Hallo zusammen nach langen überlegen und einem traurigen Schicksalsschlag habe ich mich nun doch entschlossen, Euch mit meinen Tagebuchaufzeichnungen zu langweilen. 😉 Wir freuen uns über alle, die uns auf dieser Reise begleiten wollen. Wir, dass sind mein Mann Matt und ich Doreen, beide über 40 und schon zum dritten Mal in Namibia.
Namibia 2017
Der Zauber von Namibia, was ist das oder warum fasziniert uns das Land so? Dies ist glaube ich schwierig zu verstehen, wenn man es noch nicht erlebt hat. Die Kontraste dieses Landes, die Wüste direkt neben der rauen See des Atlantiks, die Berge und Savannen, die faszinierende Tierwelt. All das lässt einen Urlaub in Namibia zu einem aufregenden Erlebnis werden. Die Straßen zeichnen sich größtenteils durch Schotterpisten und Sandwege aus. Staub und Sand gehören genauso zum Abenteuer einer Namibia Reise wie die Weite und Stille.
Endlich nach zwei Jahren Abstinenz geht es für uns am 11. Juni 2017 wieder nach Namibia. Nach unserer Busrundreise 2014 und der ersten Selbstfahrer Tour 2015 gehören diesmal der Caprivi und der Norden des Landes in unsere Reiseroute. Nach unserer Rückkehr im Juli 2015 vergingen nur wenige Monate und ich begann mit der konkreten Planung dieser Reise. Anfang August 2016 buchte ich bereist den Mietwagen. Ein Super Angebot von FTi verlangte schnelles Handeln. In diesem Urlaub sollt unser Traum vom Toyota Fortuner endlich in Erfüllung gehen. Und bis ende August war dann die komplette Reise gebucht. Noch nie hatten wir fast ein ganzes Jahr vorher unseren Urlaub fix und fertig gebucht, aber so bekamen wir alle unsere Wunschunterkünfte und der langen Vorfreude stand nichts mehr im Wege.
Die Zeit bis dahin vertrieb ich mir weiterhin mit Lesen hier im Forum und genauer Ausarbeitung unserer Route.
Folgende Stopps aus Bekanntem und Neuem haben wir uns ausgesucht:
2 Nä Düsternbrock Gästefarm 1 Na Frans Indongo Lodge 1 Na Wildacker Gästefarm 2 Nä Divava Okavango Resort & Sap 2 Nä Namushasha River Lodge 1 Na Hakusembe River Lodge 1 Na Mokuti Etosha Lodge 1 Na Namutoni Camp 1 Na Halali Camp 2 Nä Okaukuejo Camp 2 Nä Dolomiti Camp 1 Na Matunda Guest Farm geplant ... ersatzweise Frans Indongo Lodge 1 Na Immanuel Wilderness Lodge
Unsere Fotoausrüstung: Panasonic DMC-TZ41 Canon EOS 750d Canon EOS 760d Sigma 18-300mm F3,5-6,3 DC Macro OS HSM Sigma 150-500 mm F5,0-6,3 APO DG OS HSM
Sonntag, 11.06.2017
Heute ist es endlich soweit, aber zuvor gehe ich noch ein letztes mal zur Frühschicht. Um 15.00 Uhr ist es geschafft, endlich Urlaub. Jetzt schnell nach Hause und unter die Dusche. Ich packe noch die letzten Sachen und um 17.58 Uhr nehmen wir die S-Bahn zu Flughafen München. Nach dem Einchecken machen wir eine kleine Brotzeit im Airbräu. Um 19.15 Uhr schlendern wir gemütlich zum Terminal 2 wo wir die Sicherheitskontrolle passieren. Die SA fliegt vom Satellit ab, was für mich eine Primäre ist. Mit der kleinen Flughafenbahn fahren wir zum Satellit. Unser Gate L13 ist schnell gefunden. Die Zeit vergeht schnell und das Boarding beginnt.
Heute fliegen wie mit dem A 340-313 ZS-SXA. Die Maschine ist nur zu gut 30-40 % ausgebaut und wir können die Plätze tauschen. Jetzt sitzen wir in Reihe 45G und 45 K und haben viel Beinfreiheit. Um 22.00 Uhr gibt es Abendessen im Anschluss versucht mein Mann zu schlafen und ich beginn das Urlaubstagebuch zu schreiben. Es ist 22.35 wir überfliegen gerade das Mittelmeer. Draußen ist es mit -45° Grad in einer Höhe von 10082 m ganz schön kühl. Aber nicht nur draußen ist es saukalt, sondern auch hier im Flieger ist es recht frostig. Die dünne Decke bringt kaum Wärme. Es ist kurz vor elf und das Licht wird gedämpft. Schlafenszeit ich denke an die Liebe zu Hause die jetzt gemütlich im warmen Bett schlummern. Endlich um 22.50 Uhr erreichen wir den afrikanischen Kontinent. Ich werde jetzt auch versuchen zu schlafen. Gute Nacht Afrika.
Montag, 12.06.2017
Guten Morgen Afrika, es ist 4 Uhr und ich hab bis auf ein paar Unterbrechungen geschlafen. Draußen ist es noch dunkel, wir fliegen in einer Höhe von 11366 m bei einer Außentemperatur von minus 48° Grad. Im Flieger schlafen noch alle. Vor uns liegen noch 2543 km und der Flieger saust mit einer Geschwindigkeit von 909 km/h. über die Republik Kongo. Ich kann nimmer sitzen und vertreibe mir die Zeit mit lesen. Draußen ist es noch immer dunkel aber sternenklar. Um 6.00 Uhr gab ein nicht all zu leckeres Frühstück.
Um 7.35 Uhr landen wir in Johannesburg auf einen Außenplatz. Mit dem Bus geht es zum Terminal. Bei der Passkontrolle geht es schleppend vorwärts. Endlich ist es geschafft, auf zur nächsten Schlange. Wieder müssen wir anstehen aber hier geht es schneller. Um 9.35 startet die Maschine und schon nach kurzer Flugzeit zieht ein lecker würziger Duft durch den Flieger. Wir dürfen uns auf unsere erste afrikanische Mahlzeit freuen. Bald ist es geschafft, und schon beim Landeanflug ergattern wir Ausblicke auf die grandiose, weite Landschaft, die wir in den nächsten drei Wochen erkunden wollen.
Wir sind wieder da - und alles fühlt sich so vertraut an. Die Sonne lacht, es ist angenehm warm. Nachdem alle Einreiseformalitäten erledigt sind begeben wir uns zur Wechselstube und dann zum MTC Schalter. Am Europcar Schalter, sind ruckzuck die Formalitäten erledigt und wir können das Auto entgegennehmen. Ich inspiziere das Auto genau und frage Matt ob es normal ist das der Reifen vorne rechts weniger Luft hat. Er meinte, dass kann schon mal vorkomme und ist sicher nicht schlimm. Na gut er wird schon recht haben und ich verdrängte meine Gedanken an den Reifen.
Ein Toyota Fortuner 2.8 4x4 Diesel wird uns diesmal als Reisebegleiter dienen. Der Tacho zeigt 65820 km, ca. 11 Monate alt, 179 PS, 2755 ccm 6-Gang-Automatik
Schon kurz nach 11:20 Uhr rollen wir mit unserem diesjährigen Urlaubsmobil vom Flughafengelände. Wir steuern den Wernhil Park an und versorgen uns mit Wasser, Cola und Snacks. Nach dem Einkauf machen wir uns auf dem Weg zur Lodge. Nach passieren des Eingangstores müssen wir unsere ersten Wasserdurchfahrten machen. Am Wegrand, erst relativ spät sichtbar, begrüßt uns die erste Giraffe in diesem Urlaub.
Auch ein Warzenschwein sagt uns Willkommen. Nach 18 km Gravel Road erreichen wir die Lodge. Unser Zimmer ist nett. Man kann auch geteilter Meinung sein über diese Unterkunft. Aber ich finde sie nett, aber mit viel Verbesserungspotential.
Wir verbringen den Nachmittag mit faulenzen. Um 19.00 Uhr gibt es Abendessen. Heute gab es als Vorspeise Gameschinken mit Melone. Zur Hauptspeise Gamegulasch mit Reis und Auberginen. Als Dessert gab es Eis und Ananas. Das Essen war gut aber irgendwie abgezählt. Schon um 20.30 Uhr wurden wir hinaus gebeten und mussten im Dunkeln in unser Häuschen stapfen. Müde fallen wir in unsere Betten.
Gute Nacht Afrika
Teil 222. Okt. 2018
Dienstag, 13.06.2017
Guten Morgen Afrika, ich habe gut geschlafen und werde heute um kurz vor 7.00 Uhr wach. Das Frühstück war geschmacklich gut aber ein wenig übersichtlich und wieder sehr abgezählt. Im Anschluss sind wir mit der hauseigenen Hundefamilie zu einem Spaziergang aufgebrochen. Nach gut einer Stunde kehrten wir zurück und genossen die Ruhe auf der Veranda. Matt bittet einen Lodgemitarbeiter um etwas Luft für unseren rechten Reifen. Er vermutet, dass das Ventil leicht Luft verliert.
Um 14.00 Uhr starteten wir zur Fütterung der Geparden sowie des Leoparden. Ich konnte sogar einen Gepard streicheln. Toll. Danach machten wir noch den Game Drive mit. Gesehen haben wir Impalas, Bockis, Gnus, Giraffen, Warzenschweine sowie Hartebeest.
Gegen 17.00 Uhr waren wir zurück und haben uns am Feuer einen Sundownerdrink gegönnt. Von hier gingen wir direkt zu Abendessen. Heute gab es eine Gemüsesuppe, Salat, Nudeln, Rotkraut und Steaks vom Gnu. Zum Dessert gab es Apfelstrudel mit Karamellsoße und Eis. Das Essen hier auf Düsternbrook ist sehr lecker aber leider sehr Abgezählt. Männer mit staken Appetit werden nicht satt. Um kurz nach 20.00 Uhr werden wir gebeten zu gehen. Da das Personal nach Hause gehen oder besser gesagt fahren möchte. Und wieder stapften wir im Dunkeln ins Zimmer. Wir machen uns für morgen reisefertig und ich schreibe noch schnell das Tagebuch. Gute Nacht Afrika
Teil 323. Okt. 2018
Mittwoch, 14.06.2017
Guten Morgen, heute werde ich sehr früh wach. Es ist relativ kühl und der Besuch im Bad wird verkürzt. Ich packe noch den Rest unserer Sachen ein und Matt verstaut den ersten Teil im Auto. Heute ist das Frühstück wieder sehr bescheiden aber wir werden satt. Nach dem Check out verlassen wir um 8.30 Uhr die Lodge. Auf dem Weg zur Hautstraße sehen wir Gnus, Warzenschweine, Paviane.
An der Hauptstraße angekommen ging es erst einmal nach Okahandja zum Biltong kaufen. Den Bahnhof gegenüber besichtigten wir auch und im Anschluss fahren wir nach Otjiwarongo.
Hier besuchten wir ebenfalls den Bahnhof und endlich konnten wir auch Loks der Trans Namib Eisenbahn aus nächster Nähe anschauen. Im Spar wurden später noch Getränke und eine Brotzeit gekauft.
Im Anschluss fahren auf der B1 und dann auf der C31 direkt zur Frans Indongo Lodge.
Bei Ankunft werden wir freundlich empfangen und unser Häuschen wurde liebevoll dekoriert. Wir gehören hier schon zu den Stammgästen. Nach unserer Brotzeit begaben wir uns auf den Aussichtsturm und genossen die Ruhe bei einem kühlen Savanna.
Um 19.00 Uhr sind wir zu Abendessen gegangen. Es gab es als Vorspeise: Lachs auf einer Art Pfannkuchen, Hauptspeise: Oryx-Spieß mit Pilzsoße, Kartoffeln, Möhren und Blumenkohl. Als Dessert gab es karamellisierte Birnen. Nach dem Abendessen habe ich die wunderschöne Dusche genutzt und im Bett schrieb ich das Tagebuch für heute zu Ende. Es ist 21.30 Uhr und mir fallen die Augen zu.
Gute Nacht
Es ist immer wieder schön hier zu sein. Die Frans Indongo Lodge gehört zu unseren Lieblingsquartieren in Namibia.
Teil 424. Okt. 2018
Donnerstag, 15.06.2017
Guten Morgen, ich habe recht gut geschlafen und werde um 6.00 Uhr wach. Auch mein Mann ist schon wach und geht als erster ins Bad. Ich höre ihn vom Bett aus brummeln. Das ist hier aber wohl temperiert um nicht zu sagen Arsch kalt. Hier gehört überall eine Fußbodenheizung rein. „Mensch Schatz sei doch kein Weichei, du bist in Afrika.“ Das Frühstück war erste Sahne, kein Vergleich zu gestern. Nachdem alles im Auto verstaut und unsere Rechnung beglichen war, starten wir um 7.50 Uhr Richtung Otavi auf der B1. In Otavi biegen wir auf die B8 und fahren nach Grootfontein. Dort wird getankt und im Anschluss besuchen wir das alte Fort.
Auf der B8 geht es nun ca. 110 km bis zum Abzweig auf die D 3016. Um 12.40 Uhr erreichen wir die Farm Wildacker.
Hier wurden wir freundlich von Karolin empfangen. Es ist super schön und unser Bungalow schaut nett und gemütlich aus. Auf der Veranda schreibe ich das Tagebuch. Wir sind von völliger Ruhe und Stille umgeben. Nur das Zwitschern der Vögel ist zu hören.
Um 15.00 Uhr bekommen wir eine Farmrundfahrt aber zuvor gibt es noch Kaffee und Kuchen. Ich freue mich. Leider war das Sichtungsglück nicht auf unserer Seite, aber es ist trotzdem schön. Ernst ganz zum Schluss in der Dämmerung haben wir Giraffen und viel andere Tiere gesehen. Leider konnte ich nicht erkennen welche, da es zu dunkel war. Eine zweieinhalb stündige Rundfahrt hatten wir auch noch nie. Im Anschluss saßen wir am Feuer und unterhielten uns mit einem Jäger. Wir haben viele interessante Dinge über das Jagen erfahren, so dass ich meine Meinung darüber geändert habe. Zum Abendessen saßen wir gemeinsam mit Karolin und zwei Jägern an einem großen Tisch…. eine schöne familiäre Atmosphäre. Zum Essen gab es Impalabraten, Sauerkraut und Nudeln. Als Dessert Joghurtcreme mit Zitronengeschmack. Es war super Lecker. Um 21.00 Uhr fallen wir müde ins Bett.
Gute Nacht Afrika
Auf Wildacker haben wir uns sehr wohl gefühlt und sollten wir wieder einmal in der Nähe sein kommen wir gerne wieder. http://www.wildacker-namibia.com/
Teil 525. Okt. 2018
Freitag, 16.06.2017
Guten Morgen, ich habe super geschlafen, ein geknuddelt in einer Fleecedecke werde ich um 6.20 wach. Nach dem Frühstück verlassen wir die Farm in Richtung Rundu. Schon wenige Kilometer nach verlassen des Lodgegelände passieren wir den Veterinärzaun. Von nun an taucht man ein ins wahre Afrika. Auf dem Seitenstreifen sehen wir Frauen Lebensmittel und Holz auf ihren Köpfen tragen, Kinder fahren auf klapperigen Fahrrädern, Viehherden und voll beladene Ochsenkarren.
Wir fahren eine gefühlte Ewigkeit auf der B8 immer gerade aus vorbei an unzähligen Armensiedlungen. In Rundu kaufen wir eine Brotzeit und an der Tankstelle bekommt der Reifen vorne rechts wieder etwas Luft. Die Supermärkte hier schauen völlig anders aus als im Rest des Landes. Nun sind es immer noch gut 200 km bis zur Lodge. Die Landschaft wird merklich grüner und die Bäume zahlreicher. Grund dafür sind die im Vergleich zum Rest des Landes höheren Niederschlagsmengen. Hier im Caprivi wir die Uhr eine Stunde vorgestellt. Wir folgen der B8 weiter in östlicher Richtung, immer gerade aus. Endlich haben wir unser heutiges Ziel erreicht.
Die Lodge ist sehr schön, wir haben Bungalow Nr.3. Um 15.00 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Und um 16.00 Uhr startet unser heutiger Bootsausflug.
Wir sehen unsere ersten Hippos und viele Vögel. Bei den Popa Falls auf einer Landzunge genießen wir den Sundowner.
Um 18.30 Uhr sind wir zurück und zum Abendessen gibt es ein 5 Gänge Menü. Gurke mit Feta und Rote Bete, Kürbissuppe, Garnelen auf Salat, als Hauptspeise Elandsteaks mit Kartoffelgratin, als Dessert gab es Kuchen.
Um 20.10 begeben wir uns ins Zimmer ich schreibe noch Tagebuch.
Gute Nacht
Teil 627. Okt. 2018
Samstag, 17.06.2017
Guten Morgen, ich habe super geschlafen, das Rauschen der Popa Falls hat mich sanft in den Schlaf gebracht. Es ist 6.30 Uhr und draußen wird es so langsam hell. Die Stunde Zeitverschiebung ist schon deutlich spürbar. Nach dem Frühstück starten wir in den Mahango Game Park. Der Eintritt kostet 90,00 N$. Gesehen haben wir: Impala, Kudu, Pferdeantilopen, Zebras, Giraffen, Elefanten mind. 25 Stück, 1 Python, Gabeltracke, Grünmeerkatze, Hippos und Büffel, Baumhörnchen, Letschwe.
Von hier aus fahren wir in den Buffalo Park. Die Sandpisten beschafften mir ein flaues Gefühl im Magen. Ich fragte mich die ganze Zeit, werden wir es schaffen oder bleiben wir irgendwo stecken. Für meinen Mann war es das Höchste. Gesehen haben wir Hippos, sehr viele Büffel, Warzenschweine, Letschwe, Kudus und diverse Vögel.
Um 16.30 Uhr kehren wir in die Lodge zurück wo wir uns Kaffee und Kuchen gegönnten. Im Anschluss nahm ich ein Bad in der Wanne mit Ausblick über den Fluss. Noch vor dem Abendessen wurden Fotos sortiert und Tagebuch geschrieben. Zum Abendessen gab es: Tomate mit Mozzarella, Rote Bete Suppe, Schnecken auf Blätterteig mit Käse gefüllt. Als Hauptspeise Hartebeeststeak mit Möhren und Kartoffeln, als Dessert karamellisierte Ananas mit Eis. Es war alles lecker bis auf die Rote Bete Suppe, die sehr gewöhnungsbedürftig war. Ja und die Schnecken mochte ich auch nicht. Nach dem Abendessen sind wir auf’s Zimmer und ich habe das Tagebuch zu Ende geschrieben.
Gute Nacht
Teil 728. Okt. 2018
Sonntag, 18.06.2017
Guten Morgen, heute müssen wir die schöne Lodge am Okavango leider verlassen. Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir all unsere sieben Sachen ins Auto gepackt. An der Rezeption wurde die Rechnung bezahlt und dann ging es los. In Divundu bekommt unser Tuni noch was zu trinken und der Problemreifen etwas Luft. Die ersten 190 km waren fad, langweilig und immer geradeaus auf der B8. Dann bogen wir in den Bwabwata National Park ab. Der Eintritt kostete für uns zwei und das Auto 90,00 N$.
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was auf uns zukommt. Aber ich sollte es schon bald erfahren. Kurz nach dem Eingangstor wechselte schlagartig die Schotterstraße in eine Sandpiste. Am Anfang war es schwierig, aber fahrbar.
Wir sahen schon nach wenigen Kilometern Impalas, Kudus und Elefanten. Die Piste wurde von Kilometer zu Kilometer schlechter. Unser eigentliches Ziel war der Horseshoe. Aber gut zwei Kilometer vor dem Ziel haben wir abgebrochen und die Rückfahrt angetreten.
. Auf den Rückweg sahen wir eine große Elefantengruppe. Ein Bulle fand das überhaupt nicht schön, dass ich sie fotografieren wollte. Er stellte die Ohren auf, hob den Rüssel und trötete. Das war für mich das Zeichen, nichts wie weg von hier.
Wir frästen uns durch den Tiefsand und teilweise schweres Gelände zurück zum Ausgang. Das sollte nicht das einzige Abenteuer für heute bleiben. Wir verpassten die Einfahrt zur Lodge und folgten dem Navi. Es schickte uns in einen kaum befahren Weg der immer dichter und enger wurde. Das kann doch nicht zu Zufahrt zu einer Lodge sein? Wir kehrten um, zurück zur Hauptstraße. Endlich war die Zufahrt gefunden und nach wenigen Kilometern haben wir unser heutiges Ziel erreicht.
Nach dem Check-in haben wir uns einen Burger gegönnt und den Nachmittag verbrachten wir auf der Terrasse mit Blick auf den Fluss.
Dann gab es den nächsten Schreck für heute. In meinem E-Mail Postfach befand sich eine Nachricht von Michael dem Besitzer von Matunda. Er hat uns die Übernachtung für den 28.06 abgesagt, aus familiären Gründen. Was für eine Scheiße. Und nun? Wir telefonierten mit der Frans Indongo Lodge und baten um eine Übernachtung für den besagten Tag. Zum Glück war noch ein Zimmer frei. Matt schrieb noch eine Mail, nun hieß es warten auf Antwort. Ich checkte ständig meine Mails… aber nix. Von Michael war ich total enttäuscht, sagt uns ab und sorgt noch nicht mal für eine Alternative. Ich fühlte mich schlecht und konnte den schönen Sonnenuntergang gar nicht genießen.
Zum Abendessen gab es heute Lachs, eine Tomatensuppe, Rindersteak für Matt und Hühnchen für mich. Zum Dessert gab es Schokoladenmousse. Alles war sehr lecker. Um 20.00 Uhr fallen wir müde ins Bett aber an Nachtruhe ist bei mir noch nicht zu denken ich muss noch das Tagebuch schreiben. Endlich geschafft nun sage auch ich gute Nacht.
Teil 830. Okt. 2018
Montag, 19.06.2017
Guten Morgen, ich habe schlecht geschlafen. Die Sorge wegen der Übernachtung hat mich nicht schlafen lassen. Um 5.00 Uhr werde ich wach und kann nicht mehr einschlafen. Egal um 6.00 Uhr ist eh die Nacht zu Ende. Draußen wird es auch langsam hell und ich frage mich was wird uns der Tag bringen. Als wir zum Frühstück gehen, gab es fast nichts. Brot wurde gebracht und nur auf Anfrage gab es Wurst und etwas Käse. Um 8.00 Uhr starteten wir zum geführten Game Drive. Gesehen haben wir Impala, Kudu, Büffel, Affen sowie viele Vögel.
Auf der Rückreise haben wir mitten im Bwabwata National Park einen Platten. Umgeben von hohem Gras stehen wir auf dem Weg, während der Guide den Reifen wechselt. Jetzt hab ich noch gut lachen, denn ich hatte ja keine Ahnung, was uns heute noch blüht.
Um 11.45 Uhr kommen wir in der Lodge an und gehen erst einmal aufs Zimmer. Ich checke meine E-Mail und zur Erleichterung können wir am 28.06 in der Frans Indongo Lodge übernachten. Wir gehen entspannt zum Essen. Es gab Wraps mit Pommes. Nach etwas faul herumsitzen wollten wir aufs Zimmer, um noch eine Stunde auf dem Bett zu entspannen. Matt hat eh Kreuzweh. Nur irgendwas sagt uns, dass wir noch mal nach dem Auto schauen sollten. Gesagt getan und siehe da, was für ein Mist. Wir haben an unserem Reifen vorne rechts einen Platten. Nur noch anderthalb Stunde bis zur Bootstour. Das ist zu schaffen, also schnell ins Zimmer, Autoschlüssel holen und an die Arbeit. Der Reifen ist sicher schnell gewechselt. Aber Pustekuchen, jetzt fangen die Probleme erst mal an. Wie geht das Ersatzrad ab? Die Beschreibung vom Auto ist auch nicht wirklich Hilfreich. Uns kommt ein Angestellter der Lodge zur Hilfe, aber auch er ist ratlos. Er holt einen Mechaniker, der kennt sich aus und kann das Ersatzrad lösen. Zu dritt machen sich die Männer dran den Reifen zu wechseln. Es ist ein schwieriges Unterfangen, da der Boden aus Sand besteht und der Wagenheber zu klein ist. Nach langen hin und her, vielen Versuchen kommt ein anderer Wagenheber zu Einsatz. Endlich ist das Auto aufgebockt und das Rad kann gelöst werden, aber nur theoretisch, denn eine Verschraubung sitzt bombenfest. Normalerweise werden die Radmuttern vor dem aufbocken gelöst, aber was ist hier schon normal. Keine Chance die Muttern lösen sich nicht, es muss ein Lösungsspray her. Endlich und mit viel Kraft löst sich auch die letzte Befestigung. Jetzt kann das neue Rad aufgesetzt und befestigt werden. Ebenfalls wieder mit sehr viel Kraftaufwand. Ohne die Hilfe der beiden Lodgemitarbeiter hätten wir das nicht geschafft. Um 15.00 Uhr war es dann erledigt, wir konnten doch noch die Bootstour machen. Diese war sehr schön. Gesehen haben wir den Graulärmvogel, Schreiseeadler, Weißstirnbienenfresser, Graufischer, Zwergspint, Gabeltracke sowie Hippos. Welche weniger friedlich waren und unser Boot gerammt haben.
Das Abendessen war heute auch nicht besonders. Es gab Gamecarpaccio Gemüsesuppe und Springbockbraten. Als Dessert gab es Malvenpudding. Den Abend haben wir dann an der Bar bei einem Savanna ausklingen lassen.
Gute Nacht Afrika
Teil 931. Okt. 2018
Dienstag, 20.06.2017
Guten Morgen. Ich werde um 4.00 Uhr wach, an schlaf ist nicht mehr zu denken. Um 6.30 Uhr kann ich endlich aufstehen und alles verpacken. Vor dem Frühstück wird wieder alles ins Auto verstaut. Nachdem die Rechnung bezahlt wurde fahren wir um 7.45 Uhr los. Vor uns liegen 420 km. Die ersten km verlaufen Ereignislos, doch dann sehen wir einen Elefanten über die Straße gehen. Am Straßenrand sehen wir einen großen schwarzen Vogel. Ich schaue in meinem Buch nach und identifiziere ihn als Hornraben. Leider war ich für ein Foto zu langsam. Ab und zu sehen wir kleine Wohnsiedlungen und Einheimische am Straßenrand. Im Divundu werden die Reifen geprüft und unser Tuni bekommt was in den Tank. Nun sind es noch gut 200 km bis zur nächsten Lodge.
Endlich sind wir am heutigen Ziel angekommen. Es ist 11.30 Uhr. Die Lodge ist wunderschön und unser Bungalow hat wieder Flussblick. Zum Mittag gibt es Fisch and Chips.
Um 16.00Uhr ist unsere Bootsfahrt, wir erleben einen schönen Sonnenuntergang auf dem Okavango.
Heute erwartet uns ein leckeres Abendessen. Als Vorspeise Wild Carpaccio. Eine Gemüsesuppe für Matt, Salat für mich. Rind, Kartoffeln und Gemüse für Matt. Reis und Hähnchen für mich. Als Dessert gab es Kuchen. Im Restaurant ist es recht kühl und deshalb gehen wir in den Bungalow und schalten die Heizung an. Noch vor dem Schlafengehen schreibe ich das Tagebuch und um 21.00 lösche auch ich das Licht.
Gute Nacht Afrika
Teil 1002. Nov. 2018
Mittwoch, 21.06.2017
Guten Morgen. Wir krabbeln aus dem Bett und fangen an zu frieren, es hat im Zimmer nur 14 Grad. Ich möchte gar nicht wissen, wie kalt es draußen ist. Nach einer kurzen Katzenwäsche schlüpfe ich in die Sachen. Das Frühstück ist heute besser, aber es ist sagenhaft kalt im Restaurant. Im Anschluss packen wir den Rest unserer Sachen ein und gehen zum Auschecken.
Um 7.30 Uhr starten wir in Richtung Tsumeb. Unser erstes Ziel für heute ist der Spar. Wir kaufen uns eine Brotzeit und weiter geht es zum Tanken. Hier erkundigen wir uns nach einen Reifendienst. Ein paar Straßen weiter werden wir fündig. Dort lassen wir sicherheitshalber den kaputten Reifen reparieren. Das ganze kostet unschlagbare 50 N$, das sind 3,50€.
Nun machen wir uns beruhigt auf den Weg zur Lodge. Hinter Tsumeb machen wir Brotzeit. Den Rest der Strecke schaffen wir jetzt auch noch. Um 12.50 Uhr erreichen wir etwas zu früh die Mokuti Etosha Lodge und müssen noch ca. 20 min. auf unser Zimmer warten. Gemeinsam erkunden wir das Gelände, während ich die Tiere fotografiere.
Um 18.00 Uhr gibt es Abendessen. Uns erwartet ein super Buffet. Vorspeisen: Chicken-Nuggets, kalter Braten, Roastbeef, div. Salate, Tomatensuppe. Hauptspeise: Kartoffeln und Reis, Oryxgulasch, Beefsteaks, Schweinerippchen und Würstchen vom Grill. Diverse Desserts. Nach dem Duschen und Haarewaschen schreibe ich noch mein Tagebuch zu Ende.
Gute Nacht
Teil 1104. Nov. 2018
Donnerstag, 22.06.2017
Guten Morgen, heute Nacht habe ich gut geschlafen. Im Zimmer ist es heute wärmer, direkt angenehm. Um 7.00 Uhr gehen wir frühstücken, eine leckere Auswahl wartet auf uns. Im Anschluss geht es zum Check-out sowie zum begleichen der Rechnung. Um 7.40 erreichen wir das Lindequist – Gate, dem Eingangstor zum Etosha Nationalpark. Der Weg bis Camp Namutoni ist nicht weit. Hier müssen wir die Parkgebühren bezahlen. Nun kann unser privater Game Drive starten. Wir fahren in Richtung Twee Palms, hier sehen wir Gnus und Zebras.
Auf dem Weg zum nächsten Wasserloch sehen wir eine Tüpfelhyäne, Gabelracke, Bockis sowie Giraffen.
In Tsumcor sahen wir große Herde Elefanten sogar mit Babys. In Groot Okevi sehen wir eine Herde Giraffen.
Es ist nun schon bald 13.00 Uhr, wir fahren ins Camp und checken ein. Im Zimmer machen wir Brotzeit sowie eine kurze Pause. Gestärkt machen wir uns noch einmal auf die Pirsch. Zunächst steuern wir den Dik- Drive an. In Klein Namutoni sehen wir wieder Giraffen, Kapgeier und einen anderen Geier. Der Dik- Dik Drive hält nicht, was er verspricht, denn es sind keine Dik - Diks zu sehen.
Weiter fahren wir nach Koinachas hier sehen wir einen einsamen Oryx beim trinken. Aber das Highlight, des heutigen ersten Tages im Etosha erlebten wir in Chudob. Hier war eine Elefantengruppe von 7 Tieren am baden. Und 18 Giraffen warteten geduldig, dass sie auch ans Wasserloch dürfen, um ihren Durst zu stillen.
Um 16.00 Uhr waren wir zurück im Camp. Wir schauten uns hier ein wenig um und besuchten das Wasserloch. Ein einziger Flop hier kann man keine Tiere beobachten.
Um 18.00 sind wir zum Abendessen gegangen, heute gab es Kotelett mit Gemüse und Pommes. Nun schreibe ich Tagebuch. Ich werde sehr bald das Licht ausmachen und schlafen.
Gute Nacht Afrika
Teil 1208. Nov. 2018
Freitag, 23.06.2017
Guten Morgen, ich werde so um 5.30 Uhr wach, lasse mir aber noch Zeit mit dem aufstehen. Ganz langsam krabbeln wir aus unseren Betten. Nach dem morgendlichen Badbesuch beginnt wieder die morgendliche Routine. Sachen einpacken und Gepäck im Auto verstauen. Nach dem nicht so umwerfenden Frühstück wird das Gepäck ins Auto verstaut, dann begeben wir uns zur Rezeption zum Check-out. Unser heutiges Ziel ist Halali. Gesehen haben wir Bockis, Impalas, Zebras, Giraffen, Gnus, Elefanten, Oryx, Kudus sowie viele Vögel. Allerdings waren die Wasserlöcher Springbockfontein, Noniams sowie Nuamses gesperrt.
Um 13.00 Uhr erreichen wir das Camp Halali. Wir bekommen Bungalow No. 53. Nach dem Einzug schauen wir ans Wasserloch. Es gibt noch nicht all zu viel zu sehen: Impalas, Kudus, Tauben sowie Schildkröten. Um 15.30 machen wir einen Besuch im Shop und kümmern uns um unser leibliches Wohl.
Nach vier Uhr gehen wir noch mal ans Wasserloch. Nun sehen wir Kudus und viele Tauben. Auch ein Elefant kommt vorbei, um seinen Durst zu stillen. Als dieser gegangen ist, können wir nur noch die Tauben beobachten. Eine dieser unachtsamen Tauben wird von den Schildkröten ins Wasser gezogen. Sie kann sich nicht mehr an Land retten und ihr Todeskampf beginnt. Später sehen wir nur noch Federn auf dem Wasser schwimmen. Die Schildkröte hat sich ihr Abendessen organisiert. Kurz vor 17.30 Uhr wird es für uns Zeit zu gehen, da wir um 18.00 Uhr zum Abendessen wollen. Es gibt Buffet. Leckere Vorsuppe, div. Salate, gegrilltes Kudufleisch und Kuchen zum Dessert. Meine guten Erinnerungen an das Abendessen in Halali wurden erneut bestätigt. Das Essen war für ein staatliches Camp sehr gut. Um 19.00 Uhr entschließen wir uns noch für eine Runde Waterhole TV und werden von dem Programm nicht enttäuscht. Wir sehen 4 Nashörner sowie drei Tüpfelhyänen. Leider werden die Fotos mit der kleinen Lumix nichts, ich bin verstimmt. Um 20.00 Uhr schlendern wir gemütlich ins Zimmer zurück. Das Tagebuch schreiben fällt heute aus, da ich vergessen habe das Tab zu laden.
Gute Nacht Afrika
Teil 1310. Nov. 2018
Samstag, 24.06.2017
Guten Morgen, heute werde ich schon um 4.30 Uhr wach. Da ich nicht mehr einschlafen kann schreibe ich mein Tagebuch. Um 6.15 Uhr stehe ich auf, jetzt aber raus aus den Federn. Um 7.00 Uhr sind wir beim Frühstück, es ist heute besser als erwartet. Nun kann es losgehen. In Rietfontein ist eine Tüpfelhyänen zu sehen. Die nächsten Wasserlöcher sind wie ausgestorben. Erst in Nebrowni werden wir fündig. Hier stehen unendlich viele Tiere aber kein Tier traut sich an das Wasser. Komisch. Schatz Du muss weiter vorfahren. Und dann, oh welch ein Glück zwei Löwen. Ich bin Happy. Jetzt habe ich alle Big Five in diesem Urlaub gesehen.
Wir beobachten die beiden faulen Katzen über eine Stunde, aber nix tut sich. Wir fahren weiter bis Gemsbokvlakte hier sehen wir Zebras und Bockis.
Dann fahren wir weiter nach Olifantsbad und was gibt es hier? Löwen und gleich 4 Stück. Sie liegen faul im Schatten und wir können sie eine Weile beobachten.
Zurück in Nebrowni liegen die zwei anderen Löwen immer noch da und machen keine Anstalten sich zu rühren. Okay Aufbruch wir fahren ins Camp Okaukuejo.
Beim Check-in erfahren wir, dass unser Häuschen erst in 30 min. fertig ist. Aber dennoch inspizieren wir schon einmal den Grill, er scheint okay zu sein. Na dann auf zum Einkaufen. Im Shop wollen wir unser Abendessen besorgen, leider gibt es kein Brot. Alternativ gibt es Abendessen im Restaurant. An der Rezeption schreiben wir uns für 18.00 Uhr ein. Wir beziehen unser Häuschen und richten uns für die nächsten zwei Nächte ein. Nach einem kurzen Mittagssnack geht es ans Wasserloch. Hier verbringen wir den Nachmittag mit Waterhole TV.
Bis auf einige Vögel, Bockis und Zebras war jenseits der Absperrung nichts los. Doch dann wie aus dem Nichts tauchte eine große Gruppe Elefanten auf. Sie hatten sogar Babys dabei. Etwas später kamen noch Giraffen dazu. Ich konnte unser Glück kaum fassen. Am Horizont in der untergehenden Sonne zeigte sich auch ein Giraffenhals, ein irrer Anblick. Wir sind absolut überwältigt von diesem beinah magischen Moment.
Um 18.00 gibt es Abendessen. Heute ist es wieder Buffet. Wir beginnen mit einer Gemüsesuppe, dann gibt es Kudusteaks vom Grill. Als Abendprogramm im Waterhole TV gibt es ein paar Vögel und ein Nashorn. Ich habe keine Ahnung warum die Fotos diesmal nichts werden. Um 20.30 Uhr breche ich ab und wir gehen schlafen. Ich schreibe noch das Tagebuch und denke ständig nach warum die Nachtfotos nix geworden sind. Na klar, jetzt fällt es mir wieder ein ich haben den Bildstabilisator vergessen auszuschalten. Mensch bin ich blöd. Ich hoffe und wünsche mir für morgen noch einmal Nashörner am Wasserloch. Jetzt kann ich beruhigt einschlafen.
Gute Nacht Afrika.
Teil 1415. Nov. 2018
Sonntag, 25.06.2017
Guten Morgen, ich bin schon wieder sehr zeitig wach. Um 6.00 Uhr herrscht Aufbruchstimmung im Bungolow. Noch eine schnelle Katzenwäsche und dann gehen wir zum Frühstück. Wir starten um 7.18 Uhr in den Park. Unser erstes Ziel ist Gaseb, hier ist nichts los. Der nächste Halt ist Gemsbokvlakte, hier sehen wir Bockis und Zebras. In Olifantsbad sehen wir nur noch abziehende Löwen. Schade, sie hatten ein Baby dabei.
In Aus sahen wir zwei Elefanten, die wir beobachten. Während dieser Zeit kamen immer mehr Elefanten und am Schluss waren es weit über 30 Tiere. Sie hatten auch Babys dabei.
Zurück sind wir über Olifantsbad, Gemsbokvlakt nach Nebrowni. Dort sahen wir Zebras, Bockis und Oryxe. Wir fuhren für umsonst nach Ombika, denn hier war nix zu sehen.
Zurück im Camp kauften wir uns im Shop eine Brotzeit. Im Anschluss sahen wir noch ein wenig Waterhole TV.
Um 13.30 Uhr starteten wir mit Leeubron, dessen Anfahrt wir abbrachen, wegen einer zu schlechten Straße. Wir fuhren weiter nach Okondeka. Hier fuhren wir am eigentlichen Höhepunkt vorbei. Am Wasserloch war nix besonderes zu sehen also beschlossen wir ins Camp zurückzufahren. Etwas entfernt von Wasserloch vielen uns ein paar Autos auf und wir fragten uns, was es da so interessantes zu sehen gibt. Im hohen Gras sahen wir dann einen Löwenkopf. Endlich ein Männchen und was für ein schönes Tier. Leider war auch er zu faul um sich in seiner vollen Schönheit zu zeigen.
Auf den Rückweg sahen wir Gnus, Zebras, Bockis, einen Schakal und einen Sekretär. Um 16.00 Uhr sind wir zurück.
Ich ging für 45 min. Waterhole TV schauen und Matt blieb am Bungolow. Und 16.45 Uhr wurde das Feuer im Grill angezündet.
Heute gibt es gegrilltes Fleisch und Würstchen. Im Anschluss räumte ich alles auf und sortiere meinen Koffer neu. Nun verabschiedete ich mich noch mal bis 20.00 Uhr zum Vorabendprogramm im Waterhole TV. Konnte ich vorher noch bis zum Horizont blicken, ist nun das Sichtfeld durch die Dunkelheit auf wenige hundert Meter beschränkt, sodass ich erst meinen Augen nicht traute, als ich mehrere sich bewegende Schatten in der Dunkelheit ausmachte. Als diese näher kamen, erkannte ich die Nashörner. Ich habe so viel Glück: 7 Nashörner davon ein Baby, zwei Giraffen, ein Elephant sowie Zebras schmückten das Programm. Ich kehre glücklich zurück, denn heute sind die Nachtaufnahmen gelungen.
Matt wartete schon am Feuer auf mich. Gemeinsam löschten wir die Glut und machten uns dann Bett fertig.
Gute Nacht Afrika und danke für das Sichtungsglück.
Teil 1519. Nov. 2018
Montag, 26.06.2017
Guten Morgen, heute werden wir kurz vor 6.00 Uhr wach. Nach dem Aufstehen und der Morgentoilette gehen wir frühstücken. Um 7.18 Uhr verlassen wir das Camp. Unser heutiges Ziel ist der westliche Teil des Etosha-Parks. Es sollte wieder ein Tag voller Highlights werden! Wir sind fast überall ganz alleine. Uns begegnen nur sehr wenige Autos.
Die Fauna und Flora ist auf dem weiteren Weg spannend und abwechslungsreich. Baumsavannen werden von der unendlich wirkenden Grassavanne abgelöst. Wir sehen heute Bokkies, Zebras, Gnus, Giraffen mit Babys, Elefanten mit Babys, Oryxe, eine Löwin, Warzenschweine mit Babys, Hartebeest und viele Vögel.
Um 12.00 Uhr sind wir in Dolomietpunt und beobachten Zebras und einen Elefanten, während wir Brotzeit machen.
Die Bush Chalet sind strohgedeckt auf Holzdecks stehend und haben Zeltwände.
Zum Abendessen gibt Kartoffelsuppe, Impala Steaks mit Kartoffeln und Gemüse. Zum Schluss Käsekuchen. Ich schreibe jetzt noch das Tagebuch und draußen tuckert das Golf Cart und bringt die Leute zum Chalet.
Gute Nacht.
Teil 1629. Nov. 2018
Dienstag, 27.06.2017
Guten Morgen, Nach einer sehr windigen und kalten Nacht werden wir um 6.30 Uhr wach. Also schnell raus aus den Federn und rein in die Klamotten Im Anschluss gehen wir zum Frühstück. Es ist wie erwartet gut.
Um 8.00 Uhr starten wir mit unserem privaten Game Drive. Heute erkunden wir den Westteil des Nationalparks. Sichtungswünsche habe ich keine, ich nehme alles was kommt. Unser erstes Ziel für heute ist Klippan. Hier sehen wir einige Hartebeest.
Das nächste Ziel sollte Luiperdskop sein. Aber hinter Klippan ist die Straße ohne Vorankündigung mit einer querliegenden Steinreihe und einem Verbotsschild gesperrt, also müssen wir den üblen Wellblechpad wieder zurück. Somit war Rateldraf unser nächstes Ziel. Den Weg hierher hätte man sich auch sparen können, außer ein paar Impalas gab es nix zu sehen. Auf den Weg nach Renostervlei begegneten uns Zebras, Kudus sowie zwei Steinböckchen auf und neben dem Pad.
In Renostervlei angekommen konnten wir wieder 6 Löwen beobachten.
Weitere Zeile für heute sind Jakkalswater, Duikerdrink, Okawao, Olifantsrus, Nomab, Duineveld, Dolomietpunt. Gesehen haben wir außerdem Oryxe, Gnus, Bokkies, Scharbrackenschakal, Giraffen, Elefanten, Erdhörnchen, Vögel, Strauße, Giraffen, Warzenschweine sowie zwei Sekretäre.
In Olifantsrus machen wir Mittagspause.
Auf dem Rückweg sehen wir eine große Giraffengruppe sowie eine Elefantengruppe von mindestens 15 Tieren, welche uns den Weg versperrten. Schon ein seltsames Gefühl umgeben von so großen Tieren zu sein. Vor uns die Elefanten, hinter uns die Giraffen und wir in der Mitte. Alle Tiere waren auf dem Weg zu Wasserloch Dolomietpunt.
Als der Weg wieder frei war setzten wir unsere Fahrt fort. Im Camp angekommen nehmen wir einen Drink und verbringen den Nachmittag mit ausruhen.
Zum Abendessen gibt es Gemüsesuppe und Oryx Steaks. Es ist nach acht und wir sind müde. Mit dem Shuttle geht es zurück zum Chalet, hier schreibe ich mein Tagebuch und sage dann
Gute Nacht Afrika
Resümee unseres Etosha-Aufenthaltes
Gesehen haben wir diesmal große Elefanten-, Zebra-, Giraffen- und Bokkieherden. Außerdem war diesmal Baby-Time im Etosha. Die Pads im näheren Umkreis um Okaukuejo sowie im Westteil des Nationalparks waren zum Teil in einem miserablen Zustand, ausgefahren und mit tiefen Rinnen. Schuld daran hat sicher auch die ungewohnt große Zahl an Safari- und Reisebussen innerhalb des Parks. Ungewohnt war auch, dass in den frühen Morgenstunden kaum Tiere an den Wasserlöchern zu sehen sind. Rückblickend kommt es einem etwas langweilig vor, einige Stunden lang dazusitzen und Tiere zu beobachten. Aber während man dort sitzt, ist man von diesem Anblick derart gefesselt, dass man Zeit und Raum um sich vergisst und diese Momente einfach nur aufsaugt.
Dennoch sind wir mehr als zufrieden mit unserem Sichtungsglück und sagen: Good bye Etosha.
Teil 1702. Dez. 2018
Mittwoch, 28.06.2017
Guten Morgen Afrika, heute Nacht habe ich nur kurz, aber gut geschlafen. Um kurz vor 6.00 Uhr stehen wir auf. Heute ist es noch kälter in Zimmer, nur frostige 14 Grad. Schnell anziehen und dann gehen wir Frühstücken. Im Anschluss holen wir unsere Koffer und checken aus. Noch einmal fahren wir zwei Wasserlöcher an. Gesehen haben wir Impalas, Oryxe, Bokkies, Bergzebras, Kudus und Giraffen.
Um 9.20 Uhr verlassen wir den Etosha, fahren nach Outjo zum tanken und für einen Snack in der deutschen Bäckerei. Wir sind total am staunen, denn diese wurde seit unserem letzten Besuch total umgebaut. Schön ist sie geworden.
Um 11.15 Uhr starten wir nach einer Stärkung in Richtung Frans Indongo Lodge, welche wir um 12.30 Uhr erreichen.
Auch diesmal werden wir herzlich empfangen. Wir essen noch die mitgebrachten Sachen aus der Bäckerei. Matt einen Spritzkuchen und ich eine Nussecke.
Satt gehen wir auf den Aussichtsturm und beobachten das Wild.
Um 15.30 Uhr starten wir zum Game Drive. Gesehen haben wir Weißschwanzgnus, Bergzebras, Oryxe und Breitmaulnashörner.
Um 19.00 Uhr gibt es Abendessen. Elandsteaks in Bobutiestyle und Orangentarte mit Mandeleis.
Gute Nacht Afrika
Teil 1809. Dez. 2018
Donnerstag, 29.06.2017
Guten Morgen Afrika heute beginnt unser letzter Urlaubstag hier in Namibia. Als ich um 6.00 Uhr wach werde fühle ich mich traurig… ich mag gar nicht daran denken, dass es morgen zurück nach Hause geht.
Heute können wir uns Zeit lassen und das gute Frühstück in Ruhe genießen. Im Anschluss verstauen wir unser Gepäck im Auto, die Rechnung wird beglichen. Um 8.20 Uhr starten wir gemütlich in Richtung Otjiwarongo. Hier kaufen wir noch mal Getränke und was für die Brotzeit. In Okahandja besuchen wir zum ersten Mal den Holzschnitzermarkt. Wir waren uns danach einig, dass wir hier nix verpasst haben. Um 12.00 Uhr machen wir auf einem Parkplatz Brotzeit und fahren danach weiter zur Immanuel Wilderness Lodge.
Die B1 in Richtung Windhoek ist eine Großbaustelle, aber der Verkehr läuft.
Hier werden wir vom Chef empfangen und bekommen unser Zimmer. Es ist klein aber fein. Den Nachmittag verbringen wir am Pool und später mit Koffer packen.
Um 16.45 schauen wir uns die Tierfütterung an, welche nicht spektakulär ist.
Um 19.00 Uhr gibt es Abendessen. Es gab Tomatensuppe, einen Salatteller, Weißschwanzgnu Ragout mit Reis und als Dessert Joghurt. Heute bin ich schon fertig mit Tagebuch schreiben, darum Sage ich schon viel früher…
Gute Nacht Afrika
Teil 1910. Dez. 2018
Freitag, 30.06.2017
Heute sage ich ein letztes mal Guten Morgen Afrika. Ich werde wieder vor 6.00 Uhr wach, bleibe aber noch liegen. Heute haben wir ja Zeit, denn Frühstück gibt es erst um 7.30 Uhr. Etwas spät aber na ja. Entgegen unserer Erwartungen ist das Frühstück super. Es gibt auch selbst gebackene Semmeln. Nachdem wir gemütlich und in Ruhe gegessen haben gehen wir noch mal ins Häuschen. Die restlichen Sachen werden noch im Koffer verstaut. Heute brauchen wir die Koffer nur vor die Tür stellen, sie werden von einem Lodgemitarbeiter zum Auto gebracht. In dieser Zeit gehen wir zum Auschecken. Nachdem wir alles ins Auto gepackt haben, starten wir so langsam in Richtung Flughafen.
Am Flughafen angekommen Tanken wir noch an der Puma Tankstelle und geben um 9.44 Uhr unseren liebgewonnenen und treuen Quietschituni ab. Jetzt heißt es warten, warten, warten.
Ich durchstöbere die Shops auf der Suche nach Souvenirs, welche schnell gefunden sind. Um 13.00 Uhr beginnt der Check-in. Endlich hat das sinnlose warten ein Ende.
Nachdem alles erledigt ist schlendere ich durch den Duty Free Shop. Um 14.40 beginnt das Boarding. Der Weg zum Flieger ist etwas weiter, aber Bewegung schadet nicht. Nach 15.20 Uhr mit etwas Verspätung, startet die Maschine, ein A320-200, in Richtung Johannesburg.
Ich schaue aus dem Fenster und sage Goodbye Namibia, denn diesmal ist es ein Abschied für immer. Vielleicht!? Zum ersten Mal werden wir auch in Deutsch vom Flugkapitän begrüßt. Nach kurzer Zeit gibt es was zum Essen, heute gibt es Rindergulasch mit Reis und Gemüse. Der Flug verläuft Ereignislos.
Um 18.00 Uhr landen wir in Johannesburg und diesmal sind alle Formalitäten schnell erledigt. Jetzt haben wir Zeit in die Geschäfte zu schauen. So vergeht die Zeit wie im Fluge. Um 19.50 Uhr beginnt das Boarding. Heute fliegen wir mit dem A 330–300. Alles schaut noch recht neu aus, aber er ist sehr eng. Um 20.50 Uhr starten wir. Leider ist kein schönes Wetter angesagt und wir müssen mit Turbulenzen rechnen. Um 22 00 Uhr gibt es Abendessen entweder Rindergulasch oder Hähnchengeschnetzeltes. Matt nimmt Rind und ich Hähnchen. Nach dem Essen schaue ich einen Film und Matt versucht zu schlafen. Um Mitternacht mache ich noch ein paar Fotos von der Flugstrecke dabei stelle ich eine Änderung fest, sicher wegen des Wetters.
Nun mache auch ich den Monitor aus und versuche zu schlafen. Ich sage zum letzten Mal.... Gute Nacht Afrika.
Teil 2010. Dez. 2018
Samstag, 01.07.2017
Das Schlafen hat bis auf einige Unterbrechungen, Kinderweinen, Sitzpositionsänderung und anderen Störungen ganz gut funktioniert. Um 5.30 Uhr gehen im Flieger die Lichter wieder an und um 6.00 Uhr gibt es Frühstück, leider ist der Service noch nicht fit und alles läuft schleppend. Es gibt Wurst, Käse und Brötchen. Nun sind es noch 30 min. Flug.
Ist kann nicht mehr sitzen und alles tut weh, ich beschließe einfach noch zu schlafen, da merke ich die Schmerzen nicht. Es funktioniert und ich werde erst wieder wach als die Maschine auf dem Boden aufsetzt. Willkommen in München. Nun nichts wie raus aus dem engen Flieger, die ersten Schritte tun richtig gut. Schnell durch die Passkontrolle und Koffer holen und dann zur Sause.
Nach fast drei Wochen, 4150 gefahren Kilometer viel Staub, einigen Erlebnissen, vielen Tiersichtungen und mit 2600 Fotos im Gepäck sind wir wohlbehalten um 8.00 Uhr zu Hause angekommen.
Auch diese schöne Zeit ging viel schnell zu Ende. Noch ewig könnten wir durch dieses schöne Land reisen, täglich Neues entdecken und die Tage genießen. Wieder mussten wir uns von Afrika verabschieden, damals dachte ich für immer....
"Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis." Oscar Wilde
Im Dateianhang habe ich Euch mein selbst erstelltes Roadbook hochgeladen. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen. 📎 Namibia2017(2).pdf
Ich bedanke mich bei allen Lesern und Begleitern, danke auch für die Hilfe hier im Forum. Wie Ihr Euch sicher denken könnt ist es kein Abschied für immer. Nächstes Jahr im Juni geht es für uns wieder nach Namibia. Allerdings diesmal auf eine fast klassische Rundreise, da wir mit Freuden unterwegs sind, für die Namibia Neuland ist.
Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Adventszeit !!! Doreen