PIPinbackThemenstarter46 Beiträge · seit 201014. Apr. 2019 · #1Jambo an alle,
nach 27 Jahren wollen wir Zwei wieder mal nach Kenia. Uns schwebt ein Self-Drive-Loop im Vieleck Nairobi-Mara-Kitale-Isiolo-Mombasa-Nairobi vor, wir haben noch keine detaillierte Planung.
Fanden einige 4x4-Rentals im Web:
Würden diesmal ein Dachzelt unserem Kuppelzelt vorziehen - wer hat gute Erfahrungen mit entsprechenden Vermietern gemacht? Gibt's das nur mit einem großen Landcruiser?
Falls doch Bodenzelt - ist es möglich mit einem z.B. RAV-4 in die Mara zu fahren? (so unglaublich es heute klingt: wir waren damals dort mit einem Suzuki Jimmy unterwegs - ging gut, aber offensichtlich haben sich die Regenzeiten verschoben...)
Es war weitgehend ein Bergsteiger-Urlaub (Kili-Western Breach, Mt. Kenya, Ruwenzori) das ist aufgrund unseres, ähem, fortgeschrittenen Alters nicht mehr möglich. Wir würden aber gern nochmals einen Blick in die Riesenlobelien-Zone (3500+m) werfen. Wo kommt man (mit dem LC...) an einen guten Startpunkt für schöne Tageswanderungen in diese Botanik?
Mt. Elgon Peak Road? Mt. Kenya Met-Station oder Chogoria Forest Camp? Old Donyo Sabuk ? Sind die Aberdares zu tief?
Asanta Sana im Voraus, weitere Fragen werden später kommen ..
VG
Pinback
picco6'369 Beiträge · seit 201115. Apr. 2019 · #2Hoi Pinback
Viel kann ich Dir nicht beantworten, aber ich sehe keinen Grund mit dem RAV4, sofern er denn ein 4WD ist (es gibt auch 2WD) nicht in die Mara fahren zu können.
Wo ein Minibus durchkommt sollte ein RAV4 auch durchkommen.
Wenn es einer mit Zuschaltallrad ist (es gab solche mit 2WD, solche mit zuschaltbarem 4WD und solche mit permanentem 4WD, was im Gelände nur was bringt wenn sich zumindest das Mitteldifferential sperren lässt) hat der leichte RAV4 dank seinem fehlenden Mitteldifferential (=gesperrtes Mitteldifferential) meiner Meinung nach im Schlamm sogar Vorteile gegenüber dem viel schwereren Landcruiser.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200815. Apr. 2019 · #3Hallo Pinback,
Da bin ich mit Picco einverstanden! Der RAV4 (4WD) finde ich im Schlamm auch viel leichter und beweglicher! 🙂
Bin Ende des Jahres auch in Kenia unterwegs und zögere noch Self Drive zu machen.
Welche Autovermieter hast du ins Auge gefasst?
Viel Spass bei deiner Planung
Annick
PIPinbackThemenstarter46 Beiträge · seit 201016. Apr. 2019 · #4... das vernehme ich mit Erleichterung: blieb mal in Malawi mit dem Landcruiser in einem Schlammloch stecken das der RAV vor mir passiert hatte - war mir etwas peinlich...
Das sind die Vermieter mit Dachzelt die wir gefunden haben:
-
https://www.roadtripafrica.com/kenya/car-rental(erlauben keinen RAV in der Mara, wir trafen aber in Uganda Leute die mit dem Outfit sehr zufrieden waren, auch Empfehlung LPlanet)
-
http://www.flightsafaris.com/-
http://www.toughtruckskenya.com/ (RAV mit DZ !)
-
https://www.4x4uganda.com/car-fleet.html-
http://www.jeepkenya.com/large_4X4_jeep.html(Prado)
-
http://www.sunworld-safari.com/en/car-hire/adventure-roof-top-camping.html(Pajero)
-
http://www.bushtroop-safaris.com/kenya/roof-top-camper-for-hire-in-kenya.htm-
http://www.4x4selfdrivekenya.com/-
http://safari4x4hire.com/Pages/4x4-Vehicles.asp-
http://www.4x4-kenya.com/-
http://www.simbaprideadventures.com/large-4x4/Sind dankbar fuer Empfehlungen damit wir nicht alle anschreiben muessen.
Annick, vielleicht trifft man sich ja, was haelt dich als Afrika-Profi vom Self-Driven ab?
tally-ho
Pin
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200816. Apr. 2019 · #5Coucou Pin,
Danke schon einmal für alle Autovermietung Links.
Der RAV mit DZ ist echt nicht teuer! (Toughtruckskenya.com)
Wir werden uns kaum begegnen denn meine Tour sieht wie folgt aus: Nairobi-Mombasa-Diani Beach-Tsavo East and West-Amboseli-Masai Mara-Nairobi.
Wieso ich dieses Mal für das Self Driving zögere? I am on my own......
Es grüsst
Annick
Martin F.195 Beiträge · seit 201517. Apr. 2019 · #6Hi!
Im Mt.Elgon NP kannst du mit dem Auto auf 3.500 m Höhe fahren, dort oben campieren und deine Lobelien-Ausflüge machen, was dann theoretisch bis 4.222m möglich wäre, ganz ohne Guide. Wir waren begeistert!
Martin
facebook.com/martin.friedl.790
PIPinbackThemenstarter46 Beiträge · seit 201022. Apr. 2019 · #7Danke Martin,
kannst du bitte noch Details zum Mt. Elgon-Aufstieg nennen:
- Ausgangspunkt (Chorlim Gate?)
- Zustand der Peak Road (Rough Guide: "steely nerves needed, your vehicle might roll over")
- Koitoboss Camp-Möglichkeit
- dann Wanderung (braucht man Rangers oder kann man einfach so losgehen?)
D&G
Pin
Martin F.195 Beiträge · seit 201522. Apr. 2019 · #8- Ausgangspunkt (Chorlim Gate?):
ja, gibt ja nur dieses gate
- Zustand der Peak Road (Rough Guide: "steely nerves needed, your vehicle might roll over")
nerven hat mich das keine gekostet, bin da einfach hinauf gefahren. untersetzung braucht das auto wohl, weil sehr steil
- Koitoboss Camp-Möglichkeit
frage verstehe ich nicht. man campiert am letzten punkt den man mit dem auto erreichen kann, ein kleiner parkplatz auf 3500m, infrastruktur ist dort keine, weil eben keine campsite, sondern ein parkplatz
- dann Wanderung (braucht man Rangers oder kann man einfach so losgehen?)
stand in meinem beitrag, wiederhole es aber gerne: man kann einfach losgehen, gipfel und retour dauer 4-7 stunden je nach gehtempo, vor dem gipfel etwas kletterei, also nix wo man ein seil bräuchte, aber trittsicher sollte man sein, und arme und beine braucht man zum hochziehen, kein wanderweg mehr
grüße
martin
facebook.com/martin.friedl.790
PIPinbackThemenstarter46 Beiträge · seit 201025. Apr. 2019 · #9.. . zum RAV kam diese Mail von Toughtruckskenya:
"A Toyota Rav4 can no longer hold a roof tent due to road stability and low ground clearance level. In addition a Rav4 is no longer allowed in Masai Mara and other premium parks"
VG
Pin
Topobär5'479 Beiträge · seit 200925. Apr. 2019 · #10Wir waren bereits mit einem 4x4 RAV4 in der Mara. Ging sehr gut.
Unser seit Jahren bevorzugter Vermieter ist Sunworld. Kann ich uneingeschränkt empfehlen, ist aber teuer.
PIPinbackThemenstarter46 Beiträge · seit 201021. Okt. 2019 · #11Jambo,
unsere Abreise nähert sich, der Plan konkretisiert sich, einige weitere Fragen an die Experten:
- KWS-Parks: sind die Gates alle mit Kreditkarten-Lesern ausgestattet?
- Bringt das Safari-Card System etwas (wir wollen in 4-6 der davon abgedeckten Parks) ? Ist auf der www.kws.go.ke unklar, wo sind die POIPOS?
- Mara Nat. Reserve und die teuren Conservancies (z.B. Mara-Peropherie und Laikipia): Cash ($, E, KSh ?) oder Kreditkarten?
- was ist besser: eVisa oder am Airport?
- Marine Parks: wie ist der Status der Korallen und Fische (Bleaching)? Lohnt es sich von Tsavo die Schleife Wasini - Watamu zu fahren?
- wir kommen mit Lufthansa um 21:30 in Nairobi an und übernehmen den Prado am nächsten Tag. Man könnte am Airport ins Hotel - aber es erscheint vorteilhaft noch Nachts ins Zentrum zu fahren und dort zu Übernachten - das Verkehrschaos sollte um ca. 23:00 besser sein als am nächsten Vormittag (wir wollen dann Richtung Mara raus und hätten schon die Hälfte geschafft) ?
Habt ihr Hotelempfehlungen (Airport, Center) evtl. mit Airport-Pickup?
Dank im Voraus !
Pin
GRGreno67 Beiträge · seit 201525. Okt. 2019 · #12Jambo,
Fragen sind relativ leicht zu beantworten.
Die KWS - Safari-Card brauchst du zwingend für alle KWS Parks. Die Liste kannst du ja der Homepage entnehmen. Habe deine Safari jetzt nicht vor Augen. Die Safari-Card kannst du in diversen KWS Stellen aufladen, in den größeren Städten ist immer einer. Alternativ auch bei diversen Gates, zum Beispiel Voi oder Tsavo West. Diese haben auch Kartenlesegeräte.
Massai Mara besser in Dollar - Cash bezahlen. Die haben manchmal Verbindungsprobleme.
Visa: Ganz klar Airport. Ihr spart euch viel Zeit. Bitte 40€ in Bar jeweils bereit halten.
Hotel: Hier würde ich euch ein Hotel in Karen empfehlen. Schaut euch mal das Wildebeest Camp an. Das ist zwar basic, aber für euch ganz gut gelegen und günstig. Von einer großen Weiterfahrt in Richtung Mara außerhalb Nairobis würde ich dringend abraten. Es ist nur ratsam, kein Hotel in Flughafennähe zu nehmen, da ihr sonst morgens im Verkehr erstickt und locker 2h verliert. Eher mehr. Außerdem sind die Hotels schlecht.
Karen liegt für euch verkehrstechnisch gut. Ihr seid im Nu aus Nairobi raus. Fahrzeit Karen sollten ungefähr 30 Minuten betragen. Taxis bekommst du vor Ort. Kostet ungefähr 20€. Safaricom SIM karte bekommst du ebenfalls am Flughafen.
Küste: Wie gesagt, ich kenne deine Route nicht. Die Küstenstraße Watamu - Wasini lohnt nicht. Grundsätzlich gilt: Der Norden ab Kilifi ist etwas ursprünglicher, , der Süden um Ukunda recht touristisch. Ab Ukunda Richtung Lunga Lunga ist schön. Wasini lohnt zum Schnorcheln gar nicht. Genauso der Mida Creek bei Watamu. Anders sieht es mit Tauchen aus. Da lohnt sowohl der Diani Beach als auch Watamu.
Wenn ihr Küste erleben wollt und noch wirklich ursprüngliche Kultur, überlegt euch einen Abstecher nach Lamu zu machen. Auto in Nairobi wieder abgeben und mit fly540 oder Jambojet nach Lamu über Malindi. Dort dann in ein Guesthouse in Shela.
Grüße
PIPinbackThemenstarter46 Beiträge · seit 201027. Okt. 2019 · #13Danke Greno,
für die Antworten!
In Uganda ging es bei der Einreise am Airport mit einem eVisum viel schneller als mit einem vor Ort gekauften. Bei dir klingt es für Nairobi umgekehrt oder habe ich das missverstanden?
Der Tipp mit Karen ist natürlich gut, aber wir wollten nachts (erst ca. 23:00 durch Immigration) halt nicht mehr Taxi fahren und dachten dass der Southern Bypass (vom Airport nach Gitaru) tagsüber nicht so arg verstopft ist.
Unsere Route:
Nairobi - Mara u.z. - Rift Valley hoch - bis Mt. Elgon - Aberdares - Amboseli - TsavoW - Mombasa - Kisite Marine NP - zurück und hoch bis Watamu - von Malindi in den TsavoE - Nairobi.
Wir könnten also auf den südlichen Küstenabstecher verzichten (die Likoni-Fähre soll chaotisch sein).
VG, Pin
GRGreno67 Beiträge · seit 201527. Okt. 2019 · #14Hallo,
in der Regel geht Visum vor Ort wesentlich schneller. Das liegt u.a. an der Passkontrolle, die ja nicht entfällt. Das Visa selber ist in Kenia schnell ausgestellt. Da die meisten ein E-Visa machen, ist die Schlange vor ort entsprchend länger als am normalen Visa- Schalter.
Zu Nairobi noch einmal eine ganz klare Aussage: Wenn ihr in die Mara zuerst wollt, seht zu, dass ihr möglichst weit im Westen Nairobis übernachtet. Sucht euch da irgendwo eine Unterkunft. Übernachtet ihr am Flughafen, verliert ihr am nächsten Tag locker 2h, eher sogar 3h. Da macht es auch keinen Unterschied, welche Straße du nimmst. Der Southern Bypass ist sehr stark frequentiert, ähnlich wie der Elbtunnel in Hamburg. Nairobi ist ein Nadelöhr, wie ein Trichter. Alles von der Küste und von Norden muss dort durch...
Würdet ihr in den Norden zuest fahren, könnte es noch durch den Eastern Bypass gehen, aber das tut es ja nicht.
Zu Mombasa / Küste: Zuerst einmal spielt die Fähre keine Rolle, wenn ihr aus dem Tsavo West kommt. Ihr solltet dann über Samburu / Kwale fahren. Die Straße ist mittlerweile weitgehend asphaltiert. Vom Buchuma Gate (Tsavo Ost) bis nach Ukunda braucht ihr 2,5 Stunden. Mombasa spart ihr euch so auf dieser Strecke. Vom Tsavo West Gate sind es dann rund 3,5 - 4h.
Wenn ihr Halt in Mombasa machen wollt, dann eher auf der Strecke an die Nordküste.
Die Likoni Fähre ist auch ein Nadelöhr. Aber bei weitem nicht so wie Nairobi. Wenn ihr dort nicht gerade zwischen 7 und 9 Uhr rein nach Mombasa oder zwischen 14 und 17 Uhr raus aus Mombasa wollt, ist das ok. Die Fähre fährt tagsüber in zehn Minuten Rhythmen, die Wartezeit ist da nicht so lang. Mombasa selber ist wesentlich chaotischer zu befahren als Nairobi. Aber ok.
Hier mal die Streckenzeiten:
Nairobi (Westen) - Mara: 5-6h
Mara - Rift Valley (wo dort?)??? Mount Elgon ist zu weit für einen Tag.
Mount Elgon - Aberdares: 5-6h
Aberdares - Amboseli 7-8h
Amboseli - Tsavo West 2h
Tsavo West - Ukunda (Diani Beach) 4-5h
Ukunda Kisite - Tagesausflug
Ukunda - Watamu 3-4h
Watamu - Tsavo Ost 1,5h
Tsavo Ost - Nairobi 6h
Dazu müssen noch Pausen und je nach Unterkunftsort 1h hinzu gerechnet werden. Faustregel: rechne für 50km eine Stunde Fahrzeit.
Grüße