Route für 3 Wochen im Sommer 2020

13 Antworten · 2'999 Aufrufe · gestartet 01. Mai 2019 von fleischfrau
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Themenstarter8 Beiträge · seit 201901. Mai 2019 · #1
Hallo,
ehe ich meine geplante Route zur Diskussion freigebe, möchte ich mich und meine „Reisegruppe“ vorstellen. Wir fahren zu sechst - mein Mann und ich (beide dann 41), unsere Kinder Paul (dann 16) und Lotte (dann 10) und meine Eltern (dann 69 und 70). Anlass der Reise ist der 70. Geburtstag meines Vaters. Sein Wunsch ist es, uns Afrika zu zeigen und gemeinsam seinen Geburtstag in Namibia zu feiern. Meine Eltern sind fit, reisewütig und Namibia-Wiederholungstäter, sie waren bereits dreimal in Namibia (2000, 2010 und 2014), aus ihren Berichten und zahlreichen Fotos haben wir schon einen Eindruck vom Land. Beeindruckt hat mich von Anfang an der Norden - die Weite dort, die Epupa-Fälle ....

Gemeinsam haben wir uns auf eine grobe Route geeinigt: vereinfacht gesagt die „Ersttäterrunde“, jedoch ohne den Süden (Sossusvlei als südlichsten Punkt), dafür ergänzt um einige Tage im Norden (Epupa-Fälle). Alles zusammen wäre uns zu stressig geworden.

Geplant ist eine Reisezeit von 3 Wochen; aufgrund der Schulferien und unserer Arbeit sind wir aber zeitlich nicht so flexibel. Um unsere Möglichkeiten optimal auszunutzen, sollte der Abflug an einem Donnerstag sein (23.7. oder 30.7.20), der Rückflug dann drei Wochen später (13.8. oder 20.8.20). Gereist wird gemeinsam in einem 8-Sitzer; geschlafen in festen Unterkünften (das ist das Zugeständnis an meine Eltern, mit 70 wollen die beiden dann nicht mehr aufs Autodach ins Zelt klettern). Luxus brauchen wir eigentlich nicht, auch Selbstversorger-Unterkünfte, Gästefarmen etc. finde ich gut.

Genug der Vorrede. Diese Tour ist ein erster Entwurf; Unterkünfte stehen meist noch nicht fest, erst soll die Route stehen. Bislang habe ich mit den Zeiten des AN Fluges geplant, mal sehen, ob sich daran noch etwas ändert...

Tag 1: Abflug in Deutschland

Tag 2: Ankunft in Windhoek früh, Auto übernehmen, einkaufen in Windhoek, Fahrt in eine Unterkunft nicht zu weit weg, bestenfalls in Richtung Soussuvlei

Tag 3: Fahrt in den Sossusvlei, Sesriem Canyon
Übernachtung: Sossus Dune Lodges, auf Wunsch meines Vaters, der unbedingt noch mal IM Park nächtigen möchte, das hatte bislang nie geklappt.

Tag 4: Sossusvlei, ggf. Sesriem-Canyon, am Abend Sonnenuntergang im Park
Übernachtung: Sossus Dune Lodges. Falls wir Flüge zum erstgenannten Termin bekommen, wäre heute der 70. Geburtstag meines Vaters und er liebt den Sossusvlei, deswegen habe ich so geplant, dass wir dann auch dort sind.

Tag 5: Weiterfahrt nach Swakopmund, mit Stop in Walvis Bay.

Tag 6: Welwitschia-Drive, Abend in Swakopmund.

Tag 7: Weiterfahrt nach Cape Cross, Robbenkolonie besuchen; dann Fahrt in die Brandberg-Region (alternativ Omaruru Game Park?)

Tag 8: Rundfahrt Damaraland bis Twyfelfontein/Khorixas; Felszeichnungen und geologische Besonderheiten (natürlich nicht alles, ich bin nur noch nicht sicher, was sich am meisten lohnt bzw. am machbarsten ist)

Tag 9: Damara Living Museum

Tag 10: Fahrt von Twyfelfontein —> Omungunda

Tag 11: Omungunda Ovahimba Living Museum, dann Weiterfahrt bis Epupafälle (machbar?)

Tag 12: Epupa-Fälle, Bootsfahrt

Tag 13: Fahrt am Kunene bis Region Ruacana (nur mit 4x4 möglich?)

Tag 14: Fahrt Region Ruacana bis Etosha/Fort Namutoni; hier im Forum wurde geschrieben, dass die Tour an einem Tag gut zu schaffen ist. Übernachtung: Fort Namutoni

Tag 15: Etosha, von Fort Namutoni nach Halalai. Übernachtung: Camp Halali

Tag 16: Etosha, von Halali nach Okaukuejo. Übernachtung: Okaukuejo

Tag 17: Etosha, im Okaukuejo Camp bleiben, ggf. in den westlichen Teil des Parks fahren. Übernachtung: Okaukuejo

Tag 18: ggf. im Etosha noch Morningdrive, dann Fahrt zum Waterberg (ein Muss, den hatten meine Eltern bislang nie im Tourenplan unterbringen können, es wäre für sie etwas Neues)

Tag 19: Waterberg Plateau

Tag 20: Fahrt ins Erongo-Gebirge, dabei zwingend Halt bei den Dinosaurierspuren von Otjihaenamaparero

Tag 21: Erongo-Gebirge

Tag 22: zurück nach Windhoek, Auto abgeben und am Abend Rückflug

Tag 23: Ankunft in Deutschland und Zugfahrt nach Hause

So, das ist die grobe Planung. Fokus lag nicht nur auf Tieren, sondern auch darauf, einen Eindruck vom Land und den Leuten zu bekommen.
Meine Fragen: macht die Tour so Sinn? Sind die geplanten Fahrstrecken so zu realisieren? Keine Bedenken wegen unserer Kinder, die beiden sind sehr reiseerfahren und halten auch Fahrtage sehr gut aus, sie hören dann Hörbücher auf MP3 und gucken stundenlang aus dem Fenster. Und gibt es Empfehlungen für Unterkünfte? Wie bereits gesagt, gerne eher einfach und nicht zwingend hochpreisig/luxuriös.

Ich freue mich auf Euer Feedback und bedanke mich schon mal im Voraus für die Mühe.
Sabine
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2019
Themenstarter8 Beiträge · seit 201901. Mai 2019 · #2
Ups, irgendwie habe ich die Auswahl der Rubriken noch nicht so drauf, jetzt ist der Post bei Botswana gelandet, dabei soll es doch nach Namibia gehen.
Vielleicht ist ein Host so freundlich und schiebt es an die richtige Stelle.
Danke!
16,9k Beiträge · seit 201201. Mai 2019 · #3
Guten Morgen Sabine,

bevor Du Dich weiter verrennst, wir haben gerade erst eine nahezu identische Tour hinter uns:

Tag 7: Weiterfahrt nach Cape Cross, Robbenkolonie besuchen; dann Fahrt in die Brandberg-Region (alternativ Omaruru Game Park?)


Da Du erwähnst, dass Ihr Weite & Stille mögt, würde ich Euch die Fahrt um den Messum Krater entlang, über die 2303 und die 2342 nach Uis empfehlen. Übernachtung in/bei Uis am Brandberg (eventuell noch die Tour).

Tag 8: Rundfahrt Damaraland bis Twyfelfontein/Khorixas; Felszeichnungen und geologische Besonderheiten (natürlich nicht alles, ich bin nur noch nicht sicher, was sich am meisten lohnt bzw. am machbarsten ist)

Tag 9: Damara Living Museum


Ich nehme an, Ihr wollt in/bei Twyfeltontein übernachten. Hier empfehle ich Euch noch die Tour zu den Wüstenelefanten von der Twyfeltontein Lodge. Das Damara Living Museum nimmt gerade mal eine gute Stunde in Anspruch und kann jederzeit besucht werden.

Tag 10: Fahrt von Twyfelfontein —> Omungunda

Hier gibt es nur einen Campingplatz zur Übernachtung. Entweder Ihr übernachtet im Fort Sesfontein (bitte nicht das grauenhafte Guesthouse) oder etwas rustikaler, dafür aber umso interessanter, im Camp Aussicht.

Tag 11: Omungunda Ovahimba Living Museum, dann Weiterfahrt bis Epupafälle (machbar?) Ja, machbar!

Tag 12: Epupa-Fälle, Bootsfahrt

Tag 13: Fahrt am Kunene bis Region Ruacana (nur mit 4x4 möglich?)
Ja, und auch nur, wenn es trocken ist.

Tag 14: Fahrt Region Ruacana bis Etosha/Fort Namutoni; hier im Forum wurde geschrieben, dass die Tour an einem Tag gut zu schaffen ist. Übernachtung: Fort Namutoni
Hier verwechselst Du was. Namutoni liegt ganz im Osten. Du kannst bis zum Galton Gate, im Westen, fahren. Übernachtung in der Hobatere Lodge.

Unsere aktueller Film, mit der o.g. Tour, befindet sich gerade in der Endphase der Fertigstellung. Wenn Du willst schicke ich sie Dir zu. Dazu müsstest Du mir dann einen Stick oder eine DVD zusammen mit einem frankierten Rückzumschlag zukommen lassen.

LG
Logi
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2019
99 Beiträge · seit 201101. Mai 2019 · #5
Hallo Sabine

Wow, super toll solche Familien-Ferien, das schweisst zusammen!

Übernachtungstipps:
Swakopmund: da gibts einige gute, auf unserer letuten Tour waren wir im Prinzessin Ruprecht.
Twyfelfontein:hier hätte ich gerne das Aabadi Mountain Camp empfohlen, wir waren vor 10 Jahren dort und haben das einfache Safarizelt mit dem offenen Bad geliebt. Leider sind die aktuellen Bewertungen aus dem Netz sehr schlecht. Vielleicht weiss hier im Forum jemand mehr über den Zustand des Camps.
Kann mich dem Game-Drive-Tipp der Tyfelfonteinlodge nur anschliessen.
Etosha: die Camps unbedingt so früh als möglich buchen, die sind immer sehr schnell ausgebucht. Im Halali lohnt es sich das Abendessen als Picknick mit ans Wasserloch zu nehmen, sonst ist man am essen und verpasst das Beste 😉
Letzte Nacht in Windhoek: Immanuel Wilderness Lodge, supernett und Hammeressen. Liegt etwas ausserhalb, sind dann von der Autovermietung mit dem Taxi zurück.

Viel Spass
Madeleine
"Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf." Oscar Wilde
Themenstarter8 Beiträge · seit 201901. Mai 2019 · #6
Hallo Logi,

Danke, so schnell, so viele Infos. Toll!
Dann werde ich mal recherchieren. Aber gut zu wissen, dass die Tour generell erstmal machbar ist. Gerne schicke ich eine DVD, danke für das Angebot.

Für die Fahrt aus der Region Ruacana zum Etosha-Park wollte ich die Route über Oshakati, Ondangwa und Andoni zum King Nehale Gate wählen. Mir ist bewusst, dass dies nicht die landschaftlich schönste Strecke ist, ich möchte aber einen kurzen Eindruck von dem Teil Namibias haben, wo ein Grossteil der Bevölkerung lebt. Ausserdem gefällt mir die Idee einer etappenweise Fahrt duch Etosha (Fort Namutoni - Halali - Okaukuejo).

Sabine
16,9k Beiträge · seit 201201. Mai 2019 · #7
fleischfrau schrieb:

Für die Fahrt aus der Region Ruacana zum Etosha-Park wollte ich die Route über Oshakati, Ondangwa und Andoni zum King Nehale Gate wählen. Mir ist bewusst, dass dies nicht die landschaftlich schönste Strecke ist, ich möchte aber einen kurzen Eindruck von dem Teil Namibias haben, wo ein Grossteil der Bevölkerung lebt. Ausserdem gefällt mir die Idee einer etappenweise Fahrt duch Etosha (Fort Namutoni - Halali - Okaukuejo).
Nochmal Hallo Sabine,

wenn ich schreibe "das ist zu weit", dann darfst Du mir ruhig glauben, dass das auch so ist. 😉 Für die Strecke, die Du da vor hast, kannst Du mal schlapp 10 Stunden veranschlagen. Und bei Sonnenuntergang ist im und beim Etosha: Schluss!

Bei dem Ovamboland fährst Du in einer der bevölkerungsreichsten Gegenden Namibias. Das bedeutet Menschen: Tiere, Sensationen auf und neben der Straße und in den Ortschaften: Stau & rush hour.

Die Strecke vom King Nehala Gate bis zum Fort Namutoni zieht sich, da Ihr da etwa mit nur 40 Km/h unterwegs sein werdet.

Und falls mit Ruacana die Kunene River Lodge gemeint sein sollte, da krabbelt Ihr auch die Piste am Kunene entlang.

LG
Logi
Themenstarter8 Beiträge · seit 201901. Mai 2019 · #8
Hallo,
es geht nicht um „nicht glauben“, dann hätte ich ja nicht in einem Forum nachgefragt. Ich nahm an, mich nicht richtig ausgedrückt zu haben. Grob gesagt, war geplant an einem Tag von den Epupa-Fällen weiter gen Osten zu fahren, dann zu übernachten und am nächsten Tag bis zum Fort Namutoni zu fahren. Der Halt muss nicht in Ruacana stattfinden. Ich würde halt gerne das Ovambo-Land mitnehmne, weil ich davon ausgehen, dort einen anderen Eindruck vom Leben in Afrika zu gewinnen, als in Lodges. Und im Forum wurde die Strecke Ruacana - Fort Namutoni schon besprochen und als machbar beschrieben. Welche anderen Vorschläge gebe es denn?
16,9k Beiträge · seit 201201. Mai 2019 · #9
fleischfrau schrieb:Grob gesagt, war geplant an einem Tag von den Epupa-Fällen weiter gen Osten zu fahren, dann zu übernachten und am nächsten Tag bis zum Fort Namutoni zu fahren. Der Halt muss nicht in Ruacana stattfinden.
Ich versuche es noch einmal zu erklären: für die Strecke Kunene River Lodge => Epupa (also umgekehrt) haben wir auf der D 3700 im Dezember 5 1/2 Stunden benötigt. Der Ernst wollte die Strecke ungefähr 14 Tage nach uns fahren und musste da schon, wegen Regenfällen, außen rum fahren.

Und von der Kunene River Lodge bis nach Ruacana sind es auf der Schotterpiste auch noch einmal rund 2 Stunden.

LG
Logi
33,1k Beiträge · seit 200601. Mai 2019 · #10
Hallo Fleischfrau,
Grob gesagt, war geplant an einem Tag von den Epupa-Fällen weiter gen Osten zu fahren, dann zu übernachten und am nächsten Tag bis zum Fort Namutoni zu fahren.
zeitig (!) losfahren von der Kunene River Lodge und dann im Ongula Village Homestead (https://www.ongula.com/) übernachten. Am nächsten Tag entspannt gen Namutoni (dort aber lieber außerhalb nächtigen).

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2019
Themenstarter8 Beiträge · seit 201901. Mai 2019 · #11
Ist denn die Strecke vom Camp Aussicht zu den Epupa-Fällen an 1 Tag machbar?
Dann könnte ich ändern:
Tag 9: von Twyfelfontein zum Camp Aussicht, dabei sollte doch etwas Zeit fürs „Damara Living Museum“ bleiben, oder?
Tag 10: vom Camp Aussicht zu den Epupa-Fällen
Tag 11: Epupa-Fälle, Bootsfahrt
Tag 12+13+14: 3 Tage für den Weg von den Epupa-Fällen durchs Ovamboland in den Etosha-Park. Dann wäre (hoffentlich) Zeit genug, um einen Eindruck vom Leben dort zu erhalten - so als Kontrast zu Ruhe und Weite. Vielleicht wäre auch eine Übernachtung in Ondangwa oder Oshakati möglich. Ich möchte am Ende nicht „nur“ Hotspots gesehen haben, aber nichts von Leben dort.
Wäre das so besser?
33,1k Beiträge · seit 200601. Mai 2019 · #12
Hallo Sabine,
Tag 12+13+14: 3 Tage für den Weg von den Epupa-Fällen durchs Ovamboland in den Etosha-Park. Dann wäre (hoffentlich) Zeit genug, um einen Eindruck vom Leben dort zu erhalten - so als Kontrast zu Ruhe und Weite. Vielleicht wäre auch eine Übernachtung in Ondangwa oder Oshakati möglich. Ich möchte am Ende nicht „nur“ Hotspots gesehen haben, aber nichts von Leben dort. Wäre das so besser?
wenn es Euch um das Ovamboland geht und dort Zeit zu verbringen, dann wäre es so wahrscheinlich "besser". Ansonsten geht es wie gesagt auch mit einer Übernachtung. Zum Ovamboland und what to do schau Dir z.B. mal http://www.openafrica.org/experiences/route/142-omulunga-palm-route an.

Bei einer Übernachtung würde ich wie gesagt Ongula machen, bei 2 Übernachtungen vielleicht in Ruacana (zur Not Ruacana Eha Lodge, ansonsten eher Mavinga Lodge) und dann Ongula oder eben "städtisch" in Oshakati/Ondangwa (z.B. Oshakati Guest House).

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2019
Themenstarter8 Beiträge · seit 201901. Mai 2019 · #13
Danke!
Dann wird es jetzt ein 3-Tages-Trip durch das Ovamboland.
16,9k Beiträge · seit 201201. Mai 2019 · #14
Sabine, schau bitte in Dein Postfach.

LG
Logi