Reisebericht

Rundreise Botswana Namibia Mai/Juni 2019

von Bonebreaker · begonnen 14. Juni 2019 · 18 Teile

Teil 114. Juni 2019
Hier unser Reisebericht von unserer Rundreise von Windhoek nach Botswana und über den Caprivi-Streifen zurück im Mai/Juni 2019. Die grobe Route: Windhoek – Gogabis – Maun mit Okavango Delta – Deception Valley – Nata – Chobe – Vic Falls – Caprivi Streifen – Waterberg – Windhoek


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Tag 1
Ich schaue auf meine Hände, in der Einen ein normales Feuerzeug, in der anderen Hand eine Leatherman Signal. Ich möchte gerne unser Lagerfeuer entzünden und dafür hatte ich mir ja dieses Leatherman auch gekauft. Beim Anblick des Teil damals sagte mein Herz: „Will ich haben“ während der Verstand (und auch meine Frau) meinte „Du verwendest das Teil doch eh nicht“.
„Aber der hat einen Feuerstein, damit kann ich in der Wildnis Botswanas ohne Feuerzeug ein Feuer anzünden“
Nun gut, damit wäre klar, der Feuerstein muss ran. Dieser produziert auch ordentlich Funken, nur leider wollen diese nicht so recht auf das Zeitungspapier überspringen. Ich schaue mich um, auf der Suche nach leicht entzündlichem Zunder und erblicke Sand und dorniges Gestrüpp. Ich schaue verstohlen nach meinen beiden Reisebegleiterinnen und benutze schnell das Feuerzeug. Als das Lagerfeuer brennt, wir genug Glut haben, lege ich Fleisch und Wurst auf den Grill, setzte mich mit einem Cuba Libre in den Stuhl, starre in die Glut und beim leichten Brutzeln des Fleisches lass ich den Tag Revue passieren.

Am Vortag sind ich und meine Frau mit dem Auto nach Frankfurt aufgebrochen, damit wir die Air Namibiamaschine nach Windhoek um 20.10 besteigen können. Vor dem Check-In Schalter treffen wir unsere Freundin, somit wäre unsere kleine aber feine Reisegruppe vollständig. Einchecken und Sicherheitskontrolle sind problemlos und wir essen noch im Flughafen zu Abend. Ich habe mit dem Flugzeugessen einfach meine Probleme.
Wir setzen uns in den Bording- Bereich und bewundern durch die Fenster wie ein Gewitter und Blitze über dem Flugfeld sich austoben. Irgendwann schnall auch ich, dass da wohl keine Maschine starten und landen kann, dann kam auch schon die Meldung, dass der Flughafen für 1h gesperrt sei. Irgendwann durften wir endlich den Bus zur Maschine besteigen, nur muss irgendetwas schiefgelaufen sein, denn wir standen eine dreiviertel Stunde im Bus und durften dem Bodenpersonal zuschauen, wie unser Flugzeug vorbereitet wurde.

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Ich weiß, das Bodenpersonal sind die stillen und kaum gewürdigten Helfer, ohne die keine Maschine betankt, be- und entladen wird, sprich ohne Sie läuft nichts. Dennoch kam ich nicht umhin mir beim Anblick des arbeitenden Bodenpersonals mir so meine Gedanken zu machen. Grundvoraussetzungen für diesen Job sind wohl:

1. Bloß nicht in Stress bringen lassen. Immer ganz gemächlich über den Platz schlendern. Zwar ist der Grat zur Zeitlupe sehr schmal, aber das macht den Profi aus.
2. Hände in den Taschen. Eine ist muss, besser beide Hände und immer cool dabei aussehen.
3. Einer arbeitet, der Rest steht darum und begutachtet mit anerkennendem Blick seine Arbeit. Dabei die Punkte 1. und 2. dringend beachten.

Endlich gingen die Türen vom Bus auf, wir konnten die Maschine besteigen und mit 2h Verspätung ging es nach Windhoek. Im Flugzeug durfte ich mal wieder feststellen, dass 1,9m Körperlänge im Alltag echt praktisch sind, aber man hier drin hinsichtlich Beinfreiheit echt gearscht ist. Ich wünschte man würde mal über Mindestabmessungen im Flugzeug diskutieren, da hat ja manche Legehenne mittlerweile mehr Platz 🙂

Den Nachtflug konnte ich glücklicherweise verschlafen und mit 1,5h Verspätung landeten wir. Die Einreise ging zügig und als wir zum Gepäckband kamen, lagen unsere Koffer bereits auf dem Band. Perfekt.

Dann ging es zum Bankschalter und wir tauschten unser Euros in Namibia Dollar. Beim Warten, bis wir dran waren, konnte ich mich doch sehr darüber freuen, dass ich in der Lage bin mit zwei sehr netten Menschen die Reise zusammen zu machen und nicht in einer Reisegruppe unterwegs bin. Hinter uns war eine Deutsche, die zuerst uns und dann Mitreisende aus ihrer Gruppe ohne Punkt und Komma zugetextet hat. Die hat die Zirkularatmung perfektioniert.
Vom der Wechselstube ging es dann zu Britz um unser Wagen abzuholen.

Offtopic: Anmerkung zu Britz Namibia
Ich weiß, dass diese Firma hier im Forum ein rotes Tuch ist und der Eine oder Andere bei dem Namen Schnappatmung bekommt. Wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann ist es schwer eine gewisse Objektivität aufrecht zu halten. Dass kann ich verstehen, denn mir geht es so mit Condor, die habe ich einfach gefressen.
Wir haben diese Reise von einem Reisebüro nach unseren Vorstellungen erstellen lassen und die brachten Britz ins Spiel. Da ich dem Reisebüro vertraue, habe ich mir wenig Gedanken gemacht, bis ich zwar wenige, aber dafür sehr schlechte Bewertungen im Netz gelesen habe. Positive keine. Das macht mich immer stutzig, wenn es so einseitig ist. Unser Reisebüro hat mich auch etwas beruhigen können, nichts desto trotz hatte ich im Vorfeld immer Bauchschmerzen bezüglich des Wagens. Daher ist dieser Abschnitt an die gerichtet, denen es wie mir ergangen ist bzw. geht.
Das Depot bei Britz macht erst um 8 Uhr auf, und den Wagen muss man bis 16 Uhr zurückgeben, sonst zahlt man einen weiteren Tag. Klare Angaben, damit kann ich zu mindestens leben und entsprechend agieren. Die Fahrzeugübernahme lief gut organisiert ab. Zuerst der Papierkram, dann schaut man sich ein Einweisungsvideo an, danach geht es zum Fahrzeug. Einweisung ins Dachzelt und Campingausrüstung war gut (für uns war das Thema neu), die Einweisung ins Fahrzeug Toyota Hilux war sehr gut. Ich kenn den Wagen jetzt ziemlich gut, daher kann ich sagen alles Wichtige und Relevante wurde besprochen. Bei Avis Windhoek (vor 6 Jahre) haben die uns einen Mist zur Getriebeübersetzung erzählt und bei Europcar Johannesburg (vor 3 Jahren) gab es gar keine Einweisung in den Wagen. Daher war das bei Britz wirklich gut und die Leute sind freundlich.
Der Wagen war in einem guten Zustand 47.000km, also fast wie neu. Es gab kleine Macken, die hat aber nicht Britz zu verantworten, sondern man merkt, dass der Hilux in Südafrika zusammengebaut wird. Die 4 Reifen waren top, und hatten gutes Profil. Bei den beiden Ersatzreifen sah das aber anders aus. Die waren alt und relativ abgefahren. Offensichtliche Beschädigungen konnte ich aber keine feststellen. Meine Einschätzung war, dass die beide eher als Notrad anstatt vollständiges Ersatzrad anzusehen sind. Ein Pärchen, die parallel zu uns ihr Fahrzeug bekommen haben, sagte aber dass ihre Ersatzräder in Ordnung waren.
Die Rückgabe ging zügig und ohne Probleme über die Bühne.
Meine Einschätzung: Ich habe mich bei Britz gut aufgehoben gefühlt. Der Wagen war völlig in Ordnung und es gab wenig daran zu bemängeln. Ich denke aber der typische Kunde für Britz ist der „Standardreisende“, sprich die meiste Zeit auf den Hauptrouten unterwegs. Die Reisenden, die sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegen und auch mehrere Tage in sehr abgelegenen Regionen unterwegs sind, können mit Britz ihre Probleme bekommen und es gibt für diese Gruppe sicher bessere Anbieter.


Der Hilux wurde befraut 🙂 und los ging es zur ersten Etappe, nämlich dem Camping-Platz bei Kalahari Bush Breaks. Unterwegs haben wir noch das Nötigste im Sparmarkt in Gogabis eingekauft.

Den Campingplatz hatten wir fast für uns alleine, nur ein weiteres Fahrzeug war noch da. Wir hatten ausreichend Platz, so dass wir uns sogar außer Sichtweite zu den Anderen platzieren konnten. Dann wurden die Dachzelte aufgeklappt und wir fingen an, uns campingtechnisch einzurichten.

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Kalahari Bush Break hat eine klare Trennung von Camping und Lodge, was auch bedeutet, dass Camper nicht im Restaurant essen dürfen. Daher war ausnahmsweise Kochen am Abend für uns angesagt. Auf den restlichen Campingplätzen sind wir aber immer in die Restaurants. Im Urlaub habe ich einfach keinen Bock zu kochen, wenn ich Alternativen habe.

Nach dem Essen nutzte ich die Gelegenheit den klaren Sternenhimmel zu fotografieren. Zum Glück, denn kurz darauf kam der Vollmond über den Horizont und die Milchstraße war überstrahlt.

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Aber nicht nur der Mond sondern auch Antilopen, vermutlich Kudus, kamen hervor. Gut die vielen Antilopen-Böbbels, die über dem ganzen Campingplatz verteilt waren, waren ein untrügliches Anzeichen ihrer Existenz. Dennoch ist es ein ausgesprochenes komisches Gefühl, wenn in deinem Taschenlampenschein ein dutzend grüne Augenpaare zurückleuchten. Da werden Erinnerungen vom letzten Horrorfilm wieder wach.
Gegen 22 Uhr ging es ins Dachzelt. In der Nacht meldete sich meine Blase und die meiner Frau lustiger weise zeitgleich auch. Also sind wir gemeinsam auf die Toilette. Was müssen wir ein schönes Bild abgegeben haben, Arm in Arm und panisch mit der Lampe nach links und rechts geleuchtet, wegen den Tieren und so. Ja so sans die Afrika Camping Welpen.

Tag 2
Heute mussten wir die Strecke bis Maun zurücklegen. Nichtsdestotrotz haben wir in Ruhe gefrühstückt, die Dachzelte eingefahren und versucht auf der Pritsche sowas wie Ordnung mit den Koffern, Stühlen und Lebensmitteln herzustellen.
Nach knappen 30km kam die Grenze zu Botswana. Aus- und Einreise war völlig easy. Leider war es nicht möglich schon an der Grenze unser Geld in Pula umzutauschen. Das klappte erst in Ghanzi nach dem dritten Versuch. In der ersten Bank erkannte die Geldmaschine die neuen 50€-Scheine nicht. Dann sind wir zu einer Wechselstube, die aber nicht besetzt war. Nach 5min erfolglosen Warten ging es zur nächsten Bank, bei der es dann endlich geklappt hat.

Die Pula wurden sogleich in eine Tankfüllung investiert. Aber das Geldwechseln und der Umstand, dass am Morgen alles beim ersten Mal länger gedauert hat, führte dazu, dass wir dann doch erst kurz vor Dämmerungsbeginn im Audi Camp angekommen sind. Am nächsten Tag ging unser Flugzeug ins Delta und die Abflugdaten lagen, wie besprochen, bei unserer Ankunft an der Rezeption vor. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Glücklicherweise konnten wir hier dann im Restaurant essen. Mir war das recht, denn die 550km steckten mir dann doch etwas in den Knochen. Entsprechend früh habe ich mich dann auch in meinen Schlafsack verzogen.
Teil 214. Juni 2019
Tag 3

Endlich war der Tag da. Es geht ins Okavango Delta. Für 8:30 war unser Taxi zum Flughafen bestellt. Unseren Wagen konnten wir für die 2 Tage im Delta auf dem Parkplatz der Audicamps stehen lassen. Um 8 Uhr ging es zum Frühstück, so dass wir pünktlich um 8:30 ins Taxi steigen konnten. Der Taxifahrer hatte auf seiner Frontscheibe drei Aufkleber mit „Don’t talk to me“ angebracht. Ich mag subtile Hinweise.

Dieses fuhr uns zu Mack-Air-Büro. Von dort wurden wir persönlich zum Terminal begleitet. Da wartete schon eine Betreuerin von Safari Destinations, die uns begrüßte. Unser Gepäck wurde uns abgenommen, die Boarding-Karten übergeben und wir wurden bis zur Sicherheitskontrolle begleitet. Ich kam mir ein bisschen wie ein VIP bei der ganzen Rundumbetreuung vor. Könnte mich glatt daran gewöhnen 🙂.

Am Flughafen trafen wir auch unsere Camping-Nachbarn aus dem Audicamp. Die erste Frage von Ihnen war, ob wir schon gefrühstückt hätten. Ähm ja, warum. Die Antwort war ein süffisantes Lächeln und der Hinweis ob das so klug war, vor dem Flug was zu essen. We will see.

In der kleinen Abflughalle wurde wir kurze Zeit später aufgerufen. Neben uns drei war noch ein Ehepaar mit uns im Flugzeug. Mit dem Bus wurden wir bis zur Maschine gebracht. Michael Mittermaier bezeichnet so was als „die Dinger, die man sonst nur aus den Nachrichten kennt“. Der geneigt Flugzeugkenner erkennt aber einer Gippsland GA-8 „Airvan“, sehr beliebt bei den Buschflieger. Und das Schönste ist, man kann dem Piloten direkt über die Schulter schauen.


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Los gings. Unser Flug zum Rre Dinare Camp ging nur 15 min. Beim Blick aus dem Fenster war ich erstmal ziemlich enttäuscht. Das Delta hatte ich mir anders vorgestellt, definitiv nicht so trocken. Entgegen der letzten Jahre, gab es im diesen Jahr in Angola weniger Regen und somit auch deutlich weniger Wasser im Okavango und somit auch Trockenheit im Delta. Die Tour im Mokoro konnte ich mir abschreiben.


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Der Flug war wunderbar ruhig, lediglich in den unteren Luftschichten bei Start und Landung war es etwas unruhig. Immer diese Rumunkerei anderer Leute. Würde ich ja nie machen.

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Unser Landeplatz

Kaum auf dem Buschflugfeld gelandet kamen bereits die Safari-Landcruiser und wir durften dort einsteigen. Auf der Fahrt ins Camp bereits die ersten Tiersichtungen gehabt, aber mit einem hätte ich mal wieder nicht gerechnet.

Stell dir vor du reist 10000km aus Europa ins wilde Afrika. Fliegst mit einem Buschflieger in die tiefste Wildnis, kein Handy Empfang, kein W-lan. Was ist das Letzte was du dort erwartest?

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Genau einen Trecker der Rasen mäht. Die Sache hat allerdings einen ernsten Hintergrund. Der Trecker hat Brandschneisen angelegt. Ein paar Tage zuvor scheint eine Lodge in der Nähe durch ein Buschfeuer abgebrannt zu sein.

Im Camp wurden wir wunderbar auf Afrikanisch begrüßt. Die Angestellten standen wie die Orgelpfeifen aufgereiht und begrüßten uns mit Gesang. Der Empfang bei der Arbeit nach meinem Urlaub sah etwas anders aus.

Es gab den obligatorischen Welcomedrink (sehr lecker), die Campregeln (Nachts nicht aus dem Zelt, Zum Zelt nachts nur mit Begleitung, auf den Wildwechseln zwischen den Zelten haben die Tiere Vorfahrt), der Hinweis, dass man sich alle Getränke selber nehmen darf (Beim Blick in die Hausbar ein sehr sympathischer Hinweis) sowie das der Morning Drive um 7Uhr und der Nachmittags-Drive um 15 Uhr losgeht. Alle Leistungen sind inkludiert, was aber bei dem Preis pro Tag auch nur gerechtfertigt ist.

Also erstmal unser „Zelt“ bezogen. Ich kann nur sagen, total cool.

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Dann Mittag gegessen, die restlichen Camp-Gäste kennengelernt und den Rest der Zeit bis 16 Uhr auf unserer Terrasse gechillt und den Elefanten beim Vorbeilaufen zugewinkt.


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Punkt 15 Uhr starteten wir zum Game Drive. Die Lodge kann max. 18 Leute beherbergen. Es gibt drei Fahrzeuge, sprich max. 6 Personen im Landcruiser. So hat man wirklich Platz und kann zu beiden Seiten gut fotografieren.

Anfangs wieder Elefanten, dann Giraffen und Mungos.

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Dann wurden wir zu einem Rudel Löwen gefahren. Die mal wieder faul im Schatten lagen. „Hallo, ich bin‘s, extra angereist. Hier mal etwas Aktion, aber dalli.“ Hat die Tiere mächtig beeindruckt.

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Auf der Rückfahrt ein Schakal und Warzenschweine.


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Die Dämmerung brach schon an, da stießen wir auf eine Löwin, die wohl für die Nacht schon am Auskundschaften war. Der Sundowner wurde abgeblasen und dafür folgten wir dem Tier.


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Als es dunkel wurde, ging es ins Camp zurück. Bis zum Abendessen versuchte ich mich nochmal im Fotografieren der Milchstraße. Aber ich hatte Probleme mit meinem Fischauge. Auf unendlich war zwar der Himmel scharf, aber der Vordergrund nicht (ich sag nur hyperfokale Distanz). Also rumprobiert, auch versucht Panoramen zu erstellen, die aber nichts geworden sind. Ich hatte mich mit Stativ und Kamera etwas abseits zu der restlichen Gruppe positioniert. Es gibt aber immer jemand, der meint, dass ist die Gelegenheit mit mir ins Gespräch zu kommen. Nein, ist es nicht. Ich mag es, mal nicht reden zu müssen, mich mit meiner Kamera und dem Motiv für mich alleine zu beschäftigen.

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Die Enttäuschung über die Trockenheit, der etwas sparsame Game-Drive (die aktive Löwin war in der Dämmerung und ich musste die Iso Zahl bis zum Anschlag aufdrehen, was auf die Bildqualität geht), die verkorksten Sternenbilder und die beginnende Müdigkeit hatten mir aufs Gemüt geschlagen. Ich hatte so gute Laune wie ein Honey-Batcher, dem ein Gabarhabicht seine Beute weggeschnappt hat und dann auf ein Rudel Löwen stößt, die noch nicht gelernt haben, dass ein HoneyBatcher ein Gegner und kein Opfer ist. Und in meinem Fall war es eine große Gruppe Amerikaner. Eine Dame aus dieser Gruppe unterhielt sich glücklicherweise mit meinen zwei Damen, aber sie hatte die Angewohnheit, alles Triviale mit „Oh my goodness“ zu kommentieren.

„Ja, wir sind von Windhoek mit dem Auto in zwei Tagen bis Maun gefahren“
„O my goodness“
Knirsch (Also meine Zähne)

Ich habe mich nach dem Essen sofort ins Zelt bringen lassen und das Beste was ich bei meiner Stimmung da machen kann ist eine heiße Dusche nehmen. Die Sache hatte aber zwei Haken, bedingt dadurch, dass wir eine Außendusche hatten.

1. In Afrika ist im Mai schon Herbst und entsprechend kalt nachts. Mann war ich froh, als endlich heißes Wasser kam, bzw. ich habe die Zeit mit einem „Wann kommt endlich das heiße Wasser“- Tanz überbrückt.
2. Unsere Freundin meinte, ich kann doch nachts draußen wegen den Tieren nicht duschen. Meine Erwiderung war, dass die Dusche ringsum geschlossen ist und kein Tier da reinkommen kann. Wie ich aber so da stehe und nach oben schaue, schießt mir der Gedanke durch den Kopf wie eine Leopard auf dem Baum sitzt, und auf mich im Lampenschein herunterschaut, und sich freut, dass seine Beute bereits gewaschen ist.

Ich habe spontan entschlossen, mal nicht so lange unter der Dusche zu stehen wie sonst.
Teil 314. Juni 2019
Tag 4

Um 6 Uhr wurden wir geweckt und im Vorzelt stand dann für uns eine heiße Schokolade bereit. Ich wusste das sehr zu schätzen. Das frühe Aufstehen fand ich nicht schlimm, aber das warme Bett zu verlassen und in der Kälte sich anzuziehen; naja es gibt Schöneres. Der heiße Kakao hilft aber.
Gegen halb 7 war es dann so hell, dass wir allein zum Hauptgebäude gehen durften. Auf dem Weg dahin sahen wir einen prächtigen Büffel. Rra Dinare heiß übersetzt „Vater der Büffel“. Ich finde das passt zu ihm.

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Frühstück habe ich für mich sehr kurz gehalten. Der Blick raus auf die große Fläche vor der Lodge mit den Zebras und Impalas hat mich in seinen Bann gezogen.

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Um 7 Uhr ging der Gamedrive los. Da ein großer Teil der Gäste abreisten, waren wir diesmal sogar nur zu dritt im Fahrzeug. Ein echter private Drive. Wir fuhren ein ausgetrocknetes Flussbett entlang. Die Morgenstimmung mit dem warmen Licht war wunderschön und es gab viel zu sehen.


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Die Guides halten untereinander über Funkt Kontakt um sich über besondere Sichtungen zu informieren. So kam die Meldung, dass das Löwenrudel von gestern in Bewegung sein. Mit „Vollgas“ ging es dann dahin.

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Was unseren Ausflug in Delta für mich so unvergesslich machen wird, ist die Tatsache, dass die Gamedrives im Gegensatz zu Etosha, Krüger oder Chobe eben nicht nur auf den Pisten stattfinden, sondern dass auch einfach den Tieren querfeldein gefolgt wird. So trafen wir die Löwen tief im Savannengras, konnten hautnah erleben, wie sie sich dadurch bewegen und mit dem Gras verschmelzen, wenn sie sich hingelegt haben.

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Was ich hier auch gelernt habe, ist die Schwanzspitzen und die Rückseite der Ohren bei den Löwen schwarz sind und zur Kommunikation bei der Jagd mit dem Rudel eingesetzt werden, sozusagen der Morse-Code der Löwen.

Irgendwann suchte sich das Rudel ein schattiges Plätzchen, pflatschten sich hin und beendeten dieses tolle Erlebnis.

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Auf dem Rückweg zum Camp hielten wir für eine Kaffee- und Teepause an und konnten dabei ein paar Vögel beobachten.

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Am Nachmittag brachen wir wieder zum Nachmittags GameDrive auf. Erneut waren wir nur zu dritt. Unser Guide entdeckte kreisende Geier und fuhr in die Richtung.

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Auslöser war ein totes Impala. Es war kein Raubtierriss, wahrscheinlich bei einem Konkurrenzkampf getötet oder an Altersschwäche gestorben. Jedenfalls waren um die 50 Geier um uns herum.

Wir fuhren weiter zu der Stelle wo wohl ein Leopard am Vortag gesichtet wurde. Und wir hatten wirklich Glück, er bzw. sie war da. Unser Guide hatte sie vom Weg aus bereits entdeckt, ich konnte sie erst erkennen als in den Busch gefahren sind und vielleicht noch 10m von ihr entfernt waren.

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Wir konnten dieses wundervolle Tier ca. 20 min für uns alleine genießen, dann kamen die anderen Landcruiser angefahren. Wir machten Platz für die Anderen und fuhren zum Fluss runter zum Sundowner. Um es noch rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang zu schaffen, sauste unser Guide nur so über die Sandpisten. Walter Röhrl sagte mal: „Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen“. Also meine Tränen der Ergriffenheit (infolge des Fahrtwinds) liefen horizontal zum Ohr.

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Ich für meinen Teil habe relativ wenig Lust an Malaria zu erkranken. Um das Risiko zu minimieren und als zusätzliche Absicherung zur Malarone haben wir zu unseren Sundowner natürlich Gin Tonic getrunken. Und die Jungs haben nicht an Gordons Dry Gin gespart. Die hatten von der Stärke mein Niveau, wenn ich Cocktails machen.
Als kleiner Nebeneffekt dieser Dosierung sowie das tolle Leopardenerlebnis wurde die Rückfahrt zum Camp sehr lustig. Böse Zungen würden das Wort „überdreht“ verwenden.
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Tag 5

Letzter Tag im Rra Dinare Camp. Rückflug nach Maun war für 12:50 Uhr geplant, also genug Zeit für den Morning Game Drive. Wieder wurden wir um 6 mit warmen Kakao geweckt und nach dem Frühstück ging es los. Wie am Vortag zum Flussbett.

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Von weiten konnten wir ein prächtiges Löwen-Männchen mit 2 netten Damen sehen, also Stande pede dahin.

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Als wir uns den Tieren näherten, kamen aus dem Off, in Form meiner beiden Begleiterinnen, Kommentare, dass eine gewisse Ähnlichkeit zu unserer Reisegruppe gäbe. Ein Mann, zwei Frauen. Als der Löwe dann anfing, im 10min Takt immer abwechselnd beide Damen zu beglücken, wurde es plötzlich sehr still. Gentleman wie ich bin, habe ich mir verkniffen mich grinsend zu meinen Damen umzudrehen. Unser Guide meinte, dass dies so ca. 2 bis 4 Tage anhalten könnte. Meine Güte, mit tut der Knabe echt leid. Alle 10min und das 2 bis 4 Tage. Und die Damen haben ihn wirklich nicht in Ruhe gelassen.
Zum Leidwesen meiner Frau habe ich dieses wild romantische Ménage à trois mit der Kamera festgehalten, sprich Dauerfeuer mit 9 Bilder/s. Hey, da war endlich mal Aktion in der Bude, anstatt immer diese statischen Portraits von den Tieren. Gut mit viel bösen Willen könnte man von einem Tierporno reden, aber niemand hat die drei gezwungen wie auf den Präsentierteller ihre Show durchziehen. Mann hätte sich ja auch diskret in die Dornenbüsche verziehen können 🙂

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Die weitere Stunde verbrachte unser Guide dann damit den Spuren von Nashörnern hinterherzufahren, ohne Erfolg. Gefrustet gab er auf und fand Spuren von einem ihm unbekannten Löwenrudel. Auch hier Fehlanzeige. Wir brachen ab und fuhren zurück zum Camp. 10 Min vor dem Camp waren dann sowohl die Nashörner als auch das Löwenrudel. Die haben uns ganz schön an der Nase rumgeführt.


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Um 12 Uhr verließen wir schweren Herzens das Camp und wurden zum Feldflugplatz gebracht und konnten die Landung unserer Maschine, eine Quest Aircraft Kodiak, beobachten.


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Der Rückflug nach Maun, war diesmal doch deutlich ruppiger, so dass auch ich mich etwas konzentrieren musste. Ich verstand dann die Bemerkungen unseres Camping-Nachbars Tage zuvor.

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Mit dem Taxi ging es wieder in Audi Camp. Unser Wagen stand unbeschadet da. Ihn geschnappt und zum Einkaufen für die nächsten Tage nochmal nach Maun rein.
Abends haben wir wieder im Audi Camp im Dachzelt genächtigt. Im Vergleich zu den zwei Tagen davor war diesmal deutlich weniger los, so dass die Plätze links und rechts von uns leer blieben. Ausklingen ließen wir den Abend am Lagerfeuer.
Teil 514. Juni 2019
Tag 6

Wie so oft hieß es auch heute früh aufstehen (halb 7). Urlaub in Afrika ist bei uns selten mit ausschlafen verbunden. Nach dem alles im Auto verpackt war und wir gefrühstückt hatten, ging es los in Richtung Dececption Valley Lodge an der Grenze zum Kalahari Game Reserve. Bis Makalamabedi fuhren wir noch auf Asphaltstraßen. Wir mussten in dem Ort durch ein Veterinary Gate inkl. kurzen Blick in die Kühlbox und dem obligatorischen Rumtrampeln auf mit dubiosen Mittel getränkten Lappen. Es lösten sich zu mindestens keine Schuhsohlen auf.

Direkt dahinter ging die Sandpiste in Richtung Kuke Corner. Obwohl ich es wusste, dass wir sofort abbiegen mussten, habe ich die Abzweigung übersehen und durfte erst noch eine Ehrenrunde drehen. Kaum auf der Sandpiste habe ich dann angehalten, die Luft aus den Reifen gelassen und Allrad zugeschaltet. Die Piste ging ungelogen 60km nur gerade entlang der Veterinärzauns immer gen Süden.

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Am Kuke Corner musste man sich in die so beliebten Listen eintragen und dann ging es noch mal 30km schnurgerade gen Westen bis wir zum Schild „Deception Valley Lodge“ kamen. Dort durch das Tor und zur Loge gefahren. Auf dem Weg kamen wir über einen Feldflugplatz und wenn also da ein Flugzeug starten und landen kann, kann ich mit dem Hilux ja auch mal ordentlich Gas geben.

Wir wurden von Peter und Janie begrüßt und dann zu unserer Unterkunft gebracht. Auch wieder richtig schön angelegt.

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Tagsüber durften wir uns frei bewegen. Sollten wir auf Löwen treffen, kam der übliche Radschlag: Nicht rennen, aufrecht stehen bleiben, langsam sich von Ihnen wegbewegen.
Nachts ging es nur mit einem Guide zur Unterkunft.

Der Gamedrive ging wieder erst um 16 Uhr los, die Zeit bis dahin haben wir mit Ausruhen verbracht.
Gegen 15 Uhr bin ich dann zur Terrasse des Lodge Hauptgebäudes gegangen, von wo man einen großartigen Blick auf das hauseigene Wasserloch hatte.

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Ich hatte meine Kamera natürlich dabei und als Peter gesehen hatte, dass ich eine Nikon habe, meinte er, endlich mal jemand nicht mit einer doofen Canon 🙂 . Er hat es in seiner britischen (´tschuldigung schottischen) Art dies natürlich anders formuliert. Mir war Peter sofort sympathisch.

Als der Gamedrive nahte bekamen wir die Info, dass der nicht stattfindet, sondern eine kulturelle Aktivität geplant war. Genau das was wir eigentlich nicht wollten. Wir befürchteten den Besuch eines Bushman-Dorfs und das kann ganz schnell in Richtung eines Menschenzoos rutschen, worauf wir drei wirklich keine Lust hatten. Unsere Gesichter haben wohl Bände gesprochen, jedenfalls kam Peter und erklärt uns, dass es ein Walk mit zwei Buschmänner geplant sei, die dann zeigen, wie Sie in der Kalahari jagen und überlegen.
Gut, das hörte sich dann doch ganz interessant an. Es war dann wirklich nicht schlecht und nach den etlichen Game-Drives der Vortage eine schöne Abwechslung. Manches kannte man schon aus diversen Dokumentationen und einer der Buschmänner war ein Lodge Mitarbeiter, der extra in die Tierfellshorts geschlüpft ist. Unter dem Strich muss ich sagen, dass es schon interessant zu sehen ist, wie die recht kleinen Buschmänner sich Techniken angeeignet haben um in diesem Lebensraum zu überleben. Der hergestellte Bogen erinnerte mich an meine Kindheit, wo ich auch aus Ästen selber versucht habe mir Pfeil und Bogen herzustellen. Die Buschmänner gewinnen aber ein Gift, was diese recht primitive Waffe dann doch wieder effizienter macht.
Merkwürdig angemutet hat mich die Aufforderung ganz viele Fotos und Videos zu machen. Das wäre dann mal wieder der Menschenzoo-Aspekt. Habe mich daher auch sehr zurückgehalten.

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Abschluss des Ganzen war ein Lagerfeuer, dass mit traditionellen Mitteln angezündet werden sollte. Hat diesmal ziemlich schlecht funktioniert. Ich war schon kurz davor mein Leatherman anzubieten, der Blick meiner Frau sagte aber „Lass den Scheiß!“
Irgendwann brannte endlich das Feuer und wir standen mit unseren Sundowner Getränk darum und wärmten uns. Auf der Rückfahrt kam die Meldung, dass Löwen um die Lodge schlichen und tatsächlich trafen wir auf zwei Kalahari Löwen, die in Sichtweite der Lodge rumtigerten.

Vor dem Abendessen wurde uns zum aufwärmen die Hausbar angeboten und ich entschied mich in Ermangelung eines Havannas für einen Captain Morgan Black mit Cola. Auf die Frage an mich ob single oder double, gab ich „double“ an, während meine Frau unisono „single“ sagte. Wir einigten uns auf zwei „single“ 🙂

Das Lagerfeuer brannte und wir verbrachten mit unseren „Aperitif“ dort die Zeit zum Abendessen und konnten die Elefanten an Wasserloch, da 100m von uns entfernt zu schauen. Sehr schön. Das Abendessen in Form eines Menüs war sehr gut (würde auch die Liebhaber der gehobenen Küche zufrieden stellen) und kurzzeitig bekamen wir auch Besuch eines Honey-Badgers , der sich mir bis auf 5m näherte und dann vom Guide vertrieben wurde. So finde ich Wildnis einfach klasse.
Teil 614. Juni 2019
Tag 7

Um Sechs Uhr wurden wir wieder geweckt und um sieben Uhr ging der Morning Drive los. Habe ich schon erwähnt, dass es hier nachts verdammt kalt werden kann? Im Auto bekamen wir alle „Bushbabies“ in Form einer Wärmflasche.
Der Drive war gut, hauptsächlich waren Vögel zu beobachten. Einer der Gäste war der totale Vogelfan und kam daher auf seine Kosten.

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Die seltene Afrika Wildkatze hatten wir abgefahrener Weise auch noch. Saß auf einem Baum und wurde von uns aufgeschreckt.

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Um 11 Uhr waren wir zurück und bekamen dann ein ausführliches Brunch. Bis 16 Uhr war Pause.
Als ich auf die Lodgeveranda ca. 30min vor Abfahrt kam, saß der Lodgemanager Peter mit seiner Kamera im Anschlag und fotografierte Zebras am Wasserloch. Offenbar gab es mal wieder einen Hengst, der auf Alphatier machte. Ich war aber zu spät dran, die guten Szenen waren schon gelaufen.

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Aber ich konnte mit Peter ein bisschen zu Nikon, Objektiven und Tiermotiven fachsimpeln.

Unser zweiter Gamedrive des Tages führte uns erstmal zum Wasserloch und wir konnten den Giraffen beim Trinken zuschauen. Ich denke jedes Mal, wenn ich beobachte wie eine Giraffe trinkt, dass Gott Humor hat.

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Etwas weiter waren zwei Giraffenbullen bei einem Herausforderungskampf. Das ein und andere Mal, versuchten sie sich ihre Höcker dem Anderen in Hals, Bauch und Bein reinzurammen. Kommt leider auf den Fotos nicht so rüber, das zu beobachten war schon faszinierend.


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Der Rest des Gamedrives war etwas sparsam, aber der Sundowner Gin Tonic war wieder lecker. Was man nicht alles gegen Malaria auf sich nimmt.

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Beim Abendessen war dann auch endlich das Stachelschwein, der Punker unter den Tieren, zu bewundern. Am Vortag war es wegen den Löwen und dem Honey-Batcher auf Abstand geblieben.


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Teil 714. Juni 2019
Tag 8

Großer Fahrtag nach Nata. Daher kein morgendlicher Gamedrive, dafür um 7 Frühstück. Peter hat uns dabei prima unterhalten, so dass wir für meinen Geschmack etwas später aufbrachen als geplant. Aber vielleicht war das unser Glück. Wir waren gerade losgefahren und kamen am Wasserloch der Lodge vorbei, da trafen wir Mr. Kalahari-Löwe mit Gefährtin.

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Ironie: Die zwei Inder, die heute Morgen zum Gamedrive aufgebrochen waren, hatten arg gehofft die Tiere zu sehen.

Also wieder auf der Piste zurück zu Kuke Corner, dort in der Liste ausgetragen und gerade aus auf die Sandpiste in Richtung B300 und Botemi River. Die Piste lies sich super fahren.

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Nach 30km tauchte ein liegengebliebenes Fahrzeug auf. Ein Mann mit Frau in traditionelles Gewand sowie ein Kind standen daneben. Wirkte definitiv nicht nach gestellter Panne. Da wir echt am Arsch der Welt waren, habe ich angehalten und gefragt, ob wir helfen können. Waren wohl wegen Spritmangels liegen geblieben. Ich frage ob ich sie abschleppen soll, was verneint wurde. Es würde jemand mit Sprit kommen. Ich wollte schon weiterfahren, da fragte ich ob sie Wasser hätten. Kopfschütteln. Ich habe Ihnen dann aus unseren Vorräten in 5l Kanister mit Wasser gegeben. Haben sich darüber gefreut.

In Khumaga wollten wir mit der Fähre über den Botemi setzen um in die Makgadikgadi Pans zu gelangen. Tja die Fähre stand auf dem Trockenen und man musste durch ein Stück Wasser durchfahren.

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Erstmal Luft aus den Reifen, dann wollte ich schon mir meine Wasserbooties anziehen und die Tiefe des Wassers überprüfen. Wurde mir von meiner Frau ausdrücklich wegen Bilharziosegefahr verboten. Ein Blick auf das stehende Gewässer überzeugte mich, dies ernst zu nehmen. Damit hatte ich die Wahl zwischen Pest und Cholera bzw. zwischen unbekanntes Gewässer und Bilharziose. Lange Stöcke zum Testen waren auch nicht in unmittelbarer Nähe auffindbar. Da aber etliche Fahrspuren ins Wasser und auf der anderen Seite wieder rausführten, entschied ich mich es zu riskieren. Allseits große Anspannung beim Losfahren. Natürlich war das Wasser tiefer als gedacht. Es schwappte nicht über die Motorhaube aber in meiner Erinnerung hat da nicht mehr viel gefehlt (hatten ja zum Glück einen Rüssel). Das Auto fuhr aber ohne Murren durch, nirgends wo ist Wasser reingekommen, ging also alles gut.

Am Gate die Gebühr entrichtet und entlang zur Riverfront gefahren. Unterwegs auf eine Gruppe Elefanten gestoßen.

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Da der Botemi ausgetrocknet vor uns lag, sind wir runter zur Riverfront gefahren. Viele Zebras und Gnus.

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Von rechts kam ein nicht endend wollender Strom von Gnus die alle runter ins Flussbett wollten. Als nach 5 min der Strom immer noch nicht abriss, sind wir langsam durchgefahren. Die Tiere sind brav ausgewichen, zumal immer wieder ausreichend Lücken zwischen den Tieren vorhanden waren.

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Irgendwann ging der Weg wieder vom Flussbett auf die höhergelegene Ebene. Und die Stelle war fahrtechnisch dann doch herausfordernd, das Auto musste gut kämpfen, aber mein Geländewagentraining hat sich definitiv bewährt.
Oben war den Weg durch ein Safari-Jeep blockiert. Wir entschlossen, auch wegen der fortgeschrittenen Zeit, uns auf den Weg in Richtung Nord Gate an der A3 zu machen.
Beim Verlassen des Parks meinte die Mitarbeiterin wir könnten mit unserem Permit auch noch in die Nxai Pan. Das wusste ich und hatte auch über die Bain Baobabs nachgedacht, es war aber zeitlich einfach nicht mehr machbar um es dann noch vor der Dunkelheit nach Nata zu schaffen.

Auf der A3 Richtung Nata kamen wir auch noch an einer Gruppe mit Straußen vorbei. Ich hatte das Pech genau in dem Zeitpunkt den männlichen Strauß zu sehen, als er im wundervollen Licht sich erleichterte. Dieser Anblick hat sich in mein Gehirn gebrannt. Es ist kein schöner Anblick. und ich kann versichern, dass sucht mich noch in meinen Albträumen heim.

In Nata konnte ich dann nach über 500km dann endlich mal wieder die Tanks am Auto auffüllen und im Anschluss ging es zur Nata Lodge, wo wir auf dem Campingplatz unsere Dachzelte ausklappten. Nach einer heißen Dusche ging es ins Restaurant. Dort waren einige größere Reisegruppe, die offenbar ihre Einweisungen in die bevorstehenden Touren erhielten. Scheint ein beliebter Startpunkt für geführte Touren zu sein.
Teil 814. Juni 2019
Tag 9

Der Tag fing kalt an, so richtig kalt, nach Autothermometer 7°. In unserem Dachzelt waren die Wände feucht, so dass wir (ok meine Frau 🙂 ) erstmal vor den Zusammenbau diese halbwegs trockenrieben. Beim Frühstück musste ich feststellen, dass wir so ziemlich die Letzten waren, der Großteil der Gäste waren schon aufgebrochen. Das Auto abreisefertig zu machen, braucht doch immer länger als ich denke.

Wir brachen dann gegen 9Uhr (ich habe mal wieder rumgedrängelt, meine Damen hätten etwas weniger freundlichen Worte) und brachen zum Nata Bird Sanctuary auf. Ich sah schon Schlangen von Besuchern vor mir und durfte feststellen, als ich uns in die obligatorischen Listen eintrug, wir waren heute die Ersten und am Vortag waren es gerade mal Vier.

Hm, scheint wohl nicht so der Brüller zu sein, das Bird Sanctuary. Das sollte sich als meine größte Fehlinterpretation der ganzen Reise rausstellen.

Die etwas motivationslose Dame gab uns einen Plan des Gebiets, markierte uns den Pfad zu den Salzpfannen und meinte dort würde eine Plattform stehen, von wo wir Pelikan sehen könnten. Oh, das hört sich doch ganz gut an.
Also dahingefahren und als wir zu der Plattform kamen, verschlug es mir total die Sprache. Nein keine Pelikane. Die Salzpfanne war voller Wasser und darin hunderttausend Flamingos. Der absolute Hammer. Und dann noch für uns allein, kein Schwein außer uns weit und breit.

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(Die Luftraumüberwachung war auch aktiv)

Ich habe hunderte Bilder gemacht, aber man merkt recht schnell, dass es schwierig ist, diese Vogelmaßen in Bildern festzuhalten.

Beschwingt von diesem Erlebnis brachen wir in Richtung Kasane und dem Chobepark auf. Unterwegs machte die A33 als Elefantenstraße ihrem Namen alle Ehre. Die Kolosse überquerten mehr als nur einmal vor uns die Straße und an einer Stelle waren mehrere Herden mit bestimmt 50 Tieren neben der Straße.

In Kasane angekommen, führen wir zur Chobe Safari Lodge, wo wir für drei Nächte auf dem Campingplatz gebucht hatten.
Ich hatte im Vorfeld zum Chobe recherchiert, dass aufgrund der hohen Besucherzahl, der Nationalpark beschlossen hatte, die Besucherströme für die Riverfront bei Kasane einzuschränken, in dem die freien Plätze für Selbstfahrer stark reglementiert werden und diese dann auch nur zur schlechtesten Tageszeit (Mittags) reingelassen werden. Auch die Lodges hätten zukünftig eine beschränkte Anzahl an Kontingenten und müssten diese bereits Tage vorher anmelden. Allerdings konnte man auch lesen, dass, typisch Afrika, es auch deutlichen Unterschiede zwischen Plan und Realität gibt, sprich es wird nicht unbedingt konsequent umgesetzt. Auf Nachfrage bei unserem Reisebüro wurde mir meine Erkenntnisse bestätigt.

Da ich mich gut kenne und das HB Männchen ein in sich ruhende und gelassene Person wäre, im Vergleich zu mir, wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, nicht in den Chobe Park gekommen wäre (war für uns ja eine der Hauptdestination in Botswana), war mir das Ganze einfach zu unsicher. Auch wenn ich gerne selbst gefahren wäre, entschlossen wir uns im Vorfeld einen Gamedrive und dazu einen private Boatcruise zu buchen.

An der Rezeption war der Bootcruise für den Folgetag bereits bestätigt, der Gamedrive am Morgen mussten wir noch bestätigen lassen, weshalb wir zum Ausflugbüro noch gehen mussten. Ging aber alles ohne Probleme.

Danach fuhren wir auf den Campingplatz und bezogen unseren Stellplatz Nr. 16.

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Also mit dem Bäumen drum herum lag der Platz ja schon schön, aber eine gerade Fläche zu finden wo wir den Wagen so hinstellen konnten, ohne im Zelt aufgrund der Neigung rumzukullern, war unmöglich. Ich bugsierte den Wagen dann so, dass wir wenigsten mit dem Kopf nach oben schlafen konnten. Hätte ich im Umfeld vernünftiges Material gefunden, um einseitig den Wagen hoch zu bocken, ohne die Reifen zu beschädigen, hätte dies gemacht. Aber leider war da nichts.

Die Reiseführer überschlagen sich in Ihren Ausführungen bezüglich der fantastischen Sonnenuntergänge, also Stativ raus, eine schöne Stelle am Fluss gesucht, das Schild „Beware Crocodils“ gelesen und entschlossen etwas Abstand zum Wasser zu lassen und auf den Sonnenuntergang gewartet.

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Abends sind wir dann ins Buffett Restaurant von der Chobe Safari Lodge gegangen. Das Essen war sehr lecker, aber mit 350 Pula/Person auch recht teuer, im Vergleich zu den bisherigen Erfahrungen. Die nächsten zwei Tage sind war dann in das ala Carte Restaurant in der Nähe gegangen, das hatte die üblichen Preise.
Dass der ChobePark in Botsuana eine der beliebtesten Ziele ist, merkt man recht deutlich. Im Vergleich zu den vorherigen Tagen, ist der deutlich touristischen Charakter in vielen bemerkbar.
Teil 914. Juni 2019
Tag 10

Heute mussten wir um 5 Uhr aus den Federn, denn für den gebuchten Gamedrive war 5:45 Treffpunkt. Wir waren ein Tick früher dran und durften den Aufmarsch von 8 Safari-Jeeps begutachten. Na Mahlzeit, das wird wohl das reinste Rudelbumsen.

Glücklicherweise konnten wir als Erstes unser Fahrzeug besteigen und ich konnte mich auf die rechte Seite hinter den Fahrer platzieren. Meine Frau war etwas konsterniert, denn bisher war es mir wirklich wurscht ob ich rechts oder links saß. Als ich meinte, ich vermute, dass wir die Riverfront so abfahren, dass Diese auf der rechten Seite liegt, somit hätte ich in den Fall die bessere Position. Angesichts dieser recht egoistischen Denkweise, war meine Frau etwas sauer, und meine Antwort „etliche Wochen“ auf ihre Frage, wie lange ich mir das schön überlegt habe, hat es nicht besser gemacht. Ich bekenne mich schuldig und ich hatte auch ganz kurz ein schlechtes Gewissen. Aber wenn Mann nicht zwischen Frau und einer Tafel Schokolade kommen darf oder wenn man nicht zwischen einem Hippo und dem Wasser kommen darf, so will auch ich nicht, dass jemand zwischen einem Motiv und meiner Kamera sitzt. Wir haben alle unsere Momente 🙂

Die Einfahrt in den Chobe war die reinste Parade. Nicht nur aus unserer Lodge kamen etliche Jeeps. Wir sind die ganze Zeit über im Pulk mit 3, 4 anderen Fahrzeugen unterwegs gewesen.

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Die Fahrt an der Riverfront war dennoch sehr schön.


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(Das Modische Nilpferd von heute trägt grün)

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Aufregung gab es wegen einem Löwen, der sich tief in einem Busch versteckt hatte. Durch eine Lücke konnte man das Tier mehr erahnen als wirklich sehen, nichts desto trotz hat jeder Fahrer versucht seinen Wagen so nah wie möglich ran zu bugsieren. Aufgrund unserer Löwensichtungen im Delta und der Kalahari konnte ich dem Treiben ganz entspannt zu schauen.

Die obligatorische Kaffee- und Teepause, fand auch dann auch im Rahmen einer Massenzeremonie statt. Unsere Freundin bat mich mit meiner Kamera ein Foto von einer Blüte im Baum zu machen. Dabei konnte ich feststellen, sehr zu meiner Freude, dass man seine Mitreisende so richtig schön verarschen kann. Wenn jemand mit seinem 600mm Tele irgendwo hinzielt, werden alle ambitionierten Fotografen im Umkreis, vorweg die Japaner, ganz aufgeregt, weil man da muss ja was Spektakuläres lauern. War in dem Fall halt nur eine Blüte. Die verwirrten Blicke kurz darauf, was hat der da eigentlich fotografiert, waren echt amüsant.
Ja, ja ich weiß ich kann manchmal echt ein A… sein.

Auf dem Rückweg kam die Meldung ein Leopard wäre gesehen worden. Er war da, definitiv. Ich konnte gerade noch die Schwanzspitze zwischen den Büschen verschwinden sehen. Darf ich nochmal auf unsere Zeit im Okavango Delta verweisen?

Abgerundet wurde der Rückweg damit, dass alle Safari Jeeps an einem Selbstfahrer im Hilux vorbeimussten, der sich im Sand festgefahren hat. Sah ganz nach 2,5bar Luftdruck und nur Hinterradantrieb aus. Einer der Guides hat sich dann wohl seiner angenommen. Und ich bekam meine Lektion in Theorie und Praxis alla Afrika. Man kann sehr wohl noch als Selbstfahrer durch den Chobe, auch morgens. Ich war dennoch nicht unglücklich über unsere Entscheidung den Gamedrive gebucht zu haben. Man lernt doch immer wieder etwas Neues. So auch, dass die Impalas, die keiner mehr groß beachtet, sich mit Hilfe von Drüsen an ihren Fesseln wiederfinden können. Sollten die Herde getrennt worden sein, können die Tiere darüber ein Geruchstoff freisetzen, dem die verloren gegangenen Impalas folgen können.

Den Nachmittag verbrachten wir mit Lesen. Ich hatte mich in die Sunsetbar verzogen, weil man da einen ganzen guten Blick auf den Chobe hatte. Irgendwann raschelte das Gestrüpp unterhalb der Bar recht intensiv, und es war klar, dass musste etwas Großes sein. Zuerst dachte ich, es könnte ein Warzenschwein sein, die hier überall rumrennen. Ne, viel besser, es war ein Waran.

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Um 15Uhr ging unser Private Boatcruise los. Ich habe die Preise nicht mehr im Kopf, aber der Mehrpreis für einen Private Boatcruise war relativ gering, gegenüber dem „normalen“. Und ich muss sagen der Mehrpreis hatte sich echt gelohnt.
Es war einfach nur genial. Wie der eine oder andere schon herausgefunden hat, bin ich nicht der Typ, der gerne auf Kuschelkurs mit Fremden geht. Nur zu dritt kam mir daher sehr gelegen. Zum anderen war unser Guide echt gut. Er hat schnell gemerkt, dass ich nicht nur Fotos knipsen will und hat daher, so unaufdringlich und unmerklich, dass ich dies erst spät kapiert habe, das Boot immer geschickt für mich positioniert, damit ich/wir gute Fotopositionen hatten.
Die Riverfront am Chobe mit dem Boot macht für mich deutlich mehr Sinn, als vom Auto. Diese 3h waren unglaublich mit Tieren gespickt. Teilweise wusstest du nicht wo Du zuerst hinschauen sollst, soviel war los.


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(Die Patrouille de Ibis kam auch im Tiefflug vorbei)

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(Elefanten, Nilpferd, Reihe, Affen, Gänse - alles auf einen Streich)

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Damit wir in den 3h nicht vom Fleisch fallen, gab es sowohl Getränke als auch eine Platte mit Leckereien. Man ging es uns gut. In der eine Hand eine Cola, in der anderen leckere Fleischbällchen, so wirst du bequem über den Chobe geschippert. Gut, ich musste schnell essen, damit ich die Hand für die Kamera frei hatte 🙂

Der Abschluss war dann der spektakuläre Sonnenuntergang vom Boot aus.
Teil 1014. Juni 2019
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Teil 1114. Juni 2019
Tag 11

Heute ging es zu den Victoria Fällen. Beim Frühstücken vor unserem Auto, konnten wir beobachten, wie eine Gang von Grünen Meerkatzen rumstreunte. Jeder auf dem Campingplatz war vor diesen Tieren gewarnt worden. Nicht deutlich genug. Bei einem Overlander war das Fenster offen, und eh du dich versehen hast, waren die Tiere drinnen und haben alles Essbare rausgeräumt. Ihre Kumpels, die Warzenschweine freuten sich auch, denn es ist vieles auf den Boden gefallen.

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Manche lernen es nur auf die harte Tour. Ich möchte nicht der Typ gewesen sein, der das Fenster offengelassen hat.
Um 8:30 kam unser Transfer zu den Vic Falls (auch schon in Deutschland gebucht). Zuerst half uns der Fahrer beim Ausfüllen der Visaformulare für Simbabwe. Als ich meins ihm gab, schaute er drauf und meinte
„Warst du im Gefängnis?“
„Ne, wieso?“
„Weil du es angekreuzt hast.“
„Was??????“ – Panik
Als er anfing zu grinsen, wusste ich, dass er mich reingelegt hat. Puh, Ok, war nicht schlecht von Ihm. Macht er bestimmt jedes Mal.

Ausreise Botsuana und Einreise Simbabwe gingen schnell. Aber so langsam ging mir dieses ewige Ausfüllen der Papiere auf den Sender. An der Grenze verstehe ich es ja noch, aber selbst da reicht nicht einmal sondern du musst teilweise 2,3 mal bei unterschiedlichen Stellen Alles erneut ausfüllen, dann in jeder Lodge, bei jeder Aktivität, bei jedem Nationalpark. Nerv. Bin ja froh, dass für die Toilette ich nichts ausfüllen muss. Ich kenne die Nummer von meinem Reisepass und das Kennzeichen unseres Mietwagens immer noch auswendig.

Auf simbabwischer Seite wurden wir vom nächsten Transferguide erwartet. Sehr freundlich, fröhlich, gut gelaunt. Im Bus bekamen wir dann auch einen Flyer mit den ganzen Aktivitäten. Wir hatten uns im Vorfeld bereits entschieden den Hubschrauberrundflug zu machen. Die 150$ sind vielleicht im ersten Moment ziemlich teuer, aber wenn man weiß, dass eine Bell 206 800.000$ kostet und die Betriebsstunden von Helicoptern zwischen 500 und 1.300$ liegt, halte ich 150$ für 13 min pro Person für angemessen. Im Gegensatz zum Bungee-Jumping, wo du über 100$ dafür zahlst, dass einer ein paar Gummibänder zusammen knotet und dich von der Brücke schmeißt. Aber die Victoriafälle sind generell teuer. Merkt man spätestens, wenn du um 5$ angebettelt wirst. Das sind mal Preise.

Die meisten Aktivitäten haben meist mit den Fällen eh nichts zu tun haben. Schon fast ein Disneyland in Simbabwe. Ich hatte das Glück schon mehrfach mit Haien im Freiwasser ohne Käfig zu tauchen, aber mich im Käfig zu Krokodilen schmeißen zu lassen, ich weiß nicht so recht. Mir tun die Viecher echt leid. Und dann scheint Shopping auch unglaublich wichtig zu sein. Warum ich dafür extra dahinreisen muss, erschließt sich mir nicht.

Jedenfalls hat unser Fahrer den Hubschrauberflug gleich organisiert und als wir im Ort Victoria Falls angekommen sind, stand unser Transferbus bereits parat. Super Organisation. Ich weiß so was wirklich zu schätzen.

Kaum dort angekommen, wurden wir schon zur Kasse geführt. Natürlich waren die 150$ nicht Alles, es kamen noch 15$ für die Parkgebühr dazu. Meine beiden Frauen verschwanden aber erstmal aufs Klo.

Was mich kurz abschweifen lässt. Der meistbenutzte Satz im Urlaub war „Ein Impala!“, dicht gefolgt von „Ein Klo!“. Ich bin es ja mittlerweile gewöhnt, aber es gibt Dinge, die werde ich nie verstehen. Ich habe es mir bereits angeeignet den Schuh des Manitou zu zitieren, bevor wir losfahren. „Jetzt geht Jeder nochmal aufs Klo, dann reiten wir los.“ Dennoch schaffen es meine Damen schon nach 15 min an der Grenze wieder ein Solches zu besuchen. Ich wiederhole: 15min. Da fängt mein Magen gerade an, die ersten Verdauungsprozesse in Gang zu setzen. Im Gegenzug können sie es stundenlang im Etoshapark am Wasserloch aushalten. Ich habe da so eine Theorie: der Blaseninhalt wird in ein mystisches der Wissenschaft unbekannte Zwischenblase im Raum-Zeit-Kontinuum transferiert. Beim Anblick eines Klos wird dann in Lichtgeschwindigkeit Alles in die reale Blase zurückgeschickt.
Und natürlich ist der erste Griff nach dem Klo die Wasserflasche. „Der Flüssigkeitsverlust muss ausgeglichen werden“. Stöhn.

Jedenfalls machte ich die zweithäufigste Tätigkeit, nach Impalas betrachten, nämlich auf meine Damen zu warten. Als sie erschienen, konnten wir die Formalitäten für den Flug erledigen. Muss ich eigentlich erwähnen, dass die anderen weiblichen Fluggäste vor Ort wissend gelächelt haben?

Nachdem Wiegen (die Kamera ist aber verdammt schwer 🙂 ) durften wir mit einem deutschen Pärchen in den Hubschrauber einsteigen.

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Natürlich durfte die junge, blonde, hübsche (So, die fandest du also hübsch, höre ich jetzt schon meine Frau rufen) Dame vorne zum Piloten. Typisch, die wäre lieber hinten neben Ihrem Freund gesessen, während ich mit leuchteten Augen auf dem Kopilotensitz gesessen wäre. Bei Bell 206 denkt die bestimmt an ein Auto. Soviel zum Thema „Männer werden nicht benachteiligt“.

Der Flug war schlicht und ergreifend top. Ich habe es nicht bereut, ihn gemacht zu haben und kann es nur empfehlen.


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Nach dem Flug wurde uns noch ein Erinnerungsvideo für 50$ angeboten. Puh, heftig, nein danke. Danach wurden wir zum Eingang der Wasserfälle zurückgebracht.
Dort verbrachten wir vier großartige Stunden an den Wasserfällen. Einmal hoch und wieder zurück. Je weiter man in Richtung Sambia kommt, desto mehr nahm die Gischt zu. Regenhose und Regenjacke haben ihre Härteprüfung überstanden, ich bin trocken geblieben, sogar an der exponierten Ecke, an der Sambesi abfließt. Man kam sich dort vor, als ob man mit einem Kärcher abgespritzt wird.

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(Dr. Livingstone, I presume? )


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Um 15 Uhr wurden wir wieder für die Rückfahrt nach Kasane aufgepickt.
Teil 1214. Juni 2019
Ok das letzte Bild vorher gehört eigentlich zu diesem Tag.


Tag 12


Heute hieß es auch für uns die Zelte abzubrechen und den Rückweg über den Caprivistreifen in Angriff zu nehmen. Der Erfolg der Affen vom Vortag gipfelte darin, dass diese heute deutlich aggressiver vorgingen. Nachbarn von uns, die ich als erfahren eingeschätzt habe, stahlen sie eine Ananas, direkt vor deren Nase. Und wie dir Viecher triumphieren können, war natürlich das Alphatier mit seinen blauen Eiern. Eine halbe Stunde vorher hatte der Nachbar wohl schon Stress mit einem Pavian.

Wir achteten darauf, dass alle Türen und Klappen zu wahren. Dennoch hätte es auch uns fast erwischt. Bei einem von unseren Dachzelten ging der Reißverschlüsse nur sehr schwer zu, es ging leichter, wenn jemand oben darauf stand. Ja ich weiß, dass soll man eigentlich nicht machen.

Jedenfalls hat meine Frau die Tür aufgemacht um besser hochzuklettern. Sie stand oben auf dem Wagen ich auf der anderen Seite mit dem Reisverschluss beschäftigt war. Da hat sich schon eine Grüne Meerkatze angeschlichen und wollte ins Fahrzeug. Wir haben es noch rechtzeitig gemerkt.

Auch die Warzenschweine kapierten, dass wir abreisten und waren extrem aufdringlich.

Wir tauschten noch die restlichen Pula in Namibiadollar um und fuhren dann bei Ngoma über die Grenze nach Namibia. Aus Botswana auszureisen war einfach. Als wir in Richtung Namibia aufbrechen wollten, hielt uns ein Mann an, der uns bat einen Umschlag mitzunehmen, den wir am Gate zu Namibia wieder abgeben sollten. Wir sagten erstmal nein, hatten kein Bock uns eventuell Drogen oder so unterschieben zulassen. Der Mann hat es sofort kapiert, den Umschlag aufgemacht und uns gezeigt, dass da nur Papier für ein in Namibia liegengebliebenes Auto drin waren. Ich habe alles genau angeschaut, es war er es beschrieben hat. Wir nahmen den Umschlag mit und gaben in am Gate ab. Es ist an dieser Grenze auch wirklich ein Stückchen zwischen den beiden Posten.

In Namibia mal wieder das Visumsformular ausgefüllt, dann das gleiche nochmal um die Einreisegebühr für das Auto zu zahlen und dann am Grenzzaun nochmal alles bei einem Soldaten ausgefüllt. Oh Herr im Himmel, das sind doch die reinsten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

In Katima Mulilo waren wir dann in einem Supermarkt um uns für unsere täglichen Vesper mit frischen Sachen zu versorgen. Ich hatte gehofft in Namibia gäbe endlich wieder Hartwurst wie z.B. Landjäger. Von wegen, nicht mal Biltong hat es gehabt.

Unser Ziel war Kamp Kwando, wir fuhren aber erstmal weiter über der Fluss Kwando und verbrachten den Nachmittag im Susuwe Park. Einen Fehler habe ich gemacht und die Beschilderung im Park missverstanden. Daher sind wir gar nicht bis zum Horseshoe gekommen. Ich dachte wir hätten den bereits erreicht gehabt. Hatte mich schon gewundert. Aber egal.

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Abends ging es dann auf den Camping Platz im Kamp Kwando. Wir hatten dort einen Private Campingplatz, mit eigener Dusche und Toilette. Sehr angenehm. Leider funktionierte das Wasser in der Dusche erstmal nicht. Die Leitungen haben wohl öfter mal Lecks. Wir teilten es an der Rezeption mit und es kam dann gleich jemand und brachte es in Ordnung.
Abends waren wir dann im Restaurant essen. Sehr lecker.
Teil 1315. Juni 2019
Tag 13

Für den Vormittag hatten wir den Bird-Cruise gebucht. Überraschenderweise waren wir die einzigen Drei. Hat wirklich Spaß gemacht und unser Guide hat sich auch Zeit für uns genommen.

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(Irgendwie erinnert mich das an die Banshee aus Avatar)

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(Noch waren sie friedlich)

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(Es ist klar, wer hier der Chef ist)

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Am Nachmittag sind wir noch mit 4 weiteren Personen zum Boat Cruise aufgebrochen.

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Nach einiger Zeit kamen wir zu einem Buschbrand, direkt am Ufer. Es war interessant zu sehen, wie die Vögel von dem Brand profitierten und sich die toten Insekten holten. Teilweise standen die Vögel direkt neben dem Feuer. Nachteil für uns: zeitweise mussten wir durch den Rauch mit dem Boot durch.

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Der Umkehrpunkt wurde erreicht, als eine Herde Hippos direkt vor uns in Wasser liefen. Weiterfahren war nicht mehr möglich, aber wir konnten die Tiere in Ruhe beobachten.

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Auf dem Rückweg wurde dem Boot die Sporen gegeben, was dem einem oder anderen Hippo nicht so gefallen hat. Sind wir auf der Herfahrt noch ohne Probleme unbehelligt an Ihnen vorbeigefahren, sprangen jetzt zweimal die Tiere als Warnung aus dem Wasser. Beim ersten Mal direkt neben unserem Boot.
Faszinierend fand ich als unser Guide anhielt, einen Papyrusstengel abbrach und meinte, dass diese Pflanze vielfältig einsetzbar ist. Nahrung (hat auch gleich davon gegessen), getrocknet als Material für Matten und die Innenfasern können zu einem ziemlich stabilen Seil verarbeitet werden (hat er auch gezeigt).
Abends erneut im Restaurant gegessen und dann ein Abschlusslagerfeuer gemacht und den Rest des Havannas getrunken. Ab morgen war Schluss mit campen, es sollten nur noch Lodges folgen.
Teil 1415. Juni 2019
Tag 14

Am Morgen war nach dem Frühstück aufräumen angesagt. Da wir die nächsten Tage bis zur Wagenrückgabe nur noch Lodges hatten. wurde die Dachzelte ausgeräumt. Kissen, Decken, Handtücher wieder in die Türen verpackt.
Nachdem alles fertig war beglichen wir unsere Rechnung an der Rezeption und fuhren weiter zur Mobula Lodge.

Auf dem Weg dahin passierte es dann. Es war eine eintönige Fahrt auf einer schnurgeraden B8, nebenher lief meine für den Urlaub gebrannte Music-CD (alte Tradition, muss nicht jeder verstehen) und ich hing meinen Gedanken nach. Die Geschwindigkeitsreduzierung auf 60 hatte ich wahrgenommen und auch gebremst, aber nicht das selbst gemalte Stoppschild. Erst als unsere Freundin rief, dass da jemand wie wild winkt, habe ich kapiert, dass ich durch eine Polizeikontrolle durchgerauscht bin.

Angehalten und zurückgesetzt. Der Polizist war not amused. Führerschein vorzeigen, dann aussteigen, warum ich nicht gehalten habe. Erklär mal das du in Gedanken warst und nicht aufgepasst hast, so dass er dich nicht für total unfähig hält. Lustigerweise sind zu dem Zeitpunkt die Einheimischen auch einfach so durchgefahren. Mehrfach entschuldigte ich mich, war keine Absicht. Dann hielt er mir den Bußgeldkatalog vor. 1000N$. Schluck. Aber da brauchte ich nicht zu diskutieren, ich habe das Stoppschild überfahren. Also die 1000N$ hingelegt.
Dann meinte der Polizist, er hätte keinen Quittungsblock, wenn er das Geld nehmen würde, wäre es Bestechung. Ich soll weiterfahren, das Geld nehme und verdammt nochmal besser aufpassen.
„Thank you, Sir“ brachte ich noch raus und hab gemacht, dass ich wegkam. Schwein gehabt.

Also der Adrenalinschub hielt bis zum Mahango Core Area an.

Den Eintritt bezahlt. Überraschung: Eintragen in eine Liste, mal wieder. Wir bekamen einen Parkplan sowie die Informationen wo wir lang fahren durften. Zuerst ging es zur Riverfront, da haben wir bisher immer gute Erlebnisse gehabt.


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Am Giant Baobab durften man austeigen und wir machten Mittagspause, stark beäugt von den grünen Meerkatzen.


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Anschließend fuhren wir zum Wasserloch, wo wir auf eine große Herde Elefanten stießen. Einfach phantastisch. Wir waren sogar in dem kleinen Gebäude. Allerdings fand ich die Perspektive nicht so prickelnd und mir war etwas unwohl. Falls die Elefanten sich entschließen sollten das Wasserloch zu verlassen, wären wir eventuell festgesessen. Also wieder ins Auto und zur ersten Position zurück. Wir waren bestimmt eine 3/4h da und haben zugeschaut.

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Und auch bei den Zebras war Aktion angesagt.

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Zur fortgeschrittenen Stunde brachen wir auf und fuhren zur Mobola Lodge. Der Sohn der Besitzer begrüßte uns, zeigt uns die tollen Chalets, die gebucht waren und auf seine Empfehlung hin deckten wir uns für das Abendessen mit Zebrasteaks und Wurst ein.

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Wir erkundeten noch etwas die Lodge samt Insel mit Bar.

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Dann kümmerte ich mich um das Feuer für den Grill und meine Begleiterinnen zauberten aus den noch vorhandenen Nudeln, Bohnen und Tomatensauce die Beilagen.

Lustigerweise fand der lodgeeigene Dackel namens Helmut uns ganz toll und nistete sich auf unserer Terrasse ein.

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Ich bin ja mehr für Hunde ala Rhodasian Ridgeback zu haben, aber man muss schon ein Herz aus Stein habe, wenn ein kleiner Dackel auf das Sofa springt, sich an dich rankuschelt und man ihn dann nicht in sein Herz schließt. Ins Haus haben wir ihn aber nicht gelassen, und irgendwann kam der Schäferhund Egon und er verschwand mit Ihm.
Teil 1515. Juni 2019
Tag 15

Unglaublich aber wahr, wir konnten ausschlafen. Den Inselrundgang inkl. Bootstour war erst für den Nachmittag geplant. Um halb 9 wurde uns das Frühstück auf die Veranda gebracht und anschließend verbrachten wir die Zeit mit Lesen und einem Spaziergang über die „Bar“-Insel. Immer mit Geleitschutz in Form vom Helmut.

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(Selbstgemachtes Brot und Wurst, yeah)

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Die Okavango Insel Tour ging um 16 Uhr los. Unser Guide fuhr uns im Schneckentempo dort hin. Gerade so viel Fahrt, dass er manövrieren konnte. Wir erreichten die Insel, wurden rumgeführt und erhielten viele Informationen zu den Pflanzen und Bäumen.

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Der Guide hatte ein wirklich umfangreiches Wissen, meine beiden Frauen waren auch fasziniert und haben, sofern es möglich war, alle angebotenen Früchte probiert. Da ich eher der Fauna-Typ bin, bin ich nicht so auf meine Kosten gekommen. Aber ich muss sagen, dass die Artenvielfalt auf diesen kleinen Fleck wirklich beachtlich war. Fast 10 verschiedene Bäume hatte er uns in der kurzen Zeit gezeigt. Wir Deutsche sind so stolz auf unsere Wälder, aber letztendlich sind diese nur Plantagen und bezüglich der Artenvielfalt ein Witz.

Nachfolgend Impressionen von der Rückfahrt

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Abends grillten wir erneut Zebrasteaks und beratschlagten unser Vorgehen für den nächsten Tag.
Teil 1615. Juni 2019
Tag 16

Der Plan war schon bei Sonnenaufgang im Auto zu sitzen. Wir mussten heute 600km bis zum Waterberg zurücklegen und wollten bis spätestens 15 Uhr da sein um noch den Rhinodrive mitmachen zu können.
Unsere Navis wollten partout einen riesen Umweg mit fast 750km fahren. Mit Geduld und etlichen Zwischenzielen bekam ich es endlich hin, dass das Navi uns nach Grootfontein über die D2512 führte.
Lange Rede kurzer Sinn. Es lief reibungslos und kurz vor drei Uhr erreichten wir die Waterberg Valley Lodge. Gleich für den Rhino Drive angemeldet und bis dahin das gigantische Panorama auf den Waterberg genossen.

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Die Fahrzeuge zum Rhinodrive waren probevoll. Bis wir die Nashörner erreichten, war leider nichts zu sehen. Bei den Nashörnern angekommen durften wir dann alle aussteigen und kamen den Tieren doch recht nah. Gestört haben sich die Tiere von uns kaum. Sind es auch einfach gewohnt.


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(Wieg du mal 2to, dann liegst du auch nicht wie Aphrodite da)

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Ob ich diesen Rhinodrive toll finden oder verteufeln soll, bin ich mir unsicher. Klar, es ist eine Massenveranstaltung und ein richtiges Wildnis-Erlebnis stellt sich nicht wirklich ein. Die Guides wollten auch nicht, dass wir Bilder mit den dutzenden Besuchern machen, sondern nur von den Dickhäutern. Hat sicherlich nichts mit der neuen Datenschutzverordnung zu tun. 🙂
Auf der anderen Seite kommst du so schon recht nah an diese imposanten Tiere heran, kannst sie hautnah erlebt und bekommst tolle Motive. Alle Besucher haben sich rücksichtsvoll verhalten, die Tiere waren nicht gestört.
Es war interessant, das mal mitzumachen. Mit meinen Bildern bin ich auch zufrieden. Ein zweites Mal würde ich es wahrscheinlich nicht mehr machen.

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(Es gibt auch noch Red Hartebeest)

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(Unser Driver hat über 5min lang versucht, die Tiere von der Straße zu treiben, damit er endlich vorbei fahren konnte. Die zählt man nicht umsonst zu den Dickhäutern 🙂 )
Teil 1715. Juni 2019
Tag 17

Das vermeintliche Ende der Reise war angebrochen. Um 16 Uhr mussten wir spätestens unseren Wagen bei Britz abgeben, daher wollten wir gegen 10 Uhr aufbrechen. Ohne Unternehmung wollten wir aber nicht los, so liefen wir noch den Fountain Trail hoch und den Porcupine Highway zurück.

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Kurz nach 10 Uhr waren wir am Auto und fuhren zum Flughafen.

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Um 15 Uhr führ ich noch in die Puma Tankstelle am Flughafen, tankte den Wagen voll und bog dann in das Britz-Depot. Wir luden unsere Sachen aus und ich wollte den Schüssel abgeben. Mir wurde mitgeteilt, dass ich mit einer Angestellten noch zum volltanken fahren müsste. Ich zeigte die Quittung, als Beweis, dass ich gerade vollgetankt habe. Freundlich wurde mir aber gesagt, dass ich um das Prozedere nicht rumkomme. Kein Problem, unsere Maschine ging erst um 21.30, also Zeit genug. Also nochmal zur Puma, 2 Liter in den Tank gequetscht und wieder zurück.
Mein Eindruck war, dass das Volltanken nur ein Aspekt ist. Der Andere ist, dass die Mitarbeiter sehen wollen, wie du nach 2 Wochen mit dem dir vertrauten Wagen umgehst, und ob sie bei der Abnahme zweimal hinschauen müssen. Denn kaum zurück in Depot wurde unser Wagen nicht mehr groß angeschaut, sondern gleich gesagt alles sei Ok. Gut, wusste ich ja, denn ich bin nirgends wo angedotzt. Wir hatten unterwegs allerdings beim Fahren eine Plastikabdeckung über der hinteren Stoßstange verloren. Wir machten darauf aufmerksam. Die Dame hat aber gleich abgewunken, es war kein Thema und bedankte sich für unsere Ehrlichkeit.

Wir wurden zum Flughafen gefahren und dort zogen wir uns erstmal unsere Klamotten für den Rückflug an. Da wir schon verdammt früh dran waren, ging ich zum Check-In und fragte ob man das Gepäck für Frankfurt schon aufgeben kann.
Große Augen: Der Flug ist gecancelt worden, wussten Sie das nicht?
Ähm nein. Na super.

Also zum Air Namibia-Schalter und gefragt, was los war. Wegen technischer Probleme stand die Maschine noch in Frankfurt. Wir wurden auf die Maschine für den nächsten Tag umgebucht, also 24h später. Wir bekamen sofort eine Unterkunft im Avani, inkl. Abendessen, Frühstück und Mittagessen. Also da auch mal ein großes Lob an Air Namibia. Es lag wahrscheinlich an meiner Erholung durch den gigantischen Urlaub. Ich habe das echt relaxed aufgenommen. Ändern konnte ich es eh nicht mehr, 24h bekommt man rum und wir hatten am nächsten Tag eh nichts vor. Ich bin aber ziemlich sicher, die Kunden in Frankfurt haben das bestimmt anders gesehen.

Da wir so früh dran waren, war noch nicht viel los, aber nach uns trudelten im mehr Flugreisende zum Air Namibia Schalter. Wir wurden sogleich auch ins Avani gefahren. Es ist eine echt geiles Mehrsterne-Hotel.


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(Blick aus dem Hotelzimmer)
Ich hatte noch Kuba in Erinnerung. Damals wurden wir in ein versifftes Hotel untergebracht, inkl. Kakerlaken, einer Klimaanlage, die so laut wie eine Cessna beim Start war, und einem Licht, dass alle 5s aufgeleuchtet hat. Hölle.

Nein das Avani war super und wir konnten es uns gut gehen lassen inkl. Absacker Cocktail auf der Rooftop-Bar (den natürlich den auf unseren eigenen Kosten).

Sorry, die Bilder nur mit dem Handy gemacht, selbst ich habe Hemmungen in der Rooftopbar zwischen den schicken Gäste mein Stativ aufzubauen und Fotos zu machen.

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Lustigerweise waren alle Air Namibiakunde leicht zu erkennen. Der typische Avani-Gast hat Anzug oder Kostüm an, bzw. ist schick gekleidet. Der typische Air Namibia Kunde hat sehr legere Freizeitklamotten, gerne Outdoor an.
Teil 1815. Juni 2019
Tag 18

Ausgeschlafen, dann im Hotelrestaurant gefrühstückt. Abgeholt werden sollten wir erst um 18 Uhr. Bis dahin hatten wir genug Zeit um etwas zu unternehmen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten haben vor 6 Jahren schon gemacht, also entschieden wir uns für den Botanischen Garten. Wir nahmen ein Taxi und fuhren dahin. Tja, wenn man im Winter eines Dürrejahres in den botanischen Garten geht, kann man sich ausrechnen, dass die Anzahl der blühenden Pflanzen sehr dürftig ausfällt. Aber immerhin die Köcherbäume haben geblüht. Nicht desto trotz haben wir ein paar schöne Stunden verbracht.

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Den Rückweg zum Hotel wollten wir zu Fuß in Angriff nehmen. Waren ja auch nur 1,5km. Gefährlich war der Weg definitiv nicht. Was mir nur echt auf die Nerven gegangen ist, war dieses betteln und nervig „wolle Nuss/Shirt/was weiß ich kaufe“ – Getue. Die Hugel Street ist abseits der üblichen Touripfade und sieht aus wie bei uns eine Industriestraße. Dennoch wurden wir auf dem Stück von zwei Jungen angebettelt. Wo verstecken die sich eigentlich? Dann die Robert Mugabe Ave in Richtung Christuskirche. Gut man weiß ja, dass an der Christuskirche so viele Verkäufer rumhängen, dass man mehr Zeit mit dem Abwehren Derer beschäftigt ist, als mit dem Anschauen der Kirche. Daher noch vor der Kirche die Straße überquert, aber so dass Mesdames noch ein Bild machen können. Und prompt läuft ein Nussverkäufer über die Straßen auf uns zu.
Die Fidel Castro Straße runter und den Zoo Park angeschaut. Wir waren gerade 5 Schritte drin, da stehen bereits 5 Namibier auf und laufen auf dich zu. Dann in gutem Deutsch: „Seid ihr aus Deutschland, wo kommt Ihr her bla bla bla.“
Ich weiß, dass in Windhoek mein Anblick mehr als nur etwas nach Tourist schreit. Ein gelbes Blinklicht auf meinem Kopf würde mich wahrscheinlich unscheinbarer machen. Aber kann man nicht einfach in Ruhe die Stadt anschauen, ohne unterbrochen auf dein Bestes, nämlich dein Geld, angesprochen zu werden?

Ich war froh, als ich wieder im Hotel war.

Nach unserem Mittagessen wollte meine Frau auf den Craftmarkt direkt vor dem Hotel gehen. Sie wollte eine Tischdecke und ich fand die Idee eigentlich ganz gut. Ja ich bin mir vollauf bewusst, was dort auf uns zu kommt. Auf dem Craftmark gehe ich um etwas zu kaufen. Das der eine oder andere etwas aktiver wirbt, muss man in dem Fall akzeptieren. Wenn ich aber zur Christuskirche gehe, dann will ich Diese anschauen und nicht meinen Namen in Nüsse meißeln lassen. Kleiner aber für mich feiner Unterschied.

Jedenfalls, kaum auf dem Craftmarket wurde ich mit der namibischen Methode „Sex sells“ konfrontiert. Die ersten beiden Stände waren mit weiblichen Himbas besetzt. Mein Stöhnen hat meine Frau richtig verstanden. Es war nicht Erregung, sondern eher „mir bleibt aber auch nichts erspart“, und übersprang die Stände. Nein, ich bin nicht prüde, aber ich finde im Kakaoveld hat die Lebensart der Himba ihre absolute Berechtigung. In Windhoek zwischen Avani und Hilton ist es einfach nur eine primitive Verkaufsmasche. Tradition hin oder her.

Wir fanden eine sehr schöne Tischdecke und handelten von 1200 N$ auf 500N$ runter. Gekauft haben wir übrigens bei dem Händler, der am unaufdringlichsten war.

Um 18 Uhr wurden wir mit allen weiteren Air Namibia Kunden von den Bus(s)en eingeladen und zum Flughafen transportiert. Ich habe die Anzahl unserer Leidensgenossen auf ca. 50 geschätzt, und ich bekam Zweifel ob es wirklich technische Probleme waren, die unseren Flug ausfallen ließen.

Irgendwie war heute mein Tag. In unserem Bus saß vor mir Unikum. Ihr kennt Crocodile Dundee? Lange Hose, Weste über den nackten Oberkörper, braun gebrannte und sehnige Arme? Auf den ersten Blick hatte er mit Dundee Ähnlichkeit. Wäre vielleicht sogar ein richtig cooler Typ gewesen. Wenn er nicht zuletzt vor einem halben Jahr mal geduscht und auch Haare gewaschen hätte. Hinzu kam eine Alkoholfahne, die besagte, dass er nicht nur gerne über den Durst trinkt, sondern sich darin mariniert.

In der Scheibenwelt gibt es die Figur des stinkenden alten Rons. Dessen Geruch hat sich zu einer eigenen Persönlichkeit entwickelt, das ein Eigenleben führt. Zitat: “Ist man dem Geruch längere Zeit ausgesetzt, so stellen die olfaktorischen Sinneszellen ihren Dienst ein, das Ohrenschmalz verflüssigt sich und die Haare bleichen aus.“

Bei mir entwickelte sich die Horrorvorstellung, dass ich auf dem Rückflug 10h neben dem Mann sitzen musste. Also meine olfaktorischen Sinneszellen hätten Selbstmord begangen. Ich bin verschont worden, aber die diejenigen, die den Typen wirklich den Flug über in Ihrer Nähe hatten, haben meine absolute Hochachtung und Mitgefühl.

Diesmal flog die Maschine, wir bekamen unsere Bordkarten. Im Abflugbereich wechselte ich das Restgeld in Euro um und aß ein Sandwich in dem kleinen Restaurant.
Mittlerweile war ich mir sicher, dass die technischen Probleme ein Vorwand waren. Der A330 hat eine 2 – 4 – 2 Bestuhlung. Die Fensterplätze waren alle belegt. Wir drei bekamen eine 4 Bestuhlung mit einem freien Platz. Es gab in unserem Block noch min. 6 weitere Reihen, in denen ein Platz frei war. Allerdings mussten in der Maschine die Passagiere von 2 Maschinen untergebracht werden. Ich vermute daher, dass die Flüge nicht ausgelastet waren und daher zusammengelegt wurden. Ist vermutlich billiger die Passagiere in einem Hotel unterzubringen, als leer zu fliegen. Ist aber nur eine Vermutung von mir.

Fazit
Unsere Reise war einfach genial und hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern auch übertroffen. Aufgrund der unterschiedlichen Schwerpunkte in den einzelnen Gebieten ergab sich eine wirklich abwechslungsreiche Reise.
Die Big 5 im Delta, Vögel und Giraffen im Deception Valley, Flamingos in Nata, Elefanten und Vögel im Chobe, die Wasserfälle in Simbabwe, Nilpferde, Elefanten, Vögel und Krokodile im Caprivi, Rhinos am Waterberg.
Von allen Gebieten hat mich das Delta trotz Trockenheit am meisten gefangen genommen. Aufgrund der Exklusivität, die wir dort erfahren durfte, hatten wir diese Naturparadies gefühlt für uns allein und einfach unglaubliche Tierbegegnungen.

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