Juli 2019, Kleingruppe durch Botswana, Nam & Sim

Reisebericht 3 Antworten · 2'757 Aufrufe · gestartet 15. Okt. 2019 von toemi
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Themenstarter100 Beiträge · seit 200615. Okt. 2019 · #1
Hallo Forum,
da ich mir hier immer viele Informationen und Tipps von Euch hole (Danke!), möchte ich heute auch mal ein wenig meiner/unserer Erfahrung zurückgeben:
Nachdem wir zweimal bereits mit Dachzelt in Namibia unterwegs waren, wollten wir (mein Sohn und ich) nun etwas 'wilderes', urtümlicheres Afrika kennenlernen, und entschieden uns für Botswana. Alleine mit dem Auto wollte ich nicht fahren.
Im Juli 2019 waren wir 2 Wochen nun mit einer Kleingruppe in Botswana sowie ein wenig in Namibia/Caprivistreifen mit Abschluß in Simbabwe/Victoria Falls unterwegs. Um es vorweg zu nehmen - es war genial.
Details der Reise findet ihr auf meiner Webseite, http:\\www.holgerium.de\reiseberichte\botswana
Hier eine kurze Zusammenfassung der Reise mit den Pros und Cons:

Route:
VicFalls (SIM) -> Safari Start in Kasane (BW) -> Susuwe (NAM) -> Popa Falls (NAM) -> Tsodilo Hills (BW) -> Okavago Delta (2 Nächte) -> Flug nach Maun -> Moremi (2 Nächte) -> Moremi -> Savuti/Chobe -> Chobe NP (2 Nächte) -> Victoria Falls (SIM)

Transport: Offenes Geländefahrzeug, 4 Sitzreihen a 3 Leute
Guide: 1x Fahrer und Guide, 1x Koch, 1x Dolmetscher (deutsch)
Unterkunft: im 2-Mann Bodenzelt, welches innerhalb weniger Minuten zu zweit leicht & schnell aufgebaut war.
Verpflegung: Früchstück, Snack, Mittaglunch, warmes Abendessen am Lagerfeuer

Pros:
+++ Tierwelt in Botswana, insbesondere Moremi NP
Einfach wahnsinn - und leider unglaublich traurig, wie wir als Menschen mit unserer (Tier)Welt umgehen.
+++ Durchführung der Safari mit BushWays
Wir sind froh, die Tour nicht als Selbstfahrer gemacht zu haben. Was in Namibia gut funktioniert hat, hätte in Botswana mit zimlicher Sicherheit nicht zu den hervoragenden Tiersichtungen geführt. Dank sei hier unserem Guide Moscow, der neben dem sicheren Fahrstil auch ein begnadeter Spurensucher ist, und die Vernetzung der Guides untereinander war sicherlich auch ein grosser Vorteil.

+++ Essen und Trinken
Vielleicht hätte ich mir mehr lokales Essen gewünscht (wirklich, wollte ich das?) - aber das Essen (und wir sind hier sicherlich normalerweise etwas pingelich) war wirklich Tag für Tag überraschend Lecker, abwechslungsreich, schmackhaft.
Es gab sogar im Lagerfeuer gebackenes Brot und Geburtstagskuchen.
Und unsere Firmenkantine kann sich ein Beispiel nehmen, dass es selbst am offenen Feuer möglich ist, leckere Nudeln zuzubereiten.
BuschWays hat seit diesem Jahr auf seinen Fahrzeugen eine Wasseraufbereitungsanlage. Wir mussten also keine (!) unzähligen Plastikwasserflaschen mitnehmen. Und das Wasser schmeckte neutral und lecker. Persönlich habe ich immer ein paar Brasetabletten dabei, um gelegentlich etwas mehr Geschmack hinzuzufügen.

+++ Flug über das Okavango Delta
Optional war ein Flug über das Okavango Delta nach Maun möglich - meiner Meinung nach eine gute Investition um das tatsächliche Ausmaß des Delta beeindruckend präsentiert zu bekommen.

+++ Hubschrauberflug in VictFalls
Wie auch schon im Okavango Delta ist der Blick von oben immer noch mal ein anderer. Hinsichtlich des relativ hohen Preises, würde ich den Okavango Flug bevorzugen. Glücklicherweise konnten wir beides machen, und auch hier ergab sich nochmal ein phönomenales Bild auf die Wasserfälle (was aber sicherlich auch stark von der Jahreszeit bzw. dem Wasserstand abhängig ist. Wenn die Gischt zu groß ist, könnte ich mir vorstellen, sieht man vielleicht auch gar nicht soviel bzw. anders). Ein tolles Erlebnis ist es allemal.

+++ Ngumi Lodge in VictFall
Prima Unterkunft, zwar nicht im Zentrum (man läuft gute 45 min), aber ruhige Lage, schöne Zimmer, kleiner (unbeheizter) Pool. Einfach ein guter Aufenthaltsort, mit sehr nettem und hilfsbereitem Personal, vor und nach der Safari.

+++ Reisedurchführung mit BushWays
Gutes Auto, tolle Crew und gute Organisation.
Es ist immer schwer einen Vergleich zu führen, wenn es das erste mal ist, aber die Safari war einfach gut durchgeführt, und wir haben uns als ein Team mit der Crew gefühlt, was uns sehr gut gefallen hat.
In Maun kam sogar ein 'offizieller Manager' zu Besuch auf den Campingplatz und hat nach unserem Befinden nach der ersten Woche gefragt - irgendwie fand ich das auch gut, gibt einem das Gefühl als Kunde tatsächlich respektiert zu werden, nicht nur wegen des Geldes.

+++ Reiseorganisation über TerraVista
Hervoragendes Paket mit allen notwendigen Unterlagen und Informationen. Ich hatte den Eindruck keiner der Reiseteilnehmer war so gut vorbereitet wie wir.

+++ Flugorganisation mit TOMS Flugreisen
Seit Jahren meine Erste Adresse in Sachen Flügen.

+++ Kleingruppe
Klar, die Gruppe steht und fällt mit den einzelnen Individuen. Ich weis nicht ob es 'Glück' war, unsere Gruppe war genial (interessiert aber auch spaßig, nett, hilfbereit, von 10Jahren bis 60Jahren haben wir uns alle super untereinander verstanden. Nach den ersten Bedenken bei der Planung vor der Reise, denke ich aber, dass doch eigenlich alle, die so eine Tour machen, auf der gleichen Wellenlänge sein müssten. Daher hatte ich letztendlich eigentlich auch kaum/keine Zweifel und es kam auch so.
Sollte jemand aus der Gruppe hier mitlesen - Grüße! Es war toll mit euch!

+-+-+- Reisedauer
14Tage 🙁 Ich hätte ewig dort bleiben können 😉
Im ernst, die 14 Tage Camping fand ich persönlich okay, letztendlich haben sich am Ende die Tiere doch auch wiederholt. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, aber eher für unentschlossene eine Idee geben, dass 10-14 Tage sicherlich ein guter Zeitraum ist, aber natürlich nach persönlichem Interesse geren auch verlängert werden kann. Persönlich finde ich auch den 10-tausendsten Elephant immer noch interessant einfach mal zu beobachten.

Cons:
--- Bier
Leider kann die Wasseraufbereitungsanlage in den Fahrzeugen noch kein Bier produzieren 😉

--- Im ernst, wir hatten nichts zu bemängel und
+++ können Land (Botswana), Safari (BuschWasy), Leute (unsere Kleinruppe und unsere Guides Moscow, Papi, Tirelo) nur weiterempfehlen. Und das Allerbeste bleiben die Tiere!!

Wie erwähnt, wer mehr Details und Fotos sehen möchte, habe ich mein Tagebuch online gestellt und wer Fragen hat, darf mich gerne kontaktieren.

Viele Grüße,
Holger
http:\\www.holgerium.de\reiseberichte\botswana
zuletzt bearbeitet 15. Okt. 2019
64 Beiträge · seit 201715. Okt. 2019 · #2
Hallo Holger,

nachdem wir Ende September auch von der Elephant Safari zurückgekommen sind, haben mich eure Erfahrungen natürlich ganz besonders interessiert. Erstmal gute Besserung an dich, ich hoffe dein Lendenwirbel ist mittlerweile gut verheilt. Wir sind selber gerade dabei einen Bericht zu schreiben und beim Lesen deines Tagebuches musste ich echt grinsen, ein paar Formulierungen sind mit unseren fast identisch. Allerdings: Unser Fazit bzgl. des Safari Operators fällt nicht so uneingeschränkt positiv aus.

Danke für das Teilen der Erlebnisse und liebe Grüße
Tine
8'678 Beiträge · seit 201016. Okt. 2019 · #3
Hallo Holger,

vielen Dank auch von mir für deinen Bericht!
toemi schrieb: Dank sei hier unserem Guide Moscow, der neben dem sicheren Fahrstil auch ein begnadeter Spurensucher ist,
Moscow ist übrigens nicht nur ein sehr guter Fährtenleser, sondern auch ein super Fotograf! Ich sehe ab und zu Bilder von ihm auf Facebook, die sind wirklich klasse!
BuschWays hat seit diesem Jahr auf seinen Fahrzeugen eine Wasseraufbereitungsanlage. Wir mussten also keine (!) unzähligen Plastikwasserflaschen mitnehmen. Und das Wasser schmeckte neutral und lecker.

Das freut mich zu lesen, dass die Umsetzung klappt!
Cons:
--- Bier
Leider kann die Wasseraufbereitungsanlage in den Fahrzeugen noch kein Bier produzieren 😉
Hmmmm, das ist natürlich echt doof 😵 . Wie sieht es mit Gin&Tonic aus? Wäre mir persönlich sogar viel wichtiger als Bier 😎 !

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter100 Beiträge · seit 200616. Okt. 2019 · #4
Erdwölfe schrieb:... Unser Fazit bzgl. des Safari Operators fällt nicht so uneingeschränkt positiv aus.
Hallo Tine,
es wäre natürlich nützlich für alle zu erfahren, was bei euch nicht so gut lief.
Wie gesagt, es war unsere erste Kleingruppentour überhaupt (mit Ausnahme einer Bootstour auf Galapagos). Von daher fehlt mir der Vergleich. Aber es hat alles super geklappt, bis auf den fehlenden Koch in Namibia aufgrund fehlender Arbeitserlaubnis. Sowas darf natürlich eigentlich nicht passieren, aber letztendlich wurde das von Moscow, Tirelo und unserer Kleingruppe bestens bewältigt. Also mich würde echt interessieren, was bei euch anders (falsch) lief. Gerne auch per PN.
Ich hoffe, ihr konntet im grossen und ganzen die Tour aber doch geniessen.
Grüße,
Tömi
zuletzt bearbeitet 16. Okt. 2019