schmuhanThemenstarter5 Beiträge · seit 201810. Aug. 2018 · #1
Unsere Reise ist vor kurzem zu Ende gegangen und ich würde gerne dazu etwas berichten. Wir sind ein Paar, knapp 60 Jahre alt, leben in der CH und haben uns relativ kurzfristig (März'18) entschlossen eine Rundreise (Juli'18) durch Namibia zu machen. Wir haben alles selber organisiert und dies wäre ohne Eure Beiträge hier im Forum kaum so erfolgreich herausgekommen. Deshalb vielen Dank an alle die uns mit diesen vielen und hilfreichen Informationen versorgt haben und hoffentlich auch weiterhin versorgen werden. Aufgrund der späten Idee nach Namibia zu reisen hatten wir Mühe Camping-Sites vorallem in Etosha und Sesriem zu finden. Wegen der nahenden Hochsaison wollten wir aber alles reserviert haben und so kam es, dass wir am Anfang im Norden waren und danach in den Süden gerüttelt sind. D.h. wir sind im Gegenuhrzeigersinn gefahren. Beim Reservieren vorallem auf den NWR-Campsites hat es sich gezeigt, dass es sinnvoll sein kann immer wieder im Web vorbeizuschauen und siehe da plötzlich gibt es am gewünschten Datum wieder einen Platz. So geschehen in Etosha wie auch in Sesriem. Da wir schon etwas älter sind und halt nachts auf die Toilette müssen haben wir uns entschlossen einen 4x4 Camper von SA Roadtripper zu mieten. Dies war zwar etwas teuer aber es hat sich für uns "Warmduscher" gelohnt und wir waren mit dem Fahrzeug sowie seiner Ausrüstung voll zufrieden. Von den 4800km haben wir etwa 3500km auf Schotter zurückgelegt und hatten nie eine Panne oder Platten. Sogar über die Sandpiste ins Sossusvlei sind wir damit gefahren.
Nachtigall202 Beiträge · seit 201410. Aug. 2018 · #2
Danke für Euren Erfahrungsbericht. Interessant ist, dass es doch auch - wenn man will und unvoreingenommen an die Planung geht - kurzfristig klappt. Wie war denn Euer Tourverlauf genau und wie hat es Euch letztendlich insgesamt gefallen? Viele Grüße Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
schmuhanThemenstarter5 Beiträge · seit 201810. Aug. 2018 · #3
schmuhanThemenstarter5 Beiträge · seit 201810. Aug. 2018 · #4
Hier nun noch ein paar Bemerkungen:
Die Route im Gegenuhrzeigersinn zu fahren hat aus meiner Sicht auch seine Vorteile:
Man hat zu Beginn die Tiere gesehen und kann sich dann auf die Schönheiten der Landschaften, auf die kleineren Tiere sowie Vögel konzentrieren
Man fährt auf den schöneren Strecken mit der Sonne im Rücken und auf der langweiligen B1 nach Norden gegen die Sonne
Falls man wie wir in Swakopmund eine "Living Desert Tour" macht kann man dieses Wissen im Sossusvlei gleich anwenden
Man begegnet nicht dauernd den gleichen Leuten, wobei dies natürlich ironisch gemeint ist!
Zu den Unterkünften:
Capbon Guesthouse: Haben wir ausgewählt weil es nur eine Strasse weit von der Camper-Mietstation entfernt war. Leider sind diese bis zu unserer Ankunft umgezogen, Der Schwiegersohn der Besitzerin (Renate) führt die Übergabe und Rücknahmen durch und hat uns angeboten dies im Guesthouse zu machen und sogar noch am Vorabend. Die Rückgabe konnten wir ebenfalls dort machen. Auch unsere Koffer konnten wir für einen Monat unterstellen. Hier wird deutsch gesprochen und man bekommt jegliche Hilfe, sehr nette Leute!
Conductors Inn: Mehrere "Zimmer" in einem umgebauten Bahnwagen
Oppi Koppi Rest Camp: Sehr schöne Unterkunft und freundliche Leute
Otjitotongwe Cheetah Guest Farm: Täglich können drei Geparde gestreichelt und anschliessend der Fütterung der zahmen, sowie danach der wilden Geparde zu geschaut werden.
Camp Mara: Hier kann man der Fütterung der Vögel (Tokos, Rosenpapageien) zuschauen. In der Nähe gibt es das "Living Museum of the San", bei denen man auf einer Tour das Jagen lernen kann. Ecki Meyer, der Besitzer, spricht deutsch.
Namib Desert Campsite: Camp Site hervorragend wie bei Gondwana üblich und auf der Lodge kann man sich entspannen oder Ausflüge bzw. Spaziergänge unternehmen.
NAMTIB Desert Lodge: Sehr schön gelegener Camp Site, einfach genial nach der Hektik in Sesriem!
Obelix Village Guesthouse: Sehr empfehlenswerte Unterkunft für eine Nacht in Lüderitz. Zum Frühstück war die Blumenvase mit unserem Namen beschriftet!
KALAHARI FARM CAMPSITE: Gute Infrastruktur aber Plätze sind sehr nah aufeinander. Neben der zugehörigen Lodge wird in einer Schlachterei Fleisch für andere Lodges zubereitet. Man kann hier super frisches Fleisch (Oryx, Springbock etc.) zu sehr günstigen Preisen kaufen (700gr Springbock Filet für 61Nand)
Sonstiges:
Fleisch: Wir haben, wie auch hier im Forum beschrieben, das Fleisch vorbestellt und kaum waren wir im Guesthouse angekommen erschien auch schon der Bote damit. Im muss sagen einfach ein super Service!!
Leute: Die Leute sind durchwegs freundlich und hilfsbereit. Sie sind eigentlich immer gut drauf! Auf staatlichen Camp-Sites (NWR) lässt zwar die Motivation häufig etwas zu wünschen übrig
Flug: Wir sind mit Eurowings (ZRH-MCH-WDH bzw. WDH-CGN-ZRH) geflogen und haben, obwohl spät gebucht, einen anständigen Preis (sFr 780.-/Pers) bekommen. Als Nachtflüge waren sie aus meiner Sicht geradezu ideal.
schmuhanThemenstarter5 Beiträge · seit 201810. Aug. 2018 · #5
Resümee: Es hat uns super gefallen, wir haben so viele Eindrücke gesammelt, die wir nun verarbeiten können. Wir sind durch Gegenden gefahren die einem die Sprache verschlagen. Die Begegnung mit den grossen und kleinen Tieren war etwas Einmaliges. An Orten zu sein, weit ab der Zivilisation hat uns klein gemacht aber auch Energie geliefert. Der Sternenhimmel mit der Milchstrasse so schön und deutlich einfach himmlisch! Sonneaufgänge und Untergänge mit einem Farbenspiel wie wir es praktisch noch nie gesehen haben. Die Dünen unglaublich! Danke dass wir das erleben durften!