Okambara Elephant Lodge - mit Jägern wider Willen.

143 Antworten · 18,7k Aufrufe · gestartet 22. Okt. 2019 von Phil0811
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Gast24. Okt. 2019 · #61
Danke Phil für die Antwort
und Grüße, Werner
Und OT, weil mich dieses ewige Strapazieren der Fiktion vom „edlen Wilden“ genauso nervt wie den Flowerrunner. Das ist mE eine Mär, die keiner Überprüfung standhält, das ist nur/meistens Ethnokitsch. Abgesehen davon, dass „traditionelles“ Jagen schon seit Langem so gut wie nicht mehr praktiziert wird, ist Empathie für Wildtiere für die sogenannten Naturvölker ein fremdartiges Konzept. So was haben nur die sogenannten Hochkulturen neuerdings entwickelt, mit den bekannten Widersprüchen. Z. B. haben die anlässlich der Gründung des Moremi dort (teilweise) einvernehmlich ausgesiedelten Basarwa, den bei Treibjagden gefangenen oder nur leicht verletzten Lechwes u. a. Antilopen die Läufe mit Keulen zertrümmert und so für ein paar weitere Tage als Frischfleischdepot gehalten. Die Aborigines in Australien ertränken Schildkröten oder Dugongs indem sie deren Kopf unter Wasser drücken ....ließe sich fortsetzen.
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2019
785 Beiträge · seit 200824. Okt. 2019 · #62
Hi,

nur mal so als Info aus meinem Erfahrungsschatz:

Alle mir bekannten Jäger, egal ob ein sogenannter Trophäenjäger, der Farmer der seinen Bestand reguliert, der Jäger der nur zur Fleischgewinnung Jagd....,empfinden Spannung und letztendlich auch Freude am Erfolg einer Jagd!!!

Für das Tier bedeutet dies wiederum nun mal unweigerlich den Tod!

Warum jetzt hier der Eine besser oder schlechter sein sollte wie der Andere, kann ich irgendwie nicht so richtig nachvollziehen!

Jetzt oute ich mich mal selbst als gelegentlicher Angler: Ja, auch ich finde es spannend und aufregend wenn ich einen Biss habe und es richtig an der Angel zieht und ich möchte wetten, das viele die jetzt meinen diese ursprünglichen Triebe nicht zu besitzen dann in diesem Moment ähnlich empfinden!


Viele liebe Grüße


Markus

Noch was, fällt mir gerade ein: Interessant finde ich es auch, wenn sich der Erleger mit der Beute fotografieren lässt, dann ist dies verwerflich und geächtet, wenn jedoch dann ein Stückchen Fleisch das aus dieser Jagd stammt lecker zubereitet auf dem Teller liegt, dann sind die Fotos hiervon wiederum gesellschaftskonform und gerne gesehen! Schon irgendwie witzig, oder?
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2019
68 Beiträge · seit 201924. Okt. 2019 · #63
maggus schrieb:Alle mir bekannten Jäger, egal ob ein sogenannter Trophäenjäger, der Farmer der seinen Bestand reguliert, der Jäger der nur zur Fleischgewinnung Jagd....,empfinden Spannung und letztendlich auch Freude am Erfolg einer Jagd!!!
Ehrlich, Ich komme bei solchen Argumentationen überhaupt nicht mit. Was ist los mit Euch? Das Arschloch, das gerade eine Frau vergewaltigt, empfindet dabei auch Spannung, Freude, Befriedigung. Für was soll das eine Legitimation sein?

Die regelmäßige Rechtfertigung der Jagdfans besteht darin, dass sie sagen, aber DIE ANDEREN ... machen ja auch dies oder das (Angler töten auch Fische, Touristen essen Wildfleisch, Menschen essen Fleisch aus der Massentierhaltung, Flugreisende verpesten die Umwelt, usw.) und dann müssen Trophäenjäger auch Tiere zur persönlichen Bespaßung töten können, weil das ist ja wohl nicht schlimmer. So die Begründung. Nur ist die nicht haltbar.

Ein Fehlverhalten - sei es juristischer oder auch nur ethisch-moralischer Natur - kann niemals die Rechtfertigung für ein anderes Fehlverhalten sein. Weil der Nachbar einen Hund mit dem Spaten geschlagen hat, darf ich trotzdem nicht Pflastersteine auf Katzen schmeißen. Und wie idiotisch klingt bitte die umgekehrte Herleitung: So lange (Trophäen)Jäger aus Spaß Tiere erschießen dürfen, so lange darf ich Fleisch von gequälten Tieren aus der Massentierhaltung essen. Ist daran irgendwas logisch oder rational? Nein und umgekehrt eben auch nicht.

Es steckt auch keine Leistung dahinter, wenn man mit seinem tollen Gewehr ein chancen- und wehrloses Tier abschießt, das Jagdführer und Tracker für einen aufgespürt haben. Welche Leistung soll das sein, auf die man da stolz sein könnte? Mir fällt leider kein anderes Motiv ein, als das Jäger Stolz und Bestätigung aus dem Umstand ziehen, dass sie sich über ein chancen- und wehrloses Tier erheben konnten. Ah oder geht es darum, wie toll man getroffen hat? Ganz genau ins Herz gezielt und auch getroffen? Das kann in der Tat eine anzuerkennende, sportliche Leistung sein, aber wenn es um diese Leistung geht, dann willkommen beim Bogenschießen, Biathlon oder Tontaubenschießen. Da gibt es richtig Anerkennung für gutes Zielvermögen, gute Reaktion. Niemand wird da für's Schießen kritisiert und billiger und einfacher auszuüben ist es auch noch. Oder wenn es denn in der "freien" Natur und mit echten Tieren sein soll: Warum wird dann nicht mit Betäubungspfeilen geschossen? Dann kann man sogar sein Siegerfoto machen.

Wir haben das Jahr 2019. Die Menschheit entwickelt sich weiter. Langsam, häufig zu langsam und mit temporären Rückschlägen, aber sie entwickelt sich weiter. Auch und vor allem in ethischen Belangen. Selbst bei zähen Themen wie der Massentierhaltung. Wer einen zeitgemäßen ethischen Kompass hat, kann es nicht mehr rechtfertigen, einfach nur aus Spaß Tiere abzuballern. Sorry, aber das muß wirklich nicht mehr diskutiert werden. Wir können uns streiten, ob die Trophäenjagd in 10, 20 oder 50 Jahren verboten sein wird. Aber die Trophäenjagd ist längst ist auf dem Rückzug und wird früher oder später verboten werden. Eben weil die Menschheit sich weiter entwickelt.

Liebe Grüße

(Und ich weiß schon, was nun wohl als Reaktion kommt...)
35 Beiträge · seit 201924. Okt. 2019 · #64
Nachdem ich hier einige Zeit mitgelesen habe, möchte ich jetzt doch noch etwas zu der Diskussion beitragen.
Ich bin (als Jäger) auch schon auf einigen Gäste- und Jagdfarmen gewesen, die auf ihrer Website nichts davon erkennen ließen, dass dort auch Jagd gegen Bezahlung stattfindet. Meistens waren keine nichtjagenden Gäste anwesend. Wenn doch, haben die Farmer meistens dafür gesorgt, dass es keine Berührungspunkte zwischen Jägern und Nichtjägern gab. Die meisten Nichtjäger werden nichts davon mitbekommen haben, dass der Typ, der da mit den Farmguides am Tisch sass und sich mit denen auf Afrikaans unterhielt, einer dieser grosspurigen Trophäenjäger war. Trotzdem kann ich den TE verstehen, dass er sich eine klarere Präsentation wünscht, auf welchen Farmen Gäste auch jagen, und auf welchen eben nicht.
Zu bedenken gebe ich allerdings folgendes: eine Gästefarm ist häufig eine Wildfarm ohne nennenswerte Rinderzucht und lebt nur vom Tourismus. Die Farm muss wildsicher gezäunt werden, damit die Gäste Tiere beobachten können. Wilde (im Sinne von freilebenden wie z.B. in Etosha) Tiere gibt es auf diesen Farmen damit also eigentlich nicht. Die Tiere gehören dem Farmer, und er bewirtschaftet sie auch. Das muss einem klar sein, wenn man eine Gästefarm besucht. Bewirtschaftung kann hier heißen, er oder einer seiner Angestellten erlegt Tiere, die abends den Gästen serviert werden. In Jahren mit gutem Regen kann er den Zuwachs auch auf Wildauktionen an anderere Farmer verkaufen. Erindi tut dies z.B. häufig. Er kann das Erlegen der Tiere aber auch gegen gute Bezahlung Jagdgästen überlassen. Da der Jagdgast (zumal wenn aus dem Ausland) in aller Regel außer der Trophäe nichts verwenden kann, ist das für den Farmer eine Win/win-Situation. Er verkauft nur die für ihn eigentlich wertlose Trophäe, bekommt von dem Jagdgast ein vielfaches mehr an Geld als von einem Nichtjäger und das Fleisch kann er auch noch verwerten. Das will er auch und darum achtet er natürlich darauf, dass der Jagdgast ihm nichts 'zu Holze' schiesst.
Das Problem mancher Gästefarmen ist nun, dass sie sich nicht nur auf Jäger oder auf Nichtjäger beschränken können. Eins allein gibt einfach nicht genug her. Und dann gibt es Gäste, die wollen nichts mit Jagd und Jägern zu tun haben. Was soll der arme Farmer denn nun machen? Schreibt er auf seiner Web-Site, dass gejagt werden kann, bleiben ihm manche Nichtjäger weg, auch wenn vielleicht gar kein Jäger gleichzeitig anwesend wäre. Schreibt er es nicht, und ein Nichtjäger, der in der Beziehung Prinzipien hat, trifft auf einen Jäger, ist er sauer. Vielleicht wäre eine solche Begenung für den Nichtjäger auch nicht ganz so schlimm, wenn alle Jäger zurückhaltende Menschen wären, denen man den Respekt für die Kreatur, der sie nachstellen anmerken würde. Ich weiss, dass das nicht der Fall ist, daher würde ich jedem, der mit möglichen Begegnungen mit Jägern ein Problem hat raten, vor einer Buchung explizit danach zu fragen, ob auf der Farm gejagt wird.
P.S. ich lege einerseits ebenfalls keinen Wert darauf, meinen Urlaub in Anwesenheit eines Typen zu verbringen, der dauernd davon prahlt, was er schon alles 'umgeschossen' hat, andererseits habe ich aber auch kein Verlangen danach, mein Tun jeden Abend beim essen rechtfertigen zu müssen. Daher frage ich grundsätzlich vorher, ob während meiner Anwesenheit noch andere Gäste oder noch andere Jäger auf der Farm sind.
785 Beiträge · seit 200824. Okt. 2019 · #65
Hi Avioniker,

Irgendwie bin ich jetzt ganz verwirrt!

Kurze Definitionsversuch deiner Aussage:

Trophäenjäger: jemand der für seinen Abschuss bezahlt, sich über den Jagderfolg freut, eine Trophäe dann zur Erinnerung mit nach Hause nimmt und das Wildbrett zur Verwertung dem Farmer überlässt= perfers und böse ( den Part habe ich verstanden)

Ein Farmer der seinen Bestand selbst reguliert ebenfalls Freude an der Jagd hat ist????

Ein Jäger, der rein zur eigenen Fleischgewinnung bei einem Farmer den Abschuss bezahlt, das Wildbrett selbst vermarktet, oder verwertet und ebenfalls Freude an der Jagd hat, ist???

Bis jetzt konnte ich noch keinen Jäger / Schützen, oder wie auch immer kennenlernen, der nicht auch aus Freude an der Jagd auf die Jagd geht!




Gruß Markus
Gast24. Okt. 2019 · #66
Hallo Avioniker, mE argumentierst du mit so was
Avioniker schrieb:...Ehrlich, Ich komme bei solchen Argumentationen überhaupt nicht mit. Was ist los mit Euch? Das Arschloch, das gerade eine Frau vergewaltigt, empfindet dabei auch Spannung, Freude, Befriedigung. Für was soll das eine Legitimation sein?...Ein Fehlverhalten - sei es juristischer oder auch nur ethisch-moralischer Natur - kann niemals die Rechtfertigung für ein anderes Fehlverhalten sein. Weil der Nachbar einen Hund mit dem Spaten geschlagen hat, darf ich trotzdem nicht Pflastersteine auf Katzen schmeißen. Und wie idiotisch klingt bitte die umgekehrte Herleitung: So lange (Trophäen)Jäger aus Spaß Tiere erschießen dürfen, so lange darf ich Fleisch von gequälten Tieren aus der Massentierhaltung essen. Ist daran irgendwas logisch oder rational? Nein und umgekehrt eben auch nicht.
genauso unsauber (im Sinne der Logik, die du beschwörst), wie du das anderen (subjektiv) vorwirfst zu tun.
Throphäenjagd ist, bei Einhaltung herrschender Regeln, nicht ungesetzlich. Sie wird von vielen Nichtjägern akzeptiert, zumindest toleriert oder nicht aktiv bekämpft. Gleichzeitig kann und wird die Trophäenjagd aber auch von Vielen als unmoralisch und unethisch empfunden und das ist auch deren gutes Recht. Über derartige Glaubensfragen kann man mE nicht diskutieren, schon gar nicht streiten. Einerseits wird Jagd zur Ernährung oder als Erwerb akzeptiert, weil eine Notwendigkeit, und das auch von Gegnern der Trophäenjagd, andererseits wird ein Jäger verdammt, weil er es „zum Vergnügen“ macht. Es geht ihnen also nicht um die Tötung des Wildtieres an sich, sondern um das MOTIV und EMPFINDEN des Ausführenden dabei. Ziemlich Abstrakt das Ganze. Wie soll das funktionieren? Und wenn auf den Widerspruch zwischen individuellem Essverhalten Mancher und Einstellung zur ausführenden Person bei der Fleischbeschaffung (z. B. Trophäenfoto vs. Foto vom Gegrillten) hingewiesen wird, muss man sich nicht mit obig/eingangs vergleichen lassen, mE!
Grüße von einem Nichtjäger
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2019
16,9k Beiträge · seit 201224. Okt. 2019 · #67
Hallo Zusammen,

auf jeder Farm in Namibia wird gejagt - auf jeder. Und es findet auch überall eine gewisse Form des Jagdtourismus statt.
Sei es der lokale Eigentümer, der mit seinem Kumpel los zieht oder der die Verwandtschaft aus Übersee zu Gast hat und mit denen aufbricht, um ein Stück zu schießen.
Sei es der tatsächliche Eigentümer aus dem fernen Europa/Amerika/Russland, der jedes Jahr für einige Tage auf seine Farm zur Jagd einfliegt.

Von all dem bekommt man im Normalfall als Tourist, der durch das Land reist, nichts mit.

Bei dem vorliegenden Fall sind zwei Faktoren unglücklicherweise zusammen gekommen:
- dem Threaderöffner war nicht bewusst, dass er in der Hauptjagdsaison unterwegs ist und noch dazu befand er sich in entsprechender Unkenntnis über das tatsächliche Ausmaß der Jagd in Namibia
- noch erschwerend traf er auf der betreffenden Farm auf einen Arschloch-Jäger

Es ist schwierig für die Farmer als Gastgeber, so oder so.

LG
Logi
785 Beiträge · seit 200824. Okt. 2019 · #68
Hi,

nochmal eine Frage an die Jagdgegner:

Was macht ihr eigentlich, wenn auf dem Flug nach Namibia ein solch gehasster Trophäenjäger dann per Zufall neben euch sitzt?

Soll es jetzt auch getrennte Abteile für Jäger und Nichtjäger geben? ( So wie früher Raucher und Nichtraucher )

Soll die Fluggesellschaft ausdrücklich darauf hinweisen, dass eventuell auch Jäger mit an Bord sind?

Sollen diese sich vielleicht tarnen und ja nicht zu erkennen geben?

Ich mag ja bekanntlich keine Ornithologen, wenn ich die schon sehe mit ihren protzigen Fotoapparaten, macht mich total aggressiv!! 😄

Muss gerade schmunzeln und muss zugeben, dass dies nicht ganz ernst gemeint ist.... 😗 😗 😗 😗 😗


Bleibt doch alle mal ein bisschen locker und vielleicht kann man ja bei einem offenen Gespräch mit der jeweils anderen Seite seinen eigene festgefahrene Meinung etwas revidieren und lernt auf einer Reise noch dazu!


Viele Grüße

Markus
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2019
170 Beiträge · seit 201824. Okt. 2019 · #69
Naja am Flieger wird er wohl weniger seine Trophäen präsentieren geschweige denn das erlegte Tier neben sich auf den Sitz werfen....
Themenstarter66 Beiträge · seit 201824. Okt. 2019 · #70
Maggus will es einfach nicht verstehen, das muss man akzeptieren.

Logi, mit deinem zweiten Punkt liegst du falsch, aber auch das wirst du wieder besser wissen, egal wie oft es zB. Christian noch erklärt. Bei Allwissenheit, die sich so durch deine Beiträge zieht, bist du relativ gut darin selektiv zu lesen, aber auch so jemanden muss es wohl in jedem Forum geben.

In dem Sinne, ich hab die Benachrichtigungen für diesen Thread jetzt ausgestellt. Spielt also gern ohne mich weiter.
548 Beiträge · seit 201624. Okt. 2019 · #71
maggus schrieb:Hi,

nochmal eine Frage an die Jagdgegner:

Was macht ihr eigentlich, wenn auf dem Flug nach Namibia ein solch gehasster Trophäenjäger dann per Zufall neben euch sitzt?

Viele Grüße

Markus
Hallo Markus,

um das gings doch gar nicht. Wieso muss denn immer noch nachgetreten werden ? Das Thema hatte doch überhaupt nichts mit Jagdgegner an sich zu tun. Wahnsinn wie dieses Thema polarisiert, dass es nur noch schwarz oder weiß betrachtet werden kann und dazwischen scheint es für manche nichts zu geben.

Ich bin übrigens kein Jagdgegner. Und trotzdem der Meinung dass man sich nicht rechtfertigen muss, wenn man die Jagd ablehnt oder wenn man Teile wie die Trophäenjagd ablehnt (auch wenn es für das Tier faktisch keinen Unterschied macht).

Lass es doch einfach mal gut sein, deine Frage nach den getrennten Sitzen im Flieger ist mehr als lächerlich und da kann man echt keine Antwort darauf geben. Denn im Flieger habe ich so gar keinen Einfluss wer in meiner Nähe sitzt, auf Lodges eher schon (wenn man weiß was einen erwartet)

viele Grüße
Elke

...ich finde auch Jäger oder Jagdbefürworter müssen sich nicht rechtfertigen und bin erstaunt, dass sie es indirekt hier ständig tun ...
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
785 Beiträge · seit 200824. Okt. 2019 · #73
Hi,

bevor jetzt bei dem ein oder anderen wieder der Blutdruck steigt, habe ich den einen Satz unter meinen Fragen nochmals dick hervorgehoben!

Ich hätte vielleicht noch den Begriff ALLES einfügen sollen, damit klar wird, das sich dieser nicht nur auf die Ornithologen bezieht!


Viele friedliche Grüße

Markus
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2019
1'014 Beiträge · seit 201624. Okt. 2019 · #74
Es ist doch ganz einfach und das, was schon im Eingangsposting angeregt wurde: Lodges, auf denen Jäger als Lodgegäste iher Passion nachgehen können, sollten das auf ihrer homepage klarstellen und, sofern angeboten, auch angeben, ob Jägern und Nichtjägern getrennte Areale angeboten werden.
Dann werden Konflikte zwischen Nichtjägern, die stolze Preise für die Unterkunft zahlen und Jägern, die stolze Preise für die Unterkunft plus noch stolzere Preise für den Abschuß von Wild zahlen vermieden und alle sind zufrieden.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2019
132 Beiträge · seit 201125. Okt. 2019 · #75
Lodges, auf denen Jäger als Lodgegäste iher Passion nachgehen können, sollten das auf ihrer homepage klarstellen und, sofern angeboten, auch angeben, ob Jägern und Nichtjägern getrennte Areale angeboten werden.
Das werden die nie machen, weil man nicht nur von einer Zielgruppe leben kann.
Ausnahmen: Gibt es, wie z. B. Schönfeld, aber das ist selten.


...ich finde auch Jäger oder Jagdbefürworter müssen sich nicht rechtfertigen und bin erstaunt, dass sie es indirekt hier ständig tun ...
Das wollen sie / wir auch nicht, wir wollen halt mal einiges klarstellen, was hier aber schlecht möglich ist.
Ich halte es einfach: Wer Fleisch ist: Mit dem diskutiere ich nicht über 59 Sekunden über die Jagd, ist die Sache nicht wert. Bei Veganern ist es was anderes.
Die meisten die hier sagen: Ich bin gegen die Trophäenjagd:
- Wissen gar nicht exakt was es genau ist
- Holen sich dann am Grill die dritte Portion von dem Oryx, dessen Gehörn dann für 450 Euro am Kamin des deutschen Jägers hängt


Bei dem vorliegenden Fall sind zwei Faktoren unglücklicherweise zusammen gekommen:
- dem Threaderöffner war nicht bewusst, dass er in der Hauptjagdsaison unterwegs ist und noch dazu befand er sich in entsprechender Unkenntnis über das tatsächliche Ausmaß der Jagd in Namibia
- noch erschwerend traf er auf der betreffenden Farm auf einen Arschloch-Jäger

Wieso ist das ein Arschloch-Jäger?
Weil er:
- Nur eine Stunde brauchte
- Militärkleidung anhatte
- Einen Schalldämpfer auf seiner Büchse hatte
- Stolz sagte, wie schön die Jagd war
????????
Ich hätte da genügend Beispiele, leicht verändert zu Vogelbeobachtern und Rallyfahrern, die in der Hitze eines schönes Erlebnisse auch einen "bleibenden Eindruck" hinterließen.


auf jeder Farm in Namibia wird gejagt - auf jeder. Und es findet auch überall eine gewisse Form des Jagdtourismus statt.

So st es.
Ich kenne da auch keine Ausnahme und war auf über 50 Stück alleine in Nam.
Eben sowenig habe ich einen Local (egal ob Weißer oder Schwarzer !No hate!) gesehen der für die hier angesprochene "Problematik" Verständnis hat. Auch habe ich in Afrika noch nie echte Veganer getroffen.


Wir können uns streiten, ob die Trophäenjagd in 10, 20 oder 50 Jahren verboten sein wird. Aber die Trophäenjagd ist längst ist auf dem Rückzug und wird früher oder später verboten werden. Eben weil die Menschheit sich weiter entwickelt.#
Sie ist nicht auf dem Rückzug. Gerade in Nam. kann man das mit of. Zahlen gut belegen.
Und: Solange die Menschheit Fleisch ist, wird es die Jagd geben.


Oder wenn es denn in der "freien" Natur und mit echten Tieren sein soll: Warum wird dann nicht mit Betäubungspfeilen geschossen? Dann kann man sogar sein Siegerfoto machen.
Das ist Tierquälerei!
Nichts anderes.


Es steckt auch keine Leistung dahinter, wenn man mit seinem tollen Gewehr ein chancen- und wehrloses Tier abschießt,

Die Tiere in Afrika sind weder wehr- noch chancenlos.
Wieder so ein "gefährliches Halbwissen"....


Trophäenjagd ist schlecht, Fleischjagd ist böse
Es gibt da kaum einen Unterschied.
Und: Alle Kulturen haben die Trophäe geschätzt. Alle!
Ein Beispiel das jeder hier schon gesehen hat: Zeichnungen / Ritzungen der San: Schaut Euch mal die Tiere an und die "Trophäen"... Sind die klein und kümmerlich oder stark und ausgeprägt? Ich habe meist starke Bullen aller Tiergattungen gesehen, Elefanten mit mächtigen Stoßzähnen, Antilopen mit starken Drehungen, Weite und Auslage im Horn... Warum wohl? 🙂


Alle mir bekannten Jäger, egal ob ein sogenannter Trophäenjäger, der Farmer der seinen Bestand reguliert, der Jäger der nur zur Fleischgewinnung Jagd....,empfinden Spannung und letztendlich auch Freude am Erfolg einer Jagd!!!
Natürlich das ist ein menschliches Grundbedürfnis. Tiere empfinden das ebenso.
Auch der Fleischesser, dem das Wasser im Munde zusammenläuft sobald er das Kudusteak auf dem Grill des Farmers riecht, der sich nach einem langen Tag auf das Essen freut und sich fragt, ob es heute wieder so gut ist wie gestern.... The same....
1'096 Beiträge · seit 200925. Okt. 2019 · #76
@Flowerrunner

Für mich spicht die Indizienkette der Beschreibung aus dem Eingangspost dafür, dass der Jäger ein "Arschloch-Jäger" ist.
Das wichtigste Indiz: der Kopf der Antilope baumelt vom Auto.
Dieser Umstand zeigt: hier handelt jemand, dem der Respekt abhanden gekommen ist. Das Tier auch nach dem Tod mit Respekt zu behandeln gebietet der Anstand. Es wie eine Sache zu betrachten ist asozial. Daraus ergibt sich in aller Regel ein Arschlochverhalten. Daran krankt unsere Welt - Respekt ist in meinen Augen DAS Thema der Neuzeit. Im Rambostyle aufzutreten ist da nur noch ein Puzzleteil dass sich gerne einfügt...

Bei unserem Trails-Guide Kurs in Botswana waren zwei Teilnehmer Jäger (beide um 23 Jahre jung). Einer ist Deutscher, der andere Südafrikaner. Sie unterhielten sich über die Jagd und der Deutsche packte sein Handy aus und zeigte dem Südafrikaner Fotos. Sie lachten sich schlapp und hatten riesigen Spass. Ich kam hinzu und warf einen Blick auf das Handy. Darauf zu sehen war ein erschossenes Reh, mit einem Tannenzweig im Maul, das im Auto auf dem Beifahrersitz drapiert und angeschnallt wurde.
Ich hab ihm gesagt dass das ein unfassbares Arschlochverhalten ist und er dringend Respekt lernen müsse. Es war ihm unangenehm und irgendeine Stelle in ihm wusste das auch.
Jetzt kommt er aus einer "Wirtschaftsfamilie" wie sie mustergültiger nicht sein konnte. Von Klein auf getrimmt auf Erfolg war er im Grunde ein Produkt seiner Umgebung. Jäger ist er, weil "man" in diesen Kreisen halt jagt.
Über diesem Umgang mit dem Reh hat sich seinerzeit niemand echauffiert. Das finde ich traurig, denn wenn bei solchen Situationen niemand reingrätscht, entwickeln sich diese Menschen in eine "falsche" Richtung.

Und btw: auf der eigenen Webpräsenz zu verschweigen dass eine Jagd angeboten wird ist unfassbar dumm. Raus kommt es sowieso und das ist min. arglistige Täuschung. Wer bewusst seine Gäste täuscht, riskiert in besonders "guter" Erinnerung zu bleiben und das kann nachhaltige Konsequenzen haben.
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2019
33,1k Beiträge · seit 200625. Okt. 2019 · #77
Hi Flowerrunner,
Das werden die nie machen, weil man nicht nur von einer Zielgruppe leben kann.
Ausnahmen: Gibt es, wie z. B. Schönfeld, aber das ist selten.
Unsinn, fast alle Gästefarmen die auch Trophäenjäger nehmen kennzeichnen dieses wie gesagt ganz klar oder trennen die Gästearten eben deutlich zeitlich oder örtlich. Das habe ich ja schon mehrfach hier geschrieben.

Mir ist in 25 Jahren Namibia-Reisen und hier leben nicht einmal der Fall mehr (in den letzten ca. 15 Jahren) untergekommen, wo dieses nicht der Fall war. Das hat nichts damit zu tun, dass der Farmer mal erzählt wie das heutige Abendessen auf den Tisch kam etc. Und glaube mir, viele Trophäenjäger (ich komme selber aus einer solchen Familie) tauschen sich genauso lieber unter sich aus, wie es auch "normale" Gäste tun wollen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'096 Beiträge · seit 200925. Okt. 2019 · #78
Flowerrunner schrieb:
Eben sowenig habe ich einen Local (egal ob Weißer oder Schwarzer !No hate!) gesehen der für die hier angesprochene "Problematik" Verständnis hat. Auch habe ich in Afrika noch nie echte Veganer getroffen.
Bei allem Respekt: Wenn ich mir anschaue wie die Statur des typischen südafrikanischen weissen Mannes ist - und der südafrikanischen schwarzen Mittelschicht - dann wird mir Angst und Bange.
Storchenbeine und ein fetter Bauch. Der Bauch ist das Problem (unterhalte dich doch mal mit südafrikanischen Krebsspezialisten für Magen-/Darmkrebs) und ist zu 100% ein Ergebnis von vollkommen absurd hohem Fleischverzehr in Kombination mit zuviel Fett beim Essen.

Der Schwarze, der es in die Mittelschicht geschafft hat, sieht es als Statussymbol an und spielt das Spiel gerne um nach aussen zu demonstrieren dass er dazu gehört und "es geschafft" hat. Genauso Fast Food. Denen ist egal ob das ungesund ist: sie durften es Jahrzehnte nicht und jetzt wo sie es können, wollen sie es machen. Deshalb gibt es in jedem noch so kleinen Kaff mindestens ein KFC o.ä.

Der arme Schwarze lebt eben von Pap. Je nach persönlicher Situation kommt dann die Klaviatur dazwischen zum Einsatz - von Hühnerfüssen bis zum grossen Steak ist alles dabei.

Aber wenn sich nun eine ganze Gesellschaft maximal ungesund ernährt, ist das dann geeignet es als "Musterbeispiel" zu benennen?
Ich denke nicht.
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2019
16,9k Beiträge · seit 201225. Okt. 2019 · #79
travelNAMIBIA schrieb:Hi Flowerrunner,
Das werden die nie machen, weil man nicht nur von einer Zielgruppe leben kann.
Ausnahmen: Gibt es, wie z. B. Schönfeld, aber das ist selten.
Unsinn, fast alle Gästefarmen die auch Trophäenjäger nehmen kennzeichnen dieses wie gesagt ganz klar ....
Das stimmt eben nicht.

Da kenne ich zig Beispiele, die ich hier, aus naheliegenden Gründen, namentlich jedoch nicht nennen werde.
Da sind hochpreisige Unterkünfte in der Kalahari bei, die u.a. hier im Forum sehr beliebt sind. Für das Hunting Business wird stellenweise sogar ein anderer Name gewählt, damit kein Zusammenhang hergestellt werden kann.

LG
Logi
2'462 Beiträge · seit 200625. Okt. 2019 · #80
travelNAMIBIA schrieb:Hi Flowerrunner,
Mir ist in 25 Jahren Namibia-Reisen und hier leben nicht einmal der Fall mehr (in den letzten ca. 15 Jahren) untergekommen, wo dieses nicht der Fall war. Das hat nichts damit zu tun, dass der Farmer mal erzählt wie das heutige Abendessen auf den Tisch kam etc. Und glaube mir, viele Trophäenjäger (ich komme selber aus einer solchen Familie) tauschen sich genauso lieber unter sich aus, wie es auch "normale" Gäste tun wollen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Das halte ich für einen Irrtum, ich kenne zumindest eine Unterkunft in der Kalahari, da sind die Frauen exzessiv im Tierschutz und die Männer bieten Jagdsafaris im ganzen südlichen Afrika an. Ob sie das immer noch machen kann ich nicht sagen, aber als wir dort waren, gab es keinerlei Hinweis auf die Trophäenjagd.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
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