BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201417. Feb. 2019 · #21
Es geht zurück zum Ocean Sports. Es ist Sonntag und da versammeln sich die hier ansässigen Italiener und Engländer zum super leckeren Buffet. Erschreckend, wie sich einige die Haut mit zu viel Sonnenbaden kaputt gemacht haben. Wir geniessen es auch total! So um 15.00 Uhr denke ich, jetzt will ich doch mal noch runter ans Meer und Trockenschnorcheln. 2 junge Männger kommen auf mich zu und na ja, lass sie mal erzählen und mir Dinge hier zeigen. Es wurde interessanter, als ich dachte. Erst diese wunderschönen Seeigel und dann die Muränen. Eine wollte echt fast rauskommen, sie werden wohl gelegentlich gefüttert. Ich musste ein paarmal zurücktreten, mit den netten Zähnchen möchte ich keine Erfahrung machen.
Ich wusste echt nicht, dass Kammuscheln (Tridacna sp.) so schön sind! Jemand hat mir auf Facebook geschrieben, ja nie Finger reinhalten... man wuerde ihn wohl nicht mehr rausbekommen. Ich fasse aber so oder so kaum was an.
Eine der niedlichsten Krabben, die ich je gesehen habe
Auf den pilzförmigen Korallenfelsen rennen Echsen rum. Keine Ahnung was die sind, also mal fotografieren und dann zuhause Buch aufschlagen. Korallen- oder Gezeitenskink. Diese sind spezialisiert auf Korallenfelsen im und am Meer nach Insekten u.a. zu suchen. Sie bewegen sich oft grade über den Wellen und können auch gut schwimmen.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201417. Feb. 2019 · #22
Anstatt wie von mir geplant zur Bio-Ken Schlangenfarm zu fahren, geht es nochmals mit Juma zum Midda Creek. Es ist Ebbe und die Flut kommt ganz langsam rein. Da es scheinbar noch trocken ist, verzichten wir auf die Plastikschuhe... falsch gedacht.
Sie sind winzig und rennen in der Formation einer grossen Armee - und so heissen sie auch, Soldaten Krabben
Zu spät sagt Juma, nicht auf die grünen Flächen treten. Man merkt es aber schnell, denn dort ist es ganz weich und man sinkt ein. Wüstenregenpfeifer in der interessanten Kleinlandschaft.
Langsam ziehen wir uns zurück ins Trockene. Man sieht die Schatten sind schon lang geworden. Etwas liegt da am Boden - Juma sagt mir, das ist eine Qualle. Er nimmt sie in die Hand, sie brennt nicht.
Wir lassen den letzten Abend im Ocean Sports mit einem leckeren Abendessen ausklingen.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201417. Feb. 2019 · #23
14.1. Frühstücken und nochmal aufs Meer schauen, dann heisst es nach und durch Mombasa fahren. Ueber weite Strecken fahren wir zwischen Sisal Plantagen durch. Joseph meint, dass einige davon der Kenyatta Familie gehören.
Erstaunlicherweise kommen wir sehr gut durch Mombasa durch und auch bei der Likoni Fähre können wir gleich drauf fahren und über den Kanal geht es zur Südküste. Durch na ja, niedrig Standard oder ärmliche Häuser säumen die Strasse. Zum Tusky Supermarkt müssen wir nach der Abzweigung nach Shimba Hills noch 2 km weiter fahren. Wir brauchen Wasser und ein paar andere kleine Dinge. Geschafft und es geht hoch zu den Shimba Hills. Beim Eingang dauert es etwas, zum einen, da noch andere vor uns sind und ich für uns mit 3 verschiedenen Methoden bezahle. Alle 3, vorgekaufte Tickets, Jahrespass und MPESA müssen in verschiedenen Büchern eingetragen werden. Einige werde da etwas ungeduldig, doch das hilft nichts. Bei der Shimba Hills Lodge werden wir nett begrüsst und auf die Zimmer gebracht. Es ist auch schon Mittagessenszeit und das Essen schmeckt lecker. Das Schreiseeadlerpaar tront und gelegentlich sehen wir sie einen Fisch erwischen. Doch zu weit und meist ist das Licht alles andere als ideal.
Ein Nilwaran liegt beim Parkplatz. Verletzungen wohl von Kämpfen um Futter oder einem Partner. Doch sie sind verheilt. Er/sie hat sich die Regenwasserröhre zu seiner Wohnung gemacht.
Um 16.00 Uhr gehts auf Pirsch, also wieder die paar Kilometer zum Tor. Kurz danach liegt eine recht grosse abgebrannte Fläche zu unserer Linken. Doch langsam wächst junges Grün nach und Tiere kommen Stück für Stück rein, um dies zu fressen. Als erster eine Buschböckin, danach ein Mäusebussard mit Heuschrecke als Beute
Grauschnäpper, ein Zugvogel und Zwergspinte dekorieren den Weg.
Wir fahren zu einem der Aussichtspunkte und wie eigentlich immer ist das Licht gräulich
Ein grosser Vogel fliegt rechts von uns über den Bäumen, was für einer? Dann setzt er sich vor uns auf die Pinien. Joseph fährt den Weg rein und nun haben wir den Palmgeier gut im Blickfeld. Danach bleibt ein Buschbock brav am Wegesrand im Abendlicht stehen. Nun geht es in die Lodge unter die Dusche und zum Abendessen.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201418. Feb. 2019 · #24
Köstlich bei allen Lampen sitzen ganz viele und zum Teil recht grosse Hausgeckos an der Wand. Kunststück, hier kommen die Insekten her.
Wie immer kommt das Bush Baby / Brauner Riesengalago zu Besuch und versucht ein Brötchen vom Tisch zu klauen. Auf unsere Bitte gibt der nette Kellner Bananen, was bestimmt gesünder ist.
Ein grosser, aber harmloser schwarzer Käfer hat sich in mein Bett verirrt. Sanft durch die Balkontüre raus gehievt und weiter im Roman gelesen.
15.1. Wieder unser altes Programm, 6 Uhr Frühstück und los um 06.45. Doch schon am Morgen turnen die Peter’s Angola Colobus in den Bäumen rum, wir können ihnen vom Frühstückstisch aus zusehen. Einfach gewaltig, wie die griffsicher von Ast zu Ast springen. Die Rotschwanzhörnchen sind auch schon auf den Beinen.
Joseph fährt die Wege, wo sie normalerweise zu sehen sind. Ich sage ihm, dass ich mit Steve sie schon im Wald gefunden habe und somit fahren wir Richtung Wald, wo die Wege nicht mehr so super sind. Und siehe da, wir finden sie und können sie auch einen Moment bewundern, bevor sie wegrennen.
Wir sind erstaunt, dass wir weder Elefanten noch Giraffen finden, aber eine Antwort hat auch der Ranger am Gate nicht. Ein Warzenschwein im abgebrannten Gebiet. Ob es absichtlich oder nicht gebrannt hatte, weiss ich nicht.
Shimba Hills Lodge mit dem gestauten Teich davor.
Vor dem Mittagessen gleich noch die Kräuselhaubenperlhühner aufnehmen. Sie sind nicht oft zu finden.
Nach dem Mittagessen sind die Colobusaffen dran. Nicht einfach die Gesichter drauf zu bekommen, da sie gegen die Sonne sitzen und einfach so auf mich runterschauen
Um 16.00 Uhr geht es nochmals auf Pirsch. Viel finden wir nicht, geniessen aber das wenige, wie den Gelben Pavian beim Trinken. Wir haben der Horde eine längere Zeit zugeschaut. Danach heisst es in die Lodge zum Duschen und Abendessen. Die Ginsterkatzen kommen heute vorbei, aber so im Dunkel ergibt es kein gutes Bild.
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picco6'369 Beiträge · seit 201119. Feb. 2019 · #25
Hoi Elvira
Ach ja, die Shimba Hills Lodge... So schön da und eine der besten Küchen die ich bisher in Afrikas Lodges erlebt habe! Danke das Du uns damals auf diese Lodge aufmerksam gemacht hast! Und auch danke dass Du hier von Deiner Reise berichtest!
BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201419. Feb. 2019 · #26
Lieber Picco
gern geschehen. Weiss ich doch, das Du es mir goennst, dass ich auch mal aus dem Buero raus darf. 😘
Liebe Gruesse Elvira
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201419. Feb. 2019 · #27
17.1. Nach dem Regen gestern, erwartet ein strahlender Morgen unsere Aufmerksamkeit. Herrlich in dem Licht Fotos zu machen. Zum Auftakt ein Raubadler
Ein Langschwazwürger kann sich nun der wärmenden Sonne erfreuen. Diese scharfen Dornen gehören zu einer Balanites / auf Deutsch übersetzt Wüstendattel, da die Früchte Datteln ähneln. Diese werden von Affen und Vögeln gefressen.
Das Männchen der Weissbauchtrappe
Ein Pangani-Grossporn sitzt auf einer Commiphore mit Blättern. Dies, da die Gegend hier immer mal wieder etwas Regen abbekommen hat
Joseph fährt einen Weg rein, der etwas matschig ist, doch kein Problem und wir finden diesen sich trocknenden und wärmenden Gaukler. Der Weg endet dank Renovierungsarbeiten und wir müssen wenden und eine andere Route wählen.
Regen bringt Insekten und die Termiten, die für viele ein Protein-Leckerbissen sind, werden aktiv. Das wissen auch die Flammenbartvögel
Irgendwie erinnert mich das Bild an die Schweizer Alpen, nur dass es ein Wasser- und kein Steinbock ist
Von einer kleinen Anhöhe aus sieht man gut auf die Salt Lick Lodge und die Hügel
An Grosstieren finden wir vorwiegend Büffel. Weder Elefanten noch Giraffen lassen sich blicken. Wohl hat sie der heftige Regen in andere Ecken vertrieben.
Ein Weisscheitelwürger lauert auf Beute
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201419. Feb. 2019 · #28
Es geht ein Weg entlang des angrenzenden Lualenyi Reservates in Richtung eines Hügels.
Der Weg ist das Ziel.....
Es fasziniert mich immer wieder, wie Steine, Erosion und Pflanzen zusammenwirken
Es ist Mittagessenszeit und wir geniessen unseren Tisch am Fenster, aber auch das leckere Essen. Ellipsenwasserböcke stillen ihren Durst an den angelegten Wasserstellen vor der Lodge
Um 16.00 Uhr geht es wieder los, wenn das Licht nicht mehr so grell ist. Ein kapitaler Grantgazellenbock posiert für uns
Kann man einer so toll posierenden Blauracke widerstehen?
Joseph hat etwas von Geparden gehört, die am Morgen gesichtet wurden. Die will er suchen, doch er kommt nicht vorwärts, da wir immer wieder Vögel sehen. Herr und Frau Rötelfalke sind ja zu schön, um vorbeizufahren.
Isabellwürger, ein Zugvogel. Männchen.
Alle Büffel, von gross bis klein, von Weibchen zu Männchen sind rot gefärbt und schlammig. Da muss ein Schlammbad in der Nähe sein. Joseph meint nun, er gäbe auf Geparden zu suchen, mache keinen Sinn...
Und hier ist das frisch gefüllte Schlammloch. Der Regen erfreut auch die Büffel.
So kann man auch auf einem Ast sitzen - Dreifarbenglanzstar
Gelbe Paviane im Hochsitz
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201419. Feb. 2019 · #29
Langsam neigt sich der Nachmittag dem Ende zu und wir fahren Richtung Lodge. Ein Landrover steht auf dem Weg, die Leute schauen angestrengt nach links. Deren Blicken folgend enden wir bei 4 Geparden... Joseph lacht übers ganze Gesicht. Wir natürlich auch! Zeigt sich mal wieder, je mehr man etwas sucht, desto weniger findet man es. Vergisst man was man sucht, dann taucht es plötzlich auf.
Die Mutter geht voran, einen Riedbock im Visier
Verpasst, die Jungen rennen nun auch
Sie sind nun unten auf der Strasse und wir stehen mit nur wenigen anderen Auto in einer Position sie gut zu sehen 2 Junge folgten der Mutter, eins blieb zurück. Das Piepsen der 2 Jungen hättet Ihr hören sollen. So süss. Sie liefen auch zurück und holten das 3., um es auch wieder mit der Mutter zu vereinigen.
Wo rennt die Mutter hin? Kommen die anderen beiden?
Ja, alle kommen und gleich sind alle 4 wieder vereint. Dies allerdings nicht zum Gefallend der Schwarzhalsreiher, die zettern und toben, um die Katzen zu verscheuchen
Nun müssen wir leider in die Lodge, Zeit ist abgelaufen. Zum Glück ist sie nur ein paar Hundert Meter entfernt. Der Mond steht noch nicht voll am Himmel und Segler jagen davor Mücken
Unser letztes Abendessen hier. Eine grosse Herde Büffel zieht ans Wasserloch. Nach dem Abendessen gehen wir runter und haben die Tiere ganz nah. Toll das Schlürfen und Schnauben aus der Sicherheit zu hören.
Gute Nacht
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201420. Feb. 2019 · #30
18.1. Das ist keine Ameisenstrasse, das sind alles Büffel, die am Morgen schon zur Tränke kommen.
Auschecken und zum Ausgang fahren. Dann geht es ein gutes Stück auf guter Teerstrasse Richtung Tansania. Bis es dann heisst rechts abzweigen um zum Maktau Tsavo West Gate zu gelangen. Ein noch jüngerer Ranger begrüsst uns und wickelt die Formalitäten zügig ab. Er sagt uns auch, dass vorgestern eine grosse Herde hier vorbeigekommen sei. Wir fahren Richtung Süden, Richtung Tansania und dem Lake Jipe.
Joseph stoppt auf einmal und sagt Schildkröte - es ist eine Speke’s Gelenkschildkröte.
Und endlich mal wieder ein paar Elefanten...
Ein roter Fleck und siehe da, eine Feuerball Lilie blüht. Ein Schmetterling nutzt den seltenen Nektar
Wir halten ein paar Mal für Vögel fahren aber meist bis fast zum Lake Jipe, wo es wieder Tiere hat. Es ist heiss und eine Schirmakazie bildet willkommenen Schatten. Zebras wissen, wo es gut für sie ist
Bei den Rangern organisieren wir unseren Boottrip für später am Nachmittag. Dann zur Lodge. Der Manager schaut uns an, wie wenn wir vom Mond kämen. Er hat keine Ahnung von einer Buchung! Auf E-Mail hatte mir das Nairobi Büro so nett geschrieben, dass sie sich freuen, uns beherbergen zu dürfen. Auf E-Mail kann ich nicht, keine Netzverbindung. Er ruft Nairobi an und gibt mir dann auch das Telefon. Allzu nett bin ich wohl nicht, denn anstatt nachschauen, stellen sie komische Fragen. In der Zwischenzeit bestellen wir unser Mittagessen, das ja wohl etwas dauern kann, bis es fertig ist. Als es dann endlich klar war, dass eine andere Gruppe und nicht wir die Buchung storniert hatte, werden wir aufs Zimmer gebracht. Meine Kunden möchten lieber ein Zelt, ich bleibe in meinem Häuschen. Alles ist eher bescheiden, doch das wussten wir. Es ist aber auch die einizge Unterkunft hier am See. Das Mittagessen ist voll in Ordnung und die Köchin hat sich Mühe gegeben. Doch es hat Vögel und die versuche ich trotz grellem Licht einzufangen. Die Strohwitwe und der Bandfink am Wasser z.B.
Oder ein Nichtvogel wie die Streifenmabuye
Kurz vor 16.00 Uhr fahren wir an den See und warten, dass das Boot mit Dach den Motor angeschraubt bekommt. Nur nicht nichts tun, also Blauwangenspinte fotografieren. Dem Bootsführer sagen wir, dass wir ganz langsam fahren wollen und uns möglichst nah an die Vögel “ranschleichen”. Er kapierts nach einigem wiederholen, auch dass der Motor gleich ausgemacht wird, wenn wir uns Vögeln nähern und dann die Stange in Einsatz kommen soll. Die Strömung ist nicht arg und somit kann das Boot relativ gut ruhig gehalten werden.
Erster Einsatz - Purpurhuhn
Eine Windhose zeigt, dass der Boden schon wieder sehr trocken ist. Kein Wunder, die Sonne brennt auch erbarmungslos nieder und wir sind bald sehr froh um das Dach über uns.
Leider das beste Bild vom Glockenreiher. Er lässt einem nicht nahe ran und eine Glocke macht er uns zuliebe auch nicht
Blick auf die Pare Berge in Tansania. Die Grenze verläuft irgendwo im See.
Edelreiher, Kuhreiher
Palmgeier - der Erwachsene und der Junge suchen im Elefantendung nach angedauten Palmfrüchten
Lachseeschwalben, die aus dem Norden zu Besuch sind und ein Waffenkiebitz
Wassertriele brüten hier und man kann sehen, dass gelegentlich Elefanten hier sind. Hatte sie auch schon vor ein paar Jahren hier angetroffen
Die Fahrt ist zu Ende, ich bezahle und wir fahren zurück zur Lodge. In der Lodge wuselt ein Ohrenfleckbartvogel in der Erde, um Insekten zu finden
19.1. Am nächsten Morgen um 7 sind wir wieder beim Boot. Dies nachdem wir unser Frühstück vom Manager selber serviert bekamen. Wohl wollte er die verpasste Buchung wieder gut machen. Diesmal allerdings etwas Gegenlicht von der aufgehenden Sonne auf dem See. Rauchschwalben, Rallenreiher
Und auch mal wieder Säugetiere - Nilpferde und da hatte es doch einige davon hier. Der Bootsführer hatte überhaupt keine Angst, für mich ging er zu nahe ran.
Die fast 2 Stunden sind wie im Flug um. Nun heisst es Richtung Norden fahren.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201421. Feb. 2019 · #31
In einem Pferch finden wir diese Kühe, andere hatten wir nahe bei der Lodge gefunden und heute morgen wurden diese von den Rangern mit dem Auto weiden geführt. Sie gehören Maasais und diese müssen eine saftige Strafe bezahlen, weil sie im Park geweidet haben. Ansonsten bleiben die Kühe im Gewahrsam des Kenya Wildlife Service.
Sperbergeier auf Schirmakazie und blauer Himmel
Für diese riesige Anzahl an Straussen an einem Fleck müssen wir halten
Wieder einmal ist der Weg das Ziel und wir müssen an den Ngulia Bergen vorbei. Joseph wagt nicht, die direktere Strasse zu nehmen. Die Brücken sind weggeschwemmt und er weiss nicht, ob Wasser im Fluss ist. Besser auf Nummer sicher... Es hat auf dieser Strecke kaum Tiere und erst, als wir schon in der Nähe des Gebirges waren, stiessen wir auf Giraffen.
Man kann sehen, dass die Strasse neu geebnet wurde.
Das Gebirge ist recht weitläufig
Wir müssen diese recht steile und kurvige Strasse hoch. Staunen tun wir nicht schlecht, als ein riesiger Bus voll mit Schulkindern da runter kommt. So ein Fahrzeug ist hier nicht geignet und es könnte leicht zu einem weiteren hässlichen Unfall mit Schulkindern kommen.
Der Tsavo West ist viel hügeliger als der Tsavo Ost
Und dann haben wir es bald geschafft und kommen im Severin Safari Camp an. Einchecken und Zimmer beziehen, dann ist es schon Zeit, zum Mittagessen zu gehen. Hitzerast und es ist auch hier recht warm. Auf Pirsch um 16.00 Uhr. Im Tsavo Ost hatten wir angestrengt nach Büschelohroryx gesucht und hier stehen sie praktisch vor der Haustüre.
Zart und klein, ein Dikdik, das mal stehen bleibt
Es sind gewaltige Vögel die Afrikanischen Höhlenweihen
Für die Büffelherde ist es Zeit aus dem Schatten zum Grasen rauszukommen. Es kommen immer mehr. Doch als die Dachluke aufgeht, rennen sie. Die Sonne brannte immer noch zu arg, um das Dach offen zu haben
Ein Lavafluss schon etwas verwittert und Pflanzen breiten sich aus, u.a. Euphorbia
Schon ist es wieder Zeit zur Lodge zurückzukehren, wo ein fantastisch Abendessen auf uns wartet. Bald ins Bett, die Nächte vergehen ja sehr schnell
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201421. Feb. 2019 · #32
20.1. Schon ist es morgen und es ist noch nicht mal richtig hell, als ich zum Frühstück spaziere. Der Blick auf den Kili
Es geht zur direktem Weg zu den Mzima Springs. Es ist immer wieder erfrischend dem Quellwasser, das unterirdisch von den Chyulu Hügeln hierher fliesst, zuzuschauen. Es ist ruhig bis auf das Gurren der vielen Tauben. Es hat erstaunlich wenige Vogelarten hier.
Graufischer und Hippos
Wir verlassen die Quellen und fahren unsere Runde bis zum nächsten Halt bei einem Zwergfalkenweibchen und dann einem Braunen Schlangenadler
Ein stattlicher Kleiner Kudubock
Wir sind wieder zurück im Severin Camp. Das Camp hat keinen Zaun und etliche Wasserlöcher verteilt, so dass man von jedem Zelt aus eins sehen kann. Die Tiere kommen auch, wie man hier sehen kann.
Wir sitzen gemütlich beim Mittagessen als jemand vorbeiflog, etwas fing und sich in den Baum in unserer Nähe setzte. Wiederum ein Zergfalkenweibchen. Ich frage mich, wo die Männchen sind...
Mittagsruhe bevor wir um 16.30 Uhr wieder los gehen. Um 16.00 Uhr ist es noch zu heiss und auch jetzt wird das Dach noch zugelassen. Wir landen auf dem Poacher’s Lookout und geniessen die Aussicht auf Vulkane, Lavafeld und die Chyulu Hills.
Toll, dass derzeit so viele Büschelohroryxe in der Nähe des Camps sind
Auch eine Schabe kann interessant sein
Während des Abendessens fliegen wieder Nachtschwalben rum. Trotz Campbeleuchtung, meiner Stirnlampe und Blitz bekomme ich kein anständiges Bild. Schade. Ab ins Bett nach dem köstlichen Abendessen.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201422. Feb. 2019 · #33
21.1. Ohne Frühstück, nur mit einer Tasse Kaffee und Bisquits im Magen fahren wir los und als die Sonne aufging waren wir schon auf den Rädern
Ein jugendlicher Weissbürzelsinghabicht sitzt im herrlichen Morgenlicht
Und so wird er mal aussehen, wenn er erwachsen sein wird
Wir zweigen ab, das Ziel ist bis zur Ngulia Lodge vorzudringen, da wir hoffen, hier Elefanten zu finden. Zwergmangusten sind aber auch süss
Blutschnabelweber können riesige Schwärme bilden und Körnerfruchtfelder wie Weizen und Reis attackieren. In einigen Gebieten haben sie leider deswegen auch schon viele Vögel vergiftet. China hatte das in den 1958 hart erfahren müssen, da nachdem sie Spatzen umgebracht hatten, die nächste Ernte von Insekten vernichtet wurde und eine Hungersnot ausbrach. Diese Spatzenverwandten fressen viele Insekten als Proteinzugabe.
Wir fahren schon im Tal hoch, als ein Ellipsenwasserbock vor einem Granithügel posiert
Es ist herrlich grün im Rhino Valley, wo es keine Nashörner hat
Wir kommen bei der Ngulia Lodge an und fragen, ob wir unser Picknickmorgenessen hier essen dürften. Ja, beim Swimmingpool. Dankend nehmen wir an. Vorher schauen wir aber einer Büffelherde zu, wie sie zum Wasserloch kommt
Wir fahren wieder das Tal runter ohne bisher Elefanten gefunden zu haben. Giraffen ja... Ein Weisstorch an einem der etlichen Wasserlöcher
Einige Minuten lang schauen wir zu, wie sich 2 Kongoni Bullen in die Hörner geraten
Und siehe da, eine Herde Elefanten spaziert vorbei
Ein weiteres Dikdik, das nicht gleich hinter die Büsche rennt
Nun sind wir im Hellen wieder im Camp und ich nutze die Gelegenheit, die Wahlberg’s Epauletten-Flughunde, die bei Dämmerung ausfliegen und am Morgen wieder reinfliegen, zu fotografieren
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201422. Feb. 2019 · #34
Wir geniessen das Mittagessen und ein wenig ausruhen, bevor es um 16.30 Uhr nochmals auf Pirsch geht. Das Wetter ist als trübe zu bezeichnen und das sieht man auch den Bildern an. Die Gnudamen sind hochträchtig und einige haben schon Kleine bei Fuss.
Die weggeschwemmten Brücken auf der Strasse vom Maktau Gate sind nicht weit vom Severin Camp. Wir wollen uns das mal ansehen. Dies passierte, als wir letztes Jahr lange und gewaltige Regenfälle hatten, die viele Strassen und Brücken wegschwemmten. Die Gelbrindenakazien wurden auch in Mitleidenschaft gezogen. Man kann durch den Fluss fahren, aber sollte es grade irgendwo geregnet haben, dann eher nicht und das würde heissen, eine riesige Tour zu fahren, nämlich bis zur Strasse, von wo wir am ersten Tag kamen.
Im Flussbett hält sich eine Gruppe gelber Paviane auf. Vor allem die Jungen sind von etwas befallen, das ich nicht erkennen kann. Ob es Zecken oder aggressive Pflanzensamen sind... auf jeden Fall habe ich die Bilder dann von zuhause aus dem KWS Service geschickt, aber bisher noch keine Rückmeldung bekommen. Es sieht echt hässlich aus und die tun mir so leid. Wir bekommen noch ein paar Elefanten und Büffel zu sehen und kehren dann zum Camp zurück.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201422. Feb. 2019 · #35
22.1. Das Frühstück mit Käse und Eiern schmeckt, der Kaffee ist auch sehr gut und wir können gestärkt und aufgeweckt auf Pirsch. Joseph fährt uns durch das Gebiet eines Leoparden, wo wir auch schon durchgefahren sind. Er versteht nicht, wo der Leopard ist. Wir sind auch nicht die einzigen, die nach ihm/ihr suchen. Anstatt des Leoparden mit Kill finden wir den Weissbürzelsinghabicht, der grade ein Flughuhn erlegt hatte. Wir standen eine ganze Weile und schauten beim Rupfen und Fressen zu.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201423. Feb. 2019 · #36
Bald kommen wir beim Shetani Lavastrom an. Der ca. 200 jährige Lavafluss wird langsam aber sicher von Pflanzen eingenommen. Rot blühend sind Lucky bean trees (Erythrina sp), die blühen ohne Blätter zu haben.
Zurück im Camp ist auch bald schon das Mittagessen fertig. Wer fliegt denn heute an? Eine Strichelracke, schon lange habe ich keine mehr gesehen, werden aber morgen auf dem Weg nach Amboseli noch ein paar entdecken.
Gestern hatten wir wegen zu dichten Wolken kein Internet. Also heute aufarbeiten. Während ich so auf der Terrasse sitze, immer ein Auge im Busch draussen, erfasst das andere Auge plötzlich eine Schlange. Ich frage, die Gäste, die daneben stehen, ob sie Angst vor Schlangen haben. Nein, wenn sie nicht gefährlich ist. Die gepunktete Sandrenn-Natter ist nicht gefährlich, aber sehr schnell und schwierig zu fotografieren. Ein Maasai meint, weisst Du in unserer Gesellschaft... ich sage ihm nur, behalts für Dich und lerne, welche Schlangen harmlos sind, vor allem da Du in einem Camp arbeitest, wo Touristen keine toten Schlangen sehen möchten. Ich möchte sie eigentlich mit einem Eimer einfangen, aber sie verschwindet gewandt über die Mauer.
Um 16.30 starten wir die “Leopardentour” und versuchen nochmals unser Glück. Leider soll es einfach nicht sein, dafür ein toll posierender Klippspringer.
Das Licht wird golden und ein Steinrötel und ein Gelbschnabeltoko posieren auf dem Heimweg
Wir hatten noch keine Rotbauchpapageien gesehen und ich weiss, dass sie gerne bei den Kitanda Bandas sind. Und dort finden wir sie auch, aber nun mit zu wenig Licht. In die Lodge und den letzten Abend geniessen.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201423. Feb. 2019 · #37
23.1. Wir müssen früh raus und haben auch gebeten, uns das Frühstück etwas früher zu servieren. Um nicht Parkeintritte nachzubezahlen, müssen wir um 8.28 beim Parkausgang sein. Da sie das Gate von der alten Position in der Nähe des Levathian Lavatunnes weit Richtung Amboseli verschoben haben, ist die Distanz doch beträchtlich. Als ich aus dem Zelt kam, war es wohlweisslich noch dunkel, also mit Stirnlampe. Da wuseln niedliche Bushbabies in der Akazie rum... doch auf dem Bild waren sie wohl schon weg. Nach dem Frühstück frisst ein Graukopf-Riesenbuschwürger einen Gecko und das ohne genug Licht, wie ärgerlich. Die sind auch scheu und lassen einem nicht nah ran. Aber es war schön fürs Auge. Die Akazie in der Bushbabies WAREN...
Also los, die Kilometer unter die Räder nehmen. Vorbei am Shetani Lavafeld und ups da läuft ein Leopard über die Strasse.... wie bei den Geparden, wenn man es nicht mehr erwartet... er legt sich kurz ins Gras, bevor er in seinem Revier weiter trottet. Und wir fahren weiter zum Amboseli Nationalpark.
Rechtzeitig kommen wir am Gate an, das noch immer ein Provisorium ist. Danach durch Felder, Ziegen, Schafe und Kühe und Vögel die in die Sträucher fliegen oder auf den Stromkabeln sitzen. Leider können wir nicht anhalten, es hätte viele Fotoobjekte gehabt. Am späteren Vormittag sind wir in der Lodge. Sich etwas vertun und einige Telefonate erledigen, im Severin Camp hatte es keine Netzverbindung fürs Handy. Mittagessen und Mails checken.
Um 4 Uhr starten wir zur Pirsch. Das Einchecken und bezahlen geht recht zügig. Kurz nach dem Eingang begegnen wir schon den ersten Giraffen.
Wir hören einen Greif rufen und entdecken dann weit weg einen jungen Kampfadler. Eins der Elterntiere finden wir dann näher
Wir nähern uns der Oltukai Lodge und sehen einen grossen Schwarm an grossen Vögeln kreisen. Rosapelikane
Wir sind am See oder was vor einiger Zeit noch Grasland war. Er wurde letztes Jahr während den extremen Regenfällen gebildet und ist bis heute geblieben. Zur Freude der Vögel und der Vogelliebhaber, denn da kreucht und fleucht einiges! Beide haben einen roten Schnabel, doch die hintere ist eine Kapente, die vorderen Rotschnabelenten. Selten, dass man die Seite an Seite sieht, da die Kapente mehr alkalisches Wasser bevorzugt.
Wir sind am See oder was vor einiger Zeit noch Grasland war. Er wurde letztes Jahr während den extremen Regenfällen gebildet und ist bis heute geblieben. Zur Freude der Vögel und der Vogelliebhaber, denn da kreucht und fleucht einiges! Beide haben einen roten Schnabel, doch die hintere ist eine Kapente, die vorderen Rotschnabelenten. Selten, dass man die Seite an Seite sieht, da die Kapente mehr alkalisches Wasser bevorzugt.
Der See im Gegenlicht
Wir fahren durch den Wald der Ol Tukai Lodge. Oh Schreck, viele der Gelbrindenakazien sind durch den hohen Wasserstand eingegangen. Die weiterführende Strasse wurde hoch gelegt und man fährt nun durch den See. Links und rechts hat es Vögel, doch das Licht ist nicht mit uns. Also morgen früh.
Amboseli ist ja nicht nur ein Paradies für Vogelbeobachter, sondern auch für alle die, die Elefanten lieben und das tun wir auch
Witwenenten
Eine Tüpfelhyäne spaziert durchs Wasser und wir machen uns auf den Heimweg in die Lodge
Wir haben Zelte und es ist eigentlich eine gute Idee anstatt Reissverschlüsse Türen zu haben. Es ist bequemer und es müssen nicht ständig Reissverschlüsse gewechselt werden. Auch sind wir am Ende einer Reihe.
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Guten Abend, Elvira, es wird nun Zeit, Dir zu schreiben, daß ich Deine Beschreibungen, Fotos, Kenntnisse seit langem "verfolge" und genieße. Aus verschiedenen Gründen werde ich nicht mehr nach Ostafrika kommen können, ums dankbarer bin ich für Deine Beiträge! Aber sag, was sind "Eingeklemmte" zum Frühstück??? Herzliche Grüße Friederike
BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201424. Feb. 2019 · #39
Liebe Friederike Freut mich, dass Dir meine Berichte gefallen. Schade, dass Du nicht mehr nach Kenia kommen kannst.
"Eingeklemmte" sind Sandwiches koennte ein Schweizer Ausdruck sein. Es waren eigentlich eine Art Baguettes mit Schinken, Tomaten und Kaese drin.
Liebe Gruesse Elvira
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24.1. Wie immer sind wir früh unterwegs, nachdem wir uns am Frühstücksbuffet gestärkt hatten. Die Rauchschwalben sind auch schon dran sich zu putzen und der Mond ist noch nicht schlafen gegangen
Ein Bild für die Götter, wenn am Morgen die Elefanten aus ihren Schlafgebieten kommen und unter den grossen, dunkelgrünen Schirmakazien zu den Weidegründen spazieren. Staub gehört dazu
Nun gleich zu der Strasse zwischen den beiden Seeteilen. Es hat so viele Motive und ich meine immer, ich könnte noch ein besseres Bild schiessen. Die Strafe ist nun, dass ich echt auslesen muss. Ich will Euch ja nur mit den besten verwöhnen. Pünktchenenten
Grünschenkel, ein Zugvogel
Gelbe Baumenten
Und so sieht es aus
Afrikanisches Jacana / Blatthühnchen und man sieht mal die langen Zehen, die es ihnen erlauben, auf Blättern im Wasser zu gehen
Brauner Sichler
Bruchwasserläufer, ein Zugvogel
Ein Teil des Sees
Graukopfmöve im ersten Lebensjahr
Safaris in Ostafrika
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Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris