Klamottenfrage Gorillatrekking

12 Antworten · 4'638 Aufrufe · gestartet 31. Aug. 2019 von altwegmi
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Themenstarter17 Beiträge · seit 201831. Aug. 2019 · #1
Hallo,
wir sind MItte September in Bwindi zum Gorillatrekking.
Gerade schlage ich mich mit Packen rum (vorher noch Kenia + einiges in Uganda) und bin beim Thema „Regenkleidung“ völlig unschlüssig.
Ich hab einen ungefütterte Regenjacke und ich hab einen Regenponcho wie man ihn hierzulande zum Wandern benutzt. Ich denke den Poncho kann ich beim Trekking vergessen - völlig unpraktisch im Dschungel - oder?
Bitte um ein paar Erfahrungsberichte was man für Regenwetter in Bwindi sinnvollerweise mitnimmt. Ne Regenhose hab ich übrigens nicht - gibts nicht in meiner Größe - da wäre natürlich der Poncho fein, weil das Teil ziemlich lang ist.

Danke schon mal für die Mühe
a
46 Beiträge · seit 201531. Aug. 2019 · #2
Hallo Altwegmi,
ein Poncho ist in der Tat unpraktisch, da es häufig über Gestrüpp geht, da kann sich ein Poncho leicht verfangen. Regenhose wäre natürlich gut. Wenn die nicht passt, dann alternativ Gamaschen, die gehen zumindest bis zum Knie.

Grüße Versilia
6'369 Beiträge · seit 201131. Aug. 2019 · #3
Hoi altwegmi

Meiner Meinung nach geht auch ein Poncho, zumindest solange Ihr noch nicht durchs Dickicht müsst (falls überhaupt).
Im Dickicht selbst, das man meist nur für wenige hundert Meter hat, kann jedes Kleidungsstück hängenbleiben.
Im schlimmsten Fall ziehst Du halt den Poncho aus und wirst etwas nass, falls es wirklich genau zu jenem Zeitpunkt regnen sollte.
Ich war zweimal im Oktober und einmal im August im Dreiländereck Uganda/Ruanda/DR Congo und nur einmal wurde ich auf einer Wanderung in den Virungas verregnet (Oktober), da sind wir auch mit Ponchos durch Urwaldgebiete gegangen.
Beim Gorilla- oder Schimpansentrecking hatten wir nie Regen.
Ich denke im September ist die Gefahr nicht sooooo gross. Ist zwar Regenzeit, aber der Anfang und nicht die Mitte wie der Oktober.
Aber: In Uganda kann es immer mal regnen.
Betreffend Kleidung ist meiner Meinung nach wichtig dass sie keine grellen Farben und schon gar kein Rot enthält, denn das wird im Tierreich als Gefährlich betrachtet.
Ich musste beim Schimpansentrecking im Nyungwe Forest in Ruanda meine rot-graue Regenjacke zurücklassen oder auf das Trecking verzichten, mehr Wahl hatte ich nicht. 🤩
Zieh Kleider an die schnell trocknen und in denen Du den Schweiss gut loskriegst sowie gute Schuhe, am besten richtige Wanderschuhe, dann passts schon.
Für empfindliche Hände können stabile Handschuhe von Vorteil sein, bei uns hats nie jemand gebraucht.
Was wir aber immer genommen haben auch wenn wirs nicht wirklich gebraucht hätten: Träger!
Meist hatte ich nur einen Rucksack mit einer Flasche Wasser drin dabei, das Foroequipement hab ich immer am Körper getragen.
Für wenig Geld bekommt so jemand einen Job und von den Touristen vielfach auch was zu essen. So profitiert auch die Bevölkerung um den Bwindi vom Nationalpark, mit positiven Folgen für den Nationalpark und die Gorillas.
Ein Stock kann auch helfen, ich aber habe lieber die Hände frei.
Viel Spass in Uganda!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
221 Beiträge · seit 201831. Aug. 2019 · #4
Hallo

Ich komme gerade zurückaus Uganda und war auch im Bwindi. Ich rate dir zu normalen Trekkinghosen und einer nicht gefütterten Regenjacke. Nim ersatzt kleider mit welche du im Auto lässt dann kannst du dich direkt nach dem Trekking umziehen solltest du nass geworden sein.

Sehr empfehlenswert sind Gartenhandschuhe und ein Stock welchen du dort bekommst.
Wir hatten auch einen Träger zwar nicht wirklich gebraucht aber er war froh um das geld und den job.

Wuensch dir viel spass und geniess die tollen eindrücke.

Gruesse
Luca
Bereiste Länder: Namibia 3x, Botswana 2x, Zimbabwe 1x, Uganda1x, Kenia 2x, Südafrika 1x, Costa Rica 2x, Panama, Peru, Kolumbien, Chile, Bolivien, Argentinien, Paraguay, Uruguay, Brasilien 6x, Kanada, USA, Thailand 13x, Australien, Malaysien, Singapore, Israel 2x, Libanon, Iceland, Färö Inseln, Sri Lanka, Mexiko
1'068 Beiträge · seit 201331. Aug. 2019 · #5
Schau mal hier
klickmich

Da gab es vor gar nicht allzu langer Zeit schon mal einen Thread zu

Gruß
Mabe
444 Beiträge · seit 201131. Aug. 2019 · #6
Hallo Altwegmi,
es ist schon lange her, da waren wir "in der Nähe" wandern und haben uns am "Regenmacher" (Ruwenzori) versucht:

AmRuwenzorimitRegenkleidung.jpg

Wir hatten ziemlich viel Regen bei unserer 5-Tage Tour, Regenkleidung war die eine Wahl, ein Regenschirm die andere...

AmRuwenzorimitRegenschirm.jpg

Ich bitte die nicht so gute Qualität der ca. 30 Jahre alten Bilder zu entschuldigen.
Das Gorilla Trecking hatten wir einige Zeit vorher gemacht bei gutem Wetter, also sind wir in Trekkinghose und -jacke gegangen und natürlich guten Bergstiefeln.
Gruß NamiBilly
708 Beiträge · seit 201531. Aug. 2019 · #7
Hallo,

ich hatte im Juni eine schnell trocknende Trekkinghose und eine ultraleichte Regenjacke dabei. Eigentlich hätte ich mir die auch sparen können ... wir kamen auf dem Rückweg dermassen in den Regen, dass sowieso bald alles durchnässt war 🤩 Und selbst wenn meine Regenjacke erstaunlich lange dem Regen trotzte, so trug meine Transpiration das ihre bei 😗

Wichtiger erscheinen mir gute Wanderschuhe und vor allem auch einen superguten Regenschutz für den Rucksack bzw. die Kamera.

Wir waren übrigens mehr als zwei Stunden querfeldein im dichtesten Busch unterwegs. Mit einem Poncho (den ich mir erst auch überlegte) wäre ich chancenlos gewesen ...

Viel Spass und möglichst kein Regen 😄
trsi
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
708 Beiträge · seit 201531. Aug. 2019 · #8
NamiBilly schrieb:
ein Regenschirm die andere...
😄

Das erinnert mich an einen Reisenden, den ich in Entebbe traf. Als das Gespräch aufs Gorillatrekking kam, schaute er erstaunt, als ich von Wanderschuhen, Gamaschen (ich war froh drum, da es teilweise so unglaublich sumpfig war!), festen Gartenhandschuhen und Regenjacke erzählte. Ich wiederum hätte gerne gesehen, wie er mit seinem Stoffhalbschuh und dem Regenschirm zurechtkam ... 🤩
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
444 Beiträge · seit 201131. Aug. 2019 · #9
mit seinem Stoffhalbschuhen und dem Regenschirm :
Die Schuhe, bzw. die guten Stiefel scheinen mir wirklich das Wichtigste zu sein. Bei unserer Ruwi-Tour sind wir übrigens viermal morgens nicht nur in die pitschenassen Stiefel sondern auch in die ebenso nasse Kleidung gestiegen...
Da war das Gorilla Tracking in damals noch Zaire (Kongo) bei schönem Wetter richtig angenehm, aber auch hier waren die Trekkingstiefel unerlässlich.

GorillaTracking1.jpg

Der Silberrücken war wirklich sehr friedlich auf dem nächsten Bild ist unten rechts die Schulter unseres Guides zu erkennen.

GorillaTracking2.jpg

Gruß NamiBilly
Themenstarter17 Beiträge · seit 201831. Aug. 2019 · #10
Ich möchte mich ganz herzlich für die vielen Antworten bedanken.
381 Beiträge · seit 200931. Aug. 2019 · #11
Wie so oft im Leben - kommt drauf an - hast du eine gute Fotoausrüstung , solltest du etwas für deine kameras dabei haben (plastiktüte o.ä., damit sie geschützt werden kann). selber nass werden, ist das kleinste problem. gute wanderschuhe und wie picco schreibt gamaschen sind auch gut, wobei ich als ich in den fluss getrampelt bin, gedacht hab, da hätten auch keine gamaschen geholfen. eins weiss ich heute, meine schuhe sind wasserdicht. das wasser was einmal drin war, kam nicht mehr raus. es kann immer mal regnen. wir hatten glück, aber was ich definitv empfehlen kann, ist sich einen träger zu nehmen. ach hätt ich den nicht gehabt, wäre es schwerer geworden. und der stock hat uns auch sehr gut geholfen.
spirit-of-zambia.com
6'369 Beiträge · seit 201131. Aug. 2019 · #12
Tststs, Fussohle, tststs
fussohle schrieb:...und wie picco schreibt gamaschen...
Was legst Du mir den da in die Tastatur? Das hab nicht ich geschrieben... 😉 😛 😄

Aber ich hatte auch schon Gamaschen an beim Gorillatrecking, rote sogar... 🤩

Hier noch einige Bilder unserer Gorillatour in Uganda 2013 (Da wäre ein Poncho problemlos gegangen, erst ab der Flussüberquerung für etwa 50m nicht mehr):





Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2019
321 Beiträge · seit 202123. Feb. 2021 · #13
War 4x im Bwindi und 1x im Mgahinga zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Hatte beim ersten Mal Regenhose mit und mich später damit abgefunden bei Regen halt nass zu werden. Am wichtigsten ist es, empfindliche Sachen vor Nässe zu schützen, Wanderschuhe (Leder gut einfetten!) mit groben Stollen oder auch Bergstiefel sind günstig. Einen langen Stock - wie man sie dort auch bekommt - fand ich stets unentbehrlich. Robuste Gartenhandschuhe oder ähnliche sind auch nicht verkehrt.
Die Regenwahrscheinlichkeit nimmt am Nachmittag deutlich zu - man sollte um 14-15:00 fertig haben. Man weis halt morgens nicht wohin es geht. Beim Briefing werden die Gruppen eingeteilt. Manche spazieren federnden Schrittes 30' zu "ihrer" Gorilla-Familie, dies sich zufällig gerade in der Umgebung des Trailheads aufhalten. Andere fahren erstmal ne knappe Stunde zum Trailhead und hiken dann mehrere Stunden durch dichten Bergregenwald - tw. wegelos - bis sie die Gorillas finden. Manche bleiben tatsächlich auf der Strecke - oder bezahlen "Helicopter" 😉
Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Oman, Mosambik, Seychelles, Mauritius, La Reunion, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien