PÄPädiThemenstarter4 Beiträge · seit 201808. Okt. 2018 · #1
Ein herzliches Grüss Gott an Alle Wir sind an der Planung für Namibia und wollen uns die Flussbette oberhalb der Brandberge näher begutachten. Das Ziel wäre eigentlich vom Ugab River, Goantagab Flussbett nach Madisa zu kommen. Hat jemand schon diese Erfahrung gemacht, oder besteht die Möglichkeit diesen Weg zu fahren? Wir sind 3 Fahrzeuge, 4x4 Hilux mit Dachzelt.
Herzliche Grüsse und ein herzliches Dankeschön vorab Pädi
pollux1'675 Beiträge · seit 200708. Okt. 2018 · #2
Wir sind da im Nov 2013 gefahren, im Goantagab von 20.75 S, 14.39 E nach Osten. Das geht, aber der Fluss war damals extrem tiefsandig/feinsandig, kaum zu fahren. Wir sind nach 19 km bei 20.76 S, 14.54 E wieder nach Norden ausgestiegen. Ist natürlich schon 5 Jahre her und kann jetzt anders sein.
Manfred
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
PÄPädiThemenstarter4 Beiträge · seit 201809. Okt. 2018 · #3
Herzlichen Dank für Dein Feedback Manfred. Meine Frage dazu, auch mit druckablassen der Pneus war es zu schwierig? LG Pädi
pollux1'675 Beiträge · seit 200709. Okt. 2018 · #4
Klar hatten wir abgelassen. Aber der Goantagab war zumindest damals nicht so befahren wie der Hoanib, dadurch mussten wir teilweise eine neue Spur ziehen. Der Rollwiderstand war gefühlt viel stärker als in anderen Trockenflüssen. Aber mit mehreren Autos könnt Ihr Euch ja gegenseitig herausziehen, wenn sich einer eingräbt. 😄
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200811. Okt. 2018 · #5
Du möchtest das alles im Februar 2019 fahren?
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
..ich war früher oft und monatelang in dieser Pampa dort oben unterwegs...die bist in einer "high risk" Zeit dort.. nur soviel. Schick mir eine PM und ich gebe dir Auskunft wenn du willst und ich die Zeit finde.. Ich möchte die Info nicht in ein Forum stellen.. habe keine Lust auf Grundsatzdiskussionen ...
wenn alles nach (unserem vorläufigen und immer mal wieder geänderten) Plan läuft, wollen wir in gut drei Wochen eine ähnliche Strecke unter die Räder nehmen. Es soll vom Ugab Rhino Camp nach Madisa gehen. Ob wir den Divorce Pass fahren, wissen wir noch nicht, vermutlich eher die bekannte Strecke nördlich am Doros Crater vorbei. Sofern fahrbar, würden wir nicht über Twyfelfontein fahren, sondern direkt durch den Goantagab Richtung Madisa wollen.
Gibt es hier aktuellere Erfahrungen bezüglich Befahrbarkeit und 'Tiefsandigkeit' des Goantagab? Vermutlich fahren die Game Drives vom Madisa Camp da auch durch, oder? Sofern die Strecke mit vertretbarem Aufwand fahrbar ist, würden wir das machen, sonst eher oben rum ... aber uns reizt natürlich auch immer wieder was neues. 🙂
Gruß Henning
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200811. Nov. 2024 · #8
Sind ihn im September ab Madisa bis zur junc. des von Süden kommenden Maintracks zum Doros gefahren. Problemlos, auch wenn der Sand etwas anders/gröber ist als z.B. der Hoanib. Region Madisa sind die Spuren tiefer und zerfahren, - den Spaßfahrern sei dank…
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Sind ihn im September ab Madisa bis zur junc. des von Süden kommenden Maintracks zum Doros gefahren. Problemlos, auch wenn der Sand etwas anders/gröber ist als z.B. der Hoanib.
Hallo Lilytrotter, das trifft sich gut, wir wollen Ende des Monats vom Doroskrater nach Madisa. Seid ihr die grün gestrichelte Linie gefahren? Nachdem T4A auf dem Teilabschnitt im Flußbett auf "dangerous (sand)" hinweißt und wir nur mit einem Fahrzeug unterwegs sind, hab ich überlegt das Stück nördlich zu umfahren. (rot) Denkst du wir können einen Versuch wagen im Flußbett zu bleiben?
Liebe Grüße Karin
Australien: 2007/2009/2011/2013/2016/2025 Namibia: 2018/2022/2024+KTP Südafrika: 2026 ?
"They say an elephant never forgets. What they don't tell you is that you never forget an elephant"
pollux1'675 Beiträge · seit 200714. Nov. 2024 · #10
Ich seh jetzt nicht ganz das Problem. Wenn Ihr von Madisa kommt, und dort in der Nähe die Piste schlechter ist, wie Lilytrotter schreibt, dann seht ihr ja schnell wie es geht. Also entweder gleich umdrehen und ein Stück via D2612, oder weiter im Fluß, dann habt ihr immer noch zwei Ausstiegsmöglichkeiten nach Norden, wenn es doch noch schlechter würde.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Wir kommen von Westen (Doros) und wollen nach Madisa 😉 Mein grüner Pfeil ist vielleicht ein bisschen irreführend, er soll die Route von Lilytrotter andeuten. Natürlich können wir auch von da im Flußbett weiterfahren und schauen wie es geht, aber ein Ausstieg nach Norden ist dann erst nach dem, als "dangerous" gekennzeichneten, Abschnitt möglich.
LG Karin
Australien: 2007/2009/2011/2013/2016/2025 Namibia: 2018/2022/2024+KTP Südafrika: 2026 ?
"They say an elephant never forgets. What they don't tell you is that you never forget an elephant"
auch wir werden in der Gegenrichtung (also in Richtung Madisa) unterwegs sein.
Ich habe Lillytrotter schon so verstanden
lilytrotter schrieb:Sind ihn im September ab Madisa bis zur junc. des von Süden kommenden Maintracks zum Doros gefahren.
das sie die von Euch eingezeichnete Strecke gefahren sind. Bei der Warnung 'sand' bin ich grundsätzlich erstmal entspannt, das wäre bei 'swamp' anders. Plan B braucht man doch sowieso und wenn es nicht mehr weitergeht eben Ausstieg nach Norden oder gleich ganz umdrehen ... so handhaben wir das zumindest.
Wann genau seid Ihr dort voraussichtlich unterwegs?
Gruß Henning
pollux1'675 Beiträge · seit 200714. Nov. 2024 · #13
Henning, das mit dem "Umdrehen" ist halt manchmal nicht so einfach, weil du dann meist eine neue Spur querab legen musst. Kann bei weichem, warmem Tiefsand ein echtes Problem sein, wenn es keine geeignete Stelle mit festerem Grund außerhalb des Flussbetts gibt, die erreichbar ist.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200814. Nov. 2024 · #14
@ Quoll & MaHe
Uuii, nun muss ich das mal mit Koordinaten versehen, denn wenn ich das so anschaue, kann man sich auch schnell missverstehen. Vorweg: Es war alles sehr trocken! Wie in nassem Zustand dann solche Stellen aussehen, die mit „ElephantFlashFloods“ bezeichnet sind, wissen wir nicht! Also: 1. die grüne Strecke mit Pfeil, ab Madisa >W, sind wir bis ca. GPS S20° 47.107' E14° 27.326' gefahren - den gelb markierten „Dangerous Sand“ können wir nicht bewusst erinnern – dazu muss ich aber sagen: Der Goantagab ist allgemein recht tiefsandig und wir empfinden es als normal, wenn sich der Untergrund auf solchen Strecken hin und wieder ändert, deshalb fällt uns vielleicht manches nicht auf. Wir sind langsam und sind mit einem recht PS-schwachen alten Troopie unterwegs. Wir machen nach so vielen Jahren vieles mit „Bauchgefühl/Routine“, man hat gelernt den Untergrund zu „lesen“ und entsprechend zu fahren und auf den Motor zu hören (ob er „schwer arbeiten muss“) – und dann wiederum entsprechend anzupassen (Fahrweise, ggf. Reifendruck). Und wo ich nun grad dabei bin: Wir fahren immer allein, allerdings haben wir ein SatPhon dabei. 2. ab da: Strecke „MainTrack“ > ein kurzes Stück >N, bis man wieder > W in den Goantagab abbiegen kann (ca. da wo er auf den Südzipfel deiner Roten Strecke trifft), Ihm weiter > NW gefolgt, bis zum Doros Crater. - Wir sind keinen Meter südlicher gefahren als GPS S20° 46.615' E14° 19.311'. - Ab Doros Crater dann „retour“ > nord-östl. über GPS S20° 43.681' E14° 20.809' und GPS S20° 43.034' E14° 20.461' Die Conservancy gibt östl. vom Doros (aufgrund hochpreisiger Lodge?) mittlerweile die Wegeführung vor, diese ist auch gut ausgeschildert, man wird „geleitet“. 😁
Ich hoffe es war alles eindeutig genug beschrieben, sodass du/ihr damit etwas anfangen könnt. Und mit den mittlerweile viel zu PS starken 4x4 Mietfahrzeugen dürfte solche Strecken sowieso kein Problem sein, außer man macht Fahrfehler. Aber das kann jedem passieren, dann muss man eben ein bisschen buddeln - oder auch mal ein bisschen mehr… 🙂 Wir denken, dass man den trockenen Goantagab in dem beschriebenen Bereich nicht nördl. umfahren braucht.
PS: Grundsätzlich gilt auch hier die entsprechende Vorbereitung für Fahrten/Aufenthalt in der einsamen Wüste. Wir haben 2 Tage niemanden getroffen. PPS: ergänzend zu pollux der Hinweis, dass tiefsandige Strecken am späten sonnigen Nachmittag deutlich anspruchsvoller zu fahren sind als am frühen Morgen und bedecktem Himmel.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Dankeschön Lillytrotter, für die ergänzenden Hinweise und Koordinaten. Hab das mal kurz auf T4A nachgesehen und das entspricht im Wesentlichen dem, was wir da auch fahren wollen bzw. als Track in Basecamp angelegt haben.
Nachfrage zur "hochpreisigen Lodge?): Wir haben bei GoogleEarth, östlich vom Doros, einen Point gefunden, der als "Deutsche Endzeitlodge in halbfertigem Zustand" beschrieben ist. weitere Infos haben wir dazu nicht gefunden, auch in der aktuellen T4A Karte (2410) gibt es dort nicht mal einen Hinweis. Wir haben uns das als POI gespeichert und wollten da mal hinfahren und uns das anschauen. Für mich hatte das was von 'Lost Place'.
Wenn ich Deine Anmerkung jetzt lese, bin ich mal gespannt, ob uns dort, östlich des Doros, nicht was edles erwartet, wo wir vielleicht gar nicht hinkommen oder zumindest nicht so erwünscht sind. 😉
@ Pollux: Mit 'umdrehen' meine ich jetzt nicht zwingend sofortiges Wenden in drei Zügen, sondern, dass wir, wenn die Weiterfahrt in Quälerei (für das Auto und/oder uns) ausartet, retour fahren. Wie 'retour' aussieht, wird je nach Situation entschieden, das sollte eigentlich jedem klar sein, der in solchen Gegenden unterwegs ist.
Gruß Henning
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200814. Nov. 2024 · #16
Denke, ich weiß, wo diese T4A-Bemerkung angesiedelt ist: Dort sind aus der Ferne oben auf dem Plateau viele „schwarze Masten“ zu sehen, - es sieht schon etwas surreal aus und regt die Phantasie an – mich brachten sie zu der Vorstellung von Überresten einer vielleicht abgebrannten Doppel-e-Lodge, - einst exklusiv und extrem exponiert… 😎 Keine Ahnung.
Dort „quasi gegenüber“ entlang des weiten Bogens einer Schichtstufe (nicht so exponiert u. windumtost aber mit ebenso imposantem Weitblick) befinden sich die Zelt-Chalets(?) einer neuen exklusiven Lodge, - im Verlauf der Route passiert man auch ihr Wasserloch…
"Deutsche Endzeitlodge in halbfertigem Zustand" … Unangenehme Bemerkung von T4A… Tss.ss.
Solltet ihr da tatsächlich hochfahren, die ziemlich steile Geröllstrecke zu dem alten Platz mit den vielen Masten(?) oder was immer es ist… , stell doch hier mal ein Foto ein. Uns schien das auf den ersten Blick als "Ausflug" zu aufwändig.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
lilytrotter schrieb: "Deutsche Endzeitlodge in halbfertigem Zustand" … Unangenehme Bemerkung von T4A… Tss.ss.
Solltet ihr da tatsächlich hochfahren, die ziemlich steile Geröllstrecke zu dem alten Platz mit den vielen Masten(?) oder was immer es ist… , stell doch hier mal ein Foto ein. Uns schien das auf den ersten Blick als "Ausflug" zu aufwändig.
Nene, hab ich so nicht geschrieben, Lillytrotter.
Die unangenehme Bemerkung stammt von GoogleEarth, T4A kennt dort nichts und hat deshalb auch keinen POI. Das finde ich persönlich erstaunlich, weil man bei T4A Hinweise auf nahezu jedes Autowrack bekommt.
Wir schauen mal, ob und mit welchem Zeitpuffer wir da längs kommen. Sofern das zeitlich und vom Zustand der Anfahrt drin ist, schauen wir uns dort mal um und werden berichten.
Gruß Henning
EDIT: So sieht das bei GE in der Satellitenaufnahme aus, genaue Beschreibung lautet ...halbfertig, verlassen
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200814. Nov. 2024 · #18
Iii, luschig gelesen... 🙁 wie unangenehm.
Die Koordinaten des erwähnten Wasserlochs "ggü." der Lodge und unterhalb des wie auch immer gearteten "Restgebäudes": S20° 42.853' E14° 22.495'
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
pollux1'675 Beiträge · seit 200714. Nov. 2024 · #19
Kleine Anmerkung: Diese "Endzeitlodge" war zumindest bis 2021 immer in T4A als "Red Mountain Lodge (Not operational)", ich glaube seit mindestens 2010 oder sogar früher.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Dankeschön, dann ist das bei uns "der Fluch der aktuellen Version". 😉 Weder bei aktueller T4A offline Karte noch in der online Version gibt es da mE einen Hinweis.
Wir schauen mal, wie wir zeitlich und von den Rahmenbdingungen unterwegs sind und wie die Zufahrt aussieht. 'Wegebau' werden wir nicht betreiben, um uns das anzusehen...