milaribouleThemenstarter2 Beiträge · seit 201827. Dez. 2018 · #1
Hallo liebe Namibia Reisende. Wenn Ihr vorhabt auch den Süden des Landes auf eigene Faust und dem PKW zu bereisen, achtet darauf dass Eurer Mietwagen eine geeignete Off-Road-Bereifung hat. Wir haben die leidvolle Erfahrung gemacht einen Toyota Four-Runner mit Straßenbereifung gehabt zu haben, der für die Pisten in den Süden vollkommen ungeeignet ist. Es gibt zu gut wie keine befestigten Straßen, die meisten Pisten sind Wellblechpisten auf denen nicht nur das Fahrwerk, sondern auch die Bereifung extrem leidet. Die meisten Mietwagen von Bidvest und EuropeCar werden mit schon betagter Bereifung in Windhoek zur Verfügung gestellt, die schneller als man möchte Ihren Geist aufgeben. Wir hatten im Süden des Landes 2 Reifenpannen und es ist, je nachdem wo man gerade ist, sehr mühsam für Ersatz zu sorgen. Gute Stollenreifen und Allrad-Antrieb ist für den Süden des Landes nach meiner Meinung ein absolutes Must Have. Der Norden von Namibia ist dann aber wieder gut mit asphaltierten Straßen bestückt, so dass man mit herkömmlicher Bereifung gut vorankommt. Allerdings ist die Durchfahrt durch den Etosha wieder eine echte Herausforderung, die wieder gutes Fahrwerk verlangt.
milariboule schrieb:Der Norden von Namibia ist dann aber wieder gut mit asphaltierten Straßen bestückt, so dass man mit herkömmlicher Bereifung gut vorankommt.
milariboule schrieb:Hallo liebe Namibia Reisende. Wenn Ihr vorhabt auch den Süden des Landes auf eigene Faust und dem PKW zu bereisen, achtet darauf dass Eurer Mietwagen eine geeignete Off-Road-Bereifung hat. Wir haben die leidvolle Erfahrung gemacht einen Toyota Four-Runner mit Straßenbereifung gehabt zu haben, der für die Pisten in den Süden vollkommen ungeeignet ist. Es gibt zu gut wie keine befestigten Straßen, die meisten Pisten sind Wellblechpisten auf denen nicht nur das Fahrwerk, sondern auch die Bereifung extrem leidet. Die meisten Mietwagen von Bidvest und EuropeCar werden mit schon betagter Bereifung in Windhoek zur Verfügung gestellt, die schneller als man möchte Ihren Geist aufgeben. Wir hatten im Süden des Landes 2 Reifenpannen und es ist, je nachdem wo man gerade ist, sehr mühsam für Ersatz zu sorgen. Gute Stollenreifen und Allrad-Antrieb ist für den Süden des Landes nach meiner Meinung ein absolutes Must Have. Der Norden von Namibia ist dann aber wieder gut mit asphaltierten Straßen bestückt, so dass man mit herkömmlicher Bereifung gut vorankommt. Allerdings ist die Durchfahrt durch den Etosha wieder eine echte Herausforderung, die wieder gutes Fahrwerk verlangt.
Hallo, es tut mir Leid - aber eine solche Fehleinschätzung lässt mich zu der Einschätzung kommen, dass du nicht oft in Namibia warst und auch nicht viel bereist hast. Im Norden ist es wesentlich wichtiger die richtige Fahrzeugausrüstung zu haben als im Süden. Bitte beschreibe zur besseren Einschätzung deiner Aussagen wo du in Namibia warst und wie oft du das Land bereist hast und auf welche Strecken/engere Regionen du deine Aussage beziehst Das wäre wirklich hilfreich - Danke VG
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200828. Dez. 2018 · #4
Die leidvolle Erfahrung zweier sehr mühsamer Reifenwechsel in Namibia bei einem Ford 4Runner kann schon ein traumatisierendes Erlebnis sein.
Allerdings ist nicht ganz klar, was milariboule mit so gut wie "keine befestigten Straßen" meint... - grade Namibia hat weit überwiegend befestigte Straßen, - GravelRoads SIND befestigte Straßen. Aber vielleicht wusste milariboule das noch nicht, bevor er das schrieb.
Wir sind früher mit'm Golf kreuz uns quer durch Nam, auf Gravel - ohne Reifenpanne... aber jeder kommt da so zu seinen eigenen Schlüssen, die er aus seinen Erfahrungen zieht.
🙂
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
kitty191158 Beiträge · seit 201628. Dez. 2018 · #5
Guten Morgen, auch wir mussten in diesem Jahr in Namibias Süden, genauer auf der D601 zwischen Canyon Road House und Hobas zwei Kapitale Reifenschäden hinnehmen. Und ja, es kann wirklich mühsam sein, in dieser Einöde einen Ersatzreifen aufzutreiben. Letztendlich vereitelte der zweite Reifenschaden eine Weiterfahrt zu einem unserer geplanten Hauptziele, das Richtersveld. Diesen Fakt einzusehen war anfangs traurig aber dennoch wahr. Andererseits war uns natürlich bewusst, dass das Leben kein Wunschkonzert ist und das immer etwas passieren kann. Das nun 2x der gleiche Reifen an fast identischer Stelle sein Leben gelassen hat, ist im Nachhinein wohl eher als tragisch- komisch zu betrachten. Auch wir waren mit einem 4x4 Bakkie (Ford Ranger) eines internationalen Vermieters unterwegs und hatten sogenannte All Terrain Bereifung am Auto (Dunlop GrandTrek AT3) . Die Reifen waren bei Übernahme des Wagens alle 4 in tadellosem Zustand. Trotz absenken des Reifendrucks und umsichtiger Fahrweise hat der nagelneue Reifen aus Keetmanshoop (vom Dunlop Händler) nur gute 100 km Lebensdauer gehabt. Kann natürlich alles an unserem eigenen Unvermögen/Blödheit gelegen haben - ich weiß es nicht. Jedenfalls kann unser Ausflug zum Fish River Canyon auch in „die verlorene Schlacht am Dunlop Canyon“ umbenannt werden. Im Canyon Road House sagte man uns jedenfalls, dass 2 Tage zuvor der Grader fuhr und es seitdem auffallend viele Plattfüße gibt.
LG Kitty
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200828. Dez. 2018 · #6
Es gibt Glückliche, denen passiert sowas nie, andere hängen mit Loch im Reifen am A... der Welt, - auch mit MT Reifen... - dann hilft nur noch Galgenhumor, Ärmel hochkrempeln und – ggf. Route ändern, so bitter das dann auch ist.
In Namibia sind die Straßenverhältnis ziemlich gut! – Für afrikanische Verhältnisse sehr gut. Frisch gegradete Pisten sind zwar angenehm wellblech-frei, sind aber für Reifen (und Windschutzscheiben) ein höheres Risiko.
Reifenschäden sind immer ärgerlich, insbesondere wenn sie gehäuft auftreten. Meist ist das Zufall, bei alten verbrauchten Reifen eher zu erwarten als bei neuen... (Ausnahmen bestätigen die Regel...) Bei Mietfahrzeugen weiß man nie, was der (ggf. rel. neu aussehende)Reifen schon durchgemacht hat! Sich mit den Besonderheiten der landestypischen Infrastruktur auseinanderzusetzen, erleichtert im Fall des Falles die Erledigung von Reifenschäden oder Reparaturen.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
milaribouleThemenstarter2 Beiträge · seit 201828. Dez. 2018 · #7
Hallo Admin, ich bin überrascht wie freundlich und empathisch man in diesem Forum begrüßt wird. 😐 Ich habe diesen Bericht verfasst weil wir dieses wundervolle Land zum ersten Mal bereist haben und schlichtweg keine wirklichen Erfahrungen mitgebracht haben. Wir waren 4 Wochenmit einen Straßen-SUV mit Startpunkt Windhoek über Mariental, Keetmanhop zum Fish-River-Canyon und dann über Aus ins Sossouvlei unterwegs. Anschließend ging die Reise Richtung Atlantik(Lüderitz, Walvis Bay und Swakopmund) und von dort aus östlich in das Erongo-Gebirge. Richtung Damaraland fuhren wir dann nach Ugab an der Vingerklipp vorbei Richtung Norden zum Etosha-Nationalpark. Von dort aus ging es dann östlich über das Waterberg-Gebirge wieder zurück Richtung Windhoek. Es war eine wundervolle Reise aber mein Bericht habe ich bewusst in der Kategorie "Mietwagen" eingefasst, damit Leute wie wir, die dieses Land zum ersten Mal erkunden, ein wenig sorgfältiger in die Planung einsteigen. So richtiug Spaß macht es nämlich nicht bei 45 Grad in der Sonne im Nichts einen Reifen zu wechseln, abgesehen davon, dass die Wiederbeschaffung recht zeitaufwändig werden kann. Wir würden jedenfalls bei der nächste Reise nach Namibia ein anderes Auto wählen.
holgiduke291 Beiträge · seit 201428. Dez. 2018 · #8
milariboule schrieb:So richtiug Spaß macht es nämlich nicht bei 45 Grad in der Sonne im Nichts einen Reifen zu wechseln, abgesehen davon, dass die Wiederbeschaffung recht zeitaufwändig werden kann. Wir würden jedenfalls bei der nächste Reise nach Namibia ein anderes Auto wählen.
Hallo milariboule,
ich kann da auf jeden Fall eine ADAC-Mitgliedschaft empfehlen. Sollen sich doch die gelben Endel in dieser Gluthitze mit den Reifen rumärgern!
also ich meine eher, die Grader kratzen dermaßen über die Steine der Pad, dass da und dort dann scharfkantige Steinsplitter herumliegen. Hab das schon öfter beobachtet, dass direkt nach dem Graden so richtig weiße abgeschabte Flecken auf der Pad zurückbleiben.
Ist aber schon kurios, dass - wie zuvor beschrieben - nach dem Graden die Zahl der Plattfüße ansteigt. Könnte auch daran liegen, dass dann auf einer ansonsten planen Pad jedes einzelne lose Steinchen "zur Reifengefahr wird".
Wie auch immer - super dass überhaupt Grader unterwegs sind.
Viele Grüße Thomas
FOFocus517 Beiträge · seit 201828. Dez. 2018 · #11
Hallo, die Gefahr von erhöhter Pannenanfälligkeit auf frisch geraderten Straßen entsteht, weil die bereits festgefahrenen Steinbrocken dann wieder lose oben auf liegen. Somit stellten die festgefahrenen ein Hindernis von beispielsweise 3cm dar, wenn er offen da liegt und man erwischt ihn dann vielleicht 8 oder 10 cm, was für einen Reifen eine wesentlich belastendere Situation darstellt. Des weiteren verleitet eine frisch geschobene Straße zum schnelleren Fahren, was den Reifen zusätzlich belastet.....
Aber zum TE zurück - in Namibia kann es dir mit jedem Auto und jeder Bereifung passieren, dass du eine Panne hast - ob Hummer oder Polo, ob Straßenreifen oder High End Offroad Reifen. Mich störte nur, dass du gar nicht im Norden warst und schreibst, das dieser wieder sehr gut auf Teerstraßen erreichbar ist. Das stimmt definitiv nicht, Von daher hast du deine Strecke eingestellt und man kann deine Aussage besser räumlich einordnen und werten. VG
kitty191 schrieb:Guten Morgen, auch wir mussten in diesem Jahr in Namibias Süden, genauer auf der D601 zwischen Canyon Road House und Hobas zwei Kapitale Reifenschäden hinnehmen. Und ja, es kann wirklich mühsam sein, in dieser Einöde einen Ersatzreifen aufzutreiben. Letztendlich vereitelte der zweite Reifenschaden eine Weiterfahrt zu einem unserer geplanten Hauptziel, das Richtersveld. Diesen Fakt einzusehen war anfangs traurig aber wahr. Andererseits war uns natürlich bewusst, dass das Leben kein Wunschkonzert ist und das immer etwas passieren kann. Das nun 2x der gleiche Reifen an fast identischer Stelle sein Leben gelassen hat, ist im Nachhinein wohl eher als tragisch- komisch zu betrachten. Auch wir waren mit einem 4x4 Bakkie (Ford Ranger) eines internationalen Vermieters unterwegs und hatten sogenannte All Terrain Bereifung am Auto (Dunlop GrandTrek AT3) . Die Reifen waren bei Übernahme des Wagens alle 4 in tadellosem Zustand. Trotz absenken des Reifendrucks und umsichtiger Fahrweise hat der nagelneue Reifen aus Keetmanshoop nur gute 100 km Lebensdauer gehabt. Kann natürlich alles an unserem eigenen Unvermögen/Blödheit gelegen haben - ich weiß es nicht. Jedenfalls kann unser Ausflug zum Fish River Canyon auch in „die verlorene Schlacht am Dunlop Canyon“ umbenannt werden. Im Canyon Road House sagte man uns jedenfalls, dass 2 Tage zuvor der Grader fuhr und es seitdem auffallend viele Plattfüße gibt.
LG Kitty
Waren denn die Reifen nicht reparabel? Im Canyon Roadhouse gibt es doch eine Reifenbude, die für wenig Geld Reifen flickt.
Ansonsten fand ich den Radwechsel (wir mussten auch zwei Mal ran) nicht so schwierig.
Aber aus diesen Gründen würde ich nie mit nur einem Reserverad fahren.
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Cruiser2'530 Beiträge · seit 201129. Dez. 2018 · #13
Also, es kommt schon sehr auf den Reifen an, ich fahre seit Jahren BFG MT und hatte nie einen Platten oder kaputten Reifen. Natuerlich kommt es auch auf die Kondition der Reifen an wie Alter und Laufleistung etc. Wenn ich die ganzen Reifen alleine zwischen Solitaire und Walvis Bay am Strassenrand sehe und zweimal anhalte weil Rentals Reifen wechseln dann ist das schon ein Zeichen fuer mich das Strassenreifen absolut ungeeignet sind auf Gravel. Es gibt auch sehr schlechte Passagen auf Gravel, aber auch sehr gute, Beispiel ist die C14 Solitaire going North versus Solitaire nach BuellsPort und weiter. Die MT‘s fahre ich 1.4bar vorne und 1.7bar kalt hinten.
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
FOFocus517 Beiträge · seit 201829. Dez. 2018 · #14
Hi cruiser, leider hatte ich aber auch schon Pech mit den BF und 1,9 bar.... Allerdings mit den AT. Gruß
kitty191158 Beiträge · seit 201629. Dez. 2018 · #15
@Motorradsilke Natürlich haben wir versucht, den Reifen im Canyon Road House flicken zu lassen. Beim ersten Reifenschaden waren wir noch ganz optimistisch gestimmt. Und ja, die Mitarbeiter des Road Houses waren sehr nett und bemüht. Leider war der Schaden nicht zu flicken. Wir hatten einen ca. 2 cm langen Riss in der Mittelfuge der Lauffläche. Die Reifen hatten wir auf den empfohlenen Druck von 1,8 Bar abgesenkt. Und wie schon geschrieben. Der neue Reifen aus Keetmanshoop hatte nach gut 100 km ein fast identisches Problem. Das Reifenwechsel kein Teufelswerk ist, ist uns bekannt. Wir hatten den Wagen in diesem Urlaub 4x auf dem Wagenheber. 🙄 Und im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer. Auch wir würden bei einer weiteren Reise in ähnliche Gefilde nur noch mit 2 Ersatzreifen fahren und eher auf einen Spezialanbieter zurückgreifen. Allerdings hatten wir es offensichtlich unterschätzt, dass uns 2 Tage Namibia die weiteren Reisepläne vereiteln würden. Zumal wir zuvor schon problemlos 2,5 Wochen im Northern Cape überwiegend auf Gravel unterwegs waren. LG Kitty
Und im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer. Auch wir würden bei einer weiteren Reise in ähnliche Gefilde nur noch mit 2 Ersatzreifen fahren und eher auf einen Spezialanbieter zurückgreifen.
LG Kitty
Ich finde es schlimm, dass überhaupt Anbieter Mietwagen mit nur einem Reserverad in Namibia vermieten.
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kitty191158 Beiträge · seit 201629. Dez. 2018 · #17
Das Auto wurde nicht in Namibia angemietet. Wir haben Urlaub in Südafrika gemacht und lediglich einen 2 Tages. Abstecher nach Namibia eingebaut, da es gut in die Streckenführung passte. Und das internationale Vermieter wie Europcar, Avis, Hertz usw. nur 1 Reservereifen am Start haben ist Standard. You get what you pay for 😗
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201129. Dez. 2018 · #18
Focus schrieb:Hi cruiser, leider hatte ich aber auch schon Pech mit den BF und 1,9 bar.... Allerdings mit den AT. Gruß
Deswegen fahre ich nur mit MT‘s.
Best Regards
Adolf
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FOFocus517 Beiträge · seit 201829. Dez. 2018 · #19
Hey cruiser... Nen BF AT in 265 65 R17 in meiner Größe kostete gestern in Rundu 5220 Nam Dollar. Der Mt kostet glaube an die 6000 Rand. Meine Pirelli Scorpion atr haben ebenfalls gestern 2200 Rand gekostet..... Da kann ich fast 3 Scorpion zernageln für einen BF. Deswegen fahre ich keine BF mehr obwohl ich sie gern wieder hätte. Aber ökonomisch für mich absolut ausm Verständnis... VG
FOFocus517 Beiträge · seit 201829. Dez. 2018 · #20
Mist ich bewege mich schon wieder OT... Sorry dafür. VG