl. einer Malaria-Prophylaxe. Die Sicherheit auf Reisen ist uns extrem wichtig, gerade auch weil wir mit Kind unterwegs sind - hat dazu jemand Erfahrung bzw. hat vllt einen Tipp? Der Arzt, mit dem ich heute gesprochen habe, rät definitv zu einer Prophylaxe ab 2 Tage vor Fahrtantritt bis 7 Tage danach. Ich habe keine Ahnung, wie sich das bei einem Kind auswirkt, allerdings wird einem ja schlecht, wenn man über die möglichen Nebenwirkungen liest. Euch allen einen erholsamen Abend und vorab vielen Dank für die Infos hier...Carlos
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200712. Nov. 2019 · #2
Hallo Carlos,
willkommen im Forum. Es wäre kriminell dir zu einer Malariaprophylaxe zu raten oder abzuraten. Das ist eine Reiseforum und sollte nicht für eine solch wichtige Entscheidung gefragt werden. Gerade wenn ein Kind dabei ist, sollte man lieber fachkundige Beratung in einem Tropeninstitut bzw. bei einem Arzt des Vertrauens eingeholen.
Alle anderen Fragen rund ums Reisen werden dir sicher gerne beantwortet werden.
LG Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
willkommen im Forum. Es wäre kriminell dir zu einer Malariaprophylaxe zu raten oder abzuraten. Das ist eine Reiseforum und sollte nicht für eine solch wichtige Entscheidung gefragt werden. Gerade wenn ein Kind dabei ist, sollte man lieber fachkundige Beratung in einem Tropeninstitut bzw. bei einem Arzt des Vertrauens eingeholen.
Alle anderen Fragen rund ums Reisen werden dir sicher gerne beantwortet werden.
LG Jambotessy
Hallo, Damit hast Du vollkommen Recht. Medizinische Empfehlungen sind schon bedenklich. Ich habe allerdings noch von keinem Arzt gehört, der von einer Prophylaxe abrät, denn auch das wäre bei einer Reise in ein Malaria Gebiet fahrlässig. Irgendwie muss man das Risiko eben für sich selber einschätzen und entsprechend handeln.
LG Marcus
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200612. Nov. 2019 · #4
Hallo Carlos,
Hamburger73 schrieb: Da wir im März fliegen (29.02. - 14.03.) und auch im Norden unterwegs sein werden (Etosha NP), bin ich mir total unsicher bzgl. einer Malaria-Prophylaxe. Die Sicherheit auf Reisen ist uns extrem wichtig, gerade auch weil wir mit Kind unterwegs sind - hat dazu jemand Erfahrung bzw. hat vllt einen Tipp? Der Arzt, mit dem ich heute gesprochen habe, rät definitv zu einer Prophylaxe ab 2 Tage vor Fahrtantritt bis 7 Tage danach. Ich habe keine Ahnung, wie sich das bei einem Kind auswirkt, allerdings wird einem ja schlecht, wenn man über die möglichen Nebenwirkungen liest.
wenn Du über die möglichen "Nebenwirkungen" einer Malaria liest, wird Dir ebenfalls schlecht. Es ist immer gut, einen Arzt zu kennen, der selbst gerne reist und sich schon aus eigenem Interesse auf dem Laufenden hält oder/und bereits in Tropenländern gearbeitet hat. Ich war auch mal bei einem, der nur in einem Buch nachlesen konnte und dem ich "Malarone" dann noch buchstabieren musste (kein Witz!).
Gerade bei Kindern ist ja zur Beurteilung der Lage auch wichtig, wie alt und wie schwer sie sind. Bei Kindern setzt wohl ein ernsterer Verlauf einer Malaria wohl auch häufig schneller ein als bei Erwachsenen. Man sollte das mit einem fachkundigen Arzt besprechen. In Hamburg sollten welche aufzutreiben sein ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Beatnick1'712 Beiträge · seit 201612. Nov. 2019 · #5
Hallo,
wir sind auch aus Hamburg und ihr habt die Experten direkt vor der Haustür. Macht einen Termin beim Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Freitags ist auch ohne Termin Sprechstunde, soweit ich weiß.
HAHamburger73Themenstarter12 Beiträge · seit 201913. Nov. 2019 · #6
Einen netten Abend Euch,
danke erstmal für die schnellen Feedbacks auf meinen Beitrag. Natürlich sprechen wir auch noch mit den Ärzten und es ging/geht mir nicht darum, dass mir zu etwas geraten wird, sondern lediglich um Erfahrungsberichte, wie es eben andere gemacht haben mit einem Kind in dem Alter. Der Kleine ist 8, ca. 1.30m und wiegt ca 25 Kilo. Wenn das Thema Malaria/Impfungen hier aber tabu ist, dann überlest diesen Text einfach, das ist für mich auch ok.
lediglich um Erfahrungsberichte, wie es eben andere gemacht haben mit einem Kind in dem Alter.
mein Erfahrungsbericht (kein Arzt oder Apotheker): Meine Kinder und ich nehmen in Namibia nichts, mit Ausnahme des Caprivizipfels zur Regenzeit/kurz danach. Wir nehmen aber z. B. für Westafrika immer Prophylaxe (Malarone) und sowohl wir als auch die Kinder (aktuell 4+6) haben es immer gut vertragen. Das ist natürlich aber nicht auf jemanden anderes mit der Verträglichkeit übertragbar, insofern weiß ich nicht was in solchem Fall die Erfahrung anderer helfen kann.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Ich selbst vertrage schon das Malarone sehr schlecht, mit Blick auf die möglichen Nebenwirkungen wollen wir mit unseren Kids (aktuell 5 und 8), da gar nicht herumexperimentieren. Wir verzichten deshalb auf Reisen in Malariagebiete.
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Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200913. Nov. 2019 · #9
Moin,
stinu schrieb:...wollen wir mit unseren Kids (aktuell 5 und 8), da gar nicht herumexperimentieren. Wir verzichten deshalb auf Reisen in Malariagebiete.
genauso sehe ich das auch! Durch die Einnahme von Tabletten wird die Malaria nicht verhindert, sondern nur das Auftreten von klinischen Symptomen. Es ist und bleibt nur eine medikamentöse Prophylaxe! Wieso wollen Eltern ihre Kinder solche Gefahren aussetzen? Es gibt genug Malaria freie Gebiete auf der Erde (selbst in Namibia gibts Gebiete mit sehr geringem Risiko, z.B. Windhoek, Küste, Namib-Küste und das Gebiet südlich von Karasburg).
HAHamburger73Themenstarter12 Beiträge · seit 201913. Nov. 2019 · #10
TOP, danke Euch! Das hilft schonmal bei der Planung - weil ich drauf und dran war, die ganze Reise abzusagen bzw. gar nicht erst zu buchen aufgrund dieser Thematik. Ggf. macht es Sinn, die Route entsprechend anzupassen. Wir landen in WDH und hatten vor Rtg. Kalahari, Dead Vlei, Swakomund, Damara Land, Erongo Gebirge, Kamanjab, Etoscha und Waterberg - WDH. Etoscha kann man ggf. auslassen, weil - korrigiert mich bitte falls ich mich irre - das Gebiet das einzig wirklich riskante bzgl. Malaria im März ist? Gibt es andere NP, die entsprechend schön sind und in denen man ähnliches beobachten kann wie in Etoscha?
Hamburger73 schrieb: Gibt es andere NP, die entsprechend schön sind und in denen man ähnliches beobachten kann wie in Etoscha?
National Parks nicht, aber private Game Reserves. Beispielsweise Erindi.
LG Logi
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Nov. 2019 · #12
Lotusblume schrieb:Durch die Einnahme von Tabletten wird die Malaria nicht verhindert, sondern nur das Auftreten von klinischen Symptomen.
… den Sinn dieser Formulierung verstehe ich nicht. Malarone wird ja nicht nur zur Prophylaxe, sondern auch zur Behandlung verwendet. Malarone besteht im wesentlichen aus zwei Wirkstoffen - Atovaquon und Proguanil. Atovaquon klinkt sich in Enzyme der Atmungskette der Plasmodien (das sind die Auslöser der Malaria) ein und bringt diese zum Absterben. Proguanil hemmt die Bildung eines Enzyms, welches zur Bildung von Folsäure benötigt wird. Folsäure benötigen die Plasmodien zur Vermehrung. Somit stört Malarone die Vermehrung der Krankheitserreger und tötet bereits vorhandene ab.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
es gibt doch eigentlich hunderte Threads zu dem Thema und auch bei Dir wird sich nichts anderes ergeben. Das nachstehende ist die offizielle Verbreitungskarte, die vom Gesundheitsministerium als Grundlage genutzt wird...
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200913. Nov. 2019 · #14
BikeAfrica schrieb:
Lotusblume schrieb:Durch die Einnahme von Tabletten wird die Malaria nicht verhindert, sondern nur das Auftreten von klinischen Symptomen.
… den Sinn dieser Formulierung verstehe ich nicht. Malarone wird ja nicht nur zur Prophylaxe, sondern auch zur Behandlung verwendet. Malarone besteht im wesentlichen aus zwei Wirkstoffen - Atovaquon und Proguanil. Atovaquon klinkt sich in Enzyme der Atmungskette der Plasmodien (das sind die Auslöser der Malaria) ein und bringt diese zum Absterben. Proguanil hemmt die Bildung eines Enzyms, welches zur Bildung von Folsäure benötigt wird. Folsäure benötigen die Plasmodien zur Vermehrung. Somit stört Malarone die Vermehrung der Krankheitserreger und tötet bereits vorhandene ab. Gruß Wolfgang
Hallo Wolfgang, ich bin weder Ärztin noch Apothekerin! Nur genau wie ich es geschrieben habe wurde es uns von einem Afrika erfahrenen Tropenmediziner (er arbeitet auch für Ärzte ohne Grenzen) in Hamburg erklärt. Und selbst wenn es so ist wie du beschreibst, ist es denn nicht Verantwortungslos seine Kinder mit Medikamenten voll zu pumpen, nur damit die Eltern beruhigt in Afrika urlauben können? Ich möchte Niemanden von einer Reise abraten, aber bitte mit Kindern nur in Malaria freie Gebiete (bzw. wenigstens in der absoluten Trockenzeit in Namiba).
Nachtag: Ich weiß, dass Einige hier mit Kindern nach Namibia und auch in Malaria Gebiete (Nord-Namibia, Caprivi etc.) reisen und es ist wohl auch immer gut ausgegangen, aber es kann 100 Mal gut gehen und evtl. bei 101. Kind nicht...
HAHamburger73Themenstarter12 Beiträge · seit 201913. Nov. 2019 · #15
Hallo,
wir wollen unseren Sohn ebenfalls nicht mit Medikamenten vollpumpen, daher ändern wir im mindesten die Route. Später fahren - bspw. im Sommer - können wir leider nicht. Die Frage die ich mir derweil aber stelle ist, ob es überhaupt noch Sinn macht im März nach Namibia zu fahren vor dem Hintergrund einer möglichen Malaria-Infektion. Gerade wenn man nicht vorhat die Prophylaxe zu nehmen und auch wenn man die Route von WDH ab südwärts und die Küste rauf wählt.
VG...Carlos
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201613. Nov. 2019 · #16
Hallo Carlos,
wieso fährst Du nicht die Südrunde und nimmst dabei den KTP mit. Das wäre dann komplett malariafrei. So haben wir es bei der ersten Runde gemacht. Aussehen könnte dies wie folgt:
Wenn noch Tage übrig sind, könntet Ihr auf Okambara starten (da gibts Elefanten und co) bzw. in Mount Etjo oder Erindi enden (da gibts auch Elefanten). Elefanten sind nämlich im KTP nicht anzutreffen, dafür viele Löwen, Geparden und Leoparden.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
im März nach Namibia zu fahren vor dem Hintergrund einer möglichen Malaria-Infektion.
Na ja, das kann Dir keine beantworten was für Dich Sinn macht. Es gibt viele Touristen auch im März und 2,5 Millionen Namibier (davon ca. 900.000 in Malariarisikogebieten)... und von denen bekommen nur die allerwenigsten Malaria. Ein Restrisiko bleibt beim Bereisen des nördlichen Landesdrittels zur Regenzeit aber immer. Da hast Du Recht. Und wenn Du das nicht eingehen willst (ob Prophylaxe, angemessene Kleidung etc), dann fahre woanders hin...
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ACAchdoch232 Beiträge · seit 201913. Nov. 2019 · #18
Ganz enge Freunde von mir sind in den caorivi gezogen. Damals war ihr Sohn 9 ungefähr und ist heute 18. Bis heute keine Malaria eingehandelt und das ohne Prophylaxe. Die hatten sie und auch das Kind 365 Tage einnehmen müssen. Nur erwähnt zur Einschätzung der Wahrscheinlichkeit.
HAHamburger73Themenstarter12 Beiträge · seit 201923. Nov. 2019 · #19
Hallo zusammen,
zu dem Thema noch eine Frage. @Gabi: Ist diese Route komplett malariafrei? Weil gerade die Region um den MT Etjo ist doch relativ weit oben? Der KTP liegt in Botswana, oder? Kommt man da aus Namibia einfach so rein? Was benötigt man ggf? Auch hier alles malariafrei?
Danke und ein schönes Wochenende Euch.
HAHamburger73Themenstarter12 Beiträge · seit 201923. Nov. 2019 · #20
was ich vergessen habe: Wann sollten die Lodges reserviert werden? Wir fliegen Ende Februar - allerdings ist es ganz angenehm auch mal spontan entscheiden zu können wo man nächtigt.