Reisebericht

Afrika hat es uns angetan

von tiger2111 · begonnen 11. Dez. 2018 · 17 Teile

Teil 111. Dez. 2018
Afrika hat es uns angetan - Namibia / Botswana / Victoria Falls

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Reiseverlauf Juni 2018

Gobabis - Kalahari Bush Breaks (1 Ü)
Ghanzi - Thakadu Bush Camp (1 Ü)
Maun - Thamalakane River Lodge (1 Ü)
Moremi Game Reserve - Moremi Crossing Safari Camps (2 Ü)
Nata - Nata Lodge (1 Ü)
Kasane - The Old House (2 Ü)
Victoria Falls - Bayette Guest House (2 Ü)
Kongola - Camp Kwando (2Ü)
Divundu - Riverdance Lodge (2Ü)
Rundu - Hakusembe River Lodge (1Ü)
Onguma Game Reserve - Onguma Bush Camp (2Ü)
Etosha Nationalpark - Okaukuejo Rest Camp (2Ü)
Waterberg - Waterberg Plateau Lodge (1Ü)
Windhoek - Maison Ambre Gästehaus (1Ü)

Vorwort

Es begann ja alles mit den Seychellen, aber inzwischen haben wir schon einige Fernreisen hinter uns. Unter anderem waren wir auf den Malediven und Mauritius, wiederholt in Thailand und der USA, sowie in Kanada. Doch 2013 waren wir der Meinung, dass es Zeit wird für Afrika, jedoch diesmal nicht die Seychellen.
Namibia war angesagt. Max, ein Bekannter, der schon wiederholt in Namibia war, gab uns gute Tipps.
Wir buchten einen Flug nach Windhoek, mieteten einen Camper mit Dachzelt von camping-carhire und gingen damit für zwei Wochen auf Tour. Es war eine tolle Reise und wir waren fasziniert von der Landschaft und den Tieren. So kam es, dass es uns auch 2016 wieder nach Afrika zog. Diesmal stand Südafrika auf dem Programm.
Bei dieser Reise holten wir uns Unterstützung von Khashana, einem Reiseunternehmen, welches sich auf das südliche Afrika spezialisiert hat. Um den Flug kümmerten wir uns selbst. Bei „Khashana“ konnten wir unsere eigenen Vorstellungen zur Route mit einbringen, mussten uns aber nicht selbst um die Unterkünfte kümmern. Es hat alles super geklappt und wir kamen mit vielen unterschiedlichen Eindrücken zurück. Anders als in Namibia war hier alles strukturierter und nicht ganz so abenteuerlich.

Vorbereitungen

Ja, und nun ist es wieder so weit. Im kommenden Jahr geht es wieder nach Namibia, aber von hier aus Richtung Botswana bis zu den Victoria Falls in Zimbabwe. Als erstes haben wir den Flug über Expedia* mit „Air Namibia“ gebucht. Wir hoffen, dass diesmal alles klappt, denn beim letzten mal konnten wir erst zwei Tage später wie geplant wegen Überbuchung zurückfliegen. Die große Überlegung war dann, nehmen wir einen Camper mit Dachzelt oder einen 4×4 Geländewagen. Es fiel uns äußerst schwer, uns zu entscheiden. Mit Dachzelt wäre es abenteuerlicher, was uns ja auch gut gefallen würde, aber die Zeit, die man dann für Einkäufe, Essenvorbereitung, sowie Ein- und Auspacken benötigt, geht von der Zeit ab, in der man das Land genießen kann. So entschieden wir uns für einen „Toyota Hilux Double Cap“. Die höhere Sitzposition zur Tierbeobachtung und das 4×4 Getriebe, falls wir doch mal auf einer abenteuerlichen Pad landen, müssen trotz der Mehrkosten schon sein. Über den Verlauf der Route waren wir uns schnell einig. Die wichtigsten Ziele, wie das „Okavango Delta“, der „Chobe NP“, die „Victoria Falls“ und der „Caprivi Streifen“ mit den „Popa Falls“ haben wir alle in der Rundtour eingeplant. Diesen Tour Verlauf haben wir wieder mit „Khashana“ abgeklärt und sie haben für uns den Mietwagen und die entsprechenden Unterkünfte gebucht.
Unsere Route startet in Windhoek, von wo aus es über Gobabis und Ghanzi Richtung Maun geht. Mit einem kleinen Flieger werden wir dann in`s Okavango Delta fliegen und dort zwei Tage verbringen. Das nächste Ziel ist der Chobe Nationalpark.
Höhepunkt sind anschließend die Victoria Falls, bevor wir durch den Caprivi Streifen wieder westlich fahren.
Die Rückfahrt führt dann durch den Etosha NP, den wir zwar schon kennen, aber so können wir ihn noch einmal in Ruhe genießen. Bevor es zurück nach Windhoek geht, haben wir noch einen Stopp am Waterberg Plateau eingeplant.
Tja und jetzt heißt es nur noch warten und die Vorfreude zu genießen!

Inzwischen habe ich das Buch Frühstück mit Elefanten: Als Rangerin in Afrika* von Gesa Neitzel gelesen. Ich hatte dieses tolle Buch innerhalb von drei Tagen gelesen, und die Vorfreude auf unsere Reise stieg von Seite zu Seite.

Das war im November 2017 - wie die Reise verlaufen ist, könnt ihr nun hier lesen.
Teil 212. Dez. 2018
Windhoek bis Maun (1. Juni - 05. Juni 2018)

Inzwischen ist schon ein halbes Jahr vergangen, seitdem wir unsere Reise begonnen haben, aber ich komme erst jetzt dazu, weiter zu berichten. Der Grund für die verzögerte Fortsetzung ist, dass in diesem Jahr der Sommer so toll war und das super Wetter so lange angehalten hat, dass ich inzwischen zu Thomas gezogen bin, was einiges an Organisation und Arbeit bedeutet hat, und dass wir mit Renovierungsarbeiten beschäftigt waren.

Aber nun geht die Reise los.

Der Flug mit Air Namibia am 1. Juni 2018 verläuft sehr angenehm, da der Flieger nicht ausgebucht ist, und wir somit eine Viererreihe für uns alleine haben. Die Temperatur bei der Landung – 5°Grad – ist schon gewöhnungsbedürftig, aber wie wussten ja, was uns erwartet. Auch bei der Übernahme unseres Toyotas gibt es kein Problem, und somit starten wir am frühen morgen Richtung „Gobabis“.
Wir fahren auf dem asphaltierten „Trans-Kalahari-Highway“ durch einen Teil der Kalahari Wüste. Obwohl auch dieser Teil als Wüste bezeichnet wird, ist er erstaunlicher Weise dicht bewachsen. Um die Mittagszeit erreichen wir unsere erste Unterkunft, die „Kalahari Bush Breaks“. Wir sind hier die einzigen Gäste und machen uns gleich nach dem Auspacken alleine auf den Weg zu einem „Bush Walk“, bei dem wir mehrere Giraffen, Antilopen und Gnus beobachten können.

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Die Unterkunft hat eine sehr schöne Wasserstelle, an der sich heute eine Herde Wasserböcke aufhält. Ein Bierchen an der Feuerstelle, leckeres Essen und dann noch ein Gläschen Wein unter einem faszinierenden Sternenhimmel und in totaler Stille, so beenden wir den Tag.

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Der nächste Tag beginnt mit einer recht eintönigen Fahrt auf dem „Trans-Kalahari-Highway“ zur Grenzstation „Buitepos“. Das Erledigen der Grenzformalitäten ist kein Problem, und es geht weiter nach „Ghanzi“, wo wir uns für die nächsten Tage mit Wasser, Bier und einigen Lebensmitteln eindecken.

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Südlich von „Ghanzi“ liegt unsere nächste Unterkunft, das urige „Thakadu Bush Camp“. Gazellen, Gnus und Kudus an der Wasserstelle, sowie eine kleine Herde Gazellen direkt vor unserem Zimmer – so haben wir uns das vorgestellt.

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Heute, 05. Juni 2018, führt uns unsere Reise nach „Maun“, der Distrikthauptstadt des „Ngamilandes“. Maun hat ca. 30.000 Einwohner und lebt im Wesentlichen vom Okavango Tourismus.
Auf der Fahrt passieren wir bei „Kuke“ einen Veterinärzaun. An diesen Kontrollpunkten werden die Autos auf Lebensmittel überprüft (Fleisch und Milchprodukte dürfen nicht mitgeführt werden). Teilweise müssen die Autos Seuchenwannen durchfahren und alle Passanten „desinfizieren“ ihre Schuhsohlen in Behältern, in denen ein schmutziger, mit Desinfektionsmittel getränkter Lappen liegt.
Unsere Unterkunft, die Thamalakane River Lodge“ liegt direkt an dem gleichnamigen Fluß, aber leider sind keine Krokodile oder Hippos zu sehen, nur Kühe und Pferde. Etwas erschrocken habe ich mich aber, als vor unserem Chalet ein großer Varan an der Wand hochklettert. Leider ist er schon weg, bis ich die Kamera hole.

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Es ist Mittwoch und heute beginnt einer der Höhepunkte unserer Reise, wir starten in das „Okavango Delta“.

Wie es weitergeht lest ihr bald
Teil 314. Dez. 2018
Im Okavango Delta (07. Juni - Tag 2)

Der zweite Tag auf „Moremi Crossing“ beginnt damit, dass wir von Löwengebrüll geweckt werden. Zu sehen bekommen wir ihn aber nicht, zumindest jetzt noch nicht!!! Es ist genauso kalt wie gestern Abend, und das Duschen entfällt erneut.
Jetzt mal kurz zu den Temperaturen in Afrika:
Die südlichsten Staaten Afrikas kennen klar unterschiedene Jahreszeiten Sommer und Winter, die sich entgegengesetzt zu denen auf der nördlichen Halbkugel verhalten. Das bedeutet im Juni können die Temperaturen nachts bis unter den Gefrierpunkt fallen, die Tage sind aber häufig sonnenreich, und es können Höchsttemperaturen bis zu 25 Grad erreicht werden. Gefroren haben wir dementsprechend nur am Morgen und am Abend.
Wir lassen uns das Frühstück schmecken, und steigen in eines der „Mokoros“, einem landestypischen Einbaum Boot. Auf der zwanzigminütigen Fahrt wimmelt es zwar von Moskitos, aber gestochen werden wir nicht. Jetzt heißt es aussteigen, und der Bush Walk beginnt.

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Es ist schon ein komisches Gefühl, denn wir laufen durch eine Gegend, in der es sowohl Antilopen, Zebras aber auch Elefanten, Büffel, Leoparden und Löwen gibt. Unsere Guides passen zwar auf uns auf, aber es ist ihnen nicht erlaubt, Waffen zu tragen. Wie es ausgeht, wenn wirklich einmal ein Löwe angreift, möchte ich nicht wissen. Aber ich habe Vertrauen in die Guides und mache mir keine Sorgen. So schleichen wir leise im „Gänsemarsch“ durch den Busch, und werden dafür mit dem Anblick von Warzenschweine, Impalas, Springböcken, Antilopen und Elefanten belohnt.

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Und dann bekommen wir noch zwei Löwen in einiger Entfernung zu Gesicht. Für ein gutes Foto sind sie aber doch zu weit weg. Schade!

Darauf trinken wir doch gleich ein Bierchen als wir zurückkommen. Eine Siesta nach dem Mittagessen ist für mich nicht drin, denn es gibt auch von unserem Zelt aus sehr viel zu sehen. Elefanten und eine Herde Giraffen halten sich in nächster Nähe auf.
Jetzt doch mal duschen – es ist jetzt angenehm warm in der Sonne -, einen Kaffe und schon steht der nächste Boat Trip an. Ein entgegenkommendes Boot macht uns darauf aufmerksam, dass wir umkehren sollten, denn in der Nähe gibt es Löwen zu sehen. So steigen wir kurz darauf aus dem Boot und laufen durch den Busch.

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Nach einem kurzen Fußmarsch liegt tatsächlich, nur ca. 20m entfernt eine Löwin, und wir beobachten sie eine ganze Weile bis sie aufsteht und weitergeht. Da kommen noch weitere 6 Löwen zum Vorschein, die wir nicht gesehen hatten und folgen ihr.

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Diese Beobachtung ist der Wahnsinn, und die Stimmung kann man nicht vermitteln. Jeder ist gespannt und kaum einer getraut sich einen Laut von sich zu geben.

Anschließend geht es nach einem Sundowner bei beeindruckendem Sonnenuntergang zurück.

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Wir trinken ein Glas Wein an der Feuerstelle und lassen uns nach dem Abendessen zeitig ins Zelt bringen. Wir haben ja einige wunderschöne Eindrücke zu verarbeiten.

Auch wenn ein Aufenthalt im Okavango Delta kostspielig ist, haben wir diese Ausgabe nicht bereut. Es ist ein einmaliges Erlebnis, an das wir uns ewig erinnern werden.
Vom Flug über das Delta, über die faszinierende Tierwelt, die einmalige Stimmung auf den Boat Trips, die beeindruckende Atmosphäre der Unterkunft bis hin zu den Begegnungen mit den Löwen – es ist unbeschreiblich!!!

Als nächstes steht der "Chobe Nationalpark" und die "Viktoria Fälle" auf dem Programm
Teil 421. Dez. 2018
Sonntag (10. Juni 2018)
Heute werden wir das drittgrößte Schutzgebiet Botswanas, den Chobe Nationalpark mit dem SUV erkunden. Der Nationalpark umfasst ein annähernd 11.000 qkm großes Gebiet, bietet eine Vielfältigkeit an Wilderlebnissen und ist reich an Pflanzenleben.
Wir starten schon am frühen Morgen, bezahlen am Sedudu Gate den Eintritt, und fahren kreuz und quer durch den Park.

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Wir sehen ein paar Krokodile, eine Büffelherde und viele Affen.

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Die Karte, die ich am Eingang erhalten habe, schaue ich leider nur oberflächlich an, und somit fahren wir auf Pisten, die man lieber meiden sollte. Plötzlich hängen wir fest, und unsere Stimmung ist nicht wirklich die beste. Aber wir wissen, wie wir damit umgehen, keiner von uns beiden sagt viel, und nach einer Weile schafft es Thomas, den Toyota frei zu bekommen, und wir finden auch wieder auf eine ausgeschilderte Strecke. Noch mal Glück gehabt, denn ob uns hier so schnell jemand gefunden hätte, bezweifle ich. Sich vom Auto zu entfernen und einfach so durch den Busch zu laufen, ist auch nicht ratsam. Wer will schon plötzlich vor einem Löwen, Leoparden oder Elefanten stehen.
Wir machen erstmal Mittagspause im Auto am Ufer des Chobe, und beobachten die Hippos und Krokodile. Am Nachmittag bekommen wir dann doch noch mehr Tiere zu Gesicht. Zebra- und Büffel Herden, Impalas ohne Ende, sehr viele Giraffen und vereinzelt Elefanten.

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Was mir eigentlich fehlt, ist diese große Gruppe von Elefanten am Ufer des Chobes, die ich mir gewünscht hätte. Naja – wir waren wahrscheinlich nicht zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle.
Zurück in Kasane laufen wir noch in den Ort und kaufen Kleinigkeiten ein.

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Wir fühlen uns hier sicher, und die Einheimischen beachten uns auch nicht, sie sind die Touristen ja gewöhnt.
Teil 521. Dez. 2018
Montag (11. Juni 2018)

Inzwischen sind wir schon mehr als eine Woche unterwegs, und heute steht das nächste Highlight auf dem Programm, die Victoria Fälle in Simbabwe. Für diesen Abstecher nach Simbabwe haben wir uns für einen organisierten Bustransfer von Kasane über die Grenze nach Victoria Falls entschieden, da es als Sebstfahrer doch etwas kompliziert wäre.

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Unser Transfer startet am Vormittag, die Grenzformalitäten halten zwar etwas auf, sind aber ansonsten problemlos. Auf der Fahrt sehen wir einige Elefanten am Straßenrand, und einer von ihnen blockiert kurzzeitig die Straße.
Nach drei Stunden kommen wir in Victoria Falls an und checken im Bayete Guest House ein. Die Unterkunft ist sehr liebevoll gestaltet und liegt nur ca. 3 km vom Ortskern entfernt. Somit laufen wir nach einer kleinen Stärkung los.
Victoria Falls mit seinen ca. 30.000 Einwohnern lebt zumeist vom Tourismus. Es gibt viele Hotels, Safari-Unternehmen, Autovermieter und Souvenirläden und auch jede Menge Affen. Manchmal kommen sogar Elefanten in die Stadt. Unser Weg führt uns zum traditionellen Victoria Falls Hotel. Dieses Hotel wurde 1904 im Kolonialstil erbaut, und man sieht von der Terrasse aus deutlich die Gischt der Victoria Fälle.

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In einem netten Lokal Three monkeys trinken wir ein Bier und fahren mit dem Taxi zurück zur Unterkunft.

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Die Besichtigung der Victoria Falls heben wir uns für morgen auf.
Teil 621. Dez. 2018
Dienstag (12. Juni 2018)

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Taxi zu den Fällen.
Ein Rundgang an den Victoria Falls ist äußerst beeindruckend. Man kann über die Gewalt der Natur nur staunen, und die Kraft, die hinter den tosenden Wassermassen steckt, kann man kaum fassen. Diesen Eindruck wird man sein Leben lang nicht vergessen.
Am Eingang informieren wir uns an Hand der Schautafeln über die Geschichte und Geologie der Fälle. Weiter geht es zum Livingstone-Denkmal, welches Dr. David Livingstone gewidmet ist, der als erster Weißer die Fälle im Jahre 1854 sah.

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Wir laufen den Rundweg weiter zum Devil`s Cataract, der mit 60 m der niedrigste der Fälle ist. Von dort geht es zu den Main Falls. Hier donnert das Wasser 93 m tief in die Schlucht, während bei den Horsshoe Falls eine Tiefe von 95 m erreicht wird. Die größten Fälle sind die Rainbow Falls mit 105 m und wir können den Regenbogen bewundern. Den Danger Point lassen wir aus, da es wirklich sehr rutschig ist, und man durch die hohe Gischt fast nichts sieht.

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Über den Rainforest Walk gehen wir zurück zum Ausgang, trinken einen Kaffee und lassen die gigantischen Eindrücke nachwirken.

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Eigentlich denkt man in Afrika an die Gefahr von wilden Tieren, aber dass mich an den Victoria Fällen eine Biene sticht, damit habe ich nicht gerechnet. Ein Angestellter vom Restaurant gibt mir aber freundlicher Weise eine Zwiebel, und somit kann die Tour weitergehen. Obwohl man im Rainforest schon sehr nass wird, gehen wir noch einmal zurück und laufen bis zu der Stelle, von der aus wir einen schönen Blick auf die Victoria Falls Bridge haben.

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Es wird nicht umsonst empfohlen, sich wetterfest anzuziehen. Ob man in einem Regenponcho herumläuft, welche man am Eingang kaufen oder leihen kann, oder wie wir, mit regenfester Jacke, muss jeder für sich entscheiden. Ganz wichtig ist aber auch angemessenes Schuhwerk, da es z.T. schon sehr glitschig ist. Im Restaurant des Visitor Centers lassen wir uns von der Sonne trocknen, und stärken uns mit Toast und Bier.
Jetzt geht es weiter zur Victoria Falls Bridge, welche die Grenze zu Sambia ist. Hier schauen wir eine zeitlang dem Treiben zu, gehen aber nicht über die Grenze. Es ist interessant zu beobachten, wie viele Menschen mit voll bepackten, meist schon ziemlich rostigen, alten Fahrrädern von Sambia hier herüber kommen.

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Im Ort setzen wir uns in ein Cafe und werden von einer Life Band unterhalten.
Den restlichen Tag relaxen wir noch etwas am Pool der Unterkunft, und am Abend gibt es für Thomas noch eine Überraschung. Das Personal bringt ihm einen leckeren Kuchen und singt ein Ständchen für ihn – er hat heute Geburtstag.

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Nicht jeder hat das Glück, seinen Geburtstag an den Victoria Fällen zu verbringen.
Teil 722. Dez. 2018
Mittwoch, (13. Juni)

Nach dem Transfer von Victoria Falls zurück nach Kasane, holen wir unseren Toyota, den wir an der Unterkunft stehen lassen konnten. Wir tanken, kaufen einige Kleinigkeiten ein und fahren von Kasane auf der A33 Richtung Ngoma Bridge, der Grenze zu Namibia.

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Da die Strecke über den Chobe Nationalpark führt, müssen wir uns bei der Einfahrt wieder registrieren, und an der Grenze auch das Auto wieder registrieren.
Mir fällt auf, dass die Siedlungen an der Strecke, im Gegensatz zu bisherigen Erfahrungen, sehr gepflegt aussehen.
Obwohl die Menschen hier in einfachsten Hütten leben, und sie das Wasser oft kilometerweit zu ihren Unterkünften tragen müssen, halten sie alles sehr sauber und sind ständig am kehren.

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Wir fahren durch die Ost-Caprivi Region bis Katima Mulilo. Diese kleine Stadt liegt direkt am Südufer des „Zambesi Flusses“, der die Grenze zu Sambia markiert.
Weiter geht es auf dem Trans-Caprivi-Highway nach Kongola. Hier verlassen wir den Highway und kommen am Nachmittag im Camp Kwando an. Das Camp liegt malerisch gelegen, direkt am Kwando-Fluss unter den Kronen mächtiger Bäume, und bietet eine ideale Mischung aus rustikalem Afrika-Erlebnis und dem Komfort einer Lodge.

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Unser Zelt ist wunderschön, allerdings klappt die Warmwasserversorgung nicht wirklich. Da das Camp mit einer Solarstromanlage arbeitet, ist es verständlicherweise auch nicht erlaubt, einen Föhn bzw. Wasserkocher o.ä. einzustecken. Das stört uns aber nicht weiter. Etwas unangenehmer sind die vielen Stinkwanzen, welche sich überall befinden. Laut Managerin Anke, ist dies im Moment eine große Plage, aber man kann kaum etwas dagegen tun. Naja, beißen tun die Viecher ja nicht, sie stinken halt nur erbärmlich wenn man auf sie tritt oder sie zerquetschen will. Also arrangieren wir uns mit ihnen und genießen den traumhaften Sonnenuntergang am Fluss.


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Teil 822. Dez. 2018
Donnerstag (14. Juni 2018)

Auch den nächsten Tag verbringen wir im Camp und lassen es ruhig angehen. Die erste Tasse Kaffee trinken wir auf der Terrasse des Zeltes, und Thomas sieht einen Leoparden. Aber leider nur sehr kurz und ziemlich weit entfernt auf der anderen Seite des Flusses. Nur herum zu sitzen ist uns dann doch zu langweilig, und so entscheiden wir uns, ein Dorf der Einheimischen zu besichtigen. Dieses liegt nicht weit entfernt vom Camp, und wir können zu Fuß gehen. Es ist sehr interessant zu sehen, wie Hirse gestampft wird, Körbe geflochten und Werkzeuge hergestellt werden.

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Wir können eine Hütte von innen besichtigen, und zwei Männer demonstrieren uns anschaulich wie die Fallen für große und kleine Tiere funktionieren. Einer der Männer robbt auf dem Boden herum, als wenn er ein Tier wäre. Sie geben sich echt große Mühe.
Natürlich darf Tanz und Gesang nicht fehlen, und es trifft mich, die sich mit dem Medizinmann zu den Trommeln bewegen muss. Wen auch sonst, wir sind ja die einzigen Touristen, was aber für uns sehr schön ist.

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Da mir der Medizinmann nur das Beste wünscht, habe ich auch kein Problem, danach vom selbst gebrauten Bier aus einem etwas unansehnlichen Becher zu trinken. Schmeckt gar nicht so schlecht.

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Wir dürfen dann sogar einen Blick in die Hütte des Medizinmannes werfen – sehr interessant!!! Seit 1985 gibt es im Dorf einen Brunnen, da vorher zu oft Unfälle mit Löwen oder Leoparden beim Wasser holen passiert sind. Da wir wirklich sehr viel Informationen bekommen haben, und es keine Massentourismus Veranstaltung war, kaufen wir dann noch ein kleines Nilpferd und verabschieden uns.

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Nach dem Rückweg vom Tradional Village zum Camp Kwando, treffen wir Anke, die Managerin des Camps, und wir unterhalten uns gut mit ihr. Inzwischen haben sich afrikanische Eichhörnchen in unserem Zelt an unsere Kühltasche herangemacht. Obwohl der Reißverschluss der Tasche geschlossen war, haben sie diesen geöffnet und Brot geklaut. Denen werden wir helfen – Thomas klebt Panzertape darüber, und später stellen wir an den Kratzspuren fest, dass sie es wieder versucht haben, aber ohne Erfolg. Es ist ja nicht so, dass wir ihnen nichts gönnen, aber im Freien liegen Dutzende von Passions Früchten herum, aber nein, sie möchten unbedingt die aus unserem Zelt.

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Das Abendessen im Camp ist lecker, aber genießen können wir es nicht so richtig, denn außer uns und einigen Pärchen ist noch eine Reisegruppe anwesend, die sich lautstark am Nebentisch unterhalten. Was soll man sagen? Die Lautstärke und das Benehmen dieser Gruppe stört doch sehr die Idylle dieses Camps.
Das bestätigt wieder einmal unsere Einstellung: Eine Gruppenreise geht gar nicht!!!
Teil 922. Dez. 2018
Freitag (15. Juni 2018)

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen verlassen wir das Camp Kwando und fahren durch den Bwabwata Nationalpark, parallel entlang des Okavango Flusses mit vielen kleinen Dörfern, in den westlichen Teil des Caprivi Streifen. In Divundu tanken wir, kaufen Getränke ein und versuchen „Chicken Wings“ vom „Take away“, die allerdings nicht unserem Geschmack entsprechen.

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Mit der Riverdance Lodge erwartet uns eine traumhafte Unterkunft, am Steilufer des Okavango Flusses gelegen. Wir übernachten in einem Bungalow aus einheimischen Holz und viel Glas, der inmitten alter Bäume steht. Sowohl vom Bett, als auch vom extra Badezimmer und der eigenen großzügigen Terrasse hat man einen fantastischen Blick auf den Fluss.

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Auf der anderen Seite des Flusses liegt Angola. Hier sehen wir, wie die Menschen sich selbst und ihre Wäsche im Fluss waschen. Ich bekomme schon ein komisches Gefühl, da mir bewusst wird, in welchem Luxus wir, im Gegensatz zu diesen Menschen leben. Wir genießen die Atmosphäre am Fluss und lassen uns das Abend Menü mit leckerem Fisch (heute nur mit einem weiteren Pärchen) schmecken.

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Teil 1023. Dez. 2018
Sonntag (17. Juni 2018)

Nach einer erholsamen Nacht geht es mir wieder gut, und das leckere Frühstück schmeckt auch wieder.

Wir verlassen heute die Caprivi Region und fahren nach Rundu.

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Auf der Strecke könnten wir unser Mittagessen einkaufen, aber die Fleischstücke, die zum Verkauf am Straßenrand an Bäumen hängen, machen uns nicht wirklich Appetit. Wir sind halt Europäer!

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Die Stadt Rundu ist das einzige Versorgungszentrum der Kavango Region und Tor zum Caprivi. Die Stadt hat kaum Sehenswürdigkeiten, jedoch ein lebendiges Marktleben, mit Markthallen und Straßenmärkten, das wir uns anschauen. In einer Straße sehen wir viele Menschen, die vor einem Zelt stehen. Es schaut aus, als wenn in diesem Zelt ein Gottesdienst abgehalten wird, und diese Menschen innen keinen Platz mehr gefunden haben. Zumindest lässt ihre Haltung darauf schließen.

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Am frühen Nachmittag kommen wir in der Hakusembe River Lodge an. Die Lodge liegt idyllisch am Südufer des Okavango Flusses. Zur Begrüßung erhält Thomas ein kleines Fläschchen Amarula, denn heute ist hier Vatertag.

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Wir genießen von der Terrasse der Lodge aus den Ausblick auf den Fluss, die Krokodile und Hippos lassen sich nicht sehen, aber ich entdecke auf der anderen Seite ein Familie, die ein Bad nimmt. Ein kleines Mädchen singt dabei in den höchsten Tönen. Auch nett!

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Teil 1126. Dez. 2018
Montag (18. Juni 2018)

Die nächste Reise Etappe führt uns zunächst zur Ortschaft Tsumeb, im sogenannten Otavi Dreieck, welches das Gebiet zwischen den Orten Tsumeb im Norden, Otavi im Südwesten und Grootfontein im Südosten bezeichnet, alle rund 60 km voneinander entfernt.
Das Otavi Dreieck, bekommt relativ hohe Niederschläge ab, so dass man in dieser Region Ackerbau betreiben kann, was in Namibia ungewöhnlich ist. Angebaut werden vor allem Mais und Weizen, aber auch verschiedenen Gemüsesorten und Obst.
Am frühen Nachmittag kommen wir im Onguma Bush Camp an.

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Diese Unterkunft liegt im Onguma Game Reserve, nur wenige Kilometer von der Ostgrenze des Etosha Nationalparks entfernt. In diesem Camp benutzen wir zum ersten Mal auf unsere Reise den Swimmingpool. Allerdings nur, um auf den Liegen zu relaxen.

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Vor dem Abendessen beobachten wir von der Terrasse im ersten Stock der Lapa (halboffener reetgedeckter Bereich) aus, 4 große Kudus, welche ihren Sundowner an der Wasserstelle genießen.

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Unter dem Kreuz des Südens, lassen wir uns mit einem hervorragenden Abendmenü verwöhnen.

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Teil 1226. Dez. 2018
Dienstag (19. Juni 2018)

Das Frühstück am nächsten Morgen wird auch in der Lapa serviert. Zum Glück kann man sich zwischendurch an der offenen Feuerstelle etwas aufwärmen, denn es hat nur ca. 7° Grad. Hier prasselt das Feuer, und auch die Angestellten stellen sich gerne in ihre Nähe.

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Kurz vor 09:00 Uhr sind wir am Lindquist Gate, dem Eingang zum Etosha Nationalpark. Schon auf der Strecke nach Namutoni, sehen wir viele Giraffen.

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In Namutoni angekommen, bezahlen wir die Parkgebühr für drei Tage und schauen uns das Fort mit seinen Unterkünften an.

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Wow – es hat sich einiges verändert, seit wir das letzte mal im Jahr 2013 hier übernachtet haben. Damals konnten wir noch romantisch bei Kerzenlicht, im Innhof des Forts zu Abend essen, das scheint jetzt nicht mehr möglich zu sein – schade!
Wir fahren weiter zur Fischer`s Pan und beobachten Zebras, Gnus und streitende Straußenhähne.

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An der Wasserstelle Groot Okavi ist nicht viel los, und so geht`s weiter zur Tsumcor Wasserstelle. Ohje – was machen die vielen Geier hier? Da sehen wir sie – eine tote Giraffe. Auch so ein Anblick gehört zum Leben in der Wildnis.
Da ist das nächste Tiererlebnis doch wieder schöner. Viele Oryx, Giraffen, Gazellen, Kudus, Zebras und Impalas an der Wasserstelle Chudop.

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Und dann kommen noch 3 Elefanten, welche hier viel Spaß beim Baden haben. Wir können uns kaum von diesem Anblick trennen, aber wir wollen ja noch bis Okerfontain.

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Bei einem Abstecher vorher, Richtung Kalkheuwel, lässt uns ein Elefant nicht weiterfahren. Er steht am Rand des Weges und versucht immer die Pad zu überqueren, wenn wir vorbei wollen. Halten wir an, geht er zurück, fahren wir los, läuft er auch los. So geht das dreimal, bevor er weit genug zurückweicht, so dass wir weiterfahren können.
Auf der Weiterfahrt sehen wir noch große Zebra- und Impala Herden. Für den ersten Tag im Etosha sind wir sehr zufrieden und fahren wieder aus dem Park zurück zum Onguma Bush Camp. Im März 2013 konnten wir nicht so viele Tiere sehen.
Pünktlich zum Abendessen besucht eine Giraffe die Wasserstelle im Camp. Sie im Licht des Sonnenuntergangs zu beobachten, ist ein genialer Abschluss für einen wunderschönen Tag.

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Teil 1326. Dez. 2018
Mittwoch (20. Juni 2018)

Unsere nächste Übernachtung haben wir in Okaukuejo gebucht, dieses Camp liegt ziemlich im Westen des Nationalparks, deshalb fahren wir gleich nach dem Frühstück los.
Wir haben Glück und sehen schon auf der Strecke nach Namutoni ein Nashorn und auch noch eine Löwin.

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Wir fahren den Rhino Drive bis zum Camp Halali, tanken dort auf und essen eine Kleinigkeit, bevor es weiter geht nach Okaukuejo.
Bei Rietfontein stehen mehr als 100 Zebras. Wunderschön!

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Zwischendurch legen wir noch einen Stop am Etosha Lookout ein.

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Am späten Nachmittag in Okaukuejo angekommen, gehen wir zur Rezeption und melden uns an, zahlen das Deposit in Höhe von 500 NAD und beziehen unser Bush Chalet.

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Am Wasserloch des Camps befinden sich nur einige Zebras und Oryx, somit gehen wir erst einmal einkaufen, denn heute Abend möchten wir auf der Feuerstelle vor dem Chalet grillen. Naja, die Möglichkeiten sich mit Grillfleisch und Zubehör einzudecken, sind nicht überwältigend. Das bedeutet, dass wir uns mit Kotelett, Kartoffeln und Tomaten zufrieden geben müssen. Tja, aber womit, und woraus sollen wir das Ganze essen? Wir haben ja nur ein einziges Camping Besteck dabei, sonst nichts. Also improvisieren wir. Die Salatschüssel, die Teller sowie die Fleischplatte bastle ich aus Alufolie, und das Besteck teilen wir uns. Es geht auch so, und schmeckt nicht schlecht.

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Nach dem Essen gehen wir noch an das Wasserloch, und können hier 9 Elefanten, 5 Rhinos und 6 Giraffen beobachten. Welch ein toller Anblick. Wir sind begeistert. Zurück im Chalet bemerke ich, dass ich das Permit nicht mehr finde, und so schlafe ich dieser Nacht nicht besonders gut.
Teil 1428. Dez. 2018
Donnerstag (21. Juni 2018)

Gleich nach dem Aufstehen am nächsten Morgen gehen wir zur Rezeption, und welch ein Glück, hier befindet sich unser Permit. Ich bin sehr erleichtert und das Frühstück schmeckt gleich doppelt gut.
Unser erstes Ziel heute ist Okondeka. Als wir ankommen, stehen schon ein paar Fahrzeuge da und wir wundern uns, was die Insassen hier beobachten, denn wir können nichts erkennen. Wir wollen schon weiterfahren, als wir sie doch noch entdecken. Zwei Löwen Männchen haben es sich hier bequem gemacht, und plötzlich steht einer dieser Löwen auf und überquert direkt vor unserem Toyota den Weg. Erst hat Thomas das Fenster zum Fotografieren noch geöffnet, aber dann macht er es doch lieber zu.

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Das Männchen ist auf dem Weg zu 4 Weibchen, welche sich auf der anderen Seite des Weges befinden.

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So ein Erlebnis haben wir uns schon immer gewünscht. Als wir nach einer ganzen Weile weiterfahren, können wir noch beobachten, wie zwei der Weibchen ein verletztes Gnu jagen. Obwohl das Gnu ziemlich behindert war, haben die beiden es nicht geschafft, es zu erwischen. Zumindest jetzt nicht. Aber es wird den Tag wohl nicht überlebt haben.
Eine weitere Löwin sehen wir kurz vor Gemsbokvlakte, wo sich eine große Herde Zebras aufhält.

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Auf der weiteren Strecke über Olifantsbad und Aus ist nicht mehr viel los, und wir fahren zurück in die Unterkunft.
Nach einem Kaffee steigen wir auf den Wasserturm, und blicken von hier aus über das Camp und einen Teil des Nationalparks.

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Nachdem das Grillen gestern doch etwas aufwendig war, tragen wir uns heute für das Dinner ein. Wir gehen auch gleich um 18:00 Uhr zum Essen, und somit sind nur wenige Gäste hier, und wir haben unsere Ruhe.
Anschließend geben uns noch 6 Elefanten, welche sich immer wieder streiten, eine schöne Vorstellung am Wasserloch.

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Mit einem Glas Wein beenden wir diesen eindrucksvollen Tag an der Feuerstelle vor dem Chalet.
Teil 1528. Dez. 2018
Freitag (22. Juni 2018)

Wir starten heute schon um 07:30 Uhr, verlassen den Nationalpark am Anderson Gate und fahren in Richtung Süden über Outjo nach Otjiwarongo. Hier legen wir nur einen kurzen Tank-Stopp ein, und erreichen um die Mittagszeit die Waterberg Plateau Lodge.

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Der Waterberg war einst Siedlungsgebiet des Herero Volkes. Im Jahre 1904 wurden die Hereros hier von den deutschen Kolonialtruppen eingekesselt und vernichtend geschlagen. Nur sehr wenigen Hereros gelang die Flucht durch die Kalahari Wüste bis nach Botswana. Der freistehende Berg liegt 1900 m über dem Meeresspiegel, erstreckt sich auf einer Länge von 48 km und bildet oben ein Plateau von 8-16 km Breite.
Wir werden freundlich an der Rezeption empfangen, und müssen dann noch 700 m steil bergauf fahren. Diese Strecke darf immer nur von einem Fahrzeug und in einer Richtung befahren werden, denn bei Gegenverkehr hätte man keine Chance auszuweichen. Von unserem Chalet aus, haben wir einen gigantischen Ausblick über die Buschsavanne der Kalahari.

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Vor dem Chalet gibt es sogar ein Tauchbecken, falls es jemandem zu heiß ist. Wir benötigen es nicht, aber die vielen Klippschliefer und die Paviane nutzen es, um ihren Durst zu stillen.
Es ist nett, das ganze Gewusel zu betrachten. Die Pavian Familien vergnügen sich in den Felsen und sind nicht zu überhören.

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Wir aber haben ein Problem! An einem Reifen fehlt Luft. Aber es ist Hilfe in Aussicht. Dazu müssen wir die 700 m wieder nach unten fahren, diesmal aber noch vorsichtiger. Neben der Rezeption gibt es eine Werkstatt, und die netten Angestellten pumpen den Reifen auf. Sie meinen, der müsste jetzt halten. Na mal sehen!!! Also wieder nach oben, und wir kontrollieren jede Stunde, ob der Reifen auch hält. Es schaut gut aus, und somit können wir die Aussicht genießen.

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Um 17:00 Uhr kommt ein Angestellter vorbei und heizt hinter unserem Chalet den Ofen für das Warmwasser mit Holz an. Sehr interessant, so etwas hatten wir auch noch nicht. Das warme Wasser reicht für heute Abend und morgen früh zum Duschen.

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Den Sonnenuntergang, mit Blick in die Omaheke-Wüste und hinter uns die rot leuchtenden Sandsteinfelsen des Waterbergs, genießen wir bei einem Glas Wein auf der Terrasse unseres Chalets.

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Das Abend Menü wird im Restaurant serviert, und eine Feuerstelle in der Mitte des Restaurants sorgt für eine angenehme Atmosphäre.

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Teil 1628. Dez. 2018
Samstag (23. Juni 2018)

Am nächsten Morgen werden wir schon frühzeitig von den Pavianen geweckt, und nach dem Frühstück fahren wir weiter Richtung Windhoek. Aufgrund der guten Wegbeschreibung von unserem Reiseveranstalter Khasana Travel und der Navigations-App Sygic auf dem iPhone, finden wir die Unterkunft Maison Ambre Gästehaus im Stadtteil Klein Windhoek, im Westen von Windhoek gelegen, ohne Probleme. Eigentlich haben wir ein Standard Zimmer gebucht, aber wir bekommen ein komplett eingerichtetes Apartment für Selbstversorger mit separatem Wohn-/ Schlafbereich. Auch nicht schlecht.

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Empfangen werden wir erst von einer sehr netten Angestellten, später lernen wir aber auch noch Andrea und Willy kennen, welche die Besitzerin des Gästehauses immer wieder einmal für eine Zeit vertreten. Eigentlich wollten wir noch in das Zentrum von Windhoek, entscheiden uns aber dann, nur bis zum Geschäftszentrum von Klein Windhoek zu laufen. Im Restaurant Andy`s, essen wir eine leckere Pizza und trinken ein Bier.
Zurück in der Unterkunft relaxen wir am Pool, und da wir am Abend keinen großen Hunger haben, besteht das Abendessen aus Knabbereien, Bier und Wein. Dabei schauen wir uns das WM Spiel Deutschland – Schweden an. Man merkt, die Reise ist eigentlich schon zu Ende.
Teil 1728. Dez. 2018
Sonntag (24. Juni 2018)

Da unser Flug heute erst um 21:00 Uhr startet, nehmen wir das Zimmer noch zu einem moderaten Aufpreis bis zum Nachmittag. Wir packen gemütlich unsere Sachen, und ich lese am Pool das Buch Hummeldumm, welches an der Rezeption liegt. Ich habe es zwar schon vor einigen Jahren gelesen, kann mich aber immer wieder darüber amüsieren.
Dann ist es soweit, wir müssen zum Flughafen.

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Ohne Probleme geben wir unseren Toyota bei der Autovermietung Bidvest zurück, essen vor dem Flughafen noch eine Kleinigkeit und checken am Schalter im Flughafengebäude ein.

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Das Boarding erfolgt zwar eine halbe Stunde später als angegeben, aber dafür ist das Flugzeug wieder nicht ausgebucht, und somit nehmen wir uns jeweils eine Zweierreihe am Fenster. Sehr bequem können wir noch einmal einen Blick von oben auf Namibia nehmen, und haben jetzt genügend Zeit, die Eindrücke einer phantastischen Reise revue passieren zu lassen.

Fazit:
Diese Reise zählt zu den Schönsten, die wir bisher unternommen haben. Das mag daran liegen, dass wir durch die unterschiedlichsten Gebiete gefahren sind, tolle Tierbeobachtungen machen konnten, super Unterkünfte hatten, und die Menschen alle sehr freundlich und hilfsbereit waren.
Wir sind dankbar, dass wir ohne Pannen und gefahrlos auf diese Weise viele positive Eindrücke von Namibia, Botswana und Simbabwe bekommen haben. Wir gehen davon aus, dass dies nicht die letzte Rundreise im südlichen Afrika war, aber das nächste mal vermutlich wieder mit einem 4×4 Fahrzeug inkl. Dachzelt.


Weitere Fotos könnt ihr auf unserer Homepage www.seychellen-photos.de sehen.

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