Unterschied zwischen Mudumu NP und Nkasa Lupala NP

12 Antworten · 5'000 Aufrufe · gestartet 29. Mai 2018 von Melancholiker
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Themenstarter26 Beiträge · seit 201829. Mai 2018 · #1
wir sind vom 29.07-31.07.2018 in der Ecke von Namibia
Gibt es Tiere die nur in einem von beiden NPs zu sehen sind?
Unterschiede in der Fauna?
Wie sind die Pisten?
Kann man die Strecken um die Jahreszeit auch nur mit einem Wagen befahren?
Wie ist es um die Sicherheit bestellt?
33,1k Beiträge · seit 200629. Mai 2018 · #2
Hallo Melancholiker,

Mudumu - Trockensavanne
Nkasa Rupara - Feuchtsavanne mit vielen Überschwemmungsgebieten; bis zu 80 Prozent je nach Regenzeit nicht mit dem Auto befahrbar. Hier gibt es deshalb klassische Fluss und Sumpftiere, v.a. Flusspferde etc.
Sicher ist das alles - musst halt auf die Aufforderungen der Anti-Wilderer-Einheiten korrekt reagieren.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter26 Beiträge · seit 201829. Mai 2018 · #3
Hallo Christian,

"Aufforderungen der Anti-Wilderer-Einheiten korrekt reagieren", wird gemacht. Woran erkenne ich denn das es wirklich eine Anti-Wilderer-Einheit ist? Wo begegnet man Ihnen, nur am Eingang des NPs oder auch im Park?
Es gibt ja auch einen Beitrag hier im Forum wo ein durchaus erfahrener Mensch im Mudumu getötet wurde.

Hast Du einen Favoriten bei diesen beiden Nationalparks?
Ist es sinnvoll geführte Touren zu buchen, weil man denn auch zu späteren Zeiten noch in den Parks sein kann? Wenn ja, wo könnten diese gebucht werden?

Have a nice day
522 Beiträge · seit 201729. Mai 2018 · #4
Melancholiker schrieb:
Woran erkenne ich denn das es wirklich eine Anti-Wilderer-Einheit ist? Wo begegnet man Ihnen, nur am Eingang des NPs oder auch im Park?
Wir sind vor rd. 3 Wochen einer solchen "Einheit" von 3 Mann mitten im Susuwe NP, in der Nähe der Nambwa Lodge / Horseshoe, begegnet.

Die Männer trugen Tarnuniformen und Maschinenpistolen und interessierten sich nicht weiter für uns.

Später kamen sie zur Loge, luden dort ihre Mobiltelefone auf und gingen nach ca. 2 Stunden wieder zu Fuß weiter.

Die Managerin erzählte uns ein wenig über die Aufgaben der Patrouille und die Zusammenarbeit mit den Lodges in diesem Gebiet.
zuletzt bearbeitet 29. Mai 2018
Themenstarter26 Beiträge · seit 201830. Mai 2018 · #5
Moin, moin,

auf der Seite (http://www.transafrika.org/pages/nationalparks/namibia/mudumu-nationalpark.php) steht das man im Mudumu Nachtexkursionen und geführte Wanderungen machen kann. Hat jemand im Forum aktuelle Erfahrungen hierzu?
Geführte Wanderungen soll es auch im Mamili/Nkasa Lupala (welches nun die korrekte Bezeichnung ist entzieht sich meiner Kenntnis) geben. Wer bietet diese an und wie sind hier die Erfahrungen. Laut der der Seite transafrika.org liegt im Mamili die Lianshulu Lodge, gibt es hierzu Erfahrungen? Kann man hier eventuell die Wanderungen buchen, auch wenn man nicht in der Lodge wohnt? Oder die Infrastruktur nutzen?

Wann ist die beste Zeit die Sitantunga im Mamili zu beobachten bzw. gibt es eine Stelle im Park an der die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist diese seltene Antilopenart zu beobachten?
Außerdem soll dort die größte Ansammlung an Büffeln in ganz Namibia sein.

Beide Parks kann man wohl auch mit dem Boot erkunden. Aber wir planen auf dem Chobe mit dem Boot zu fahren. Wird das dann "zu viel" Bootstourismus? Oder ist das gar nicht vergleichbar?

Wir hoffen ja, wie alle Touristen, in diesen Parks noch ursprüngliches/ursprünglicheres Afrika vorzufinden. Und nicht in der Mittagszeit an Wasserlöchern sein zu müssen um in Ruhe Tiere beobachten zu können (Tipp in einem unserer Reiseführer), wobei klar ist das dies nicht die ideale Zeit für Tierbeobachtung ist.
33,1k Beiträge · seit 200630. Mai 2018 · #6
Hallo Melancholiker,

Du reist ja in der absoluten Trockenzeit. Da kann es mit Bootstouren fernab der Hauptflüsse schon fast unmöglich sein. Alle Lodges in/um die Parks bieten geführte Aktivitäten an. Diese stehen teilweise auch "externen" bzw. Campern zur Verfügung. Da musst Du aber einzeln anfragen. Je größer die Lodge, desto flexibler.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

P.S. Nkasa Rupara/Nkasa Lupala NP hieß früher Mamili NP. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Nkasa-Rupara-Nationalpark
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zuletzt bearbeitet 30. Mai 2018
Themenstarter26 Beiträge · seit 201831. Mai 2018 · #7
Moin,

habe hier im Internet einen netten Bericht über den Mudumu NP gefunden: http://www.dia-faszination-natur-afrika.de/dan---frust.html

Leider sind die Berichte schon etwas älter (2013 und 2015).

Besonders interessant fand ich folgende Passage:


Wir sollen in die Mamushasha Lodge fahren, einen schönen Salat essen und etwas Kühles trinken.
Dann sollen wir in den Mudumu Nationalpark weiter fahren.
Aber nicht an den Fluss, sondern an ein Wasserloch hinter einem Windrad und dort auf dem Ansitz abwarten,
was kommt. Das würde er tun, wenn er gestresst ist. Genau gesagt TUT er das, wenn er total gestresst ist.

Auch wenn am Wasserloch gerade nichts los ist: Unbedingt da bleiben und warten. Wir sehen bestimmt etwas.


Kennt jemand dieses Wasserloch? Gibt es das noch? Bzw. wie sieht es 2018 im Mudumu in Bezug auf Wasserlöcher?
143 Beiträge · seit 200831. Mai 2018 · #8
Moin Melancholiker,

Im Mudumu gibt es zwei markante Beobachtungsplätze an “Wasserlöchern”. Das mit dem Windrad könnte auf Position S18 08 38.7 E23 29 52.3 liegen und ist bei T4A mit „Maziba Waterhole (Excellent Game Spotting)“ bezeichnet. Diese Stelle habe ich persönlich noch nicht besucht, weil…

...ich immer den anderen Beobachtungspunkt auf Position S18 07 02.9 E23 22 39.7 besuche, der bei T4A als „Hippo Pool“ bezeichnet wird. Dieser Platz eignet sich hervorragend zur Tierbeobachtung, als Mittagsrast oder …sehr empfehlenswert (!), als bester Platz zum Sonnenuntergang. Tiere sind dort häufiger in der Trockenzeit anzutreffen. Insofern ist im Juli die Chance sehr groß dort Tiere beobachten zu können.

Deine Frage nach der besten Beobachtungszeit im Mamili ist auch einfach zu beantworten: Du kannst den Mamili nur dann zur Beobachtung befahren, wenn die Wege befahrbar sind. In diesem Jahr waren die Wasserpegel erneut sehr hoch, insofern wirst Du gezwungen sein selber zu eruieren, welche Wege Du mit Deinem Fahrzeug wie weit befahren kannst. Ich persönlich werde erst wieder in drei Wochen im Mamili unterwegs sein. Auch ich werde dann erst mit meinen Gästen den Zustand der Wege neu „erfahren“ müssen.

Bootsfahrten sind immer wieder ein besonderes Erlebnis. Die Nkasa Lupala Lodge bietet Bootstouren an. Die Rückkehr der Nachmittagstour ist jedoch erst nach Sonnenuntergang, so daß die Buchung einer solcher Aktivität dort nur ratsam wäre, wenn auch eine Übernachtung dort gebucht ist.

Die höchste Wahrscheinlichkeit für Büffelsichtungen gibt es am Westeingang des Caprivistreifens, am Ostufer des Okavango gegenüber des Camp N´Gepi. S18 07 00.6 E21 40 45.0 Dort befinden sich Eingang und Büro zur „Buffalo Core Area“ des Bwabwaata Nationalparks. Weiter südlich kann man innerhalb des Parks entlang der Flutflächen des Okavango entlangfahren. Hier sieht man Büffel „en masse“ und noch viel mehr! Man darf das Fahrzeug verlassen und darf auch den Park nach Sonnenuntergang verlassen, wenn man die Sonne über dem Okavango glutrot versinken sehen möchte.

Ich wünsche Dir viel Spaß und unwiederbringliche Erlebnisse!

Herzliche Grüße aus Windhuk, Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
Themenstarter26 Beiträge · seit 201831. Mai 2018 · #9
Olli schrieb:

...

Deine Frage nach der besten Beobachtungszeit im Mamili ist auch einfach zu beantworten: Du kannst den Mamili nur dann zur Beobachtung befahren, wenn die Wege befahrbar sind. In diesem Jahr waren die Wasserpegel erneut sehr hoch, insofern wirst Du gezwungen sein selber zu eruieren, welche Wege Du mit Deinem Fahrzeug wie weit befahren kannst. Ich persönlich werde erst wieder in drei Wochen im Mamili unterwegs sein. Auch ich werde dann erst mit meinen Gästen den Zustand der Wege neu „erfahren“ müssen.

Bootsfahrten sind immer wieder ein besonderes Erlebnis. Die Nkasa Lupala Lodge bietet Bootstouren an. Die Rückkehr der Nachmittagstour ist jedoch erst nach Sonnenuntergang, so daß die Buchung einer solcher Aktivität dort nur ratsam wäre, wenn auch eine Übernachtung dort gebucht ist.....

Ich wünsche Dir viel Spaß und unwiederbringliche Erlebnisse!

Herzliche Grüße aus Windhuk, Olli
Hallo Olli,

Vielen herzlichen Dank!
Das nenne ich mal eine ausführliche und detailierte Antwort auf meine Fragen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wird das Rupara Restcamp von der Nkasa Lupala Lodge betreut bzw. die beiden liegen direkt nebeneinander, so das wir hoffen die Angebote der Lodge mitnutzen zu können.
Wie wichtig ist ein Navi? Reicht eine App auf dem Smartphone? Ich besitze auch ein Garmin etrex 30. Oder muss es ein Autonavi sein?

Have a nice day

Melancholiker
33,1k Beiträge · seit 200631. Mai 2018 · #10
Hi Melancholiker,
Wie wichtig ist ein Navi?
für Namibia generell absolut unwichtig (meine Meinung - es gibt aber viele Meinungen dazu; siehe die verschiedenen Threads zum Thema). Nkasa Rupara, Bwabwata und Mudumu kann es durchaus sinnvoll sein (Tracks4Africa.de kaufen). Es ist aber nicht lebensnotwendig, solange du eine ordentliche Karte dabei hast.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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Themenstarter26 Beiträge · seit 201812. Juli 2018 · #11
Moin,

hat jemand aktuelle Erfahrungen in einem oder beiden NPs gesammelt? War jemand kürzlich im Rupara RestCamp?
Themenstarter26 Beiträge · seit 201810. März 2019 · #12
Hallo zusammen,

wir waren in beiden NPs. Tiersichtungen waren eher mau. Alle mit denen wir gesprochen haben während unseres Aufenhaltes waren bezüglich Tiersichtung enttäuscht. Die Zeit lieber in den Chobe NP investieren.
33,1k Beiträge · seit 200610. März 2019 · #13
Hallo Melancholiker,

wann wart ihr in beiden? Aktuell gibt es im Nkasa Lupala so viel Wild wie selten zu dieser Jahreszeit. Aufgrund der Dürre sind die meisten Flächentiere wie Büffel, Zebra aber auch vor allem Elefanten schon wieder in die Flussgebiete gezogen. Stand: Letzte Woche.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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