ElProfesorThemenstarter13 Beiträge · seit 201914. Aug. 2019 · #1
Hallo zusammen,
nachdem ich mich nun bereits mehrere Wochen "durch das Forum gelesen" habe, möchte ich zur Detail-Planung unseres Namibia Urlaubs auch gerne die Erfahrung von all den routinierten Namibiakennern hier im Forum nutzen.
Meine Frau und ich (beide Anfang/Mitte 30) planen unsere erste Namibiareise vom 14.12.19 bis 01.01.20 (+ 2 Flugtage), so dass wir volle 19 Tage vor Ort haben. Auf dem Kontinent kennen wir bisher nur Südafrika und Swaziland, wo wir vor einigen Jahren Johannesburg bis Durban inkl. Krüger und die Kapregion besucht haben. Da wir den Urlaub erst diese Woche fest machen konnten, sind bislang nur die Flüge (mit AirNamibia) und die Desert Quiver Lodge bei Sesriem fest gebucht (letztere noch frei stornierbar, aber bereits reserviert, da an vielen Tagen bereits ausgebucht).
Im Vordergrund sollen bei unserer Tour vor allem die Natur, Tiersichtungen (hoffentlich trotz Regenzeit) und gerne auch etwas Aktion (z.B. Kajakfahren, Sandboarding, Quad) stehen. Als Highlights gesetzt sind dabei zunächst Sossusvlei, Etosha und Swakopmund. Unterwegs werden wir zu zweit als Selbstfahrer sein mit Übernachtungen vorzugsweise in Lodges, Farmen, B+B etc. - auf Wunsch meiner Frau kein Camping - auch wenn es mir gut gefallen würde 🙂 Die Unterkünfte sollen dabei nach Möglichkeit schön und stimmungsvoll sein, aber Luxuscamps für 300-400€ aufwärts sind nicht drin 🤪 Als Preissegment peile ich zur Zeit ca. 100-150€ pro Nacht für das Zimmer inkl. Frühstück ein, gerne natürlich auch mal günstiger, in Ausnahmefällen für besonderen Unterkünfte oder mit Vollverpflegung zur Not auch mal Richtung 200€.
Die Route steht noch nicht komplett, orientiert an verschiedenen Erstätertouren sieht die Planung bisher aber wie folgt aus:
14.12: Ankunft in WDH um 6:30 Uhr, Übernahme Mietwagen, Übernachtung in Windhoek oder Unterkunft südlich auf dem Weg Richtung Sesriem (je nach Route/Umweg z.B. Camp Gecko, Kalahari Anib Lodge, Teufelskrallen, Corona) 15.12: Sesriem, Desert Quiver (reserviert) 16.12: Sesriem, Desert Quiver (reserviert) 17.12: Swakopmund (oder Zwischenübernachtung auf dem Weg dorthin) 18.12: Swakopmund 19.12: Swakopmund + 2 Nächte auf dem Weg nach Etosha (z.B. Erongo, Damarland) + 4-5 Nächte Etosha (ggf. West, Süd+Ost) + 5-6 Nächte noch ungeplant 01.01: Rückflug um 21:35 Uhr von WDH
Wie man sieht, gibt es noch einige Lücken und unverplante Tage, die ich möglichst schnell schließen möchte, da wir bereits spät dran sind, wie ich nach dem Lesen hier feststellen musste.
Ganz akut stellen sich uns gerade folgende Fragen: 1. Die 5-6 Nächte im nördlichen Namibia verteilen (z.B. zwischen Etosha und Windhoek, noch Zwischenübernachtungen ergänzen oder Aufenthalte verlängern) oder den Anfang nochmal umplanen und zunächst weiter in den Süden. Gesetzt ist dort für uns nur Sossuvlei. Lüderitz, Kolmanskop, Fish River etc. sieht alles auch interessant aus, steht aber nicht oben auf unserer Prio-Liste. Mehr reizen würde uns schon der KTP, hier frage ich mich jedoch, ob dies gut und sinnvoll machbar ist zusammen mit dem o.g. Programm im Norden.
2. Den Mietwagen möchte ich bald mieten. Hierzu habe ich einiges gelesen, mir ist aber noch nicht 100%ig klar, ob für unsere o.g. Route ein normaler 4x2 reicht, ein kleiner 4x4 sinnvoll ist oder es am besten ein großer 4x4 sein sollte. Die Preisunterschiede sind enorm: inkl. aller Versicherungen von 550€ (29€p.T.) für einen Corola, über 926€ (49€p.T.) für einen 4x4-Duster, bis zu 1.395€ (73€p.T.) für einen Ford Ranger DoubleCab. Schränken wir uns auf unserer angedachten Route in der Jahreszeit ein mit einem 4x2, d.h. können wir einiges nicht fahren? Könnten wir bei Regen probleme bekommen und ist der Komfort mit einem 4x2 oder Duster deutlich getrübt auf den Gravelroads? Oder sollte dies auch mit dem Corola gut machbar sein?
Ich hoffe der Mamuttext ist nicht zu lang geworden. 😄 Ich freue mich über jede Antwort zu meinen Fragen und natürlich auch über allgemeine Meinungen, Tipps oder Hinweisen zu der Route.
Das Unternehmen ist auch Partner des Forums. Für Euren Zeitraum käme da der Hilux 56,-- Euro. Die Fahrzeuge sind teilweise mit einem Safe ausgestettt, darauf solltet Ihr bei der Buchung hinweisen.
Wie es mit Air Namibia weiter geht, wird sich zeigen. Es ist nicht unklug bei der aktuellen Lage einen Tag als Puffer am Anfang und am Ende in Windhoek einzuplanen, um entsprechend flexibel reagieren zu können.
LG Logi
ElProfesorThemenstarter13 Beiträge · seit 201914. Aug. 2019 · #3
@Logi: Vielen Dank schon mal für deine schnelle Antwort und den Link.
Zum Mietwagen: Den Anbieter hatte ich mir auch angeschaut. Das Angebot klingt grundsätzlich sehr interessant. Wenn ich es richtig sehe, ist der Preis allerdings mit 2.500 € Kaution/Selbstbeteiligung und ohne Versicherung von Reifen etc. Nach den Berichten, die ich bisher gelesen habe, muss man ja durchaus mit Reifenschäden rechnen, die man dann selber bezahlen müsste, oder? Und Übernahme ist nicht direkt beim Flughafen. Die von mir rausgesuchten Angebote sind aus den großen Vergleichsportalen, ohne Selbestbeteiligung, inkl. Reifen/Glas/Unterboden und mit Übernahme am Flughafen (Anbieter Hertz bzw. eins über TUI). Hältst du diese Aspekte für nicht so wichtig?
Zu Air Namibia: Das hatte ich tatsächlich noch nicht mitbekommen. Das verunsichert mich jetzt natürlich schon und trübt gerade etwas die eigentlich sehr große Vorfreude, gerade nachdem wir gebucht haben. Werde die Entwicklung weiter beobachten. Heute Abend scheint der Flieger von FFM zumindest gestartet zu sein.
ElProfesor schrieb: Zum Mietwagen: Den Anbieter hatte ich mir auch angeschaut. Das Angebot klingt grundsätzlich sehr interessant. Wenn ich es richtig sehe, ist der Preis allerdings mit 2.500 € Kaution/Selbstbeteiligung und ohne Versicherung von Reifen etc. Nach den Berichten, die ich bisher gelesen habe, muss man ja durchaus mit Reifenschäden rechnen, die man dann selber bezahlen müsste, oder? Und Übernahme ist nicht direkt beim Flughafen. Die von mir rausgesuchten Angebote sind aus den großen Vergleichsportalen, ohne Selbestbeteiligung, inkl. Reifen/Glas/Unterboden und mit Übernahme am Flughafen (Anbieter Hertz bzw. eins über TUI). Hältst du diese Aspekte für nicht so wichtig?
In den ganzen Jahren hatten wir weder einen Platten noch einen Glasschaden zu verzeichnen.
Uns ist ein vernünftig ausgestatteter Wagen wichtig - und das fängt für uns bei den Reifen an. 😉 Weiterhin legen wir Wert auf 2 Ersatzreifen, Doppeltank, Kompressor und eben den schon angesprochenen eingebauten Safe. Und nicht zu vergessen 24/7 Erreichbarkeit und Flexibilität, möglichst in deutscher Sprache, vor Ort - ohne mich irgendwo mit einem Call-Center auseinandersetzen zu müssen.
Alle örtlichen Verleiher holen ihre Kunden am Flughafen ab und bringen sie wieder zurück. Einige haben zusätzlich Arrangements mit umliegenden Gästebetrieben.
LG Logi
NONorbert61126 Beiträge · seit 200915. Aug. 2019 · #5
Hallo Stefan,
eure Tour hört sich nach typischer Ersttätertour aus (ich nehme an den thread. "Ersttätertouren so sehen sie aus") kennst du. Wenn ihr nicht vorhabt noch exotische Strecken oder Lodges einzubauen reicht für eure Tour vielleicht sogar ein normaler Pkw, den ich aber nicht empfehlen würde. Erhöhte Bodenfreiheit sollte es auf den gravel roads schon sein, aber ein Duster tut es in der Regel. Die gibt es bei den großen Verleihern am Flughafen. Aber auch der Verleih in WH ist kein Problem, wenn ihr sowieso dort übernachtet. Die holen euch alle am Flughafen ab - wenn ihr aber direkt weiter nach Süden wollt verliert ihr schon etwas Zeit. Um eure freien Tage zu füllen gibt es viele Möglichkeiten - KTP würde ich dabei eher nicht angehen. Der Haken kostet euch zusätzlich2-3 Fahrtage, um dann 2-3 Tage KTP zu machen. Das Verhältnis wäre mir zu ungünstig. Klassiker wäre etwas Kalahari, Klein-Aus Vista, Lüderitz mit Kolmanskop und noch 1-2 Nächte an der D 707. Alternativ kann man sicher auch im Damaraland zzgl Wüstenelefanten und Erongo eure Reservetage gut verbringen. Selbst ein wenig Caprivi geht von Namutoni aus gut. Möglichkeiten gibt es genug, ihr solltet nur nicht den Fehler machen alles einbauen zu wollen.
Im Vordergrund sollen bei unserer Tour vor allem die Natur, Tiersichtungen (hoffentlich trotz Regenzeit) und gerne auch etwas Aktion (z.B. Kajakfahren, Sandboarding, Quad) stehen. Als Highlights gesetzt sind dabei zunächst Sossusvlei, Etosha und Swakopmund. Unterwegs werden wir zu zweit als Selbstfahrer sein mit Übernachtungen vorzugsweise in Lodges, Farmen, B+B etc. - auf Wunsch meiner Frau kein Camping - auch wenn es mir gut gefallen würde 🙂 Die Unterkünfte sollen dabei nach Möglichkeit schön und stimmungsvoll sein, aber Luxuscamps für 300-400€ aufwärts sind nicht drin 🤪 Als Preissegment peile ich zur Zeit ca. 100-150€ pro Nacht für das Zimmer inkl. Frühstück ein, gerne natürlich auch mal günstiger, in Ausnahmefällen für besonderen Unterkünfte oder mit Vollverpflegung zur Not auch mal Richtung 200€.
Die Route steht noch nicht komplett, orientiert an verschiedenen Erstätertouren sieht die Planung bisher aber wie folgt aus:
14.12: Ankunft in WDH um 6:30 Uhr, Übernahme Mietwagen, Übernachtung in Windhoek oder Unterkunft südlich auf dem Weg Richtung Sesriem (je nach Route/Umweg z.B. Camp Gecko, Kalahari Anib Lodge, Teufelskrallen, Corona) 15.12: Sesriem, Desert Quiver (reserviert) 16.12: Sesriem, Desert Quiver (reserviert) 17.12: Swakopmund (oder Zwischenübernachtung auf dem Weg dorthin) 18.12: Swakopmund 19.12: Swakopmund + 2 Nächte auf dem Weg nach Etosha (z.B. Erongo, Damarland) + 4-5 Nächte Etosha (ggf. West, Süd+Ost) + 5-6 Nächte noch ungeplant 01.01: Rückflug um 21:35 Uhr von WDH
Wie man sieht, gibt es noch einige Lücken und unverplante Tage, die ich möglichst schnell schließen möchte, da wir bereits spät dran sind, wie ich nach dem Lesen hier feststellen musste.
Ganz akut stellen sich uns gerade folgende Fragen: 1. Die 5-6 Nächte im nördlichen Namibia verteilen (z.B. zwischen Etosha und Windhoek, noch Zwischenübernachtungen ergänzen oder Aufenthalte verlängern) oder den Anfang nochmal umplanen und zunächst weiter in den Süden. Gesetzt ist dort für uns nur Sossuvlei. Lüderitz, Kolmanskop, Fish River etc. sieht alles auch interessant aus, steht aber nicht oben auf unserer Prio-Liste. Mehr reizen würde uns schon der KTP, hier frage ich mich jedoch, ob dies gut und sinnvoll machbar ist zusammen mit dem o.g. Programm im Norden.
Hallo Stefan,
dann nehme ich mich auch mal des 1. Punktes an.
Du hattest in deiner einleitenden Frage folgendes erwähnt: "und die Desert Quiver Lodge bei Sesriem fest gebucht (letztere noch frei stornierbar, aber bereits reserviert, da an vielen Tagen bereits ausgebucht)." Wenn es also eher buchungstechnisch schlecht aussieht und ihr explizit dort unterkommen wollt, würde ich da nicht mehr dran rütteln! Drei Nächte Swakopmund ist schon schön, so dass man dort auch was unternehmen kann, mehr würde ich da nicht verplanen. Gen Etosha könnte man noch eine 1-2 ÜN einfügen, so dass sowohl der landschaftlich (Felszeichnungen etc.) kululturelle (Living Museum) Teil, als auch der tierbeobachtungs Teil (Wüstenelefanten) vertreten wäre. Nach Etosha gäbe es dann zwei Möglichkeiten, entweder wirklich einen Schlenker in Richtung Caprivi, wobei ich persönlich nicht ermessen kann, wie sinnvoll so was ist. Oder ihr könntet mit einem Zwischenstop entspannt gen Windhoek fahren, dort vielleicht übernachten und noch etwas erkunden oder schonmal shoppen, und dann noch weiter gen Süden in die Kalahari eintauchen, es muß ja nicht gleich der KTP sein, auch auf namibischem Gebiet gibt es schöne Lodges, in denen man das Feeling Kalahari genießen kann. Oder ihr fahrt durch und hängt Windhoek hinten noch mal dran.
Gruß Markus
Kapstadt Namibia VicFalls 2012
Namibias Süden & KTP 2018
Cuba 2019
Eifel 2020
Ostfriesische Nordseeküste 2021
Schottland 2022
Australien 2023
Stockholm 2024
Dublin 2024
Edinburgh 2024
Al Andalus 2025
Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
von mir kommt ein Rat, den Du vielleicht noch öfter hören wirst:
WENIGER = MEHR !!!
Versucht nicht, all zu viele Stationen in Eure Tour einzuplanen. Pro Station würde ich mind. 2, besser noch 3 Nächte einplanen, dann hat man deutlich mehr vom Urlaub.
Was ich mir als "Ersttäter" unbedingt zulegen würde: DER TOUR Katalog, dort gibt´s oft Schnäppchen (z.B. 3 Nä bleiben, nur 2 Nä bezahlen). Etosha Village gehört dazu, aber es gibt auch viele andere interessante Angebote.
Viel Spaß bei Eurer Planung. Über Weihnachten und Neujahr in Namibia stelle ich mir toll vor.
LG der bayern schorsch
P.S. und noch ein Tipp - Reiseberichte lesen, da gibts hier im Forum grad genug und man bekommt einen sehr guten Einblick in die Materie.
bayern schorsch schrieb: Was ich mir als "Ersttäter" unbedingt zulegen würde: DER TOUR Katalog, dort gibt´s oft Schnäppchen (z.B. 3 Nä bleiben, nur 2 Nä bezahlen). Etosha Village gehört dazu, aber es gibt auch viele andere interessante Angebote.
Das kann ich nur unterstreichen. Auch wir haben davon schon oft Gebrauch gemacht.
LG Logi
ElProfesorThemenstarter13 Beiträge · seit 201915. Aug. 2019 · #9
Danke an Alle für die vielen netten Tips! Am Wochenende habe ich zum Glück Zeit, mir die vorgeschlagenen Möglichkeiten genauer anzuschauen und die Tour weiter auszuarbeiten. Danach komme ich bestimmt nochmal mit weiteren Detailfragen. 🙂
Eine blöde Frage habe ich zum DERTOUR-Katalog: Gibt es die angesprochenen 3:2 Angebote nur in den Print-Katalogen? Ich muss zugeben, dass ich schon seit vielen Jahren kein Reisebüro mehr von innen gesehen habe und sämtliche Reisen online organisiere. 😗 Im PDF-Katalog und auf der Homepage von DERTOUR habe zu diesen Angeboten bei erster Suche nichts gefunden (nur zu Städtereisen..)
Ab Seite 134 findest Du im Afrika Katalog die einzeln aufgeführten Namibia Unterkünfte.
LG Logi
ElProfesorThemenstarter13 Beiträge · seit 201928. Aug. 2019 · #11
Hallo zusammen, ich konnte in der Zwischenzeit meine Reise schon ein Stück weiterbuchen und möchte jetzt gerne nochmal eure Erfahrungen nutzen.
Wegen des Wagens habe ich von Safari Car Rental leider eine Absage erhalten, weil zu unserem Zeitpunkt kein Hilux mehr verfügbar ist. Der Kontakt war jedoch sehr freundlich und professionell, ich war einfach nur zu spät dran. Ich habe daher nun erstmal einen Duster über Europcar geordert, der noch frei stornierbar ist, falls ich noch eine Alternative finden sollte.
Hinsichtlich der Route haben wir uns dafür entschieden, Sesriem/Sossusvlei als südlichsten Punkt zu nehmen und anschließend direkt nach Swakopmund hochzufahren. Fest geplant sind damit die ersten 6 Nächte vom 14.12-20.12:
Nun schwebt mir vor, dass wir ab dem 20.12 3-4 Nächte im Erongo/Damaraland verbringen, bevor es weiter zum Etosha (Westen) gehen soll. Nach Lektüre von diversen Forenbeiträgen und Betrachtung von verschiedensten Unterkünften fällt mir die Auswahl immer noch schwer. In unserer Preisklasse von 100-200€ pro Nacht gibt es viele Optionen und es gibt diverse mögliche Routen/Schwerpunkte durch die o.g. Regionen. Als Aktivitäten interessieren uns Wanderungen (wenn auch tagsüber im Dezember wahrscheinlich nur begrenzt sinnvoll), die Wüstenelefanten, Living Musuems und ggf. Felszeichnungen (in dieser Reihenfolge was die Präferenz angeht; Living Museum und die Zeichnungen sind kein Muss für uns --> hier bin ich aber auch gerne an Gegenteiligen Einschätzungen/Erfahrungen interessiert. Wir kennen die Aktivitäten schließlich nicht persönlich).
Bezüglich Route+Preis-/Leistungsverhältnis scheint mir gerade eine Kombination aus Ai Aiba Lodge und Madisa Camp ganz gut zu passen. Auf dem Weg zur Ai Aiba Lodge könnten wir dann die Spitzkoppe und/oder Ameib Ranch (Bulls Party etc.) mitnehmen. Auf dem weiteren Weg zum Madisa Camp z.B. Brandberg und/oder weiter fahren bis zum Living Museum. Am nächsten morgen vom Madisa Camp aus dann die Wüstenelefanten Tour. Übernachtungen wären dies dann 1-2 Nächte Ai Aiba und 2 Nächte Madisa. Klingt das nach einem sinnvollen Plan für euch?
Bei meiner Recherche habe ich noch diverse andere Optionen und Regionen in der Ecke gefunden, was mir die Auswahl echt schwer macht (z.B. Etusis Lodge, Hohenstein Lodge, Vingerklipp, Damara Mopane Lodge, Bambatsi Guest Farm, Roidina Safari Lodge). Haltet ihr eine dieser Optionen für geeigneter oder macht es z.B. Sinn nur eine Nacht in Ai Aiba zu verbringen und noch eine weitere dieser Unterkünfte einzubauen? Einerseits möchten wir uns nicht hetzen, auf der anderen Seite aber auch nicht an einem Ort "langweilen", an dem es bei der Hitze und in der direkten Umgebung ggf. nicht so viel zu tun gibt.
Das Dorf der Buschleute liegt tatsächlich auf dem Gelände der Familie Rust, der Gästefarm Omandumba https://www.omandumba.de/ ,allerdings näher an der Ai Aiba Lodge.
Unserer eigenen Erfahrung nach, ist dieses Museum deutlich weniger touristisch durchgetacktet, wie das bekannte Living Museum der Damara, weiter nördlich bei Twyfelfontein und von daher viel authentischer.
LG Logi
ElProfesorThemenstarter13 Beiträge · seit 201929. Aug. 2019 · #13
@Logi: Vielen Dank für den Tipp zum San Living Museum. Das ist durchaus ein Argument doch 2 Nächte zu bleiben.
Africa on Wheels hatte ich mir auch bereits angeschaut - ein Fragezeichen war hier für mich lediglich das Alter der Wagen. Eine andere Alternative wäre noch Nambozi, die preislich auch recht attraktiv sind und wie ich es sehe, gute Kritiken haben. Insgesamt liegen logischerweise alle Angebote für den Hilux ein gutes Stück über den Duster, den ich für 49€ pro Tag ohne Selbstbeteiligung und inkl. Reifen/Scheibe/Unterboden bekomme.
@Alle: Weitere Hinweise zu den Unterkünften oder der Route in der Region Erongo/Damara sind gerne willkommen.
ElProfesorThemenstarter13 Beiträge · seit 201911. Sept. 2019 · #14
Ein freundliches Hallo an Alle,
nachdem die Planungen weiter vorangegangen sind, ist es mal wieder Zeit für ein Update, selbstverständlich auch wieder verbunden mit ein paar Fragen. Erongo, Damarland und die Hälfte von Etosha sind zwischenzeitlich geplant und die entsprechenden Unterkünfte auch bereits gebucht/reserviert. Insgesamt folgen wir mit unserer Route nach anfänglich vielen verschiedenen Ideen und Optionen nun dem mehrfach gegebenen Rat „Weniger ist mehr“. Das heißt wir begrenzen unsere insgesamt 19 Tage auf den Teil von Namibia zwischen Sesriem und Etosha und bleiben dafür in den meisten Unterkünften mindestens zwei Nächte. Wir denken, dass wir so als „Erstäter“ einen guten und intensiven Eindruck von Namibia gewinnen können, verbunden mit dem Gedanken, dass wir für die anderen Regionen einfach wiederkommen, sollte uns auch das Namibiafieber gepackt haben.
Der geplante/gebuchte Teil der Reise sieht nun so aus und entspricht in vielen Teilen sicher einer typischen „Ersttätertour“:
14.12 - Auas Safari Lodge - Ankommen in Namibia 15.12 - Desert Quiver Camp, Sesriem - Anfahrt über Spreetshoogte Pass, ggf. im Nachmittag Elim Dunes 16.12 - Desert Quiver Camp, Sesriem - Sossusvlei 17.12 - Desert Breeze Lodge, Swakopmund - Anfahrt durch Namib Naukluft Park 18.12 - Desert Breeze Lodge, Swakopmund - Little Five oder Quad/Sandboard/Fatbike oder Sandwich Harbour 19.12 - Desert Breeze Lodge, Swakopmund - Walvis Bay mit Kajak oder Bootsausflug 20.12 - Ai Aiba Rock Painting Lodge, Erongo - Anfahrt über Spitzkoppe 21.12 - Ai Aiba Rock Painting Lodge, Erongo - Besuch bei den Sans (z.B. Bushmanwalk) 22.12 - Grootberg Lodge, Damaraland - Anfahrt über Twyfelfontein 23.12 - Grootberg Lodge, Damaraland - Relaxen und Aussicht genießen und/oder Ausflug in der Umgebung 24.12 - Taleni Etosha Village, Etosha Anderson Gate - Anfahrt + ggf. ersten Sundownerdrive 25.12 - Taleni Etosha Village, Etosha Anderson Gate - Etosha West/Zentral 26.12 - Taleni Etosha Village, Etosha Anderson Gate - Etosha Zentral 27.12 - Halali Restcamp, Etosha - Etosha Zentral/Ost 28.12 bis 01.01 noch offen
Nun zu den Gedanken und Fragen, die mir aktuell durch den Kopf gehen:
Nach langer Überlegung, am Ende zwischen Vingerklip und Grootberg, haben wir uns letztlich für die Grootberg Lodge entschieden, obwohl Vingerklip auf der direkteren Strecke Richtung Anderson Gate gelegen hätte und auch zumindest etwas günstiger war. Ausschlaggebend war, dass uns die Lage und Umgebung am Grootberg Pass noch mehr gereizt hat und ich auch die Gegend um Twyfelfontein, zumindest auf der Durchfahrt, sehr gerne sehen möchte. Von der Ai Aiba Lodge kommend bedeutet dies natürlich einen ziemlichen Ritt von ca. 350 km durch die Berge. Meine Vorstellung ist nun, diesen Tag dennoch als hoffentlich relativ stressfreien „Fahrtag“ mit kürzeren Zwischenstopps in der Gegend um Twyfelfontein genießen zu können. Gibt es hier Erfahrungswerte für diese Strecke und Empfehlungen für lohnenswerte Routen? Google Maps spuckt eine Fahrzeit von gut 5 Stunden aus, mit Blick auf die T4A-Karten rechne ich aber eher mit einer reinen Fahrtzeit von ca. 7 Stunden. Kommt das hin? Das wäre dann für uns denke ich noch stressfrei machbar, da wir schließlich an einem der längsten Tagen des Jahres reisen (Tageslicht von 06:00 – 19:30). Wenn man spätestens um 08:00 Uhr auf der Strecke ist, bliebe auch noch Luft für kleinere Stopps oder Ungeplantes, ohne dass man sich hetzen muss.
Ein weiterer Punkt für die Gegend um Grootberg/Palmwag waren ursprünglich die Wüstenelefanten. Nun habe ich in der Zwischenzeit diverse doch recht ernüchternde Erfahrungsberichte über die entsprechenden Touren von Grootberg aus gelesen (Fazit oftmals: sehr teuer, viel Fahrerei mit z.T. nicht besonders motivierten Trackern und z.T. mit sehr geringem „Ertrag“). Gedanklich haben wir unser daher nun eher bereits davon verabschiedet und planen, den Tag nach dem langen Anreisetag zuvor zumindest zum Teil einfach fürs relaxen und genießen der tollen Aussicht zu nutzen. Die Frage ist, ob man die Gegend um Grootberg alternativ auch ein wenig auf eigene Faust erkunden kann und ggf. sogar selber mit entsprechendem Glück Elefanten finden kann. Hinsichtlich der Palmwag Lodge in der Nähe habe ich z.B. unterschiedliche Ansichten gelesen, inwiefern man diese inkl. Umgebung auch als Tagesgast besuchen kann.
Bezüglich Etosha war zunächst die Überlegung vom Galton Gate aus über den Westen in und durch den Park zu fahren. Die sehr durchwachsenen Reviews zu den staatlichen Camp, nicht zu Letzt verbunden mit dem ausdrücklichen Wunsch meiner Frau, lieber in einer schönen Unterkunft zu wohnen, haben mich jedoch umplanen lassen. Der Ehefrieden ist schließlich auch ein nicht ganz unerheblicher Teil für einen gelungenen Urlaub 🤪 😁 Die optimale Lage zum Gate und ein sehr attraktives 3:2 Angebot von Dertour haben schließlich den Ausschlag für das Etosha Village gegeben (vielen Dank in diesem Zusammenhang an Logi für den Tipp). Uns ist bewusst, dass die Unterkunft sicher etwas größer und unpersönlicher ist, die Bilder und Reviews zu Unterkünften, Essen etc. sehen aber durchweg sehr positiv aus, so dass wir denken, hier nichts falsch zu machen. Als Kompromiss konnte ich anschließend eine Nacht in Halali „aushandeln“ 😎 , so dass wir auch eine Nacht direkt im Park verbringen und hoffentlich trotz kleiner Regenzeit am Abend am Wasserloch etwas zu sehen bekommen. Danach soll es in den Osten nähe Lindequist Gat gehen. Als Frage ist noch offen, wie viele Nächte wir hier noch verbringen (1 oder 2). In einigen Berichten habe ich gelesen, dass in der Regenzeit der Nordosten des Parks u.U. der tierreichste und damit ergiebigste Teil ist. Dies würde dafür sprechen, hier nicht nur einen Tag (auf dem Weg von Halali nach Lindequest und Umgebung), sondern noch einen vollständigen weiteren nur für diese Gegend zu verbringen. Auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage, ob insgesamt 6 Nächte Etosha (3+1+2) nicht etwas überdimensioniert und ggf. auf Dauer zu anstrengend ist? Zumal, so wie ich es verstanden habe, es genauso gut sein kann, dass die kleine Regenzeit mehr oder weniger ausbleibt und damit die Tiere genauso gut noch in den anderen Regionen sein können?
Wir ihr seht – egal wie viel man recherchiert, die Fragen gehen – zumindest bei mir – nie aus. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir das Ganze bereits jetzt in der Vorbereitung einen riesen Spaß macht und die Vorfreude auf Namibia dadurch sehr groß ist. Wenn ihr also zu dem ein oder anderen Punkt eine Antwort oder einen Hinweis habt – immer her damit.
Vielen Dank und viele Grüße Stefan
Logi16,9k Beiträge · seit 201211. Sept. 2019 · #15
Hallo Stefan,
mit Blick auf die T4A-Karten rechne ich aber eher mit einer reinen Fahrtzeit von ca. 7 Stunden. Kommt das hin?
Richtig! Reine Fahrzeit ist hier das Stichwort, hinzu kommen noch Pausen für Essen & Trinken, Pippi machen und hier und da ein Foto. Für Twyfelfontein oder andere Besichtigungen bleibt da 0,0 Zeit.
Ebenfalls richtig ist, dass die Touren der Grootberg Lodge sehr, sehr teuer sind und lange dauern - ohne irgend eine Grantie auf Sichtungen. Ob Ihr auf dem Plateau selbstständig wandern könnt, hängt davon ab, ob sich gerade Raubkatzen tummeln oder nicht. Falls "Kätzchen" da sein sollten, dann werdet Ihr sogar von und zum Chalet begleitet.
Theoretisch ist es möglich in der Palmwag Lodge an einer Tour teilzunehmen, jedoch finden diese am frühen Morgen oder späten Nachmittag statt. Ihr hättet dann immer mit der Dunkelheit zu tun und wegen der schwierigen An-bzw. Abfahrt zur Grootberg Lodge gibt es da schon Probleme. Hinzu kommt, dass die meisten Autovermieter ein Fahren in der Dunkelheit nicht gestatten.
Sehr geehrter Stefan, Chapeau, Planung schon sehr gut. Halali passt zur Risikostreuung im Etosha Nationalpark und am Wasserloch kann man dann von 17- 21:45 Uhr noch Glück haben. Erfahrungsgemäß sind die meisten Tiere im Dezember allerdings im ostwärtigen, zum Teil nicht zugänglichen Bereich des Parks. Taleni Etosha Village ist daher nicht zielführend, wenn man an Tiersichtungen interessiert ist. Ein gutes Buch lesen kann man dort allerdings. Ungestört. Um Dolomite Camp funktionieren Tiersichtungen dann auch. Breit- und Spitzmaulnashörner, Berg- und Steppenzebra, Springböcke und Giraffen. Elefanten so lala.
In den "Regenzeitmonaten" Dez-April ergibt es Sinn Pirschfahrten mit den guten Rangern zu unternehmen. https://www.bwana.de/namibia/namibia-info/etosha-nationalpark.html Drei Ranger haben wir identifiziert, bei denen Ich empfehle mitzufahren: Victor, Simon und Gabes Nantanga. An der Rezeption fragen, wer die Pirschfahrt als Guide durchführt. Wenn einer dieser Namen fällt, dann buchen, wenn nicht, dann Finger von dieser Art der Geldverschwendung lassen. Achtung! Nicht fragen: "Ist heute Abend Victor der Guide?" Die Antwort lautet dann immer "Ja". Also immer erst vor Ort buchen.
Viel mehr Tage sollte man allerdings in der nicht ganz richtigen Jahreszeit für Etosha investieren. Eher in "kontrollierterer" Umgebung Tiere erfolgreicher aufspüren. Das unbezahlbare Ongava ist eine sehr gute Adresse. Aber Waterberg Plateau Lodge mit Nashörnern und Aussicht, sowie Wabi Game Lodge mit Hippos, sowie Otjiwa mit Nashörnern oder Mount Etjo Safari Lodge mit Allem passt auch. Erindi bin ich nicht so der Fan. Allerdings sind die Tiersichtungen im Bereich der Old Traders Lodge im Dezember gut.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek Carsten Möhle
ElProfesorThemenstarter13 Beiträge · seit 201916. Sept. 2019 · #17
Vielen Dank für die Antworten, die mich in meiner Entscheidungsfindung wieder weitergebracht haben.
Der Weg von Ai Aiba zur Grootberg Lodge wird dann wohl wie erwartet ein voller Fahrtag ohne größere Zwischenstopps. Ich bin dennoch guter Dinge, dass dies halbwegs stressfrei für uns wird, wenn wir frühzeitig starten und uns nicht hetzen. Ist auf der ganzen Reise auch die längste Strecke und anschließend haben wir die Möglichkeit zu relaxen. Das Elefantentrecking lassen wir denke ich weg.
Hinsichtlich Etosha haben mich die Ausführungen auch darin bestärkt, nur noch eine Nacht im Osten dranzuhängen. Zurzeit tendieren wir dazu, den dadurch gewonnen Tag in Okonjima zu verbringen.
Logi16,9k Beiträge · seit 201216. Sept. 2019 · #18