ABABachThemenstarter18 Beiträge · seit 201926. Feb. 2019 · #1
Hallo,
Mit dem Flug über Äthiopien nach WDH mit Ethiopian gibt es ein kleines Problem. Aufgrund des Umstiegs sollte meine Frau eine Gelbfieberimpfung machen, da angeblich auch unser kurzer Aufenthalt (unter 2h) zu Problemen bei der Einreise führen kann (ab 12h brauch man wohl die Impfung wirklich). Nun soll meine Frau nicht gegen Gelbfieber geimpft werden, da sie noch stillt. Hat jemand dazu aktuelle Erfahrungswerte? Würde ein Exception Letter vom Arzt akzeptiert? Von dem was ich gelesen habe ist es wahrscheinlich, dass nicht mal kontrolliert wird. Doch ein Restrisiko bleibt.
Ganz Pragmatisch und wertfrei alle Optionen: A ) Am sichersten ist umbuchen. Direktflug. Problem gelöst. B ) Abstillen impfen. Problem gelöst. C ) Arztzettel den ein Immigrations in dennoch Frage stellen kann. D ) Es darauf ankommen lassen.
Gruß Ingo
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201627. Feb. 2019 · #3
Hallo Andre,
fliegt denn Euer Kind mit oder bleibt es zu Hause? Wie alt ist denn Euer Baby zum Zeitpunkt der Reise?
Wenn es zu Hause bleibt, wie macht Ihr es denn mit der Milch während des Urlaubs?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Du brauchst beim Transit in Addis ohne Verlassen des Flughafens keine Gelbfieberimpfung. Du reist gar nicht nach Äthiopien ein und deshalb gibt es auch weder Pass- noch Impfausweiskontrolle. Es würde auch keinen Sinn machen, da sich Ethiopian Airlines, und der Staat steht dahinter, sich sein eigenes Hub-Konzept des Flughafens kaputtmachen würde.
Das AA schreibt dazu: "Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr)." (d.h. selbst bei Aufenthalt in Äthiopien ist keine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben!)
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ABABachThemenstarter18 Beiträge · seit 201928. Feb. 2019 · #5
Sorry, ich habe mich wohl nicht ganz klar ausgedrückt: Der Frau wurde die Impfung verweigert. Das Kind ist geimpft 😉
Es gibt wohl noch eine Möglichkeit: Einfach doch Impfen. Nachdem ich einiges dazu gelesen habe, ist es eher meine Meinung, dass einfach niemand Verantwortung für die Impfung übernehmen möchte. Soweit ich die Informationen zusammensuchen konnte:
vereinzelnd Fälle beschrieben, in denen gestillte Säuglinge nach Impfung der Mutter gegen Gelbfieber an einer Entzündung an Meningoenzephalitis erkrankt sind
weltweit liegt die Fallzahl wohl im kleinem einstelligen Bereich
Ein Zusammenhang ist auf Grund der geringen Fallzahl nicht mal im Ansatz nachzuweisen. Jedoch konnte zumindest in einem Fall nachgewiesen werden, dass der Impfstoff über die Muttermilch ins Kind gelangt ist
Kinder waren extrem jung (Offenbar < 1 Monat)
wurden voll gestillt
Alle Betroffenen haben sich vollständig erholt
Wir haben ein Kleinkind, dass nur noch kaum gestillt wird und sogar selbst geimpft wurde. Auf die Impfung da zu verzichten halte ich nicht für verhältnismäßig.
@travelNAMIBIA: es geht darum, dass es Probleme bei der Einreise nach Namibia geben kann (wenn auch unwahrscheinlich), da wir durch den Umstieg aus Addis kommen würden. Das AA schreibt: "Bei der Einreise aus Deutschland (Direktflug) sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen. Bei Einreise aus einem von der WHO als Gelbfieber-Endemiegebiet deklariertem Land wird der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt"
ABach schrieb: Bei Einreise aus einem von der WHO als Gelbfieber-Endemiegebiet deklariertem Land wird der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt"
richtig, bei Einreise, ihr reist aber nicht in Addis ein (!), ihr bleibt im Transitbereich des Airports
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
ABABachThemenstarter18 Beiträge · seit 201928. Feb. 2019 · #7
Ich denke hier ist eher die deutsche Sprache das Problem: AA: "Bei der Einreise aus Deutschland (Direktflug) sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen. Bei Einreise [nach Namibia] aus einem von der WHO als Gelbfieber-Endemiegebiet deklariertem Land wird der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt." Das [nach Namibia] ist durch mich ergänzt.
Ich bin ein großer Fan vom CRM, da ist es noch besser geschrieben: "Gelbfieber-Impfbescheinigung auch erforderlich bei Zwischenstopp oder Umstieg (Transitverkehr), der länger als 12 Stunden dauert, in einem der untenstehenden Länder. Abweichend von der offiziellen Bestimmung kann der Impfnachweis auch bei kürzerem Transit-Aufenthalt verlangt werden."
Dass es Probleme geben kann ist relativ klar: Wir steigen in Namibia aus einer Maschine aus, die aus Äthiopien kommt. Um zu zeigen, dass wir nur kurz da waren, müsste der Grenzbeamte unsere Tickets prüfen. Zudem sollte er den ganzen Reisepass durchblättern um zu überprüfen ob wir wirklich nicht den Transitbereich verlassen haben.
Dass es Probleme geben kann ist relativ klar: Wir steigen in Namibia aus einer Maschine aus, die aus Äthiopien kommt. Um zu zeigen, dass wir nur kurz da waren, müsste der Grenzbeamte unsere Tickets prüfen. Zudem sollte er den ganzen Reisepass durchblättern um zu überprüfen ob wir wirklich nicht den Transitbereich verlassen haben.
Ich verstehe Deine Ausgangsfrage dann nicht, wenn Du es eh besser weißt...?!
Nochmals: Es ist keine Impfung im Transit bis 12 Stunden vorgeschrieben, weder für Äthiopien noch für das endgültige Zielland. Das ist eine internationale Richtlinie der WHO. Ich kenne keinen einzigen Fall wo überhaupt der Impfausweis, außer sporadisch bei Ankunft in Namibia aus Angola, kontrolliert wurde.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Ich habe etwas Probleme, das ganze nachzuvollziehen. Ja, theoretisch kann es zu Problemen / einer Überprüfung kommen (etwa wenn ihr wegen technischen Problemen 1,2 Tage in Addis festhängt). Aber dafür prophylaktisch zu impfen, wenn es aus medizinischer Sicht weder nötig ist sondern vielmehr kritisch, ergibt für mich keinen Sinn.
Wenn ich so viel Sorgen hätte, dass in Windhoek eine Impfung verlangt wird, würde ich schlicht die Buchung stornieren und mit einer anderen Airline fliegen. So viel billiger kann Ethiopian gar nicht sein, vor allem wenn man noch die Kosten einer medizinisch nicht notwendigen Impfung mit einbezieht.. just my 2 cents..
ABABachThemenstarter18 Beiträge · seit 201928. Feb. 2019 · #11
Hier sind viele verschiedene Aspekte, ich möchte das differenziert betrachten.
@fidel: Auf die Möglichkeit eines anderen Flugs wollte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da es einfach das Thema sprengt. Geprüft habe ich das aber. Das wären ca. 1500€ im Best Case Mehrkosten, wenn wir nur den Rückflug antreten dürfen obwohl wir den Hinflug nicht nehmen würden und wir zudem Steuern und Flughafengebühren erstattet bekommen. Daneben würden sich die Flugdaten deutlich ändern: Neben Umplanungen sind natürlich schon Mietwagen in Namibia und Stellplatz am deutschen Flughafen zu anderen Zeiten gebucht. Kosten der Geldfieberimpfung sind unerheblich, da relativ gering (ca. 50€), eh mal zumachen für die Zukunft und letztendlich durch Versicherungsbeiträge bereits bezahlt.
@Flotho: Ich kann nicht nachvollziehen was du schreibst. Beim CRM steht eindeutig "auch erforderlich bei Zwischenstopp oder Umstieg". Zudem "kann der Impfnachweis auch bei kürzerem Transit-Aufenthalt verlangt werden." Die Formulierungen des AA sind leider weniger eindeutig und man kann sich über die Leseart streiten. Fakt ist, dass wir formal nicht in Äthiopien einreisen werden, jedoch werden wir äthiopisches Hoheitsgebiet betreten. Ferner spricht für meine Lesart, dass das AA differenziert und bezüglich des Falls "Bei der Einreise aus Deutschland" ohne Pflichtimpfung explizit "(Direktflug)" schreibt. Meiner Meinung nach willst du mir sagen, dass es absolut falsch ist was das CRM schreibt und zudem meine Leseart von der Veröffentlichung des AA auch falsch ist. Da dies durchaus respektable Quellen sind sollten solche Behauptungen belegt werden.
@travelNAMIBIA: Ich weiß es nicht besser, deswegen frage ich. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es durchaus ein allgemeines Risiko gibt. Denn: Wenn überhaupt kontrolliert wird, dann können die Grenzbeamten auf den ersten Blick gar nicht erkennen, dass wir nicht in Äthiopien eingereist waren. Zudem schreibt das CRM, dass auch unter 12h kritisch werden können. Ich selbst schätze das Risiko als sehr klein an, doch ich kann es kaum abschätzen, da die Informationslage dürftig ist. D.h. Danke für deine Auskunft, ich gehe davon aus, dass ein kommerzieller Anbieter (scheint zumindest so) mit deinen Statistiken einen besseren Eindruck hat.
Vielen Dank Andre
Bollito204 Beiträge · seit 201628. Feb. 2019 · #12
Google doch mal Direktflug, dann weißt du, dass Direktflug etwas anderes als ein Nonstopflug ist und daher sowohl einen Zwischenstopp wie auch eine Umsteigeverbindung enthalten dann. Somit dürfte dann auch wohl Dir alles deine Impfung betreffende klar sein.
RORockshandy280 Beiträge · seit 201828. Feb. 2019 · #13
Wir standen letztes Jahr vor einer ähnlichen Frage, bei einem KLM-Flug über Angola nach Windhoek. (Allerdings haben wir uns vor der Fluchbuchung damit beschäftigt 😗 ) Unsere Überlegung war : was passiert, wenn beim Zwischenstopp in Luanda irgendwas schiefgeht ( Defekt am Flugzeug, Weiterflug verzögert etc.) Dann hätte uns bei Einreise in Namibia - ohne Gelbfieberimpfung - schlimmstensfalls wohl eine 3tägige Quarantäne gedroht. Um das auszuschliesen, haben wir dann den Flug über Kapstadt nach Windhoek gewählt - einfach um sicher zu sein ! Das kommt manch einem jetzt vielleicht übertrieben vor - für uns war es einfach beruhigend. Aber wie schon gesagt - so was sollte man vor der Flugbuchung überlegen und nicht hinterher. Einfach zuschlagen, weil der Preis gerade günstig erscheint, ist leider ein zunehmendes Phänomen bei Fernreisen . ( Dagegen werden manchmal beim Kauf eines Föns für 30 Euro mehrere Seiten Produktbewertungen gelesen 😗 )
Bollito204 Beiträge · seit 201628. Feb. 2019 · #14
Wir werden in 6 Wochen genau diese Route mit KLM über Angola nach Windhoek fliegen und wir benötigen für diesen Flug keine Gelbfieberimpfung, wie ich aus offizieller Quelle weiß. Das wurde hier im Forum auch bereits ausgiebig diskutiert. Ich glaube, dass diese ganze Diskussion in diesem Fall hier zu nichts führen wird.
RORockshandy280 Beiträge · seit 201828. Feb. 2019 · #15
Nein, wenn alles wie geplant verläuft, braucht man keine Impfung. Aber wenn nicht ? Angola ist und bleibt nun mal ein Gelbfieber-Risikogebiet . . .
ABABachThemenstarter18 Beiträge · seit 201901. März 2019 · #16
@Bollito: Dass wir auf einem Direktflug sind ist ein neuer Aspekt. Auf einem Direktflug kann es kurze (technische) Zwischenstopps geben, jedoch bleibt die Flugnummer auf jeden Fall erhalten. Da wir unterschiedliche Flugnummern haben ist es definitiv kein Direktflug. Nebenbei: Auf einem Direktflug kann auch ein Zwischenstopp ein Reisemangel sein (vgl. AG Rostock, AZ: 47 C 241/10)
@Rockshandy: Ja die Situation ist ungünstig und man hätte im Nachhinein es sicher anders machen können. Auf der andere Seite haben wir vorher schon sehr viel geklärt, eben nur übersehen, dass wir möglicherweise gegen Gelbfieber geimpft sein sollten bei Einreise wegen des Umstiegs. Wobei es strittig ist ob das überhaupt theoretisch gefordert ist, ob es praktisch eingefordert wird und ob es wirklich nicht gemacht werden kann. Da wir auf der ganzen Welt reisen und vor jeder Buchung uns mehre Reiseziele ausgucken ist so etwas nicht ganz vermeidbar, sonst kämen wir nie dazu zu buchen bevor wie alle Eventualitäten ins letzte Detail geprüft haben.
Zudem schreibt das CRM, dass auch unter 12h kritisch werden können.
dann schreiben die Unsinn. Es gibt internationale Regelungen dazu, in diesem Fall durch die WHO und IATA. Eine gute Anlaufstelle bei solchen Fragen ist immer https://www.iatatravelcentre.com denn dort wird abgebildet eas die Vorgaben sind, an die sich auch die Airlines beim Checkin halten müssen.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
wenn eine Umbuchung nicht mehr sinnvoll möglich ist und du bzw. das Kind ohnehin bereits geimpft seid (habe ich das richtig verstanden?) dann würde ich ehrlich gesagt (a) mir eine Bestätigung des Arztes holen, dass deine Frau nicht impffähig ist und (b) das Risiko, dass es zu Problemen bei der Einreise kommen kann, schlicht eingehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr aufgrund welcher Umstände auch immer bei der Einreise eine Impfung vorweisen müsst, dürfte bei <5% liegen. Dafür das offenbar nicht unerhebliche Risiko der Impfung einer stillenden Mutter eingehen? Impfen kann man dann ja immer noch am Flughafen.. (wofür man auch noch eine eigene sterile Spritze mitnehmen kann). Mach dich mal nicht verrückt 🙂
Selbst wenn ihr aus Addis geflogen kommt, sieht der Einreisebeamte in deinem Pass, dass du nicht nach Äthiopien eingereist bist und zudem kannst du ihm ja dein gesamtes Ticket zeigen - daraus ergibt sich ja eindeutig, dass es ein Transit war.
WEWernfried131 Beiträge · seit 201701. März 2019 · #20
ABach schrieb: Es gibt wohl noch eine Möglichkeit: Einfach doch Impfen. Nachdem ich einiges dazu gelesen habe, ist es eher meine Meinung, dass einfach niemand Verantwortung für die Impfung übernehmen möchte.
Hast du das "nur" (irgendwo im Internet) gelesen oder tatsächlich mit einem Arzt gesprochen? In deinem Fall würde ich den Besuch beim Tropeninstitut o.ä. vorziehen.
ABach schrieb: Wir haben ein Kleinkind, dass nur noch kaum gestillt wird und sogar selbst geimpft wurde. Auf die Impfung da zu verzichten halte ich nicht für verhältnismäßig.
Unter diesen Voraussetzungen und in der Annahme dass ihr nicht schon nächste Woche fliegen wollt wäre die von mir bevorzugte Option: Abstillen und impfen.