REReiseingridThemenstarter26 Beiträge · seit 201917. Mai 2019 · #1Wir planen eine geführte Campingreise im Norden von Botswana (Okawango, Moremi, Chobe). Die Reise startet in Johannesburg, aber man kann auch am 3. Tag in Maun einsteigen. Preislich ist es vergleichbar, die Einsparung durch die verkürzte Tour entspricht in etwa dem Flugpreis nach Maun.
Uns schreckt die lange Fahrzeit ab (1. Tag 630 km, 2. Tag 450 km). Aber da es unsere erste Afrikareise ist, haben wir auch Bedenken, dass uns zu viel entgeht. Wenn wir fliegen, verpassen wir das Khama Rhino Sanctuary, das ist uns klar. Aber wie sieht es mit der Landschaft aus? Bekommt man einen interessanten Eindruck von der Landschaft im nördlichen Südafrika und im Süden von Botswana? Oder ist die Strecke eher eintönig, so dass es sich nicht lohnt, zwei lange Tage im Auto zu sitzen?
Es wäre toll, wenn jemand von Euch diese Strecke ( also Johannesburg - Khama Rhino - Maun) schon einmal gefahren ist und uns sagen kann, ob es sich lohnt.
Tatü45 Beiträge · seit 200817. Mai 2019 · #2
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201618. Mai 2019 · #3Guten Morgen,
die Strecke JNB>Maun hat landschaftlich einiges zu bieten!
Ich frage mich halt nur, was hast du davon, wenn du an allem nur vorbeifährst?
Allein das südafrikanische Waterberg-Gebiet ist eine eigene Reise wert;
oder der südliche Tuli-Block entlang des Limpopo in Botswana, oder, oder,...
Wie schon im anderen thread erwähnt, kann ich mir persönlich nach über 600 Fahr-km auch nicht vorstellen,
noch Spaß an einem schnellen game drive im Khama Rhino zu haben.
Was ist es denn genau, was euch vom Selbstfahren abschreckt?
Gruß Gina
REReiseingridThemenstarter26 Beiträge · seit 201918. Mai 2019 · #4Danke für die Bilder. Das sieht tatsächlich nicht so aus, als ob es ausreichend interessant für eine so lange Strecke ist. Zwischenstop geht halt nicht bei einer festen Tour.
Sicher gibt es viele weitere spannende Ecken in Afrika, wir würden aber gerne mit dem Norden von Botswana beginnen, es geht also darum, wie wir dorthin kommen.
Warum nicht selbst fahren? Alleine hier im Forum gibt es viele Berichte über "dumme" Fehler von Touristen, die dann im besten Fall eine Nacht im Auto verbringen mussten oder sogar im Krankenhaus gelandet sind. Fängt schon damit an, dass ich nicht gut im Gelände fahren kann, habe mich schon in Griechenland im Gelände hoffnungslos festgefahren. Dann die Rechtslenker, Schottland mit dem eigenem Auto kein Problem, aber auf Zypern auch noch nach 10 Tagen fast einem Unfall gebaut, weil ich das mit der Gangschaltung nicht hinbekommen habe. Ich wäre ja lieber eine souveräne Fahrerin, aber ich versuche mich realistisch einzuschätzen. Dazu dann die ganzen Fragen: wie nahe darf ich an die Elefanten (oder andere Tiere) heranfahren? Wann ist es Zeit für den Rückwärtsgang ( wenn ich den in der Aufregung dann finde)? usw usw.
Deshalb denken wir, dass es sinnvoll ist, beim ersten Mal einen "Aufpasser" dabei zu haben, der uns die ganzen Verhaltensregeln im Busch erklärt.
Tatü45 Beiträge · seit 200818. Mai 2019 · #5Moin moin,
GinaChris hat natürlich völlig recht, es gibt unterwegs schon 'ne Menge Schönes zu sehen, nur eben nicht, wenn man das fast in einem Rutsch abspult - dann sieht man halt nur das, wie auf unseren Fotos. Ich bin übrigens auch der Meinung, Afrika ist was für Selbstfahrer und vor Allem Selbstendecker. Beim ersten Mal hatten wir auch die Hosen voll, uns über alles mögliche Gedanken gemacht und sind trotz Motorschaden etc. prima durch Moremi und Chobe gerockt, nicht zuletzt aufgrund der Infos aus dem Forum. Einen Aufpasser braucht ihr im Übrigen nicht, es reicht der gesunde Menschenverstand, das gute Bauchgefühl und vor Allem die vielen hilfreichen Tips hier im Forum, wenn ihr z.B. Euren Streckenwunsch postet. Man wird Euch dann hier aufgrund der Erfahrungen schon mitteilen, ob Ihr Euch mit der Streckenplanung überschätzt habt. Geführt haben wir eigentlich nur was gemacht, wenn Wasser ins Spiel kommt, z.B. eine Moroko-Tour oder die obligatorische Bootstour auf dem Chobe. Hier aber bitte nicht in die Massenboote, mietet Euch was mit max. 4 Personen. In 2014 sind wir auch LNB gestartet, dann Richtung Maun gefahren, westlich am Okavango vorbei, durch den Caprivi nach Kasane, am Ende dann nach JNB zuückgeflogen. Kostet zwar ein wenig mehr aufgrund der Einwegmiete und der Flüge, war aber wesentlich entspannter als noch mal 2-3 Stress-Fahrtage zurück zu haben und das ganze war in 3 Wochen recht entspannt. Wünsche Euch weiterhin viel Spass bei der Planung.
trsi708 Beiträge · seit 201518. Mai 2019 · #6Ich bin die Strecke noch nicht gefahren. Grundsätzlich sind es aber primär sehr viele km, die abgefahren werden. Klar bekommst du einen kleinen Einblick (bzw. Ausblick ... beim Vorbeirauschen) - aber ob sich das lohnt? Ich würde gemütlich nach Maun fliegen und von da ausgeruht einen tollen Teil Botswana erobern 🙂
Persönlich verstehe ich übrigens nicht so ganz, wieso die Leute häufig davon abgehalten werden sollen, eine geführte Reise zu machen. Natürlich, tendenziell hetzt man durchs Land, aber es kann auch die nötige Sicherheit geben. Und sind wir doch ehrlich: Die meisten kommen wieder, und dann lässt sich das Land nach Lust und Laune immer noch individuell entdecken. Ich bin auf jeden Fall schon einigen Selbstfahrern begegnet, die wohl - gerade in Botswana - besser ein erstes Mal begleitet unterwegs gewesen wären 🤩
Cheerio
trsi
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
Tatü45 Beiträge · seit 200819. Mai 2019 · #7wie trsi richtig bemerkt hat, sollte man natürlich keinen von einer geführten Tour abhalten, schließlich hat diese Art zu reisen ja auch Annehmlichkeiten, die man als Selbstfahrer nicht unbedingt hat und je nach dem wie die Tour begleitet wird, bieten sich vielleicht auch Insider-Erlebnisse und tolle Kontakte. Letztlich muss jeder für sich entscheiden, was er sich alleine / zu zweit zutraut und was man von dem Erlebnis (und das wird es auf jeden Fall) AFRIKA erwartet. Wie trsi schon schrieb => die meisten werden vom Afrika-Virus gepackt und kommen wieder.
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201619. Mai 2019 · #8Guten Morgen!
Bestimmt möchte ich niemanden eine geführte Reise ausreden,
wohl aber darauf hinweisen, dass es eben solche und solche davon gibt.
Nicht jedem ist es möglich, sich von einem Land, im Rahmen einer solch geführten Reise, einen Überblick zu verschaffen,
um dann als Selbstfahrer wiederzukommen; für viele ist es ein "once in a lifetime -Erlebnis".
Deshalb sollte man da schon sehr genau hinschauen, ob die gewählte Reise tatsächlich dem entspricht,
was man erwartet > Ziele, Fahrzeiten, Unterkünfte, Unternehmungen, Aufenthaltsdauern, ect.
Und wenn du mal als Selbstfahrerin wiederkommst @Reiseingrid, könntest du diesen Urlaub ja mit einem Fahrtraining am 1.Tag beginnen, um mehr Sicherheit im Fahren auf der "falschen" Seite und auf ungeteerten Straßen zu bekommen.
Gruß Gina
Champagner8'678 Beiträge · seit 201019. Mai 2019 · #9Reiseingrid schrieb:Wir planen eine geführte Campingreise im Norden von Botswana (Okawango, Moremi, Chobe). Die Reise startet in Johannesburg, aber man kann auch am 3. Tag in Maun einsteigen. Preislich ist es vergleichbar, die Einsparung durch die verkürzte Tour entspricht in etwa dem Flugpreis nach Maun.
Guten Morgen Ingrid,
ich habe deinen Thread eben erst entdeckt. Deine Gründe, nicht selber fahren zu wollen, kann ich vollkommen nachvollziehen.
Um genauer etwas zu der Tour sagen zu können, solltest du sie vielleicht mal hier einstellen.
Wenn du vor allem nach (Nord)Botswana möchtest, würde ich einen anderen Anbieter wählen, der dort startet. Wie die anderen schon schreiben, bringt die endlose Fahrerei sicher nicht sonderlich viel - wobei ich zu den Strecken nichts sagen und daher deine eigentlich Frage nicht beantworten kann, sorry.
Trotzdem noch der Hinweis: Ich habe schon mehrmals eine geführte Campingreise gemacht (nur Botswana mit den Victoria Fällen am Ende) und war immer sehr zufrieden. Reiseberichte dazu findest du in meiner Signatur. Den Anbieter, mit dem ich immer fahre (Bush Ways) kann ich sehr empfehlen, aber ich bin mit denen weder verwandt noch verschwägert und bekomme auch keine Provision, daher möchte ich darauf hinweisen, dass es auch etliche andere Anbieter für dieses Gebiet gibt.
Wenn du Fragen hast - immer her damit!
Grüße von Bele
REReiseingridThemenstarter26 Beiträge · seit 201919. Mai 2019 · #10Danke an alle für die Hilfe bei der Entscheidung. Wir werden uns dann die lange Fahrt ersparen und in Maun starten.
Ich habe unter "Diverses" schon nach der Reise gefragt, die meist unter "Botswana Wildside" angeboten wird. Auf einige andere Fragen bekam ich hilfreiche Antworten, aber nicht konkret zu dieser Tour, die es übrigens auch bei Bushways gibt, dort als "Fish Eagle" Safari. Vielleicht kennt also jemand diese Tour?
Es handelt sich dabei um eine "semi participation" Tour. Lohnt sich der Aufpreis für eine "fully serviced tour"? Mithilfe ist für mich kein Problem, es geht mir mehr um die bequemeren Zelte und die kleinere Gruppe mit Fensterplatzgaranie. Es wäre toll, wenn jemand dazu etwas aus eigener Erfahrung berichten kann.
Champagner8'678 Beiträge · seit 201019. Mai 2019 · #11So Ingrid, jetzt blick ich durch 😄 .
Outback Africa bietet die Reise unter diesem Namen an. Alles klar! Also eine Bush Ways Tour mit bisschen was drumrum. Durchgeführt werden diese Touren immer von Bushways, ob das jetzt Colibri oder wer auch immer anbietet. Diese Anbieter buchen ihre Kunden bei Bushways ein.
Meine ganz klare Meinung: diese Anfahrt kannst du dir sparen! Schau mal bei Bush Ways ALLE Touren durch, die sie haben, und schau, was dir gefällt und was ins Zeit- und Geldbudget passt. Dann lass dir diese Reise von Outback Africa oder wem auch immer hier in Deutschland buchen (geht auch über Bush Ways, aber da ist die Zahlung nicht ganz so einfach). Kann sogar sein, dass auch Magic Vibes hier aus dem Forum das vermittelt. Du kannst Anfang und Ende auch ein bisschen abändern, also vorher woanders übernachten oder hinterher auf eigene Faust noch was in Zimbabwe oder Zambia machen. Nichts ist unmöglich (zumindest für die großen Afrikaanbieter hier).
Und klar kenne ich die Fish Eagle Tour, die hab ich 2014 gemacht (siehe Reisebericht). Allerdings gibt es inzwischen eine Änderung: die Mokorotour in meinem Reisebericht fand damals noch oben am Panhandle statt. Das hatte den Nachteil, dass man weit in die "falsche" Richtung gefahren ist, aber den Vorteil, dass man zurück einen tollen Deltaflug gegen Aufpreis machen konnte.
Die Mokorotour nach heutigem Stand kannst du in meinem 2018er-Bericht nachlesen (Alle BW-Reiseberichte heißen irgendwas mit "Betreutes Wohnen".
Die Luxus-Variante gibt es meines Wissen nur in einer kurzen Version (Northbound und Southbound). Klar sind die Zelte größer und die Gruppen kleiner, aber ich persönlich fände das irgendwie gagga, wenn auf so einer naturnahen Reise dann der Tross vorausfährt und mir mein Zelt aufbaut. Ist ja auch wesentlich teurer für die kürzere Tour. Aber ist wirklich Geschmacksache - Bekannte von mir haben erst kürzlich bei Outback Africa diese Reise gebucht, wo die Luxusvariante eingebaut ist, weil sie sich das einfache Campen nicht zutrauen. Ich finde es prima, wenn jeder sich selber einschätzen kann und sich das aussucht, was zu einem passt - sonst sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Wir hatten immer mal wieder Leute dabei, die sagten, man hätte ihnen nicht vorher erklärt, dass sie ihr Gepäck schleppen müssen und die Zelte aufbauen.
Ich hab jetzt schon 3 Bushwaystouren gemacht (immer "semi participation" , einmal Fish Eagle, einmal Buffalo Extra, die heißt jetzt anders, und letztes Mal die Lion Tour) und ich fand es immer toll. Und den Leuten, mit denen ich das jeweils zusammen geplant und gebucht hatte, ging es genau so. (Und nächstes Jahr wird mein Traum wahr: eine privat/selbst geplante Bushways-Tour mit lauter Bekannten 🙂 )
Aus meiner Sicht kannst du bei Bushways nichts falsch machen, man taucht wirklich tief in den botswanischen Busch ein und ist gut versorgt. Natürlich alles recht basic - aber auch wunderschön!
Wie gesagt, Fragen zu diesem Thema beantworte ich immer gerne 😄 !
LG Bele
P.S. : Ich war auch schon als Selber-Bei 😗 fahrerin dort unterwegs - genau so toll, einfach etwas anders! Aber man muss sich das Fahren zutrauen und auch Spaß daran haben.
REReiseingridThemenstarter26 Beiträge · seit 201920. Mai 2019 · #12Herzlichen Dank - einen derartigen Reisebericht hatte ich gesucht (ich habe zwar tagelang im Forum gestöbert, aber ihn trotzdem nicht alleine gefunden). Ich freue mich auch, dass es positive Meinungen zu geführten Touren gibt, ich war schon ziemlich verunsichert. Ich lese jetzt erst einmal die Berichte und frage bei Veranstaltern an. Bei den nächsten Fragen melde ich mich wieder.
romeooo26 Beiträge · seit 201930. Mai 2019 · #13Hallo Reiseingrid,
Wir sind gerade zurück aus Afrika und sind diese Strecke gefahren. Ich schließe mich den anderen an - die Fahrt würde ich auslassen wenn ich keine Zeit habe um was anzuschauen - das sind nur unnötige km und Nervenstrapazen 🙂
Grüße
Roman
REReiseingridThemenstarter26 Beiträge · seit 201931. Mai 2019 · #14Eure Rückmeldungen sind ja wirklich eindeutig. Wir haben uns jetzt entschieden, direkt nach Botswana zu fliegen und auf die zwei Fahrtage zu verzichten. Herzliche Dank für Eure Erfahrungsberichte!