fussohleThemenstarter381 Beiträge · seit 200927. Juli 2018 · #1Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe, ich darf das hier posten....Mitte August ist es endlich soweit. Ich fahre wieder nach Zambia. Dieses Mal aus finanziellen Gründen leider nur kurz und leider wieder allein.
Ein kleiner Traum wird wahr. Wir bauen unseren ersten Brunnen in der Nähe des Main Gates am South Luangwa. Wenn Ihr mögt, könnt ihr uns auf Facebook verfolgen unter Petra Kurth oder vielleicht mal unsere Blogseite bei
www.spirit-of-zambia.com
betrachten. Dort könnt ihr sehen, was aus einem kleinen Funken alles schon geworden ist. Wir stecken zwar in den Kinderschuhen, können aber derzeit behaupten, dass wir schon ein ganzes Stückchen geschafft haben. Natürlich poste ich das hier, weil ich die Hoffnung hab, vielleicht den ein oder anderen von Euch von uns überzeugen zu können. Wir kennen und unterstützen vor Ort auch die anderen Projekte, denn uns sind die handelnden Personen sehr ans Herz gewachsen. Als da wären Project Luangwa, Conservation South Luangwa, Zambian Carnivore Program u.v.m. und nicht zu vergessen Jenny mit ihren klasse Schulbibliotheken. Jenny von der Marula Lodge, wo ich dann auch unterkommen werde. Im Vordergrund meines Aufenthaltes steht dieses mal u.a. der Brunnenbau mit einer renomierten Firma...als auch der Kauf von Schuluniformen für unsere Patenkinder. Wieder weiss ich nicht, ob ich alle Sachspenden mitnehmen kann, weil ich schon mehr als genug hab.
Ich hoffe, ich kann Euch auf Facebook zwischendurch mal ein paar Bilder rübersenden. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie glücklich wir sind, das wir das nach noch nicht einmal einem Jahr Spenden sammeln in Angriff nehmen können. Natürlich laufen unsere Unterstützungen, was die Kinder oder auch der Schutz der Wildtiere anbelangt weiter, aber dies soll wohl dieses Jahr eines unserer Highlights werden. Stellt Euch vor - und ich hoffe - ich übertreibe nicht, dass wir mit einem Brunnenbau ca. 50 Haushalte mit Trinkwasser versorgen können. Rechnen wir mal pro Haushalt 4 Personen....dann würden wir 200 Menschen die Möglichkeit geben:
- sauberes Trinkwasser zu erhalten
- vielen Kindern und Frauen die kilometerlangen Wege des Wasserholens ersparen
- sie vielleicht vor der ein oder anderen Krankheit schützen können
- den Kindern ermöglichen, statt Wasser zu holen, die Schule zu besuchen
- nicht den Gefahren an den Flüssen ausgesetzt zu sein...sei es durch Verunreinigung des Wassers oder der Gefahr der Wildtiere
- u.v.m.
Ein Brunnen kostet ca. 6.500 EUR.
Wenn 200 Menschen einmalig 32,50 EUR spenden würden, würden sie einem Menschen den Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen. Hey das kriegen wir doch hin, oder?
Aktuell benötigen wir für den Bau eines 2. Brunnens noch ca. 100 Leute, die dies tun würden. Bitte unterstützt uns, denn Wasser ist Leben. Bitte meldet Euch bei uns entweder über unsere Homepage oder über petra.kurth@gmx.com. Ganz wichtig zu wissen - so denke ich - dass wir auch Spendenquittungen ausstellen können.
Helft mit, zu helfen und wer weiss, vielleicht sehen wir uns bald in Zambia. Denn Zambia ist für uns das "wahre Afrika". Bereits jetzt möchte ich mich für Eure Unterstützung bedanken. Liebe Grüße Petra Kurth
p.s. der Film auf Facebook ist zwar nicht perfekt aber ich bin ja auch kein filmemacher. ach was würd ich mir wünschen, wenn ich einen fotografen oder reporter mal zur seite hätte. vielliecht kennt ihr ja jemanden, der so etwas macht. bin für jeden Tipp dankbar. so und nun guts nächtle.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200827. Juli 2018 · #2Guten Morgen Fussohle,
Habe mir gerade dein Blog angeschaut!
Finde ich einmal toll was du da machst. Man weiss genau wo das Geld landet.
Bin ab 23. August im Flatdogs Camp. Muss nicht sehr weit von euerem Vorhaben liegen. Würde gerne vorbeikommen wenn es möglich ist. Du schreibst auch du brauchst noch 100 Spender. Wo spendet man? Sorry habe es nicht ganz kapiert......
Wünsche dir viel Glück
Annick
fussohleThemenstarter381 Beiträge · seit 200927. Juli 2018 · #3hallo annick,
ne, das ist nicht weit weg. flatdogs kenn ich - da war ich auch schon 2 x. bin allerdings am 24. und 25.8. unterwegs....wenn ihr danach noch im flatdogs seid, dann könnten wir uns dort gerne treffen. liebe grüsse an jess and man and joseph und die anderen....
guck doch nochmal auf unserer homepage: spirit-of-zambia.com da gibt es auf der homeseite 3 möglichkeiten....entweder via paypal....via betterplace.org oder auf das angegebene konto. schick mir einfach eine mail an petra.kurth@gmx.com mit deinen daten, wo ihr wann seid und dann seh ich was ich machen kann. denke bitte dran deine handynummer anzugeben. oder per whats app/messanger geht auch. leider nicht immer so gute internetverbindung. danke für dein interesse.
FOFocus517 Beiträge · seit 201827. Juli 2018 · #4Hallo,
für einen potenziellen Sponsor für euer Projekt vielleicht diesen Tip....
https://www.focus.de/sport/fussball/premierleague/premier-league-ruanda-zahlt-fc-arsenal-34-millionen-euro-fuer-zwei-woerter-auf-trikot-aermel_id_9005807.htmlDort ist scheinbar genügend Geld da und Ruanda so saniert, dass da bestimmt Hilfsgelder übrig sind...
Gruß
fussohleThemenstarter381 Beiträge · seit 200927. Juli 2018 · #5Lieber Focus,
was die Grossen tun, ist mir zwar nicht egal, aber es geht hier um ein Herzensprojekt. Wir setzen sehr viel Engagement hier rein und ich finde Deinen Beitrag nicht wirklich nett. Sei versichert, dass wir unsere eigene Meinung über "Entwicklungshilfe" haben. Dies hier auszuführen, wäre allerdings nicht zielführend.
Andrea 1961306 Beiträge · seit 200827. Juli 2018 · #6Hallo Petra, tolle Sache, die Ihr macht. Meinen Anteil habe ich gerade überwiesen und wünsche Dir das hier noch einige dazu kommen. Liebe Grüße Andrea
FOFocus517 Beiträge · seit 201827. Juli 2018 · #7Liebe Fußsohle,
.... Die Realität ist nun mal nicht nett...
Na wenn das ein Herzensprojekt ist, dann ist es ja gut.
Gruß
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200827. Juli 2018 · #8Coucou Petra,
Geld ist auch überwiesen.
Melde mich so gegen den 22. August von Lilongwe aus.
Freue mich dich auch kennen zu lernen.
Bis Bald
Annick
Sanne2'462 Beiträge · seit 200627. Juli 2018 · #9fussohle schrieb:Lieber Focus,
was die Grossen tun, ist mir zwar nicht egal, aber es geht hier um ein Herzensprojekt. Wir setzen sehr viel Engagement hier rein und ich finde Deinen Beitrag nicht wirklich nett. Sei versichert, dass wir unsere eigene Meinung über "Entwicklungshilfe" haben. Dies hier auszuführen, wäre allerdings nicht zielführend.
Dass es Euch ein Herzensprojekt ist, wird hier sicher kaum einer in Frage stellen. Aber ich denke schon, wenn man hier sein Projekt vorstellt und letztlich auch zu Spenden aufruft, muss man aushalten können, dass negative Reaktionen kommen oder Kritik laut wird.
Ich zumindest frage mich schon, wieso ein Land wie Sambia chinesische Firmen beauftragen kann, hunderte von Kilometern Straße zu bauen, aber an einem der Haupttouristengebieten (South Luangwa) der Bau eines Brunnens von einer privaten Organisation aus Europa abhängig ist. Ein Stück subventioniert man dadurch sicher auch die Prioritäten der Regierung Sambias.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201127. Juli 2018 · #10Hallo Sanne,
hast Du den verlinkten Bericht gelesen? Natürlich ist Kritik erlaubt, aber das private Engagement eines Paares, das seine Flüge immer selber bezahlt und für kleine, realisierbare Projekte sammelt und das so zusammengebrachte Geld zu 100% in diese Projekte steckt, ist nicht zu vergleichen mit der Regierung von Ruanda, die 34 Millionen für einen Sticker auf dem Ärmel der Spieler des FC Arsenal ausgibt. Da dürfte, wenn schon Kritik, doch zumindest die "Verteidigung" der Angegriffenen hingenommen werden, ohne auch die noch zu kritisieren.
Hallo Fusssohle,
der Wilddog-Anhänger ist seit Mai mein ständiger Begleiter und die Tasche, die ich für die Freundin meines Sohnes ausgesucht habe, ist auch prima angekommen.
Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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Sanne2'462 Beiträge · seit 200627. Juli 2018 · #11Liebe Karin,
ich habe keinen Vergleich angestellt. Ich sage nur, dass diese Staaten offensichtlich ausreichend Geld für Prestigeobjekte im Straßenbau, für Regierungsbauten und ggf. Fußballvereine und Werbung ausgeben, aber die alltäglichen Erleichterungen der Bevölkerung vernachlässigen. Und ein Stück weit liegt es in meinen Augen eben auch daran, dass sich immer Hilfsorganisationen finden, die nicht als EINE Gemeinschaft Druck auf die Regierung versuchen aufzubauen, sondern in kleinen Einzelprojekten versucht wird, das Problem im ganz kleinen zu lösen.
Ich wollte damit keine Personen angreifen bzw. meines Erachtens eher kritisieren, sondern das System. Dass erstere das mit guten Absichten machen, bezweifele ich nicht.
Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
FOFocus517 Beiträge · seit 201827. Juli 2018 · #12@Sanne,
genau darum geht es.....
Und die Wählerstimmen Derer die dann aus dem Brunnen sauberes Wasser pumpen gehen an die Politiker, die sich genau nicht um sauberes Wasser für ihr Volk kümmern.
Aber man sieht, es geht auch so und für Deutschland perfekt.... Daimler bekommt dadurch Absatz, der Profit steigt, die Dividende für mich auch.. Somit eigentlich danke Fußsohle... BITTE die Ironie des letzten Teils noch falsch verstehen.
Gruß
fussohleThemenstarter381 Beiträge · seit 200928. Juli 2018 · #13Ich denke dieses Buch – "Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann" von Dambisa Moyo
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http://amzn.eu/bNC2QiA YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201628. Juli 2018 · #14Manche der Initiativen sind mir völlig unverständlich.
Zum Beispiel das Projekt, bei dem Steinmauern um Wasserspeicher errichtet werden. Das zumindest können die Anwohner meiner Ansicht nach auch gut alleine machen, ohne daß Europäer einfliegen, Mäuerchen bauen und die Anlieger ab und an vorbeikommen und zuschauen. Brunnenbau sehe ich zwiespältig, das ist im Prinzip eine uralte Technik, ich frage mich, warum die Leute nicht selber Brunnen bauen können und sollen.
Yanjep
DRDreamliner90 Beiträge · seit 201828. Juli 2018 · #15Hallo,
Sanne schrieb:Ich zumindest frage mich schon, wieso ein Land wie Sambia chinesische Firmen beauftragen kann, hunderte von Kilometern Straße zu bauen, aber an einem der Haupttouristengebieten (South Luangwa) der Bau eines Brunnens von einer privaten Organisation aus Europa abhängig ist. Ein Stück subventioniert man dadurch sicher auch die Prioritäten der Regierung Sambias.
Was du schreibt, lässt sich nicht widerlegen. Aber es ist auch zynisch, weil du wie jeder andere weißt, dass sich die Regierung weder morgen noch übermorgen des Problems annimmt. Genau so ließe sich angesichts der Hungerkatastrophe im Jemen sagen: "Ist sinnlos da zu helfen. Damit unterstützt man nur die Kriegsparteien und verlängert den Krieg. Um das ursächlich zu lösen, müssen die eben Frieden schließen, dann enden Vertreibung und Flucht, es gibt wieder genug Lebensmittel und durch Tourismus könnten die dann sogar richtig viel Geld einnehmen." Ist inhaltlich alles richtig, nur eben auch unrealistisch und einstweilen fehlt es Teilen der Bevölkerung an essentiellen Dingen des Lebens.
Welchen Druck können NGOs denn auf die Regierung ausüben - Druck der größer ist, als der von UN und EU? Im schlimmsten Fall wird der Brunnen nicht gebaut. Es bleibt dann einfach alles, wie es ist. Für die Regierung ändert sich nichts.
Meines Erachtens finanziert der Westen in diesen Ländern z.B. im Kontext Naturschutz viele Dinge, die viel angreifbarer sind als so ein Brunnenbau. In Sambia besteht auch nicht die Gefahr, die in Namibia in vielen semiariden Gegenden besteht: Permanente Verfügbarkeit von Wasser durch Brunnenbau zieht Farmer mit ihren Viehherden an. Im Umkreis von 10-15km wird durch Überweidung die ohnehin spärliche Vegetation restlos vernichtet.
D.
fussohleThemenstarter381 Beiträge · seit 200928. Juli 2018 · #16Guten Morgen,
es ist sehr schade, dass ihr hier eine Grundsatzdiskussion führt.
Natürlich bin ich für jedwede konstruktive Kritik offen, aber wer sagt denn, dass die Menschen den Brunnen nicht selbst bauen. Durch den Bau von Brunnen haben die Einheimischen einen Job und sie bauen die Brunnen auch.
Die Bevölkerung beteiligt sich am Bau, soweit sie kann. Sie holen Flusssand, Steine u.v.m. Aber einen Bohrer, den können sie halt nicht selber organisieren. Es muss, um an sauberes Wasser zu gelangen mindestens 35 m oder mehr gebohrt werden. Ich möchte nicht, dass ein Mensch so tief in die Erde steigen muss.
Es ist uns immer wichtig, dass die Menschen beteiligt werden. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht darum, dass die Kinder und Frauen nicht stundenlang laufen müssen, um an sauberes Wasser zu gelangen. Es geht darum, dass die Kinder in die Schule gehen können. Es geht uns um Bildung, es geht uns um sauberes Wasser, es geht uns um Gesundheit, es geht uns um den Erhalt der Natur....
Warum glaubt ihr dass die NGOs vor Ort nicht zusammen arbeiten? Woran macht ihr das fest?
Zambia ist nicht zu vergleichen mit Südafrika oder Namibia.
fussohleThemenstarter381 Beiträge · seit 200930. Juli 2018 · #17Danke Andrea, angekommen:-)
fussohleThemenstarter381 Beiträge · seit 200930. Juli 2018 · #18Danke Annick, angekommen!
fussohleThemenstarter381 Beiträge · seit 200904. Aug. 2018 · #19Hallo Zusammen,
zunächst möchte ich mich bei allen bedanken, die unser Projekt so toll unterstützen. So wie es aussieht, werden wir auch den 2. Brunnenbau in Auftrag geben können. Am Donnerstag erreichte uns eine grossartige Spende, die mich sehr hoffen lässt, auch noch das restliche Geld zusammen zu bekommen. Danke, danke, danke!