Okambara Elephant Lodge - mit Jägern wider Willen.

143 Antworten · 18,7k Aufrufe · gestartet 22. Okt. 2019 von Phil0811
Antworten
Themenstarter66 Beiträge · seit 201822. Okt. 2019 · #1
Hallo in die Runde,

grade zurück aus meiner ersten - und tollen! - Reise durch Namibia und Botswana möchte ich hier doch auch über meine einzige wirklich negative Erfahrung berichten. Wissend, dass solcherlei Negativbewertungen nicht ganz ohne sind betone ich vorab, dass die gemachten Erfahrungen natürlich subjektiv sind, ich aber dennoch glaube, dass es stichhaltige Gründe gibt, darüber zu berichten.

Aber von vorne. Gegen Ende unserer Dachzeltreise haben wir uns noch einmal eine Übernachtung in einem richtigen Bett gewünscht und haben uns dabei - in Zusammenarbeit mit Magic Vibes, der Agentur, die für uns die Buchungen übernommen haben - für die Okambara Elephant Lodge entschieden.

Ganz prinzipiell ist diese Lodge wirklich schön, das Personal super nett und zuvorkommend und das Essen toll. Wir hätten uns dort auch sehr wohl gefühlt. Aber: Es ist eine Jagdfarm. Es wird dort zwar kein Großwild gejagd, aber dennoch waren gut die Hälfte der Gäste Jäger und das Thema war nicht nur präsent, sondern auch unter den nicht jagenden Gästen ein Thema - und zwar ein negatives.

Ich selbst habe kein Problem mit Jagd, wenn es zur Bestandsregulierung oder auf Grund sonstiger Umweltthemen umgesetzt wird, und zwar von Menschen, deren Beruf es ist. Auf der Lodge wird das gejagte Fleisch verwedendet, auch das finde ich also unproblematisch. Was ich allerdings für mich ganz persönlich absolut abstoßend finde, sind Menschen, die ihr Urlaubserlebnis daraus ziehen, in ein fremdes Land zu fahren um dort Tiere zu töten und Stolz neben diesen zu posieren. Unabhängig davon, ob dies zur Bestandsregulierung sinnvoll ist oder nicht. Genau das ist allerdings auf der Lodge vorgekommen. Wir saßen etwa vor unserem Haus und ein Pick Up mit einem Gast in voller Military-Uniform auf der Ladefläche fuhr hinaus nur um 1 Stunde später mit einer großen toten Antilope deren Kopf von der Ladefläche baumelte und einem vor Stolz trotzenden Gast oben drauf zurückzukehren. Mit solchen Menschen (von denen im übrigen auch sehr offen an den Tischen darüber geredet wurde, wo man zu welchem Preis auch gewisse andere Tiere jagen könnte) möchte ich meinen Urlaub nicht verbringen und ich weiß, dass es auch anderen Gästen der Lodge so ging.

An dieser Stelle möchte ich explizit darauf hinweisen, dass es natürlich meine eigene Meinung ist, soetwas nicht in Ordnung zu finden. Es ist legal und damit am Ende jedem Individuum selbst überlassen, ob er so seine Zeit verbringen möchte oder ob es ihm oder ihr egal ist ob andere Menschen in direkter Umgebung so ihre Zeit verbringen.

Aber - und das ist dann der Punkt der es für mich wirklich problematisch macht: Auf der Webseite der Lodge wird die Jagd mit keinem Ton erwähnt wird. Erst wenn man die beiden Stichworte googelt, findet man auf anderen Seiten Hinweise darauf. Da ich mir vorstellen kann, dass wir nicht die einzigen Gäste sind, die mit vorherigem Wissen eine andere Unterkunft gewählt hätten, empfinde ich das als aktive Täuschung durch die Lodge - die Homepage ist ja ansonsten sehr ausführlich, man hat es also offenbar ganz absichtlich "vergessen". So hatte ich im Vorfeld überhaupt nicht die Möglichkeit zu entscheiden, ob ich daran teilhaben möchte oder nicht. Das geht aus meiner Sicht nicht und daher mein klares Urteil zu dieser Lodge: Nie wieder.

Auch unsere Buchungsagentur war offenbar überrascht und wusste von all dem nichts.

Nochmal: Ich möchte hier gar nicht zwingend ein Für und Wider zur Jagd anzetteln. Mir geht es darum, dass die Lodge es offenbar absichtlich verschweigt. Mein Gesicht hättet ihr sehen sollen, als man uns kurz nach der Ankunft erklärte: "Dort wird am Abend gegessen, hier am Tisch könnt ihr sitzen, an dem Tisch da drüben sitzen unsere Gäste die zum Jagen hier sind."
33,1k Beiträge · seit 200622. Okt. 2019 · #2
Hi Phil0811,

in der Tat ist es ungünstig dies nicht klar auf der Website zu benennen. Wenn man etwas recherchiert, findet man ziemlich schnell den Hinweis, dass es eine Jagd- und Gästefarm ist. Christian Schmitt, der BEsitzer, ist ein bekannter Jagdführer: http://kalaharihunting.de

Ich würde einfach Dein Empfinden mal so Okambara (d. h. Christian) mitteilen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter66 Beiträge · seit 201822. Okt. 2019 · #3
travelNAMIBIA schrieb:Hi Phil0811,

in der Tat ist es ungünstig dies nicht klar auf der Website zu benennen. Wenn man etwas recherchiert, findet man ziemlich schnell den Hinweis, dass es eine Jagd- und Gästefarm ist. Christian Schmitt, der BEsitzer, ist ein bekannter Jagdführer: http://kalaharihunting.de

Ich würde einfach Dein Empfinden mal so Okambara (d. h. Christian) mitteilen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Absolut - da hast du recht. Auf diese Seite bin ich dann auch gestoßen. Ich empfinde es aber als falsch vom Gast zu verlangen, neben der Hauptwebseite auch noch anderweitig zu recherchieren. Insbesondere wenn die Webseite so ausführlich und ordentlich ist wie die der Okambara, dann kann ich dahinter nur absicht vermuten.

Und selbstverständlich haben wir unsere Meinung auch an die Betreiber selbst weitergegeben.
572 Beiträge · seit 201322. Okt. 2019 · #4
Phil0811 schrieb:Hallo in die Runde,


Nochmal: Ich möchte hier gar nicht zwingend ein Für und Wider zur Jagd anzetteln."
...dann lass es doch sein! Bist Du Vegetarier bzw. von was ernährst Du Dich in Namibia und auch anderswo? Die Jagd ist doch - gerade auch in Namibia - alltäglich und völlig normal. Natürlich verstehe ich Dich, wenn Du das nicht akzeptieren kannst, aber glaube mir, der Antilope ist es ziemlich egal, ob sie von einem (bösen) Jäger erlegt wird, oder von einem Regierungsbeamten oder was auch immer erschossen wird!
Jagd ist die Gewinnung von hochwertigstem Lebensmittel. In Afrika genau wie auch bei uns! Das eigenhändige Töten von Tieren und die Zubereitung des Fleisches ist doch allemal ehrenwerter als das Einkaufen im Supermarkt oder beim Metzger. Tiere sterben, weil wir Menschen sie essen. Das ist doch der Punkt. Mich regt das gejammere der Gutmenschen einfach auf, es wird immer schlimmer!
Soweit von mir zu dem Thema. Und nun fallt über mich her, ich freue mich schon!

LG Marcus
1'096 Beiträge · seit 200922. Okt. 2019 · #5
Hallo Marcus

Möglicherweise hast du vor lauter Freude über kommende "Zewrfleischungspostings" vergessen den Beitrag des TO zu verstehen? Deine Ausführungen haben leider Nicht mit dem Inhalt dieses Threads zu tun 😄

LG
572 Beiträge · seit 201322. Okt. 2019 · #6
Seyko schrieb:Hallo Marcus

Möglicherweise hast du vor lauter Freude über kommende "Zewrfleischungspostings" vergessen den Beitrag des TO zu verstehen? Deine Ausführungen haben leider Nicht mit dem Inhalt dieses Threads zu tun 😄

LG
Doch, finde ich schon. Sonst hätte ich es ja nicht geschrieben...
Themenstarter66 Beiträge · seit 201822. Okt. 2019 · #7
Maecs schrieb:
Phil0811 schrieb:Hallo in die Runde,


Nochmal: Ich möchte hier gar nicht zwingend ein Für und Wider zur Jagd anzetteln."
...dann lass es doch sein! Bist Du Vegetarier bzw. von was ernährst Du Dich in Namibia und auch anderswo? Die Jagd ist doch - gerade auch in Namibia - alltäglich und völlig normal. Natürlich verstehe ich Dich, wenn Du das nicht akzeptieren kannst, aber glaube mir, der Antilope ist es ziemlich egal, ob sie von einem (bösen) Jäger erlegt wird, oder von einem Regierungsbeamten oder was auch immer erschossen wird!
Jagd ist die Gewinnung von hochwertigstem Lebensmittel. In Afrika genau wie auch bei uns! Das eigenhändige Töten von Tieren und die Zubereitung des Fleisches ist doch allemal ehrenwerter als das Einkaufen im Supermarkt oder beim Metzger. Tiere sterben, weil wir Menschen sie essen. Das ist doch der Punkt. Mich regt das gejammere der Gutmenschen einfach auf, es wird immer schlimmer!
Soweit von mir zu dem Thema. Und nun fallt über mich her, ich freue mich schon!

LG Marcus
Niemand fällt über dich her. Ich gebe dir einfach nur einen gut gemeinten Tipp: Versuchs doch mal mit Lesen. Ist auch gut für den Blutdruck 😄
572 Beiträge · seit 201322. Okt. 2019 · #8
Phil0811 schrieb:
Niemand fällt über dich her. Ich gebe dir einfach nur einen gut gemeinten Tipp: Versuchs doch mal mit Lesen. Ist auch gut für den Blutdruck 😄
Schlecht für den Blutdruck ist eher die Scheinheiligkeit, die hier manchmal vorherrscht. Zitat eines Farmers auf einer auch hier schon oft als vorbildlich und eine der schönsten Farmen bezeichneten Gästefarmen:

"Weißt Du Marcus, wir sprechen hier nicht über die Jagd. Die anderen Gäste wollen dann das Fleisch nicht mehr essen, wenn sie hören, dass die Tiere erschossen werden."

Ich weiß schon, das will der gebildete Europäer nicht hören. Er kennt sich ja schließlich aus und weiß alles (besser).

Ach, und macht Euch keine Sorgen über meinen Blutdruck! Dem geht es blendend!!!
Zum Schluß noch einen Tipp: Verwende die Energie, mit der Du über die Jäger herziehst doch lieber für etwas sinnvolles. Z.B. den Kampf gegen die Wilderei. Denn das ist etwas wirklich schlimmes, wenn in der Tat nur und ausschließlich die Trophäe eines Tieres verwendet wird. Für was auch immer...

LG Marcus
Themenstarter66 Beiträge · seit 201822. Okt. 2019 · #9
Lieber Marcus,

ich antworte dir jetzt noch einmal, weil mich so eine Scheindiskussion ohne das eigentliche Wahrnehmen der Inhalte ermüdet. Aber ich bin ja höflich erzogen worden. Also nochmal, in kurzen und einfachen Sätzen:

Ich mag meinen Urlaub nicht mit Menschen verbringen, die aus Spaß an der Freude jagen.
Ich weiß, dass das legal ist und überlasse jedem Menschen selbst, ob er es mag oder nicht.
Ich mag es nicht, wenn eine Farm, aus meiner Sicht wissentlich verschweigt, dass dort gejagt wird.
Ich finde, dass mir durch dieses Verschweigen die Möglichkeit genommen wird, mich aktiv dagegen zu entscheiden.
Ich hoffe, dass du das jetzt soweit verstanden hast.

Dir weiterhin alles Gute, ich würde dich höflich bitten, dich jetzt hier auch soweit zurückzuhalten, wo du doch hoffentlich gemerkt hast, dass es mir nicht darum ging, über das Jagen zu diskutieren, sondern über die Informationspolitik der Lodge.

Machs gut.
zuletzt bearbeitet 22. Okt. 2019
785 Beiträge · seit 200822. Okt. 2019 · #10
Hi Phil,


ich selbst bin ja ehr ein Befürworter der reglementierten Jagd, kann aber auch verstehen, wenn Menschen nun mal eben nicht tote Tiere in ihrem Urlaub sehen wollen.

Generell sollte man sich als Reisender aber schon auch intensiv mit dem zu bereisenden Land auseinander setzen und im speziellen Fall eigentlich wissen, dass wohl auf den meisten Farmen auch aktiv gejagt wird!

Ich kann mir nur vorstellen, dass dies von einigen Farmern nicht an die große Glocke gehängt wird, da vielleicht die Angst besteht jetzt andere zahlungskräftige Touristen, die eine Abneigung gegen die Jagd haben abzuschrecken.

Vielleicht würde hier eine offenere Umgang und vielleicht auch eine Erklärung der Vorteile die der Farmer durch ausländische Jäger hat helfen und vielleicht auch die ein oder andere Abneigung beseitigen.



Viele liebe Grüße

Markus
Themenstarter66 Beiträge · seit 201822. Okt. 2019 · #11
maggus schrieb:Hi Phil,


ich selbst bin ja ehr ein Befürworter der reglementierten Jagd, kann aber auch verstehen, wenn Menschen nun mal eben nicht tote Tiere in ihrem Urlaub sehen wollen.

Generell sollte man sich als Reisender aber schon auch intensiv mit dem zu bereisenden Land auseinander setzen und im speziellen Fall eigentlich wissen, dass wohl auf den meisten Farmen auch aktiv gejagt wird!

Ich kann mir nur vorstellen, dass dies von einigen Farmern nicht an die große Glocke gehängt wird, da vielleicht die Angst besteht jetzt andere zahlungskräftige Touristen, die eine Abneigung gegen die Jagd haben abzuschrecken.

Vielleicht würde hier eine offenere Umgang und vielleicht auch eine Erklärung der Vorteile die der Farmer durch ausländische Jäger hat helfen und vielleicht auch die ein oder andere Abneigung beseitigen.



Viele liebe Grüße

Markus
Ich verstehe deinen Punkt. Mir gehts auch in der Tat gar nicht darum keine toten Tiere sehen zu wollen. Am Ende ist mir ein Stück Fleisch auf dem Teller von einem gejagten und vorher damit weitgehend freien Tier sogar sehr lieb. Mir geht es tatsächlich um die Menschen, die darin ihre Urlaubserfüllung sehen. Auch hier möchte ich nicht alle über einen Kamm scheren und auch nochmal betonen, dass es einfach meine ganz persönliche Meinung ist. Und da bleibe ich dabei: Das sollte die Farm kommunizieren, so wie es andere Farmen ja auch tun. Dann kann ich einfach woanders hinfahren und der Jäger darf fröhlich tun, wonach es ihm gelüstet.

Ich glaube außerdem, dass ich mich verhältnismäßig intensiv mit dem Land auseinander gesetzt habe, bevor ich dorthin gereist bin. Ich sehe durchaus auch die Vorteile, die der Farmer hat. Daher habe ich dafür auch durchaus Verständnis, ich möchte es eben nur vorher wissen.

Beste Grüße
Phillip
16,9k Beiträge · seit 201222. Okt. 2019 · #12
Hallo Phil,

das halt ich für ein Gerücht 😉 :
Phil0811 schrieb:Auch unsere Buchungsagentur war offenbar überrascht und wusste von all dem nichts.
Deine Buchungsagentur ist schon so lange im Geschäft, die wissen das ziemlich genau.

Auf Grund dieser Problematik (Jäger versus Touristen) ist sind viele Farmer dazu übergegangen, ihrem Hunting Business eine andere Webpräsenz zu geben oder das nur so versteckt, am Rande, zu erwähnen. 😎

Und ich bin davon überzeugt, dass sich bei Euren besuchten Unterkünften noch mehr von den Jagdfarmen finden würden, wenn man etwas genauer hinguckt.

Ich schreibe es ja immer wieder: wir sind jedes Jahr aufs Neue überrascht, wen wir da so auf der Jagd & Hund antreffen.

LG
Logi
425 Beiträge · seit 201822. Okt. 2019 · #13
Zweimal Marcus,
wenn ich eure Beiträge lese, gewinne ich den Eindruck das ihr den Inhalt des Beitrages von Phil nicht sehen wollt. Hier geht es nicht um die Jagt zur Gewinnung von Lebensmitteln sondern um die Jagt zur Bestätigung des eigenen Egos und zweifelhaftem Lustgewinn.
Zweitens um das Verschweigen seitens des Logebetreibers, das dort Trophähenjagt betrieben wird.
Gruß Georg
zuletzt bearbeitet 22. Okt. 2019
796 Beiträge · seit 201522. Okt. 2019 · #14
Hallo,

da auch mein Blutdruck am steigen ist, muss ich nachfolgendes loswerden.

Nach Namibia zu reisen und nicht mit der Jagd in Berührung kommen zu wollen, ist lächerlich.

Immer gerne die San besuchen, die ältesten Jäger der Erde, auf Farmen wohnen die mit Sicherheit alle bejagt werden (oder als Rinder- bzw. Schaffarmen genutzt werden, aber auch die werden geschlachtet und immer schön Wildfleisch bei der Klein Windhouk Schlachterei bestellen.
Mich als "ordentlicher" Jäger kotzt diese immer wieder aufkommende Diskussion an. Beschäftigt euch doch bitte intensiv mit der Jagd, ehe Ihr euch solche Urteile erlaubt.

Man muss nicht als Jäger immer als mordender Volldepp dargestellt werden, mit dem man nichts zu tun haben möchte. So was kann ich nicht mehrt ertragen.

So, nun muss ich an die frische Luft, damit mein Blutdruck sich normalisieren kann. 😎

Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
Themenstarter66 Beiträge · seit 201822. Okt. 2019 · #15
Schade, dass von drei Markussen nur der zweite in der Lage ist einen ordentlichen Beitrag zu schreiben.

Ich glaube, ich habe meinen Punkt deutlich gemacht und muss zu dir, lieber Dillinger wohl nichts sagen, wenn du mit so einem ausschließlich pauschalisierenden Beitrag Pauschalisierungen kritisierst.

Also, ich bin losgeworden was mir ein Anliegen war. Falls es dazu noch Punkt gibt, gern. Ansonsten bin ich jetzt aus der "Diskussion" raus.
2'530 Beiträge · seit 201122. Okt. 2019 · #16
Ich denke auch das eine Lodge wie Okambara die Jagd, welche ja im Winter ist, etwas vom eigentlichen Lodgebetrieb trennen könnte, zB Zufahrt zum Schlachthof so legen das es keinem auffällt und eventuell, wenn möglich, die Jagdgäste während dieser Saison etwas getrennter bedienen. Sind ja doch auch andere Charaktere als Normalurlauber. Bungalos ist sicher egal, man bekommt ja dann nur Bruchstücke von der gelungenen Jagd mit, wenn es der Nachbar ist. Wir kennen einige Farmen mit Gästerbetrieb die das so handhaben.

In Südafrika und Namibia gehen ja auch viele Locals jagen, a) es ist ein Sport und b) bringen die meisten das Fleisch mit nach Hause oder verkaufen es an lokale Schlachtereien wenn es doch zu viel war. Sehr selten behält es der Farmer. Das Jagen für den Jäger ist ja auch nicht billig, man zahlt pro Tier + Trophyzuschlag an den Besitzer, aber der bestimmt was geschossen werden darf.

Aber ja, Okambara könnte wenigstens auf der offiziellen Homepage sich Outen mit "Gäste und Jagdfarm" . Das reicht mM nach.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 22. Okt. 2019
785 Beiträge · seit 200822. Okt. 2019 · #17
Hi Phil,

es gibt Menschen die mögen keine Chinesen, oder keine Russen, oder keine Deutschen, oder keine Schwarzen, oder keine Weißen......oder halt eben keine Jäger, so ist das nun mal auf dieser Welt.

Wenn man eine starke Abneigung gegen eine gewisse Gruppierung hat, dann haben wir jetzt gelernt dass man sich im Voraus bei einer Unterkunft auf jeden Fall nochmals versichern sollte, dass die ungeliebte Gruppierung zu der Zeit des eigenen Aufenthaltes auf keinen Fall ebenfalls vor Ort ist. 😉


Viele liebe Grüße

Markus
Themenstarter66 Beiträge · seit 201822. Okt. 2019 · #18
Bei allem Respekt, der Rassismus Vergleich ist doch sehr zweifelhaft.
785 Beiträge · seit 200822. Okt. 2019 · #19
Hi Phil,

Dann ersetze doch einfach meine Beispiele durch: Radfahrer, Bergsteiger, Angler, Windsurfer und Ornithologen!


Gruß Markus
170 Beiträge · seit 201722. Okt. 2019 · #20
maggus schrieb:Hi Phil,
es gibt Menschen die mögen ....
....keine Jäger, so ist das nun mal auf dieser Welt.

Wenn man eine starke Abneigung gegen eine gewisse Gruppierung hat, dann haben wir jetzt gelernt dass man sich im Voraus bei einer Unterkunft auf jeden Fall nochmals versichern sollte, dass die ungeliebte Gruppierung zu der Zeit des eigenen Aufenthaltes auf keinen Fall ebenfalls vor Ort ist. 😉
Ich finde wenn man eine Abneigung gegen Jagd und Jäger hat sollte man Länder wie Namibia meiden und dort Urlaub machen wo das Fleisch aus der Tiefkühltruhe kommt.

Ich war vor zwei Jahren auf Okambara und mir hat es so gut gefallen das ich nächstes Jahr wieder die ersten beiden Tage dort sein werde.
Ja, dort wird Wild gejagt. Ja es gibt arrogante Jäger, haben wir selbst dort erlebt.
Aber die Farm lebt zumindest teilweise von diesen Leuten. So viel ich weis betreiben die dort keine Viehzucht mehr. Aber die Pflegen Ihr Land und die darauf lebenden Wildtiere trotzdem.
Die Farm bietet einigen Menschen Arbeit (Ich meine es wären ca. 30-50 Leute die dort wohnen).
Diesen Leuten steht m.W. ein gewisses Kontingent an Fleisch zu das eben erjagt wird. Täglich. Auch als Futter für die Raubkatzen die sich auf der Farm befinden. Und auch als leckeres Stück Steak für verweichlichte Europäer.
Es wird dort gejagt werden und müssen. Wie wohl überall in Namibia.
Ich kenne die Betreiber einer Farm sehr gut die seit einigen Jahren im Land leben und eine Farm betreiben.
Bedingt durch die Trockenheit mussten sie dort sehr viel Wild jagen.
Die Rinderherden mussten stark reduziert werden und Schakale und Karakale waren auch zu viele da und wurden für die Lämmer gefährlich.
Auf einer Nachbar - Farm wurde zu wenig oder gar nicht gejagt.
Die Tiere haben die Weide leer gefressen und nicht wenige sind verhungert.

Sicher, man muss sich fragen was sind das für Leute die in Tarnkleidung Tiere töten und sich dann mit dem toten Tier fotografieren lassen.
Gruß
Bernhard
Dieses Thema ist geschlossen — neue Antworten sind nicht möglich.