CKGR im Oktober - Spritverbrauch, Zusatzkanister?

9 Antworten · 2'074 Aufrufe · gestartet 23. Aug. 2018 von Sanne
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Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200623. Aug. 2018 · #1
Guten Abend zusammen,
bei uns geht es ja nun endlich bald nach Botswana und wir überlegen immer noch, wie viele Zusatzkanister wir mitnehmen sollen.
Unsere Route führt uns Mitte Oktober unter anderem von Maun kommend in das CKGR und Khutse GR. Dort bleiben wir insgesamt sieben Nächte.
Sunday Pan, 2x Piper Pan, Xade, Bape und 2x Molose.

Wir planen in Rakops zu tanken, sofern es dort schwierig wird, müssten wir die rund 120 km zusätzlich nach Mopipi in Kauf nehmen.
Wir sind mit 2 Fahrzeugen unterwegs, 1 Hilux Bushcamper und 1 Hilux DC mit Dachzelt, beides Schaltungen, beide haben ein Tankvolumen von 150 Liter und sollen im Mittel rd. 9 Liter auf 100 km verbrauchen. Wegen der Strecke auf ausnahmslos wohl Sand habe ich mit einem Durchschnittsverbrauch von rd. 14 Litern gerechnet. Großzügig gerechnet würde das dann einer Reichweite von rd. 1.000 km entsprechen.
Nach dem Khutse scheint die nächste Tankstelle dann ja in Lethlakeng zu sein. Wenn ich mich mit T4A nicht völlig verrechnet habe, wäre die Strecke von Rakops dann knapp 900 km und mit dem Schlenker über Mopipi gut 1.000 km. Von Xade nach Ghanzi zu fahren, erscheint mir keine Option zu sein.

Auf dem Bushcamper unserer Freunde kann man offensichtlich keine Kanister auf dem Dach anbringen, alle Zusatztanks müssten daher auf unserem Hilux DC transportiert werden.

Um diesen Posting nun nicht den Charakter einer abendlichen Rechenaufgabe zu geben: Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Reichweite des Doppeltanks nicht ausreichend sein.
Ich überlege, pro Fahrzeug 60 Liter zusätzlich mitzunehmen, um damit einen Puffer von rd. 400 km zu haben. Dann wären beide Fahrzeuge bei rd. 200 Litern Diesel.

Oder hattet Ihr mehr bei? Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen und Meinungen mitteilen würdet. Lieben Dank im Voraus für Eure Hilfe.

Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
160 Beiträge · seit 201124. Aug. 2018 · #2
Hallo Sanne

Wir waren letzten März mit zwei Fahrzeugen (3.0 L Diesel Hilux mit Automatik und 2.5 Liter Hilux Manuel) im Khutse und CKGR unterwegs.

In Lethlakeng haben wir das letzte Mal vollgetankt. Beide Fahrzeuge hatten mit dem Doppeltank eine ungefähre Kapazität von 140 Liter Diesel. Zusätzlich hatten wir noch 7 X 20 Liter Diesel Kanister dabei.

Unsere Destinationen waren: Maharushele, Molose, Bape, Xaxa, Piper Pan, Sunday Pan, Rakops. Ich rechnete mit ca. 1000 km mit den Gamedrives (ist sicher gut gerechnet – reine Strecke wären es 730 km von Lethlakeng nach Rakops). Wir hatten am Ende in Rakops noch 4 volle Kanister übrig und die Tanknadel war beim 3.0 Liter Hilux im unteren Drittel und beim 2.5 Liter Diesel ca. in der Mitte.
Ich denke also mit deinen 60 Liter zusätzlich pro Fahrzeug bist du definitiv auf der sicheren Seite. Ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung und die Gegebenheiten können sich in der Trockenzeit im Vergleich zum März etwas verändern. Also Angaben ohne Gewähr;-)

Wünsche euch viel Spass. Ist eine traumhaft schöne Gegend!

Beste Grüsse
Pascal
151 Beiträge · seit 201624. Aug. 2018 · #3
Ich würde in diesen Gebieten eher mit einem Schnitt von 15 Litern rechnen (unsere Erfahrung). Neben dem Sand konsumiert auch das viele Fahren auf holprigen Strassen viel Sprit - dauerndes Stop-and-Go quasi in tiefen Gängen. Wir haben mit unserem Ford 3.2-Liter-Automat z.B. im Chobe einen Verbrauch oberhalb der 15 Liter im Schnitt gehabt (Tiefsand plus schlechte Wege). Die Toyotas dürften eher etwas sparsamer sein. Denke aber mit Euren Kanistern solltet Ihr auf der guten Seite sein. Gibts an einem Ort keinen Sprit könnte notfalls nur ein Fahrzeug mit den Kanistern losfahren um Nachschub zu holen - damit würde sich der Verbrauch quasi halbieren, wenn es knapp wird.
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200604. Sept. 2018 · #4
Guten Abend zusammen und vielen Dank für alle Antworten. Liebsten Dank auch an KTM, der so lieb per PN antwortete... Wir haben jetzt eine Rückmeldung von Bushlore, dem Autovermieter unseres Vertrauens. Dieser meinte, auf dem Hilux könnten wir nur VIER gefüllte Zusatztanks anbringen, nicht mangels Platz, sondern wegen des Gewichts. Auch bei unser geplanten Querung des CKGR ist er sicher, dass bei zwei Fahrzeugen je zwei Kanister reichen würden. Sehr überzeugt bin ich davon nicht, obwohl ich glaube, dass Bushlore vermutlich die Reichweite ihrer Fahrzeuge am besten abschätzen kann. Meine Idee, dann zusätzlich zwei Kanister auf der Ladefläche des Hilux DC zu verstauen, fand er nicht so toll. Naja, wirklich dicht sind sie vermutlich wirklich nicht, aber wir würden die Kanister schon in Müllsäcke packen.. Und wir fahren ja auch nicht vier Wochen damit rum, sondern nur von Eingang CKGR bis Khutse bzw. der nächsten Tankstelle dahinter. Aber im Bushcamper kann man ja wohl diese gar nicht transportieren, da gibt es ja keine wirkliche Trennung zwischen Stauraum und Schlafplatz.

Ich bin unsicher und habe jetzt erst mal auf sechs Kanister bestanden. Bushlore meint allerdings, meine 15 Liter seien eher utopisch, 12 Liter pro 100 km wäre das höchste der Gefühle... Aber ich mache ja in Controlling, da haben wir gern Puffer en masse 😛

Liebe Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
zuletzt bearbeitet 04. Sept. 2018
1'042 Beiträge · seit 201604. Sept. 2018 · #5
Hallo Sanne,
Sanne schrieb:
Ich bin unsicher und habe jetzt erst mal auf sechs Kanister bestanden.
wenn es keine Möglichkeit gibt die Kanister AUSSEN am Fahrzeug an zu bringen, dann kannst Du das direkt vergessen. Ein bisschen Diesel im Innenraum und es stinkt über Wochen, soll bedeuten, in dem Fahrzeug kann niemand mehr schlafen, bevor das nicht komplett wieder gereinigt wurde (was auch nicht ganz günstig sein dürfte, selbst in Namibia nicht).

Ich kenne da einige Leute die schon sehr schlechte Erfahrungen mit Dieselkraftstoff gemacht haben, mitunter waren das auch recht teure Erfahrungen. Manche Kunststoffe nehmen nämlich den Geruch direkt an und den wird man nur durch entsorgen wieder los.

Müllsäcke sind übrigens auch nicht "dieselfest". Diese lösen sich zwar nicht auf, lassen aber den Kraftstoff durch.
Sanne schrieb:
Bushlore meint allerdings, meine 15 Liter seien eher utopisch,
15 Liter sind mit dem Hilux 3.0 UND Automatikgetriebe nicht wirklich utopisch, das kann man schon erreichen. Mit dem DC und Schaltgetriebe aber halte ich den Wert auch für zu hoch gegriffen. In der Regel hat man doch mit dem Doppeltank eher so eine Reichweite von mind. 1200 km.
Sanne schrieb:
12 Liter pro 100 km wäre das höchste der Gefühle...
Könnte hin kommen, vielleicht auch 12,5 auf 100... 😉
Sanne schrieb:
Aber ich mache ja in Controlling, da haben wir gern Puffer en masse 😛
Das verstehe ich, ich habe sogar in Deutschland immer gerne mind. 20 Liter im Tank. Bin da aber etwas verwöhnt von meinem vorherigen Auto, das eben noch ca. 800 km Restreichweite (bei vorsichtiger Fahrweise) hatte, nachdem der erste Tank (LPG) nach ca. 500 km leer gefahren war... 😄

Gruß Markus
5'479 Beiträge · seit 200904. Sept. 2018 · #6
Hallo Sanne,

ich hätte überhaupt keine Bedenken, die Strecke mit 4 Kanistern zu fahren. 15l habe ich selbst mit dem Landcruiser nie überschritten und mit 190l pro Fahrzeug würdest Du selbst bei diesem Verbrauch 1260km weit kommen. Bei der von Euch geplanten Strecke von 900-1000km habt Ihr eine Sicherheitsreserve von min. 25%. Was willst Du mehr?

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'068 Beiträge · seit 201304. Sept. 2018 · #7
Hei Sanne,

wir sind auch bushlore-Fans und hatten das letzte Mal ebenfalls extra Kanister mit.

Bei einer früheren Reise hatten wir noch zwischen Öffnung und Deckel etwas Plastiktüte zum Abdichten einlegen müssen und diese dann vorsorglich auf dem Dach transportiert.

Die Kanister sind mittlerweile von Top-Qualität und tatsächlich dicht! Zusätzlich gab es noch Beutel, so wie diese wasserdichten Rollbeutel von Ortlieb, wo die Kanister prima reinpassten. So haben wir problemlos zwei Kanister IM Fahrzeug transportiert. Wenn man die noch gegen Herumschleudern sichert, ist alles gut.


Ich denke auch, dass du mit insgesamt zwei Kanistern je Fahrzeug gut auskommst.

Gruß
Mabe
886 Beiträge · seit 200704. Sept. 2018 · #8
Sanne ich verstehe nicht, warum das Bushcamper Team die Kanister nicht ins Aussenfach packt? So haben wir das gemacht, ein wenig umstauen und fertig. Im Innenraum würde ich mir das nicht antun.

Gruß
Lisolu
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200606. Sept. 2018 · #9
@Thomas
Lieben Dank für Deine Einschätzung. Grundsätzlich sehen wir das ja auch so...
@Mabe
Ja, so hatten wir uns die "Verpackung" auch vorgestellt.
@Lisolu
Ich gestehe, dass ich vom Bushcamper gar keine Ahnung habe. Ich dachte, man kann den nur von innen beladen. Gucken wir uns vor Ort mal an, denn solche Aussenfächer wären uns auch am liebsten.

@all
Ich bin nicht sicher, ob das bei dem ein oder anderen falsch angekommen ist. Selbstverständlich sollen die Kanister nicht auf die Rückbank oder im Innenraum des Bushcampers, sondern ggf. auf die Ladefläche des Hilux DC, auf Decken und verpackt in Säcken.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
6 Beiträge · seit 200909. Sept. 2018 · #10
Hallo zusammen,
ich habe gerade im Forum gelesen, das es doch möglich ist, die CKGR von Süd nach Nord oder umgekeht zu durchqueren.
Da ich noch nicht so oft im Forum war, hätte ich einige Fragen und hoffe, dass mir jemand helfen kann.
Wir planen Anfang November 2018 wieder nach Botswana zu gehen. Wir waren sowohl schon im nördlichen Teil über Matswere Gate 2 Tage und vor 2 Jahren im Khutse Game Reservat. Damals ist uns untersagt worden, nach Norden durch die CKGR zufahren. Getankt und vorher übernachtet hatten wir in Letlhakeng. Jetzt lese ich, das es doch wohl gehen kann. Wir waren schon mehrfach mit Allrad-Campern im Südlichen Afrika unterwegs und denke, dass wir ein bisschen Erfahrung mit den Streckenverhältnissen mitbringen.
Wir hatten auch nichts vorgebucht sondern alles am Eingang geregelt. Ist das jetzt auch noch möglich oder nur mit Vorbuchung ? Welche Campingplätze würdet ihr empfehlen? Wir würden von Jo-burg zum
Southern Gate ,Khutse Game Reservat, bis Matswere Gate fahren wollen. Reichen 5-7 Tage für die Durchquerung der CKGR? Welches Kartenmaterial speziell für die Durchquerung der CKGR empfiehlt ihr? Wir hatten bis jetzt immer die offline Version für sämtliche Länder von Osm. Aber dafür wirds wohl nicht reichen.
Danach wollen wir über Maun durchs Okavango-Delta rauf nach Kasane . Haben wir schon 2 mal gemacht. Super schön und auch aufregend. Zurück wahrscheinlich über Caprivi nach Ghanzi. Wir werden mit einem Safari Camper Pop up Toyota Landcruiser  (4 Pers.) Tankvolumen 170 l plus 100 l unterwegs sein. Ich denke Sprit dürfte durch die CKGR weniger ein Problem werden, oder was meint ihr?
Für eure Antworten und Empfehlungen bedanke ich mich schon im voraus und freue mich von euch zu hören.

Viele Grüße
Matzer