Panasonic Leica 100-400 mm f4.0-6.3

17 Antworten · 5'714 Aufrufe · gestartet 10. Dez. 2018 von Old Women
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Themenstarter1'543 Beiträge · seit 201310. Dez. 2018 · #1
Hallo, ihr Lieben,

jetzt bräuchte ich einmal einen fachkundigen Rat bzgl. oben genannten Objektives.
In einigen Wochen steht unsere Costa Rica-Reise auf dem Programm. Im KTP habe ich dieses Jahr gemerkt, dass mein Teleobjektiv "Panasonic 100-300 mm" bei Vogelaufnahmen nicht immer meine Erwartungen ganz erfüllte. Nun meint mein Mann, ein neues Objektiv müsse her und ist am überlegen, oben genanntes anzuschaffen. Ich bin nun absoluter Laie, daher kann ich nicht beurteilen, wo die Unterschiede liegen.
Meine Frage lautet: hat jemand von euch Erfahrung mit dem oben genannten Objektiv, konkret: lohnt sich die Anschaffung oder sind die Unterschiede nur ganz, ganz minimal erkennbar? Die Kosten für das neue Leica Objektiv sind ja nicht gerade ein Pappenstiel.

Vielen Dank schon einmal im Voraus für fachkundige Antworten.

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2018
44 Beiträge · seit 201310. Dez. 2018 · #2
Hallo Beate,
ich habe mit dem 100-300 angefangen und 'neulich' dann das 100-400 gekauft. Das Objektiv ist fantastisch und jetzt klappen auch endlich Flugaufnahmen! Es ist jeden Euro wert.
Viele Grüße
Gr
260 Beiträge · seit 200710. Dez. 2018 · #3
Theoretisch geht dies schon, allerdings wirst du eher dass Ende des Tele also ca. 300-400mm brauchen und da ist dieses Objektiv eher schwach auf der Brust da es nicht besonders Lichtstark ist.

Wenn du da dann noch etwas abblenden musst oder es früher Morgen oder Spätabends ist, dann must du massiv mit der ISO hoch (rauschen?!) damit du Verschlusszeiten hinbekommst die für die Situation noch geeignet sind. Die Frage ist halt auch denkst den tendenziell auch an Fotos im Flug oder eher sitzende Vögel ab Stativ bzw. Monopod?

Ohne jetzt deine Ausrüstung kritisieren oder schlecht reden zu wollen, es ist mittlerweile so vieles machbar, aber es hängt halt davon ab was du fotografieren willst, unter welchen Lichtbedingunge und aus welcher Entfernung. Wo man also ganz bestimmt niemals sparen sollte ist bei den Objektiven und beim Stativ - die Kamera selbst ist meist nicht der Flaschenhals im ganzen System. Meist sind es Objektiv oder die Person hinter der Kamera 😄 😛

Beste Grüsse, viel Spass und gutes Gelingen
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
260 Beiträge · seit 200710. Dez. 2018 · #4
Was ich noch vergessen hatte, du meinest dass 100-300mm hatte die Erwartungen teilweise nicht erfüllt. Was exakt waren denn die Erwartungen bzw. in welchen Situationen hatte es euch denn im "Stich gelassen"? Leider erwähntest du dies nicht ..

Je nachdem wo das Problem gelegen ist, kann es sehr gut sein dass du mit dem neuen Objektiv nur Ausgaben aber NULL-KOMMA-NULL Nutzen hast. Denn im Grunde, soweit ich diese Objektive kenne, ist der einzige wirklich relevante Unterschied die Brennweite. Sprich du kannst mit dem neuen Objektiv aus der selben Distanz etwas näher ran an dein Objekt - that's it.

Solltest du aber bereits Mühe gehabt haben Vögel im Flug oder andere Viecher im "Galopp" bei moderater Distanz scharf auf's Bild zu bekommen, dann wird dies mit der neuen Linse eher nicht besser. Denn mehr Brennweite bedeutet gleichzeitig auch mehr Unruhe im Bild, höheres Verwacklungspotential etc.

Eventuell liegt ja das Manko gar nicht an der Linse? Vielleicht doch eher daran wie und mit welchen Einstellungen ihr fotografiert?

Nutzt ihr den Automatikmodus oder Programmfunktionen?

Cheers
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
Themenstarter1'543 Beiträge · seit 201310. Dez. 2018 · #5
Hallo, ihr Lieben,

@ "Gr": danke für deine Rückmeldung. Wir würden das Objektiv im Fachgeschäft vor Ort kaufen und ich werde mal fragen, ob Tiere in Bewegung auch besser damit gelingen.

@ "Monokelkobra":
Nutzt ihr den Automatikmodus oder Programmfunktionen?
Sowohl als auch!
Sprich du kannst mit dem neuen Objektiv aus der selben Distanz etwas näher ran an dein Objekt - that's it.
Das wäre schon sehr schön, gerade bei kleineren Objekten wie Vögel, Frösche, Spinnen etc.
Ich bin selbst nur Anfänger-Hobbyfotografin und fotografiere mit einer Lumix G81, also nichts Spektakuläres, aber für mich absolut okay, nur bei meinem Tele, da war ich nicht immer zufrieden. Ich muss mal sehen. Unser Fotogeschäft wird uns das Objektiv sicherlich auch einmal zum Ausprobieren vorm Geschäft mitgeben, aber ob ich dann in der Schnelle die Unterschiede feststellen kann? Bei Tieren im Flug habe ich bisher immer "versagt" 😗 .

Herzliche Grüße
Beate
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zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2018
324 Beiträge · seit 201810. Dez. 2018 · #6
Hi,

ich hatte auch mit dem 100-300er angefangen, vor meiner großen Namibia-Rundreise aber kalte Füße bekommen und mit das 100-400er gekauft. Ich kann nur sagen: Ich habs nicht bereut! Klar, es ist nicht ganz billig, aber für mich war es jeden Cent wert. Es liefert tolle Bilder und bei Tieraufnahmen kommt es häufig auf jeden mm an. Aber am Ende - wie das einige vorhergehende Antworten schon geschrieben haben - kommt es darauf was du fotografieren willst und vor allem was für Situationen dich da erwarten.

Nichtsdestotrotz fand ich, hat in vergleichbaren Situationen das 400er schönere Fotos geschossen. Muss aber jeder selbst entscheiden, ob es ihm den Aufpreis wert ist.

viele grüße Jens
06/2026: Botswana; 10/2025: Namibia, Botswana; 10/2023: Namibia, Botswana; 11/2018: Südafrika, Namibia; 06/2012: Südafrika; 11/2010: Namibia, Botswana
1'014 Beiträge · seit 201610. Dez. 2018 · #7
Bei Tieren in Bewegung kommt es nicht nur auf das Objektiv an sondern z.B. auch auf die Einstellungen der Kamera (also kurze Verschlußzeiten, um die Bewegung einzufrieren) und dem Geschick, den Schärfepunkt genau auf dem Objekt der Begierde zu halten (bei Tieren am besten auf den Augen) und das quasi zu verfolgen. Das beste Objektiv nützt Dir gar nichts, wenn Du (oder die Automatik der Kamera) den Fokus nicht auf das Tier legt sondern auf das Gras oder den Ast davor scharf stellt. Der automatische Fokus "schnappt" sich meist das erste, was scharf gestellt werden kann. Probier mal das Sportprogramm mit manuellem Fokus, da hast Du kurze Verschlußzeiten und Serienbilder voreingestellt. Üben kann man gut auf einer Pferderennbahn oder einem Tierpark mit Vogelflugshow. Oder im Sommer ganz simpel an einer beliebten Moppedstrecke.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2018
260 Beiträge · seit 200710. Dez. 2018 · #8
Also für Frösche und Spinnen, da wäre ein gutes lichtstarkes (ca. f/2.8) Makro-Objektiv ganz klar zu bevorzugen, alles im Bereich von 85-150mm hat sich hier bei mir bestens bewährt. Für Vögel muss es oft ein Tele sein, und da bist du mit 300-400mm recht gut bedient.

Aber um fliegende Vögel zu erwischen und dies auch noch scharf, da ist schon mehr erfoderlich als ein Objektiv mit mehr Brennweite.

Ich bin ganz bei dir, hole dir mal das Objektiv welches du dir anschaffen willst und geh mal irgendwo hin wo du Vögel, Reiter fotografieren kannst. Schau dass du dann dein Altes und dein Neues Objektiv gleichzeitig testen und quervergleichen kannst.

Wenn du bei der Fotoausbeite (Verhältnis Anzahl gute zu schlechte Fotos) mit dem neuen Objektiv nicht besser fährst als mit dem Alten, dann musst du dir überlegen ob du wirklich 1'200-1'500 Euro ausgegeb willst rein nur für die zusätzlichen mm an Brennweite.

Wenn es dir aber leichter von der Hand geht, und die Fotos im Schnitt häufiger besser sind als vorher, dann ist es sicherlich eine Überlegung wert.

Viel Erfolg und allzeit gute Wahl 😉
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
260 Beiträge · seit 200710. Dez. 2018 · #9
Oh, und die Programmautomatik ist für Schnappschüsse geeignet aber nicht zum fotografieren, denn fotografieren tut man eigentlich bewusst. Daher würde ich dir zudem noch anraten mal an einen Fotokurs zu denken, ich denke es macht einfach extrem viel Sinn die Theorie und Physik hinter dem Ganzen zu verstehen. Einziger Vorteil der bei Automatik ist einfach der, dass man fast immer und zu jederzeit irgendwas auf den Sensor bekommt, gerade wenn etwas spontan passiert hat man im manuellen Modus fast keine Chance zeitgerecht zu agieren und alle Einstellungen nach Schulbuch vorzunehmen. Aber da seh ich es dann eben sportlich, ich hab dann lieber KEIN Foto und geniesse es einfach in ECHT, als ein "geht so Foto" zu haben, dass ich sowieso niemandem zeigen will, selbst nie mehr anschaue und hab dafür dann den ganzen Spass verpasst.

BTW:
Gerade Frauen haben oft ein exzellentes Auge und gutes Gespür für das Objekt und die Bildkomposition, wenn dann noch ein gutes Verständnis für dass "wie mache ich was", "und warum mach ich es so" dazu kommt, dann sind geniale Bilder fast schon garantiert.


just my two cents
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
6'369 Beiträge · seit 201110. Dez. 2018 · #10
Hoi Beate

Ich hatte zuerst das Olympus 75-300 und dann hab ich mir das PanaLeica 100-400 zugelegt, passend zum Olympus 12-100mm am Zweitbody.
Ich kann nur sagen: Hammerteil!
Ein Wirklich grosser Unterschied!
@ Monokelkobra: Hast Du Erfahrung mit dem Objektiv oder hast Du aufgrund der technischen Daten vergleichen?
Hier mal ein Bildausschnitt Pixel für Pixel, also voll reingezoomt bei einem meiner ersten Bilder mit diesem Objektiv an einer Olympus OM-D E-M5II:

Vogel-im_Flug-400mm-1zu1.jpg


Und hier das verkleinerte 16-Megapixel-Originalbild:

Vogel-im_Flug-400mm-Ganz.jpg
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
126 Beiträge · seit 200910. Dez. 2018 · #11
Hallo Beate,

Vorab: Ich fotografiere auch mit mft, allerdings mittlerweile Olympus; warum schreibe ich unten mit dazu.

Vogelfotografie und im Besonderen Vögel im Flug sind ein Spezialthema und da müssen Kameraeigenschaften, Objektivqualität und Anwendungswissen gut zusammen passen, um sehr gute Aufnahmen zu bekommen.
Zur Kamera: Für Vögel im Sitzen ist die Lumix G81 sicher ok, die 16 Megapixel sind allerdings etwas sparsam, weil du damit eben bei weit entfernten Vögel nicht so viele Reserven hast, um gute Ausschnittvergrößerungen zu machen. Für Vögel im Flug würde ich mal ganz direkt sagen - mehr als Zufallstreffer sind mit der Kamera nicht möglich. Der Autofocus ist zu langsam und die Serienbildfrequenz mit ich meine 9 B/sec sollte für eine gute Trefferquote auch höher sein. Bei der Autofocusgeschwindigkeit isind mft-Kameras im Vergleich zu SLR immer noch im Nachteil. Von Kamerageneration zu Kamerageneration werden hier noch sehr nennenswerte Verbesserungen erreicht, aber (das Top-Modell von Panasonic kenne ich nicht) bei Olympus ist es klar dass ich mit dem Vorgängermodell OMD EM1 Mark I vielleicht fünf gute Vogelflugbilder im Flug hatte. Mit dem jetzigen Topmodell Mark II sind es Dutzende guter Bilder im Jahr. Der Autofocus ist Welten schneller und treffsicherer und eine Serienbildgeschwindigkeit von 60 B/sec führt bei Flugaufnahmen eben auch zu mehr Treffern. Die Kamera kostet ca. 1.500 € und meiner Meinung nach macht im Olympussystem mit allen anderen Kameras nur beschränkt Sinn. Ich denke das wird bei Panasonic parallel anzuwenden sein.

zum Objektiv: Das 100-400 ist ein feines Objektiv und sowohl optisch besser als das 100-300 und es hat eben die 100 mm mehr Brennweite. Du wirst im Vergleich zum 100-300 schon einen deutlichen Fortschritt erzielen, nur eben (s.o.) nicht unbedingt bei Flugaufnahmen. Das einzige Objektiv im mft-System, das nochmal deutlich besser ist ist das zuiko 300mm von Olympus: Festbrennweiten sind in der Regel immer optisch besser (aber eben unflexibler) als Zooms und das zuiko kostet um 2.000 € und teurere Objektive sind eben idR besser als billige.

zur Fototechnik: mit Programmautomatik erreicht man selten das Optimum. In der Regel solltest du für Flugaufnahmen mit Blendenvorwahl fotografieren und die kleinste Blende einstellen, um eine möglichst kurze Verschlusszeit zu erreichen. Die ISO aus dem selben Grund etwas hoch (400) , die Serienbildgeschwindigkeit so hoch wie möglich und dias Autofokusfeld vielleicht auf 9er-Feld, ( das ist aber schwierig pauschal zu sagen) und wenn die Kamera das ermöglicht würde ich diese Einstellungen auf eine spezielle Taste oder ein Wahlrad legen, damit du schnell umstellen kannst, wenn ein Vogel rumsitzt - sonst ist er längst weg, bis du alles eingestellt hast.

Fazit: Fototechnik kannst du selbst lernen und ohne große Kosten verbessern. Wenn du auf sitzende Vögel aus bist, investiere ins Objektiv, wenn das Ziel fliegende Vögel sind würde ich in eine bessere Kamera investieren.

Viel Erfolg

Norbert
134 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #12
Ich hab das Objektiv an einer GH5 und bin absolut begeistert:
1. 800 mm Supertele in Form einer handlichen Kamera.
2. Die Bildstabilisierung ist phantastisch, ich habe noch scharfe Aufnahmen mit einer 1/30 oder noch länger machen können.
3. Kürzeste Entfernung 1,3 m. Unglaublich!! Das muss man mal ausprobiert haben, ist dann doch schon ein Hammer-Makro!!

Die Bilder unten wurde mit 400 mm gemacht und sind Bildausschnitte.

Gruss Eva
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2018
Themenstarter1'543 Beiträge · seit 201311. Dez. 2018 · #13
Hallo, ihr Lieben,

erst einmal ganz lieben Dank für all eure Posts. Ich bin noch dabei zu sortieren. Aber was ich weiß, ist, dass ich mir beide einmal im Vergleich anschauen muss. Daher habe ich mir in unserem Fotogeschäft das Leica zum Ausleihen vorbestellt. Die Gebühr ist allemal zu verschmerzen und wird auch gegebenenfalls bei einem Kauf verrechnet. Das ist Service, den das Internet leider nicht bietet, und da bin ich gerne bereits, auch mal etwas mehr zu zahlen. Unser Fotogeschäft bietet das Objektiv z. Z. für 1298€ an. Das ist, so glaube ich, ein guter Preis.
Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten.

Herzliche Grüße
Beate
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131 Beiträge · seit 201711. Dez. 2018 · #14
yanjep schrieb:Bei Tieren in Bewegung kommt es nicht nur auf das Objektiv an sondern z.B. auch auf die Einstellungen der Kamera (also kurze Verschlußzeiten, um die Bewegung einzufrieren) und dem Geschick, den Schärfepunkt genau auf dem Objekt der Begierde zu halten (bei Tieren am besten auf den Augen) und das quasi zu verfolgen. Das beste Objektiv nützt Dir gar nichts, wenn Du (oder die Automatik der Kamera) den Fokus nicht auf das Tier legt sondern auf das Gras oder den Ast davor scharf stellt. Der automatische Fokus "schnappt" sich meist das erste, was scharf gestellt werden kann. Probier mal das Sportprogramm mit manuellem Fokus, da hast Du kurze Verschlußzeiten und Serienbilder voreingestellt. Üben kann man gut auf einer Pferderennbahn oder einem Tierpark mit Vogelflugshow.
Wenn du es schafft fliegende Vögel oder rennende Säugetiere manuell(!) richtig zu fokussieren musst du ein ziemliches Genie sein. Es sei denn du hast die Blende so weit geschlossen, dass die Schärfentiefe gegen unendlich geht - aber dann ist nichts mehr mit kurzen Verschlusszeiten.

Vogelschau oder Pferderennbahn sind sicher ein guter Ort zum ausprobieren. Zu meiner EOS 7D MKII gibt es einen 27-seitigen "Leitfaden AF-Einstellung", selbst damit gibt es jede Menge Ausschuss wenn man den AF nicht richtig bedienen kann.

Gruss
1'014 Beiträge · seit 201611. Dez. 2018 · #15
Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte nicht, manuell scharfzustellen sondern die Entscheidung, was scharfgestellt werden soll, nicht der Kamera zu überlassen. Also statt manuellem Fokus (wäre in der Tat Quatsch) die manuelle Auswahl des Fokuspunkts.
Zum Üben ist auch ein Schmetterlingshaus bestens geeignet und den Flattertieren nachzujagen macht Spaß.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2018
158 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #16
Hallo Old Woman,
hast du schon mal daran gedacht dir eine gute Bridge Kamera zuzulegen?
Wenn du nicht der extrem Fotograf bist, wäre das evtl. eine gute Alternative!
Bevor du 1.000 EUR für ein neues Objektiv ausgibst, bekommst du z.B. mit der Sony DSC-RX10M4 eine Kamera, die den kompletten Zoombereich abdeckt.
Der Vorgänger Sony DSC-RX10M3 ist bei Amazon heute im Tagesangebot für 999 EUR zu bekommen.

Hier kannst du dich einmal in die Welt der Bridge Kameras einlesen:
https://www.chip.de/bestenlisten/Bestenliste-Digitalkameras--index/index/id/996/

Ich hatte früher auch eine Spiegelreflexkamera mit mehreren Objektiven, die ich mit mir rumgeschleppt habe, und dazu noch einen Camcorder!

Jetzt bin ich hiermit unterwegs und habe es nie bereut ...
https://namibia-forum.ch/forum/15-fotos/296279-panasonic-lumix-dmc-fz1000.html
Eigentlich bereue ich nur, daß ich nicht schon früher umgestiegen bin 😉
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2018
126 Beiträge · seit 200911. Dez. 2018 · #17
Hallo Hosenmatz,

dein Beitrag führt jetzt vom ursprünglichen Thema ziemlich weg und ich will hier auch gar keine Grundsatzdiskussion lostreten. Bei Fotografie (wie bei vielem anderen auch) ist alles eine Frage des Anspruchs. Aber das Ziel der Threadstarterin ist doch bessere Vogelbilder zu machen, als mit Ihrer jetzigen Ausrüstung. Und da ist eine Bridgekamera sicher nicht zielführend. Wobei natürlich die Frage ist was man unter besser versteht. Aber wenn man damit scharfe, detailreiche Bilder meint, wo man bei Vögeln einzelne Federn sieht oder bei Tieren die Haare, dann braucht man dazu möglichst etwas mehr Megapixel als ihre jetzige Kamera und gut auflösende Optiken - und die sind groß und schwer und nicht in einer Bridgekamera. Das sieht man ja auch an den von dir verlinkten Bildern. Wenn es nicht am Detailverlust beim Hochladen liegt, dann sieht man dabei mit 1-2 Ausnahmen das Tier, aber keine scharfen Details. Das ist völlig ok, wenn einem das gefällt, aber man muss jetzt kein Extremfotograf sein, um höhere Ansprüche zu haben.

Nichts für ungut

Norbert
158 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #18
Ich bin halt nicht so der Nahaufnahme-Fotograf.
Das ist durchaus auch gut möglich.
Man sollte solche Kameras nur eben nicht ungetestet ausschließen, wenn man kein Profifotograf ist.
Denn damit ist mehr möglich als man denkt 🙂