In den Sommerferien mit dem Dachzelt.

9 Antworten · 4'789 Aufrufe · gestartet 10. Feb. 2019 von Jens83
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Themenstarter4 Beiträge · seit 201710. Feb. 2019 · #1
Hallo zusammen!

Unser letzter (aber auch erster) Namibiaurlaub war im März/April 2018. Wir waren mit einen Geländewagen mit Dachzelt unterwegs und haben so auf eine abenteuerliche Weise das Land kennengelernt. Eigentlich waren die Temperaturen in der Nacht angenehm im Zelt. Problematisch waren nur die starken Gewitter. Nach starkem Dauerregen wurde es schon etwas feucht im Zelt.
Trotzdem war es ein wunderschöner Urlaub. Man hatte ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer wie wir es so noch nicht erlebt hatten.
Da wir (ich 36, meine Frau 38 und unserer Sohn 10) mit der Zeit das Land und diese Art von Urlaub vermissen, überlegen wir ob wir es nochmal in den Sommerferien wiederholen sollten. Jetzt zu meiner eigenlichen Frage. Wie ist es Nachts bei teilweise um die 0 Grad nur mit einer Decke im Dachzelt? Das man sich wenn es dunkel wird wärmer anziehen muss ist uns klar. Braucht man für die Nacht z.B. einen extra warmen Schlafsack? Oder ist es gefühlt nicht so kalt im Zelt? Über Tipps oder Ratschläge würden wir uns sehr freuen.
Unseren letzten Aufenthalt in Namibia hatten wir komplett selber geplant. Da wir ein paar Anfängerfehler begangen haben, wollen wir diesmal besser vorbereitet sein. Wir hatten uns z. B. für zwei Wochen einfach zu viel vorgenommen. Dadurch war es manchmal zeitlich etwas stressig. Diesmal soll es ruhiger werden. Dadurch hoffen wir das Land noch besser erleben zu können.

Viele Grüße Jens
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547 Beiträge · seit 201410. Feb. 2019 · #2
Jens83 schrieb:...überlegen wir ob wir es nochmal in den Sommerferien wiederholen sollten. Jetzt zu meiner eigenlichen Frage. Wie ist es Nachts bei teilweise um die 0 Grad nur mit einer Decke im Dachzelt? Das man sich wenn es dunkel wird wärmer anziehen muss ist uns klar. Braucht man für die Nacht z.B. einen extra warmen Schlafsack? Oder ist es gefühlt nicht so kalt im Zelt? Über Tipps oder Ratschläge würden wir uns sehr freuen.
Hallo Jens

Um dir auf deine Fragen passende Antworten geben zu können würde es sicherlich helfen, wenn wir etwas näher über eure geplante Route Bescheid wüssten.

Während man im Juli/August im Norden Namibias (Etosha, Caprivi) relativ problemlos mit einem 'normalen' Schlafsack oder einer Decke auskommt kann es im Süden (Kalahari, etc.) extrem kalt werden. Wir hatten in der Kalahari im Juli / August -10°C und das war auch mit sehr gutem und warmem Schlafsack sowie zusätzlichen Wolldecken nachts sehr kalt. Das Zelt schützt dich vor der Witterung. Die Temperaturen drin sind jedoch nicht wirklich 'wärmer' als draussen... Im Etosha hatten wir damals um die 15° Nachts, also sehr problemlos.

Tipps/Ratschläge: Ich habe mir abends auf dem Gaskocher warmes Wasser gekocht und mir eine Flasche damit gefüllt, was nachts sehr gut geholfen hat. Ebenso lohnt es sich nachts eine Mütze zu tragen, weil man über den Kopf viel Wärme verliert. Ein grosses Feuer entfachen hilft Abends, wenn man noch etwas draussen bleiben will. Ansonsten sind wir u.a. auch wägen der Kälte häufig früh ins Bett. Handschuhe mitnehmen, um Morgens den Zeltabbau einigermassen zu überstehen 😉 Und wie gesagt warme Schlafsäcke und zusätzliche Decken sowie Skiunterwäsche...

Stell doch mal eure geplante Route hier rein, dann bekommt ihr sicherlich noch mehr Tipps.
Gruss, Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
57 Beiträge · seit 201710. Feb. 2019 · #3
Hallo Jens,
meine Freundin und ich waren 2017 im August/September mit einem Pick-Up mit Aufbau unterwegs, in dem wir geschlafen haben.
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War also in einem geschlossenen Wagen. Ich kann mich erinnern, dass wir 2 Nächte fast nicht geschlafen haben, weil es wirklich kalt war. Das war einmal in Sesriem und einmal in Okaukuejo. Leider hatten wir kein Thermometer dabei. Wir hatten Schlafsäcke vom Campervermieter und in diesen beiden Nächten noch zusätzlich Jogginghose und T-Shirt + Fleece und Decken die wir uns aus dem Flugzeug beim Hinflug geliehen und auf dem Rückflug wieder abgegeben haben.. 😗 Trotzdem war es richtig kalt.
Die übrigen Nächte zwischen Sesriem und Etosha (z.B. am Brandberg oder andere Camps im Etosha) waren dann wieder angenehm und kein Problem. Es kann also durchaus sein, dass es richtig kalt ist und die nächste Nacht wieder angenehm.
Letztes Jahr waren wir dann in Guatemala und haben dort unter anderem eine Nacht auf einem Vulkan in ca. 3500 Meter Höhe in einem Zelt verbracht. Dort hatte es auch nachts Minusgrade. Diesmal haben wir uns aber beide Skiunterwäsche mitgebracht. Damit war es überhaupt kein Problem und man hat nicht gefroren. Zusätzlich halt noch nen Pulli/Fleece drüber, wers gerne noch wärmer hat.
Also mein Tipp: Vorsichtshalber Skiunterwäsche mitnehmen und evtl. eine zusätzliche Decke, dann sollte man ohne Frostbeulen durchkommen. Wenn ihr Glück habt wirds ja garnicht so kalt 😉

Schönen Gruß
Gasse
708 Beiträge · seit 201510. Feb. 2019 · #4
Hallo

Skiunterwäsche und Kappe würde ich mitnehmen. Und vor Ort eine zusätzliche Decke kaufen (z.B. bei PEP). Die Zusatzdecke brauchte ich selbst im Oktober 2018, insbesondere das Damaraland bescherte uns ordentlich kalte Nächte (10 Grad).

Handschuhe für den Morgen (Zeltabbau) sind auch sinnvoll.

Gute Reise!
trsi
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
76 Beiträge · seit 201610. Feb. 2019 · #5
Hallo Jens,

Im Juli/August hatten wir für jeden einen extra Schlafsack dabei, der eingepackt ins Dachzelt gelegt wurde für alle Fälle...zum Glück war die Kältewelle mit Minusgraden gleich als wir in Windhoek ankamen und zwei Nächte im Hotel waren 🙂 , dann wurde es wärmer.

Ansonsten hatten wir auch noch die ultraleichten und kleinmachbaren Daunenjacken im Gepäck.

Gruß Uli
7 x Südafrika, 4 x Namibia. 2 x Botswana sowie USA, Kanada, Brasilien, Island...
Themenstarter4 Beiträge · seit 201711. Feb. 2019 · #6
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für eure Antworten. Die genaue Route steht noch nicht wirklich fest, ist ja erst für Sommer 2020 geplant. Wahrscheinlich würden wir von Windhoek erstmal Richtung Fish River Canyon fahren. Den mussten wir beim letzten mal aus Zeitdruck auslassen. Von da aus würden wir eventuell über Mariental, Sesriem, Swakopmund, Erindi, Waterberg zum Etosha fahren. Eigentlich würden wir auch gene die Victoria Falls sehen. Da die Strecke aber ziemlich weit ist könnte das vielleicht nicht klappen. Außerdem habe ich mich noch nicht über den Grenzübergang nach Botswana/Zambia informiert. Habe gehört das manche Autovermieter die Fahrt außerhalb Namibias verbieten.
Die Idee mit der Skiunterwäsche ist auf jeden Fall gut. Schlafsäcke die bis -5 Grad geeignet sind bekommt man ja auch schon für ca. 80 Euro. Auch wenn das vielleicht sogar etwas übertieben ist. Normale Schlafsäcke tun es ja vieleicht auch. Die Bettwäsche vom Autovermieter ist ja auch noch da.
Ist auf jeden Fall super mal Infos von jemandem zu haben der es selber erlebt hat. Vielen Dank dafür!

Viele Grüße Jens
1'003 Beiträge · seit 200811. Feb. 2019 · #7
Hallo Jens,

Wir waren schon oft August bis Anfang September in Namibia und ich fand den Norden deutlich angenehmer, als den Süden. Ich würde mir deshalb überlegen, ob es nicht doch Richtung Norden, Caprivi, Botswana oder Zambia gehen soll. Ab Etosha oder Maun haben wir meist Abends/Früh morgens nicht mehr gefroren und in Zambia war es sogar richtig heiss. Ein Permit für diese Länder kostet ein paar Euro, aber das erlauben meines Wissens die meisten bekannten Autovermieter.
Viel Spaß beim Planen
Gruß
Doro
5'479 Beiträge · seit 200913. Feb. 2019 · #8
Hallo,
als Camper seit Kindertagen staune ich immer wieder darüber, wie an das Camping in Namibia heran gegangen wird. Liegt wahrscheinlich daran, dass in Namibia viele Menschen Campen, die das ansonsten nie machen.

Vom Prinzip ist es überhaupt kein Problem, auch bei Minustemperaturen zu Campen. Machen Millionen jedes Jahr in den nordischen Ländern, oder im Winter. Bei denen gibt es aber überhaupt keine Diskussion darüber, dass man einen Schlafsack dabei haben muss, der an die zu erwartenden Temperaturen angepasst ist. Über Skiunterwäsche, zusätzliche Decken oder Wärmflaschen wird da gar nicht diskutiert, denn bei einem guten für die Witterung passenden Schlafsack braucht man das alles nicht.

Ein Drittel des Tages verbringt man im Schlafsack und es ist entscheidend für den Genuss des Urlaubs, ob man sich während des Schafes gut erholt. Da kann ich nicht verstehen, dass ausgerechnet an einem guten Schlafsack gespart wird.

Schaut mit welchen Tiefsttemperaturen Ihr rechnen müsst und geht dann in ein gutes Outdoorgeschäft und kauft Euch dort Schlafsäcke, deren Komfortbereich diese Temperaturen abdecken.

Alles Gute
Thomas
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373 Beiträge · seit 201213. Feb. 2019 · #9
Hallo Thomas,

wie schön, dass Ihr wieder zurück seid. Deine fundierten Beiträge haben mir gefehlt. Ich hoffe, du stellst bald euren Reisebericht ein. 😉

VG Klaudi
57 Beiträge · seit 201713. Feb. 2019 · #10
Hallo Thomas,
da hast du natürlich recht, dass es dafür passende Ausrüstung gibt. Nur leider ist es oft so, dass die Schlafsäcke der Camperverleiher nur für den Sommer ausgelegt sind. Wir wurden im Voraus darauf hingewiesen, dass sie nicht allzu dick sind, konnten uns also darauf einstellen.
Da ich im normalen Leben einen Schlafsack für den Winter nicht brauche, da ich normal nur im Sommer campe (was ich durchaus auch mache), will ich mir nicht extra für den Urlaub einen teuren Schlafsack kaufen und mit schleppen, wenn ich ihn danach nicht mehr brauche. Wir sind gewöhnlich eh mit dem Rucksack unterwegs im Urlaub, da ist auch gar kein Platz dafür...
Deswegen finde ich Skiunterwäsche durchaus eine sinnvolle Variante. ob ich jetzt ein Tshirt zum schlafen an habe oder ein langes Oberteil der Skiunterwäsche ist mir dann eigentlich egal.

Aber das kann ja jeder für sich entscheiden, was ihm lieber ist 😉

Gruß Gasse