Malaria

50 Antworten · 11,0k Aufrufe · gestartet 07. Aug. 2019 von Reiseingrid
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Themenstarter26 Beiträge · seit 201907. Aug. 2019 · #1
Wir planen eine Reise im September / Oktober rund ums Okawango Delta. Leider habe ich widersprüchliche Informationen bezüglich der Malariaprophylaxe. Manche schreiben, dass bis Oktober die Mitnahme eines Stand - By Medikaments ausreichend ist, andere empfehlen die vorbeugende Einnahme. Auch mein Arzt ist unentschlossen.
Wie habt Ihr das gemacht?
Was würdet Ihr empfehlen?
33,1k Beiträge · seit 200607. Aug. 2019 · #2
Hallo Reiseingrid,

das Okavango-Delta ist ganzjähriges Risikogebiet. Wenn Du einen Tropenmediziner fragst wird er Dir eine Prophylaxe empfehlen... die sind in der Regel (schon um sich selber abzusichern), nicht "unentschlossen". September/OKtober ist Trockenzeit, so dass das Risiko geringer sein sollte. Aber es reicht eine falsche Mücke aus...

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

P.S. Und lies mal die unerschöpfliche Menge an Threads zum Thema.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2019
16,9k Beiträge · seit 201207. Aug. 2019 · #3
Hallo Reiseingrid,
Die Frage nach Mitteln und Nebenwirkungen wirst du hier im Forum kaum befriedigend beantwortet bekommen, da das doch sehr individuell ist. Abgesehen davon, dass hier auch keine Beratung durchgeführt werden kann bzw. darf. Hierzu ist ein Termin beim Reisemediziner oder im Tropeninstitut am besten.

LG
Logi
1'095 Beiträge · seit 200907. Aug. 2019 · #4
Wir haben bei einem privaten Grillanlass in Südafrika in (Louis Trichardt) das Vergnügen, sehr interessante Gespräche mit einem hiesigen Malaria Spezialisten am Lagerfeuer führen zu können.

Eine der interessantesten Aussagen war die, dass Stechmücken einen Bewgeungs- und Flugradius unter 400m haben. Das wiederrum bedeutet bspw. für Buschcamps dass - sofern das Nachbarcamp weit genug entfernt ist - eine Ansteckung von aussen quasi ausgeschlossen ist. Das bspw. fanden wir in einer Privatkonzession im Krüger bestätigt. Die Ausbildungsstätte für Field Guides hatte seit einiger zeit mitr Malaria zu kämpfen , wobei sich alle teilnehmerjeweils bei einem erkrankten Instruktor angesteckt haben. Achtet man darauf, dass das Camp malariafrei ist, ist eine Erkrankung quasi ausgeschlossen.

Dieser Spezialist hat uns übrigens einen Selbsttest mitgegeben und eine Medikation wie sie in Krankenhäusern verabreicht wird. Zu der Zeit hatten wir noch vor nach MOZ an den Strand zu fahren wo die Gefahr erheblich ist.
170 Beiträge · seit 201807. Aug. 2019 · #5
Mit Malaria steckt man sich doch nicht bei anderen Menschen an?!
1'095 Beiträge · seit 200907. Aug. 2019 · #6
wojnar schrieb:Mit Malaria steckt man sich doch nicht bei anderen Menschen an?!
Wenn eine Mücke, die die Krankheit übertragen kann, einen Lebensradius von ca 400m hat und sich in diesem Radius niemand befindet der die Krankheit in sich trägt, wie soll die Mücke den Erreger aufnehmen und weitergeben?

Natürlich haben sich die Teilnehmer nicht DIREKT bei dem Instruktoren angesteckt, sondern wurden von einer Mücke gestochen die vorher beim Instruktor gesaugt hat...
1'680 Beiträge · seit 200707. Aug. 2019 · #7
egal welchen Lebenraum/umkreis eine Mücke hat, wirklich beraten kann nur ein ausgewiesener Tropen/Reisemediziner! denn dabei zu beachten auch die (medizin.) Vorgeschichte, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, etcpp - alles Faktoren, die dir hier im Forum keiner beantworten kann und darf!
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
257 Beiträge · seit 201607. Aug. 2019 · #8
Jeder muss für sich entscheiden, auf welche „Experten“ er hört. Sicher sitzen auch Tropenmediziner mal am Lagerfeuer...
Ich stelle mir aber die Frage, wie in ein „malariafreies Camp“ Infektionsfälle kommen - die Infektion hat sich derjenige ja auch irgendwo eingefangen. Die Inkubationszeit beträgt bei der Malaria Tropicana zwischen 6 Tagen und 6 Wochen.
Wir hatten sehr häufig schon Moskitos als Mitfahrer in unserem Auto, womit eine Verschleppung der Moskitos über hunderte KM sehr leicht möglich ist.
Im Bereich von potentiell tödlichen Krankheiten höre ich daher auf gut ausgebildete Schulmediziner, die Abgabe von „Krankenhaus-Dosen“ ist sehr undifferenziert. Es gibt zahlreiche Malaria-Stämme, die Therapie unterscheidet sich, auch nach Krankheitsbild.
Weitere Infos dazu, auch zu Schnelltests finden sich hier: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/042-001l_S1_Malaria_Diagnostik_Therapie_2016-08.pdf

Schlussendlich muss jeder Reisende für sich die Frage zu Prophylaxe oder Standby oder nichts selbst beantworten.
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2019
1'095 Beiträge · seit 200907. Aug. 2019 · #9
Ich wuste dass ich besser nix geschrieben hätte - kommt nicht wieder vor.

Es geht bei allem im Leben um Wahrscheinlichkeiten und darum wie man Dinge am besten vermeidet.
Wenn ich weiss, dass eine Mücke einen für mich überraschend geringen Lebensradius hat, dann nützt mir das insofern - insbesondere als Selbstfahrer - als das ich verstehe, dass ich mich am besten schütze indem ich Menschenansammlungen meide.

Das Thema Prophylaxe mag ja bei Menschen sinnvoll sein die 14 Tage in die Ferien reisen aber wer mehrere Monate unterwegs ist oder gar jahre, für den ist es wohl kaum praktikabel sich tgl. eine Pille einzuwerfen. Wenn du Symptome hast und in Afrika in ein hiesiges Krankenhaus gehst, dann wird die Malaria i.d.R. immer gleich behandelt.

Ein Schnelltest, als auch dieses Medikament war in unserem Fall gedacht als Hilfe wenn wir im Busch sind und Anzeichen einer Malaria erkennen.

Mir hat ein Tropenmediziner aus Düsseldorf im Jahr 1992 Malariaprophylaxe für einen 3 wöchigen Urlaub in der dominikanischen Republik verschrieben. Jeder darf selbstverständlich fragen wen er will und auch glauben an was er will.
Jeder muss für sich entscheiden, auf welche „Experten“ er hört. Sicher sitzen auch Tropenmediziner mal am Lagerfeuer...
Der Arzt heisst übrigens Dr. Casper Venter und kennt sich mit Malaria aus. Er wollte uns überzeugen eine Prophylaxe für MOZ einzunehmen, was wir abgelehnt haben, da noch gar nicht sicher war ob wir überhaupt hinfahren. Der Test und die Medikation war ein standby für den Fall das wir Anzeichen bemerken.
Ich finde deinen süffisanten Unterton nicht angemessen.
Ich stelle mir aber die Frage, wie in ein „malariafreies Camp“ Infektionsfälle kommen - die Infektion hat sich derjenige ja auch irgendwo eingefangen.
Genau. Menschen die im Busch leben und immer wieder mal Kontakt zu anderen haben, bekommen dann gelegentlich auch mal eine Malaria. In solchen Fällen hat das Camp damit zu tun und das zeigt sich dann eben ganz deutlich. Sobald einer sich infiziert, dauert es eine weile bis das Camp wieder "sauber" ist. Ist das Camp aber sauber, ist die Wahrscheinlichkeit hoch das es lange so bleibt.

Wer also seine Ferien in kleinen Camps verbringt, in denen wenige Gäste untergebracht sind, der hat ein markant geringeres Risiko an Malaria zu erkranken als Urlauber die in grossen Lodges oder Camps absteigen oder in Parks wo sich auf engem Raum viele Menschen tummeln.

Selbstverständlich kann man diese Dinge in seine Überlegungen einbeziehen. Tropenmediziner tun dies nicht. Die fragen dich vielleicht nach deiner Vorerkrankung aber nicht nach deinem Reiseverhalten. Sie beraten rein nach Risikogebiet "allgemein".

Kann man gut finden - muss man nicht.
319 Beiträge · seit 201207. Aug. 2019 · #10
Seyko, bei dem Thema kannst Du dir hier nur die Finger verbrennen. Wie gesagt, es muß jeder selber entscheiden. Ich habe in den Tropeninstituten schon einige "Spezialisten" kennengelernt, wo mir schon etwas Fragezeichen aufkamen. Aber egal, jeden seine Entscheidung.
Mit der Aussage zur Wahrscheinlichkeit gebe ich dir recht - wobei das auch nicht immer hilft. Meine erste Malaria hatte ich in Namibia trotz Prophylaxe. Dort wo ich sie mir sehr wahrscheinlich eingefangen habe (da ich nur dort gestochen wurde - meiner Meinung nach), war das nächste Dorf schon etwas entfernt. Deshalb auch nochmals nachgeschaut und der Flugradius von einer Anopholesmücke wird im Allgmeinen mit 2-3km angenommen (verschiedene Quellen sagen das). Die 400m kamen mir auch etwas sehr niedrig vor.
Wie gesagt, muß jeder selber entscheiden. Ich habe seitdem keine Prophylaxe mehr genommen. In all den Reisen wahrscheinlich 2 Mal an Malaria erkrankt - das letze Mal letztes Jahr in Sulawesi - selbst behandelt und dann nochmals Bluttest gemacht. Handelt man schnell, ist die ganze Sache meist in 1-4 Tagen vorbei.
Die Schnelligkeit bei der Diagnose und Behandlung ist der wichtigste Faktor.
Themenstarter26 Beiträge · seit 201908. Aug. 2019 · #11
Einige Antworten waren bereits hilfreich (danke!), andere haben mich falsch verstanden. Ich interessiere mich für Eure persönlichen Erfahrungen. Ich möchte hier keine medizinische Beratung, ich habe nicht nach Medikamenten und Nebenwirkungen gefragt und mir ist klar, dass ich die Entscheidung selbst treffen muss. Aber ein Faktor ist dabei die Erfahrung von anderen Reisenden. Bei so vielen erfahrenen Afrikareisenden gibt es sicher viele, die bereits im September oder Oktober im nördlichen Botswana unterwegs waren.

Meine konkrete Frage an diese Reisenden: wie habt Ihr Euch persönlich für Euch bei Eurer Reise bezüglich der Malariaprophylaxe entschieden?
1'680 Beiträge · seit 200708. Aug. 2019 · #12
Reiseingrid schrieb:Meine konkrete Frage an diese Reisenden: wie habt Ihr Euch persönlich für Euch bei Eurer Reise bezüglich der Malariaprophylaxe entschieden?
und genau diese Frage kann dir hier keiner beantworten, und es nutzt dir auch nichts, wenn hier jetzt 15 Leute antworten, dass sie keine und 12 Leute antworten, das sie sich für Prophylaxe entschieden haben, denn jeder hat eine individuelle Geschichte. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind zu beachten, genauso wie deine/eure Krankengeschichte, wichtig dabei auch Vorerkrankungen, (chron.) Grunderkrankungen - diese Frage kannst nur du zusammen mit einem erfahrenen Reise/Tropenmediziner beantworten!
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2019
2'319 Beiträge · seit 201108. Aug. 2019 · #13
Guten Morgen Reiseingrid,


Deine wohlgemeinte Frage in allen Ehren, verhallt diese jedoch wie der Schrei nach Zeter und Mordio.

Das Thema Malariaprophylaxe wurde in diesem Forum bereits gefühlt 13-millionenfach zwar umfassend aber nicht abschließend erörtert; und das zu gutem Recht.
Denn wer wann wo und mit was welche Erfahrung hinsichtlich dieses Themas gesammelt hat, konnte mit seinen Ausführungen zwar meistens zu einer sehr lebhaft geführten Debatte seinen Beitrag leisten, deren Verwertbarkeit jedoch für das einzelne Individuum schlicht sehr spärlich ausfiel.
Nach einigen Posts hier schreibst Du nun, daß Deine Frage sich an die vielen erfahrenen Afrikareisenden richtete. die im Zeitraum September/Oktober das nördliche Botswana bereisten.
Lass mich Dir keine Antwort auf Deine Frage geben, sondern vielmehr zunächst eine Gegenfrage zum besseren Verständnis aller stellen.
Was erhoffst Du Dir von Antworten der vielen erfahrenen Afrikareisenden, die Du ja explizit ansprichst, und wie wirst Du diese Antworten denn für Dich persönlich auswerten wollen? Wie soll man sich dies vorstellen?

Ich zweifle, daß eine durch Dich im Anschluß an die Antwortensammlung erfolgte empirische Studie im Einklang mit den Aussagen und Empfehlungen eines versierten Tropenmediziners stehen wird; denn es wird viele erfahrene Afrikareisende geben, die sich als Hardcoreverweigerer einer Malariaprophylaxe entpuppen und sich dieser strikt entziehen, auch wider professionellen Empfehlungen von Medizineren und es wird Angsthasen unter den erfahrenen Afrikatravellern geben, die bereits vor dem Durchschreiten der Ausgangstür des O. R. Tambo Airports in Johannesburg die erste Malarone geschluckt haben werden.

Ich kann Dir versichern, daß die meisten erfahrenen Afrikareisenden hier nicht zu den versierten Tropenmedizinern zählen.
Und aus genau diesem Grund ist mir die Intention Deiner Frage nicht klar.
Denn was könnte die Mehrzahl der Laien hier, zu denen auch ich mich zähle, zu einer klugen Entscheidungsfindung beitragen?

Wer sich im Vorfeld seiner Afrikareise zeitlich ausreichend früh, clever und überlegt mit diesem Thema beschäftigt, der wird zur Konklusion kommen, daß der einzig richtige Gesprächsparnter ein Tropenmediziner sein kann. Ob und inwiefern Du dann seinen professionellen Ratschlag befolgst oder in den Wind schlägst, das liegt dann ganz in Deinem Ermessen. Dies wirst Du dann aber mit der Gewißheit tun können, weil die Basis der Empfehlung des Tropenmediziners für Dich eine solidere Grundlage darstellt, als die eigene Auswertung der Antworten der von Dir hier angesprochenen Reisenden.

Liebe Grüße

Alm
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2019
1'111 Beiträge · seit 201608. Aug. 2019 · #14
Hier möchte ich nur novh mal kurz, wie schon an anderer Stelle, berichten, was mir ein Tropenarzt in Frankfurt am Main im Frühjahr 2019 auf meine Frage bezüglich Malaria Prophylaxe für Namibia im Oktober geantwortet hat:
"Malaria? Gibt es doch dort gar nicht! Das ist ja nicht mal richtig Afrika! Mach dir mal keine Sorgen, Mädchen, genieße den Urlaub!"
Hmmm... Er hat nur wissen wollen, ob ich weiter nördlich als Etosha sein werde, was ich verneinte. Ich glaube aber, dass das manch anderer Arzt auch anders beantworten würde.... Verwirrung...
So viel zu der hochgepriesenen Meinung der Tropenärzte...

Ach ja, dieser Rat musste natürlich auch noch privat gezahlt werden. Ich glaube, es waren 50 Euro für diese 3,8 Minuten Gespräch!
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2019
505 Beiträge · seit 201708. Aug. 2019 · #15
earlybird71 schrieb:Hier möchte ich nur novh mal kurz, wie schon an anderer Stelle, berichten, was mir ein Tropenarzt in Frankfurt am Main im Frühjahr 2019 auf meine Frage bezüglich Malaria Prophylaxe für Namibia im Oktober geantwortet hat:
"Malaria? Gibt es doch dort gar nicht! Das ist ja nicht mal richtig Afrika! Mach dir mal keine Sorgen, Mädchen, genieße den Urlaub!"
Hmmm... Er hat nur wissen wollen, ob ich weiter nördlich als Etosha sein werde, was ich verneinte. Ich glaube aber, dass das manch anderer Arzt auch anders beantworten würde.... Verwirrung...
So viel zu der hochgepriesenen Meinung der Tropenärzte...

Ach ja, dieser Rat musste natürlich auch noch privat gezahlt werden. Ich glaube, es waren 50 Euro für diese 3,8 Minuten Gespräch!
Tja, es läst sich halt nicht so einfach alles über einen Kamm scheren! 😵

Hier mal die unter Tropenmedizin.de veröffentlichte Weltkarte zum Verbreitungsgebiet der Malaria:

malaria_verbreitung.gif


und der ebenfalls auf dieser Seite veröffentlichte Hinweis zu Namibia:
Malaria.JPG
Bei der Seite handelt es sich aber nicht um eine Seite des Bernhard-Nocht-Institutes!

Gruß
Markus

ps: Durch die eingeschlepten Mücken kann man sich auch bei uns mit Malaria anstecken, wenn das Insekt vorher einen Infizierten hier erwischscht!
Kapstadt Namibia VicFalls 2012 Namibias Süden & KTP 2018 Cuba 2019 Eifel 2020 Ostfriesische Nordseeküste 2021 Schottland 2022 Australien 2023 Stockholm 2024 Dublin 2024 Edinburgh 2024 Al Andalus 2025 Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2019
1'111 Beiträge · seit 201608. Aug. 2019 · #16
Ja, diese oder eine ähnliche Karte kenne ich und ebenso die Reisehinweise für Namibia. Deswegen finde ich die Aussage dieses Arztes auch etwas befremdlich. Ich habe dann an anderer Stelle noch mal gefragt, meine genaue Route und den Zeitraum angegeben. Dort wurde mir geraten, keine Prophylaxe zu machen und auch kein stand by mitzunehmen, da ich nach Verlassen der Etosha ja bald nach Hause fliege bzw. auch die ganze Zeit über in Namibia ja immer in der Nähe der Zivilisation sei, und somit auch bei Krankheitssymptomen schnell und kompetent behandelt werden könne... Von der selbst Medikation wurde mir sogar explizit abgeraten...
Also zwei gänzlich unterschiedliche Aussagen! Einmal ein Tropenarzt, einmal eine Internistin...

Ich kann daher die Frage hier im Forum schon gut nachvollziehen. Hier sind Mensxhen mit eigenen echten Erfahrungen. Obwohl dieser Tropenarzt auf seiner Website groß beschreibt, wo er schon alles war... Also der kennt sich wohl auch aus. Trotzdem ruft sein Rat hier bei einigen Koofschütteln hervor... Alles kompliziert!
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2019
2'319 Beiträge · seit 201108. Aug. 2019 · #17
Versierte Tropenmediziner stützen sich i.d.R. auf anerkannte Institutionen wie z. Bsp. das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Dessen Bewertung über die weltweite Malariasituation hat u. a. Auswirkung auf die Empfehlungen bundesrepublikanischer Ministerien sowohl für Ministeriumsmitarbeiter (u. a. Diplomatischer Dienst des Außenamtes und der Bundewehr) und Bevölkerung.

Die jeweiligen Beratungen dort habe ich mir stets als Grundlage zu meiner persönlichen Entscheidungsfindung herangezogen.

Auf Wunsch werden im Bernhard-Nocht-Institut auch Rezepte ausgestellt und/oder Beratungsberichte abgefasst, die dann dem eigenen Hausarzt vorgelegt werden können, sofern man sich nochmals mit diesem kurzschließen möchte.

Ich denke, daß in solchen Tropeninstituten Mediziner versiert genung sind, um eine öffentlich anerkannte Meinung abgeben zu können.

Es ist mir nicht bekannt, daß das Robert-Koch-Institut ähnlichen Bürgerservice anbietet. Dies wäre ggf. über Google zu eruieren.

Alm
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2019
1'111 Beiträge · seit 201608. Aug. 2019 · #18
Leider schaffe ich es nicht für eine Beratung nach Hanburg zu fahren... Und telefonisch wird nicht beraten! Muss ich also anders klarkommen!
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131 Beiträge · seit 201708. Aug. 2019 · #19
earlybird71 schrieb:Ja, diese oder eine ähnliche Karte kenne ich und ebenso die Reisehinweise für Namibia. Deswegen finde ich die Aussage dieses Arztes auch etwas befremdlich. Ich habe dann an anderer Stelle noch mal gefragt, meine genaue Route und den Zeitraum angegeben. Dort wurde mir geraten, keine Prophylaxe zu machen und auch kein stand by mitzunehmen, da ich nach Verlassen der Etosha ja bald nach Hause fliege bzw. auch die ganze Zeit über in Namibia ja immer in der Nähe der Zivilisation sei, und somit auch bei Krankheitssymptomen schnell und kompetent behandelt werden könne... Von der selbst Medikation wurde mir sogar explizit abgeraten...
Also zwei gänzlich unterschiedliche Aussagen! Einmal ein Tropenarzt, einmal eine Internistin...
"immer in der Nähe der Zivilisation" kann auch ein Nachteil sein da der Übertragungsweg von Malaria Mensch -> Mücke -> Mensch ist. Es wurde ja schon geschrieben das eine Ansteckung weniger wahrscheinlich ist wenn man sich in menschenleeren Gebieten aufhält.

Ansonsten kann ich nur auf Eckart von Hirschhausen verweisen: Die Hälfte aller Ärzte ist schlechter als der Durchschnitt - andernfalls wäre der Durchschnitt falsch!
131 Beiträge · seit 201708. Aug. 2019 · #20
earlybird71 schrieb:Leider schaffe ich es nicht für eine Beratung nach Hanburg zu fahren... Und telefonisch wird nicht beraten! Muss ich also anders klarkommen!
Es gbit noch andere Institute, Google schlägt mir diese vor:
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München fehlt sicher noch in dieser Liste.