4 Wochen Ersttätertour im September/Oktober 2018

Reisebericht 125 Antworten · 17,6k Aufrufe · gestartet 07. Dez. 2018 von Bayernrudi
1'111 Beiträge · seit 201610. Dez. 2018 · #21
Ich liebe solche einsamen Wüstenlandschaften. Tolles Foto mit den Schienen!
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
Themenstarter84 Beiträge · seit 201810. Dez. 2018 · #22
Nicht weit von der Bahnstation entfernt machen wir einen Abstecher zu den berühmten Wildpferden von Garub. Wir sehen einige von ihnen in der interessanten Landschaft. Seit mehreren Jahren werden die Pferde von einigen Farmern aus der Gegend mit Wasser und hin und wieder mit Futter versorgt.

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Nach ca. 130 km auf der B4 biegen wir links auf die Schotterstraße C13 ab. Die Straße ist recht breit, die Beschaffenheit mal gut, mal weniger, wegen Wellblech oder viel Sand.

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Weitere 54 km später gehts auf die D707, die für viele eine der schönsten Pisten Namibias ist. Die Landschaft ist wirklich beeindruckend, besonders die vielen verschiedenen Farben - von Braun über Ocker bis zum Rot einzelner Sanddünen. Dazu kommen die gelb-braunen Grasbüschel. Wir sehen unterwegs einige Tiere - Oryx, Springböcke, Strauße.

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Themenstarter84 Beiträge · seit 201810. Dez. 2018 · #23
Um kurz vor 13.00 Uhr verlassen wir die D707. Jetzt haben wir noch 22 km auf dem Gelände der Ranch vor uns. Die schmale Piste ist mit unserem Duster nur langsam befahrbar, da sie größtenteils in schlechtem Zustand ist. Nach fast 45 Minuten Gehoppel haben wir die Ranch "Koiimasis Fest Inn Fels" erreicht. Heute haben wir 270 km zurückgelegt, davon141 km auf Schotterpisten.
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Nach der Anmeldung zeigt uns eine sehr freundliche Angestellte das Außengelände der Lodge sowie unser Chalet. Alle Gebäude verschmelzen fast mit der felsigen Umgebung. Unser geräumiges Zimmer macht einen sehr guten Eindruck, im Inneren sind sogar einige große Felsen mit verbaut.

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Nach einer Ruhepause mache ich einen 1 1/2 stündigen Spaziergang durch die nähere Umgebung. Schöne braunrote Felsformationen, kleine Schmetterlinge und interessante Pflanzen sind zu sehen.

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Zum Abendessen im Haupthaus bekommen wir ein 3-Gänge-Menü serviert - Bruscetta mit Schinkenstreifen, Oryxstücke mit Gemüse und Reis, Schoko-Vanillepudding. Monika bekommt eine vegetarische Variante. Wir sind sehr zufrieden - sehr freundlicher Service, toller Geschmack. Anschließend sitzen wir noch einige Zeit auf unserer Terrasse, denn heute ist es wieder bedeutend wärmer als in den letzten Tagen. Außerdem schauen wir einem schönen Gecko zu, wie er die von unserem Außenlicht angelockten Insekten verspeist.

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Themenstarter84 Beiträge · seit 201810. Dez. 2018 · #24
21.9.2018
Das Frühstück im gemütlichen Restaurant wird am Tisch serviert. Es gibt Kaffee, selbst gebackene Semmeln und diverse Brotsorten, Marmelade, Butter und Saft. Besonders zu erwähnen sind die Käse- und Aufschnittplatte - nicht nur vier verschiedene Salami- und Schinkensorten, sondern auch köstliches Springbockfleisch und selbst hergestellte Sülze mit Springbock. Dazu noch frische Farmeier, die auf Wunsch zubereitet werden.
Um 9.00 Uhr verlassen wir diese wunderschöne Lodge. Zunächst gehts wieder 22 km zur D707 zurück, der wir in nördlicher Richtung folgen. Der Zustand dieser Piste ist heute schlechter als der gestrige Teil. Die Landschaft, die wir durchfahren, beeindruckt uns aber.

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Nach 54 km auf der D707 fahren wir auf der C27 weiter. Auch hier ist es ein ganz schönes Gerüttel und Geschüttel.

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Themenstarter84 Beiträge · seit 201810. Dez. 2018 · #25
Um 14.20 Uhr erreichen wir nach 224 km Schotterpiste den kleinen Ort Sesriem. Im Tankstellenshop kaufen wir einige Getränke. Jetzt sind es nur noch 6 km bis zu unserem Ziel, der Sossus Dune Lodge. Obwohl diese Unterkunft sehr, sehr teuer ist, haben wir uns dafür entschieden, hier 1 Nacht zu bleiben, da sie die einzige Lodge innerhalb des Parks ist. So müssen wir uns nicht um die Ein- und Ausfuhrzeiten des Parkes kümmern. Vom Parkplatz werden wir mit einem Shuttlebus nach oben zur Rezeption gebracht. Das Chalet ist sehr nett eingerichtet. Wir müssen uns zuerst etwas von den Strapazen des Tages erholen.

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Kurz nach 17.00 Uhr machen wir unseren ersten Ausflug zu den roten Sanddünen. Auf einer guten Teerstraße (erlaubte Höchstgeschwindigkeit 60 km/h) sind wir in 40 Minuten bei der Düne 45. Außer uns ist hier nur noch ein französisches Paar unterwegs. Wir steigen die Düne hinauf und sind ganz begeistert von den verschiedenen Rottönen, die die Sonne in den Sand zaubert - ein super Erlebnis.

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Nach einer guten Stunde bei der Düne machen wir uns langsam auf den Rückweg. Unterwegs halten wir noch einige Male wegen des Sonnenuntergangs und herumstehender Springböcke und Oryxe. Um 19.00 Uhr sind wir in der Lodge zurück.

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Das 4-Gang-Menü, das wir noch extra bezahlen müssen, ist zwar teuer (18 €), aber von sehr guter Qualität. Anschließend trinken wir auf unserer Terrasse noch einige Absacker.
158 Beiträge · seit 201810. Dez. 2018 · #26
Cool!
Was habt ihr für die Nacht in der Lodge im Park gezahlt?
Themenstarter84 Beiträge · seit 201810. Dez. 2018 · #27
@ Hosenmatz
Wie schon geschrieben, sie war alles andere als billig. Für 2 Personen haben wir inklusive Frühstück 6400 N$ bezahlt. Das sind ca. 380 €. Das ist schon fast unverschämt, aber die können es sich halt leisten. Die Lodge ist fast immer ausgebucht. Und wir haben die Lage am nächsten Morgen nochmals ausgenutzt, als wir schon um 5.30 Uhr in der Früh in Richtung Sossusvlei gefahren sind. Darüber schreibe ich morgen mehr.
158 Beiträge · seit 201810. Dez. 2018 · #28
Danke für die Info!
Wow, das sind schon unverschämte Preise ... aber eben Angebot und Nachfrage!
126 Beiträge · seit 200910. Dez. 2018 · #29
Na ja - wenn es einem zu teuer ist, sollte man eben ab November (wir waren von 2-4. November dort 🙂 hinfahren. Da kostet das wirklich schöne Zelt incl Frühstück nämlich nur noch 2.000 $ und das ist zwar immer noch teuer, aber nicht unverschämt.
Und beim Sonnenaufgang hat man für kurze Zeit schönes Licht (wird schnell hart), aber wenigstens 45 Minuten halbwegs Ruhe und bei Sonnenuntergang hat man eben eine Stunde mehr tolles Licht und wirklich noch den Sonnenuntergang.

Grüße

Norbert
Themenstarter84 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #30
22.9.2018
Heute ist die Nacht schon um 5.00 Uhr vorbei. Wir nutzen nochmal die Lage unserer Lodge aus und fahren schon 1/2 Stunde später, ausgerüstet mit einem Frühstückspaket, die ca. 60 km Teerstraße zum Sossusvlei hinunter. Nach 1 Std. sind wir am 2x4-Parkplatz. Hier ist es um diese Zeit fast menschenleer, die Sonne geht gerade auf.

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Das letzte Stück durch teilweise tiefen Sand sparen wir uns, da hier fast täglich Touri-Autos stecken bleiben. Wir nehmen um 7.00 Uhr das erste Shuttle (p.P. 170 N$), das uns bis nach hinten bringt. Die Temperaturen sind um diese Zeit noch sehr angenehm, so ca. 18oC. Wir machen uns auf den Weg in Richtung Deadvlei. Dann steigen wir den steilen Dünenkamm der Düne links von der Senke (ich glaube, es war "Big Daddy"??) hinauf. Noch hat sich die Sonne hinter einigen Wolken versteckt, ab er es geht steil nach oben.

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Irgendwann langt es mir dann, und ich begebe mich hinunter ins Deadvlei. Hier, in dieser fast unwirklichen Gegend, bin noch fast ganz alleine. Als wenig später die Sonne die Wolken durchbricht, ergeben sich tolle Farbspiele. Es bieten sich immer wieder neue Motive. Sogar ein schwarz-weißer Schildrabe lässt sich ablichten. Das Farbschauspiel, das die Natur hier zeigt, ist schier überwältigend.

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Nach vielen, vielen Fotos setzen wir uns an den Rand, um die Szenerie in uns aufzusaugen. Jetzt kommen aber immer mehr Leute heran. So gehen wir langsam wieder zurück, werfen aber nochmal einen Blick zurück auf dieses schöne Landschaft.

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Auf der Rückfahrt halten wir an der Düne bei Kilometer 41. Hier nehmen wir unser verspätetes Frühstück ein.

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Dann holen wir unser Gepäck bei der Lodge ab und verlassen den Park.
Themenstarter84 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #31
Heute haben wir nur noch eine kurze Strecke vor uns. In Sesriem tanken wir unser Auto voll. Dann gehts auf die C27 in nord-östlicher Richtung. Schon 10 Minuten später biegen wir rechts auf die C19 ab, der wir in südlicher Richtung folgen. Nach weiteren 27 km haben wir unser Ziel für die nächsten zwei Nächte erreicht, die "Desert Homestead Lodge".
Wir werden mit einem Willkomensdrink überaus freundlich empfangen. Die Anlage macht mit ihren 20 reetgedeckten Häuschen einen schönen Eindruck und liegt - wie es der Name schon sagt - mitten im "Desert".

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Auch unser Häuschen Nr. 1 macht einen sehr guten Eindruck.

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Nachdem wir uns etwas eingerichtet haben, gehen wir ins Haupthaus, das auf einem kleinen Hügel liegt, hinüber. Hier stehen den ganzen Nachmittag Kaffee, Tee, Säfte, Kuchen, belegte Semmeln und Fleischspieße kostenlos zur Verfügung.

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Hier sehen wir auch einen seltsamen, großen Käfer. Wie sich später herausstellt, ist es eine Sattelschrecke. Im Volksmund heißen die Käfer "Dickpense" (Dickbäuche).

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Den Rest des Nachmittags verbringen wir in der gemütlichen Chillout-Area in der Nähe des Pools zu.

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Zum Abendessen gehen wir ins Restaurant hinüber und setzen uns in den Außenbereich. Das servierte 3-Gänge-Menü schmeckt uns wieder sehr gut. Hervorzuheben ist Freundlichkeit der Angestellten.

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Vor unserem Häuschen gibt es bei sehr angenehmen Temperaturen noch ein, zwei Baccardi-Cola. Eiswürfel haben wir uns von der Bar mitgenommen.
158 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #32
Sehr schön ... Sossusvlei hat es uns auch sehr gut gefallen.
Aber Big Dady liegt weiter hinten -> Siehe Pfeil


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Eine Besteigung wäre auf jeden Falle empfehelnswert gewesen, weil man von dort nach hinten in die Wüste schauen kann und dann mit Vollgas die lange Flanke hinuterrennen kann 😄
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2018
898 Beiträge · seit 201611. Dez. 2018 · #33
Bayernrudi schrieb:22.9.2018
Heute ist die Nacht schon um 5.00 Uhr vorbei. Wir nutzen nochmal die Lage unserer Lodge aus und fahren schon 1/2 Stunde später, ausgerüstet mit einem Frühstückspaket, die ca. 60 km Teerstraße zum Sossusvlei hinunter. Nach 1 Std. sind wir am 2x4-Parkplatz. Hier ist es um diese Zeit fast menschenleer, die Sonne geht gerade auf.
Da habt Ihr aber Glück gehabt! Wir hatten auch mal das Vergnügen in der Dune Lodge, sind auch so früh los. Dabei wurden wir von Bussen überholt, von anderen Fahrzeugen garnicht zu reden. Der Parkplatz war gut belegt, und im Vlei und auf Big Daddy war jede Menge los.

Danke für die tollen Bilder!

HG
Martin
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1'111 Beiträge · seit 201611. Dez. 2018 · #34
Hier merkt man, dass ihr 4 Wochen Zeit habt! Beneidenswert! Kurze Strecken und es klingt alles so entspannt!
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Themenstarter84 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #35
23.9.2018
Nach einem schönen Sonnenaufgang in der Wüste gehen wir zum Frühstück, das wieder mal keine Wünsche offen lässt.

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Eine Stunde später starten wir zum sog. "Mountain Walk". Nicht weit vom letzten Chalet schlängelt sich der Weg auf ein Hochplateau hinauf. Wir sehen schöne Granitsteinformationen und haben einen schönen Blick hinunter auf die Savanne mit unserer Anlage.
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Am Ende des Plateaus stehen lustigerweise 2 alte Stühle, die langsam ihren Geist aufgeben. Trotzdem lassen wir uns darauf nieder. Dann gehts auf der anderen Seite des Plateaus wieder hinunter und zur Lodge zurück. Gut 1 1/2 Stunden waren wir unterwegs.
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Themenstarter84 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #36
Gegen 17.00 Uhr starten wir zu unserem gebuchten Sundowner-Drive (p.P. 350 N$). Begleitet werden wir von einem Ehepaar aus Frankfurt und von Velo, unserem Guide und Fahrer. Es geht ca. 7 km auf einer sehr schmalen Piste kreuz und quer durch das Hinterland der Lodge. Mehrere Male halten wir und Velo erklärt uns verschiedene interessante Dinge. So werden Nester von Webervögeln manchmal von einer Schlange heimgesucht. Man sollte deshalb nie unter ein Webernest treten und nach oben fotografieren (habe ich bis dorthin unwissentlich schon mehrmals gemacht). Die vollgefressenen Schlangen könnten senkrecht nach unten aus einem Loch fallen.

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In einiger Entfernung sehen wir 4 Kap-Füchse und relativ nah einen Schabrackenschakal.

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An einer kleinen Anhöhe steht ein einsamer Tisch,auf dem Velo Bier , Wein, Gin, Wasser und einige Snacks auftischt. Der Sonnenuntergang wird heute leider von einer Wolkenbank verhindert. Trotzdem haben wir mit Velo hier eine schöne Zeit. Wir können uns mit ihm auch über gesellschaftspolitische Themen unterhalten. Er erzählt uns z.B., dass Angestellte in Lodges ca. 70 bis 100 € pro Monat verdienen. Nach 4-6 Wochen Arbeit wissen sie oft nicht, wie sie die 1-2 freien Wochen bei ihren Familien verbringen sollen, die oft einige hundert Kilometer entfernt wohnen.

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Gegen 19.45 Uhr sind wir zurück. Jetzt gehts gleich zum Abendessen - wieder sehr gut.
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2018
Themenstarter84 Beiträge · seit 201813. Dez. 2018 · #37
24.9.2018
Nach dem Frühstück werden wir sehr nett verabschiedet und verlassen die Lodge auf der C19 in nördlicher Richtung. Heute haben wir die längste Schotterpistenstrecke vor uns. Nach 1 ½ Stunden (95 km) erreichen wir das kleine Nest Solitaire. Auch wir fotografieren einige der Oldtimer-Wracks, die im Wüstensand vor sich hin rosten.

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In der Bäckerei kaufen wir uns 2 Stück des „weltberühmten“ Apfelkuchens mit Streusel. Nach 30 Minuten Pause geht’s auf der C14 weiter in nördlicher Richtung. Die Qualität der Piste ist fast wie immer, bessere Stücke wechseln sich mit brutaler Hoppelpiste ab. Wir erreichen den Gaub Pass und fahren durch eine Gerölllandschaft, in der man sich wie in einer unwirtlichen Mondlandschaft fühlt.

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Die Straße führt nun über den Kuiseb Pass mitten durch eine sehr trockene Region, in der ein paar zähe Sträucher wachsen. Hin und wieder gibt es schöne Blicke in den Kuiseb Canyon.

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Bevor es in die flache Ebene hinuntergeht, machen wir Mittagspause. Wir holen unsere gemieteten Campingstühle aus dem Auto und essen den gekauften Apfelkuchen – sehr lecker. Dann setzen wir unsere Fahrt auf der C14 fort. Die Umgebung wird immer langweiliger. Die Piste befindet sich jetzt jedoch in einem sehr guten Zustand. Wie wir später erfahren, wird der Naturbelag hin und wieder mit Salzwasser besprüht.

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1'111 Beiträge · seit 201613. Dez. 2018 · #38
Ich mag langweilige trockene Lanfschaft 🤩
Wir warennim Sommer in West-Kanada und ich fand die vielen Bäume und Seen irgendwann nur noch langweilig 😉
Schöne Strecken-Info-Fotos!
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Themenstarter84 Beiträge · seit 201813. Dez. 2018 · #39
10 km vor dem Hafenort Walvis Bay ist die Straße wieder geteert, nach 304 km Schotterpiste sind wir froh darüber. Wir biegen auf die B2 ab. Diese Straße führt direkt am Atlantik entlang, rechts erheben sich helle Sanddünen. Die Sonne ist hinter einer Hochnebelschicht verschwunden.

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Um kurz nach 15.00 Uhr, als nach knapp 6 Stunden Fahrt (inklusive Pausen und Fotostopps) erreichen wir unser Quartier für die nächsten 3 Nächte, das Cornerstone Guesthouse, das mitten in der alten deutschen Stadt Swakopmund liegt. Wir werden sehr nett begrüßt, das Zimmer macht einen sehr guten Eindruck. Von der Dame an der Rezeption bekommen wir ein Handy mit 3 gespeicherten Nummern, u.a. vom Chef des Guesthouses, die wir kontaktieren können, wenn wir in der Stadt mal Probleme haben. Außerdem reserviert sie uns für 2 Abende Plätze in verschieden Lokalen – sehr wichtig. Übrigens liegen die Temperaturen hier bei ca. 12oC, nach 34oC in den letzten Tagen.

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Am Abend geht’s ins kleine Restaurant The Fish Deli. Das Essen schmeckt fantastisch, die Portionen sind riesig. Monika isst gebackenen Schafskäse mit Pommes und Salat, ich entscheide mich für eine kleine Fischsuppe und Garnelen mit asiatischen Nudeln und Wok-Gemüse. Zusammen mit 2 Bier, Glas Rotwein, Wasser und 2 Espressi zahlen wir 450 N$ - ein ganz tolles Preis-Leistungsverhältnis.

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Themenstarter84 Beiträge · seit 201813. Dez. 2018 · #40
25.9.2018
Heute sind wir schon kurz nach 7.00 Uhr beim Frühstücken. In dem sehr guten Buffet finde ich 2 verschiedene Sorten Leberkäs – wie in Bayern und Semmeln von einem deutschen Bäcker. Wir unterhalten uns etwas mit Peter, dem sehr netten, englischen Besitzer, der recht gut deutsch spricht. Seine Vorfahren leben hier schon seit 1848, als sein Ahne hier auf dem Weg von England nach Australien hängen blieb.
Um 8.00 Uhr beginnt unser Ausflug, den wir vom Münchener Reisebüro geschenkt bekommen haben. Wir werden von Tommy, dem Begründer der Living Desert Tour abgeholt. Mit uns sitzen noch 6 weitere Deutsche und 2 Schweizer Mädchen im Landrover, einem ehemaligen Britischen Militärfahrzeug.

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Wir fahren aus dem Ort heraus zu den ersten Sanddünen. Hier treffen wir uns mit 2 weiteren Fahrzeugen der Gesellschaft. Während bei den Fahrzeugen der Reifendruck drastisch gesenkt wird, erzählt uns Tommy das Wesentliche über diese Landschaft.
Im Laufe der nächsten Stunden stoppt Tommy immer wieder unvermittelt, rennt eine Düne hinauf bzw. hinunter und fängt an zu buddeln. Wenn er etwas gefunden hat, winkt er uns zu sich. So sehen wir den Bau der „Tanzenden weißen Lady“, ein Skink, eine Sandviper, einen Wüstengecko, ein Wüsten-Chamäleon, kleine Oranje-Schmätzer und eine Hornviper.

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Während es am Anfang der Tour neblig und leicht nässelnd war, kommt später die Sonne heraus. Im Sand zeigen sich immer wieder schöne mehrfarbige Muster. An einer der besonders dunklen Stellen im Sand demonstriert uns Tommy mit Hilfe eines Magneten den Eisengehalt es Sandes. Am Ende hat er einen richtigen „Pinsel“ auf dem Magneten.

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Neben den vielen sehr interessanten Details kommt Tommy’s witzige Ader immer wieder zum Vorschein. Außerdem hat er sich als Erster dafür eingesetzt, diese außergewöhnliche Naturlandschaft zu erhalten. Den Abschluss der Tour bildet der abenteuerliche Teil. Es geht waghalsig über die höchsten Dünen hinauf und herunter.

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Nach 5 ½ Stunden sind wir nach diesem wirklich außergewöhnlichen Erlebnis wieder im Guesthouse zurück.