4 Wochen Ersttätertour im September/Oktober 2018

Reisebericht 125 Antworten · 17,6k Aufrufe · gestartet 07. Dez. 2018 von Bayernrudi
Themenstarter84 Beiträge · seit 201813. Dez. 2018 · #41
Gegen 15.00 Uhr starten wir zu unserem ersten Erkundungsgang durch Swakopmund. Zunächst gehen wir in Richtung Leuchtturm, der 1902 von der Deutschen Schutztruppe erbaut wurde.

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Vorbei am Museum, das wir morgen besuchen wollen, schlendern wir in Richtung Meer. Auf einem grünen Rasen tummeln sich eine Reihe von Helmperlhühnern. Die Kopfform ist wirklich spaßig.

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An Der Meeresfront weht ein kühler Wind. Immer wieder werden wir von Schwarzen angesprochen, die uns kleines Kunstgewerbe verkaufen wollen. Sie beginnen immer mit den Worten „I am not criminal“. Dann gehen wir die 1905 errichtete Landungsbrücke hinaus. Von hier haben wir einen schönen Blick auf die Stadt.

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Nach einem Foto vom 1906 fertiggestellten Hohenzollern-Haus trinken wir in einem kleinen Cafe, von der Sonne etwas erwärmt, ein Bierchen bzw. Glas Rotwein. Dann geht’s in das Guesthouse zurück.

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Abendessen gibt’s heute im vor einigen Wochen eröffneten „Altstadt Restauran“. Da wir nicht reserviert haben, bekommen wir einen Platz im halb überdachten Biergarten. Trotz Heizpilz ist es nicht gerade mollig warm. Das Essen passt, ist aber nicht überwältigend.
Themenstarter84 Beiträge · seit 201813. Dez. 2018 · #42
26.9.2018
Nach dem Frühstücken fahren wir zuerst zum Spar-Supermarkt. Anschließend gehen wir zum Alten Deutschen Bahnhof hinüber, in dem jetzt ein Luxushotel untergebracht ist.

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Nur wenige Meter entfernt steht eines der schönsten alten Gebäude der Stadt, das Alte Amtsgericht aus den Jahren 1906 bis 1908.

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Dann besuchen wir die Kristall Galerie (Eintritt p.P. 50 N$). Hier ist eine Vielzahl der verschiedenen Edelsteine und Mineralien, die in Namibia zu finden sind, ausgestellt. Die Vielzahl und die Qualität der ausgestellten Steine sind schon beeindruckend.

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Nach dem Besuch der Galerie fahren wir ein kurzes Stück zum Museum hinunter. Das Museum (Eintritt p.P. 30 N$), in dem alle Angestellten deutsch reden, ist schon etwas Besonderes. Es hat eine sehr große Anzahl an Ausstellungstücken aus verschiedenen Gebieten vorzuweisen – die deutsche Geschichte in dieser Gegend mit alter Apotheke und Zahnarztpraxis, die Tierwelt Namibias, die verschiedenen ethnischen Gruppen des Landes und vieles mehr.

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Nach einem Espresso in wärmender Sonne fahren wir zum Guesthouse zurück.
Themenstarter84 Beiträge · seit 201813. Dez. 2018 · #43
Am Nachmittag starten wir zu unserem letzten Stadtbummel. Im Ice & Spice Cafe sitzen wir schön in der Sonne. Ich schlage beim Mittwochsangebotsangebot für Pensionäre zu – Kaffee und Käsekuchen für sensationelle 21 N$. Dann schauen wir uns das alte Woermann-Haus aus dem Jahr 1894 an. Für 20 N$ bekommen wir den Turmschlüssel und können die 92 Stufen bis zur Aussichtsplattform hinaufsteigen. Von hier oben haben wir einen schönen Rundumblick auf die Stadt, das Meer und die Sanddünen im Hintergrund.

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Auf dem Heimweg schauen wir in einen Verkaufsladen des „Katutura Projektes“. Wir unterstützen die Initiative, die arme namibische Kinder und Frauen unterstützt und zur Selbsthilfe beiträgt, indem wir eine kleine, geflochtene Schale für 145 N$ kaufen.
Kurz vor unserem Guesthouse mache ich noch einige Fotos von der alten Kaserne der deutschen Schutztruppe aus dem Jahr 1907. Heute ist hier eine Jugendherberge untergebracht.

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Direkt daneben steht das Prinzessin-Rupprecht-Heim von 1901, als Lazarett für die damalige Schutztruppe errichtet. Heute dient das Gebäude als Altenheim und als Touristenpension.

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Nach einer Erholungspause in unserem Guesthouse geht’s zum Abendessen, heute ins „The Tug“, eines der besten Lokale der Stadt. Hier haben wir schon vor 2 Tagen einen Tisch reservieren lassen. Das Restaurant liegt am Beginn der Landungsbrücke und ist in einem ausgedienten Schiff untergebracht. Zunächst erleben wir jedoch einen ganz tollen Sonnenuntergang.

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Dann gibt’s das Essen. Monika hat sich für einen Veggieburger mit Pommes entschieden. Ich bekomme ein Seefoodcurry mit Reis. Es sind sehr große Portionen, der Geschmack ist fantastisch. Inklusive Wasser, 2 Bier, 2 Glas Rotwein bezahlen wir 495 N$. Da kann man nicht meckern.

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Themenstarter84 Beiträge · seit 201813. Dez. 2018 · #45
@ Konni
Hallo Konni,
schön, dass du auch dabei bist. Natürlich ist es noch nicht zu spät, zwei weitere Wochen folgen noch.

LG Rudi
Themenstarter84 Beiträge · seit 201813. Dez. 2018 · #46
27.9.2018
Nach dem Frühstück wird zunächst der Mietwagen aufgetankt. Um kurz nach 8.30 Uhr verlassen wir Swakopmund auf der B2 in nordöstlicher Richtung. Nach ca. 20 km hat sich der Hochnebel aufgelöst, es wird sehr schnell wieder sehr warm. Die Strecke verläuft durch wüstenähnliche Landschaft, in der Ferne erheben sich verschiedene Felsmassive. Nach 119 km biegen wir links auf die D1918 ab, da wir einen Zwischenstopp bei der Spitzkoppe einlegen wolllen. Weitere 17 km später setzen wir unsere Fahrt auf der D3716 fort. Neben der Straße sehen wir immer wieder kleine Stände von Mineraliensammlern, ihre Verkaufsstände sind manchmal aus Getränkedosen zusammengezimmert.

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Nochmal 30 km und wir sind gegen 11.00 Uhr am Eingangstor zur „Nature Reserve Spitzkoppe“. Wir bezahlen den Eintritt (p.P. 55 N$, Auto 75 N$) und buchen gleich eine geführte Tour zu „Bushmen’s Paradise“. Zwei weitere Deutsche sind mit dabei. Wir fahren mit unseren Mietwagen – inklusive Guide Michael – zu unserem Ziel. Wir stellen unsere Autos ab und ziehen uns mit Hilfe einer Eisenkette ca. 150 m über eine steile Felsplatte empor.

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Oben angekommen sind wir bei der Hitze ganz schön geschafft, aber der beschwerliche Aufstieg hat sich gelohnt. Wir haben einen schönen Blick auf die unter uns liegende Ebene. Auch die riesigen, abgerundeten Felsen um uns herum sind fantastisch.

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Nach einer kurzen Erholungsphase setzen wir unsere Wanderung fort. Unser Guide erklärt uns die Bedeutung verschiedener Bäume für die Buschmänner, wie den Brotfruchtbaum.

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Wenig später kommen wir zu einer überhängenden Felswand. Hier erklärt uns Michael einige Felszeichnungen, die zwischen 2000 und 4000 Jahren als sein sollen und von den San stammen.

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Weiter oben erkennen wir 2 Klippspringer.

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Dann hangeln wir uns wieder den steilen Abhang hinunter.

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Auf der Rückfahrt machen wir mit Michael noch einen Abstecher zum Felsbogen, auch als „Rock Arch“ oder „The Bridge“ bezeichnet. Das Ganze erinnert etwas an die Arches, die wir schon in Utah gesehen haben.

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Beim kleinen Restaurant kaufen wir uns eine kühle Cola und essen von unseren mitgebrachten Chips, Salzstangen und Biltong. Um 14.00 Uhr geht’s zunächst auf dem gleichen Weg (D3716 und D1918) zur B2 zurück, der wir in östlicher Richtung folgen. Nach 24 km erreichen wir das kleine Farmerstädtchen Usakos. Von hier haben wir einen schönen Blick auf das Erongogebirge. Hier biegen wir auf die Piste D1935 in Richtung Norden ab.

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Themenstarter84 Beiträge · seit 201814. Dez. 2018 · #47
Beim Durchqueren von mehreren ausgetrockneten Flussbetten geht’s immer wieder mal runter und rauf. Nach weiteren 24 km haben wir gegen 15.10 Uhr das Tor der Hohenstein Lodge erreicht. Insgesamt sind wir heute 239 km gefahren, davon 143 km auf Teer. Wir werden sehr nett mit einem Erfrischungsgetränk begrüßt. Unser Häuschen mit einer kleinen Terrasse macht einen schönen Eindruck auf uns.

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Von hier hat man einen tollen Blick in das mit uralten Kameldornbäumen bestandene Tal mit einer künstlichen Wasserstelle, auf den 1469 m hohen, noch auf dem Farmgelände gelegenen Kaichanab und auf ein gewaltiges Bergmassiv. Es handelt sich um den Hohenstein, den höchsten Berg im Erongo Massiv (2319 m).

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Bevor wir uns häuslich einrichten, gibt’s erstmal Kaffee und Kuchen – wieder kostenlos. Am späten Nachmittag mache ich einen kleinen Spaziergang im Tal unter uns. Ich sehe einige Springböcke und Rotschnabelfrankoline. In einem hohen Baum schreien einige graue Vögel, als ich näherkomme. Es sind Graulärmvögel, die durch ihre Schreie andere Tiere vor drohender Gefahr warnen.

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Am Abend setzen wir uns auf die Terrasse des Haupthauses und genießen bei einem Getränk den Sonnenuntergang. Neben der untergehenden Sonne lugt die Spitzkoppe hervor. Das anschließende Abendessen, ein 3-Gänge-Menü, stellt uns voll zufrieden.

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Themenstarter84 Beiträge · seit 201814. Dez. 2018 · #48
28.9.2018
Ich stehe schon um 6.45 Uhr auf und erlebe einen wunderschönen Sonnenaufgang. Am Morgen ist es noch frisch, sodass eine Jacke guttut.

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Beim Frühstück können wir einer Horde Paviane zuschauen, die sich am Wasserloch tummelt.

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Anschließend starten wir zu einer Wanderung, dem sog. „Damara Triail“. Es geht durch ein ausgetrocknetes Flussbett, durch Savannenlandschaft, vorbei an verschiedenen Felsformationen. Auch einige Tiere sind zu sehen. Auf einem großen Baum sitzt ein schöner Rotschnabeltoko.

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Verschiedene Eidechsen sind fast nicht zu erkennen, da sie farblich von den Felsen kaum zu unterscheiden sind.

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Am Ende machen wir einen Abstecher zu einem geräumigen Unterstand, schön unter Bäumen gelegen. Von hier aus kann man verschiedene Vögel beobachten, die zur angelegten Wasserstelle kommen.

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Nach ca. 2 Stunden sind wir zurück. Ich genehmige mir auf der Terrasse ein kühles Windhoek Draught. Wir beobachten am Wasserloch einen einzelnen Pavian, als sich drei Strauße nähern. Diese bleiben jedoch in gebührendem Abstand stehen. Scheinbar haben sie Respekt vor dem Pavian. Es dauert eine ganze Zeit, bis sie sich doch zum Wasserloch trauen.

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1'111 Beiträge · seit 201614. Dez. 2018 · #49
Ich habe auch Respekt vor Pavianen... 😮 die haben laaaaaange Zähne...
Schönes Licht habt ihr da gehabt 🙂
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
Themenstarter84 Beiträge · seit 201814. Dez. 2018 · #50
@ earlybird71
Hallo Tanja,
da hast du recht. Einige Tage später konnten wir bei der Vingerklip Lodge eine Horde Paviane beobachten, als sie ein Reetdach eines Hauses auseinander genommen haben.

Gruß Rudi
Themenstarter84 Beiträge · seit 201814. Dez. 2018 · #51
Nachdem wir eine Weile am schönen Pool gelegen sind, gibt’s um 15.00 Uhr wieder Kaffee und Kuchen.

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Dann starten wir zu unserem gebuchten „Small Miner Drive“. Wir sind heute mit unserem Guide und Fahrer Gerson alleine unterwegs. Mit dem Landrover geht’s durch die Savanne in Richtung Gebirge. Gerson ist sehr zurückhaltend, bringt aber sehr viel fundiertes Wissen mit, sei es über die Bedeutung einzelner Pflanzen oder über verschiedene Tierarten. Unterwegs bekommen wir Paviane zu Gesicht, die nicht weit entfernt auf einem Felsen sitzen.

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Außerdem sehen wir drei Springbockweibchen mit ihren Jungen – putzig. Das eine Junge holt sich gerade eine Portion Milch von seiner Mama.

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Am Fuß der Berge stellen wir unser Auto ab. Dann beginnt der Aufstieg zu den „Small Miners“. Hier in den steilen Hängen haben die Mineralienschürfer ihre Lager.

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Unser Weg führt uns durch den sog. „Boulder Forest“. „Boulder“ werden die riesigen, rundlichen Felsbrocken genannt, die hier überall herumliegen.

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Da es für mich sehr anstrengend ist, in der Hitze hinaufzusteigen und die Zeit auch schon fortgeschritten ist, gehen wir auf den Vorschlag unseres Guides ein, nicht mehr bis zum Hauptlager der Mineraliensucher zu gehen. Nach ca. 70 % des Aufstiegs unterrichtet Gerson die Miner, dass wir hier auf sie warten. Es dauert auch nicht lange, und insgesamt sechs von ihnen kommen mit einigen „Schätzen“ zu uns herunter. Es entwickelt sich ein nettes, informatives Gespräch über ihr karges Leben in den Bergen. Sie erzählen auch, wie sie von Geschäftsleuten in Swakopmund oder Windhoek übers Ohr gehauen worden sind. Ich suche mir von jedem Schürfer 2-3 kleine Stücke heraus. Handeln muss man natürlich auch. Zum Schluss sind wir alle zufrieden und gehen lachend auseinander.

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Wir steigen zum abgestellten Landrover hinunter und fahren zur Lodge zurück. Plötzlich taucht eine dreiköpfige Giraffenfamilie nur wenige Meter von uns entfernt auf. Wir können sie sehr gut beobachten und einige Fotos machen.

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Das Abendessen ist wieder ausgesprochen gut und reichlich.

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Themenstarter84 Beiträge · seit 201814. Dez. 2018 · #52
29.9.2018
Ca. 1 km von der Lodge sehen wir eine große Giraffe, nur wenige Meter vom Weg entfernt.

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Auf der D1925 fahren wir Richtung Norden. Diese Straße mündet nach einigen Kilometer in die D2306. Nach 65 km biegen wir links auf die Straße C36 ab, die nach Westen verläuft. Der Zustand der Strecke war bis jetzt erstaunlich gut. Auch die C36 zeigt sich meist in einem brauchbaren Zustand, denn sie wurde in großen Teilen erst frisch begradigt. Dann erreichen wir den kleinen Ort Uis. Hier tanken wir unseren Duster voll und füllen im Supermarkt unseren Wasservorrat auf. Kurz hinter dem Ort biegen wir auf die C35 in nördlicher Richtung ab. 15 km später geht’s links auf die D2359. Unser Ziel, das Brandbergmassiv ist schon zu sehen.

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Noch mal 23 km und unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte, die Brandberg White Lady Lodge, ist erreicht. Wir melden uns an der Rezeption an und buchen gleich einen „Elephant Drive“ für morgen früh. Die eventuelle Sichtung der Wüstenelefanten in dieser Gegend war der Hauptgrund dafür, dass wir hierher gefahren sind. Dann fahren dann einige Hundert Meter bis zu unserem Häuschen. Es steht unter einem hohen Baum und ist aus massivem Naturstein erbaut. Innendrin ist es überraschend kühl, obwohl es keine Klimaanlage gibt. Draußen ist es mittlerweile über 35oC. Das Häuschen ist einfach, aber nett eingerichtet – Steckdosen Fehlanzeige. Im Haupthaus kann man seine Elektronika aber aufladen.

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Nachdem wir alles verstaut haben, fahren wir zum Haupthaus hinüber und setzen uns mit einem kühlen Bier vom Fass bzw. einem Glas Rotwein in die Nähe des Pools in den Schatten.

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Zurück bei unserem Häuschen relaxen wir etwas. Dann mache ich einen kleinen Spaziergang in der näheren Umgebung. Einige Graulärmvögel machen wieder Krach, als sie mich sehen. Hier wachsen viele grün belaubte Bäume.

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Bevor es zum Abendessen ins Haupthaus geht, genießen wir noch die untergehende Sonne – tolle Farbtöne.

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Das 3-Gänge-Menü ist heute nicht überragend, aber gute Hausmannskost. Vor unserem Häuschen gibt’s noch einen Absacker, während wir den schönen Sternenhimmel bewundern.
Themenstarter84 Beiträge · seit 201814. Dez. 2018 · #54
@Konni
Danke Konni für den Hinweis. Ich weiß, dass ich nicht der gute Tierekenner bin.

LG Rudi
5'050 Beiträge · seit 201414. Dez. 2018 · #55
Danke Konni für den Hinweis. Ich weiß, dass ich nicht der gute Tierekenner bin.
Hi Rudi,

dass ist ja auch nicht schlimm! Mir ist es übrigens erst im letzten Moment aufgefallen, nachdem ich "schön" in Verbindung mit Rotschnabeltoko gelesen habe. Meiner Meinung nach ist der nämlich nicht unbedingt der hübscheste Vertreter der Tokos. 😗

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter84 Beiträge · seit 201815. Dez. 2018 · #56
30.9.2018
Um kurz vor 7.00 Uhr erleben wir einen schönen Sonnenaufgang. Das Brandberg-Massiv schaut auch richtig „verbrannt“ aus.

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Nach dem Frühstück starten wir pünktlich um 8.00 Uhr zu unserem gestern gebuchten Ausflug, dem sog. „Elephant Drive“ (p.P. 450 N$). Wieder sind wir die einzigen Touris, die mit Fahrer und Guide Helmut im Jeep sitzen. Was wir noch nicht wissen, es wird ein Höhepunkt unserer Rundreise. Wir fahren ungefähr 45 Minuten über Stock und Stein, bis wir das ausgetrocknete Flussbett des Ugab erreichen. Helmut schaut immer wieder mal aus dem Jeep, um die Spuren zu verfolgen. Weitere 15 Minuten später, als er keine Spuren mehr sieht, kehren wir um. Wenig später sehen wir den ersten jungen Bullen – nur wenige Meter von uns entfernt. Er kommt auf unser Auto zu und drückt mit seinem Rüssel einige Male gegen die vordere Stoßstange. Monika entfährt ein „oh, oh“, worauf Helmut antwortet „Dont’t worry, he knows this car“.

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Dann sehen wir das zweite Exemplar, hinter einem Baum grüne Blätter fressend.

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Und dann dauert es nicht mehr lange, bis sich alle sieben Mitglieder der Gruppe zusammenfinden. Helmut stellt den Motor ab und wir können die Elefanten aus nächster Nähe beobachten und fotografieren. Eines der Tiere drückt mit dem Rüssel fest gegen den Stamm eines Kameldornbaumes. Sofort purzeln viele Samentaschen zu Boden. Von dort werden sie mit dem Rüssel aufgesaugt und ins Maul geworfen.

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Nachdem wir die Gruppe über ½ Stunde ausgiebig beobachtet haben, machen wir uns auf einer anderen Piste auf den Rückweg. An einer Felswand machen wir eine Pause. Wir bekommen kühles Mineralwasser, während Helmut einige Schieferplatten ins Auto legt. Er möchte später eine Vertiefung der Piste auffüllen. Ich entdecke an der Felswand zwei Welwitschias. Bisher war ich der Meinung, dass diese nur in der Wüste bei Swakopmund wachsen.

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Etwas später durchqueren wir ein Sumpfgebiet. Hier hält sich das Wasser das ganze Jahr über. Wir helfen Helmut, eine tiefe Stelle mit den Schieferplatten auszubessern.

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Wenig später sehen wir eine Horde Paviane, die auf einem Felsen herumturnt.

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Nach 3 Stunden sind wir wieder in der Lodge zurück – was für ein toller Ausflug.
Themenstarter84 Beiträge · seit 201815. Dez. 2018 · #57
Im Poolbereich genehmigen wir uns ein kühles Bier bzw. einen „Rock Shandy“.

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Dann geht’s zu unserem Häuschen. Auf der Terrasse gibt’s eine kleine „Brotzeit“ – Chips, Salzstangen und Biltong. Während sich Monika in die Hängematte legt, schreibe ich an meinem Reisebericht weiter. Am Nachmittag geht’s nochmal zum Pool. Bei der Wärme ist das Wasser sehr erfrischend. Vor dem Sonnenuntergang sind wir wieder am Haupthaus. Wir steigen einen kleinen Hügel zum sog. „Sundowner Viewpoint“ hinauf und genießen die Farben der untergehenden Sonne.

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Das Abendessen ist wieder gute Hausmannskost. Danach genehmigen wir uns im Außenbereich noch einen Drink – Monika eine „White Lady“, d.h. Baccardi, Wodka Pfefferminzlikör, Bitter Lemon und Eis, ich einen sehr guten südafrikanischen Brandy mit Cola und Eis. Da bemerke ich über uns ein Geräusch. Es ist ein Perlhuhn, das seine Schlafposition einnimmt.

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2'497 Beiträge · seit 201115. Dez. 2018 · #58
Nun bin ich hinterhergespurtet und komme auch noch mit. Ich finde, Du hast ausnehmend schöne Bilder. 🙂

Herzliche Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
1'111 Beiträge · seit 201615. Dez. 2018 · #59
chamäleon2011 schrieb: Ich finde, Du hast ausnehmend schöne Bilder. 🙂

Herzliche Grüße
Karin
Dem schließe ich mich an! Tolle Elefanten-Portraits!
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Themenstarter84 Beiträge · seit 201815. Dez. 2018 · #60
Nun bin ich hinterhergespurtet und komme auch noch mit. Ich finde, Du hast ausnehmend schöne Bilder. 🙂

Herzliche Grüße
Karin
Hallo Karin,
willkommen, schön dass du es noch geschafft hast. Danke für das Lob.

LG Rudi
Dem schließe ich mich an! Tolle Elefanten-Portraits!
Danke für das Lob, Tanja.