ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200808. Juli 2018 · #43
Fortsetzung
Wenn man die Elis genau beobachtet merkt man dass sie sich lautlos im Sand bewegen. Nur das Knacken der Aeste ist ab und an zu hören. Auffallend vorsichtig zupfen sie an den grünen Blättern oder reissen kleine Teile der Baumrinde ab, bevor sie zum nächsten Busch wandern. Der Nachwuchs folgt dem Vorbild seiner weisen Mutter. Man könnte denken dass eine solche Herde diese paar Büsche im Handumdrehen der kargen Wüste angleichen würde. Die Wüstenelis sind aber vorsichtig und aüsserst vorausschauend zu handeln. Sie nehmen nur so viel von dem Baum, dass er überleben kann und sie auch in Zukunft mit wertvoller Nahrung versorgt. Kaum zu glauben die Intelligenz dieser Tiere. Wir gucken uns das Schauspiel weiter an.
Tatsächlich legt sich die Leitkuh auch sehr bald hin.
Sie steht aber auch wieder schnell auf.
Die Anderen folgen.
Der Kleine scheint sehr hungrig zu sein.
Kurz vor Mittag verlassen wir die Wüstenelis. Mensch war das ein Happening! Ballac erzählt uns dass er öfters den Elis folgt. Anschliessend halten wir im Dorf De Ries an.
Hier kommen öfters die Elis um ihren Durst zu löschen.
Die Einwohner haben sich inzwischen an sie angepasst. Wir besuchen noch den Kindergarten.
Einige Einheimische warten auf eine Mitfahrtgelegenheit.
Diese Fotos mit Mutter mit Kind musste ich einfach schiessen!
Gegen 13 Uhr erreichen wir wieder die Lodge. Ein schmackhaftes Mittagessen wird uns da serviert. Es gibt eine frischgemachte Rote Beete Suppe, Al Dente Spaghettis mit Tomatensauce und Fruchtsalat mit Eis. La vie est belle bei dieser Aussicht.
Am Nachmittag faulenzen wir am Pool. Das Abendessen erweist sich als ein Volltreffer. Es gibt Vol au Vent, Oryx Roulade und Crème Brûlée. Dazu sehr gute südafrikanische Weine.
Das gesamte Personal singt zum Schluss auch noch Lieder.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200810. Juli 2018 · #44
24.11.2017
Um 8.30, gleich nach dem Frühstück, fahren wir los.
FAZIT DORO NAWAS LODGE - teuere Lodge aber lohnt sich echt - tolle Zimmer mit sehr netter Aussicht - die Restaurantterrasse bietet eine grandiose Landschaft - der Pool ist klasse - sehr gutes Frühstück - Bush diner muss nicht unbedingt sein. Essen sonst gut. - den Nature Drive unbedingt mitmachen
Kann ich bestens empfehlen.
25 Kilometer später halten wir auch schon an. Die Piste ist nicht gerade die Beste. Es gibt spitzige Steine.
2 Französinnen winken uns zu. Sie haben einen Platten und wissen nicht wohin mit dem Wagenheber.... 🙄 Wir helfen den Damen und plaudern eine Weile.
Dann geht die Fahrt weiter.
Leider bekommen wir auch sehr bald einen Platten und müssen den Reifen wechseln. Wir sind nicht die Einzigen!
Da wir durch den Skeleton Coast National Park wollen, entscheiden wir uns den kaputen Reifen unbedingt reparieren zu lassen. Unweit von der Kreuzung C43/C39 finden wir eine kleine Wekstatt.
Ein kleiner Junge steht da und wundert sich wohl was wir hier machen.
Bald erscheint schon der Vater. Er guckt sich den Reifen an und meint er wäre im Eimer. Uns bleibt nur noch den Skeleton Coast NP durchzufahren und hoffen dass wir keinen anderen Platten haben werden..... 😣 Gegen 13 Uhr erreichen wir endlich das Springbock Gate. Die 2 Angestellte am Gate sind nicht gerade happy über uns als wir ihnen erklären dass wir keinen Ersatzreifen mehr haben. Sie raten uns genügend Wasser mitzunehmen. Wir kaufen gleich 2 X 5 Liter Flaschen. Es sind genau 143 Kilometer bis zum nächsten Ausgangsgate. Die Landschaften im Park sind fantastisch.
Da wir sehr nervös sind können wir sie nicht wirklich geniessen... 😗 Uns fällt ein Stein vom Herz als wir endlich gegen 16.30 das Ziel erreichen.
Da beginnt auch schon die Salt Road und es wird angenehmer zu fahren. Gegen 18 Uhr treffen wir im Fisherman's Guest House Henties Bay ein. Anniekje empfängt uns recht herzlich mit ihre 2 Töchter und die Hunde Bullet und Rocket. Wir bekommen Zimmer 7 auf der ersten Etage. Es ist einfach aber sauber und zweckmässig eingerichtet. Es bietet auch gutes Wifi an.
Das Badezimmer finden wir klein aber fein.
Gegen 20 Uhr trinken wir ein Glas Fat Bastard am Kamin. Es tut gut denn es ist hier frisch.
Die Bar finden wir sehr heimelig.
Louis, der belgische Besitzer, kocht heute Abend für uns. Wir sind die einzigen Gäste. Miam miam, der Kabelhau mit Currysauce schmeckt lekker. Dazu einen gemischten Salat.
Preis pro Nacht in B&B: 1040N$ da kann man nicht meckern!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200811. Juli 2018 · #45
25.11.2017
08.00 Das Frühstück erweist sich als ganz in Ordnung. Es gibt trinkbarer Orangensaft aus dem Beutel, Aufschnitt, Käse, Eier, Yogurth.....Der Café schmeckt sogar gut. Eine halbe Stunde später begeben wir uns zur Autowerkstatt.
Leider hat sie nicht unsere Reifengrösse. In Swakopmund ist sie aber vorhanden. Wir lassen den Reifen dort reservieren. In Henties Bay werden momentan Palmen gepflanzt.
Der kleine Garten vom Guest House finden wir sehr angenehm.
Wir laufen zuerst ein bisschen am Strand entlang.
Bulett und Rockett begleiten uns.
Danach machen wir uns auf dem Weg nach Cape Cross. Die Salt Road führt ca 52 Kilometer geradeaus und man kommt an Salinen vorbei.
Dann erreicht man durch eine Piste ein kleines Rangerhaus wo man die Permits für den Besuch der Robbenkolonie kaufen kann. Kostet 80N$ pro Person und 10N$ für den Wagen. Wir fahren dann weiter bis zum Parkplatz. Man muss hier zu bestimmten Zeiten schon einen guten Magen haben! 🤪 Wenn man vom Wagen aussteigt und der Wind ungünstig bläst, dann haut der Geruch praktisch einen um.... 😛 Die Beste, auch die geruchsintensivste Zeit, ist Oktober bis Mitte Dezember. Da ist auch Paarungszeit und viele Robben bevölkern die Küste. Man schätzt das hier teilweise bis zu 250'000 Robben leben.
Die Jungen kommen im November/Anfang Dezember zur Welt. 10 Tage später paaren sich die Weibchen wieder. Dieser Kleine ist nicht sehr alt.
Leider sterben rund zwei Drittel der Kleinen bevor sie ausgewachsen sind. Sie werden zu früh geboren, durch die dominante Männchen verletzt oder verhungern und Ertrinken in der Brandung.
Die Zahl an Robben stellt ein Problem für die Fischerei dar, weil sie täglich 8 Prozent ihres Eigengewichts an Fischen fressen. Um die Ueberpopulation zu vermeiden werden jährlich hier Robben in grösserer Zahl abgeschlachtet. Die Behörden sprechen von "seal harvest". Die Haut der Tiere wird später zu Schuhen und Taschen verarbeitet. Die Robbenernte endet Mitte November November.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200813. Juli 2018 · #46
Fortsetzung
Hier haben sich mehrere Weibchen mit ihren Kleinen niedergelassen.
Der Gestank ist schon fürchterlich!
Es ist sehr interessant dem ganzen Geschehen zuzuschauen.
Manchmal geht es nicht sehr zanft zu!
Einige Robben sind voll Blut. Nichts für schwache Gemüter.
Diese Mama bringt ihren Kleinen in Sicherheit.
Die Möwen müssen hier nicht hungern. Zwischen dem Placenta und toten Neugeborenen gibt es genügend Nahrung.
Ich hätte gedacht hier viel mehr Touristen zu treffen.
Die Robben nehmen überall Platz.
Manche Kleinen haben es echt nicht leicht.
Andere haben leider keine Zeit die Erde näher kennen zu lernen....
Ich muss gestehen, dass dieser Anblick mich schon mitgenommen hat. Einige Neugeborene suchen vergeblich nach ihrer Mutter und verrecken langsam. Und man steht da hilflos und guckt zu.....Nach einer Weile halte ich es einfach nicht mehr aus und wir kehren zum Parkplatz zurück. Ein Robbe hat sich da ein nettes Plätzchen für ein Nickerchen ausgesucht.
Vielen Dank, Annick, für diese schonungslose Beschreibung der Robbenkolonie! 😛
Mich/uns hat der Anblick und der Gestank dort auch ziemlich mitgenommen und wir hatten nach 20 Minuten die "Nase voll" - das kann man da durchaus wortwörtlich nehmen.
Mir dreht sich gerade, beim Frühstück sitzend, gleich wieder der Magen um. 🤢
LG Logi
Flash20101'425 Beiträge · seit 201513. Juli 2018 · #48
Liebe Annick,
ich kann mich dir und Logi nur anschließen wegen des Geruchs. Innerhalb des Stegs lag eine kleine Robbe in die Ecke gekauert und ich habe sie mit den Fingerspitzen berührt, um zu schauen, ob sie noch lebt.
Abends beim Abendessen meinte ich zu meiner Mutter nur, irgendjemand stinkt hier nach Robbenkolonie.... Es zog immer mal wieder eine Duftnote in die Nase... Wir hatten schon einen Herren in Verdacht, der ein paar mal an uns vorbei lief, bis ich feststellte, dass das meine Finger waren 😮 und das nach einmal duschen und einigen Malen Hände waschen.... 😄 😄 😄
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200814. Juli 2018 · #49
Fortsetzung
@Logi und Laura: wenn man dieses Schauspiel nicht selber erlebt hat, kann man sich schlecht das Ganze vorstellen. Bei euerem Feedback komme ich mir jetzt weniger zimperlich vor. 😎
Fortsetzung
Anschliessend begeben wir uns zur Cape Cross Lodge. Da hatten wir vor einigen Jahren übernachtet.
Zum Mittagessen bestellen wir Toasted Sandwiches. Die Portionen sind riesig und es schmeckt. Danach fahren wir langsam nach Henties Bay zurück. Am Strassenrand findet man öfters Salzsteine zum Verkauf.
Bei Ankunft im Guest House erwartet uns Anniekje. Sie will uns zum Sammelpunkt der Fishermen mitnehmen. Louis hat heute morgen 3 Kroatier zum Angeln mitgenommen. Tatsächlich ist Louis vom Fischen zurück.
Zuerst lässt er den Wagen waschen. Der Salz hier bleibt für die Karosserie eine Plage.
Das Ambiente ist schon gewaltig wenn die Fishermen untereinander palabern
Der Fang wird anschliessend erst einmal gewaschen,
gesäubert und filetiert.
Dann betreten wir alle das Fishermen's Pub wo alle ordentlich ihren Durst löschen.
Da ist was los!
Später kehren wir alle zur Lodge zurück.
Louis hat heute Abend an uns gedacht. Das Feuer wurde angezündet und ein Gemsbockfilet erwartet uns.
Das Flesich zergeht unter der Zunge! Miam miam. Louis you are great!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200816. Juli 2018 · #50
26.11.2017
Nach dem Frühstück fahren wir gleich los.
FAZIT FISHERMAN'S GUEST HOUSE
- Preis/Leistung stimmt - einfache aber zweckmässige Zimmer - gutes Wifi - sehr nette Gastgeber - sehr gute Kuche - für Angler und nicht Angler geeignet
Kann ich bestens empfehlen!
Es ist ziemlich nebelig heute morgen und kalt. Nach etwa 17 Kilometer erblicken wir das Zeila Schiffswrack.
Der Kutter Zeila ist am 25. August 2008 gestrandet. Das Schiff sollte zum Verschrotten nach Indien geschleppt werden. Als das Tau nach dem Verlassen von Walvis Bay riss lief das steuerungslose Schiff auf Grund.
Gegen 10 Uhr erreichen wir Swakopmund unter der Sonne. Wir machen zuerst Einkäufe. Danach checken wir im Cornerstone Guest House ein. Das Personal ist sehr sehr nett.
Hier unser Zimmer
das Bad
und die Terrasse.
Anschliessend essen wir einen Salat im Tug. Von da aus hat man eine tolle Aussicht.
Um 14 Uhr werden wir von Charly's Desert Tour im Guest House abgeholt. Wir haben für den Nachmittag die Half Day Moonlandscape Tour gebucht. Ein anderes Ehepaar leistet uns Gesellschaft. Leider erweist sich unser Guide als ein totaler Reinfall. Er redet nicht viel. Die Landschaft ist zum Glück grandios.
Der Wagen ist auch für so eine Tour nicht sehr praktisch. Man kann kein Fenster öffnen und muss immer anhalten und die Tür öffnen wenn man fotografieren möchte.
Manchmal entwischen wir auch dem Guide Imanuel und vertreten uns die Beine.
Wir fahren durch eine Landschasft die über die Zeiten vom Swakopfluss gemeisselt worden ist.
Wir sehen natürlich auch Welwitschia Mirabilis.
Es handelt sich um eine Wüstenpflanze, die bis zu 2000 Jahre alt werden kann.
Diese Landschaften die wir passieren sind ein Geschenk Gottes.
Gegen 18 Uhr sind wir wieder im Guest House zurück. 700N$ pro Person finden wir schon echt zu teuer für die gebotene Leistung! Unser Guide war auch nicht sehr informativ und sympatisch. Wir geben ihm kein Trinkgeld und erklären ihm auch warum. Das Apéro nehmen wir im Tug.
Nachtessen werden wir im Jetty Restaurant. Da haben wir einen Tisch mit View reservieren lassen.
Das Thai Curry schmeckt sagenhaft. Für morgen haben wir die Living Desert Tour gebucht.
ANNICK schrieb:Um 14 Uhr werden wir von Charly's Desert Tour im Guest House abgeholt. Wir haben für den Nachmittag die Half Day Moonlandscape Tour gebucht. Ein anderes Ehepaar leistet uns Gesellschaft. Leider erweist sich unser Guide als ein totaler Reinfall. Er redet nicht viel. Die Landschaft ist zum Glück grandios...
...700N$ pro Person finden wir schon echt zu teuer für die gebotene Leistung! Unser Guide war auch nicht sehr informativ und sympatisch. Wir geben ihm kein Trinkgeld und erklären ihm auch warum.
Liebe Annick,
wieder einmal decken sich unsere gemachten Erfahrungen 1 zu 1!
Danke für die ungefilterte Beschreibung Eures Tourverlaufes. Wenn es "Mist" war, dann war es halt "Mist". Die rund 100 Euro für 2 Personen kann man nämlich gerne auch anders ausgeben 😛 .
LG Logi
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200817. Juli 2018 · #52
@Logi: da hast du natürlich Recht! 😄
27.11.2018
Den Frühstückstisch finden wir sehr gediegen. Es gibt sogar Stoffservietten.
Das Buffet lässt keine Wünsche offen.
Punkt um 8 Uhr werden wir von Batis Birding Safaris für die Living Desert Tour abgeholt. Diese Firma kennen wir nicht. Wir haben über das Guest House gebucht. www.batisbirdingsafaris.com Blumy ist unser Guide. Am Dorob NP Gate warten wir auf ein zweites Auto mit Guide Collin. Ueber die Allradfahrzeugen kann man echt nicht meckern. Sie sind sehr komfortabel.
Insgesamt sind wir 12 Personen. Geht auch. Zuerst macht uns Collin auf die Knochenreste in der Wüste aufmerksam.
Es handelt sich um Pferdeknochen der südafrikanischen Truppen. Die Tiere wurden zwischen den Dünen vor den Toren Swakopmunds erschossen, weil sie an der ansteckenden Krankheit Rotz erkrankt waren. Im Dezember 1915 wurden über 1600 Pferde und 1000 Maultiere erschossen.
Weiter sehen wir die Ueberreste der Eisenbahnlinie die einst südlich des Swakopsrivier an die Küste und zwischen Meer und Dünen nach Walvis Bay führte.
Collin entdeckt auf einmal für uns einen Namaqua Chamäleon. Mit Hilfe einiger mitgebrachten Mehlwürmer lockt er ihn auf den Dünensand.
Dieser Namibschmätzer ist ein Insektenfresser und er wartet sehnsüchtig auf einige Mehlwürmer. Die sonst so scheue Vögel sind inzwischen sehr zutraulich geworden.
Collin und Blumy studieren die Umgebung und sie können dank der "Dünenzeichnung" den Spuren auf den Dünen, erkennen ob sich weitere kleine Wüstenbewohner wenige Zentimeter unter der Oberfläche des weichen Sandes versteckt haben. Sie finden einen Tok Tokkie Käfer
und diesen Palmato Gecko. Seine Beine sind dünn und wirken zerbrechlich.
Die Fahrt in der Wüste macht echt Spass.
Ich wusste auch nicht dass die Wüsteneidechse sich gerne an den Ohren festhalten!
Wir fahren immer ein Stückchen und halten wieder an. Collin und Blumy suchen nach etwas Bestimmtes.
Wir folgen zu Fuss. Und das ist es: eine Zwergpuffotter (Sidewinder Snake). Sie lebt als einzige Viper in der Namib Wüste und beherrscht das so genannte Seitenwinden, um sich rasch über lockeren Sand zu bewegen.
Langsam müssen wir uns leider von der Wüste verabschieden.
Um 12.30 sind wir auch wieder im Guest House.
FAZIT LITTLE FIVE TOUR mit Batis Birding Safaris - 700N$ pro Person finden wir OK - sehr nette und gute Guides - sehr gute Fahrzeuge - nicht zu viel Leute
Vor einigen Jahren hatten wir diese Tour schon mit Chris Nel gemacht. Sie dauerte eine Stunde länger und man düste am Schluss durch die Dünen.
Danach fahren wir zur Dunlop Garage um den neuen Reifen abzuholen. Der Ersatzreifen wird gegen den neuen getauscht. Wir brauchen nichts zu bezahlen. Ist in unserem Package von Billigmietwagen.de inkl. Wir essen noch eine Kleinigkeit in der Stadt und Faulenzen hier und da. Das Apéro trinken wir in der herzigen Bar vom Tug. Draussen ist es zu kalt.
Das Abendessen nehmen wir im Brauhaus.
Das Oryxragout erweist sich als einen Volltreffer und nicht einmal teuer. Miam miam!
Flash20101'425 Beiträge · seit 201517. Juli 2018 · #53
Hi Annick,
eine tolle Wüstentour hattet ihr da 🙂 Eine kleine Anmerkung allerdings: Die Schlange ist keine Sidewinder, denn die haben ihre Augen weiter oben auf dem Kopf, nicht an der Seite, wie andere Schlangen es haben 😉
flemmingr180 Beiträge · seit 201418. Juli 2018 · #55
Guten Abend, es ist eine Peringueyi-Otter.
Viele Grüße aus Sachsen
Rainer
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200818. Juli 2018 · #56
28.11.2017
FAZIT CORNERSTONE GUEST HOUSE
- 1800N$ in B&B finde ich etwas zu teuer - das Zimmer war uns auch etwas zu klein - sehr nette Besitzer - alles sehr sauber und gediegen - sehr gutes Frühstücksbuffet
Nach dem Frühstück fahren wir gleich los. Heute morgen ist es sehr nebelig und kalt. In Karibib scheint auch wieder die Sonne. Da tanken wir. Gegen 12.30 erreichen wir die Etusis Lodge. Sie liegt in einem Naturreservat von 22'000 Hektar. Wir werden von Monika, die Managerin, mit einem Welcome Drink begrüsst. Im Haupthaus befindet sich die Rezeption/Bar
der Speiseraum für Frühstück und Mahlzeiten.
Auf der ersten Etage erblickt man eine Bibliotek.
Bei schönem Wetter kann man auch draussen auf der Terrasse essen und sein Apéro geniessen.
Hier das Haupthaus von draussen gesehen.
Die grosse Anlage sieht sehr gepflegt aus.
Vom Schwimmbad aus bekommt man eine tolle Aussicht.
Eine halbe Stunde später folgen wir Monika zu unserem Zebra Bungalow.
Es verfügt über Aircon, 2 Betten und eine Mezzanine mit 2 Betten für Kinder geeignet. Es ist zweckmässig eingerichtet.
Man findet auch eine Minibar
sowie genügend Platz für die Koffer.
Schade dass es im Badezimmer nur einen Waschbecken gibt.
Flash20101'425 Beiträge · seit 201518. Juli 2018 · #57
Guten Morgen,
ich glaube, es ist schon eine Zwergpuffotter, nur eben nicht die Sidewinder... Die von Rainer passt anhand der Kopfform nicht. Ich schaue nach Feierabend mal in mein tolles Schlangenbuch.
flemmingr180 Beiträge · seit 201418. Juli 2018 · #58
Hallöchen, die Guides nennen sie alle Seitenwinderschlangen wegen ihrer Fortbewegungsart. Ich war mit Chris Nel im "Schlangenpark" von Swakopmunde. Er nannte meine abgebildete "peringuey's sidewinding snake" (Bitis peringueyi). Sie wird auch als Zwergpuffotter bezeichnet. Wenn die von Annik Hörnchen über den Augen hatte (kann ich auf den Fotos schlecht erkennen), dann wäre es eine Horn-Otter (Bitis caudalis). Soll es auch dort geben. Aber ich möchte keinen Streit - und Anniks Bericht weiter lesen.
Viele Grüße aus Sachsen
Rainer
Flash20101'425 Beiträge · seit 201518. Juli 2018 · #59
Hallo,
oh, das sollte natürlich nicht doof rüber kommen! Ich rätsel nur gerne, was es für Schlangen sein können, so wie andere über Vögel diskutieren 🙂
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200819. Juli 2018 · #60
@Rainer: wir bleiben einfach bei der Peringuey's Otter! 😎
@Laura: was sagt dein Schlangenbuch?
Fortsetzung
Anschliessend machen wir es uns am Pool gemütlich. Es ist sehr heiss heute. Gegen 16 Uhr trinken wir Café und essen Kuchen dazu. Ist im Halbpensionspreis inbegriffen.
Punkt um 17 Uhr geht unser Sundowner Drive mit Guide Stephan los. Kostet 275N$ pro Person.
Viel gibt es leider nicht zu sehen.
Ab und zu lässt sich ein Tierchen blicken.
Ueber die gesamte Farm erstreckt sich eine Kette von Marmorhügeln. Leider liegen die Schürfrechte beim namibischen Staat, so dass an einigen Stellen auch Marmor entnommen wird.
Diese Marmorminen würde ich sehr gerne besuchen. Muss echt interessant sein.
Unsere Flasche Chardonnay nehmen wir am Schluss auf den Schnaps Hügel mit.
Wir verstehen echt nicht was wir da oben sollen! Die Aussicht von da oben haut nicht gerade vom Hocker und der Sonnenuntergang kann man vergessen da die Berge die Sonne verstecken... Diesen Drive kann man sich echt sparen. Um 20 Uhr wird das Abendessen im Speisesaal serviert. Da machen wir auch mit einem Ehepaar aus Oesterreich Bekanntschaft (Barbara und Heinz). Es gibt eine Gemüsesuppe, Steaks, Kudugoulasch, Kartoffel, Broccolis, Salat. Die Küche finde ich fade, nothing to write home about.... 😗 Für Morgen ab 6 Uhr habe ich einen Ganztagesritt reserviert. Reiten bleibt meine Leidenschaft. Gegen 22 Uhr gehen wir alle schlafen.
Preis für das Bungalow pro Nacht in Halbpension: 2570N$
Um Mitternacht muss ich aufs Klo und möchte meinen Toni nicht wecken. Ich zünde das Licht nicht an und laufe im Dunkel Richtung Badezimmer. Leider habe ich vergessen dass wir einen Glastisch verschoben haben. Ich laufe direkt zu und falle darauf. Mein linker Fuss durchquert den Tisch und die Scherben krachen wie verrückt. Mein Toni wacht auf und brüllt los. Mir wird auf einmal schlecht und ich bemerke dass etwas warmes über meinen Fuss fliesst. Ach du meine Güte es muss Blut sein. Ich reiche mir schnell eine Taschenlampe und meine Befürchtung bestätigt sich. Ich habe eine böse Blutung. Bis mein Toni versteht was ich verlange habe ich mir schon einen Druckverband im Erste Hilfe Kasten geholt. Das Zimmer und das Bad sind überall mit Blut verschmiert.... 😵 Zum Glück kann ich die Blutung mit dem Verband stoppen. Mehr liegt im Augenblick nicht drin.
29.11.2017
Um 6 Uhr lauft Toni zum Stall um Kira zu erklären was passiert ist. Gegen 8 Uhr kommen auch schon Monika und Kira mit einem Verbandskasten und Strips. Ich erkläre ihnen dass eine Vene getroffen wurde und dass ich unbedingt genäht werden muss. Sie glauben mir aber zuerst nicht. Ich öffne den Druckverband und Kira fällt fast in Ohnmacht........Monika begreift jetzt die Situation und wird sich nach einem Arzt erkundigen.
15 Minuten später kommt Monika auch wieder zum Bungalow. Wir müssen nach Omaruru fahren, dort erwartet uns ein Arzt. Ich lege noch einen zweiten Druckverband auf meinen Fuss denn ich muss ja laufen. Am Frühstückstisch treffen wir Barbara und Heinz. Sie bestehen darauf uns nach Omaruru mit ihrem Hilux zu fahren. Es würde schneller und bequemer für mich sein. Wir sind ihnen echt dankbar. 90 Minuten später treffen wir alle in Omaruru ein. Die Arztpraxis macht von draussen schon einmal einen guten Eindruck.
Der Arzt schläfert zuerst meinen Fuss ein und legt 2 Stiche. Beim ersten Schritt fängt es aber wieder an zu bluten...
Ich muss wieder auf den Tisch und der Arzt verabreicht mir 2 zusätzliche Stiche. Youpi tralala, die Blutung ist endlich gestoppt! Die Nähte kann ich selber in einer Woche entfernen. Das Ganze kostet uns 965N$
Gegen Mittag fahren wir wieder zur Lodge zurück. Unweit von Etusis begegnen wir immer wieder LKW's die mit Marmor beladen sind.
In der Lodge geht es ruhig zu.
Wir machen es am Pool gemütlich und lesen. Ab und zu laufe ich ein wenig und gucke mir die verschiedene Kaktusarten und Pflanzen im Garten an.
Beim Sundowner auf der Terrasse leistet uns die Deutsche Dogue des Hauses Gesellschaft.
Monika's Mann ist inzwischen auch von Windhoek eingetroffen. Er scheint sich unter den Gästen nicht wohl zu fühlen und wirkt sehr verklemmt. Er erinnert mich mehr an einen Leichenbestater. Sorry für diesen Vergleich. 😎 Toni gelingt es aber eine Diskussion mit ihm anzufangen. Er gibt ihm zu verstehen dass wir alle eine Marmormine besuchen wollen.
Das Abendessen ist auch heute Abend wieder fade. Schade.
Mal schauen was wir morgen unternehmen. Mit dem Reiten wird es leider Nichts! 😣