ABER, irgendwas ist ja immer! (Botswana Sept '18)

Reisebericht 353 Antworten · 80,7k Aufrufe · gestartet 12. Jan. 2019 von Blende18.2
1'412 Beiträge · seit 201313. Jan. 2019 · #21
Ich bin auch dabei.
Obwohl ich gedanklich noch in einer ganz anderen Ecke der Welt bin, hat mich die Erinnerung an den vorherigen Bericht und die Zitterpartie vor dieser Tour doch neugierig gemacht.
Der Beginn ist ja schon mal gewohnt launig ... 🤩
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
2'097 Beiträge · seit 200613. Jan. 2019 · #22
Hallo Robin,

dann sind wir mal gespannt, wie viele Gabelracken es im Laufe der Reise auf euer Spot-O-Meter schaffen. 😉

Wir bestehen deinen Test, ob wir den Bericht auch lesen. Die Kontrollstation war sicherlich die Polizeikontrolle vor Windhoek, nicht vor Maun.

Ach, wenn ich den Teller bei Joe's sehe, könnte ich sofort essen gehen.

Wir freuen uns auf die weiteren Erlebnisse der zwei Langzeit-Urlauber ohne richtigen Job. 😁

Liebe Grüße
Uwe und Ruth
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
767 Beiträge · seit 200713. Jan. 2019 · #23
Hey, Mara & Robin,

was für ein Glück, dass Ihr Eure Reise trotz der üblen Vorabumstände machen konntet. Was für ein Glück, dass Ihr heile zurück seid.
🤪
Was für ein Glück, dass es die letzten 2 Tage so erbärmlich regnet - da habe ich viel Zeit für eigene Fotoalbum-Projekte, aber auch für das Forum.
Ich war heute kurz vor einer Schlecht-Wetter-Depression.... 🤢
Euere Schilderungen (und andere natürlich auch) kommen da genau im richtigen Moment! 🤩 🤩 🤩

Robin, Dein Schreibstil ist immer noch genial und Deine Art von Selbstironie und Humor gefällt mir richtig gut. Aber am meisten freue ich mich über und auf die Bilder. 😉

Danke dafür, dass es zügig weiter geht und lass Dich bitte nicht mehr so sehr von blau-weißen Nachbarinnen ablenken. 😈

Liebe Grüße, Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201713. Jan. 2019 · #24
loeffel schrieb:Der Beginn ist ja schon mal gewohnt launig ... 🤩
Danke und schön das du dabei bist. Freut uns natürlich sehr, dass wieder einige zusteigen. 🙂
Eulenmuckel schrieb:
...dann sind wir mal gespannt, wie viele Gabelracken es im Laufe der Reise auf euer Spot-O-Meter schaffen. 😉

Wir bestehen deinen Test, ob wir den Bericht auch lesen. Die Kontrollstation war sicherlich die Polizeikontrolle vor Windhoek, nicht vor Maun.

Wir freuen uns auf die weiteren Erlebnisse der zwei Langzeit-Urlauber ohne richtigen Job. 😁
- Jeden Tag...
- Vollkommen Richtig!
- Was soll das denn heißen?, wer war denn dieses Jahr 2x in Afrika. 😛 😄
tigris schrieb:
Robin, Dein Schreibstil ist immer noch genial und Deine Art von Selbstironie und Humor gefällt mir richtig gut. Aber am meisten freue ich mich über und auf die Bilder. 😉

Danke dafür, dass es zügig weiter geht und lass Dich bitte nicht mehr so sehr von blau-weißen Nachbarinnen ablenken. 😈
Hallo Simone,
willkommen an Bord und ich selbst hätte es zwar nicht gedacht, aber es geht direkt weiter... ist ja nur ein langweiliger Fahrtag, bis der Urlaub wirklich beginnt. 🙂


Gruß,
Robin
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Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201713. Jan. 2019 · #25
Zu früh geträumt...



Wir haben es heute gar nicht eilig. Klar, es liegt ein langer Fahrtag vor uns, aber immerhin… die gesamte Strecke zieht sich als lange, nicht enden wollende, langweilige und ermüdende Asphaltschlange dahin. Wir haben uns zu früh geträumt! 😉

Das wird wohl heute nix mit Elefanten, etc. pp., aber das wussten wir auch vorher. Also schauen wir einfach wie so ein Tag gut beginnen, am besten mit Aina. In unserem Tagebuch stehen zum Morgen im Hilltop 3 Dinge:
#1 Aina ist zum Drücken!
#2 Das Frühstück wieder super.
#3 Der Chef serviert zum Ende immer die Pancakes um mit den Gästen zu Plauschen. 🙂



Start meiner Instagram-Foodblogger Karriere 😄


Es ist ordentlich laut auf dem Balkon und ganz schön was los heute Morgen. Über uns sind dutzende Schwalbennester und die Vögel schwirren nur so um unsere Köpfe. Das führt zu hunderten miserablen Fotos, denn wenn ich eines mehr hasse als kleine Vögel zu bestimmen, dann ist es zu versuchen, Vögel im Flug abzulichten. 😣



Immer im Tiefflug unterwegs


Besser wurde es nicht… ich sollte das echt aufgeben. Kein Talent vorhanden.


Bevor wir losfahren holen wir noch die Eispacks ab, die wir im Eisfach der Küche zwischengeparkt hatten. Unsere Routine war so recht schnell klar. Mara fährt die ersten Strecken, dann kann ich den Fuß kühlen und hochlegen.

Erster Stopp des Tages ist die Tankstelle, das haben wir gestern nicht mehr geschafft, aber auch unser Navi schafft den Weg zur Tankstelle nicht. Zwei eingetragene Tankstellen sind gar nicht mehr da… irgendwie irren wir durch die Stadt und verlieren unnötig Zeit. Adresse Nummer drei haut dann hin und endlich geht es auf die B6 Richtung Botswana.

Es geht zügig voran und ca. 50km hinter dem Flughafen kommt uns ein LKW entgegen, plötzlich knallt es einmal laut und wir erschrecken uns mal ordentlich. Hat der uns gerammt?, gespürt haben wir nix, im Rückspiegel ist nicht zu erkennen, dass der Gegenverkehr bremsen würde… aber dennoch, irgendwas stimmt nicht. Die Lenkung will nicht mehr ganz so, wie Mara das gerne hätte. Sie meint, es würde etwas am Reifen schleifen.

Jetzt aber keine Sorge, wir haben nicht etwa unser erstes Crossing übersehen, vielmehr stellen wir beim Stopp an der nächstbesten PAD fest, dass die Verkleidung vom Radkasten abgeflogen ist. 😐



Mhhh… hilft ja nix. Ein Blick auf die linke Seite zeigt uns, dass es nicht die Schrauben rausgesprengt hat, die waren wohl schon lange nicht mehr da. Die Verkleidung ist nur mit Kabelbindern befestigt. Letztes Jahr hatte ich mehrere Dutzend im Gepäck, diesmal keinen. Aber auf die Werkzeugkiste im Auto ist Verlass. Wir finden noch 3 Kabelbinder, von denen sogar 2 noch funktionstüchtig sind.

Es werden die 2 taktisch günstigsten Punkte ausfindig gemacht und dann eine „fachmännische“ Reparatur vorgenommen. 😎 😗





Gute 35 Minuten dauert unser kleiner Zwischenstopp mit dem ganzen Aus- und wieder Einräumen des Autos, aber die Karre ist wieder flott, wir haben mittlerweile mal so richtig gut Zeit verloren und das obwohl wir doch heute so pünktlich und entspannt in El-Fari ankommen wollten. Tja, ganz nebenbei wurde damit schon am zweiten Tag unser Urlaubsmotto ins Leben gerufen…
ABER, irgendwas ist ja immer!

Endlich Botswana… oder noch nicht so ganz
Bis zum Grenzübergang gibt es keine weiteren Zwischenfälle mehr und auch hier läuft alles glatt. Nur die Zeit haben wir vollkommen unterschätzt. Das Prozedere der Einreise zieht sich, aber es geht noch halbwegs. Danach muss noch die Fahrzeuggebühr entrichtet werden, kurze Schlange, Mara geht eine Rauchen und ans Auto vor, ich zahle kurz.

So gute 20 Minuten später kommt Mara zurück um nach mir zu suchen. Ich verstehe zwar kein Wort, aber einer der Trucker diskutiert die ganze Zeit am Schalter. Die gute Dame dahinter strahlt die Gelassenheit eines Steins aus. Diese zwei scheinen in näherer Zukunft keine Einigung zu erzielen, worum auch immer es geht. Fast eine geschlagene Stunde stehe ich in dieser Schlange, obwohl nur 3 Leute vor mir sind und ich werde nicht schon wieder unser Motto zitieren. 😏

Wie alles andere auch, so geht auch des irgendwann vorbei. Fehlte uns noch der Grenzübergang und die gefürchtete Lebensmittelkontrolle. Fleisch haben wir erst gar nicht dabei, die Situation zu Gemüse ist aber so unübersichtlich, dass wir einfach alles normal eingekauft haben, um dann mal zu schauen was uns evtl. weggenommen wird. Im Endeffekt gar nichts, wir wurden nicht mal kontrolliert. Es war heiß, das Stoppschild mitten in der Sonne und der Polizist an der Schranke nicht gewillt einen kleinen Touri-Camper zu filzen. Er winkt uns durch und wir sind wieder auf der Straße.

AH MOMENT… im Tagebuch steht: Gabelracken & schwarze Vögel mit Schwalbenschwänzen sitzen überall auf den Strommasten. 😛

Kaum über die Grenze finden wir unter einem Baum auch schon die erste der berüchtigten Blitzer-Kontrollen. Wir fangen direkt die nächste Zählung an. Der Blitz-O-Meter…, es sollte bei genau diesem einen Strich bleiben. Wir haben danach nie mehr eine Geschwindigkeitskontrolle gesehen.

Fotos sind Mangelware an diesem Tag und im Tagebuch stehen auch nur noch wenige Einträge. Aber ein wichtiger, wir haben über den Tag das Cross-O-Meter begonnen, anbei das schon versprochene Bild dazu.



Das Navi zeigt uns ab der Grenze 18:24h an, Sonnenuntergang ist auf 18:22h taxiert. Soviel zum frühen Ankommen und Geld holen müssen wir auch noch irgendwo. Ich fahre mittlerweile und hole etwas Zeit raus. In Ghanzi geht es noch zur Bank, der Security hilft mal wieder mit der richtigen Reihenfolge, gefühlt will jeder Automat etwas anderes von einem. 🤨 🤪

Wir starten von Ghanzi, Mara übernimmt wieder. Ankunftszeit 18:23h und sie holt noch 2 Minuten raus. So kommen wir eine Minute vor Sonnenuntergang in El-Fari an, wir sind die Einzigen hier und die Eigentümer sichtlich überrascht, dass wir doch noch kommen. Entsprechend kurz fällt das Gespräch aus, wir haben eigentlich auch keine Lust mehr auf gar nichts… die beiden befeuern aber noch schnell den Donkey, gegen eine warme Dusche haben wir natürlich nichts. 🤩



Dennoch geht der Tag schnell zu Ende. Es gibt nur noch einen Snack, den obligatoischen Gin-Tonic lassen wir uns dennoch nicht nehmen und ein ordentliches Feuer wird auch noch gemacht. Endlich wieder Camping, endlich wieder am Feuer sitzen und in den Busch lauschen.



Wir sind glücklich und morgen geht es dann auch schon zu Baines Baobabs, für uns ist das der eigentliche Start des Urlaubs.

FAZIT – El-Fari Campsite
Der Platz ist weder super schön, noch hässlich. Ob es uns hier gefallen hat, kann man schwer beantworten, wenn man ja praktisch nicht da war. Die Besitzer sind aber nett, die Ablutions schön und geräumig, es hat viele Vögel hier, was wir am nächsten Morgen erst feststellen konnten und als Zwischenstopp eignet es sich auf jeden Fall sehr gut. Für genau diesen Zweck haben wir es gebucht und dafür vergeben wir 4 von 5 Sternen.

Gruß,
Robin
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2'097 Beiträge · seit 200614. Jan. 2019 · #28
Hallo Robin,

das war ja am Ende eine Punktlandung bei El-Fari. Die Strecke zieht sich ganz schön, und ihr habt unfreiwillig Zeit verloren. Zum Glück sind die Tage im September schon deutlich länger.
Vielleicht lag euer langsames Vorankommen aber auch daran, dass Mara gefahren ist. 😉
Ich fahre mittlerweile und hole etwas Zeit raus.
Ich habe ein paar Anmerkungen zu den Vögeln. Bei dem Village Weaver tippe ich eher auf einen Maskenweber. "Ein Vogel" ist das zugehörige Weibchen. Bei "Noch ein Vogel" tippe ich auf einen Angolagirlitz (Black-throated Canary).
Die Schwalben beim Hilltop Guesthouse sind vermutlich Haussegler (Little Swift).
Die schwarzen Vögel mit den Schwalbenschwänzen sind übrigens Drongos. 😉

Viele Grüße
Uwe
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410 Beiträge · seit 200714. Jan. 2019 · #29
Hi Robin,
vielen Dank für Deinen tollen Bericht....sind wir dieses Jahr doch auch noch auf Teilabschnitten Deiner Route unterwegs.... 😉

Was mich verwundert hat, ist dass Ihr mit den Einkäufen an der Grenze gar keine Probleme hattet...insbesondere war doch mal die Rede davon, dass keine Wasser-Gallonen mehr eingeführt werden dürfen....oder habe ich zwischenzeitlich etwas verpasst ? 😊
Wäre von Interesse von uns, da wir eigentlich des Grenzübertritts wegen den Hauptteil des Einkaufs (leider) in Ghanzi geplant hatten. Nun nach Deinen Ausführungen würden wir nun evtl. (außer Fleisch natürlich) den Haupteinkauf in WDH planen.

Kann vielleicht sonst auch noch jemand berichten, wie die aktuelle Lage zu Käse, Eier, Wasser und Obst ist ? (2015 mussten wir unsere aus Namibia mitgebrachte Papaya an der Grenze auf die Schnelle verdrücken 😣 )

Danke schon mal
Grüße
Schnuppe
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201714. Jan. 2019 · #30
TinuHH schrieb:
jetzt hätte ich fast den Anschluss verpasst! Das kommt davon, wenn man immer nur im Namibia-Forum guckt!
Hey Martin, alles was du hier nicht liest dann halt per Mail. 🙂
Deine Aussage macht mich aber stuzig, da ich immer über den Button "AKTUELL" gehe. Dann sieht man eh' alle Themen mit den neuesten Beiträgen. Das manche hier evtl. nur Namibia sehen habe ich beim Einstellen nicht bedacht. Ist ja auch Namibia mit dabei. 😐
Daxiang schrieb:Hallo ihr Zwei,
ich bin auch noch gerade rechtzeitig zugestiegen und freue mich auf Eure Erlebnisse in Botswana.

LG und einen guten Start in die Woche
Konni
Hallo Konni, schön dich wieder an Bord zu haben! 🙂
Eulenmuckel schrieb:
...das war ja am Ende eine Punktlandung bei El-Fari. Die Strecke zieht sich ganz schön, und ihr habt unfreiwillig Zeit verloren. Zum Glück sind die Tage im September schon deutlich länger.
Vielleicht lag euer langsames Vorankommen aber auch daran, dass Mara gefahren ist. 😉
Nene, wir haben öfter gewechselt. Mara und ich tun uns am Steuer nix, was super ist. So können wir egal wo und welche Strecke immer wechseln. Und danke für die Vögel, die trage ich jetzt erstmal nach und freue mich auf weitere Unterstützung. 😉
sternschnuppe schrieb:Hi Robin,
vielen Dank für Deinen tollen Bericht....sind wir dieses Jahr doch auch noch auf Teilabschnitten Deiner Route unterwegs.... 😉

Was mich verwundert hat, ist dass Ihr mit den Einkäufen an der Grenze gar keine Probleme hattet...
Schön das du dabei bist. 😎
Zu deiner Frage gibt es meiner Ansicht keine Antwort, zumindest keine mit der du dann planen kannst. Unser angelesenes Wissen vor der Reise sah so aus:

- Fleisch darf man nicht nach Botswana rein mitnehmen
- VET-Fences von Nord nach Süd -oder- von Ost nach West queren und man muss auch sein Fleisch abgeben
- Gemüse ist eine Grauzone. Es gibt eine offizielle Regelung zu diversen Sachen die nicht eingeführt werden dürfen, diese bezieht sich aber eigentlich nur auf Importeure. Kleinstmengen wie bei Touristen sind da gar nicht bedacht...
- ... diese Regel wird aber anders ausgelegt und anscheinend auch von jedem anders ausgelegt

Vom Wasser hatten wir noch nie was gehört, also war unsere Lösung halt einfach kein Fleisch mitzunehmen. El-Fari geht auch so. Für Baines kaufen wir in Maun, nach Baines fahren wir durch den Vet-Fence zurück von Ost nach West, also theoretisch Fleisch weg. Daher war der Plan, dann erst wieder in Maun den wirklich großen Einkauf zu tätigen. (Superspar und Beef Boys Meat Market hinten am Flughafen ist unser Tipp)

Wie schon geschrieben, die aktuelle Gemüse-Regelung ist so undurchsichtig, dass wir es dabei haben drauf ankommen lassen. 😐

Wie haben wir das erlebt?
1. Grenze nach Bots, keine Kontrolle
2. Vet-Fence zurück nach Maun... da war gar keiner
3. Zweite Grenze nach Bots rein vor Drotskys >> das hatten wir nicht auf dem Schirm und Fleisch und Wurst oben im Kühlschrank. Die haben reingeguckt und uns dann einfach durchgewunken.
4. Vet-Fence in Namibia Nord>Süd = die einzige echte Kontrolle. Denen mussten wir länger erklären, dass wir wirklich nur noch 4 Dosen kühlen, weil wir nur noch eine letzte Nacht in einer Lodge verbringen.


Ich hoffe das hilft euch... nicht bei der Entscheidung, sondern dabei, dass es hier keine "finale" Antwort geben kann.

Es kommt, wie es halt kommt.


Gruß,
Robin
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206 Beiträge · seit 201116. Jan. 2019 · #31
Hallo Robin, so akribisch wie ihr euren Trip geplant habt, so ausführlich und informativ ist euer Bericht.
Da bin ich mit großer Neugierde dabei und freue mich auf eine amüsante und detaillierte Fortsetzung.
Noch nie habe ich gehört, dass man die Tiere am Auto "strichelt"- und ich war buff, dass gleich zu Anfang
am Auto ein Malheur passierte.
Ich fahre immer wesentlich ältere Karren, aber ich hatte bisher noch nie irgendein Dilemma, hoffentlich
bleibt das auch so.
Viele Grüße
Marion
Alexander von Humboldt "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."
4'382 Beiträge · seit 201519. Jan. 2019 · #33
Hu Hu
Wann gehts denn hier weiter.
..das möchte ich auch gerne wissen! Vermutlich noch länger nicht, wenn die Gelb-Schwarzen heute verlieren, aber wenn sie gewinnen (ich drücke sämtliche vorhandenen Daumen! 😉 , evtl. auch nicht soo schnell...
Duck und wech
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
130 Beiträge · seit 201720. Jan. 2019 · #34
Hallo ihr Beiden,
wir werden wieder seeeeehr aufmerksam euren Reisebericht mitverfolgen. Haben von euch ja viele wichtige Reisetips für Namibia erhalten. Wir haben uns damals ja per Mail ausgetauscht. Vielleicht erinnert ihr euch noch. Von euch kam auch der Tip mit SCR. Dort haben wir für unsere heurige Botswana Reise wieder das Auto gebucht. Nicht ganz billig, aber top. Kann ich jedem nur Anraten.
Aber vorher noch ein fast unheimlicher Vergleich.....
wir waren im Oktober 2018 in Südafrika (im Norden) und...... Meine Frau hat sich 8 Wochen vor der Reise den Fuß gebrochen, beim Radfahren. Ich bin auch in der Stahlbranche tätig und wir haben exakt die gleiche Route für Botswana geplant. Fliegen werden wir aber wieder mit Qatar. Sind zwar länger in der Luft, dafür ist es aber komfortabel wie in einem Hotel. Abreise ist der 10. Oktober.
Jetzt holen wir uns noch wichtige Tips dank eures Reiseberichts.
LG aus Wien
Peter und Christine
4'528 Beiträge · seit 200720. Jan. 2019 · #35
Einen wunderschönen guten Morgen !

Das ist ja cool. Bei Euch bin ich gerne wieder dabei. Ihr seid doch bestimmt bis zum 06.02. fertig 🙂 😕 😐
Ich freue mich auf tolle Bilder und interessante Beschreibungen und.....
PS. Da fällt mir noch was ein. Wir haben auf dem Weg nach Windhoek am Straßenrand eine Gabelracke gesehen. Warum das erwähnenswert ist? - Die Muckels haben uns letztes Jahr ausgelacht, weil wir im ganzen Urlaub nur 2 Gabelracken gesehen haben und meinten die gäbe es an jeder Ecke.
Wir waren ja nun auch schon einige Male unten und Gaberacken gab es immer in Massen, ausser 2017. Da haben wir in 3 1/2 Wochen glaube ich eine oder zwei gesehen. Also: Die Muckels haben Euch völlig zu Unrecht ausgelacht, sie sollten sich entschuldigen 😉 😉 😛

Viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2019
130 Beiträge · seit 201720. Jan. 2019 · #36
Ich dachte immer, ich hätte den "afrikanischen Bienenfresser" fotografiert. Dabei waren das Gebelracken.
Die gab es wirklich zu Hauf. Tja, wieder was gelernt.
LG
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201720. Jan. 2019 · #37
Reisehummel schrieb:
Noch nie habe ich gehört, dass man die Tiere am Auto "strichelt"- und ich war buff, dass gleich zu Anfang
am Auto ein Malheur passierte.
Also zu dem Stricheln... du hast ja noch keine Vorstellung, aber das dauert noch 2 Tage. 😉
Und zum Auto, das war wohl einfach etwas Pech und leicht repariert. Für sowas kann man sich den Anruf beim Vermieter zumindest sparen, sonst wären wir ja niemals bis ElFari gekommen.


@ Petra & Friederike
Diese Woche gab es einen 88. und 70. Geburtstag zu feiern, von letzterem kommen wir gerade. 🙂
Dazu eine wilde Woche auf Schicht, aber jetzt werden noch ein paar letzte Fotos bearbeitet und spätestens Dienstag kommt der nächste Teil. 🙂
casimodo schrieb:
Das ist ja cool. Bei Euch bin ich gerne wieder dabei. Ihr seid doch bestimmt bis zum 06.02. fertig 🙂
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Wir waren ja nun auch schon einige Male unten und Gaberacken gab es immer in Massen, ausser 2017. Da haben wir in 3 1/2 Wochen glaube ich eine oder zwei gesehen. Also: Die Muckels haben Euch völlig zu Unrecht ausgelacht, sie sollten sich entschuldigen 😉 😉 😛
Hallo Casimodo,
schön dich wieder dabei zu haben. 06.02. wird wohl etwas schwierig... 😗

Aber zum Thema Gabelracke muss ich dir dann Recht geben, da ist eine Entschuldigung fällig. 😉
pcb schrieb:
Hallo ihr Beiden,
wir werden wieder seeeeehr aufmerksam euren Reisebericht mitverfolgen. Haben von euch ja viele wichtige Reisetips für Namibia erhalten.
Klar erinnern wir uns. Wie schön, dass die Tipps für euch dann auch gut geklappt haben. Wirklich verrückt, dass sich manches s überschneidet. Ich soll von Mara fragen, wo genau du arbeitest... 😁 (gerne per PN oder Mail)

@ Botswana
Ihr seid ne Woche zu früh los, sonst hätten wir uns ernsthaft überlegen müssen eure Campsites zu entern. 😄 😉



Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2019
27 Beiträge · seit 201621. Jan. 2019 · #38
juchuuu .. da steige ich doch auch noch ein; super Fotos und sehr unterhaltsam geschrieben, lieber Robin.
bin schon sehr gespannt wie es bei euch weitergeht, weil wir dann im April eine ähnliche Route, nur in die andere Richtung bereisen werden.
viele Grüße
Ute
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2019
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201727. Jan. 2019 · #39
Bienchen Summ-Herum im Nirgendwo...



Heute klingelt mal kein Wecker, bzw. der würde schon klingeln, aber erst später. Wir werden wachgeklopft. Nach einem kurzen Blick über den Platz ist der so genannte „Weckspecht“ dann auch schnell gefunden.



Weckspecht


Grund genug also, nach der morgendlichen Routine und einem kurzen Frühstück , sich noch einmal in die stacheligen Büsche zu schlagen und nach ein paar gefiederten Freunden zu schauen. (ich sag’s gleich… das Federvieh muss ich noch nachschlagen) 🤪








Der gesamte Platz dort ist übersät von kleinen Löchern im Boden. Das ist uns gestern Abend nicht aufgefallen, aber vielleicht weiß ja jemand was Näheres… ich tippe ja auf eine Neubausiedlung achtbeinigen Krabbelgetiers.



Wir müssen noch schnell zahlen, halten also beim Haus der Besitzer an und unterhalten uns noch kurz. Dabei fällt der Blick auf einen Baum mit interessanten Früchten, die wir flugs zum Probieren angeboten bekommen. Ich sag‘ nur seeeeehhhhrrr SAUER!!! 😵



Richtung Maun zieht sich die Asphaltschlange weiter dahin, es ist jetzt nicht gerade eine spannende Strecke. Hier und da sind kleine Ansiedlungen zu sehen, aber außer zwei Kontrollen auf dem Weg passiert einfach nicht viel… auch bei den Kontrollen selber allerdings nicht:

#1 VET-Fence: Wir werden gar nicht kontrolliert. Ok, damit haben wir aber eigentlich auch gerechnet, weil wir von Süd nach Nord fahren

#2 Foot & Mouth Disease Control: Klingt schon wichtig und wir stellen uns gedanklich auf die eklige Schuhmatte ein, von der wir schon so viel gehört haben. Ein kurzer Blick und dann winkt man uns einfach weiter.





Da bleibt uns nicht viel anderes über, als einfach weiter Crossing-Striche für Kühe und Ziegen in unser Buch zu schreiben. In Maun sehen wir etwas, dass wir dieses Jahr auch nur in Maun sehen werden. Eine echte Besonderheit: STAU 😉

Der Grund ist schnell ausgemacht. Die Streifen der Zebras werden dort im Moment nachgezogen. Die wissen halt was für Tourismus wichtig ist. 😛



In erster Linie wollen wir Maun nur kurz zum Tanken nutzen. Direkt beim Ortseingang stehen wir zwar schon an der Säule, aber der nette Mann an der Säule gibt uns zu verstehen, dass irgendwas kaputt ist. Das ist sogar eher ein Glücksfall für uns. So fahren wir erst in den Ort und finden Riley’s Garage, für uns ein Tipp, weil man dort alles bekommt. Botswanisches „One-Stop Shopping“ quasi.

# Wir tanken auf und stellen den Wagen ab direkt dort ab…

# …Mara geht ein Stück die Straße runter in eine Art Haushaltsladen, vorbei am Geldautomaten am Zahltag und somit der Riesenschlange. Sie wollte nach einer Waschmaschine schauen und kommt erfolgreich mit einem schönen Modell in Blau zurück…

# …in den, der Werkstatt angeschlossenen, Shop, in dem ich weitere die 2 Dinge besorge, die ich noch gerne haben wollte. Panzertape (kann man immer gebrauchen) und noch mal eine Handvoll Kabelbinder. Man weiß ja nie, wann und ob man noch mal unter dem Auto liegt. 🤨

# Zusammen geht es noch ins „Delta Meat Deli“, dass auch direkt nebenan ist. Schön, auch das schon gefunden. Hier haben wir in 2 Tagen eine Fleischbestellung platzieren lassen. Grund genug sich den Laden schon mal anzuschauen und für heute Abend ein schönes Stück Impala mitzunehmen.

SCHÖN, Maun hat sich gelohnt. Alles bekommen was wir haben wollten und viel Zeit haben wir auch nicht verloren. Wir machen uns auf die A3 in Richtung Baines Baobabs. Mara hat das Steuer, wir sind beschwingt mit gut 100 km/h unterwegs und RUUUUMMMSSSS… 😣 kurzer Schreck und RUUUUMMMSSSS… 😣 die Bremse wird gequält und RUUUUMMMSSSS 😣 … die Verzögerung hat schon gut eingesetzt, die Landschaft steht fast neben uns und wir werden belohnt mit einem deutlich schwächerem RUMMS. 🙄 🤨

Wir sind voll in eine Schlaglochpiste reingebrettert. Für die nächsten 18 Kilometer ist es eine Mischung aus 30er Zone und Schrittgeschwindigkeit fahren. Ein paar hundert Meter nach den ersten Schlaglöchern kommt dann auch ein Warnschild. > Uneven Road<… AHA. Danke für den Tipp. Die Bezeichnung „Uneven“ übersetzt sich übrigens mit:

„Sehr geehrter Verkehrsteilnehmer. Sie haben vor ca. einem halben Kilometer die, im engeren Sinne, befestigte Straße verlassen und wir heißen Sie herzlich Willkommen auf der neuen Elchtest-Teststrecke Botswanas. Wir bitten Sie, ab diesem Zeitpunkt die vollständige Straßenbreite, stellenweise auch die Böschung, zu nutzen. Durch die innovative und durchdachte Konstruktion und Lage der Schlaglöcher können Sie sich ab jetzt voll und ganz dem Ausweichen selbiger widmen. Der Gegenverkehr mag Ihnen zwar Abschnittsweise auf Ihrer Spur entgegen kommen, aber dann fahren Sie einfach auf seiner Spur und Grüßen freundlich. Dabei Auszusteigen, ein kurzes Schwätzchen zu halten und danach in Ihr immer noch fahrendes Auto zurückzukehren ist möglich… Sie schleichen ab jetzt sowieso im Schneckentempo weiter.

PS. Bitte halten Sie sich an die „Erlaubte Maximalgeschwindigkeit“ von 120 km/h, diese reduzieren wir nicht. Haben Sie Spaß!“
😈

Eigentlich sind wir ja guter Dinge, aber wir ahnen schon, wenn es so weiter geht wird es wieder Zeit für ein „ABER… Irgendwas ist ja immer!“, aber noch sind wir nicht so weit. 😄



Ein sich häufendes Bild auf der Strecke… Safety First, folks!



Nach einer gefühlten Ewigkeit und dicker Luft im Auto, (… ein Teilnehmer dieser Reise hat anscheinend jedes getroffene Schlagloch mit einem dummen Spruch von links außen kommentiert…, aber kein Kommentar wer das wohl gewesen sein könnte. 😗 ) kommen wir wieder auf eine normale Piste und das lange ersehnte, einsam im Nirgendwo stehende Gebäude, das den Parkeingang markiert, taucht links des Weges an der Straße auf.

Endlich da. Wir checken uns am Gate ein, parken den Wagen im Schatten und machen uns daran Luft abzulassen. Die erste Tiefsand-Etappe steht uns bevor und was man so hört, eine lange, die es in sich hat. Uns wird am Gate geraten am ersten Abzweig links zu fahren, geradeaus ist es sehr tiefsandig. Von zwei Wagen die gerade aus dem Gebiet kommen erfahren wir noch, dass wir die nördliche Route zu den Baines nehmen sollen. Die ist zwar etwas länger, aber nicht so ausgefahren. Immer wieder schön, Camper sind halt so, man kommt fast immer sofort ins Gespräch. 😎






Natürlich nehmen wir am ersten Abzweig dann doch den kurzen Weg geradeaus… 😄



…ist zwar tiefsandig, aber mit wenig Luft gut machbar. Und Vögel hat es auch: „Gabar Goshawk | Gabar Habicht“


Wegen dem weißen Fleck oben am Flügel, denke ich es ist ein „Ant-Eating Chat | Termiten-Schmätzer“


Wenn man im Gebiet rund um die Baines unterwegs ist, stellt man schnell fest, dass es nach vorne, wie nach hinten einfach nur flaches, weites, trockenes Land hat. Man steht wirklich so ein bisschen im Nirgendwo. Wir sind nicht super spät dran, aber auch nicht so früh. Die Leute haben diese Passagen entweder schon vor uns in den Park genommen oder mussten schon früher raus. Wir sind hier das erste Mal auf der Reise allein unterwegs. Ein klein wenig auf Safari, auch wenn wir uns hier nicht viel ausgerechnet haben und nicht enttäuscht werden… es ist so brutal trocken, dass wir außer ein paar Vögeln keine Lebewesen entdecken.

Wir schauen natürlich immer ob man irgendwo die Baines schon sehen kann, im Hitzeflimmern verschwindet der Horizont aber immer als eine, große Masse. Doch irgendwann schält sich eine Insel aus dem Einheitsbrei und endlich wissen wir, wo unser Ziel liegt.

Auch der Blick nach hinten zeigt nur Leere


Das kann so ziemlich alles sein, meiner Meinung nach


„Ant-Eating Chat | Termiten-Schmätzer“


Baines Baobabs


Die Baobabs sind schon beeindruckend. Wir sind auch hier alleine und da müssen natürlich ein paar Fotos gemacht werden. Relativ schnell wird klar, man braucht irgendwie eine Referenz im Bild, damit man die Größe überhaupt erfassen kann. Mara fasziniert hingegen in erster Linie die große Pfanne und die damit verbundene Leere. Sie nimmt also lieber mich al Motiv im Nichts. 🙂

Links neben meinem Kopf müsste man den Baobab von Baines Campsite #3 sehen.


Größenvergleich in allen Variationen, mal mit Auto…


…dann mit Mara…


…und mir…


…und uns als Schatten. 😁


Zwischen den Bäumen ist es schattig, aber man wird sofort von Fliegen belagert. Kann ich schon verstehen, die versuchen bestimmt rücksichtslose Touris zu vertreiben. Ob hier oder später im Caprivi, findet man einen Baobab, bei dem man aussteigen kann und an den man direkt rangehen kann… aber seht selbst. Verstehen muss man das nicht, die stehen seit Jahrhunderten unbehelligt da rum und dann das. 🙁



Ganz toll, dass du da warst…


Lange Zeit haben wir ja gedacht man fährt um die Pfanne herum und nicht mitten durch die Pfanne hindurch um zu den Campsites zu kommen. Das gefällt uns natürlich richtig gut, Mara besonders. So sieht sie viel von der Pfanne und es ist wirklich eine ganz eindrückliche Landschaft hier. Aufgeplatzte Erde, sandige Böschungen und hier und da stehen vereinzelt Baobabs. Die perfekten Wegweiser um die entsprechenden Campsites zu finden. 😎

Unsere Heimstatt für die nächste Nacht


Ablutions-Schnecken


Longdrop


Eimer-Dusche



Longdrop und Eimer-Dusche muss ich hier zeigen, weil wir vom Folgenden keine Fotos haben. Ich schaue mich noch auf dem Platz um und Mara nimmt den Longdrop in Angriff, bzw. versucht es zumindest. Bienen haben sich hier breit gemacht. Es ist mehr oder minder die einzige Wasserquelle auf weiter Flur. 🤢

Naja. Was soll’s. Wir haben Licht, es ist immer noch heiß, also mal auspacken. Tisch und Stühle platzieren. Etwas Salat aufschneiden und nebenher Brauchwasser in unsere „Waschmaschine“ und einen leeren 5l Kanister umfüllen, damit wir schön warm die Eimerdusche nutzen können.

Denkste,… Pustekuchen! – kaum drehe ich das Wasser ab und stelle die Gefäße ab schwirrt es überall um uns herum. Nicht übertriebene, hunderte Bienen stürzen sich auf den nassen Fleck unter dem Brauchwasser Hahn und ebenso auf den Eimer und den 5l Kanister. Beides zwar verschlossen, aber die Tropfen am Rand reichen aus. Rund um offenes Wasser ist sofort eine Quarantäne-Zone. Man kann sich gar nicht mehr nähern.

Todesmutig versucht Mara zwar ein bisschen zu Schnibbeln, aber auch das muss bald aufgegeben werden. Tja…

ABER, irgendwas ist ja immer!

Man kann es eh‘ nicht ändern und da wir uns vom heimischen Balkon mit einem nervigen Wespenvolk auskennen, hoffen wir mal darauf das auch afrikanische Hautflügler sich zur Ruhe begeben, sobald das letzte Sonnenlicht verschwindet. Wir fahren also noch mal los und schauen uns noch etwas um. Ein Stück die Pfanne runter gibt es ja noch Baines #3, mal sehen wie der Platz so ist.



Unsere #2 ist schöner als die #3, hier liegen aber überall Früchte der Baobabs rum, was wiederum ganz cool ist, wir haben die schließlich noch nie gesehen.





Auf dem Weg zurück fahren wir wieder in Richtung Baines, man kann rechts die Campsite #2 bei den großen Baobabs erkennen und links im Hintergrund liegen die Baines. Maras Favourit wäre die Campsite #1, das ist die einzige direkt an der Pfanne mit Blick über die endlose Weite und die Baines.



Es ist immer noch hell als wir zurück kommen und so bauen wir erst mal auf, richten das Zelt her und entzünden das Feuer. Damit sind wir dann in der Dämmerung fertig, aber noch gehört der Platz den Bienen.



Hinten rechts sieht man die Wasser-Kanister für’s Duschen, aber an die ist kein rankommen. 🙄


An den Sundowner-Drink gehen auch die Bienen nicht ran und wir nutzen die Szenerie am Feuer um einen Blick in Richtung Pfanne zu genießen, wo sich die Sonne verabschiedet und den Himmel in tiefes lila tunkt.





Mit den letzten Sonnenstrahlen verlassen dann auch endlich die letzten „Summser“ unseren Platz. Das Feuer brennt ja schon, also können wir auch erst mal was zu Essen machen. Zwischendurch gehen wir endlich Duschen, das Wasser hat fast noch einen Anflug von lauwarm. Schön… kalt. 😵

Der Abend mit Blick auf’s Feuer und den mächtigen Baobabs um einen herum ist einfach wieder schön und die Bienen schnell vergessen. Wir sind einfach glücklich, dass es jetzt so richtig losgehen kann.




FAZIT – Campsite #2 Baines Baobabs
Die Campsites hier sind wunderschön. Einsam gelegen, es gibt nur die 3 und somit sehr Exklusiv. Eimerdusche ist ein Highlight und wie wir später gehört haben, waren die anderen Plätze „Bienenfrei“. Wir hatten wohl einfach Pech, dass die dort zu der Zeit gerade ansässig waren. Wenn wir das außen vor lassen und mit einberechnen, dass wir die #1 aufgrund des Blicks noch besser fänden, gibt es 4,5 von 5 Sternen.


Gruß,
Robin
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