Nachdem wir von unserem schönen Sundownerplatz wieder zurück auf die Campsite kamen, wurde ein Feuerchen entfacht und die intensiven Farben des Abendhimmels bewundert. Auf dem Weg zum Abwasch im bzw. am Waschhaus haben wir wieder mal einen Skorpion entdeckt, zum Glück einer mit großen Zangen und dünnem Schwanz - also ungiftig. Leider hatten wir den Fotoapparat nicht dabei...
Die Nacht war warm, windstill und erholsam. Da wir auch am nächsten Tag keine allzulange Fahrt vor uns hatten, konnten wir uns Zeit lassen. So frühstückten wir in Ruhe, bauten (inzwischen sehr routiniert) unser Zelt ab und verabschiedeten uns von Thorsten und waren gegen 10.30 Uhr wieder on the road.
Auf Namtib hätten wir es gut noch einen weiteren Tag ausgehalten, zumal wir aufgrund der Hitze die von Thorsten empfohlene Wanderung nicht gemacht hatten und es also noch was zu entdecken gäbe. Ein Grund mehr, hierhin zurückzukehren. Der Platz hat uns gut gefallen, die Entfernung zwischen den einzelnen Campsites war groß genug für Privatsphäre, das Waschhaus mit getrennten Männer- und Frauenduschen und -toiletten und einer Außenspüle war sauber und die Lage an dem kleinen Berg, der so toll im Abendlicht leuchtete, gefiel uns sehr. Zum Glück sind auch die Paviane, die sich nachmittags noch nahe der Plätze zeigten, irgendwann abgezogen 😕
Wolken begleiteten uns auf dem Weg Richtung Süden.
Diesen Greater Kestrel (?) sahen wir auf einem Zaunpfahl:
Während der Fahrt wurden die Wolken größer, dunkler, mehr. Und irgendwann regnete es westlich von uns.
Innerhalb von 3 Stunden kühlte es von 37 Grad auf 28 Grad ab!
Teil 2226. Feb. 2019
So, weiter gehts. Wir kommen nach Aus, wo wir uns für 3 Tage im Eagles Nest eingebucht haben.
Direkt bei der Ankunft orderten wir für den Abend ein Braai-Paket, und das Warten darauf versüßten wir uns mit Kuchen und Tee/Kaffee. Auch trafen wir Piet, mit dem wir uns kurz unterhielten, und dann waren auch schon zwei riesige Körbe mit Grillgut und Frühstück für den nächsten Morgen parat. Alles hurtig eingeladen und ab auf die rund 7 km Sandpad zum wunderschönen Chalet Eagles View. Wie liebe ich es - auch wenn aufgrund der Dürre die Aussicht auf eine verdorrte Fläche nicht ganz so schön war wir bei vorherigen Besuchen 🤨
Den Nachmittag nutzen wir für einen Waschgang und die Vorbereitungen fürs abendliche Grillen. Zwischendurch regnete es tatsächlich auch ein paar wenige Tropfen...
Das Essen war lecker und viel zu viel.
Nach einer wieder mal sehr erholsamen Nacht war ich am nächsten Morgen früh wach und konnte diesen kleinen Gesellen beobachten, bevor es Frühstück gab:
Das Frühstückspaket wäre auch mit einer Großfamilie nicht zu bezwingen gewesen. Wir haben vielleicht ein Drittel gegessen, es gab Brot, Käse, Wurst, Spiegelei mit Bacon, Lachs, Muffins und süßes Brot mit Honig. Joghurt, Obst, Müsli und noch mehr Eier, Brot und Kuchen verwahrten wir uns für später auf.
Teil 2301. März 2019
Nach dem mehr als üppigen Frühstück fuhren wir zum Haupthaus, um von dort mit Jacopina telefonisch ein Treffen zu vereinbaren. Sie arbeitet im Kindergarten in Aus und im Vorfeld der Reise hatte ich mit ihr über Whats App Kontakt, weil wir gerne etwas Nützliches spenden wollten. Allerdings kamen wir erst mal nicht weit, da uns dieses kleine Kerlchen aufhielt, den wir beinahe überfahren hätten (wen wunderts bei der super Tarnung):
Zum Glück hatten wir ihn (oder sie?) nicht erwischt, und so konnten wir diese gar nicht scheue Exemplar ausgiebig beobachten und fotografieren.
Man beachte die unterschiedlich gefärbten Körperhälften:
Bei der Rezeption wird mit drastischen Bildern von überfahrenen Chamäleons darum gebeten, vorsichtig zu fahren. Was hatten wir für ein Glück, dass wir sehr langsam unterwegs waren.
Mit Jacopina verabredeten wir uns für sofort und wurden am Kindergarten schon von ihr erwartet. Dort tobten auch einige der Kinder vergnügt auf dem kleinen Spielplatz, obwohl gerade Ferien waren. Wir übergaben die gewünschten Malbücher, Kleber und Stifte und wurden sogar aufgefordert, gerne alles zu fotografieren.
Wie sich herausstellte, plante Jacopina mit ihrer Kollegin für den nächsten Tag einen Fahrt nach Lüderitz zum Einkaufen und brauchte noch eine Mitfahrgelegenheit. Da wir (mal wieder) einen Besuch von Kolmannskuppe auf dem Programm hatten, verabredeten wir uns für den nächsten Morgen, um sie mitzunehmen.
An den Memorial War Graves kurz außerhalb von Aus hielten wir uns nur kurz auf, da sie Sonne ziemlich brannte und wir nicht eingecremt waren 😵
Teil 2401. März 2019
Weiter ging es zu den Wildpferden, die sich allerdings gerade von der Wasserstelle entfernten, so konnten wir nur ein paar Bilder machen, ehe es zurück nach Klein Aus Vista ging.
Dort trafen wir uns mit Christine, die sich auch in der Wildpferde-Stiftung engagiert und erfuhren einige Neuigkeiten. So sollte in den nächsten Tagen ein Tierarzt den Versuch starten, die Hyänen zu betäuben und umzusiedeln, da sie hauptverantwortlich für die starke Dezimierung der Pferde sind. Zu der Zeit, als wir unten waren, gab es die 5 Fohlen noch, die inzwischen alle von den Hyänen gerissen wurden 🙁
Das abendliche Braai war wieder lecker (dieses Mal Boerewors und Oryxspieß, nur mit der Süßkartoffel schienen wir irgendwie auf Kriegsfuß zu stehen).
Teil 2502. März 2019
Auch am nächsten Morgen besuchte uns der Hase. Das Licht war wundervoll.
Wie verabredet luden wir Jacopina samt Kollegin und deren Tochter (?) in Aus ein und freuten uns, als wir in der Nähe von Garub auf 3 Wildpferde samt Fohlen ganz nahe der Straße sichteten.
Leider ist inzwischen ja auch dieses Fohlen den Hyänen zum Opfer gefallen.
Während der Fahrt plauderten wir angeregt und bald kamen wir in Lüderitz an, setzten die Damen ab und besichtigten Kolmannskuppe. Wir haben es uns schon mehrfach angeschaut, sind aber immer wieder fasziniert von der morbiden Stimmung, vor allem, wenn man sich abseits der weiteren Touristen aufhält und somit die Ruinen in Ruhe ausgiebig erkundschaften kann. Im Vergleich zu unserem 1. Besuch konnten wir feststellen, dass die Verwitterung unaufhaltsam voranschreitet. Und leider auch die mutwillige Zerstörung: viele Idioten meinen, ihren Namen auf die Wände krakeln oder in die Fenster ritzen zu müssen. Ich kann sowas nicht begreifen 😈
Ich füge jetzt hier mal nur Bilder im Querformat ein, da meine hochkant aufgenommenen hier aus irgendeinem Grund liegend dargestellt werden.
Teil 2602. März 2019
Weitere Eindrücke aus Kolmannskuppe:
Teil 2703. März 2019
Zurück aus Kolmannskuppe machten wir noch ein paar Fotos am alten Bahnhof von Garub, wo auch ein paar Pferde anzutreffen waren. Am Haupthaus von Klein Aus Vista hüpften wir dann mal kurz in den Pool und genossen ein paar kalte Getränke, das war eine willkommene Abkühlung bei der Hitze.
Übertags war eine Busgruppe angekommen, die sich auch am Pool aufhielt und wir waren froh, bald wieder in unser einsames Chalet zurückkehren zu können. Zur Abwechslung gab es als Abendessen was Vergetarisches: Tajine (also viiieeel Gemüse mit leckeren Gewürzen und dazu Couscous). Als wir gerade in unserem randvollen Potjie rührten, der auf der Glut stand, kam Piet mit dem Mountainbike vorbei, warf einen Blick in den Pott und fragte entsetzt: "Seid ihr Vegetarier?". Wir konnten ihn beruhigen, dass wir nur ausnahmsweise mal fleischlos essen (im Urlaub essen wir viel mehr Fleisch als normalerweise daheim), und als das Essen gar war, kamen wir geschmacklich voll auf unsere Kosten.
Am Abreisetag packten wir unsere 7 (oder eher 700) Sachen zusammen und fuhren nach einem letzten, mehr als ausreichenden Frühstück zur Rezeption, um uns dort zu verabschieden. Daraus wurde erneut ein längerer Plausch mit Christine, so dass wir erst recht spät losgekommen sind. Unser erster Weg führte uns nochmals zu den Pferden. Wir hatten Glück, es waren welche da, sogar mit einem Fohlen 🙂
Bevor wir uns aufmachten nach Keetmanshoop tankten wir in Aus nochmal voll und dann ging es auf Teer Richtung Osten.
Fazit Klein Aus Vista: Das Eagles Nest und hier insbesondere das Chalet Eagles View begeistern uns immer wieder. Die Häuschen sind superschön und mit Liebe zum Detail eingerichtet, die recht einsame/ruhige Lage und der Blick von der Terrasse toll, die Frühstücks- und Braai-Pakete sehr gehaltvoll. Es ist schön, mit Piet und seiner Frau Christine ein Schwätzchen halten zu können und auch die (relative) Nähe zu Kolmannskuppe und natürlich den Wildpferden ist sehr praktisch. Auch wenn dieses Mal weder Erdhörnchen, Löffelhunde noch viele Vögel zu sehen waren: das Chamäleon, die Barking Geckos in der Dämmerung und weiteres Kleingetier wie der Hase oder die drei Bergschmätzer, die ihre Nachtruhe auf einem Balken vor der Terrassentür einnahmen, entschädigten dafür. Hier würde ich immer wieder hinfahren 😎
Teil 2803. März 2019
Wir kamen gegen 4 beim Mesosaurus Camp an. Giel begrüßte uns und ging davon aus, wir wären Gäste für seine Fossilientour, die um 4 startet. Wir erklärten, dass wir einen Campground gebucht hätten und uns freuten, wieder dort zu nächtigen. Das wiederum erfreute Giel sehr, der uns mitteilte, wir wären die einzigen Gäste und könnten uns einen Platz aussuchen. Und er empfahl uns den 4x4-Drive, den wir beim letzten Mal aus Zeitgründen nicht gefahren waren.
Bevor wir also unser Zelt aufbauten, machten wir uns auf den sehr lohnenswerten Drive. Es ist toll, zwischen all den bauklötzchenartigen Steinen und den vielen Köcherbäumen fahren zu können. Natürlich stiegen wir für die Fotos ständig aus, aber da die Sonne extrem brannte, flüchteten wir auch immer schnell wieder in den Schatten des Autos.
Unser schöner, einsamer Platz. Wir mögen des Bushcamp sehr:
Beinahe Vollmond:
Wir wärmten uns die Reste des Tajines vom Vortag auf und begeisterten uns für diesen Pygmy-Falcon (leider nicht ganz scharf, es war schon etwas dämmerig):
Teil 2904. März 2019
Ich fürchte, ihr müsst noch ein paar Bilder von Köcherbäumen im Abendlicht ertragen. Es war aber auch zu schön...
Und wenn die Stimmung am Abend schon toll war - der Morgen war der Wahnsinn. Die Bäume gegen den orange-rot glühenden Himmel, da hätte ich immer weiter fotografieren können 😁 So glühte ab 4:25 Uhr auch meine Kamera...
Teil 3004. März 2019
Ebenso wie der Himmel entzückte uns die große Anzahl an Webervögeln.
Und dann ging es endlich wieder in den Kgalagadi Transfrontier Park. Die Strecke von Keetmans bis ans Gate bei Mata Mata ist landschaftlich toll und das letzte Stück ein Auf und Ab über Dünen. Man fühlt sich wie auf der "Berg-und-Tal-Bahn" 😄
Diese Riesentrappe war sicher entweder ziemlich k.o. (vielleicht aufgrund der Hitze) oder sonst irgendwie krank, denn sie lag ohne sich zu rühren nahe der Pad - haben wir so noch nie erlebt 🤨
Die Grenzformalitäten und das Einchecken gingen recht zügig und ich war froh, als wir unseren Permit in den Händen hielten und erst mal unseren obligatorischen Stopp an der Tankstelle Mata Mata machen konnten. Luft ablassen, nochmal tanken, ein paar Getränke und Feuerholz im Shop kaufen und ab auf Safari Richtung Urikaruus. Unsere erste Sichtung bot mal wieder der große Baum vor dem Shop, wo wir den Blick auf einen Pearl Spottet Owlet (Perlkautz) erhaschen konnten.
Teil 3105. März 2019
Noch ein kleiner Nachtrag zum KTP-Anreisetag: ich hatte von zuhause aus per E-Mail bei Lara vom Sitzas Farmstall Fleisch und Brot vorbestellt, was wir wie besprochen abholen konnten. Das Fleisch war 1a und die beiden ganz frischen, duftenden Brotlaibe hätte ich am liebsten sofort angeschnitten. Der Farmstall ist eine gute Einkaufsmöglichkeit, und da wir vorbestellt hatten, bekamen wir, was wir wollten - zu einer Uhrzeit, zu der normalerweise geschlossen ist. So, nun aber auf nach Urikaruus! Bei gut über 40 Grad (ich glaube, das Thermometer im Auto zeigte tatsächlich 43 an 😮 ) sahen wir trotzdem schon einiges an Tieren: Giraffen, Erdhörnchen, Kaptriele, Springböcke (auch ganz junge), Oryx etc.
Könnte das ein juveniler Black-chested Snake eagle sein? Matthias, kannst du helfen?
In Urikaruus empfing uns Jacques, den wir kennen und schätzen. Er zeigte uns stolz das Honeymoon-Chalet, welches wir für 2 Nächte ergattern konnten. Da wir sehr hungrig waren, vertilgten wir die letzten Reste des Tajines kalt als Salat. Viel mehr action war bei der Affenhitze auch nicht drin. Ich kühlte mich mit einem nassen T-Shirt, was erstaunlich gut funktionierte, und im großen und ganzen ruhten wir etwas. Leider war es am Wasserloch ebenfalls sehr ruhig und auch die Ginsterkatze, die sich laut Jacques oft beim Chalet aufhält, zeigte sich nicht. Dafür waren wir aber happy mit der Schleiereule, die im Parkbereich für das Auto (beim Honeymoon-Chalet unter der Wohneinheit) wohnt:
Die Nacht war heiß und wir schliefen daher nur so mäßig.
Am nächsten Morgen stellte sich uns wie so oft die Frage: Fahren wir nach Norden oder Süden? Die Entscheidung, es Richtung Norden zu versuchen, war goldrichtig. Schon nach kurzer Zeit zeigten sich zwei Geparden in den Dünen. Wir folgten ihnen und landeten beim View Point, wo einer der beiden so neugierig war und am Heck unseres Wagens schnupperte. Ich meine, dass dies Hanri und ihr Cub gewesen sein könnten.
Irgendwann legten sich die beiden unter einen Busch, wo sie kaum noch zu sehen waren. Wir dachten, es wäre klug, etwas vor zu fahren und die Springbockherde im Blick zu haben, da sich hier vielleicht was Spektakuläres abspielen könnte. Erst mal Tee getrunken und gewartet. Nix passierte. Als wir dann nochmal zurück Richtung der Geparden fuhren, erzählte man uns, dass es dort eben einen kleinen Aufruhr gegeben hätte, als 2 Honeybadger auf die Geparden gestoßen wären. NEIN!!!! Honeybadger! Gleich zwei! In Interaktion mit zwei Geparden!!! Und wir stehen ein paar Meter weiter und trinken unseren Tee und meinen, wir wären clever 🤩
Teil 3206. März 2019
Nach diesem Erlebnis fuhren wir Richtung Süden und sahen Glanzstare, Rotbauchwürger und ein süßes Erdmännchen, das um unser Auto rumwuselte.
Außerdem ein sehr männliches Erdhörnchen
und bei Kamqua (die fast schon üblichen) Hyänen, die mit dick gefressenen Bäuchen im Schatten lagen:
Beim Picknickspot freuten sich die unterschiedlichsten Vögel über frisches Wasser.
Kapturteltaube
Rotkopfamadine
Mahaliweber
Kanarienvogel
Teil 3306. März 2019
Auf dem weiteren Weg sahen wir eine größere Gnuherde auf dem Weg zu einem Wasserloch (bin mir nicht mehr sicher, welches es war)
sowie ein Stück weiter diese beiden faulen Ladies direkt am Rand der Pad:
Mutiger Skink:
Zur Mittagszeit sind wir zurück ins Camp gefahren, wo wir ausnahmsweise ein warmes Mittagessen (Nudeln mit Pilz-Sahnesoße) zu uns nahmen und uns mal wieder möglichst wenig bewegten, denn es war wieder mindestens 40 Grad. Am späteren Nachmittag ging es nochmal los Richtung Norden.
Wir sahen außerdem Giraffen und Kudus (ohne Bild).
Abends machte Uwe ein schönes Feuerchen und es gab Steaks mit Bohnen und dazu das leckere Brot. Mmmmhh.
Die Nacht war natürlich wieder...genau, heiß! Da wir ab dem nächsten Tag ein normales Chalet hatten, mussten wir alles zusammenpacken und kamen erst gegen 6 Uhr los. Auf die Hyänen bei Kamqua war Verlass.
Sehr überrascht waren wir über diese Erstsichtung für uns:
Kein besonders gutes Bild, aber immerhin ein Beweisfoto. Es gibt Klippschliefer im Park!
So süß, die kleinen Erdhörnchen
Über die hübschen Bienenfresser freuen wir uns immer ganz besonders!
Teil 3409. März 2019
Über Auchterlonie führte uns der Weg heute nach Twee Rivieren. Dort wollten wir für unsere Campingübernachtung in Polentswa am 25.12. einchecken.
Kurz vor Twee Rivieren entdeckten wir diese Verreaux Eagle Owl in einem Baum. Zum Fotografieren etwas schwierig, leider war immer ein Ast im Weg.
Das Einchecken ging fix. Wir holten dann auf Geheiß von Jacques noch frische Wäsche ab und kauften ein paar Dinge im Shop. Den Rückweg traten wir durchs Nossobtal und über Kij Kij an.
Dort lagen zwei männliche Löwen am Wasserloch und hatten glücklicherweise Durst. Das harte Tageslicht war zum Fotografieren allerdings nicht so dolle...
Ansonsten sahen wir Gnus, Strauße, einen Martial Eagle und im Auob eine Gruppe Giraffen, die die Böschung erklommen.
Wieder zurück in Urikaruus trafen wir beim Ausladen auf Susi und Michael, mit denen wir uns vorab über das Forum lose verabredet hatten. Da sie nochmal los wollten, vereinbarten wir ein Treffen nach dem Abendessen bei uns auf der Terrasse.
Dieser Gelbschnabeltoko scheint in Uri zuhause zu sein, er saß recht lange auf dem Pfosten der Treppe, die zum Schlafbereich führt
Noch ein Bild von unserer Wohneinheit. Vom Honeymoon Chalet hab ich blöderweise gar keine Fotos gemacht 🤨
Am Wasserloch war es wieder sehr ruhig, bis auf einen Reiher, der erfolglos versuchte, Vögel zu erwischen.
Vor dem Abendessen fuhr Uwe mit Jacques zur Wasserpumpe für den obligatorischen Check. Nachdem wir dann unser Boeuf Stroganoff mit Reis vertilgt hatten, kamen Susi und Michael. Sie brachten leckeren südafrikanischen Gin und Tonic mit und es wurde ein lustiger und schöner langer Abend bei Kerzenschein. Das Highlight war sicher der Leopard, den wir beinahe gar nicht bemerkt hätten, so angeregt waren wir uns am unterhalten. Zum Glück hat Susi ihn bemerkt 😘 Kurze Zeit später kam auch Jacques, um uns auf den Leo hinzuweisen - auch in dieser Hinsicht ist er ein toller Guide! Wir konnten das Tier lange beim Trinken beobachten und dann verschwand er so leise wie er gekommen war zwischen unserem und dem Nachbarchalet. Wow, das war klasse! Mit Leopardensichtungen waren wir bisher nicht so sehr gesegnet, und es ist was ganz Besonderes, einen zu sichten 🙂
Wir kamen spät ins Bett...
Teil 3510. März 2019
Noch ein Nachtrag zum Vorabend: neben dem Leo zeigte sich später am Abend auch noch eine African Wildcat am Wasserloch, was bei uns auch zu großer Freude führte.
Nachts habe ich nur so mäßig viel Schlaf abbekommen, da es recht windig war (ich habe einen recht leichten Schlaf) und ich dann auch immer wieder mal aufgestanden bin, um das Wasserloch in Augenschein zu nehmen - ohne allerdings was Spannendes zu sehen...
Der Morgen zeigte sich ausnahmsweise mal bewölkt, und es hatte im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen abgekühlt.
So entschieden wir uns, einen Morning Drive zu machen, da wir bei kühleren Temperaturen auf aktive Tiere hofften 🤪 Was wir sichteten: einen Kapfuchs nahe seines Baus
diesen Tawny Eagle mit Beute
Tokos, Nilgänse, Löffelhund und einen der immer extrem schwer zu erwischenden Rotbauchwürger.
Diese Giraffe hörte gar nicht mehr auf zu pieseln. Erstaunlich, wieviel in so eine Giraffenblase reinpasst 🤩
Weiterhin trafen wir wieder mal auf Springböcke
Gnus, mehrere Riesentrappen, Kudus, 2 männliche Löwen nahe des 14. Bohrlochs, Geier und diese hübsche Gabelracke
Dann wurde es Zeit, wieder ins Camp zu fahren und ein bisschen zu ruhen, um an Heilig Abend nicht allzu sehr in den Seilen zu hängen. Es war mit 30 Grad und leichtem Wind auch echt gut auszuhalten.
Uwe beobachtete derweil das Treiben am Wasserloch und schrieb fleißig weiter Reisetagebuch. Die ansässigen Krähen kollerten und mit einem zischenden Wwwwusch versuchte ein Falke sein Glück bei den Vögeln am Wasserloch - erfolglos.
Teil 3615. März 2019
Immer noch Heilig Abend, Urikaruus. Neben den Krähen besuchte uns auch immer wieder dieser neugierige Mahaliweber auf der Terrasse:
Am späten Nachmittag machten wir uns nochmals auf den Weg Richtung Norden. Wie sahen nix Spektakuläres.
Über Kudus freuen wir uns immer besonders, es sind so anmutige Tiere
Die Löwen am 14. Bohrloch machten nicht den Eindruck, als würden sie sich bald bewegen und so machten wir uns auf den Heimweg. Unterwegs hatten wir noch zwei Eulensichtungen, einmal auf dem Boden an einem Baumstamm und einmal in den Ästen sitzend
Spotted Eagle owl
Wir kamen kurz vor knapp um 19.25 Uhr wieder in Uri an und mussten unser Abendessen nur aufwärmen, denn es gab nochmal das Stroganoff vom Vortag. Als Nachtisch mümmelten wir die Weihnachtsplätzchen, die mir meine liebe Nachbarin mitgegeben hatte. Zumindest die, die man noch essen konnte, denn die mit Schokolade waren etwas vermatscht. Da wir morgen früh aufbrechen wollten (wir hatten den recht langen Weg nach Polentswa vor uns) wollten wir eigentlich spülen und früh ins Bett. Eigentlich. Denn es gab eine sehr willkommene Planänderung: Susi und Michael besuchten uns erneut und so wurde es ein lustiger Abend mit vielen Erzählungen aus vorangegangenen (Afrika-)Urlauben und wir konnten am Wasserloch zwei Kapfüchse, eine Wildcat, eine braune Hyäne und eine Eule sichten. Wie schön 🙂
Da wir uns unsicher waren, ob der Shop in Nossob am 25.12. normal geöffnet hat, liehen uns Susi und Michael netterweise einen 5l-Wasserkanister für den Notfall und so konnten wir dann doch schon um 5 Uhr (!) am nächsten Morgen gut gelaunt losdüsen. Im schönsten Morgenlicht befuhren wir die Upper Dune Road. Wir konnten eine Singhabicht beim Frühstück beobachten
und sahen weiterhin eine Kuhantilope
Strauße
Steinböckchen und eine größere Gruppe Kudus
Teil 3715. März 2019
In Dikbaardskolk frühstückten wir unsere Nutellabrote und versorgten hunderte Vögel mit Wasser.
Rotkopfamadinen (die flogen wirklich in unglaublichen Mengen dort herum)
Glanzstar
Bülbül
Da wir auf dem weiteren Weg außer einem Löffelhund und dreier direkt an der Pad liegender Löwen nicht so viele Sichtungen hatten, kamen wir recht zügig voran.
Die Junglöwen lagen direkt an der Pad auf der Erhöhung und so waren wir auf Augenhöhe mit ihnen, als sie nach kurzer Zeit die Straßenseite wechselten und im Gebüsch verschwanden 🤩
Teil 3817. März 2019
Wir kamen also noch vor 12 in Nossob an, was sich als sehr praktisch herausstellte, weil wir so vor der Mittagspause (trotz des Feiertags also normale Öffnungszeiten) den Shop besuchen und u. a. unsere Trinkwasservorräte auffüllen konnten. Auch tankten wir nochmal, vertilgten unter einem schattigen Baum die allerletzten, auf dem Kocher aufgewärmten Stroganoff-Reste, begeisterten uns für die Königswitwen in der Nähe und fuhren durch das recht neue Tor Richtung Norden aus dem Camp. Auf in ein neues Abenteuer: das erste Mal nicht umzäunt campen 😮
An den nächsten Wasserlöchern gab es vor allem Gaukler, Geier und Sekretäre zu bewundern.
In Kwang fanden wir eine Ansammlung von Geiern, die sich dicht gedrängt im Schatten eines Baumes aufhielten, dazwischen wuselte ein Schakal umher.
Über diesen unerschrockenen Kalahari Scrub Robin Meisensänger amüsierten wir uns sehr. Er war so überhaupt nicht scheu 🤪
In Polentswa angekommen, erwartete uns das vorab befürchtete Szenario: jemand hatte unseren Platz Nr. 1 okkupiert. Es stand ein Bodenzelt da und im A-frame befand sich flittriger Plastik-Weihnachtskrempel. Ein sehr irritierendes Bild. Die anderen Campsite-Gäste konnten nix dazu sagen, außer, dass die Leute bestimmt gleich zurückkommen würden. Na super. Wir überlegten, auf den Overflow-Platz auszuweichen, der aber natürlich nicht so eine gute Lage hat. Dafür haben wir doch nicht ein Jahr im voraus mit Telefonaten, E-Mails, erneuten Telefonaten diesen Platz ergattert 😠
Da wir nicht wussten, wie das Zusammentreffen mit den Besetzern ablaufen würde (vielleicht ja doch eine wohl auch nicht so selten vorkommende Doppelbuchung, und sie würden nicht weichen??), hatten wir auch keine Lust, unser Dachzelt aufzubauen. Also erst mal ins Schattendach setzen und warten. Und warten. Dann entschlossen wir uns, nochmal loszufahren, vielleicht würden wir diese Leute ja unterwegs treffen. Und so war es dann auch: ein Stück nördlich des Polentswa-Wasserlochs kam uns ein Auto entgegen, das wir anhielten, und tatsächlich waren diese Südafrikaner (zusammen mit Freunden in einem weiteren Auto) die Gesuchten. Sie meinten, sie hätten auch eine Buchung für Nr. 1, boten aber direkt an, ihr Zelt abbauen und uns den Platz überlassen. So hätten sie eine "Entschuldigung", irgendwo in der Nähe wild zu campen. Naja, wir waren etwas entsetzt, aber gleichzeitig auch erleichtert, dass es so ausging. Mit drei Autos wäre es auch etwas eng geworden, was der joviale Südafrikaner selber auch sofort anmerkte... Wir gaben ihnen etwas Zeit, und als wir zurückkamen, hatten sie alles mitgenommen, auch die Asche aus der Feuerstelle. Na wenigstens 🙄
Wir installierten uns also und mümmelten unser Abendbrot. Die Küche blieb kalt, wir wollten für den Fall von Löwenbesuch lieber flexibel bleiben...
Wir versorgten mal wieder eine Menge Vögel mit Wasser, u. a. Granatastrilde und Buntastrilde.
Wir machten dann später doch noch ein Feuerchen und genossen die Stille bei einem Kaltgetränk.
Nach mir putzte Uwe sich die Zähne (übrigens kein Wasser am Platz) und in dem Augenblick kam zuerst ein Schakal
und kurz darauf lief tatsächlich eine Brownie in ein paar Metern Entfernung vorbei. Uwe wurde ganz aufgeregt, aber sie ignorierte uns Das war jedoch für uns der Zeitpunkt, ev. weiteren Tierbesuch lieber aus dem Dachzelt heraus zu beobachten, so krabbelten wir in unsere gemütliche Behausung.
Löwen blieben aus. Ein Kapfuchs fand in der Nähe etwas Essbares und knusperte lautstark, und mitten in der Nacht konnte ich Gnus ausmachen. Keine Löwen, noch nicht mal Gebrüll. Das fand ich schon ein bisschen schade.
Teil 3920. März 2019
Bevor wir am Morgen nach einer wieder sehr geruhsamen Nacht - ohne Löwenbesuch - unser Zelt zusammenpackten, gab es erst mal Frühstück. Das heißt, wir schmierten uns nur Brote für später, aber die Waxbills bekamen frisches Wasser.
Auf dem Weg zurück Richtung Pad kreuzte eine große Herde Gnus im schönsten Morgenlicht unseren Weg.
Am Wasserloch in Polentswa versuchten zwei Schakale vergeblich ihr Glück bei der Jagd auf Tauben.
Die zwei schienen sich zu mögen:
In Lijersdraai lagen zwei Tüpfelhyänen am Wasserloch und drehten sich hin und wieder von rechts nach links oder erfrischten sich kurz im Wasser.
Außer einem Dust Devil tat sich nix, daher fuhren wir zum nahegelegenen Picknickplatz und "erfreuten" uns ans unseren Hamburger-artigen Softbrötchen mit Nutella und Tee. Besonders die Webervögel und Glanzstare waren sehr durstig - es war ein ganz schönes Gewusel.
Weiter in Richtung Norden sahen wir in Kannaguas zwei stattliche Kudubullen
in Geinab ein paar Springböcke, in Unions End nix, und auf dem Picknickplatz Unions End eine saubere Toilette.
Die Agame poste extra toll für uns:
Die uns vom letzten Mal landschaftlich als sehr schön in Erinnerung gebliebene Strecke nach Gharagab erwies sich dann als etwas anstrengend: es wechselte sich Wellblech mit ordentlichen Schlaglöchern und sehr sandigen Passagen ab, und in den engsten Kurven standen kratzige Dornenbüsche dicht an der Pad 😐 Trotzdem waren die 32 km bis tzum Camp auch wieder toll!
Als ich etwas geschafft unseren Hilux neben der Hütte des Campmanagers Eric parkte, wurden wir mit den Worten begrüßt, dass neben Cabin 4 eine Löwin im Schatten läge und irgendwo auch noch ein Männchen sein müsste. Wir sollten also beim Beziehen unserer Unit 2 umsichtig sein. Gerne doch 😎
Teil 4021. März 2019
Wir bezogen Häuschen Nummer 2 mit einer Premiumaussicht aufs Wasserloch.
Die Aussicht von der Terrasse ist wunderschön, besonders mit den kleinen Wölkchen am Himmel 😘
Den Nachmittag verbrachten wir mit Ausruhen, Tagebuchschreiben, Wasserloch beobachten (Oryx, Schakale, Kuhantilopen mit 3 Kleinen, Springböcke, Singhabichte), Löwin hinter Chalet 4 im Auge behalten (man konnte ihren Kopf unter der Terrasse durch erkennen), Vögel an unserer "mobilen Tränke" beobachten (Erstsichtung für uns: Acacia Pied Barbet, leider ohne Bild) und trinken, trinken, trinken. Zwischendurch wirbelte ein ordentlicher Dust Devil durchs Camp. Ich lag auf dem Bett und dachte, das Brausen käme von einem ankommenden Auto. Und dann war er da und bedeckte alles mit Staub 😮 Danach war erst mal fegen angesagt, es war unglaublich! Das Abendessen zuzubereiten war nicht einfach, da genau zu dieser Zeit aktiv wurden: neben der Löwin und dem bereits von Eric angekündigten Löwen kam ein weiteres Päärchen dazu und abwechselnd wurde das Wasserloch okkupiert, sich wieder irgendwo in der Nähe niedergelassen, der (vermeintliche) Rivale vertrieben usw.
Dazu ein leckeres Kaltgetränk - was kann es Schöneres geben?
Aus den Wölkchen wurde dann ein richtig stark bewölkter Himmel, was zu toller Lichtstimmung führte. Und es regnete sogar ein paar Tropfen.
Die Löwen hatten genug getrunken und verschwanden hinter den Häuschen durchs Camp! Leider war es schon recht dunkel, so dass es schwierig war, die Tiere zu fotografieren.
Hinter dem Camp sah der Himmel aus, als brenne es lichterloh
Endlich konnten wir in Ruhe unser Abendessen genießen: Wildfleisch vom Sitzas Farmstall mit Salat. Später kam auch Eric noch auf einen Schwatz und ein Getränk vorbei. Meine Frage, ob heute nochmal mit Raubtieren zu rechnen sei, verneinte er (wegen der Löwen). Nun ja...
Der Himmel gab alles
Tja, und als wir dann schon im Bett lagen: Schakalalarm (cooles Wort, so von den Buchstaben, wie ich finde). Schnell raus, Fernglas gegriffen und wow! Ein Leopard am Wasserloch 🤩 Auf unsere südafrikanischen Nachbarn ist Verlass, sie leuchten mit ihren Hochleistungslampen, so dass das Tier super zu beobachten ist, bevor es über die Düne verschwindet. Wieder ab ins Bett. Aber schlafen fällt uns schwer: es ist heiß, und überall im Bett ist Sand. Dann meint Uwe bei einer "Zwischendurchsichtung", Giraffen am Wasserloch zu sehen, die sich aber als Oryxe herausstellen, die sich geschickt formiert hatten und so irgendwie nach Giraffe aussahen. Danach regnete es und die Tropfen klopften in der Stille recht laut aufs Dach. Dann wieder Schakalalarm. Das kann doch nicht wahr sein, oder doch? Doch, kann es: wieder ein Leopard! Und er läuft nach dem Trinken direkt an unserem Häuschen vorbei durchs Camp. WAHNSINN! Wir freuen uns riesig und kommen danach dann doch auch endlich zum Schlafen 😄