vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, ich lese die ganze Zeit interessiert mit und bin schon sehr auf die nächsten Kapitel gespannt. Was du zum Preis/Leistungsverhältnis schreibst, macht mich schon sehr nachdenklich. Für mich wird es dieses Jahr der teuerste Urlaub den ich mir bisher gegönnt habe ... zum Gegenwert kann ich erst hinterher was sagen. Die Vorfreude auf den Urlaub ist trotzdem noch riesig und Mitte Oktober geht es endlich los. Viele Grüße Cora
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200819. Sept. 2018 · #62
@Conny: zum Glück hat es doch einige schöne Momente auf unserer Reise gegeben! 🙂
@bNNddd: wir leider auch! C'est la vie...... 😎
@Cora: so viel Geld haben wir auch noch nie in einem Urlaub ausgegeben! Schade dass viele Ausländer, die hier Geld investiert haben, die Touristen so verarschen....Wer einmal das Land als Lodgehopper bereist hat, kommt so schnell nicht mehr. 😄
Fortsetzung
Wir erreichen sehr bald das Hauptgebäude, das komplett aus Holz und Stroh erbaut ist.
Da findet man ein Restaurant, eine gemütliche Lounge mit Leseecke und ein grosses Aussichtsdeck mit Bua River View.
Wir werden von der Managerin, eine Schottin, recht herzlich begrüsst. Wir erklären ihr dass wir uns die Anlage anschauen wollen. Sie ist sehr gesprächig und wir erfahren dass sie vor einigen Jahren die Tongole Wilderness Lodge geführt hat. Es gibt hier verschiedene Safarizelt Kategorien. Sind alle ausgebucht. Hier ein Luxuszelt à 300 US$ für 2 in Vollpension
und da ein Standardzelt zu 210 US$ in Vollpension.
Das Standardzelt darf ich mir näher anschauen. Der Innenraum ist echt klein. Ich wüsste nicht wohin mit meinen 2 Koffer! Davor eine kleine Terrasse und daneben das Badezimmer.
Wir laufen bis zum Flussufer mit einem Angestellten.
Man darf hier nicht allein am Ufer herumspazieren denn man bekommt sonst sehr schnell ungemütliche Gesellschaft....
Die Lodge bietet einen kleinen Walk pro Tag an. Ist im Vollpensionspreiss inbegriffen. Sonst muss man sich einen Scout zu 10 US$ mieten. Die Schotting erzählt uns dass in 2 Jahren auch Game Drives angeboten werden. Die Tiere die von Liwonde und Majete kamen müssen sich zuerst hier einleben. Um 11 Uhr verlassen wir den Park
und tanken in Nkhotakota Town. 1 Liter Petrol kostet da 880 Kwachas.
Eine Stunde später erreichen wir die Nkhotakota Pottery Lodge.
marimari2'240 Beiträge · seit 201119. Sept. 2018 · #63
Rehema schrieb:Jawohl, marimari - "Lukwe Eco Camp" in der Nähe der Livingstonia Mission im Norden Malawis - auch einer meiner absoluten Lieblingsplätze - und so ziemlich der einzige, wo man auch ohne Zelt noch low budget schlafen kann! Ist auch immer meine Empfehlung, wenn mich Leute nach schönen Orten in Malawi fragen.... So langsam frage ich mich, ob wir uns nicht schon mal getroffen haben müssten: Eureka, Pioneers, Lukwe usw..... 😄 Wir scheinen einen ähnlichen Geschmack zu haben!
...scheint so 😉 -- ach, bin ich froh in Afrika zu campen. Das ist echt entspannt und man weiss was man hat. 🙂 Für 800 Dollar reist man gescheiter 3 Tage ins https://qasralsarab.anantara.de.com/ oder ähnlich hat man mehr von... 😗
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200820. Sept. 2018 · #66
@Topobär: Vielleicht kommt der deutsche Besitzer aus Hamburg? 🙂
Fortsetzung
Da wir sehr hungrig sind gönnen wir uns zuerst im Restaurant ein saftiges Steak mit Gemüse und Salat.
Den Café trinken wir gemütlich hier und geniessen die tolle Aussicht.
Das Personal ist echt nett und man kann gute Gespräche führen. Da erfahren wir auch dass die Lodge von einem deutschen Rentner und seiner deutsch/simbabwischen Ehefrau geleitet wird. Wir treffen auch eine deutsche Praktikantin. Die Lodge arbeitet nämlich mit der MIERA (more income and employment in rural areas), der deutschen Gesellschaft für internationale Entwicklung, GIZ, zusammen.
Später begeben wir uns zu unserem Zimmer Nr. 3.
Die Terrasse bietet einen direkten Blick auf den Malawi See.
Das Zimmer ist nicht gerade romantisch
aber zweckmässig eingerichtet.
Es gibt auch Aircon. Das Badezimmer ist sehr einfach aber OK und sauber.
Die Lodge ist durch ihre Konferenzhalle gut belegt. Wir ziehen uns um und eilen Richtung See. Das Wasser ist echt angenehm. Es tut gut darin zu toben und zu schwimmen. Danach laufen wir den Strand entlang und beobachten einen Fisherman.
Das Ambiante hier gefällt uns sehr gut. Man fühlt sich in Urlaub.
die Frage von Picco interessiert mich auch, da ich immer noch nicht entschieden habe, ob ich im Malawisee baden gehe oder nicht - wegen der Bilharziose-Gefahr. Vielleich kann deine Antwort etwas zur Entscheidungsfindung beitragen, natürlich ohne Gewähr ...
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200820. Sept. 2018 · #69
Hoi Picco, Coucou Cora,
Die Bilharziose, auch Schistosomiasis genannt, ist im Malawi nur teilweise verbreitet. Die Erreger sind Parasiten (sogenannte Schistosomen); diese pflanzen sich in Süsswasser-Schnecken fort. Als Grund für das im Vergleich zu anderen afrikanischen Seen geringere Vorkommen von Bilharziose wird ein hoher Magnesiumgehalt des Wassers vermutet. Dazu kommt auch noch dass die Buntbarsche die Schnecken fressen, also das Wirtstier des Schistosomiasis-Erregers. Einheimische haben uns aber erklärt dass die Bilharziose jetzt öfters vorkommt wegen der Ueberfischung der Buntbarsche. Uns hat Harald, der Besitzer, versichert dass es OK wäre hier am Strand zu baden. In Monkey Bay und Senga Bay war es auch der Fall. Ich habe mich auf die Lodges verlassen........... 😎
Rehema546 Beiträge · seit 201820. Sept. 2018 · #70
Hallo Annick - danke dass Du weiter schreibst! 🤪 Da scheinen die neuen Deutschen Pächter doch was aus der Pottery Lodge gemacht zu haben! Wir haben uns dort nur einmal ganz am Anfang die Campsite angeschaut. War in Ordnung - aber nachdem wir weiter im Norden bei Chinteche das wunderschöne "Sunga Moyo" kennen gelernt hatten, wollten wir nirgends anders mehr hin.....
Picco und Cora:
Wie siehts im Malawisee mit Bilharziose und Krokodilen aus, hast Du da Infos?
Von beidem gibt es reichlich, dazu eben so reichlich Hippos.... 🙄 Wolltet Ihr nicht schon immer mal mit ihnen um die Wette schwimmen? Ich gebe mal meinen Senf dazu, bin aber gespannt, welche Info Du dazu hast, Annick.
Also, die Frage nach dem "Schwimmen oder nicht schwimmen im Malawi-See" kann ähnliche Diskussionen auslösen wie die Frage nach welcher, wie lange und ob überhaupt Malaria-Prophylaxe....
Insofern schicke ich gleich mal voraus: das, was ich jetzt schreibe, ist unsere PERSÖNLICHE Meinung dazu! 😏
Wir haben sehr oft im See geschwommen (nee, es heißt, "wir SIND geschwommen", oder?). Alle in der Familie. Und haben nie Bilharziose bekommen. Allerdings sind wir in Gebieten baden gegangen, wo berichteter Maßen die Bilharziose-Gefahr äußerst gering ist. Das ist nämlich unterschiedlich je nach Ort! Der Norden (bei Chinteche) soll Bilharzia-frei sein - ebenso die Inseln! Was damit zusammenhängt, dass es dort quasi nur Sand und Steine gibt, und kein Gras (in dem sich die Schnecken tummeln, die Bilharziose übertragen). Hier ein Bild vom Strand in Sunga Moyo/Chinteche
Am meisten verbreitet ist BIlharziose wohl weiter im Süden - wo sich allerdings die meisten Touristen tummeln! (Monkey Bay usw.). Dort waren wir im Juni noch einmal mit Freunden, ebenfalls im See. Jetzt in Deutschland getestet hat keiner bei uns BIlharziose.
Zu Nkhotakota habe ich eigentlich auch gehört, es soll frei sein (wenn man ANNICK BIld vom Strand sieht, frage ich mich auch, wo hier die Schnecken versteckt sein sollen?), aber wir kennen Freunde, die sich vermutlich dort eine Bilharziose geholt haben.
Auch am nördlichen Zipfel, in Tanzania (Matema) waren wir sehr oft über Jahre verteilt schwimmen. Dort soll es auch keine geben. Allerdings behauptete der Arzt eines Freundes in Deutschland, alle seine Bilharziose-Fälle wären Touristen, die sie aus Matema mitgebracht haben müssen.... 😊 ???
Es ist aber weiterhin fraglich, ob man sich immer so genau erinnern kann, wo man überall mal Kontakt zu Wasser hatte - denn man kann es auch bekommen, wenn man über ein Ufer im Sand läuft... evtl. auch an/in einem Fluss.... und vielelicht denkt man darüber dann nicht nach?
Also, die berühmte Frage: was tun? Das muss jeder selbst entscheiden. Es gibt Expats in Malawi, die nie einen Fuß in den See setzten - und andere, die ständig darin baden.....
Da uns sowieso das Bilharziose-arme Chinteche am besten gefiel, hielten wir das Risiko für gering. Außerdem kann man "blind" 10 Wochen danach eine Einmaldosis Praziquantel zu sich nehmen (wenn man das in Europa kauft, ist es irre teuer. Wenn man es in TZ oder Malawi kauft, kriegt man es für nen Appel und n Ei!).
Also EINMALIG. Dosierung: 40 mg / kg Körpergewicht (das ist viel - es werden bei einem Erwachsenen mehrere große Tabletten sein!). Manche stöhnen über Nebenwirkungen - wir nicht. Außer etwas Übelkeit und flau - deshalb haben wir es abends genommen. Da es eine Zeit gab, wo 2 unserer Kinder keine Tabletten runter gekriegt haben (auch mit allen Tricks nicht...), haben wir das aber recht inkonsequent gemacht….. WENN man das nimmt, ca. 10 Wochen NACH Exposition - nicht früher. Das hat mit dem Entwicklungsstadium der Würmer zu tun! Wir wissen aber auch von einer GIZ-Mitarbeiterin, deren Tochter auf Praziquantel die seltene Nebenwirkung "Leberkoma" bekam, und dann 2 Wochen auf Intensivstation lag.... Diese Mutter rührt weder den See noch Praziquantel je wieder an (und ihren Kindern hat sie's auch verboten, wie man vielleicht verstehen kann... Ist aber wirklich super-super-super selten!!!! Nur: wenn es einen trifft, hilft das mit der Wahrscheinlichkeit nichts)
Meist gibt es mehr Seegras usw. um Flussmündungen herum. Also diese zum Baden meiden. Insbesonders aber auch wegen der Krokodile und Hippos – die sich ebenfalls v.a. um Flussmündungen herum aufhalten! V.a. in der Regenzeit schwimmen sie mit der Strömung mehr in den See hinein. So ist es z.B. in der „Ngala Beach Lodge“ (übrigens auch ein sehr hübscher Tipp für Camper oder solche, die mehr Geld haben für schöne Bungalows und Lodge) etwas weiter nördlich von Nkhotankhota (bei Dwangwa) in der Trockenzeit erlaubt, dort im See zu baden, in der Regenzeit wegen Hippos und Krokodilen wird ernsthaft abgeraten.
Ergo was tun???? Über den Daumen gepeilt: wer sich das Baden nicht nehmen lassen will (würde ich mir nicht nehmen lassen!!!! Soooo schön dort!) meidet am besten Orte mit Flussmündungen und sucht sich möglichst sandige oder felsige Gegenden aus, bevorzugt im Norden Malawis oder geht auf eine der wohl sehr schönen aber leider auch teureren Inseln! Und wer noch NIE Praziquantel genommen hat, kann sich auch einige Wochen nach dem Badeurlaub einem kleinen Bluttest auf Antikörper unterziehen – und wenn die negativ sind, haste’s eh nicht gekriegt! Und wer trotz allem eine Bilharziose bekommet - auch dann ist man noch nicht tot. Man kann es mittlerweilen recht gut therapieren - muss es allerdings entdecken! (nach dem Urlaub von Tropenarzt checken lassen)
Tut mir leid, dass es hier wohl auch wieder mal keine glasklare Antwort gibt! Und sorry - ist etwas länger geworden als ich wollte. Aber geht bei solchen Themen eben nicht in 2 Sätzen…. Hoffe es hilft ein bisschen Gruß, Antje
Danke für die Info, Antje! Super, dass es mittlerweile gute Mittel gegen Bilharziose gibt! Ich erinnere mich noch an eine Zeit, als das nicht so war. Bei meiner ersten Reise nach Tansania am Victoria See haben wir höllisch aufpasst, nicht ins Wasser zu kommen, eben wegen Bilharziose. Kann es wirklich passieren, das man sich infiziert hat und nix davon merkt? Deswegen habt Ihr Euch nach Eurer Rückkehr testen lassen, also vorsichtshalber? Liebe Grüße, Stefanie
5 Jahre in Botswana, 3 Jahre in Sierra Leone, 1 Jahr in Lesotho
außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Eswatini, Tansania und Äthiopien
www.kalahari-calling.com
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200820. Sept. 2018 · #72
Hallo Stefanie,
Es wird geraten, wenn keine Symptome vorher eintreten, 3 Monate nach der Rückkehr von Malawi uns auf Bilharziose testen zu lassen. Manchmal gibt es absolut keine Symptome....... Wenn der Test positiv ist dann muss Praziquantel eingenommen werden...
picco6'369 Beiträge · seit 201120. Sept. 2018 · #73
Hoi zämä
Danke für Eure Antworten, Annick und Antje!
Rehema schrieb:Wolltet Ihr nicht schon immer mal mit ihnen um die Wette schwimmen?
Nein, nein, ich bin völlig unsportlich, das lassen wir mal lieber... 😎
Rehema schrieb:Also EINMALIG. Dosierung: 40 mg / kg Körpergewicht (das ist viel - es werden bei einem Erwachsenen mehrere große Tabletten sein!)... (...) ...WENN man das nimmt, ca. 10 Wochen NACH Exposition - nicht früher. Das hat mit dem Entwicklungsstadium der Würmer zu tun!
Also pro 25kg ein Gramm, demnach für mich 100kg-Mann 4 Gramm...gut zu wissen! Danke!
Rehema schrieb:...meidet am besten Orte mit Flussmündungen und sucht sich möglichst sandige oder felsige Gegenden aus...
Ich ging bisher davon aus dass die Schnecken und die Krokis nicht an felsigen Küsten sind, bei Sand hätt ich Bedenken bei den Krokis...in den Flüssen weichen sie ja auch den Felsen aus und liegen auf den Sandbänken rum. An Seen wirklich nicht? Oder nur weit von Flussmündungen entfernt nicht?
Rehema schrieb:...kann sich auch einige Wochen nach dem Badeurlaub einem kleinen Bluttest auf Antikörper unterziehen – und wenn die negativ sind, haste’s eh nicht gekriegt!
Hmm...Spritzer vom Wasser des Lake Victoria und vom Nil nach dem Lake Victoria hats letzten Januar schon gegeben und Gischt haben wir auch reichlich abbekommen...vielleicht sollten wir mal zum Tropenarzt und den Test machen lassen?
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200821. Sept. 2018 · #74
Fortsetzung
Anschliessend besuchen wir die Nkhotakota Töpferei. Sie bietet handgefertigte Produktion von Keramik. Kunden können auch Aufträge vergeben welche in fast jeder Form und Design hergestellt werden können.
Es ist immer interessant einem Töpfer zuzuschauen.
Die verschiedene Produkte finden wir aber viel zu teuer!
Nach der Töpferei werden wir auf diesen Wagen aufmerksam.
Wir erfahren später vom Besitzer Harald dass es sich um ein altes LF16 MAN/Bachert der Berliner Feuerwehr handelt. Es wurde nach Südafrika verschifft und ohne Problem durch Zimbabwe, Mosambik und Malawi gefahren. Es wurde zu einem "Safari" Versorgungsfahrzeug aufgemöbelt und umgebaut.
Gegen 19 Uhr trinken wir einen Malawi Gin Tonic und eine halbe Stunde später wird das Abendessen serviert. Wir sind heute Abend nicht allein. Einige Einheimische die hier in der Lodge wohnen essen auch. Wir nehmen auf der Restaurant-Terrasse Platz .
Das Mittagessen schmeckte nicht schlecht. Leider enttäuscht uns das Abendessen sehr. Es gehört zum Halbpensionspreis. Die Suppe kommt aus einem sehr billigen Beutel.....
Das Chicken Curry schwimmt im Fett und der Schoko Kuchen kann man gerade vergessen! 😣 Da es nachts hier noch echt kühl wird, bekommen wir unter dem Tisch einen Malawi Heizkörper!
Hier gibt es auch Airtel Voucher um ins Wifi zu gelangen. Preis für die Nacht in Halbpension für uns Beide 109 US$. Gegen 21 Uhr kehren wir in unser Zimmer zurück.
07.08.2018
Sehr früh werden wir vom Sonnenaufgang geweckt.
Wir haben nicht sehr gut geschlafen denn die Bettmatrazen hatten schon bessere Zeiten hinter sich.... 😗
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200822. Sept. 2018 · #75
Fortsetzung
Wir spazieren ein bisschen den Strand entlang
und kehren zu unserem Cottage zurück.
Gegen 07.30 frühstücken wir draussen auf der Restaurant -Terrasse.
Wir sind die Einzigen. Die einheimische Gäste lassen sich lieber ihr Frühstück aufs Zimmer bringen. Es schmeckt besser als ich gedacht habe. Es gibt frischer Obstsalat, hausgemachte Konfitüre, Toasts. Den Kaffee finden wir auch hervorragend. Eine Stunde später machen wir uns auf den Weg Richtung Monkey Bay. Die Strasse bis zur Salima Kreuzung ist nicht einfach zu fahren. Es gibt eine Menge Potholes, Man trifft nicht viele Autos aber auf der Fahrbahn ist immer etwas los!
Die Fahrräder sind manchmal so voll beladen dass die Drivers die Richtung verlieren....
Ich hupe die ganze Zeit wie die Sammelbusse um ihre Aufmerksamkeit zu erwecken. Was man so alles mitschleppen kann!
Wir passieren nur 2 Polizei Strassensperren und diese Brücke.
Am Strassenrand wird öfters Holzkohle verkauft.
Nach der Salima Kreuzung ist die Strasse recht neu. Sie ist auch breiter und man kann endlich richtig fahren. Die Pipipause machen wir bei dieser Brücke. Da unter ist allerhand los.
Einige versuchen sogar Fische zu fangen.
Um 13 Uhr erreichen wir Norman Car Cottages. Taffy, der englische Besitzer und Leonie, die Managerin heissen uns recht herzlich Willkommen. Da erfahren wir auch gleich dass wir die einzigen Gäste für die nächsten 3 Tage sind... Der erste Blick zum Strand imponiert uns nicht gerade......
tiggi1'558 Beiträge · seit 201122. Sept. 2018 · #76
Liebe Annick, danke für deinen Bericht. 🙂 Die Pottery hat ein tolles Angebot. 😉 Tassen mit Baobabs, die stehen jetzt schon auf meiner Liste für nächstes Jahr. Ein Grund in den Ort zu fahren. Die Unterkünfte klingen bisher nicht so euphorisch empfehlenswert. 😵 Malawi hat noch nicht so viel Tourismus, alles ist ein bisschen in die Jahre gekommen und es wird nur wenig renoviert, sprich Geld investiert. Wir lebten nur auf Campsites, die waren überwiegend in einem guten bis sehr guten Zustand. Das Eagles Nest Resort bei Monkey Bay hat uns sehr gut gefallen. Liegt es auch noch auf eurem Weg? Auch das Mvuu Camp im Liwonde gefiel uns sehr gut. Nun ist unsere Reise schon wieder 4 Jahre her, so dass sich einiges verändert haben kann. Schreibe schnell weiter, vielen Dank, bin neugierig, was noch kommt.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200824. Sept. 2018 · #77
@Biggi: in Malawi bist du als Camper besser aufgehoben! 🙂
Fortsetzung
Das Norman Carr Cottage liegt am südlichen Seeufer des Malawisees, in der geschützten Bucht von Namakoma, 15 Kilometer südlich von Monkey Bay. Es besteht aus 4 executive Suiten und 2 Zimmern im Innenhof.
Wir werden gleich zum Tisch gebeten.
Zum Lunch gibt es Chambo Fisch mit Gemüsepuree und Salat. Schmeckt lecker. Danach begeben wir uns zu unserem Executive Zimmer nr 4. Auf den Weg dahin bemerke ich das kleine Schwimmbad. Schade dass es im Schatten liegt und keine Liegestühle vorhanden sind.
Das executive Zimmer bietet zuerst ein separates Zimmerlein mit einem Bett
und Schreibdesk.
Daneben findet man Coffee/Tea Station.
Dann kommt das Schlafzimmer mit King Size Bett.
Die Deko klingt sehr afrikanisch!
Das Klo befindet sich separat
und das Badezimmer draussen.
Ich muss gestehen irgendwie hat man keine Lust hier drin seine Zeit zu verbringen.........Das Ganze braucht einen Face Lifting.....Anschliessend laufen wir dem Ufer entlang. Gleich um die Ecke sehen wir ein Dorf.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200825. Sept. 2018 · #78
Fortsetzung
Der Malawisee, auch Nyassasee genannt, zieht sich auf einer Länge von 770Km und einer Breite bis 80Km. Der See hat eine maximale Tiefe von 700 Metern. Die Seeufer grenzen an Tansania, Mosambik und Malawi. Er ist auch nach dem Victoria und dem Tanganykasee der drittgrösste afrikanische See. Die Ueberfischung der so geschätzten Buntbarsche in den letzten 20 Jahren hat den Fischbestand um 2/3 geschrumpft. Die hunger leidende Bevölkerung besitzt keine grosse Boote um auf dem grossen, einem Meer gleichkommenden See zu fischen. Daher wird zu stark in Küstennähe gefischt.
Dazu kommt jetzt seit einige Jahren noch die Ueberfischung von Profitmachern in Brutgebieten. Sie kommen in grossen Booten an die mit Netzen bewaffnet sind die selbst die kleinsten Fische fangen. "Diese Trawler" löschen Jungfische aus und zerstören wichtige Brutgebiete, wenn Kleinfischer eine geschlossene Fangsaison beobachten. Es wird Folgendes behauptet: wenn diese Trawler so weitermachen gibt es in 2 Jahren keine Fische mehr...... 😵
Am Ufer ist allerhand los. Man versorgt sich mit Wasser.
Man wächt das Geschirr
und die Klamotten.
Manche Kinder besitzen den grossen Unterernährungbauch.
Der See dient auch als Dusche.
Manche Kinder bleiben schön ruhig und schauen den Müttern zu.
Dieses Ambiente klingt sehr authentisch aber die Lust hier im See schwimmen zu gehen vergeht einem direkt..... Leider gibt es dadurch auch viele Sandflöhe hier am Ufer und ich werde mehrmals gestochen..... 😣
Wir kehren zur Lodge zurück denn um 17 Uhr wird eine Sunset Cruise angeboten. Das Boot fährt aber leider nur ungefähr 800 Meter heraus. Dann wird auch schon angehalten und geankert.
Wir sind echt enttäuscht. 2 Aktivitäten sind nämlich im Vollpensionspreis inbegriffen. Die Sunset Cruise gehört dazu. Wir haben das Gefühl man möchte nur dass wir konsumieren. Die Getränke hier sind nicht gerade billig..... Wir schauen uns den tollen Sonnenuntergang an
und kehren zur Lodge zurück. Um 19 Uhr wird das Abendessen serviert.
Es gibt zartes Beeffilet mit Reis, Hähnchen mit Gemüse und Kartoffeln sowie Schokomousse. Das beste Essen bis jetzt im Land. Man kann sich hier auch einen Airtel Voucher für das Wifi besorgen. Kostet 5 US$.
Wir sind gespannt wie morgen das "Fisheagle Feeding" stattfinden wird...... 😗
Preis pro Nacht für uns Beide in Vollpension: 270US$
ich möchte dir nochmal ausdrücklich für den ausführlichen Reisebericht danken. Zu den Uhrzeiten zu denen du hier schreibst, versuchte ich noch meinen ersten Kaffee in die Blutbahn zu bekommen. 😄
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200826. Sept. 2018 · #80
@Cora: heute dürfte es kein Problem sein den Kaffee in die Blutbahn zu bekommen..... 😛
08.08.2018
Gegen 6 Uhr werden wir plötzlich von einem riesen Krach auf dem Dach geweckt. Nach einer Weile realisieren wir dass es sich um Vervet Monkeys handelt. Sie toben und hopsen herum. Scheint ihnen Spass zu machen. Einschlafen werden wir nicht mehr können. Wir lesen..... 2 Stunden später laufen wir Richtung Restaurant. Am Ufer scheint alles sehr ruhig zu sein.
Der Pool wurde heute morgen schon gereinigt.
Das Frühstück erweist sich auch hier als Nothing to write home about. Wo bleiben die hausgemachte Konfitüren, Yogurts und frisches Obst? Derjenige der keine Eier mag ist auf Diät..... 😗
Um 10 Uhr begeben wir uns zum holzernen Bootssteg.
Von da aus beobachten wir das Geschehen am Ufer.
2 niedliche Schwalben leisten uns dabei Gesellschaft.
Einige Minuten später geht die Fisheagle Feeding Tour mit dem Boot los. Die Crew besteht aus Franck und Phil. Leider konnten sie keine Fische im Dorf kaufen da keine vorhanden waren. Wir müssen zuerst bei jedem Fischerboot anhalten und hoffen dass die Männer Fische gefangen haben.
Bei den ersten werden wir nicht fündig. Die Netze sind leer.