Reisebericht

ABER, irgendwas ist ja immer! (Botswana Sept '18)

von Blende18.2 · begonnen 12. Jan. 2019 · 44 Teile

Teil 112. Jan. 2019


Es ist der 19.09.2018 und wir sitzen in Köln am Flughafen. Es geht wieder los… wer hätte das gedacht?

PROLOG

Rückblick: Sonntag 05.08.2018 – Ich liege in der Notaufnahme im Krankenhaus. Wir fachsimpeln über den Müllsack im OP-Raum, der rot ist, und fragen uns ob die Farbe bewusst gewählt wurde. Der erste Befund war gut, kein Bruch. Jetzt warten wir nur noch auf die Ergebnisse vom Röntgen. Die Ärztin kommt rein und haut mal einen raus.

“Bruch, um eine OP kommen Sie nicht rum und das sind dann mindestens 6 Wochen Krücken!“ 😵

Es folgt ein kleiner Streit unter Profis (ich bin Profi im nicht akzeptieren und besser wissen und sie… naja, sie ist halt Ärztin) und ich erkläre ihr, dass das a) nicht geht, weil Urlaub und b) ich dann halt nicht operieren lasse.

Sie argumentiert mit a) und Camping in Afrika schon gar nicht und b) als ob’s dadurch schneller ginge!

Unerledigter Dinge gehen wir auseinander. Ich schnappe mir einen Umschlag mit den Röntgenbildern und wir bekommen eine CD mit mehr Bildern für eine 2.Meinung. Erst im Auto stelle ich fest, dass wir beide die Bilder vom vermeintlichen Bruch noch gar nicht gesehen haben. Die Ärztin hatte sie uns nicht gezeigt. Auf dem Weg nach Hause mache ich den Umschlag auf, schaue auf die Fotos und sage zu Mara: „Ok… das muss operiert werden.“ 😣

An dieser Stelle ist es noch mal Zeit für ein herzliches Dankeschön an diese Community, die uns mit viel Zuspruch und Rat zur Seite gestanden hat. Denen, die diese Vorgeschichte noch nicht kannten, sei gesagt, es gab‘ ein Happy End. Was logisch erscheint, gäbe es doch sonst diesen Bericht nicht. Kurz zusammengefasst haben wir eine Klinik gefunden die mich nur 5 Tage nach dem Bruch unter’m Messer hatte und den Heilplan um 2 Tage verkürzt hat, so dass ich

#1 – den Abschlusstermin und damit Freigabe zum Flug bei der Chirurgin am 18.09. hatte und
#2 – am Abflugtag, das erste Mal wieder in normalen Schuhen auftreten durfte 😎

ORGANISATORISCHES
Und somit wird es Zeit den Blick nach vorne zu richten und da gehören vor der Reise ja noch so ein paar Dinge organisiert, ebenso ist es mit Reiseberichten.

Wir, das sind Mara & Robin, Ende 30, vom Fieber infizierte und jetzt zum zweiten Mal auf diesem wunderschönen Kontinent unterwegs. Denen wir unbekannt sind, so sehen wir kurz vor einer typischen Wasserdurchfahrt aus, die wir dann lieber doch nicht genommen haben. 😛


2017 waren wir in Namibia unterwegs. Eine grobe „Anfängerrunde“ mit dem ein oder anderen Schlenker. Unser Hauptaugenmerk war das Land und die Landschaft. Tiere und Safari wurde nur knapp eingeplant, wir waren uns unsicher ob das unser Ding ist. Nach dem wir zurück waren, wurde relativ schnell klar, dass es bei den wenigen Safari-Tagen, unsere Begegnung mit den 4 Wüstenelefanten war, die uns am meisten bewegt hatte. Beide hätten wir im Anschluss daran gerne noch mehr Elis im Etosha beobachtet, wir hatten zwar Begegnungen, aber ich würde nicht sagen, dass uns das Glück besonders gewogen war.

So stand der Plan recht schnell fest und man ist ja seines eigenen Glückes Schmied, bzw. kann man schon was nachhelfen. 2018 sollte es also Botswana werden und wenn man schon in Kasane ist, nimmt man den Caprivi zurück, dort waren wir schließlich auch noch nicht.

Unsere Route


Bevor es losgehen kann ziehen wir ein paar Fazits, ja… vor der Reise. Also nach der Reise, aber vor dem Bericht. 🤪

Fazit #1 – Es gibt tatsächlich Elefanten in Botswana. Wer schon beim Logo geahnt hat, was ihm hier schwant, so hatte er Recht. Elefanten gibt es zu Hauf.

Fazit #2 – Es hat Tiere, aber weniger Menschen. Dennoch hatten wir wundervolle Begegnungen, nicht nur mit Tier, auch mit Mensch.

Fazit #3 – Botswana ist nicht Namibia und das Fahren dort ein Abenteuer im positiven Sinne. Und in den Parks, alleine unterwegs, hat man noch mal ein anderes Gefühl von Natur und Wildnis.

Fazit #4 – Wildnis gilt dann auch für’s Campen. Angefangen, mit in der Karre sitzen und Panik-Grillen, bis hin zu nächtlichen Lagerfeuer-Geschichten. Man gewöhnt sich schnell ein.

Fazit #5 – Wir haben ja dazu gelernt. Deswegen gab es auch mehrere Übernachtungen an einem Ort oder nur kurze Fahretappen zwischen zwei Zielen…

Fazit #6ABER, irgendwas ist ja immer! wurde zu unserem Motto dieser Reise. 😄

Fazit #7 – Ziegen stechen alle anderen Tiere aus. Ihr werdet in Botswana mehr Ziegen als sonst irgendein anderes Tier zählen. Soviel steht mal fest. Also denkt nicht, „Ich bin in Afrika, hier gibt es ja so tolle Tiere.“ Es sind die Ziegen, also zumindest dann, wenn man wie wir, eine akribische Strichliste führt, wie viele Tiere, welcher Sorte, uns auf dem Weg ausgebremst haben. Das ist auch das einzige Kriterium… Tiere, wegen denen wir anhalten ODER die Geschwindigkeit deutlich reduzieren mussten.

Hier anbei, unser Cross-O-Meter. (da es zu Verwirrung führt... es geht wirklich nur um Tiere die vor's Auto gelaufen sind, nicht um die Sichtungen allgemein >>> gesehen haben wir vieles und davon deutlich mehr als die Ziegen)

(das dazu gehörige Foto gibt es dann später… sieht wild aus) 😉

Wenn jetzt irgendeiner hier der Meinung ist:
„Wie bescheuert muss man sein, 3 Wochen lang, jedes Mal wenn irgendein Vieh vor die Karre rennt, eine Liste zu führen…“ – es wird noch schlimmer, viel schlimmer. Aber dazu später mehr, schließlich weiß man nie, wann die nächste:

Frühpatrouille naht, wenn die Frühpatrouille naht.
Und wir schreiten durch die Flur,
Elefanten mit Bravour,
Und sie stampfen stolz…
durch das Unterholz!




In dem Sinne. Morgen geht’s los. 🙂

Lieben Gruß,
Robin & Mara
Teil 213. Jan. 2019


Also eigentlich geht der Tag ja am 19.09. los, weil nach Afrika hinfliegen muss man ja auch noch. So viel gibt es da aber natürlich nicht zu berichten, also in aller Kürze.

Der Hinflug
Dieses Jahr fliegen wir ab Köln mit Eurowings. Für uns ein perfekter Flug, es geht erst Abends um 22.35h los und zum Flughafen sind es nur 45min. von uns aus. Mara ist den Tag noch arbeiten, ich packe zusammen und gewöhne mich langsam daran, normale Schuhe zu tragen. Die Reisetaschen werden voller und voller. Wobei ich tatsächlich auf 4 T-Shirts minimiere und überhaupt extrem minimalistisch packe. Aber dank des erweiterten Foto-Geraffels habe ich nur noch Technik im Rucksack und in Maras Rucksack kommt dann der ganze Rest.

Rechtzeitig geht es zum Flughafen, wir haben vorher nochmal in die Platzreservierungen geschaut. Es sind noch viele 4er Reihen in der Mitte frei. Davon hätten wir gerne eine, dann kann man sich lang machen und den Fuß mal hochlegen. Am Schalter klappt das dann auch wunderbar. Wir erklären das gesundheitliche Handicap und der Mitarbeiter von Eurowings blockiert eine komplette 4er Reihe, damit wir diese für uns alleine haben. 😎
(mal abgesehen von einem älteren Herren der irgendwann in unserer Reihe sitzt, weil er einen ruhigen Schlafplatz sucht, der ist aber nach 1,5 Std. auch wieder weg)

Der Flug an sich ist unspektakulär, wir glauben noch, dass wir kein Essen zugebucht haben und bekommen auch keins, da wir ja die Plätze gewechselt haben. Die Bordcrew hat zwar Zettel und man kann sich melden, aber doof, wenn man selber nicht weiß, was man eigentlich mal gebucht hat. 🤪 >> das haben wir aber erst auf dem Rückflug rausgefunden

Hallo Namibia
Touchdown, wir sind wieder hier. 🤩
Letztes Jahr sind wir zügig Richtung Passkontrolle aufgebrochen und versucht Plätze gut zu machen, dieses Jahr wird das nix und alle überholen uns. Deswegen, einfach keinen Stress, das ist ja eh‘ ein Ziel des Urlaubs. Mehr Ruhe und Zeit lassen für alles.

Die Passkontrolle ist ja oftmals ein Angstgegner, für uns ist es trotz einem Platz ganz hinten in der Reihe auch dieses Jahr kein Problem. Es geht eigentlich recht zügig und auf die Koffer haben wir letztes Jahr auch länger gewartet als alle anderen, da hatte die Hetze am Ende keinen Zeitvorteil eingebracht.

So komme ich am Einreise-Schalter an, das Ein- und Ausreise Formular (das wir gefühlte 2 dutzend Mal auf der Reise in der Hand hatten) ist schon fertig präpariert. Immer gut, wenn es die schon im Flieger gibt. Ich setze mein freundlichstes Lächeln aus, das auch „äußerst charmant“ NICHT erwidert wird. Die „nette“ Dame am Schalter schaut mich an, liest sich den Zettel durch und fragt mich...
was ich hier machen will...
„Urlaub.“ – steht ja auch auf dem tollen Formular
„Nur Urlaub?“
„Ja?...!“
„Die ganzen drei Wochen?“ – ich bemerke ein etwas genervtes Zucken im Auge
„Das war der Plan.“
„Ganz schön lange für Urlaub – sicher?“
„………......................!“

Irgendwann lässt sie mich dann durch, ich gehe zum Band und sehe, dass Mara immer noch am Schalter steht. Irgendwie geht es bei ihr nicht weiter. Ein paar Minuten später kommt sie dann mit folgender Konversation im Gepäck:
„Bei Job steht Stahlverkauf… was heißt das?“
„Ich verkaufe Stahl.“
„Was macht man denn da?“
„Wenn Leute z.B. Häuser oder Brücken bauen und Stahl brauchen, dann verkaufe ich denen den Stahl!“
„Mhhhhh.“
„Mhhhhh?“
„Das ist doch kein Job!“ 🤨 😄

Ich glaube die hatten „Wer kann heute die dämlichsten Fragen stellen“-Tag. Wir haben auf jeden Fall den ganzen Tag noch drüber gelacht. Am Flughafen kann man immer was erleben, war beim Rückflug nicht anders.

Am Gepäckband freuen wir uns über 2 Reisetaschen auf dem Band die uns gehören und marschieren in die Halle. Keine MCT-Karte, Geld holen wir bei der Maeru-Mall ab, wir können direkt starten und erspähen auch direkt ein Schild mit unserem Namen drauf. Es ist diesmal nicht Valentino, der Fahrer stellt sich mit Henry vor und wir beäugen ihn, kommt uns bekannt vor. Wir quatschen direkt mit ihm los, man tauscht sich aus, wo geht es hin und so weiter und man ist sich sofort sympathisch.

Rückblick 2017:
„Wir verabschieden uns und werden zum Flughafen gefahren. Während der Fahrt fällt kein Wort mehr. Wir schauen beide in unsere Gedanken versunken aus den Fenstern.“

Wir stehen draußen vor dem Flughafen, Henry muss noch kurz Formalitäten erledigen, kommt wieder, schaut uns an und sagt: „Ich kenne euch beide! – ich habe euch letztes Jahr zum Flughafen zurückgebracht, aber da wart ihr ganz anders und habt gar nix gesagt!“ 😊 🙂

Der Henry ist ein richtig Guter. Ab dieser kurzen Fahrt zur Vermietung ging der Urlaub richtig gut los. Wenn das dein erstes Gesicht ist, was du NACH dem Flughafen siehst, dann kommt man einfach gut an. Er liebt was er macht, freut sich über die Gäste und erzählt und erzählt und erzählt. Andauernd hält er an, wechselt mit irgendwelchen Leuten 2-3 Worte und wird überall gegrüßt. An der Kontrollstation Richtung Windhoek redet er mit den Beamten, es wird gelacht und sie schenken ihm Nüsse für unterwegs. Wir haben wirklich viel gelacht auf der Fahrt und uns sehr gefreut, auch Henry einen kleinen Gefallen machen zu können. Sein Sohn hatte Geburtstag, aber Henry konnte keinen Kuchen mehr organisieren… Gut, dass meine Reisetasche prall gefüllt mit HARIBO war. 😎

Safari Car Rental
Es ist alles wie nach Hause kommen. Wir steigen aus, packen unsere Taschen und stehen neben Henry, da kommt einer der Mitarbeiter über den Platz, sieht uns und kommt Freudestrahlend rüber. Es ist Valentino, der uns letztes Jahr abgeholt und die Wagenübergabe gemacht hat. Man unterhält sich kurz und auch wenn er sich nicht dran erinnern konnte, auch ihm hatte ich versprochen für seine Kinder HARIBO mitzubringen, wenn wir mal wieder da sind.

Die Formalitäten bei Nati und Victoria im Büro sind schnell erledigt und die Wagenübergabe übernimmt diesmal Rudolph. Er legt los und ich schaue mir die vielen Kratzer an und wundere mich noch, wie man den Wagen so abgeben kann. Er zeigt uns was er bei „Scratches“ eingetragen hat… EVERYWHERE. 😉 - das beruhigt.

Nach 10min. Einweisung schaut uns Rudolph an: „Ihr guckt immer als ob ihr das eh‘ alles wisst?“. Stimmt ja auch, es kommt uns alles so vor, als ob es gestern gewesen wäre. Er zeigt uns dennoch gewissenhaft alles, aber macht schneller und nach 1h sind wir abfahrbereit.

Wichtig, der Kilometerstand am Anfang der Reise…


…und da ist der treue Begleiter für dieses Jahr.



Hilltop Guesthouse
“Nach Hause” kommen Part2. Jumpa begrüßt uns wieder am Gate, Abends lässt uns Pika auf das Gelände und morgens kümmert sich Aina beim Frühstück liebevoll um uns. Wir mögen es, den Urlaub ganz entspannt zu starten. Man weiß wo alles ist, perfekt um reinzukommen. Wir bekommen diesmal Zimmer 2, genauso schön wie die Nummer 1 letztes Jahr.

Vorher…


… und 10 Minuten später 😣


Alles sehr nett eingerichtet


Der Begrüßungsdrink ist auch wieder der Gleiche. Orangen/Rooibos Tee mit Zuckerrand in eiskalt. Lecker. Den nehmen wir uns mit auf den Balkon und kommen ein bissel an. Hier können wir dann auch die Vogeltränke im Garten beobachten, ich habe mal mein Glück versucht, aber kleine Vögel bestimmen ist einfach nicht meins. 🤨



Village Weaver – Dorfweber


African red-eyed BulBul – Maskenbülbül


Ein Vogel


Noch ein Vogel


Sparrow – Spatz… der war einfach. 😛


Und dann hatten wir noch eine absolute Erstsichtung für uns in einem Baum entdecken können. So einen Vogel hatten wir überhaupt noch gar nicht gesehen.

Klippvogel 😗 🤪


Einkaufen in der Maeru Mall
Machen wir es kurz, es fühlt sich wieder an wie gestern. Wir gehen zusammen durch den Laden, anstatt, dass jeder einen Teil der Liste abarbeitet. Das geht nicht schneller, aber macht mehr Spaß. Wir brauchen wieder unsere Kisten und irgendwann tut mir der sehr bemühte Mitarbeiter leid. Er rennt fast 30min. durch den ganzen Laden und immer wieder ins Lager und versucht 4 passende Kartons für mich aufzutreiben, die sind für unsere Auto-Organisation halt unerlässlich. Irgendwann habe ich dann 2 passende Kartons und siehe da, an der Kasse können wir die noch fehlenden auftreiben.

Wir fahren 2 volle Wagen aus dem Maeru und gehen dann wieder zurück für Wasser und Getränke, holen noch Geld an der Bank, etc. Nur unsere Waschmaschine bekommen wir nicht. Der Laden mit Eimern hat zu und macht erst am 28.09. wieder auf. Egal, das erledigen wir dann in Maun.

Wir fahren alles zum Hilltop, räumen alles raus und alles wieder rein, sehr zur Belustigung des Personals. Und diesmal denke ich daran die GoPro zu positionieren und das ganze per Zeitraffer festzuhalten…
… nur leider habe ich die Karte vorher nicht geleert und so war noch Platz für ganze 10 Fotos auf der Karte. 😣

Deshalb nur Fotos, eines am Anfang der Reise noch gut sortierten Autos! 😉





So organisieren wir uns und nein, die MAOAM Kiste habe ich nicht mitgebracht, aber da ich weiß, dass unsere Kartons sehr stabil sind...



Joes Beerhouse
Unser Taxi verspätet sich, ist aber normal. Cleopas verspätet sich wohl immer und wieder diese Namen, ist der echt oder fake, wir wissen es immer noch nicht so genau.

Über Joes kann man ja geteilter Meinung sein, uns gefällt der Laden und während man uns so zum Tisch bringt…




… kommt uns alles komisch bekannt vor. Das gibt es doch gar nicht!! – es gibt hier bestimmt mehrere hundert Tische und wir werden an die 56 gesetzt, GENAU den Tisch hatten wir 2017 auch. 🙄 😁



Unsere Tischnachbarn, Penny und John, kommen aus London und starten auf eine Fly-In Safari ins Sossusvlei & Swakopmund, von wo aus sie einen 4x4 übernehmen. Wir können Penny, die Opernsängerin ist, leider zu keiner Gesangseinlage überreden, haben aber einen schönen Abend mit den beiden. Es gibt den ersten Gin-Tonic und Bier. Dazu ein Namib-Bushfire.

So soll es aussehen…


… so sieht es aus…


… und so sehen wir dann aus!


Wir sind satt, wir sind müde, wir freuen uns darauf, dass es nächsten Tag losgeht und Cleopas verspätet sich wieder. Also noch ein paar Bilder mit dem Handy draußen versuchen.






21.30h sind wir dann schon zurück im Hilltop, das Licht geht aus und wir träumen von Weite, Elefanten und dem uns, noch, fremden Botswana. 🙂


Gruß,
Robin


PS. Da fällt mir noch was ein. Wir haben auf dem Weg nach Windhoek am Straßenrand eine Gabelracke gesehen. Warum das erwähnenswert ist? - Die Muckels haben uns letztes Jahr ausgelacht, weil wir im ganzen Urlaub nur 2 Gabelracken gesehen haben und meinten die gäbe es an jeder Ecke.

Ich habe also jeden Tag geschaut, ob ich so ein Vieh irgendwo sitzen sehe und tatsächlich. Erster Tag, erster Treffer! 😉
Teil 313. Jan. 2019
Zu früh geträumt...



Wir haben es heute gar nicht eilig. Klar, es liegt ein langer Fahrtag vor uns, aber immerhin… die gesamte Strecke zieht sich als lange, nicht enden wollende, langweilige und ermüdende Asphaltschlange dahin. Wir haben uns zu früh geträumt! 😉

Das wird wohl heute nix mit Elefanten, etc. pp., aber das wussten wir auch vorher. Also schauen wir einfach wie so ein Tag gut beginnen, am besten mit Aina. In unserem Tagebuch stehen zum Morgen im Hilltop 3 Dinge:
#1 Aina ist zum Drücken!
#2 Das Frühstück wieder super.
#3 Der Chef serviert zum Ende immer die Pancakes um mit den Gästen zu Plauschen. 🙂



Start meiner Instagram-Foodblogger Karriere 😄


Es ist ordentlich laut auf dem Balkon und ganz schön was los heute Morgen. Über uns sind dutzende Schwalbennester und die Vögel schwirren nur so um unsere Köpfe. Das führt zu hunderten miserablen Fotos, denn wenn ich eines mehr hasse als kleine Vögel zu bestimmen, dann ist es zu versuchen, Vögel im Flug abzulichten. 😣



Immer im Tiefflug unterwegs


Besser wurde es nicht… ich sollte das echt aufgeben. Kein Talent vorhanden.


Bevor wir losfahren holen wir noch die Eispacks ab, die wir im Eisfach der Küche zwischengeparkt hatten. Unsere Routine war so recht schnell klar. Mara fährt die ersten Strecken, dann kann ich den Fuß kühlen und hochlegen.

Erster Stopp des Tages ist die Tankstelle, das haben wir gestern nicht mehr geschafft, aber auch unser Navi schafft den Weg zur Tankstelle nicht. Zwei eingetragene Tankstellen sind gar nicht mehr da… irgendwie irren wir durch die Stadt und verlieren unnötig Zeit. Adresse Nummer drei haut dann hin und endlich geht es auf die B6 Richtung Botswana.

Es geht zügig voran und ca. 50km hinter dem Flughafen kommt uns ein LKW entgegen, plötzlich knallt es einmal laut und wir erschrecken uns mal ordentlich. Hat der uns gerammt?, gespürt haben wir nix, im Rückspiegel ist nicht zu erkennen, dass der Gegenverkehr bremsen würde… aber dennoch, irgendwas stimmt nicht. Die Lenkung will nicht mehr ganz so, wie Mara das gerne hätte. Sie meint, es würde etwas am Reifen schleifen.

Jetzt aber keine Sorge, wir haben nicht etwa unser erstes Crossing übersehen, vielmehr stellen wir beim Stopp an der nächstbesten PAD fest, dass die Verkleidung vom Radkasten abgeflogen ist. 😐



Mhhh… hilft ja nix. Ein Blick auf die linke Seite zeigt uns, dass es nicht die Schrauben rausgesprengt hat, die waren wohl schon lange nicht mehr da. Die Verkleidung ist nur mit Kabelbindern befestigt. Letztes Jahr hatte ich mehrere Dutzend im Gepäck, diesmal keinen. Aber auf die Werkzeugkiste im Auto ist Verlass. Wir finden noch 3 Kabelbinder, von denen sogar 2 noch funktionstüchtig sind.

Es werden die 2 taktisch günstigsten Punkte ausfindig gemacht und dann eine „fachmännische“ Reparatur vorgenommen. 😎 😗





Gute 35 Minuten dauert unser kleiner Zwischenstopp mit dem ganzen Aus- und wieder Einräumen des Autos, aber die Karre ist wieder flott, wir haben mittlerweile mal so richtig gut Zeit verloren und das obwohl wir doch heute so pünktlich und entspannt in El-Fari ankommen wollten. Tja, ganz nebenbei wurde damit schon am zweiten Tag unser Urlaubsmotto ins Leben gerufen…
ABER, irgendwas ist ja immer!

Endlich Botswana… oder noch nicht so ganz
Bis zum Grenzübergang gibt es keine weiteren Zwischenfälle mehr und auch hier läuft alles glatt. Nur die Zeit haben wir vollkommen unterschätzt. Das Prozedere der Einreise zieht sich, aber es geht noch halbwegs. Danach muss noch die Fahrzeuggebühr entrichtet werden, kurze Schlange, Mara geht eine Rauchen und ans Auto vor, ich zahle kurz.

So gute 20 Minuten später kommt Mara zurück um nach mir zu suchen. Ich verstehe zwar kein Wort, aber einer der Trucker diskutiert die ganze Zeit am Schalter. Die gute Dame dahinter strahlt die Gelassenheit eines Steins aus. Diese zwei scheinen in näherer Zukunft keine Einigung zu erzielen, worum auch immer es geht. Fast eine geschlagene Stunde stehe ich in dieser Schlange, obwohl nur 3 Leute vor mir sind und ich werde nicht schon wieder unser Motto zitieren. 😏

Wie alles andere auch, so geht auch des irgendwann vorbei. Fehlte uns noch der Grenzübergang und die gefürchtete Lebensmittelkontrolle. Fleisch haben wir erst gar nicht dabei, die Situation zu Gemüse ist aber so unübersichtlich, dass wir einfach alles normal eingekauft haben, um dann mal zu schauen was uns evtl. weggenommen wird. Im Endeffekt gar nichts, wir wurden nicht mal kontrolliert. Es war heiß, das Stoppschild mitten in der Sonne und der Polizist an der Schranke nicht gewillt einen kleinen Touri-Camper zu filzen. Er winkt uns durch und wir sind wieder auf der Straße.

AH MOMENT… im Tagebuch steht: Gabelracken & schwarze Vögel mit Schwalbenschwänzen sitzen überall auf den Strommasten. 😛

Kaum über die Grenze finden wir unter einem Baum auch schon die erste der berüchtigten Blitzer-Kontrollen. Wir fangen direkt die nächste Zählung an. Der Blitz-O-Meter…, es sollte bei genau diesem einen Strich bleiben. Wir haben danach nie mehr eine Geschwindigkeitskontrolle gesehen.

Fotos sind Mangelware an diesem Tag und im Tagebuch stehen auch nur noch wenige Einträge. Aber ein wichtiger, wir haben über den Tag das Cross-O-Meter begonnen, anbei das schon versprochene Bild dazu.



Das Navi zeigt uns ab der Grenze 18:24h an, Sonnenuntergang ist auf 18:22h taxiert. Soviel zum frühen Ankommen und Geld holen müssen wir auch noch irgendwo. Ich fahre mittlerweile und hole etwas Zeit raus. In Ghanzi geht es noch zur Bank, der Security hilft mal wieder mit der richtigen Reihenfolge, gefühlt will jeder Automat etwas anderes von einem. 🤨 🤪

Wir starten von Ghanzi, Mara übernimmt wieder. Ankunftszeit 18:23h und sie holt noch 2 Minuten raus. So kommen wir eine Minute vor Sonnenuntergang in El-Fari an, wir sind die Einzigen hier und die Eigentümer sichtlich überrascht, dass wir doch noch kommen. Entsprechend kurz fällt das Gespräch aus, wir haben eigentlich auch keine Lust mehr auf gar nichts… die beiden befeuern aber noch schnell den Donkey, gegen eine warme Dusche haben wir natürlich nichts. 🤩



Dennoch geht der Tag schnell zu Ende. Es gibt nur noch einen Snack, den obligatoischen Gin-Tonic lassen wir uns dennoch nicht nehmen und ein ordentliches Feuer wird auch noch gemacht. Endlich wieder Camping, endlich wieder am Feuer sitzen und in den Busch lauschen.



Wir sind glücklich und morgen geht es dann auch schon zu Baines Baobabs, für uns ist das der eigentliche Start des Urlaubs.

FAZIT – El-Fari Campsite
Der Platz ist weder super schön, noch hässlich. Ob es uns hier gefallen hat, kann man schwer beantworten, wenn man ja praktisch nicht da war. Die Besitzer sind aber nett, die Ablutions schön und geräumig, es hat viele Vögel hier, was wir am nächsten Morgen erst feststellen konnten und als Zwischenstopp eignet es sich auf jeden Fall sehr gut. Für genau diesen Zweck haben wir es gebucht und dafür vergeben wir 4 von 5 Sternen.

Gruß,
Robin
Teil 427. Jan. 2019
Bienchen Summ-Herum im Nirgendwo...



Heute klingelt mal kein Wecker, bzw. der würde schon klingeln, aber erst später. Wir werden wachgeklopft. Nach einem kurzen Blick über den Platz ist der so genannte „Weckspecht“ dann auch schnell gefunden.



Weckspecht


Grund genug also, nach der morgendlichen Routine und einem kurzen Frühstück , sich noch einmal in die stacheligen Büsche zu schlagen und nach ein paar gefiederten Freunden zu schauen. (ich sag’s gleich… das Federvieh muss ich noch nachschlagen) 🤪








Der gesamte Platz dort ist übersät von kleinen Löchern im Boden. Das ist uns gestern Abend nicht aufgefallen, aber vielleicht weiß ja jemand was Näheres… ich tippe ja auf eine Neubausiedlung achtbeinigen Krabbelgetiers.



Wir müssen noch schnell zahlen, halten also beim Haus der Besitzer an und unterhalten uns noch kurz. Dabei fällt der Blick auf einen Baum mit interessanten Früchten, die wir flugs zum Probieren angeboten bekommen. Ich sag‘ nur seeeeehhhhrrr SAUER!!! 😵



Richtung Maun zieht sich die Asphaltschlange weiter dahin, es ist jetzt nicht gerade eine spannende Strecke. Hier und da sind kleine Ansiedlungen zu sehen, aber außer zwei Kontrollen auf dem Weg passiert einfach nicht viel… auch bei den Kontrollen selber allerdings nicht:

#1 VET-Fence: Wir werden gar nicht kontrolliert. Ok, damit haben wir aber eigentlich auch gerechnet, weil wir von Süd nach Nord fahren

#2 Foot & Mouth Disease Control: Klingt schon wichtig und wir stellen uns gedanklich auf die eklige Schuhmatte ein, von der wir schon so viel gehört haben. Ein kurzer Blick und dann winkt man uns einfach weiter.





Da bleibt uns nicht viel anderes über, als einfach weiter Crossing-Striche für Kühe und Ziegen in unser Buch zu schreiben. In Maun sehen wir etwas, dass wir dieses Jahr auch nur in Maun sehen werden. Eine echte Besonderheit: STAU 😉

Der Grund ist schnell ausgemacht. Die Streifen der Zebras werden dort im Moment nachgezogen. Die wissen halt was für Tourismus wichtig ist. 😛



In erster Linie wollen wir Maun nur kurz zum Tanken nutzen. Direkt beim Ortseingang stehen wir zwar schon an der Säule, aber der nette Mann an der Säule gibt uns zu verstehen, dass irgendwas kaputt ist. Das ist sogar eher ein Glücksfall für uns. So fahren wir erst in den Ort und finden Riley’s Garage, für uns ein Tipp, weil man dort alles bekommt. Botswanisches „One-Stop Shopping“ quasi.

# Wir tanken auf und stellen den Wagen ab direkt dort ab…

# …Mara geht ein Stück die Straße runter in eine Art Haushaltsladen, vorbei am Geldautomaten am Zahltag und somit der Riesenschlange. Sie wollte nach einer Waschmaschine schauen und kommt erfolgreich mit einem schönen Modell in Blau zurück…

# …in den, der Werkstatt angeschlossenen, Shop, in dem ich weitere die 2 Dinge besorge, die ich noch gerne haben wollte. Panzertape (kann man immer gebrauchen) und noch mal eine Handvoll Kabelbinder. Man weiß ja nie, wann und ob man noch mal unter dem Auto liegt. 🤨

# Zusammen geht es noch ins „Delta Meat Deli“, dass auch direkt nebenan ist. Schön, auch das schon gefunden. Hier haben wir in 2 Tagen eine Fleischbestellung platzieren lassen. Grund genug sich den Laden schon mal anzuschauen und für heute Abend ein schönes Stück Impala mitzunehmen.

SCHÖN, Maun hat sich gelohnt. Alles bekommen was wir haben wollten und viel Zeit haben wir auch nicht verloren. Wir machen uns auf die A3 in Richtung Baines Baobabs. Mara hat das Steuer, wir sind beschwingt mit gut 100 km/h unterwegs und RUUUUMMMSSSS… 😣 kurzer Schreck und RUUUUMMMSSSS… 😣 die Bremse wird gequält und RUUUUMMMSSSS 😣 … die Verzögerung hat schon gut eingesetzt, die Landschaft steht fast neben uns und wir werden belohnt mit einem deutlich schwächerem RUMMS. 🙄 🤨

Wir sind voll in eine Schlaglochpiste reingebrettert. Für die nächsten 18 Kilometer ist es eine Mischung aus 30er Zone und Schrittgeschwindigkeit fahren. Ein paar hundert Meter nach den ersten Schlaglöchern kommt dann auch ein Warnschild. > Uneven Road<… AHA. Danke für den Tipp. Die Bezeichnung „Uneven“ übersetzt sich übrigens mit:

„Sehr geehrter Verkehrsteilnehmer. Sie haben vor ca. einem halben Kilometer die, im engeren Sinne, befestigte Straße verlassen und wir heißen Sie herzlich Willkommen auf der neuen Elchtest-Teststrecke Botswanas. Wir bitten Sie, ab diesem Zeitpunkt die vollständige Straßenbreite, stellenweise auch die Böschung, zu nutzen. Durch die innovative und durchdachte Konstruktion und Lage der Schlaglöcher können Sie sich ab jetzt voll und ganz dem Ausweichen selbiger widmen. Der Gegenverkehr mag Ihnen zwar Abschnittsweise auf Ihrer Spur entgegen kommen, aber dann fahren Sie einfach auf seiner Spur und Grüßen freundlich. Dabei Auszusteigen, ein kurzes Schwätzchen zu halten und danach in Ihr immer noch fahrendes Auto zurückzukehren ist möglich… Sie schleichen ab jetzt sowieso im Schneckentempo weiter.

PS. Bitte halten Sie sich an die „Erlaubte Maximalgeschwindigkeit“ von 120 km/h, diese reduzieren wir nicht. Haben Sie Spaß!“
😈

Eigentlich sind wir ja guter Dinge, aber wir ahnen schon, wenn es so weiter geht wird es wieder Zeit für ein „ABER… Irgendwas ist ja immer!“, aber noch sind wir nicht so weit. 😄



Ein sich häufendes Bild auf der Strecke… Safety First, folks!



Nach einer gefühlten Ewigkeit und dicker Luft im Auto, (… ein Teilnehmer dieser Reise hat anscheinend jedes getroffene Schlagloch mit einem dummen Spruch von links außen kommentiert…, aber kein Kommentar wer das wohl gewesen sein könnte. 😗 ) kommen wir wieder auf eine normale Piste und das lange ersehnte, einsam im Nirgendwo stehende Gebäude, das den Parkeingang markiert, taucht links des Weges an der Straße auf.

Endlich da. Wir checken uns am Gate ein, parken den Wagen im Schatten und machen uns daran Luft abzulassen. Die erste Tiefsand-Etappe steht uns bevor und was man so hört, eine lange, die es in sich hat. Uns wird am Gate geraten am ersten Abzweig links zu fahren, geradeaus ist es sehr tiefsandig. Von zwei Wagen die gerade aus dem Gebiet kommen erfahren wir noch, dass wir die nördliche Route zu den Baines nehmen sollen. Die ist zwar etwas länger, aber nicht so ausgefahren. Immer wieder schön, Camper sind halt so, man kommt fast immer sofort ins Gespräch. 😎






Natürlich nehmen wir am ersten Abzweig dann doch den kurzen Weg geradeaus… 😄



…ist zwar tiefsandig, aber mit wenig Luft gut machbar. Und Vögel hat es auch: „Gabar Goshawk | Gabar Habicht“


Wegen dem weißen Fleck oben am Flügel, denke ich es ist ein „Ant-Eating Chat | Termiten-Schmätzer“


Wenn man im Gebiet rund um die Baines unterwegs ist, stellt man schnell fest, dass es nach vorne, wie nach hinten einfach nur flaches, weites, trockenes Land hat. Man steht wirklich so ein bisschen im Nirgendwo. Wir sind nicht super spät dran, aber auch nicht so früh. Die Leute haben diese Passagen entweder schon vor uns in den Park genommen oder mussten schon früher raus. Wir sind hier das erste Mal auf der Reise allein unterwegs. Ein klein wenig auf Safari, auch wenn wir uns hier nicht viel ausgerechnet haben und nicht enttäuscht werden… es ist so brutal trocken, dass wir außer ein paar Vögeln keine Lebewesen entdecken.

Wir schauen natürlich immer ob man irgendwo die Baines schon sehen kann, im Hitzeflimmern verschwindet der Horizont aber immer als eine, große Masse. Doch irgendwann schält sich eine Insel aus dem Einheitsbrei und endlich wissen wir, wo unser Ziel liegt.

Auch der Blick nach hinten zeigt nur Leere


Das kann so ziemlich alles sein, meiner Meinung nach


„Ant-Eating Chat | Termiten-Schmätzer“


Baines Baobabs


Die Baobabs sind schon beeindruckend. Wir sind auch hier alleine und da müssen natürlich ein paar Fotos gemacht werden. Relativ schnell wird klar, man braucht irgendwie eine Referenz im Bild, damit man die Größe überhaupt erfassen kann. Mara fasziniert hingegen in erster Linie die große Pfanne und die damit verbundene Leere. Sie nimmt also lieber mich al Motiv im Nichts. 🙂

Links neben meinem Kopf müsste man den Baobab von Baines Campsite #3 sehen.


Größenvergleich in allen Variationen, mal mit Auto…


…dann mit Mara…


…und mir…


…und uns als Schatten. 😁


Zwischen den Bäumen ist es schattig, aber man wird sofort von Fliegen belagert. Kann ich schon verstehen, die versuchen bestimmt rücksichtslose Touris zu vertreiben. Ob hier oder später im Caprivi, findet man einen Baobab, bei dem man aussteigen kann und an den man direkt rangehen kann… aber seht selbst. Verstehen muss man das nicht, die stehen seit Jahrhunderten unbehelligt da rum und dann das. 🙁



Ganz toll, dass du da warst…


Lange Zeit haben wir ja gedacht man fährt um die Pfanne herum und nicht mitten durch die Pfanne hindurch um zu den Campsites zu kommen. Das gefällt uns natürlich richtig gut, Mara besonders. So sieht sie viel von der Pfanne und es ist wirklich eine ganz eindrückliche Landschaft hier. Aufgeplatzte Erde, sandige Böschungen und hier und da stehen vereinzelt Baobabs. Die perfekten Wegweiser um die entsprechenden Campsites zu finden. 😎

Unsere Heimstatt für die nächste Nacht


Ablutions-Schnecken


Longdrop


Eimer-Dusche



Longdrop und Eimer-Dusche muss ich hier zeigen, weil wir vom Folgenden keine Fotos haben. Ich schaue mich noch auf dem Platz um und Mara nimmt den Longdrop in Angriff, bzw. versucht es zumindest. Bienen haben sich hier breit gemacht. Es ist mehr oder minder die einzige Wasserquelle auf weiter Flur. 🤢

Naja. Was soll’s. Wir haben Licht, es ist immer noch heiß, also mal auspacken. Tisch und Stühle platzieren. Etwas Salat aufschneiden und nebenher Brauchwasser in unsere „Waschmaschine“ und einen leeren 5l Kanister umfüllen, damit wir schön warm die Eimerdusche nutzen können.

Denkste,… Pustekuchen! – kaum drehe ich das Wasser ab und stelle die Gefäße ab schwirrt es überall um uns herum. Nicht übertriebene, hunderte Bienen stürzen sich auf den nassen Fleck unter dem Brauchwasser Hahn und ebenso auf den Eimer und den 5l Kanister. Beides zwar verschlossen, aber die Tropfen am Rand reichen aus. Rund um offenes Wasser ist sofort eine Quarantäne-Zone. Man kann sich gar nicht mehr nähern.

Todesmutig versucht Mara zwar ein bisschen zu Schnibbeln, aber auch das muss bald aufgegeben werden. Tja…

ABER, irgendwas ist ja immer!

Man kann es eh‘ nicht ändern und da wir uns vom heimischen Balkon mit einem nervigen Wespenvolk auskennen, hoffen wir mal darauf das auch afrikanische Hautflügler sich zur Ruhe begeben, sobald das letzte Sonnenlicht verschwindet. Wir fahren also noch mal los und schauen uns noch etwas um. Ein Stück die Pfanne runter gibt es ja noch Baines #3, mal sehen wie der Platz so ist.



Unsere #2 ist schöner als die #3, hier liegen aber überall Früchte der Baobabs rum, was wiederum ganz cool ist, wir haben die schließlich noch nie gesehen.





Auf dem Weg zurück fahren wir wieder in Richtung Baines, man kann rechts die Campsite #2 bei den großen Baobabs erkennen und links im Hintergrund liegen die Baines. Maras Favourit wäre die Campsite #1, das ist die einzige direkt an der Pfanne mit Blick über die endlose Weite und die Baines.



Es ist immer noch hell als wir zurück kommen und so bauen wir erst mal auf, richten das Zelt her und entzünden das Feuer. Damit sind wir dann in der Dämmerung fertig, aber noch gehört der Platz den Bienen.



Hinten rechts sieht man die Wasser-Kanister für’s Duschen, aber an die ist kein rankommen. 🙄


An den Sundowner-Drink gehen auch die Bienen nicht ran und wir nutzen die Szenerie am Feuer um einen Blick in Richtung Pfanne zu genießen, wo sich die Sonne verabschiedet und den Himmel in tiefes lila tunkt.





Mit den letzten Sonnenstrahlen verlassen dann auch endlich die letzten „Summser“ unseren Platz. Das Feuer brennt ja schon, also können wir auch erst mal was zu Essen machen. Zwischendurch gehen wir endlich Duschen, das Wasser hat fast noch einen Anflug von lauwarm. Schön… kalt. 😵

Der Abend mit Blick auf’s Feuer und den mächtigen Baobabs um einen herum ist einfach wieder schön und die Bienen schnell vergessen. Wir sind einfach glücklich, dass es jetzt so richtig losgehen kann.




FAZIT – Campsite #2 Baines Baobabs
Die Campsites hier sind wunderschön. Einsam gelegen, es gibt nur die 3 und somit sehr Exklusiv. Eimerdusche ist ein Highlight und wie wir später gehört haben, waren die anderen Plätze „Bienenfrei“. Wir hatten wohl einfach Pech, dass die dort zu der Zeit gerade ansässig waren. Wenn wir das außen vor lassen und mit einberechnen, dass wir die #1 aufgrund des Blicks noch besser fänden, gibt es 4,5 von 5 Sternen.


Gruß,
Robin
Teil 501. Feb. 2019
Wollen wir Freunde sein?



Nach der, unfreiwillig kurzen, Verweildauer auf unserem kleinen Flecken Endlosigkeit, stehen für Heute „Tiefsand, Tiere und Abenteuer“ auf dem Programm. Ich habe im Vorfeld durchaus Gutes über den Boteti-River gelesen, wenn auch eher wenig. Ziel ist das ehemalige Tiaans Camp, das nun unter der Verwaltung von BushWays steht und mittlerweile Boteti River Camp heißt. Also nicht durch die Karte verwirren lassen, auch Google zeigt es immer noch als Tiaans an. 😉

Noch aber können wir das wunderbare Licht des Morgens auf unserem Platz genießen, zusammenpacken und >Schlau wie wir sind< die Morgentoilette & Frühstück erledigen, bevor die Bienen wieder auftauchen.

Baobab der Campsite #2 in bestem Licht


Beerensträucher !?


Es geht wieder los…


… zurück auf die Pfanne.



Unser Weg führt uns wieder an den Baines Baobabs vorbei. So können wir diese mächtigen Bäume noch ein letztes Mal bestaunen, bevor es an den Rückweg zum Gate geht. Von den Bäumen aus ist es dann auch recht einfach die möglichen Routenoptionen zu finden und so entscheiden wir uns heute für den direkten Weg. Der ist etwas kürzer, aber wie wir schnell feststellen, er ist auch deutlich länger. 🤪

Kürzere Strecke, längere Dauer. Teilweise rumpelt es schon bedenklich auf der Strecke und zum ersten, aber nicht letzten Mal, stellen wir in diesem Urlaub fest, warum unser Auto bei der Übernahme voller Kratzer war. Der Wagen kannte Botswana schon, oftmals stehen einfach die Sträucher auf dieser Strecke so nah beieinander, dass man gar nicht anders kann als das fiese Quietschen, wenn die Äste am Lack schrammen, in Kauf zu nehmen.

Ein letzter Blick auf die Baines


Kori-Bustard | Riesentrappe


Northern Black Korhaan | Weißfluegeltrappe


Endlos erscheinende Wege…


Entweder der direkte Weg oder der frühe Morgen entpuppt sich als ein Glücksgriff bzgl. unserer ersten Wildtier-Sichtungen dieser Reise. Es sind vielleicht an der Zahl nicht viele, aber uns freut jeder neue Gast in unserem diesjährigen Sichtungsbuch. Wir bremsen für eine kleine Flughuhn-Familie und öfter mal für ein Steinböckchen das wir meist erst immer sehr spät im hohen Gras entdecken. 😮

Diese Gesellen machen es uns Anfangs auch wirklich nicht einfach. Eine typische Szene sah praktisch immer wie folgt aus:

# Steinböckchen aufgeschreckt und uns selber erschreckt

# Seinböckchen läuft ein paar Meter, bleibt stehen und guckt uns an, wir gucken zurück

# Kamerageraffel wird hervorgeholt, eingestellt und bereit gemacht… Steinböckchen schaut uns in aller Ruhe zu

# das Fenster fährt runter (wahlweise auch bei schon offenem Fenster), ich hebe die Kamera zum Auge

# Steinböckchen dreht sich um und trottet davon, Millisekunden bevor ich die Kamera im Anschlag habe

Es ist frustrierend. 😣 Wir gehen also dazu über, immer mit den Steinböckchen vorher zu reden und zu fragen ob wir nicht befreundet sein wollen - FREUNDE? – was soll ich sagen, irgendwann hat es dann geklappt. 🙂

Wir bremsen auch für dumme Hühner… Burchell´s Sandgrouse | Fleckenflughuhn


…die waren natürlich als kleine Familie Unterwegs


FREUNDE! - Steenbok | Steinboekchen


Ein Vogel… Flycatcher?


Im Laufe des Pfades passiert nicht viel, aber wir ruckeln durch eine schöne Landschaft und bekanntlich ist ja der Weg das Ziel. Mitten auf dem Weg steht noch mal ein Steinböckchen und wir sollen die einzigen vier Oryx-Antilopen der kompletten Reise sehen. Zwischendurch zahlt sich mein Raubvogel-Suchen-Training des letzten Jahres aus. Nicht weil ich einen Raubvogel sehe, aber mein geschärfter Blick nimmt ein fliegendes Objekt wahr, dass ein paar Meter voraus die Straße kreuzt. Ich denke zwar es ist ein Vogel, aber nahe der Landezone entdecken wir eine Heuschrecke im Busch. Von dieser Spotting-Leistung bin ich selber überrascht. 😄



Steenbok | Steinboekchen


Oryx | Gemsbock




Bei so einer Heuschrecke macht sich das 300er bezahlt 😎


Kurz bevor wir den Park verlassen sehen wir in einiger Entfernung unter einem Baum noch unsere erste Giraffe stehen. Der aufmerksame Leser denkt sich jetzt „NAaaa GUT, eure erste Giraffe diesen Urlaub.“ – das stimmt, aber nur zur Hälfte. Wir haben uns ja vorgenommen, dieses Jahr eine neue Regel aufzunehmen und die banne ich dann doch, ausnahmsweise, in einen Merkzettel.


Soll heißen? – Wir haben uns vorgenommen, dass wir jeden Tag als unseren ersten Safari-Tag beginnen. Sehen wir etwas, dann freuen wir uns und behandeln die Begegnung wie eine Erstsichtung, weil es auch bei jedem Impala oder Zebra wieder ein Privileg ist, dass wir diese Tiere und diese Natur erleben dürfen. Klingt geschrieben irgendwie zu poetisch… 😊 😄

Ich versuche es mal anders. Es macht einfach so viel mehr Spaß, wenn man sich jeden Tag über all die eher unspektakulären Sichtungen freut wie Bolle. Und dieser Vorsatz hat bestens funktioniert. Jeder Tag war spannend und es wurde so nie zu einer Hatz nach DER Sichtung. War ja alles, irgendwie immer eine „Erstsichtung“. 🙂

Warum bringe ich das ausgerechner jetzt, bei der ersten Giraffe? – Zum einen, weil mir grad danach war und zum anderen, das erklärt ein wenig im Voraus, wie es überhaupt dazu kommen konnte… aber dazu schreibe ich morgen Abend mehr.

Giraffe weit weg…


… und dann mal mit dem dicken Brummer näher rangeholt.



Fortsetzung folgt… 😛


Gruß,
Robin
Teil 601. Feb. 2019
Wie es „DAZU“ kam…



Einen kurzen Schlenk über die A3 später stehen wir am Gate zum Makgadikgadi Park. (dieser Name… wer hat sich denn bloß sowas ausgedacht, den kann sich doch keiner merken oder fehlerfrei über die Zungenspitze laufen lassen!!!) 🤪

Ich habe, nach vielen Beschreibungen und Berichten hier im Forum, Mara schon vorsorglich auf die kommenden 2 Stunden vorbereitet. Langweilige Tiefsandpiste, quer durch die Büsche. Die einzige Hoffnung ist, dass sich der Boteti dafür lohnt.

Am Gate treffen wir ein junges Paar aus Australien. Die beiden sind seit 2 Monaten im südlichen Afrika unterwegs und wir tauschen uns sehr nett aus, wollen die beiden zu den Baines, wie passend, da kommen wir ja gerade her. Und wir wollen zum Boteti, wie passend, da kommen die beiden ja gerade her. Irrer Zufall, gibt es hier doch genau eine Strecke. 😁

Auf jeden Fall erzählen uns die beiden von einem nicht ausgeschilderten Wasserloch mitten im Busch. Von der Hauptpad aus soll man ein Solar-Panel erkennen, dass gute 150m entfernt der PAD steht. Ein kleiner Pfad führt dort von der PAD in das Hinterland und nach wenigen hundert Metern kommt das Wasserloch. Dort haben Sie einen Elefantenbullen gesehen, so vor gut einer Stunde. Mal ehrlich, wir glauben nicht den Bullen dort noch zu sehen, aber für die Chance auf den ersten Elefanten versuchen wir das natürlich. 🙂

Es folgt eine wirklich sehr tiefsandige Strecke, hier hat gerade mal ein Auto Platz und genau in diesem Abschnitt haben wir Gegenverkehr, mit Anhänger! – wir bugsieren unseren treuen Hilux die Böschung hoch, mitten in Dornen und mitten in den weichen Sand. Quittiert wird unser bemühen von einem griesgrämigen Opa am Steuer, der nur böse zu uns rüberfunkelt, weil er abbremsen musste und seiner überschwänglich netten Frau die uns dankend anstrahlt und freundlich zu uns rüberwinkt. Die zwei sind sicher ne‘ Show zusammen. 😄

Kurze Zeit später sehen wir das beschriebene Solar-Panel, links der PAD und den dazu gehörigen Pfad in den Busch. Wir hopsen die hier flache Böschung hoch und folgen dem Pfad. TATSÄCHLICH, da steht er. 😎 Ein einzelner Bulle, einsam und allein im Wasserloch. Er genießt das kühle Nass und da ist es wieder, das Glücksgefühl, wenn man einen dieser Dickhäuter in freier Wildbahn sieht.



Wir positionieren uns mit gutem Blick zum Wasserloch, so dass einer auf die Rückbank klettern kann und packen vorbereitete Snacks aus. So steht die Fahrerseite zum Wasser und auf der anderen Seite ist ein kleiner Busch. Motor aus, Marmeladen-Toast und Fenster runter für die Frischluft-Kühlung. Perfekt. 🙂

Unser dickhäutiger Freund tut es uns gleich.



Während wir da so stehen, sehen wir eine Bewegung links im Busch. Es ist früher Mittag und es scheint, dass da noch jemand durstig ist. Ein etwas gemütlicher Bulle schiebt sich Richtung Wasserloch.




Kaum haben sich die beiden am Wasserloch (das übrigens recht groß ist) friedlich arrangiert, da sehen wir gerade voraus den nächsten grauen Brocken auf uns zu kommen. Wieder ein staatlicher Bulle, dieser hier ist aber bei weitem nicht so träge und winkt uns einmal auf elefantisch mit den Ohren zu, bevor er sich in die „Fluten“ stürzt.





Rechts vom Wasserloch knackt es. Eine kleinere Gruppe Elefanten stapft durch den Sand, schnurstracks Richtung Wasser. Dort angekommen wird sich begrüßt und verbrüdert. Was ist denn bitte hier los? 🤩




Und es hört einfach nicht auf. Links, rechts, direkt von vorne, aus drei Richtungen kommen nach und nach, mehr und mehr Elefanten zum Wasserloch. Wir stehen dort, müssen uns zwischendurch immer mal wieder zwicken und wundern uns, wie viel Glück wir haben müssen, genau jetzt, hier zu sein.

Es gibt auch eine kleine Herde Zaungäste, die sich ganz am linken Rand ans Wasser ranpirschen um auch ein paar Züge kühles Nass zu erhaschen.







Man beachte das Eine in der Mitte… 😛


Während mehr und mehr Elis auftauchen kommt es bei jedem Neu-Ankömmling auch immer wieder mal zu Unruhe im Wasser. Die „Neuen“ müssen sich ihren Platz erarbeiten und werden gerne mal verscheucht. Meistens wird das mit einem herausfordernden Blick in die Runde begleitet, der auch öfter dem weißen Elefant, der etwas Abseits bei einem Busch steht, entgegengeworfen wird. 😠 😐 - Aber kein Problem, wir haben den Wagen zwischenzeitlich so umrangiert, dass wir direkt auf dem kleinen Pfad wegfahren könnten, wenn uns einer zu nah kommt.

Guter Plan! – DENKSTE! – PUSTEKUCHEN!

Ein Blick nach hinten verrät, dass es auch in Afrika vier Himmelrichtungen gibt. Eine weitere, kleine Herde taucht hinter uns auf und
#1 kommt direkt auf uns zu
#2 und blockiert den einzigen „Fluchtweg“

Schönes Gefühl. Man versteht gleich viel besser, warum man Tiere nicht in die Ecke treiben und ihnen immer eine Fluchtroute lassen sollte, um sie nicht zu stressen. Wieder was dazu gelernt.

Ey, das ist UNSERE Pad


Was stehst du auf meinem Weg?


Glück gehabt du Vogel, ich will keinen Stress, ich will nur in Ruhe was trinken!


Aber ich behalt dich im Auge, Freundchen!



Die Herde zieht vorbei und wir nutzen die Zeit für ein paar Charakter-Aufnahmen der anwesenden Elefanten. Je mehr Elis hier eintreffen, desto unruhiger wird es am Wasserloch und immer noch kommen weitere Einzelgänger oder kleine Gruppen hier an. Hinter uns taucht die nächste Gruppe in den Büschen auf und läuft dann direkt neben unserem Wagen über die PAD an uns vorbei.






Die nächste Herde ist im Anmarsch










Es wird Zeit Lebewohl zu sagen. Es tut sich eine kleine Lücke auf und für ein paar Minuten kommen keine neuen Elefanten mehr zum Wasser. Diesen Moment nutzen wir aus und machen uns, nach einem letzten Blick zurück zum Wasserloch, auf den Weg zur Haupt-PAD und dem Boteti gen Süden entgegen. 🙂




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Und das ist die Geschichte, wie es „DAZU“ kam.

Das zählen der Crossings mag der ein oder andere schon als absonderlich abtun. Wir sind aber einen ganzen Schritt weiter gegangen. Nach dem Erlebnis hier am Wasserloch kam uns die glorreiche Idee, dass wir jeden Elefanten den wir sehen, dokumentieren. Das heißt
# Erst einmal Zählen.
# Die Anzahl ins Tagebuch schreiben…
# …und festhalten, wo man sie gesehen hat.

Dazu gab es ein paar sehr einfache und effektive Regeln. Im Zweifel werden die Zahlen nach unten korrigiert. Sind wir uns nicht 100% sicher, dass es sich um einen neuen Elefanten dieser Sichtung handelt, dann wird er nicht gezählt. Bei unterschiedlichen Zählergebnissen zählt das Niedrigere. Jede in sich geschlossene Sichtung zählt neu. (Beispiel: Sehe ich eine Herde aus 5 Elefanten am Wasserloch, fahre dort 30min. später wieder her und da stehen noch 3, dann zählen sie nicht. Das ist klar zuzuordnen, die selbe Sichtung. // Übernachte ich aber z.B. 2 Nächte in Senyati, dann zählen die Elefanten beider Abende mit, weil dies dann 2 unabhängige Sichtungen sind)

Das war es auch schon und beginnend mit dieser ersten Sichtung haben wir 4 Seiten im Tagebuch vollgekritzelt. Das muss ich euch bei Zeiten mal abfotografieren… aber das würde ja auch vielem jetzt vorgreifen. 😉

Für das Wasserloch im Makgadikgadi heißt das also… ach, fühlt euch einfach Willkommen zur 1. (in)offiziellen Elefanten-Zählung Botswanas:




Zurück auf der PAD folgt die zunächst erwartete Route. Büsche und Tiefsand und irgendwelche, mittelgroßen, grauen Katzen, mit langem Schwanz, die über die PAD flitzen. Wir rumpeln also durch die Landschaft und uns fällt schon bald auf, dass neben uns im Busch ganze Zebraherden es uns gleich tun und dem Fluss entgegen streben. Es ist so undurchsichtiges Buschwerk hier, dass wir zwar quasi ständig die gestreiften Felle sehen, aber sich nur selten eine Lücke auftut um die Zebras auf die Speicherkarte zu bannen.





Natürlich sind Zebras ganz nett, besonders wenn sie neben der PAD herziehen und nicht wie im Etosha als Perlenkette quer drüber marschieren, aber besser als Fotos von Zebras im Busch sind…

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… äh warte mal Moment! --- … und irgendwelche, mittelgroßen, grauen Katzen, mit langem Schwanz, die über die PAD flitzen… ??? 🤨
Was war das denn? – Wir strecken und recken unsere Hälse, suchen die Büsche ab, aber können keine genaue Sichtung mehr bestimmen. Später im Camp beschreiben wir unsere Sichtung und zusammen mit den Angestellten und Rangern einigen wir uns darauf, dass die wahrscheinlichste Option ein „African Civet“ oder „Genet“ ist. Wenn ich mir so im Nachhinein Bilder und Verbreitungsgebiet anschaue, dann glaube ich eher, dass wir einen „Small-spotted Genet“ aufgeschreckt haben??!
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… Fotos mit Zebras im Busch und einem Elefanten im Hintergrund. 🤪





Da wir schon kurz vor’m Abzweig zum Fluss sind, zählt der hier schon zum Boteti-Gebiet mit. Ein paar mehr Zebras hat es natürlich auch, mitten im Busch und wie man schön auf den Fotos erkennen kann, modeln die Zebras hier viel lieber als Steinböckchen und gucken alle in die Kamera und posieren für Porträts. 🙄






Und da es so schön war im Makgadikgadi und ich den Teil zum Boteti noch nicht fertig habe… und da ich ja fairerweise gewarnt habe, dass hier keiner lesen sollte, der Elefantenbilder nicht mag, na deswegen kommt zum Abschluss des Parts hier noch eine kleine Detail-Collage der Wasserloch Elis. 😗




Fortsetzung folgt…


Gruß,
Robin
Teil 704. Feb. 2019
Vielfalt am Boteti River. - Teil 1

PROLOG
Gestern, also gestern in der Jetztzeit, waren wir im Hohen Venn in Belgien. Tolle Location, hat uns sehr gut gefallen und da werden wir definitiv häufiger mal vorbeischauen. Wer also im Raum Köln wohnt, der sollte sich das mal anschauen. Es hat Stege die durch das Hochmoor führen, manchmal auch kleine Pfade, die sich kaum finden lassen. Im Augenblick ist natürlich alles von Eis bedeckt, immerhin liegt die Ebene auf gut 650-700m Höhe.

Völlig zu Recht fragt ihr jetzt natürlich, was zum Klabautermann hat denn das mit Botswana zu tun? – ganz einfach. NICHTS! 😛 😄
(deswegen erspare ich euch ein Eisfoto, das passt hier nicht rein)

Aber die Rückfahrt, die hat etwas mit unserem Urlaub zu tun. Mara hatte Kekse eingepackt und wir waren so lange unterwegs, dass wir ordentlich Schmacht hatten. Und welche Kekse retten uns? Natürlich Nuttikrust, mitgebracht aus Botswana. Die haben wir überall nachgekauft. Super Lecker! 🙂




So, nach diesem nicht ganz ernst gemeinten Exkurs legen wir mal los… wie schon angemerkt gehe ich hier mal den dokumentatorischen Weg, der Boteti ist vielleicht nicht bei jedem unbedingt Teil einer Reiseplanung für Botswana.


Am Boteti River

Eine gute Stunde sind wir ab dem Wasserloch unterwegs. Es geht quer durch Buschland, wir sind uns schon nicht mehr sicher ob wir an dem letzten Abzweig wirklich hätten abbiegen sollen, als uns ein Fahrzeug entgegenkommt. Selbstfahrer mit denen wir uns kurz austauschen. Wir haben es wohl fast geschafft. Na das freut uns zu hören und nur ein kleines Stück weiter im Busch werden wir von zwei Giraffen am Boteti begrüßt.



Plötzlich öffnen sich die Büsche, wir stehen auf einer Böschung und können einen ersten Blick auf den Boteti erhaschen. Man beachte den Adler auf dem Baum, schön… unser erster African Fish Eagle. Für den tauschen wir natürlich direkt mal die Linse und holen ihn etwas näher ran.



African Fish Eagle – Schreiseeadler


Hier oben auf der Böschung ist es sehr tiefsandig und wenn man nur etwas zu schnell fährt schmeißt es einen förmlich durch’s Auto von links nach rechts. Aber wenn man was vom Boteti sehen will, dann muss man halt hier drüber und sich Aussichtspunkte suchen. Es sind nämlich fast immer Büsche dazwischen. Hier und da reißt es aber auf und wir erhaschen wieder etwas Fluss mit Kreise ziehenden Geiern.



Da kann sogar ich „Vögel im Flug“ 😄


Ein Stück des Weges ist ein Abzweig Richtung Böschungskante. Wir denken uns, dass man hier sicher einen guten Ausblick hat und nehmen den Weg. Als wir an der Kante stehen staunen wir nicht schlecht, das ist kein Viewpoint, das ist eine Abfahrt runter zum Fluss. 🤨 😐

Wir lassen den „Club der toten Dichter“ aufleben und debattieren eine Zeit lang, ob man diesen Weg wirklich runter zum Boteti fahren darf… ob man ihn fahren kann… und ob man den wieder hochkommt durch den lockeren Tiefsand hier?

Aber hey, wir haben mit Tiefsand immerhin seit knappen 24 Stunden Erfahrung in unserem Leben und wenn wir es schaffen über die kleine Kante in der Kurve zu kommen und gleichzeitig genug einschlagen und gleichzeitig der Wagen durch die beiden kleinen Bäume durchpasst… dann sollte das machbar sein. 😗

Eine Entscheidung die wir nicht bereuen sollten und auch viel weniger kritisch war, als wir uns das ausgemalt haben. Dennoch hätten wir uns nach dem “Abstieg“ am liebsten direkt zur nächsten Paris-Dakar angemeldet. An diesem Tag wurden neue Helden geboren. 🤪

Hier unten entfaltet der Boteti River dann sein ganzes Potential, direkt mal startend mit unseren grauen Freunden, wenn auch etwas weit weg am anderen Ufer.




Wir folgen dem Flusslauf in Richtung der kreisenden Geier und wundern uns wie abgemagert die Gnus hier aussehen, trotz dem vielen Gras und fließendem Wasser. An einer Stelle finden wir eine Geierwiese. Hunderte Geier kreisen entweder durch die Luft oder hopsen über den Strand. Der Weg führt mitten durch, der Geruch ist, sagen wir mal, mit einer speziellen Note versehen. Zum größten Teil sind es Weißrückengeier, aber hier und da steht ein Marabu zwischen den Geiern.

Der Marabu:
Auch sein nackter Kopf weist ihn, als Aasfresser aus. Federlos lässt er sich leichter von Blut und Fleischresten befreien, die beim Eindringen in Tierleichen haften bleiben…

…und sind deshalb auch häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen anzutreffen, wo sie gerne auch die Müllhalden durchsuchen.

…ernähren sich Marabus auch von den Jungtieren kleiner Säugetiere (z. B. Mungos), von Küken der Flamingos und…


Und als ob das noch nicht genug wäre, hat sich der liebe Gott auch noch überlegt, dass Elefanten sich mit den Ohren Luft zufächeln, Echsen in der Wüste sich eingraben oder Löwen hecheln um eine Wärmeregulierung zu erreichen. Nicht so der Marabu, der scheißt sich auf die eigenen Beine. 😈 😄 -- Mal ehrlich, bei dem Vieh hat doch jemand einen Clown gefrühstückt. Für uns einsame Spitze an der Liste der Ugly Five.





White-backed Vulture | Weißrueckengeier


Marabou Stork | Marabu


Ganz am Ende freuten wir uns dann noch über eine weitere Erstsichtung. In der Menge saß ein einzelner Ohrengeier. Die sind zwar auch hässlich, aber entgegen dem Marabu sehen die dann auch richtig faszinierend aus.

Lappet-faced Vulture | Ohrengeier


Der Weg führt ein Stück weiter hinten wieder die Böschung rauf. Der Weg geht aber direkt nach oben. Wir überlegen eine Zeit lang, aber trauen uns das nicht zu. Im Nachhinein denke ich zwar, dass es kein Problem gewesen wäre, aber andererseits sind wir nicht in erster Linie zum Off-Roaden hier, also fahren wir mit unserer defensiveren Herangehensweise ganz gut.

Wir drehen also um, wieder durch die Geier und halten uns an unserer Abfahrt links und folgen weiter dem Fluss, es ist so wahnsinnig schön hier, wir können es kaum glauben, dass wir ganz alleine hier direkt am Boteti rumcruisen. 🤩

Und es brummt das Leben um uns herum. Die Zebraherden, an denen wir den morgen über schon immer entlang gefahren sind, versammeln sich langsam hier. In die Herden mischen sich auch immer wieder Gnus. Vögel schwirren durch die Äste der Büsche und Gänse bevölkern das Wasser. Eine junge Giraffe steht direkt am Ufer, endlich können wir auch mal eine Gabelracke ablichten.

Im Vordergrund die PAD, so geht es am Ufer entlang


Zebras stillen ihren Durst den ganzen Fluss entlang.


Lilac-breasted Roller – Gabelracke


Hamerkop – Hammerkopf… eigentlich ja Hammerhintern. Ich habe nie einen besser getroffen im Urlaub 😣



African Jacana -- Blaustirn-Blatthuehnchen




Manche Zebras scheinen aus dem Etosha zu kommen… so kennen wir das Bild


Swallow-tailed Bee-eater – Schwalbenschwanzspint


Ich glaube das sind Schwarzkopf-Ibise




…weit aus dem Fenster gelehnt?! = Spur-winged Goose – Sporngans 😐


Fork-tailed Drongo – Trauerdrongo


Diese Giraffe war leider etwas schreckhaft… wir sind praktisch mit Nullgeschwindigkeit vorbei und dennoch war sie etwas gestresst, aber schon ne‘ Hübsche, nicht wahr.



Wir fahren den Weg solange, bis es wieder die Böschung hochgeht an einem Zaun. Es mischen sich auch Kühe zwischen die Zebras. In diese Richtung weiter zu fahren wurde uns bei der Planung abgeraten. Die Strecke verlässt den Fluss und führt nur noch durch Busch ins Nichts… und am Ende muss man wenden. Das machen wir also hier schon, fahren ein Stück am Fluss zurück und suchen uns eine schöne Stelle für eine späte Mittagspause, von der aus wir Zebras und ein paar Elis am Wasser beobachten können.

Die Zebras kreuzen an dieser Stelle immer das Wasser zu einer kleinen Insel. Da scheint das Gras noch besser zu schmecken. Zum Glück scheint es hier keine Krokodile zu geben, zumindest gesehen haben wir keine.

Neben unserem Auto hat ein Kingfisher seinen Ansitz, Jagdglück können wir ihm aber keines bescheinigen, aber dennoch toll. Schon wieder eine Erstsichtung. Auch Kingfisher wollten wir gerne sehen, kann ja keiner ahnen wie weit verbreitet die Pieds hier sind. 😎





Was auch immer man fotografiert, mit Elis im Hintergrund ist alles besser. 😛




Pied Kingfisher | Graufischer


Und tatsächlich gibt es hier auch andere Menschen. Es braust ein Safari-Boot über den Fluss an uns vorbei. Spannend sind dabei zwei Dinge:

#1 es bleibt bei diesem einen Boot, das kennt man von anderen Flüssen auch anders #Chobe-Wahnsinn

#2 das Boot fährt den Boteti weiter hinauf, wohl die einzige Möglichkeit vom Fluss noch mehr im Verlauf zu entdecken und erleben zu können



Auch für uns wird es wohl Zeit weiterzukommen. Wir wollen ja noch etwas den unteren Flusslauf entdecken. Dafür geht es wieder zurück zu unserer Abfahrt, die wir nun als Auffahrt nehmen. Puls geht hoch, so genau wissen wir nicht ob das klappt, berghoch durch den lockeren Sand, aber wie auch schon den Weg runter, alles easy.

Oben angekommen, abklatschen… nach rechts halten… und die nächste Abfahrt zum Ufer suchen. 🙂



Gruß,
Robin
Teil 804. Feb. 2019
Vielfalt am Boteti River. - Teil 2

Die nächste Abfahrt die wir finden, ist die Auffahrt die wir uns nicht zugetraut haben. Na gut, dann sind wir hier noch falsch, aber nur ein kleines Stück über die Böschung entlang finden wir den nächsten Weg runter zum Ufer.

Eine Herde Gnus erwartet uns schon, natürlich gemischt mit den obligatorischen Zebras. Auch Tokos, Perlhühner, Reiher und natürlich ein Elefant tummeln sich auf diesem Abschnitt.


Blue Wildebeest – Streifengnu


Was dem Gnu entweicht, ist dann wiederum ganz zur Freude des nächsten. Der Kreislauf des Lebens mal anders erklärt… 😵

Red-billed Hornbill – Rotschnabeltoko


Helmeted Guineafowl – Helmperlhuhn


Blue Wildebeest – Streifengnu







Der sehnsüchtige Blick zum anderen Ufer… was der sich wohl gedacht hat?



Swallow-tailed Bee-eater – Schwalbenschwanzspint


Einer unserer Lieblinge hier unten am Fluss ist der, das mag jetzt etwas profane klingen, da man die ja auch hier sieht, Graureiher. Gar nicht wegen dem Reiher an sich, sondern wegen seiner zwei Gesichter. Ist schon mal jemandem aufgefallen, wie extrem sich dieser Reiher unterscheidet, je nachdem ob man ihn von vorne, oder im Profil betrachtet. 🙄

Vielleicht zeigt auch einfach nie jemand Fotos von vorne, weil die einfach auch nicht sonderlich fotogen sind…

Grey Heron – Graureiher


… und im Profil, verrückt.


Auch einen Geier, schön drapiert auf einem Ast sehen wir hier nochmal. Und dann fallen mir 4-5 Vögel auf, die kurz auf einem umgestürzten Baum sitzenbleiben, aber sofort wieder starten, noch bevor ich ein Foto machen kann. Im Baum fällt mir eine minimale Bewegung auf. Da könnte etwas im Schatten sitzen, aber erkennen kann ich nichts. Ich packe mein langes Tele drauf und tatsächlich, da sitzt eine kleine Eule. Es reicht für 3 Fotos und dann ist sie auch schon wieder weg.

Jetzt muss dazu gesagt sein, dass wir gerne Eulen sehen wollten, weil wir hier im Grind fast wöchentlich nach den Steinkäuzen schauen ohne Erfolg. Entsprechend angesickt war Mara, dass ich erst Fotos mache, anstelle ihr Bescheid zu sagen. Schande über mein Haupt, aber so ganz Unrecht hatte sie ja nicht. Da hilft es auch nicht, wenigstens ein Foto zu haben. Also Zeit für eine neue Regel: „Erst zeigen, dann fotografieren!“… daraus könnte man sogar wieder einen Zettel machen.

„Leider fällt uns dazu gerade rein gar nichts ein,
habt ihr eine Idee, nehmen wir gerne euren Reim!“



White-backed Vulture – Weißrueckengeier


Pearl-spotted Owlet -- Perl-Sperlingskauz



Hinter der nächsten Biegung stehen drei Autos unter einer Baumgruppe ca. auf mittlerer Höhe der Böschung. Die Kofferraum-Klappen sind runtergeklappt. Drauf sitzen sechs vergnügliche Südafrikaner, bewaffnet mit Wein und Snacks und genießen ihren Schattenplatz mit Ausblick. 🤨 😗

Wir lassen unseren Wagen auf der PAD und schlendern mal rüber. Die Truppe ist schon ein paar Tage hier, campt auf dieser Seite des Flusses und verbringt die Sundowner eigentlich immer hier. Sie sind auch nicht das erste Jahr hier, lieben den Boteti aber sehr und so kommen sie immer mal wieder über die Jahre.

Der Weg teilt sich hier. Links geht es sanft die Böschung hoch, da wo die Südafrikaner stehen, rechts geht es direkt ans Ufer und somit durch ihren Blick auf eine Eli-Herde am Wasser. Wir haben etwas die Befürchtung die Elefanten zu vertreiben, wenn wir dort her fahren und fragen, welchen Weg sie vorschlagen würden. >> „Auf jeden Fall am Wasser entlang. Ihr könnt dem Fluss noch ein gutes Stück folgen bis zum Bootssteg. Dort geht es zurück auf die Böschung.“ 😎

Sie empfehlen uns noch, einfach hier zu bleiben und die Campsite auf dieser Seite zu nutzen, dann kann man bis zum letzten Sonnenschein den Boteti genießen. Bei einem nächsten Besuch ganz bestimmt, der Ort hier ist nahezu perfekt, friedlich und ein wunderschöner Ausblick. Wir aber haben mit dem Boteti River Camp und einem Abendessen vor Ort heute geplant.

Dennoch lassen wir es uns nicht nehmen die Zeit, die wir noch aus dem Safari-Tag rausquetschen können, hier zu verbringen. Wir fahren zum Ufer, biegen aber vor den Elefanten nach links ab und setzen den Wagen in den Schatten zweier Bäume mit bestem Blick in erster Reihe.






Uns ist erst gestern aufgefallen, was für riesige Hauer der eine Elefant hatte! 😮


Knochen liegen rund um unseren Picknickplatz verteilt.


Und einen Zaungast auf der Böschung hat es auch.




Einer der Elefanten aus der kleinen Herde am Ufer löst sich und wandert Richtung Böschung. Was der wohl vorhat? – na seht selbst…



Erst mal wird gefressen, mhhh lecker!


Aber was reinkommt, muss auch wieder raus. Elefanten können also Multitasking, soso. 😄 🤪


Moment Mal… steht ihr etwa die ganze Zeit schon da???


Auweia… ist das PEINLICH! 😄



Nach diesem kleinen Biologieexkurs klingelt die Schulglocke und die Stunde ist aus. Es wird wohl Zeit für uns zu gehen. Wir wissen nicht so genau, wann die Fähre eigentlich geht und wie lange genau wir dorthin noch brauchen. Und wir sind nicht die einzigen, die langsam die Szenerie verlassen. Mit uns zusammen verlassen ganze Herden von Zebras den Boteti. Sie ziehen wieder die Böschung hoch, nicht ohne auf den Fluss oder vielleicht eher auf das weiße Ungetüm mit den 4 Rädern, einen letzten Blick zu werfen.

Oben auf der Böschung sehen wir noch ein paar Kudus, ein Steinböckchen und eine weitere Gabelracke zeigt sich im schönsten Licht. Es gibt dann auch noch einen Viewpoint, kurz bevor man zur dies-flussseitigen Campsite gelangt. Und siehe da, mit den Elefanten waren wir wohl immer noch nicht ganz durch für diesen Tag. 🙂






Ein letzter Blick zurück und Zeit für uns zu gehen…


Kududame mit Halbstarkem


Steinböckchen


Lilac-breasted Roller – Gabelracke


Ein letzter Schöner Blick auf den Fluss



Hier steht zwar noch Tiaans, aber wir wissen dennoch, bald geschafft. Ist nur noch der Fluss dazwischen…



Dann kommt die Fähre in den Blick, da haben wir uns schon drauf gefreut und es ist auch abenteuerlich. Der Fährmann erspäht uns und fängt an überzusetzen. Das zieht sich etwas hin, wir warten auf ihn… was soll man auch anderes machen. 😉

Die Überfahrt hat ein genaues Prozedere, ich versuche von ihm schon im Voraus etwas davon in Erfahrung zu bringen und rufe zu ihm rüber: „Any advice?“ – „Just GO!“

#1 Also „just go“ und rauf auf die Fähre…

#2 … bis nach vorne durchfahren, damit sich die Fähre am Ufer hebt.

#3 Der Fährmann bugsiert die Fähre ein Stück auf den Fluss…

#4 … dann wieder ein Stück zurückfahren, damit die Fähre vorne höher liegt.

#5 Hinten angekommen wird abkassiert… (gute 10€, SEHR TEUER!)

#6 … und dann gibt es eine ganz grobe Flughafen-Einweiser Einlage und schwupps ist man auf der anderen Seite. 😎





Es hat auf jeder Seite ein Fahrerhäuschen und Motor


Geschafft, nur noch zum Ufer fahren.


Im Boteti River Camp angekommen werden wir sehr herzlich von Emilia empfangen und erst einmal mit einem Kaltgetränk in der Bar empfangen. Es gibt einen kurzen Schwatz, wir bestätigen noch einmal, dass wir heute Abend essen wollen und ich kläre mit Emilia ab, dass meine Eispacks für den Fuß hier in die Eistruhe können. Eine für heute Abend nach dem Essen, eine für morgen früh. Das ist natürlich optimal. 🙂

Wir richten uns auf unserer Campsite #2 ein. Die liegt gleich vorne, ich würde sagen von der Lage nicht sooo schön, aber da die direkten Nachbarsites nicht belegt sind, passt das schon sehr gut. Der Platz ist sehr gepflegt, es hat hier auch Strom und einen Toko der uns spätabendlichen Unruhestifter kritisch beäugt. Fotos mache ich heute nicht mehr viele vom Camp. Wir bauen auf, stecken die Technik an den Strom und gehen duschen, damit wir alles noch vor’m Essen geregelt kriegen.



Platz inkl. Strom sehen wir nicht oft.


Red-billed Hornbill – Rotschnabeltoko



Das Abendessen findet auf der Terasse statt. Es ist alles nett, die Bedienung sehr freundlich und man fühlt sich gut umsorgt. Das Essen wahrlich, das scheint auf den deutschen Gaumen perfekt abgestimmt zu sein. Das Menü hätte es nicht nur… genau diese Abfolge hat es bei mir zu Hause früher oft gegeben. 🤨 😁

# eine kleine pürierte Erbsensuppe als Vorspeise
# Gulasch mit Kartoffeln als Hauptspeise
# und den Zitronenpudding aus der Dr. Oetker Tüte angerührt

Satt, glücklich und sehr müde gehen wir direkt ins Zelt und träumen von unserem…

FAZIT: Boteti River
Was soll man dazu sagen. Das war schon ein ziemlich perfekter Tag ohne den Boteti, mit ihm war es einfach fantastisch. Wir haben an dem einen Tag hier fast mehr gesehen als im letzten Namibia-Urlaub zusammen. 😎

Man darf das Gebiet nicht überschätzen von der Größe her. Die eigentliche Riverfront ist sehr überschaubar, aber dafür umso schöner. Das man so direkt am Ufer entlang fahren kann, es so leer ist und man somit den Fluss und die Tiere quasi für sich alleine hat macht den Ort für uns sehr speziell. Ein mehr als perfekter Start in unser Abenteuer Safari in Botswana.

Der Boteti bekommt uneingeschränkte 5/5 Sternen.



Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16


Gruß,
Robin
Teil 907. Feb. 2019
Sitze aufrichten und anschnallen bitte!



Gestern Nacht haben wir noch vom Boteti geträumt, heute startet der morgen verhältnismäßig entspannt. Wir haben zwar einiges vor und unsere Liste zur weiteren Organisation der Reise ist lang, aber noch sind wir relativ entspannt, nutzen die schönen Ablutions…



… laufen etwas über das Gelände und schauen uns um, gestern sind wir dazu nicht mehr wirklich gekommen. Sieht schön aus, wir finden den Pool und auch ein paar Vögel lassen sich blicken.


Southern Pied Babbler | Elsterdro




Als wir gestern zum Essen kamen war es schon dunkel, also gucken wir mal wie das im Hellen ausschaut und dem „Ausguck, das Deck“ müssen wir ja auch noch einen Besuch abstatten. Der Ausblick ist jetzt nicht so dolle, gelesen hatte ich auch schon, dass man hier wohl eher selten etwas sieht am Fluss.



FAZIT: Boteti River Camp
Das trübt für uns aber nicht den Eindruck vom Camp, der positiv ist. Sauber, ordentlich. Strom an den Plätzen, eine Bar, das Deck… bodenständiges, aber gutes Essen. Einen Pool hat’s auch. Es werden Gamedrives / Bootstouren angeboten. Dennoch für uns ist’s wilder = schöner. Ein paar Dinge stören uns dann halt auch, die Campsites sind gut, aber sehr offen, zumindest unsere. Wir essen praktisch alles, also wäre uns authentischere Küche lieber. Wir vergeben „4 von 5 Sternen“, hätten auch 3,5 sein können, aber Emilia ist wirklich ein Schatz und das ganze Personal super freundlich! 🙂

Die Emilia... immer am lachen.


Und nebst dessen wir das Eispack bei Emilia abholen, treffen wir noch „Simi“. Sie ist Schweizerin, arbeitet für Bushways und ist normalerweise mit Touren unterwegs als Begleitung und Übersetzerin. Pausenzeiten, in denen keine Tour stattfindet, unterstützt sie dann auch mal in den Camps, so wie im Moment, hier am Boteti.

Ich gucke sie skeptisch an, irgendwas kommt mir vertraut vor. Bushways – Tourbegleitung – Schweizerin… „Sag mal, kennst du die Bele?“

Die kennt sie natürlich! 😁 , klein ist die Welt. Ich hatte irgendwo im Hinterkopf, dass Bele von ihrer Schweizer Begleitung bei der letzten Tour in ihrem Bericht geschrieben hat. Das ist also dieselbe Simi und @ Bele: Herzliche Grüße noch mal an dieser Stelle. 🙂

Grey Go-Away Bird | Graulärmvogel


Während wir packen begleitet uns der graue Papagei mit klagenden, langezogenen “Bääähhhsss”. Wir lieben diesen Vogel ja wirklich… ist nämlich die einzige Vogelstimme, die wir zuordnen können. 😗

Die Reifen werden mit dem Kompressor befüllt, wir müssen noch packen und zusammen räumen und dabei haben wir ein nettes Gespräch mit einer Dame von der Nachbarcampsite. Nur nach guten 20min. müssen wir dann irgendwann mal abbrechen… wir müssen ja los. Kein Problem… nach 30 min. sind wir dann etwas klarer und der Zaunpfahl trifft sein Ziel. Nach weiteren 5 min. kommt sie zurück und hat noch ein paar Tipps für uns. Eigentlich total nett, aber uns sitzt die Zeit im Nacken. Tschüss.

Was steht heute an?
# Flüge klären, eigentlich sollten wir ne‘ Info kriegen, hatten aber keine Mailverbindung.
# Zum DWNP müssen wir noch, die ganzen Registrierungen klären und bezahlen.
# Riley’s Garage steht auf dem Programm, tanken und die Karre flott machen für Moremi, Khwai und Chobe.
# Natürlich einkaufen, die Vorräte müssen komplett aufgestockt werden.
# Unser reserviertes Fleisch beim Deli-Meat-Market abholen.
# Waschmaschine anschmeißen… natürlich weiß Mara, dass wir im Air-BNB eine haben, woher das denn, hab ich nie gesehen in den beschreibungen. 🤨

Ich glaube das war es soweit erstmal. Natürlich am Ende der Liste dann hoffentlich noch einen ersten Blick ins Delta von oben werfen. Der Tag ist also Picke-Packe-Voll!

Zurück nach Maun geht es die direkte Route und wieder über die Potholes der A3, wir wechseln vorher die Fahrer, nach meinen nervigen Kommentaren von vor 2 Tagen, darf ich heute selber ran. Meine Fahrt ist natürlich sehr viel flüssiger… NICHT! 😣 😏

Unsere Liste arbeiten wir geografisch ab. Es geht also zuerst zum DWNP, wo wir sehr nett von den Damen hinter dem Schalter empfangen und umsorgt werden. Es gibt etwas Verwirrung mit unserer Villa im Khwai. Welcher Anbieter ist das? – Wo ist die? – Im Park oder draußen? Wir versuchen das irgendwie zu erklären, aber so recht weiter kommen wir nicht. Die Stimmung bleibt aber gut, solange diverse Leute ins Office gerufen werden, Telefonate geführt und gerätselt und gefachsimpelt wird, kauf e ich uns die Parkmaps, da kann ich zumindest schon mal grob zeigen wo die Villa sein müsste… die Lösung ist dann aber einfacher als gedacht.

Wir finden in den Unterlagen die Nummer von Becki, die unser Kontakt der Villa ist und in Maun wohnt. Das bringt Licht ins Dunkel und klärt die eine offene Frage; wir übernachten also 2 Nächte außerhalb des Parks. Dann brauchen wir für den einen Tag nur einen Day-Visitor Permit. Das sind dann grob 15€ weniger… wir hatten zwar zwischendurch schon gesagt, wir zahlen einfach 8 volle Tage, aber Ordnung muss sein, auch wenn man dann halt eine gefühlte Ewigkeit am Schalter steht. 🤪

Egal, wir haben viel gelacht, es war wirklich richtig nett und ich hole aus dem Auto noch 2 Beutel HARIBO, als kleines Dankeschön für die Mühe. (außerdem kannten die keine HARIBO… das konnte ich so nicht auf mir sitzen lassen) 🙂

Riley’s Garage & Deli-Meat ist unsere nächste Adresse. Es ist hier wieder elendig voll in der Stadt. Stau und ein regelrechtes Chaos. Wir bekommen dennoch recht fix einen Platz an der Zapfsäule zugewiesen, tanken voll, Scheiben wischen, Öl etc. prüfen und auch der Reservetank wird sicherheitshalber aufgefüllt. Danach noch Wasser holen für den Brauchwassertank und die Kühe fotografieren, die ohne zugehörigen Mensch mitten durch’s Getrubel über die Straße und Tankstelle marschieren?! 🙄



Unsere Fleischbestellung ist nicht aufzufinden, nur ratlose Gesichter schauen uns an. Auch hier wird wieder telefoniert, aber auch der Chef weiß von nichts… naja, etwas Impala ist ja da, wir nehmen also Filet und auch noch Impala-Würstchen mit. Rest müssen wir dann im Supermarkt holen.
|| RANDNOTIZ, als wir nach Hause kommen, haben wir eine Nachricht von Becki, warum wir denn unser Fleisch nicht abgeholt hätten… die Leute vom Deli-Meat haben sich beschwert. 😵 || TIA

Weiter geht es zum „Spar in der City“, wir wollen groß einkaufen, aber die Auswahl haut uns nicht um, es gibt nur winzige Einkaufswagen und vor allem das Fleisch enttäuscht. Wir sind genervt, haben keine Zeit mehr und entschließen uns kurzerhand, morgen früh noch mal richtig einzukaufen und einen anderen Supermarkt zu probieren. 😠
In der Nähe des Flughafens soll noch einer sein und da müssten auch die BeefBoys in der Nähe sein.

Zum Flughafen geht’s weiter und ich weiß nicht genau warum, aber irgendwoher wissen wir, dass es bei diesem Metall-Mann im Hinterhof einen Bankautomat hat, den wir nutzen.



Nach etwas suchen finden wir „Major Blue Air“ direkt gegenüber vom Flughafen. Unser Flug hätte früher starten sollen heute, sie haben uns doch gemailt??! – „Wie bitte?“ Gemailt! Was? – Mausestimme kann man kaum verstehen. Wie man es überhaupt schafft mit so einer leisen Stimme Worte zu artikulieren können wir uns nicht erklären. Ihr merkt schon, wir sind etwas genervt im Augenblick.

Irgendwann klärt sich der Flug dann doch. 16:30h ist Check-In, 17:00h geht’s ,los.

Auf geht’s zu unserer Unterkunft für die Nacht. Wir haben eine grobe Beschreibung, finden den Weg über die Floodplains aber gut und lassen uns kurzerhand selber ins Gelände, da niemand zu sehen und auch keine Klingel zu finden ist. Die Vermieter sehen wir nie, Geitse ist aber gerade dabei die Wohnung auf Hochglanz zu trimmen. Sie ist ganz herzlich und lieb. Erklärt uns alles und zieht sich dann zurück. Wir verwandeln ihre saubere Ordnung in kürzester Zeit in heilloses Chaos und entladen unser gesamtes Auto einmal in die Wohnung um für die nächsten Tage heute Abend noch Ordnung zu schaffen. 😄

Wir haben uns aus dem Supermarkt ein paar Teilchen mitgenommen, die wir auf der Terrasse genießen, aber so richtig Zeit haben wir nicht. Kurze Katzenwäsche noch und dann geht es auch schon wieder Richtung Flughafen. Die Laune ist wieder oben, was getrunken und endlich was gegessen, seit dem Müsli-Frühstück war es damit eher mau.



So und nach dem ganzen Text, lasse ich vom Flug mal großteils die Bilder sprechen. Oli holt uns bei Major Blue Air ab und nimmt uns mit zum Flughafen und Security. ACHTUNG: man braucht hier die Reisepässe, auch wenn es nur ein Rundflug ist!

Unser Pilot für heute ist Hazel. Wir besteigen seine kleine Jolle, eine Cessna 172 S und zuerst gibt es mal die Sicherheitsanweisungen.
1. Wo sind die Feuerlöscher?
2. Viel wichtiger, wo sind die Spucktüten? – so ziemlich überall, er scheint da schlechte Erfahrungen gemacht zu haben 🤢 😄
3. Ich habe auch Pedale etc. auf meiner Seite: NICHT BERÜHREN, bitte!

Das war es dann auch schon, es kann los gehen…

Sieht easy aus, ich kann jederzeit übernehmen 😗


Sogar hier hat’s Stau


Links und Rechts schauen bevor man über die Straße geht…


… macht Sinn, es ist ordentlich Verkehr hier.


International Airport Maun


Es geht erst über Maun raus und jetzt sieht man mal, wie groß die Stadt ist und wie weit sie sich in die Vororte noch erstreckt. Danach geht es über ein paar vereinzelte Dörfer und wir fliegen gute 10 Minuten weg von der Stadt, bis wir das erste Mal die Weite Landschaft sehen, soso… da fahren wir also die nächsten Tage selber durch. 😎







Erste Elis sehen wir dann auch kurze Zeit später…




Inseln im Schilf




Hazel erkundigt sich ungefähr alle 2 Minuten ob alles ok ist und ob wir uns gut fühlen… er muss wirklich SEHR schlechte Erfahrungen gemacht haben. 😛

Es ist so laut in der Maschine, heiß und Hazel versucht tapfer vieles zu erklären, aber man versteht kaum ein Wort. Klar ist immer nur dann, was er will, wenn er irgendwo in die Landschaft zeigt und die zu sehenden Tiere benennt. Am Anfang ist das schwer, man hat gar kein Gefühl dafür, wie groß denn ein Elefant, eine Giraffe, Büffel oder Nashörner sein müssten. Daher weiß man nie so genau nach was man suchen muss. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran.

Apropros Nashörner, da ist er sehr froh, die findet man seltener auf den Flügen und es sind auch die einzigen, die wir sehen diesen Urlaub, dafür aber gleich 5 auf einem Haufen. 🙂



Unser Lieblingsbild vom Flug, die Büffelherde an der Wasser-Durchfahrt




Hazels wacher Blick, damit findet er einige Tiere…


… wie z.B. diese Elis im Schilf…


… ein einzelnes Hippo…


… und mehr Elis, er weiß warum wir hier sind! 😎




Jeder Büffel hat eine Weißvogel-Eskorte?? 😐 Was sind denn das für welche?


Ein Wasserloch für sich alleine haben… Unbezahlbar!


Die Tier-Autobahnen in der Landschaft fanden wir faszinierend!




Auf dem Rückweg nach Maun geht die Sonne schon langsam unter, das sorgt dann noch mal für tolles Licht, in den Scheiben des Fliegers spiegelt sich dann aber auch alles. Insgesamt ist der Flug fotografisch eher etwas für Schnappschüsse, aber emotional sind wir nach dem Orga-Tag heute jetzt wieder randvoll aufgeladen. 🤩



Ein letzter Eli sagt „Gut‘ Nacht“


Danke Hazel… es hat viel Spaß gemacht, wir haben überlebt und die Maschine ist sauber geblieben!


FAZIT: Rundflug ab Maun
Das war wirklich eine richtig schöne Nummer und das machen wir gerne wieder. Fantastische Eindrücke die man hier sammeln kann, glatte „6 von 5 Sternen“! 🙂

Zurück in unser Heimstatt teilen wir uns die Aufgaben möglichst unfair auf, ich kümmere mich um die Technik, also aufladen, Karten sichern und DJ am CD-Regal. WLAN aktivieren, dann noch in die Badewanne und ein Lebenszeichen nach Hause schicken und vor allem den Fuß hochlegen. Seit wir hier angekommen sind ist der durchgängig dick. Heute ist mal eine Chance da, das zu ändern.

Und Mara, was macht die denn überhaupt? – einfach nur absolut alles andere! Viel zu viel, um das alles hier aufzuzählen, am nächsten Morgen müssen wir nur noch einpacken. Alles ist fertig, sortiert, bereitgestellt, gepackt, geputzt, gewaschen, etc. pp. 😘





Es gibt heute einen frischen Salat mit Champignons, ein paar Impala-Würstchen, dazu einen guten Schluck Wein und im Hintergrund Nora Jones aus der hauseigenen Anlage…

FAZIT: Maun Self-Catering Cottage
Wir haben hier wenig Zeit verbracht, aber die Unterkunft ist richtig schön, liegt etwas abseits vom Stadtkern und eignet sich auf jeden Fall gut als Zwischenstopp. Auch für mehrere Nächte ist man hier sehr gut aufgehoben, nur warum sollte man mehrere Nächste in Maun bleiben. 😉
4 von 5 Sternen, weil ist alles gut, kommen wir gerne wieder hin, aber würde uns auch auf Teneriffa gut gefallen. 1 Stern Abzug, weil es keinen afrikanischen Touch oder Highlight hat.




Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16 | Rundflug Maun: 67



Gruß,
Robin
Teil 1008. Feb. 2019
Runterrechnen und hochladen hat etwas gedauert...

Zu dem letzten Part gehört noch ein Video das Mara aus unseren Video-Aufnahmen und Fotos zusammen geschnitten hat. 😎

Zugegeben, Videos haben wir Anfangs noch nicht so viele gemacht, das wurde später dann doch deutlich mehr, aber für ein bisschen Bewegtbild reicht es aus und so können wir euch wenigstens ein kleines bissel mit in Plains, ans Wasserloch, zum Boteti und rüber über den Fluss mit der berüchtigten Fähre nehmen.

Abschließend ein paar Bilder von oben und weiter geht es dann mit dem Moremi-Gebiet im weiteren Bericht und dem nächsten Video. Insgesamt gibt es fünf davon und jedes ist 2 Lieder lang, also grob 7-9 Minuten.

Ich musste das etwas verkleinern, sonst wäre die Datei zu groß. Das Video gibt es also nur in 720p.

Egal, Vorhang auf für Maras erstes, selbst zusammen gestelltes und geschnittenes Video. 🙂

Bei YouTube ansehen ↗


Gruß,
Robin
Teil 1112. Feb. 2019
Äuglein, Äuglein, sag’ mir wer ist der Ängstlichste im ganzen Land?



Mehr oder minder hat Mara gestern alles schon fertig gepackt, wir müssen heute nur den Wagen neu beladen. Das geht jetzt zwar dennoch nicht schnell, aber immer noch fix. Der Wagen ist getankt und wir sind ready-to-go… fast.

Ohne Fleisch fahren wir nicht die nächsten 8 Tage in den Busch und ein paar zusätzliche Vorräte und Gin, etc. brauchen wir auch noch. Unser Plan ist der Spar in der Nähe des Flughafens, ganz in der Nähe sind auch die BeefBoys, fußläufig vom Spar zu erreichen. Diese Entscheidung entpuppt sich einfach als perfekt. 🙂

BeefBoys ist ein klasse Laden. Gerechnet haben wir ja nur mit Fleisch, aber es hat auch einen Stand für frisches Billtong (gut, dass konnte man sich noch denken), aber bei BeefBoys findet man auch alle möglichen frischen Produkte, Obst und Gemüse mit sehr gutem Sortiment und sehr guter Qualität. Ob dessen, dass wir damit gar nicht gerechnet haben ist das Top. 😎

Im Spar können wir uns Zeit lassen und bummeln durch die Regale, der Bottle-Shop direkt daneben macht erst um 10 Uhr auf. So finden wir noch allerlei Kleinkram, der einem den Tag versüßt… z.B. große Beutel mit getrockneten Mangos, ein gern gesehener Snack für den Rest des Urlaubs.

Am Parkplatz kaufen wir noch eine geflochtene Schale, wir wollten sowieso unsere „Schlüsselschale“ zu Hause austauschen. Wieder gelandet und getestet entpuppt sich der tolle Kauf dann aber doch als völlig unpassend und hässlich. Ich weiß gar nicht ob und wo wir die noch haben. 😏 😗

Von Maun zum Gate
Von der Strecke gibt es nicht viel zu erzählen. Sie zieht sich elendig hin, da es hier überall “Road Construction Sites“ gibt und die Strecke teils wirklich übel ist. Auch stellen wir auf dieser ersten Wellblech-Piste fest, dass irgendwo etwas am Auto locker ist und man immer ein Klopfen hört. Wir halten ein paar Mal an, aber die Stelle ist nicht einfach zu finden.

Kommt man den Parks näher häufen sich links wie rechts der Straße Stände die Feuerholz anbieten. Wir schaffen es entweder noch nicht anhalten zu wollen oder immer erst im letzten Moment so einen Stand zu entdecken und fahren an allen vorbei… 😣

Am Gate klettere ich nochmal unter das Auto, eine Truppe Mitarbeiter aus dem Park hält bei uns an und schaut interessiert zu und fragen ob man helfen kann. Sehr nett, aber Mara hat herausgefunden, dass einfach die Metallöse des Zierseils an die Aufhängung schlägt. Unser Panzertape kommt zum Einsatz um die Stelle abzukleben und so den Geräuschpegel zu minimieren.

Optimal, nach getaner Arbeit kann es weiter gehen und siehe da… das war es doch nicht. 😠

Wir entscheiden uns für „Ab jetzt ignorieren!“, denn wir sind jetzt im Moremi, auf dem Weg nach Xakanaxa, aber schauen wir uns das etwas genauer an…



Wir nehmen nämlich den Weg oben rum, der sich alles in allem als recht langweilig gestaltet. Es geht großteils durch den Wald und ist eher eine Versorgungsroute. Außer 2 Fahrzeugen mit Parkrangern begegnet uns auf der Strecke niemand.

Naja, wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht bei einer langweiligen Piste durch den Wald nicht doch noch ein Schlammloch entdecken würden, an dem unsere ersten Moremi-Elefanten stehen. Aber hier ist doch ein anderes Tier das Highlight, weil wir diesen kleinen Erdhörnchen-Ersatz, die wir in Namibia so geliebt haben, uns hier die kommenden Tage versüßen. Ihr ahnt es schon… 😉

Einer lässt sich blicken, zwei andere verstecken sich in den Büschen



Irgendwie sieht dieses Warzenschwein glücklich aus…


… wundert auch nicht, es gibt hier ja Schlamm! 😄


Und ihr habt richtig geahnt… Tree Squirrel | Baumhörnchen, von denen können wir nicht genug kriegen! 😘




Weiter machen wir uns auf den Weg durch den Wald und auch wenn es meistens nicht so spannend ist, so finden sich natürlich dennoch ein paar Entdeckungen für unser Tages-Erstsichtungsbuch. Es finden sich Impalas, Vögel, noch eine kleine Herde Elis, aber sehr versteckt im Wald und Zebras, bzw. tatsächlich ein einziges. Sieht man auch selten alleine so ein Zebra.



Red-billed Hornbill | Rotschnabeltoko




Eine kleine Herde, damit sind es rund um Southgate immerhin 10 Elis




Wir treffen am Gate vor Xakanaxa ein und müssen erfahren, dass wir wohl doch besser Holz gekauft hätten. Hier gibt es keines und im Camp auch nicht wird uns gesagt. Mist! 😵 , wir haben nur 3 Scheite im Auto liegen. Sieht aus, als ob es heute wohl etwas vom Gaskocher geben muss.

Kurz hinter dem Gate öffnet sich dann das Gelände und man hat plötzlich wieder Blick über eine weite Grasfläche. Mitten hindurch hat es ein paar Pfade, die sind so richtig schön tiefsandig, wir vermuten aber hier den direkten Weg zum Jesses Pool und da wir noch etwas Zeit haben wollen wir den kleinen Umweg fahren. Wir kommen im Laufe der nächsten Stunde 3x bei der selben “Boga Site“ vorbei und verfransen uns völlig, da wir nur versuchen uns an der Karte zu orientieren. 🤨

Chancenlos geben wir auf und als wir das vierte Mal unverhofft vor der “Boga“ stehen, geben wir auf und nehmen den bekannten Weg zurück auf unsere ursprüngliche Strecke zur Campsite. Immerhin haben wir doch ein paar Entdeckungen im hohen Gras gesichtet.



Weit weg und im Gras versteckt, aber dennoch schön. Eine Junggesellen-Gesellschaft Kudus


Ein Bild aus der Serie: „Afrika von Hintern“ 😉


Greater Blue-eared Starling | Grünschwanz-Glanzstar


Zurück auf unserer bekannten PAD, gut überstandenen Tiefsand-Passagen und wieder auf Spur zur Campsite, stellen wir fest, dass wir einfach hätten nur geradeaus fahren sollen… denn auch hier ist es noch richtig schön und es hat einen kleinen Pool und es wird rechts der Pad richtig grün und überall flitzen Starlinge um uns herum durch die Büsche.

Schweinchen im Wasser…


… genau beobachtet,… wenn die Augen mal wieder größer sind als der Appetit! 😛 -- African Fish-Eagle | Schreiseeadler


Greater Blue-eared Starling | Grünschwanz-Glanzstar


Burchell’s Starling | Riesenglanzstar


Das Impala hat irgendwas voraus gehört, die Ohren sind gespitzt!



Kurz vor der Campsite sehen wir ein Schild mit „Boat-Hire & Tuck-Shop“, dass klingt vielversprechend und tatsächlich, noch bevor wir den Wagen geparkt haben sehen wir Feuerholz-Scheite auf einem Regal liegen. 🤩

Cobra heißt uns WILLKOMMEN, mit einem breiten, freundlichen Lächeln auf dem Gesicht. Lässig im schwarzen Shirt, kurze Hose. Alles easy. 😄 Wir sind uns sofort sympathisch. Er erklärt uns, dass sein Partner noch unterwegs nach Maun sei und der Shop im Moment komplett leer gekauft. Gar kein Problem, wir brauchen nur Holz und das haben wir schon gesehen. Aber nur mit Holz will uns Cobra eigentlich nicht gehen lassen. Es gibt doch noch vieles zu besprechen und bereden und so quatschen wir uns etwas fest.

Er erzählt uns z.B. von seinem Vater und das die Jugend keinen Respekt mehr hat, weil sie diesen eben nicht mehr von ihren Vätern gelehrt bekommen. Er erklärt uns, dass die Jugend den typischen Handschlag falsch verwendet… macht man ihn auch zum Abschied so klaut man dem anderen sein Glück. Solche Dinge halt. Und natürlich kann man bei ihm auch super Bootstouren machen. 😉

Das glauben wir ihm sogar und wir werden in 3 Tagen wieder hier sein. Das überlegen wir uns zwar noch, denn eigentlich haben wir hier keine Bootstour eingeplant und jetzt ist es gerade noch so früh genug und wir wollen zur Campsite…

ABER, irgendwas ist ja immer!

Kurz vor der Campsite treffen wir die Putzkolonne. Wir fragen ob noch jemand kommt. Sie meinen ab 18 Uhr können wir uns einen Platz aussuchen, für den Moment haben wir die Nummer 3, mittig direkt vor den Ablutions und mit Untermieter. Darauf angesprochen bekommen wir ein freudiges: „Ach, der ist noch klein, heute Nacht kommen die Großen!“ zugeworfen und dann braust der Jeep auch schon davon. 😐 😮

Unser Untermieter beäugt uns misstrauisch, wir ihn auch…


… aber es entspannt sich… dennoch, Stellplatz-Suche schwer gemacht, so wird das erstmal nix.



Also geht es etwas über das Gelände mit ordentlich Respektabstand. Mal die #2 und #1 anschauen. Hier hat man einen tollen Blick über die Schilfgrasflächen, an die Xakanaxa angrenzt. Wirklich toll.

...hier lohnt ein Klick zur größeren Ansicht 😉


Wir haben noch einen Untermieter, der uns nicht aus den Augen lässt


Und gleich noch einer schaut sich das Schauspiel an…


… wie wir so unsere Kreise ziehen und warten, dass der Elefant verschwindet.


Natürlich freuen wir uns auch unendlich über den unerwarteten Besuch, aber unser Plan, bei der ersten Nacht unter wilden Tieren alles fertig und vorbereitet zu haben, na der geht gründlich schief. Irgendwann entscheidet sich Herr Eli dann aber doch zu entschwinden, aber niemals gehst du so ganz, ein kleiner Teil von dir, bleibt hier. In seinem Falle legt er uns einen ansehnlichen Haufen auf den Platz und legt ein neues Wasserloch an. Kein Wunder bei dem Lörres. 🙄 😊

Der andere Zaungast beobachtet jeden unserer Schritte ganz genau. Irgendwas liegen lassen ist hier nicht. Aber immerhin kommt er etwas die Äste runter und man kann ihn besser erkennen. Auch was wert.

Mara winkt zum Abschied.


Schuhgröße 113


Vervet Monkey -- Südliche Grünmeerkatze


Auf Fotopirsch


Red-billed Hornbill – Rotschnabeltoko


Irgendwas Taubiges??? - Green Pigeon | Grüne Fruchttaube - Danke Eulenmuckels 🙂


Dam arg verspäteten Zeitplan zum Trotz wollen wir dennoch auch unseren ersten Sonnenuntergang hier genießen und suchen uns einen kleinen Hügel mit Blick über das Grasland. Gekommen ist zwar niemand mehr… wir haben für den Termin zwar die letzte Campsite bekommen und hatten keine Wahlmöglichkeiten, aber naja, Kwalate Safari halt. Zelt steht schon, also bleiben wir auch auf der #3.

Der Sonnenuntergang ist spektakulär schön, einfach weil es hier so friedlich ist. 🙂
Den kalten Wein gibt es als Sundowner dazu und nebst Sonnenuntergang schwirren uns Libellen um den Kopf. Auch die werden mehr schlecht als recht abgelichtet.









Grey Go-Away Bird | Graulärmvogel


Zurück am Platz ist der Affe verschwunden, er hatte wohl keine Lust mehr zu warten bis es endlich was gibt. Beobachtet werden wir dennoch, diesmal von mehreren Baumhörnchen, die mit den letzten Sonnenstrahlen auf den Bäumen an unserer Feuerstelle herumtollen und uns noch mal den Abend versüßen.

Vermutlich versuchen die, trotz niedlicher Fassade, im Endeffekt auch nur irgendwas abzugreifen, aber wir bleiben wachsam und ich halte sie immer fest im Sucher der Kamera.

Tree-Squirrel | Baumhörnchen




Es ist mittlerweile dunkel geworden und wir haben diverse Lampen ums Lager verteilt. Mara schnibbelt am Tisch, ich versuche die Lampen mit einem Feuer im Grillgestell zu unterstützen, was aber partout nicht klappen will. Es ist einfach komplett Windstill und in dem Aufsteller geht das Feuer einfach nicht an. 😐

Zu allem Überfluss raschelt es jetzt auch noch im Gebüsch hinter der Feuerstelle. Wir haben uns, für unsere Komfortzone, zu weit auseinander gebaut. Es hat kein Feuer, es ist dunkel, es hat überall unbekannte Geräusche, irgendwie scheint es keine sichere Seite zu geben und ganz alleine sind wir hier auch noch. Keine Nachbarn, kein anderes Licht, keiner der etwas früher als wir entdecken könnte und ES RASCHELT IM GEBÜSCH!

Als wir rüberleuchten können wir nur 3 paar grüne Augen entdecken, die uns beobachten. Zuerst sehen die recht klein aus, aber dann hebt ein Vieh den Kopf oder erhebt sich… wir wissen es nicht. Es ist auf jeden Fall zu viel. Mara sitzt schon im Auto und ich versuche aus der Deckung des breiten Multibaums an der unnützen Feuerstelle irgendwie auszumachen, was das wohl sein könnte. Unsere Stirnlampen und Funzeln haben aber einfach nicht genug Power. 😕

Was bleibt uns über, wir haben kein Feuer, keine Nerven mehr übrig und so warten wir einfach ab und sitzen bestimmt eine halbe Stunde oder eher länger im Auto, lauschen in die Nacht und leuchten immer mal wieder die Umgebung ab. Irgendwann sind keine Augen mehr zu sehen und wir wagen einen zaghaften zweiten Versuch…

…immerhin, der Mond ist rausgekommen und sorgt für eine anständige Grundausleuchtung, die auch ohne Funzel schon Schatten erkennen lässt. Und der Wind hat aufgefrischt. Sprich, das Feuer zieht endlich an. Bald schon lodert es ganz ordentlich und die Lage entspannt sich wieder,…

ABER, irgendwas ist ja immer! #2
(nach den Augen, ja eigentlich schon #3)

Am Rande der Grasfläche taucht ein großer Schatten auf. Er bewegt sich gemächlich immer hinter dem Hügel auf und ab gehend her, auf dem wir zum Sundowner gesessen haben. Dieser Brocken patroulliert dort und immer wieder schaut ein paar leuchtende (ich glaube sie waren rot) Augen zu uns rüber. Maras überspanntes Nervenkostüm beginnt gerade endgültig zu reißen und bei mir schaltet sich die unüberwindbare Logik ein:

“Das Vieh da nimmt immer den Kopf runter und das heißt es frisst. Und zwar Gras! Und wenn das Gras frisst, dann frisst das nicht uns und da ich noch nichts zu fressen hatte heute, schaue ich jetzt nach was das ist.“

Gesagt getan, Stirnlampe geschnappt und straight zum Schatten rüber. Die dummen Funzeln haben vielleicht 6-7m Lichtbereich und knapp 10m weit kann man grob erahnen was man da sieht. Ich stelle also „erleichtert“ fest, dass es nur mein Freund, der einzelne Büffel ist… teile Mara die gute Nachricht mit und wir summen beschwingt „Mein Freund der Büffel, mein Freund der Büffel…“ vor uns hin. Setzen uns jetzt deutlich beruhigter an den Tisch, Grillen zu Ende und gegen 22 Uhr gibt es dann endlich etwas zu Essen. 😮 🤪

So sitzen wir da also. Kurz nach 22 Uhr, unsere erste Nacht im Moremi, der Büffel-Einzelgänger, das einzige Tier im Busch, dass keine Form von Scheinangriff besitzt und direkt Tacheles redet, grast 15m entfernt und wir können zwar immer noch nicht s ganz entspannen, aber zumindest gibt es endlich was zu beißen. Manchmal, da kann Unwissen auch ein Segen sein. 😗

(den… „das einzige Tier im Busch, dass keine Form von Scheinangriff besitzt“-Part haben wir nämlich erst viele Tage später in Erfahrung gebracht)



Gelernt haben wir vieles daraus und einen Tipp abgeleitet für das nächste Mal: Stärkere Taschenlampen einpacken!







Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16 | Rundflug Maun: 67 | SouthGate: 10 | Xakanaxa: 1


Gruß,
Robin
Teil 1212. Feb. 2019
Achja und bzgl. der Elefanten-Collage... ich habe hier noch eine etwas künstlerische Entwicklung von einem Zebrafohlen kurz nach dem Bad im Boteti. Das hatte ich vergessen unter den Part Boteti drunter zu setzen... dann kann es hier auch gut als Lückenfüller dienen. 😉





Gruß,
Robin
Teil 1327. Feb. 2019
Die Irrfahrten des Odysseus – Moremi Edition



Ich versuche für jeden Tag durch die Parks so eine Karte zu erstellen, für unsere kleine Strecke Richtung Third Bridge macht das auch Sinn… man sieht es schon auf den ersten Blick. Das scheint leicht wirr zu sein. Genauso verwirrt waren wir auch den ganzen Tag über. 😐 😄

Aber fangen wir vorne an. Nach einer eher kurzen Nacht und den ersten Strahlen aus der ganz großen Taschenlampe (auch Sonne genannt) sieht die Welt um uns herum wieder viel freundlicher und weniger bedrohlich aus. In der Buschzeitung steht auch nix über den letzten Abend. Was auch immer da im Busch war ist zumindest nicht zu uns auf die Campsite gekommen.



FAZIT: Xakanaxa
Wir werden ja in 3 Tagen noch mal hier sein und haben dann wieder die Campsite #3. Zu der Campsite würde ich mal sagen… viel Platz, also geeignet für Gruppen. Sie liegt nicht an der Lagune, etwas schade. Dafür die Nähe zu den Ablutions, also wer nachts lieber das Toilettenhäuschen in der Nähe hat ist hier, oder auch auf der #4 gut aufgehoben. Wir würden eher die #1 oder #2 dort haben wollen, besser sind aber ganz klar die, die weiter nach hinten liegen. So ca. ab der #6 aufwärts, besser noch alles ab #8.

Die Ablutions waren sauber (so sauber halt das sein kann im Nirgendwo), mit gemütlichem 70er Jahre Turnhallen-Charme. Aber alles ok. Es gibt hier außen einen Schlauch für Brauchwasser, das dürfte für einige interessant sein. Der Tuck-Shop ist gleichzeitig der Ausgangspunkt für Bootstrips und auch Feuerholz bekommt man hier.

Für die CS #3 vergeben wir aber nur 3/5 Sternen. Für den Blick muss man sich deutlich entfernen von der Campsite und Richtung Schilf hat man keinen direkten Zugang. Man sitzt so auf dem Präsentierteller und kann sich keinen eigenen, privaten Bereich schaffen.




Für den Moment verabschieden wir uns und machen uns auf eine Reise ins weit entfernte Third Bridge auf. Eigentlich ist das ja eine kurze Strecke… EIGENTLICH! 🙄

Stoppen wir mal die Zeit mit. Unser Fahrgast für den Morgen startet die Zeitnehmung.

Startzeit Xakanaxa: 07.35h


Auf der Übersichtkarte ist unser erstes Tagesziel “Jesses Pool”. Da haben wir uns gestern noch etwas dusselig angestellt den zu finden, heute wird das besser. Aber erstmal geht es ein Stück zurück zum Gate. So können wir den selben Weg nehmen wie gestern, haben uns aber gemerkt, wo wir dann einfach rechts statt links fahren um keine Schleife wie gestern zu fahren. K.L.U.K… wir sind so klug. 😉 (na, das wird sich noch zeigen)

Auf dem Weg kommen wir an dem kleinen Mini-Wasserloch ca. 2km vom Camp entfernt vorbei und hier findet sich auch heute morgen wieder etwas Leben ein.

Crested Barbet | Hauben-Bartvogel



Chacma Baboon | Bärenpavian


Burchell’s Starling | Riesenglanzstar


Red-billed Spurfowl | Rotschnabel-Francolin


Burchell’s Starling | Riesenglanzstar


Unser Plan klappt perfekt. Wir finden die Kreuzung, die wir schon als neuralgischen Punkt von gestern ausgemacht haben. Wir kommen in ein Waldgebiet. Zerfurchte Wege prägen hier das Bild und wir checken gar nicht mehr wo denn jetzt der Weg hergeht und irren durch den Wald. Zwischendurch kommen 2mal, 3mal irgendwelche Lodgefahrzeuge vorbei und gucken uns skeptisch an. Ich glaube die haben sich gewundert, warum man in dieser langweiligen Gegend rumkurvt und nicht zu den Highlights hier im Gebiet fährt?! 🤨

Während wir mal wieder im Schritttempo den Wagen durch eine Senke, links runterhängend und die nächste Wurzel hoch bugsieren, sehen wir noch, dass hinter der Wurzel ein Loch ist und RUUMMMSS!!! 😣 – es sind genau 22 Grad. Also immer, egal zu welcher Tageszeit, egal ob die Karre im Schatten oder in der prallen Sonne steht, egal ob man fährt, Motor an, Motor aus... ab jetzt sind es immer sehr gut auszuhaltende 22 Grad Außentemperatur. 🤪
(Keine Ahnung welchen Fühler es da erwischt hat, aber es hat ihn erwischt!)

Naja, mittlerweile sind wir uns auf jeden Fall sicher wo es langgeht, zumindest bis es dort nicht mehr langgeht. Aber nach rechts könnte man fahren, da ist aber eine Wasserdurchfahrt. Unsere Erste, ein echtes Wagnis. Aussteigen und vorher durchgehen oder einfach machen?

Wir machen es einfach! – Jawoll. Abenteurer! – Immer voran. Keine Scheu. Los geht’s, wir tauchen in das Wasser, der Wagen sinkt immer weiter ab, das Wasser schießt am Profil hoch und als wir fast schon 35cm tief im Wasser sind haben wir die Sohle überwunden und es geht wieder ans trockene Ufer. Wir müssen echt über uns selber lachen… da fährt man ja zu Hause durch tiefere Pfützen. 😊 😄

Also erste Erfahrungen mit dem nassen Element gemacht. Ab jetzt sind wir guter Dinge, wir fahren ein paar hundert Meter weiter und schon treffen wir auf den großen Bruder… Machbar?, 😕 wie schätzt ihr sowas ein, wenn ihr unterwegs seid?



Wir machen hier eine kurze Pause bevor es weitergeht. Hier ist auch das Bild vom Anfang des Berichts entstanden. Ein Kingfisher leistet uns Gesellschaft. Leider sitzt er immer sehr weit weg auf einem langen, gebogenen Schilfzweig, der ihm als Ansitz dient. Es gibt ein paar vorgeschmierte Brote und Kekse, Nutticrusts, mhhh, lecker. Die Ruhe hier an der, für uns, zu heftigen Durchfahrt, genießen wir sehr. Ein schöner Flecken ist es allemal. 🙂

Pied Kingfisher | Graufischer


Jetzt stehen wir also hier (übrigens links oberhalb der 1 auf der Karte) und müssen mal wieder umdrehen. Diverse Impalas schauen uns dabei verdutzt an, warum wir denn schon wieder hier vorbei düsen. Wir schlängeln uns durch den Wald und versuchen unser Glück, indem wir diesmal schnurstracks durch den Wald fahren auf eine Fahrspur zu, die recht benutzt aussieht…

Impala






Aus der Serie: Afrika von Hintern


Greater Blue-eared Starling | Grünschwanz-Glanzstar


Und dann geschieht, was wir selber schon nicht mehr für möglich gehalten haben. Der Wald lichtet sich, das Blattwerk öffnet sich wie ein Fenster vor uns und endlich haben wir Blick auf Wasser. Keine Frage, das muss „Jesses Pool“ sein.

Es ist schon kurz nach 9 Uhr. Wir haben nur an den Rand vom Pool schon etwas mehr als 1,5 Stunden gebraucht. 😮 Aber eigentlich auch egal, auf der Flucht sind wir nicht und wir haben auch noch massig Zeit, wollen wir doch erst gegen Mittag in 3rd Bridge sein.

Jesses Pool



Morgen geht’s weiter… ich muss ein paar kürzere Teile einbauen. Sonst komme ich nicht weiter. Aber wenn es schon Likes unter den Treiber-Kommentaren gibt, muss man ja was voran machen… 😈 😗


Gruß,
Robin
Teil 1427. Feb. 2019
Die Irrfahrten des Odysseus – Moremi Edition |PART 2



Na also, Jesses Pool ist erreicht. Wir haben damit die Nummer 1 auf unserer Karte erreicht und hier brodelt das Leben förmlich. Es gibt fast überall etwas zu entdecken, aber am auffälligsten sind die Flusspferde, die sich am Rande des Gewässers tummeln. Sehr schön! – wir haben zwar 2017 Flusspferde gesehen, aber am Wasserloch Erindi kann man das nicht wirklich zählen. Hier können wir sie im natürlichen Habitat beobachten, auch wenn man nicht so viel von ihnen sieht. 😉

Flusspferd




Eeek – eek – eek ertönt es aus dem Baum neben uns… schimpft der etwa uns aus?




Aha… ich denke der hier war gemeint. Zumindest wirft er ein aufmerksames Auge auf die Baumhörnchen, aber wohl eher weil er genervt ist.


Wir reißen uns los und fahren direkt am Pool entlang. Am südlichen Ufer geht das und so hat man immer den Blick über das Wasser auf der einen und den Blick in den Wald, auf der anderen Seite. Es ist einfach wunderschön hier, wieder mal finden sich Impalas, immer mal wieder öffnet sich der Blick über ungewohnt viel Wasser, wie wir es so auch noch nicht in Afrika gesehen haben. Richtig schön.

Am und im Wasser tummeln sich diverse Vögel und Getier. Die Sichtungsdichte ist wirklich enorm. Ganz sicher haben wir nicht mal die Hälfte wirklich wahrgenommen oder abgelichtet.

Impala


EY… Foto 5 Pula!


Teilweise ist das Wasser mit dichtem Pflanzenwerk bedeckt.


African Jacana | Blaustirn-Blatthühnchen


Spur-winged Goose | Sporngans


Squacco heron | Rallenreiher


Blacksmith Lapwing | Waffenkiebitz


Und noch eine Erstsichtung. Am anderen Ufer sehen wire in paar noch unbekannte Antilopen… also mal keine Impalas. 😁

Red Lechwe | Letschwe Antilope





Ein Stück vorbei am Lookout-Point auf der anderen Seite des Pools öffnet sich dann wieder das Wasser und hier ist es einfach nur noch ein genialer Blick über den Pool. Eines unserer Lieblingsbilder von diesem Spot. Zusammen mit dem Adler, der auf dem letzten Ast auf dem Baum thront einfach nur perfekt. 🤩

Natürlich auch mal wieder die Chance, das Equipment zu testen. Also mal den direkten Vergleich zwischen Landschafts-Linse und einfach nur Brennweite.



African Fish-Eagle | Schreiseeadler


Weiter geht es noch ein Stückchen am Pool vorbei mit weiteren Erstsichtungen. Ein Nimmersatt machte seinem Namen wirklich alle Ehre, bei diesem Bild werden dann auch die Nachteile der langen Brennweite klar… wir haben erst zu Hause beim Sichten der Bilder bemerkt, dass er diesen fetten Fisch im Schnabel hatte. Das haben wir einfach vorher gar nicht gesehen. 🤪

Yellow-billed Stork | Nimmersatt


Egyptian Goose | Nilgans


Es scheint zu schmecken!


Ab hier verlassen wir den „Jesse Pool“ und es wird wieder etwas waldiger. Der Weg schlängelt sich durch die Büsche und ein Baumhörnchen treibt uns zur Eile. Wieso? – es ist doch noch kurz vor 10 Uhr. Wir haben nicht mal eine Stunde an den Pools verbracht!

Und noch eine Lieblingssichtung haben wir, bevor es auf Richtung Nummer 2 auf der Übersichtskarte geht. Ein paar Wasserböcke stehen zwischen den Büschen. Es lohnt sich kaum eine andere Antilopenart so sehr dazu, von hinten fotografiert zu werden. Die Erklärung kennen wir schon seit dem wir einen am letzten Abend in Namibia 2017 gegessen haben… die berüchtigte „Klobrillen-Antilope“. 😄 😄 😮

Waterbuck | Wasserbock


Aus der Serie: Afrika von Hintern


Klobrille


Auf unserer Karte stehen wir nun am Punkt #2. Da wir ja noch massig Zeit haben, wollen wir einen kleinen Schwenk über Dead-Tree Island fahren. Geplant war aber eigentlich nur der untere Teil, den Rest haben wir unseren fantastischen Ortskenntnissen zu verdanken.

Zuerst aber müssen wir über das eingezeichnete Wasser. Es gibt hier 2 Spuren durch’s Wasser. Links sieht zwar wesentlich flacher aus, aber rechts sind deutlich frischere Spuren zu sehen. Da sind heute schon welche durchgefahren, damit trauen wir uns das auch selber zu. Und wir kennen ja die 35cm Nummer mittlerweile.

Huch… eine ziemliche Überraschung als der Wagen hier doch mittig der Durchfahrt dann doch deutlich absinkt. 😮 Alles kein Problem, aber da es hier so flach ausschaute dann doch etwas unerwartet.


>>> Es wartet also „Dead Tree Island“ auf uns. Damit geht es dann alsbald weiter. Für den Moment gehen mir die Fotos aus… ich mache dann mal Lightroom an, bevor hier weiter Zaunpföschle und Scheunentore durch die Gegend fliegen. 😛 😉


Gruß,
Robin
Teil 1503. März 2019
Die Irrfahrten des Odysseus – Moremi Edition | PART 3



Dead Tree Island
Die ersten 2 ½ Stunden des Tages sind vorbei als wir durch die unerwartet tiefe Wasserdurchfahrt nach Dead Tree Island übersetzen. Jesses Pool war sehr ergiebig… in der kurzen Zeit haben wir immerhin 21 verschiedene Tiere gesehen. 😎

Allerdings noch keine Elefanten! – das ist einerseits frech, andererseits ist es auch noch keine Elefantenzeit. Die fängt immer erst so ca. ab 11 Uhr an.

Aber immer der Reihe nach, wir brauchen ja noch Tages-Erstsichtungen und der Start auf die Insel fängt im dichterem Busch- und Waldland an, das liegt aber einfach daran, dass wir eigentlich noch gar nicht in dem Gebiet sind, sondern in dem Bereich davor rumgurken. 😗

Macht aber nichts, denn hier sehen wir den Wald vor lauter Zebras nicht und beobachten eine Charakteristische Eigenheit der Zebras, die wir so noch nicht gesehen hatten. Zebras legen immer den Kopf auf den Rücken des jeweils Anderen um zu dösen. Das funktioniert natürlich nur, wenn alle Beteiligten mitspielen und nicht so ein kleiner Schabernack dabei ist der Hunger hat… zumindest Mutter Zebra hat dann ein eher hartes Leben...

Beim Dösen.


Ein Schaf…


… im Zebrafell! – AUA 😣


10.42h, das wurde aber auch Zeit!



Reines Sichtungsbild… es ist ein Vogel & haben wir evtl. nur das eine Mal drauf… aber keinen Plan was das sein soll?!


Deswegen kommen wir lieber endlich auf Dead-Tree Island an, am ersten Wasserloch. Die Brücke haben wir auf unserer Irrfahrt nämlich geschickt umfahren und schaffen das auch auf dem Weg zurück wieder, also hier gibt es keine Infos dazu ob es so eine Brücke wirklich gibt.

Hier am Wasserloch begegnet uns auch gleich der nächste Elefant, der eine Abkühlung vor der kommenden Mittagshitze sucht, Warzenschweine tippeln herum und ein Streifenliest lässt sich ablichten. Hätte ich vor Ort erkannt, dass es sich um eine Kingfisher-Art und Erstsichtung handelt, dann hätte ich wohl versucht ein besseres Bild zu bekommen, aber wie man sieht, so war der einfach auch sehr weit weg. 🙁

Es geht weiter durch noch recht buschiges Land, vorbei an Zebras und einer Eli-Dame mit niedlichem Nachwuchs, wieder einmal nach dem Motto… Circle of Life. Diesmal in der „Nahrungs-Doppel-Verwertungs-Edition“. Die Landschaft öffnet sich immer mehr und auch wenn die Sichtungen etwas abnehmen zum famosen Start des Tages gefällt es uns hier landschaftlich richtig gut.






Striped Kingfisher | Streifenliest




Simultanes Fressen, sehr effizient und zuckersüß!





Dann öffnet sich das Gelände erneut und jetzt wissen wir auch wo das Gebiet hier seinen Namen her hat. Es hat überall tote Bäume, jetzt noch ne Wüste dazu und man wäre fast im Sossusvlei. 😉

Wir fahren noch eine Runde, und nehmen dann langsam wieder den Weg in Richtung 3rd Bridge auf. Es geht vorbei an einer weiteren kleinen Herde Elefanten, mehr Zebras, über „Dougs Island“ und einen kleinen Blick auf die „Jackalberry Pools“ mit Letschwes und Adlern. Zielpunkt ist die Nummer 4 auf der Karte. Kleine Wasserdurchfahrt und dann sind wir auch fast schon am Camp. 🙂

Namensgebende Dead-Trees



Southern Carmine Bee-eater | Karminspint


Lilac-breasted Roller | Gabelracke





Ein Greif, aber auch hier bin ich überfragt… vielleicht was juveniles?







Oxpecker | Madenhacker… kurz nach der Arbeit




Es juckt wohl! – Insgesamt sehen wir 10 Elis rund um Dead-Tree Island



Vermutlich ein kurzer Blick auf die Jackalberry Pools


Red Lechwe | Letschwe


African Fish-Eagle – Schreiseeadler


Red Lechwe | Letschwe


Und dann kommen wir also bei der #4 auf unserer Karte an… unser Endgegner. Es gibt hier gar keine Wasserdurchfahrt. Das haben wir auf der Karte falsch interpretiert. 🤪

Vor uns tut sich einfach nur Wasser auf. Auch auf der Karte ist zwar eine Wasserdurchfahrt, aber kein durchgehender Weg eingezeichnet. Das soll wohl nicht Durchfahrt, sondern Dead End heißen. Der nördliche Teil der Motlaba Island ist mit größeren Wasserflächen durchzogen. Auch bei der etwas südlicher gelegenen Wasserdurchfahrt trauen wir uns nicht rüber… ein Silberreiher sitzt zwar am anderen Ufer, aber der kann ja auch fliegen!

Bestimmt könnte man das sogar machen, wir haben aber seit Stunden niemanden mehr gesehen, kurven alleine durch den Busch hier und bleiben unserem Motto treu: „Safety first



Great Egret | Silberreiher


Wir nehmen uns also vor, einfach ein Stück zurück und dann runter zu fahren, bis sich ein Weg über’s Wasser findet. Es ist jetzt grob Mittags und eigentlich wollten wir ja schon im Camp sein, das das nichts wird, das haben wir jetzt auch schon verstanden. 😄

Wir fahren also los und verlieren relativ schnell die Orientierung. Und nach einigem herumfahren stehen wir plötzlich wieder an der Doppel-Wasserdurchfahrt nach „Dead-Tree Island“. 😵 🤨

Das war so nicht geplant. Wir konsultieren wieder die Karte, machen einen Plan und nehmen diesmal lieber die vermeintlich flachere, linke Durchfahrt und schwupps… die Karre sinkt noch deutlich weiter ab. Aha, deswegen sind an der rechten Durchfahrt mehr Fahrspuren zu sehen!

Wir nehmen wieder die Waldwege unter die Reifen und kurven wir durch das Buschland. Nach einiger Zeit stehen wir plötzlich vor’m Wasser, wieder genau am Punkt #4??? – hier wollten wir doch gar nicht schon wieder hin. 🙁

Die Verwirrung fängt an, zusätzlich leicht genervt zu werden. Also auf einen nächsten Versuch. Wieder fahren wir los, wieder der Plan am Wasser entlang zu fahren und wieder kommen wir vom Weg ab, kaum, dass der Weg mal vom Wasser wegführt. Man entscheidet sich für eine Richtung und dann schlägt die PAD wilde Bögen und am nächsten Abzweig weiß man schon wieder nicht wohin man fahren soll.

Wir machen jetzt einfach das Navi an! So bringt das hier ja nichts. Also 3rd Bridge eintippern und dann folgen wir der vorgeschlagenen Route. Na bitte. Ankunftszeit in knappen 35min. Das geht doch, wir sind gar nicht so weit weg wie gedacht. 🤩

Jetzt geht es auch endlich voran. Das Navi hat - Tracks4Africa - vorinstalliert, wenn auch eine etwas ältere Version, aber das stört nicht. Die Hauptwege sind bekannt und stimmen immer noch. Zielgenau kommt eine Abfahrt immer da, wo sie sein soll. Uns wurde zum Navi im Moremi schon vor der Reise hier im Forum geraten und das können wir nur bestätigen, mit Navi ist es dann doch viel besser und schwupps sind es auch nur noch ca. 4km bis zum Camp, wir biegen um eine Ecke…

… und stehen wieder vor unserem Endgegner. Der locker 150m weiten Wasserfläche. Schon wieder an Punkt #4. Auch das Navi will den Weg nehmen!!!..........................


AAAAARRRRGGGHHHHHHHHHHHHHHHHHHH………………………





Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16 | Rundflug Maun: 67 | Dead Tree Island: 10


Gruß,
Robin
Teil 1604. März 2019
Die Irrfahrten des Odysseus – Moremi Edition | PART 4



So… jetzt kommen wir aber auch endlich mal an in 3rd Bridge! 😄

Wir stehen also mal wieder bei der #4. Jetzt reicht es auch wirklich und wir fangen die Nummer noch mal ganz geplant von vorne an. Wir orientieren uns also wirklich nur noch von einem Abzweig bis zur nächsten Kreuzung usw.

Gleichzeitig wird das Navi ab jetzt nur noch mit den auf der Karte eingezeichneten Koordinaten gefüttert, und zwar immer nur die, die auf unserer Route als direkt nächstes liegen und siehe da. Es klappt. Wir kommen endlich zum unteren Kreuzweg, der auf die untere „Motlaba Island“ rüberführt. Hier ist zwar eine Wasserdurchfahrt eingezeichnet, aber es gibt eine trockene Überfahrt. Links und rechts ist noch Wasser und wir fahren ein Stück den Weg nach rechts raus, weil es da schön aussieht, aber stehen recht bald wieder vor Wasser. Das wäre der Weg zu unserem ursprünglichen Weg, aber auch von dieser Seite zeigt sich schon, dass der Norden der Insel offensichtlich noch ziemlich geflutet ist.

Macht aber alles nix mehr. Wir haben ja jetzt einen Weg gefunden und es ist schließlich Mittag = „Unsere Eli-Zeit!

Und wir werden nicht enttäuscht. Teilweise auf der anderen Seite, teils mitten durch’s Wasser/Schilf zieht eine Herde an uns vorbei. Es ist einfach traumhaft, wie die ganze Familie vorbei zieht. Einer nach dem Anderen, immer mal wieder nach dem Schilfgras mit dem Rüssel greifend und Elis in allen Gewichts- und Knuddelklassen.Da heißt es jetzt für euch, Augen zu und durch, aber vor zu vielen Eli-Bildern habe ich ja frühzeitig am Anfang des Berichts gewarnt. 😗
(es tut uns auch leid, aber wir können uns bei Elefanten-Bildern einfach nicht entscheiden. Das ist Schon die Auswahl der Auswahl der Auswahl)

Bisschen zu klein für’s Schilf?



Es geht noch kleiner!





Was steht ihr da eigentlich rum?


Saddle-billed Stork | Sattelstorch


Dem Kleinchen mit seiner Mama hätten wire wig zuschauen können. Zu süß, wie er immer wieder versucht hat sich mal einen Grashalm zwischen die Kauleisten zu schieben, was aber im Lauf noch nicht so recht klappen wollte. 🙂




Tschüß und bis bald!



So ganz wollen wir uns noch nicht loseisen und beobachten die kleine Herde, wie sie von dannen zieht. Gesamt kommen wir hier auf weitere 11 Elefanten. Ich bin ja ein sehr großer Fan davon geworden, wenn Elefanten durch die Landschaft ziehen. Mir kommt es weniger drauf an, dass sie 2m neben dem Auto stehen… so in der Landschaft versteckt, das finde ich toll! 🤪






Wir drehen wieder um, fahren noch ein kleines Stück und finden wieder einen schönen, übersichtlichen Platz, an dem wir eine kleine Mittagspause einlegen und uns noch einmal neu zu orientieren. Einen halben Kilometer über die Insel, in eine PAD, nochmal nur 800m und dann kommen wir auch schon direkt vor der Brücke zum Camp raus. Perfekt, warum nur haben wir uns bis hierher so verfranst… aber auch wieder egal, dann haben wir jetzt doch noch die Zeit um das ein oder andere Foto zu schießen.

Bei der Arbeit…


… und das spektakuläre Objekt der Begierde! - Red-billed Hornbill | Rotschnabeltoko 😛


African Fish Eagle | Schreiseeadler (Weibchen) - (Im Flug!)


Etwas Landschaft muss auch dabei sein… na gut, wir können nicht anders. Das ist gemogelt.



Er lässt sich auch noch besser blicken. 😁


Wir fahren die letzten Meter bis zum Camp, aber Denkste, Pustekuchen!

Wir stehen wieder vor Wasser. Ein Schild weist uns darauf hin, dass der Weg hier nicht befahrbar ist. Ähheemmm… OK. Heißt jetzt was?

Ein Blick auf die Karte löst das Problem, wenn auch nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir müssen runter bis zur 4th Bridge und dann wieder hoch. Das ist alles in allem ja dann irgendwie doch noch einiges an Strecke. Das Navi zeigt uns derweil weiterhin stoisch an, dass es bis zum Camp nur noch 600m sind. 😣 🙁

Wir packen es an und in einem kleinen Wald müssen wir ganz schön in die Eisen steigen. Läuft uns doch ein kleiner Affe vor den Wagen und gleich einer hinterher. Irgendwie suspekt. Wir haben so viel über die Affen gelesen, die einem an jedem Camp auflauern und die Vorräte klauen wollen, aber wir haben nur den einen gestern gesehen und das wird auch so bleiben. Wahrscheinlich weil die Population hier lebt. Überall rennen Affen rum. Zum Glück sind wir beide keine Affen-Fans, die hier sind aber dennoch lustig genug für ein paar Fotos, aber lange halten wir uns nicht auf, denn allen Widrigkeiten zum Trotz, wir werden früh genug ankommen um nicht so einen Abend wie gestern zu haben. >> soviel sei schon verraten, haben wir auch nicht. 😕

Vervet Monkey | Südliche Grünmeerkatze


Fellpflege




Die Anstandsdame wacht über den wilden Haufen






Mann-o-Mann, ganz schön viele Affen und dann haben wir auch noch so wenig Zeit dort vertrödelt. Da gibt es ganz eindeutig zwei Dinge die sich schnellstens ändern müssen.

1. Wir müssen wieder Zeit verlieren.
2. Wir brauchen mehr Elefanten!

Da können wir doch glatt noch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Schaffen wir es doch uns zwischen eine kleine Ansammlung Elefanten zu bugsieren. Im Wäldchen neben uns streifen ein paar Elis mit einem ganz Kleinen, die uns genau im Blick halten. Da wir um die nächste Kurve nicht richtig blicken können und nur sehen, dass da Elefanten stehen, aber nicht genau wo die PAD weiterführen wird, tja was bleibt einem über. Wir stellen den Motor ab, und warten. Hie und da kommt noch ein Eli durch’s hohe Gras und gesellt sich zum Rest.










Niedlich! 🤩










Während wir so zwischen den grauen Riesen stehen verlieren wir natürlich auch nicht den Blick für die kleinen Details am Wegesrand! 😉

Orange-winged Dropwing | Feuerroter Sonnenzeiger









Das alles hat jetzt eine Weile gedauert, aber kaum, dass der Weg frei ist sehen wir zu, dass wir wieder los kommen. Eine Viertelstunde klappt das dann auch, aber gar nicht weit entfernt warten die nächsten Grauhäuter auf uns, bzw. kommen sie uns genau auf der PAD entgegen. Drei Elefanten, einer davon ein kleiner Halbstarker. Wir stellen uns an den Rand und machen Platz. Die Elefanten ziehen genau an uns vorüber, jetzt aber mal wirklich so richtig direkt am Auto vorbei. Da hält man dann doch auch mal den Atem an und wagt sich kaum zu bewegen. 🙄

Die beiden großen ziehen entspannt vorüber, der Kleine hat die Ohren weit aufgestellt und muss uns mal zeigen, wer hier eigentlich der Boss ist. Alles klar mein Großer, wir sind ganz still und machen gar nichts. (den direkten Vorbeimarsch haben wir nur auf Video… das wird dann später wieder nachgereicht)








Ich fackel gar nicht lange und schieße direkt die nächste Mogelpackung Landschaft hinterher. Aber was soll man auch machen, es ist einfach wahnsinnig schwierig hier Fotos zu machen, auf denen mal keine Elefanten zu sehen sind. Und da wir hier keinen Sehtest mit euch machen wollen, zoomen wir den natürlich auch noch mal mit der langen Linse ran. Die Zählung soll ja auch rein wissenschaftlich vernünftig genutzt werden können. 😄






Man fühlt sich hier auf Safari ja eh‘ schon wie auf der Arche Noah und das Gefühl wird noch verstärkt, als wir diese Hoffnungs-Taube sehen. Die hat zwar keinen Zweig dabei, aber sie sitzt auf der Spitze eines Busches neben dem wir einen ganz wundervollen, grünen Betonklotz sehen… 3rd Bridge? – rechts abbiegen!. Wir haben endlich wieder eine Spur und sind auf dem richtigen Weg. 🤩

Hoffnungstaube… aber mal ehrlich, welche?




Ein Gnu, aus der Serie „Afrika von Hintern!“


Schon bald erreichen wir die 4th Bridge und wundern uns, wie wohl schon unzählige Leute vor uns, warum eigentlich die neue 4th Bridge gesperrt ist und alle über die alte Konstruktion geschickt werden. Die rumpelt nämlich ganz schön und ist sagen wir mal, bedingt vertrauenswürdig. Die Neue dagegen sieht eigentlich ziemlich gut aus?!

Die Alte


Die Neue


Es geht ab hier eher unspektakulär weiter, wobei es schon schön ist, wenn man so wie wir halt auch gerne durch Ödland und Tiefsand fährt. Das Licht wird auch langsam schöner, was wiederum darauf hindeutet, dass der Tag was später wird. Wir haben ein paar wenige Sichtungen, die 3rd Bridge filmen wir wieder nur. Da gibt es keine Fotos davon heute.

Little Bee-eater | Zwergspint


Goldenes Licht


Und dann finde ich dieses Striped-Skink… auf Holz, ja auf Holz. Einem Holzbalken, der zu einer Dachkonstruktion gehört. Tatsächlich! – das kann nur eines bedeuten. Wir haben es geschafft! 😮 😎



Mensch, das war ja einfach. Hat auch nur, lasst mal schauen: 8 Stunden und 45 Minuten gedauert. 🤨

Wir wollten zwar gegen späten Mittag hier sein, aber dennoch haben wir es zumindest geschafft ein Tagesziel zu erreichen. Wir sind noch früh genug hier, damit wir rechtzeitig bevor es dunkel wird den Grill anschmeißen und uns ganz entspannt bei Restlicht fertig machen können,…

ABER, irgendwas ist ja immer!

“Robin?”

Ein Kopf mit schwarzen Haaren drauf guckt um die Ecke während wir uns bei der Camp-Anmeldung mit ein paar Saarländern unterhalten.

“Petra?!“

Ach wie schön. Wir verpassen so viele Leute knapp diesen Urlaub, aber Petra und Andreas (Koalaxl hier im Forum), mit denen sollten wir uns 2 Nächte hier in 3rd Bridge begegnen und dann auch eine Nacht gleichzeitig auf Xakanaxa sein. Und Zack, passt direkt, wir treffen uns sofort.

Man tauscht sich kurz aus, die beiden sind auch gerade erst wieder von ihrer Safarifahrt zurück. Ich weiß nicht mehr genau was, wann, wieso, warum… auf jeden Fall verabreden wir uns spontan für später auf unserer Campsite um einen Sundowner zu trinken. 😎

Wir also ab auf die Campsite und erstmal umgucken hier. Schön ist es!

3rd Bridge / Campsite 4


Unser All-Zweck Baumstumpf


Black Pennant | Schwarzer Baron


Blüten von… wie heißt der Baum noch mal, der den ganzen Tag Blüten auf einen schmeißt?


Blue Waxbill | Angola-Schmetterlingsfink


Kurz darauf kommen die beiden auch schon mit ihrem Bushcamper vorbei. Ihre Campsite ist ein Stück entfernt und da sie ja eh‘ noch unterwegs waren, kann man auch direkt mal den Wagen mitbringen. Wir verabreden ein kurzes Getränk und dann wird es doch irgendwie doch länger. Wir mögen die beiden auf Anhieb und als die Sonne schon lange Strahlen schickt, verabschiedet man sich für die Nacht. 🙂

Wir haben unseren Wagen schon an den einen Rand der Campsite gestellt und den Tisch an ein Gebüsch zum Weg. Davor ist das Feuer, jetzt noch ganz schnell duschen. Die Nachbarn von Campsite 3 erzählen Mara, dass sie gestern gegen 22.30 Uhr Löwen auf ihren Nachtkameras hatten und dann fangen die Hippos an zu Grunzen… ganz ehrlich mal jetzt?
..
.

Es ist einfach nur laut, überall zirpt es, wir hören Brüllen… gut es sind Hippos, aber für uns ist es einfach nur Brüllen. Den Unterschied kennen wir noch nicht, davon ab... machen es "nur" Hippos auch nicht besser.

Es wird schnell dunkel, wenigstens zieht der Grill an, ungeschickt aber, nur dort das Feuer an zu haben, so hat man zwar nen Grill, aber eher wenig Licht. Wie soll man den ruhig hier sitzen mit nur einem offenen Gebüsch im Rücken. Wir stellen 2 von 3 Lampen etwas entfernt auf um wenigstens etwas Licht ins Dunkel zu bringen… der Wagen steht auch im Dunkeln und immer wieder leuchten wir durch die Gegend. Einmal sehe ich etwas am „Eingang“ (also der Einfahrt für den Wagen) unserer Campsite stehen. Müsste ich wetten, dann war es eine Hyäne und auch das trägt nicht zwingend der entspannten Atmosphäre bei.

Diesen Abend haben wir später in unser Tagebuch unter „Panikgrillen!“ vermerkt.

Es ist einfach nur mega gruselig. Es gibt Würstchen, Folienkartoffeln und Maiskolben… alles einfach ins oder über’s offene Feuer geschmissen. Lecker ist vielleicht anders, aber es geht wenigstens schnell. Immerhin, um 20.50 Uhr sind wir im Zelt und eines steht fest!

„Morgen müssen wir die Koalaxls fragen wie die das Abends/Nachts machen, denn wir machen hier irgendwas falsch!“ 😕 😐


PROLOG
Wir sind schnell in den Schlaf gekommen, aber wie das halt so ist… irgendwann wacht man dann doch noch mal auf und dann treibt es einen aus dem Zelt. Und so kommt es, dass Mara die Augen aufschlägt, sich Licht mit dem Handy macht um die Stirnlampe zu suchen und dabei einen Blick auf die Uhrzeit wirft.

Es ist 22.30 Uhr. Mara packt sich ihre Stirnlampe, denkt an die Worte unserer Nachbarn von Campsite 3, und hofft, dass Löwen keine innere Uhr haben!
😉



Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16 | Rundflug Maun: 67 | South Gate: 10 | Xakanaxa CS-III: 1 | Dead Tree Island: 10 | Motlaba Island: 24



Gruß,
Robin
Teil 1725. März 2019
Ein Vormittag bei den grauen Riesen!



Die Nacht ist geschafft und wie auch schon am letzten Tag sieht die Welt jetzt wieder freundlicher aus. Wir rödeln auf, gehen kurz duschen und halten einen Plausch mit unseren Nacht-Kamera Nachbarn. Keine Löwen, aber 3 Hyänen hatten sie letzten Abend auf den Kameras. AHA! – dann habe ich mich wohl nicht geirrt, der Schatten der mich angeguckt hat vom Weg her, wird wohl zu einer Hyäne gehört haben.

Unser Plan für den heutigen Morgen ist es den Süden der Mboma Island zu befahren, so ca. bis zur 1st Bridge und dort den Loop nehmen. Für den Weg nehmen wir uns unser Frühstück mit, es gibt im Camp nur ein kleines Müsli. Wenn man unterwegs ist und eine schöne Stelle mit Sicht oder Sichtung findet, dann ist so ein Frühstück am schönsten. 🙂

Kurz vor 8 Uhr geht es los, und als erstes kommen wir an dem größeren Wasserloch direkt am Camp vorbei. Das, so stellen wir fest, ist immer gut für ein paar Sichtungen des Weges.

African Darter | Afrikanischer Schlangenhalsvogel




Little Egret | Seidenreiher


Wir entscheiden uns Richtung Süden für die Wet Road und warden mit einer anspruchsvollen, weil teils sehr engen, mitten durch dichte Büsche schlängelnden Route, aber auch einer sehr schönen Landschaft belohnt. „Wet“ ist aber auch hier nix mehr… die Route führt einfach nur näher am Schilf vorbei, und ein paar Leechwe-Antilopen liegen noch völlig relaxt in der aufgehenden Sonne.



Coppery-tailed Coucal | Kupferschwanz Kuckuck Danke Maddy! 🙂


Red-billed Spurfowl | Rotschnabel-Francolin


Kurz hinter der 2nd Bridge werden wir dann fündig für unser kleines Frühstück. Schöne Steppen-Landschaft mit Blick und eine gemischte Herde aus Zebras und Gnus, was will man mehr. 😉

Wir manövrieren unser Vehikel zwei Meter neben die Fahrspur, schräg zum Wind, Motor aus, Fenster runter und Brote raus. Die leichte Brise zieht durch den Wagen, so kann man es auch in der prallen Sonne aushalten und sich ganz der entspannten Szenerie hingeben. Außer uns nimmt niemand den Weg, obwohl wir an der „Hauptroute“ zwischen den Brücken stehen.

Diese, sich gerade entwickelnde Tradition, der „Frühstücks mit Sicht(ung)“ können wir nur empfehlen 😎 , - das sieht dann ca. so aus:





Das liegende Zebra hat die ganze Zeit die Sandkuhle blockiert und alle mussten warten 😄




Red-billed Hornbill | Rotschnabeltoko






Hach… was schön. Wie konnten wir nur Gnus und Zebras im ersten Afrika-Trip so ignorieren? 😮 - ja ich weiß, in dem Punkt wiederhole ich mich öfters.

Weiter geht es zur 1st Bridge, wir biegen rechts ab und wollen einmal den Loop nehmen. Wollen, wohl gemerkt! Erklären kann ich mir immer noch nicht, wo genau wir eigentlich falsch abgebogen sind. Ich glaube wir wollten zu einem der eingezeichneten Pools fahren, de Luftlinie nur 600m entfernt hätte sein sollen. Das ging mal wieder ordentlich in die Hose und als nächstes haben wir dann lieber mal den View-Point anvisiert. Schon wieder nix, statt am Viewpoint waren wir irgendwann komplett im Nirgendwo. 🤨

Navi anschmeißen und mal die verschiedenen Koordinaten der Karte ausprobieren. Was wir schon wussten bestätigt sich, wir stehen nicht mal annähernd in der Nähe einer der eingezeichneten Routen, aber dennoch hat es hier Fahrspuren. Naja, entmutigen lassen wir uns davon ja nie, also folgen wir dem Navi, denn unsere alte Version von T4A kennt den Weg noch. Mittlerweile stehen wir mitten in locker 2m hohem Schilfgras, die Fahrspur ist nur noch rudimentär erkennbar als solche und schon lange nicht mehr befahren worden und dennoch, irgendwann stoßen wir tatsächlich auf einen Weg und auf die MGR6 Site. Na bitte. 🤪

Wir wissen wo wir sind, orientieren uns jetzt lieber wieder an der Karte und werden auf dem Weg zurück zum Loop, dann doch noch mit einer schönen Sichtung belohnt.

Ihr dürft mal zählen… Giraffen-Suchbild im Wald. 😉








Wenn wir hier schon stehenbleiben, dürfen ein paar Zebrastreifen nicht fehlen, egal ob als Gruppe oder noch im Wachstum… meine Güte, wie niedlich kann man sein. 🤩





Man relaxt wieder in der Sonne… eines unserer Lieblings-Zebrabilder der Reise und auch ein Kandidat für unsere Serie „Afrika von Hintern“, aber Mara will das nicht an der Wand haben?!


Ring-necked Dove | Kapturteltaube Danke Maddy! 🙂


Ein letzter Blick zu den Giraffen, jau, stehen noch im Wald und wir fahren mal langsam zurück.





Wir umkurven von unten kommend den größeren Pool an der 2nd Bridge, der sich als überwucherte Schilfgrasfläche herausstellt und nicht als offenes Gewässer. Ein Karminspint geht geschäftigt der Beutejagd nach und sorgt dafür, dass wir kurz anhalten.

Es werden ein paar Fotos gemacht und da fällt uns im Hintergrund eine Bewegung am Rand des Schilfgras auf…

Southern Carmine Bee-eater | Karminspint


… mal auf die Uhr gucken. 10.30h, fast schon etwas früh, aber wir sagen natürlich nicht nein. Elis sind immer gut, aber auch schwer zu erwischen hier. Es gibt nur wenige Stellen die einen halbwegs freien Blick in die Schilfgraswiese erlauben und so kurven wir 2x rund um den Pool herum und versuchen den besten Blick zu erhaschen, obwohl wir die Elefanten immer nur in etwas Entfernung sehen. Aber auch hier wiederhole ich mich gerne, Elis in Landschaft sind immer wieder eine schöne und lohnende Sichtung. 😗

10.30h in Botswana… die Zählung geht weiter!












ZVermutlich Marico Flycatcher | Fliegenschnäpper Danke Maddy! 🙂


Es geht also noch mal rüber über die Brücke, vielleicht hat man von dort einen besseren Blick, aber ACHTUNG, nix für Raser!


Ein Blick um die Ecke erklärt dann auch wieso… jede Brücke hier ist eine gekonnte Mischung aus Betonsäcken, dicken Steinen und noch, sagen wir mal, freundlich gestimmt, aus intakten Stämmen. 😣 😄



Aber es lohnt sich ja, einen letzten Blick können wir noch erhaschen. Und so kommen wir auf eine, oder zwei kleine Herden, da sind wir uns nicht ganz sicher, aber insgesamt mit immerhin 17 Elefanten.




Morgens eine Runde gefahren. >> Check
Am frühen Mittag Elefanten gesehen. >> Check.
Glücklich? >> Check. 🙂

Na dann können wir ja auch langsam zurück. Diesmal kommen wir über die Dry Road und als wir wieder am Abzweig sind, links zum Camp, rechts zur Wet Road, da sehen wir einen Kingfisher ins Wasser flitzen. Er zieht wieder hoch, kurzer Rüttelflug und dann stürzt er sich wieder ins Wasser. 😎

Sein Ansitz ist auf einem toten Baum mitten im Wasser, leider sehr seit weg. Ein ordentliches Foto kann man nicht machen, aber er dient uns an diesem schönen Tag als Wegweiser. Noch ist es nicht Mittag und so haben wir noch Zeit. Ein Stück die Wet Road runter ist ein View-Point, da waren wir heute morgen nicht und vielleicht… ja vielleicht bekommen wir so noch einen besseren Blick auf den Pool und vielleicht auch auf den Kingfisher.

Pied Kingfisher | Graufischer


Wir folgen also unserem Wegweiser, er zeigt ganz eindeutig nach rechts, in Richtung Viewpoint. Eine Entscheidung, die wir ganz und gar nicht bereuen sollen…

Gruß,
Robin


Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16 | Rundflug Maun: 67 | South Gate: 10 | Xakanaxa CS-III: 1 | Dead Tree Island: 10 | Motlaba Island: 24 | 2nd Bridge: 17 ||| #180
Teil 1827. März 2019
Ein Vormittag bei den grauen Riesen! - PART 2



Na denn, wir folgen unserem “Kingfisher-Wegweiser“ nach rechts in Richtung Wet-Road, kleiner Schwenk noch mal und dann ab ins Camp, mal schauen ob wir Petra und Andreas treffen.

ABER, irgendwas ist ja immer!

Und dieses „Irgendwas“ sehen wir schon nachdem wir knapp 50m des Weges um die ersten hohen Büsche biegen, bzw. Mara entdeckt graue Riesen voraus. Es ist halt unsere Elefanten-Zeit. Wir sind übrigens jetzt gerade bei Punkt #4 auf der Karte.




Ganz bis zum Viewpoint schaffen wir es gar nicht. Wie man einfach an den Strichen oder mit etwas mehr Mühe im Bild nachzählen kann, erwarten uns direkt mal 22 Elefanten an dieser Stelle. Wir hopsen steil am Gas aus der tiefen Fahrspur, die hier nur einspurig ist, damit wir ggf. niemandem im Weg stehen. Wir suchen uns einen Termitenhügel direkt am Weg aus, stellen uns direkt daneben, damit wir einen möglichst großen Abstand zu den Elefanten halten und nicht nerven und gleichzeitig gut zum Weg stehen um auch bei Bedarf Platz machen zu können. Natürlich werden wir dennoch das ein oder andere Mal beäugt. 🙄




Wir machen wieder den Motor aus, Fenster alle runter, Mara sitzt am Steuer und hat Blick, ich lasse meine Schuhe vorne und kletter‘ nach hinten in den Wagen. Genau solche Situationen sind einer der Gründe, warum wir gerne den Doublecab haben. Wenn man mal bei einer längeren Sichtung anhält, dann kann man das super nutzen. Und so können wir unsere gute Sicht dazu nutzen, immer mehr und mehr Elefanten vom Wasserloch links, da wo wohl der Viewpoint wäre, an uns vorbeiziehen zu sehen. 😎

Eine Szene macht uns stutzig. Eine Gruppe Elefanten steht um ein am Boden liegendes Junges herum, regungslos, während um sie herum alle anderen Elefanten entlang ziehen oder fressen. Wie eine Totenwache stehen sie dort und das Junge bewegt sich nicht mehr… 😕

Das sieht nicht gut aus, überall sonst gibt es aber durchaus, weniger uns traurig oder nachdenklich machendes zu entdecken.



Durst?!






Zwischendurch mal ein Blick rüber zeigt leider, dass der Kleine weiter ohne kleinste Bewegung am Boden liegt und die Elis drumherum weiter „trauernd“? um ihn herum stehen. Wir haben schon in einigen Reportagen gesehen, welchen Anteil Elefanten am Leid eines Artgenossen nehmen oder wie sie bei einem verstorbenen Elefanten ausharren…



ABER, das ist auch der Kreislauf des Lebens und wenn man sich so umschaut… voller Leben ist diese Gruppe Elis. Es gibt sie hier in allen Größen zu begutachten, die ganz kleinen sind dabei, zugegeben, natürlich am niedlichsten. 🤩









Fressen in trauter Zweisamkeit



Und dann muss man einfach sagen… es gefällt uns hier richtig gut und jetzt noch besser. Die Landschaft ist toll, es ziehen immer neue Elefanten hindurch und der Kleine hat uns unnötig Sorgen bereitet. Was wir bis hierher nicht wussten, dass die Großen auch immer Wache stehen, wenn ein Kleiner mal so richtig, richtig müde ist und sich einfach mal hinlegen muss. Das beobachten wir dann doch noch häufiger im Laufe der Reise. 🙂



Lächeln Bitte!



Och… er ist schüchtern. 😄


Das sind übrigens 4 Elefanten auf dem Bild! 🤨 🤪



Zu Süß… mal ehrlich. Ich würde es ja nicht erwähnen, wenn es nicht so wäre.




So langsam aber sicher lichtet sich das Feld, die meisten Elefanten ziehen an uns vorbei. Wir beobachten sie im Rückspiegel um zu überprüfen ob es welche zu nahe kommen, aber alle ziehen in die Büsche von dannen. Ein paar riskieren einen letzten Blick auf uns und wir auf sie und als auch die letzten Elefanten sich anschicken zu gehen und keine neuen Besucher mehr ankommen, starten auch wir den Motor und verlassen unseren Platz. Alles in allem haben wir hier mehr als eine Stunde verbracht und konnten weitere 49 Elefanten auf in unsere Zählung aufnehmen. 😎






Und weil es so schön war… und weil wir wollen, dass auch ihr in zukünftigen Reisen die Chance auf besonders viele Elis nicht verpasst, hier der #1 Tipp für Eli-Sichtungen auf Safari. 😉



Was uns im Moremi so gut gefällt ist, dass es praktisch immer etwas zu sehen gibt. Man möchte nur mal schnell ins Camp zurück fahren, aber auch nur auf diesem schon bekannten weg entdeckt man überall etwas bekanntes, oder auch etwas Neues. Manchmal auch einfach nur den Beweis, dass es anscheinend wirklich keine Tage ohne Gabelracken gibt… langsam glauben wir den Eulenmuckels. 😗

Und es sind sogar gleich zwei, die hier ihren Ansitz haben und immer mal wieder um den Stamm schwirren und wieder zurückkehren…


Lilac-breasted roller | Gabelracke


Zurück am großen Wasserloch nahe des Camps sehen wir auch endlich mal den Grund für die nächtliche Unruhe und das ständige Brüllen. Tagsüber liegen die nur faul im Wasser, aber Nachts geben die richtig Vollgas. Dumme Flusspferde! 😠

Während wir hier stehen zischt ein roter Blitz durch die Luft und mit jedem Flug wird irgendein Insekt aus der Luft gefangen, andere graben währenddessen den Schlamm mit ihren Riesenlöffeln um und wieder andere stehen einfach glänzend da, wenn sie sich einfach nur im Sonnenlicht drehen. 😁



Southern Carmine Bee-eater | Karmesinspint




African Spoonbill | Schmalschnabellöffler




Glossy Ibis | Brauner Sichler


Nun aber final zur späten Mittagspause erreichen wir, zuerst mal Campsite #8 und schauen mal ob hier jemand zu finden ist. Die Koalaxls sind tatsächlich bei der Pause und erzählen uns, dass sie nur knapp 15-20 Minuten nach uns am Kingfisher waren, sich aber dazu entschieden haben, nach links abzubiegen und im Endeffekt die ganze Eli-Herde um 50m verpasst haben. Das zeigt doch mal recht eindrücklich wie nah Sichtungsglück oder Pech aneinander liegen können. Man kann das einfach nicht steuern.

Wenn ich mich recht erinnere, dann kamen die beiden den Morgen auf 4 Elefanten in einiger Entfernung und wir landen bei 66 Elefanten allein diesen Vormittag und das obwohl wir beide im selben Gebiet unterwegs waren. 😮

Wir quatschen etwas und stimmen unsere Pläne ab. Wir wollen den Mboma Island Loop noch angehen heute, die beiden vielleicht noch maximal eine kleine Runde aus dem Camp rausfahren. Morgen geht es für uns beide nach Xakanaxa, den Weg wollen wir zusammen bestreiten, also machen wir ein Treffen morgen früh und heute Abend zum Sundowner aus.

Achja… und die Masterfrage dürfen wir nicht vergessen: „Wie macht ihr das?, wie baut ihr euer Camp auf?“

Die beiden wundern sich erst einmal, dass wir gestern so spät noch gegrillt haben und erklären uns dann ihre einfache Formel.
#1 - Arsch ans Feuer
#2 - Stühle direkt ans Auto
#3 - Fluchtpunkt direkt im Rücken haben

Achso… zum Thema „Arsch ans Feuer“ muss man sagen, dass die beiden einen Bushcamper haben und der hat halt den Eingang hinten. 😄

Also eigentlich ganz einfach. Alles nah und kompakt zusammenstellen. Wir waren bislang im Namibia-Style unterwegs. Wenn Platz da ist, dann muss man den auch ausnutzen! 😣

Wir werden das den Abend mal testen… aber bis dahin, noch ein paar Impressionen von dem Platz 3rd Bridge, bevor es in den Nachmittag startet.

CS #3 und wenn man genau hinschaut sieht man im Hintergrund ein Auto… da ist unser Platz #4


Auch hier findet man noch eine Erstsichtung 😉


Für ein weiteres Mitglied hier im Forum hatte ich versprochen Bilder der Camps und Ablutions etc. vor Ort zu machen, damit man sich vor Planung der Reise mal ein Bild davon machen kann, daher auch hier die Bilder selbiger, die ich immer mal versucht habe irgendwann vor Ort zu machen. Dürfte ja doch den einen oder anderen interessieren.



Die Ablutions sind übrigens das erste was man sieht, wenn man über die berüchtigte 3rd Bridge und die zugehörige Wasserdurchfahrt ins Camp fährt. Sprich… wenn ich schon mit der Kamera unterwegs war, auch das mal als Standbild eingefangen.




Tja… das war es für heute. Mit der Nachmittagsrunde, einem kleinen Einblick ins Campleben und dem (für uns) perfekten Nachtaufbau des Camps geht es dann in Kürze weiter. 🙂


Gruß,
Robin



Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16 | Rundflug Maun: 67 | South Gate: 10 | Xakanaxa CS-III: 1 | Dead Tree Island: 10 | Motlaba Island: 24 | 2nd Bridge: 17 | Mboma Island South: 49 ||| #229
Teil 1928. März 2019
Stellt euch im Kreis und bildet eine Wagenburg.



Nach unserem kleinen Zwischenstop auf der Campsite machen wir uns noch einmal auf in die Wildnis und wollen uns auch noch den nördlichen Teil der Insel anschauen und folgen dem „Mboma Island Loop“.

Doch zuerst geht es hinterm Gate wieder am Wasserloch vorbei und zack, schon wieder ein Vogel vor der Linse. Jetzt habe ich mal meinen neuen Roberts Guide bemüht, aber ich finde den dennoch nicht. Ich glaube mein Problem ist noch, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit der Suche anfangen soll. Ich kenne, zumindest noch nicht die grundsätzliche Art bei vielen (das heißt den meisten 🤪 ) Vögeln. Daher wird es schwierig, den passenden Vogel überhaupt zu finden. 😵

Ein Vogel


Nehmen wir mal den Loop unter die Räder. Der Anfang ist noch schön fluffig und die PAD läuft flüssig unter den Rädern durch. Es ist eine schöne Landschaft, aber wirklich knochentrocken hier. Hie und da findet sich ein klein wenig Leben, aber meistens entdeckt man nicht viel.

Die Strecke ist mehr oder minder ein One-Way Loop. Wir versuchen dementsprechend auch jeden kleinen Abzweig am Rande des Weges, aber alles endet in weiteren, trockenen Sackgassen. ABER, unsere „Brothers on Tour“ hier aus dem Forum haben, soweit ich mich erinnern konnte, hier einen Leoparden entdeckt. Zumindest hatte ich das so abgespeichert, also wollen wir uns die Chance nicht nehmen lassen und jeder Baum wird peinlich genau beäugt… wir finden aber nix. Kein Leo heute zu finden hier. 🙁



Tawny Eagle | Raubadler






Wir kommen am nördlichsten Punkt an, der Mboma Lebida. Wenn es hier nass ist, dann fährt man hier wohl durch den Schilfrand… das machen wir auch, aber die Spur ist einfach nur brutal tief ausgefahren, es rumpelt uns wie wild von links nach rechts im Auto und wir können nichts dagegen machen. Ich lasse den Wagen schon nur noch im Standgas laufen, aber egal wie langsam wir uns über diese Piste schieben, es hilft nichts. 😣

Ich bin irgendwann einfach nur noch genervt und umso mehr freut es mich, als die Piste wieder besser wird und wir jetzt auch etwas Strecke machen können. Auf der zweiten Hälfte der Strecke wird es dann sehr kurvig und bewaldet. Die PAD ist eben und man muss zwar viel kurven, aber es läuft jetzt richtig gut.



African Hoopoe | Afrikanischer Wiedehopf


Ein Bremsklotz mit langem Hals stellt sich uns dennoch in den Weg. In einem Waldstück steht eine Giraffe mitten auf der PAD und frisst genüsslich Blätter vom Baum. Also bleiben wir mit gehörigem Abstand stehen und warten. Giraffen wollen wir auf keinen Fall stressen oder erschrecken. Sie dankt uns das mit Ignoranz. Die Gopro auf dem Dach lief mit, quasi der Timer. Irgendwann nach knapp 10 Minuten wurde es uns dann zu bunt… mit dem Wagen Giraffen jagen geht gar nicht, also Plan B.

Ich öffne die Tür stelle mich neben den Wagen und gebe ganz langsam immer mehr von mir zu erkennen und siehe da, ein Mensch. Na dann treten wir doch mal gemächlich den Rückzug an. Perfekt, hat funktioniert. 😁







Tree Squirrel | Baumhörnchen


Der Nachmittag war nun wirklich im Vergleich zum Vormittag, zumindest was Sichtungen angeht, dann doch sehr schwach. Abgesehen vom Gebiet rund um die Lebida gefiel uns die Gegend aber sehr und wir sind gerne unterwegs. Eine Empfehlung FÜR den Loop können wir also trotzdem geben.

Zurück im Camp schauen wir nach den Koalaxls, aber die sind wohl noch unterwegs. Mhhh, schade, aber wo wir dann heute doch mal früh genug im Camp sind wollen wir auch nicht zu lange warten, sondern nutzen die Zeit um mal entspannt zu kochen, duschen, das Campleben im Bild festzuhalten und unser neues Wissen zum Campaufbau zu testen.

Achja… ein kleines Beweisbild, dass wir
a) wirklich bei den beiden auf der Campsite waren und
b) einfach eine Nase für Elefanten haben, müssen wir dann doch noch schießen 😉

Eli auf Campsite 8



Viele Tiere gab es nicht zu sehen, deswegen nehmen wir euch heute mal mit in unser Campleben. Während Mara in der Küche sitzt ein paar Zutaten für unser einfaches Nudelgericht schnibbelt und der Topf macht, was er am besten kann, nämlich köcheln…



… führe ich euch mal durch die restliche Wohnung. Fangen wir mit dem Badezimmer an, bzw. unsere schon viel besungene „Badbox“ 😉 . Einfach die beste Idee. Alles drin was man in den Ablutions braucht. In der Box kann man seinen Kram auch abstellen, wenn es mal was dreckiger am Waschbecken ist. (war aber immer ok… in den großen Camps im Etosha z.B. war das hingegen Gold wert)



Meine erste Pflichtaufgabe beim Einkauf, geeignete Kisten organisieren, damit wir alles ordentlich verstauen können 😎


Und auch eine gewisse Tetris-Affinität hilft beim gekonnten Stapeln im Engel-Kühlschrank. Unter Randvoll geht gar nicht.


Gehen wir weiter zum Küchenblock mit Gewürzregal und Geschirr-Schrank. Diese Aufteilung in dem Überbau beim SCR-Hilux finden wir super. Man hat hier alles auf einem Fleck, es gibt die heiß geliebten Metall-Weingläser und sowieso alles was man braucht für vier. Außer natürlich das richtig gute Messer… wie wohl immer. Das bringt man halt mit oder kauft eines vor Ort.



Das Gewürzregal… gute Idee von Mara. Mini-Dosen mit den wichtigsten Gewürzen. Hat perfekt gepasst und locker ausgereicht.


Auf geht’s ins Schlafzimmer. Wir nutzen einfach das was wir beim Wagen mitbekommen und die Matratzen sind bequem, die Decken ausreichend und was uns an dem Zeltaufbau gut gefällt sind die eingenähten Taschen, die runterhängen und in die man seinen Kleinkram reinstopfen kann des Nachts. Weiterer Tipp… das vordere Spannseil dranlassen, dann kann man da Klamotten drüber hängen.

Schlafgemach…


… mit Blick. 🤩


Ab in die Waschküche, auch das gehört dazu. Wozu schleppen wir schließlich die Waschmaschine den ganzen Urlaub mit durch die Gegend. 😉



Das war die kleine Tour durch’s Camp, zwischenzeitlich ist dann auch das Esszimmer eingedeckt und wir können, wie man sieht, bei Tageslicht essen. Das ist ein Novum.



Es folgt der Sundowner und damit wird auch klar, dass wir unser Camp entsprechend einrichten müssen. Ein paar Vorbereitungen sind dazu zu treffen. Wir packen ab jetzt unser Auto für den Abend so, dass wir auf der Fahrerseite die Koffer auf der Rückbank stapeln und den Kamerakram etc. pp. auf den Fahrersitz legen.

Dadurch haben wir die Beifahrerseite komplett frei, wenn man also des Abends schnell ins Auto müsste, hat man den Wagen schon entsprechend eingerichtet. Kekse und Wasser im Fahrerraum inklusive. 🤪 😄

Fahrerseite



Und freigeräumte Beifahrerseite


Jetzt muss nur noch alles gut positioniert werden:
#1 Der Wagen kommt mit der Schnauze nah zum Feuer
#2 Tisch und Stühle stehen ganz nah an den „Fluchttüren“, leicht schräg
#3 Dadurch deckt der Tisch die vordere Ecke ab…
#4 … die Leiter und Dachzeltüberbau die andere Seite
#5 Das Feuer brennt hell und schafft so einen Lichtbereich nach vorne
#6 Zwei Solar-Lampen zum Aufziehen werden etwas hinter dem Wagen positioniert, wenn etwas von dort kommt, dann sieht man als erstes den Schatten auftauchen

Wenn man sich das von oben und mal als Grafik genauer anschauen möchte, dann sieht das ca. so aus.



Jetzt kann der Sundowner wirklich kommen und auch der Abend ist super entspannt. Wir sind jetzt endlich richtig angekommen und sitzen noch bis spät am Feuer, tragen in unser Tagebuch die letzten Erlebnisse nach und genießen das Brüllen der Hippos, das Zirpen der Grillen und die Möglichkeit in aller Ruhe unser Feuer zu schüren. Ein Bierchen oder Gin Tonic auf dem Tisch,… so muss Camping in Afrika aussehen. 🙂





FAZIT: 3rd Bridge
Tja, wir haben leider schon die letzte Nacht hier… das sagt schon alles. Gefallen hat es uns hier sehr gut und wir wollen auf jeden Fall wieder kommen. Für eine Tour durch den Moremi gehört 3rd Bridge für uns ganz klar auf die Route. Sehr schöne Gegend rund um das Camp, auch die Sites sind schön und für sich recht privat gelegen. Zumindest mal die CS4, die wir hatten war schön abgeschirmt und man hatte seine Ruhe, genügend Platz und dennoch die Ablutions, sowie den Tuck-Shop in der Nähe. Einfach klasse, ganz klar 5/5 Sterne. 😎


Gruß,
Robin




Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16 | Rundflug Maun: 67 | South Gate: 10 | Xakanaxa CS-III: 1 | Dead Tree Island: 10 | Motlaba Island: 24 | 2nd Bridge: 17 | Mboma Island South: 49 | 3rd Bridge CS-VIII: 1 ||| #230
Teil 2029. März 2019
ABER... irgendwas ist ja immer! - Maras Video-Tagebuch Part2

Jetzt sind wir ein Schritt weiter und der nächste Teil von Maras Videos passt jetzt ganz gut als eine Art kleine Zusammenfassung der ersten Moremi-Tage. Im Groben fasst es die letzten Tage zusammen. 😎

Bei YouTube ansehen ↗


Gruß,
Robin

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