mika1606Themenstarter663 Beiträge · seit 201630. Apr. 2018 · #1Guten Abend,
Hitradio Namibia berichte auf FB:
"
Die Eintrittsgebühren für staatliche Schutzgebiete in Namibia sollen erstmals seit Jahren angehoben werden. Laut Preisblättern die in den Sozialen Medien verbreitet werden sind die Anstiege zum Teil drastisch. Ausländer sollen demnach 250 Namibia Dollar am Tag, anstatt der bisherigen 80 Dollar, u. a. für den Etosha-Nationalpark zahlen."
--->
https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fhitradionamibia%2Fposts%2F1580066142121839&width=500Gruss
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
M@rie1'680 Beiträge · seit 200730. Apr. 2018 · #2lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
Randfontein568 Beiträge · seit 201401. Mai 2018 · #3mika1606 schrieb:Guten Abend,
Hitradio Namibia berichte auf FB:
"Die Eintrittsgebühren für staatliche Schutzgebiete in Namibia sollen erstmals seit Jahren angehoben werden. Laut Preisblättern die in den Sozialen Medien verbreitet werden sind die Anstiege zum Teil drastisch. Ausländer sollen demnach 250 Namibia Dollar am Tag, anstatt der bisherigen 80 Dollar, u. a. für den Etosha-Nationalpark zahlen."
---> https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fhitradionamibia%2Fposts%2F1580066142121839&width=500
Gruss
Gerhard
Und womit? Mit Recht!
Bin ja kein Freund von Preiserhöhungen an sich, aber wer in D klaglos 20 Euronen für einen Zoo abdrückt, sollte sich nicht beschweren, wenn das Paradies einen Aufpreis kostet.
Schöner wäre natürlich, wo wir an der Schwelle des "Arbeiterfeiertags" stehen, wenn es eine Relation zwischen (realer) Arbeit, deren Korrelation mit den Lebenshaltungskosten und einem fairen Verhältnis zwischen Kapital- und Arbeitseinkünften gäbe.
Ja, da gehören auch die Defiite der NWR-Mitarbeiter dazu, daher "real".
Aber das ist ein anderes Thema.
Ja, ich weiß, daß hier im Forum die Empörung groß ist, wenn uns Leuten aus "DACH" die Welt nicht billig zur Verfügung steht. Ich bin kein Kommunist, aber heute ist ein gutes Datum, darüber nachzudenken, was wir als "selbstverständlich" in Anspruch nehmen und welchen Wert es eigentlich hat.
Fröhliches Nachdenken und, da ja viel Wert ist, was viel kostet, noch mehr Freude an den Paradiesen!
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200601. Mai 2018 · #4Sollten die Preise wirklich derartig erhöht werden ohne das Service anzupassen ist für uns nach 40-mal Namibia Schluss mit lustig, dann geht es in den KTP oder Kruger NP.
MfG
A-Wolf
Im KTP zahlst du - wenn du nicht in Besitz der Wildcard bist - 331,-R/p.P/Tag.
Es ist ein Phänomen: im Europapark z.B. zahlt man 49,50 Euro p.P./Tag (744,- R) für zweifelhafte Bespaßung. Da wird nicht gemeckert... 😗 ... OK, ist jetzt ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Mir kommt es aber momentan nur auf den Preis an, deshalb der Vergleich!
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
Fotobuch Caprivi/Botswana 2024:
https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955
Fotobuch Kruger National Park 2025:
https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200601. Mai 2018 · #5Hi zusammen,.
hier wird, schon in der Thread-Überschrift, so einiges komplett und v.a. falsch durcheinandergeworfen.
NWR = Betreiber von Unterkünften; die haben und hatten nie etwas mit Permits, Eintrittsgebühren für Nationalparks oder irgendwas was über den Betrieb von Unterkünfte hinaus geht zu tun. Deshalb erhöht auch NWR keine Eintrittspreise. Sie nehmen keine Eintrittspreise (außer für das Resort in Groß Barmen). Wenn eine Toilette in Okaukuejo nicht geht oder der Game Drive auf dem Waterberg nicht angeboten wird, dann ist das NWR. Das wird sich auch nicht ändern, wenn das MET seine Priese erhöht 😉
MET = Umweltministerium; die erhöhen die Eintrittspreise und sind für Parkinfrastruktur (Straßen, Zäune, Wasserstelle etc), Wilderei, Naturschutz, Forschungsprojekte in den Parks etc zuständig.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201101. Mai 2018 · #6Na, in Südafrika zahle ich 331 ZAR pro Person im Krüger und im KTP und in Namibia im Etosha bei zwei Personen im Auto 300 N$ pro Person. Warum soll Namibia unbedingt so vie lgünstiger sein als Südafrika?
Der Zoo in Hannover, in unserer Nähe, kostet für einen Erwachsenen inzwischen 26,50 € und wenn da ein Gehege renoviert wird, kann man ohne Reduktion des Eintrittspreises ein ganzes Arreal nicht besuchen.
Nachdenkliche Grüße von einer weiter nach Namibia fahrnden
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
mika1606Themenstarter663 Beiträge · seit 201601. Mai 2018 · #7Guten Morgen Christian,
travelNAMIBIA schrieb:Hi zusammen,.
hier wird, schon in der Thread-Überschrift, so einiges komplett und v.a. falsch durcheinandergeworfen.
NWR = Betreiber von Unterkünften; die haben und hatten nie etwas mit Permits, Eintrittsgebühren für Nationalparks oder irgendwas was über den Betrieb von Unterkünfte hinaus geht zu tun. Deshalb erhöht auch NWR keine Eintrittspreise. Sie nehmen keine Eintrittspreise (außer für das Resort in Groß Barmen). Wenn eine Toilette in Okaukuejo nicht geht oder der Game Drive auf dem Waterberg nicht angeboten wird, dann ist das NWR. Das wird sich auch nicht ändern, wenn das MET seine Priese erhöht 😉
MET = Umweltministerium; die erhöhen die Eintrittspreise und sind für Parkinfrastruktur (Straßen, Zäune, Wasserstelle etc), Wilderei, Naturschutz, Forschungsprojekte in den Parks etc zuständig.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Danke für Deinen Hinweis! Ändert aber nichts an der Situation dass die Preise in einer nur schwer nachvollziehbaren Höhe angepasst werden!
Weder die MET als "staatlicher Eigentümer" der Parks noch NWR als von der MET beauftragter Dienstleister für die Unterkünfte erbringen überwiegend eine weit unterdurschnittliche Leistung bezogen auf die Entgelte die gefordert werden.
Bei unserem letztjährigen Aufenthalt in Namibia mussten wir sehr häufig an unsere vielen Aufhalte in den NP der USA denken. (Dieser Vergleich sei erlaubt)
Ausser Frage ist wohl dass die erbrachten Leistungen aber auch insbesondere die Freundlichkeit der Ranger ein extrem hohes & positives Niveau hat. Dort sind die Einzelpreis für den Eintritt auch hoch. Aber mit einem Jahrespass ist es dann okay.
Das ist wie überall in der Dienstleistungswirtschaft eine Frage welchen Anspruch das verantwortliche Management hat und dies dann auf die Mitarbeiter "überträgt". Nicht immer einfach aber durchaus machbar - wenn auch häufig ein langwieriger Prozess!!
Einfach nur die Preise erhöhen und sonst keinen Mehrwert für die Besucher schaffen führt häufig zu Frust und der Tourist ist wie scheues Wild. Und dabei braucht Namibia die Touristen als einen wichtigen Beitrag zur lokalen Wirtschaft.
Im östlichen Afrika sind die Eintrittsgebühren in die NP auch nicht billig aber dafür gibt es z. T. super Lodges! Und schliesslich ist ja NWR auch privat oder?
Gruss & einen sonnigen 1. Mai
Gerhard
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travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200601. Mai 2018 · #8Hi Gerhard,
Du reitest Dich immer weiter rein... 😉
der Parks noch NWR als von der MET beauftragter Dienstleister
Nein, MET und NWR haben rein gar nichts miteinander zu tun. MET is ein Ministerium, NWR ein Wirtschaftsunternehmen (das zufällig 100 % in Staatsbesitz ist.
Einfach nur die Preise erhöhen und sonst keinen Mehrwert für die Besucher schaffen
Auch das ist falsch. Es handelt sich um ein Umweltministerium. Das schafft erstmal keinen Mehrwert für Menschen, sondern wenn für die Natur. Der Auftrag des Ministeriums ist der Betrieb der Nationalparks/staatlichen Schutzgebiete zum Wohle der Tiere/Pflanzen/Umwelt. Der Besucher kommt in der Idee eines Nationalparks erst einmal per Gesetz gar nicht vor. Um den Auftrag zu erfüllen (eben Anti-Wilderer-Missionen, Wasserstellen etc pp) wird Geld benötigt, dass man durch Besucher einnimmt.
Abgesehen davon finde ich auch, dass das MET z.B. die "abgezäunten" Toiletten im Park mal weider renovieren dürfte. Aber deren primärer Auftrag ist auch das nicht.
Im östlichen Afrika sind die Eintrittsgebühren in die NP auch nicht billig aber dafür gibt es z. T. super Lodges!
wie gesagt, MET und NWR sind zwei paar Schuhe. Das MET hat schlichtweg nichts mit Unterkünften (außer den paar Campsites z.B. im Namib-Naukluft-Park) zu tun. Und da wo Unterkünfte in namibischen Nationalparks privatisiert wurden (z.B. Daan Viljoen) hast Du in der Tat auch "super Lodges".
Viele Grüße
Christian
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mika1606Themenstarter663 Beiträge · seit 201601. Mai 2018 · #9Guten Morgen Christian,
Vorweg möchte ich klarstellen dass ich einen hohen Respekt vor Deinem Fachwissen habe und natürlich Deine unermüdliche Hilfe hier im Forum sehr zu schätzen weiss.
Na, ob ich mich da weiter rein reite wollen wir mal sehen….. 😉
Offen gesagt lenkt unser Austausch ein wenig von dem eigentlichen Thema ab.
NP und/oder sonstige ausgewiesene Schutzgebiete gehören der Bevölkerung eines Landes vertreten durch welche staatliche Behörde auch immer. In Namibia ist es nun mal die MET als zuständiges Ministerium. Okay.
Damit NWR seinen Auftrag erfüllen kann bedarf es eines Vertrages mit dem „Eigentümer“ von Grund und Boden. Soweit stimmen wir doch sicherlich überein.
Beide Organisationen bieten letztlich eine Dienstleistung an und dafür benötigen sie beide Geld. Entweder über Steuern oder – wie hier durch die Eintrittsgelder für die NP etc. bzw. die Vermietung der Unterkünfte. Auch hier dürften wir beide noch auf einer Linie sein.
Und was würde dagegen sprechen den Betrieb und den Unterhalt der Unterkünfte zu privatisieren? Private Unterkünfte zeigen uns doch in Namibia dass das System scheinbar funktionieren kann. Auch das dort beschäftigte Personal ist sehr häufig eine besondere Extraklasse für sich: freundlich, hilfsbereit, aufmerksam usw. usw.
Nun zum eigentlichen Teil meiner Überlegungen & Einschätzungen.
Wenn mehr Geld gefordert wird (und damit habe ich ausdrücklich k e i n Problem) dann sollte auch klar der Anspruch gegeben sein dieses „Mehr“-Geld investiv in die Infrastruktur für eine zukunftsorientierte Entwicklung zu stecken.
Und genau da fängt mein Problem an. Ich habe erhebliche Zweifel dass das auch so geschieht! Und wenn ja dann nach Fertigstellung einfach „verwahrlost“. Diese Erscheinung gibt es aber nicht nur in Namibia um das auch gleich klar zu stellen.
Um dieses „Risiko“ zu minimieren (zu 100 % werden wir das nicht verhindern können) bedarf es öffentlicher Kontrolle und d. h. auch öffentlicher Kritik wenn das Preis-/Leistungsverhältnis nicht ausgewogen ist.
Und nur darum geht es mir. Das Preis-/Leistungsverhältnis muss passen. Dann kommen gut zahlende Gäste, es gibt ein wenig „Wohlstand“ und der Tourismusmarkt bleibt weiter ein wichtiger Baustein in der Namibischen Wirtschaft.
Nicht alles kann/sollte man damit erklären: Das ist halt Afrika.
Schöne Grüsse & nichts für ungut 😉
Gerhard
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travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200601. Mai 2018 · #10Hallo Gerhard,
Und was würde dagegen sprechen den Betrieb und den Unterhalt der Unterkünfte zu privatisieren?
nichts spricht dagegen, außer der politische Wille dies nicht zu tun (ob nun Air Namibia, NWR, Telecom...). NWR wäre ein profitables Unternehmen wenn sie allen Betrieb ausgliedern würden. Die könnte mit der Pacht Millionen machen und das ohne viel Aufwand. Wird aber so schnell leider (!) nicht passieren.
Ich habe erhebliche Zweifel dass das auch so geschieht! Und wenn ja dann nach Fertigstellung einfach „verwahrlost“.
ich verstehe immer Zweifel im Vorfeld nicht. Noch gibt es ja nicht einmal die Preiserhöhung. Man könnte aber auch anders argumentieren. Was erwartest Du als Reisender denn, dass mit dem Mehrgeld für Dich gemacht werden soll. Straßen asphaltiere wie im Krüger (einer der Gründe warum ich den KNP sowas von bescheuert finde - mal abgesehen davon, dass es dort mehr Touristen als Tiere gibt)? Toiletten wie in deutschen Innenstädten aus Alu die Stück 200.000 EUR kosten? Das Geld ist wie gesagt primär für den Naturschutz, staatliche Naturschutzfonds etc. dar. Nicht für eine touristische Infrastruktur (die sich für das MET ohnehin nur auf Straßen und Toiletten/Picnicsites beschränken würde).
Dabei ist zum Hintergrund zu sagen, dass das Geld aber - aufgrund der Strukturen hier - dem Finanzministerium zufließt und dieses es in Form eines Haushaltes an die Ministerien verteilt. Das Konzept der Sonderfonds ist davon unberührt.
Was bekommt man in Kenia oder Tansania für US$ 80 (oder wie viel auch immer) am Tag Eintritt: Nichts, nicht einmal irgendeine Form einer Straße oder gar die Idee einer Toilette, ähnlich sieht es in vielen anderen Staaten aus. In Südafrika ist das Konzept einfacher: Alles staatlich und v.a. alles ein "Unternehmen", nämlich der Naturschutz und der Betrieb von Unterkünften (mal abgesehen von den Restaurants im Krüger die outgesourced wurden).
Ich persönlich finde die Anhebung der Eintrittspreise, auch ohne irgendeine (touristische) Veränderung, absolut angemessen. Die bisherigen Gebühren, vor zig Jahren eingeführt waren (vor dem Hintergrund von Preissteigerungen in der Privatwirtschaft von 10% pro Jahr), einfach nicht mal den Verwaltungsaufwand wert. Und ich glaube nicht, dass auch nur ein ausländischer Tourist weniger nach Namibia kommt, weil der Eintritt für einige der schönsten/eindrucksvollsten/"besten" Schutzgebiete der Erde von 5 Euro auf 15 Euro erhöht werden soll.
Viele Grüße und einen schönen Rest-"Tag-der-Arbeit" wünscht
Christian
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giraffenmog649 Beiträge · seit 200701. Mai 2018 · #11Aus meiner Sicht ist Etosha eines der Wunder dieser Erde - in einer Gruppe mit dem Grand Canyon, der Wassefälle von Iguazu, der chinesischen Mauer, Uluru, ..... Ihr könnt die Liste sicher ergänzen. Alles, was unter 50€ Eintritt liegt, ist ein Schnäppchen!
Und wir sollten auch eines nicht vergessen: die Nachfrage bestimmt den Preis. Etosha ist mittlerweile so gut besucht, dass die Infrastruktur nicht nur an Ihrer Grenzen ist, sondern zeitweise schon kollabiert. Ein Camp ohne Wasser, macht sicher keinen Spass. Nun könnte man die Infrastruktur verbessern - aber erstens braucht man dazu Geld. Zweitens halte ich das für keine so gute Idee. Was bei verbesserten Strassen und grösseren Camps passiert, kann man im Krügerpark an den langen Wochenenden beobachten. Erst dieses WE wurden Gates schon vor 10 Uhr geschlossen, weil die Kapazität überschritten war.... Ich hoffe für Etosha, dass solche Zustände dort nie erreicht werden. Da nach meiner Schätzung die wenigsten Besucher Etoshas Namibianer sind, wird jetzt die Besucheranzahl per Eintrittspreis geregelt. Und sogar das noch in einem meiner Meinung nach moderatem Mass...
Mogambo566 Beiträge · seit 201301. Mai 2018 · #12Hallo,
also zunächst einmal, der hier mehrfach gegebene Hinweis, ein Zoo würde auch um die 20 Euro kosten, hinkt ein wenig. Mir ist niemand bekannt, der 14 Tage am Stück in den Zoo geht. Und wer das übers Jahr verteilt macht, hat eine - im Verhältnis gesehen - günstige Dauerkarte.
Sofern die Mehreinnahmen in die Park-Infrastruktur, besseres Management, Wildererschutz etc. fließen, ist das aus meiner Sicht schon ok, denn das kostet vermutlich auch in unseren europäischen Maßstäben Unmengen an Geld. Leise Zweifel bleiben aber natürlich, ob das der Fall sein wird.
Ein interessanter Gedanke wäre dabei: haben denn die bisherigen Preise in tatsächlicher Hinsicht die laufenden Kosten gedeckt?? Ist gegebenenfalls die jetzige Preiserhöhung nicht lediglich eine Erhöhung dahin, als dass nun die realistischen Preise erhoben werden, sprich die laufenden Kosten zumindest halbwegs gedeckt sind, ohne dass es großer externer Fördergelder bedarf? Man kann keinem Unternehmen (und das ist das Umweltministerium im eigentlichen Sinne ja auch) vorwerfen, das eigene Produkt kostendeckend anzubieten.
Taktisch cleverer hätte ich aber vielleicht eine abgestufte Erhöhung gehalten, also z.B. 150% zum 01.01.2019, weitere 150% zum 01.01.2020, sowie dann ggf. eine bereinigende Regelerhöhung jeweils 10-20 % pro Jahr, so wie es auch viele Veranstalter machen. Gerade für die SADC-Besucher erscheint mir die Erhöhung ziemlich fett und von 0 auf 100, denn zum SADC gehört ja nicht nur Südafrika, auch wenn Südafrikaner wohl die größte Besuchergruppe sein dürfte. Aber gut, wir werden es nicht ändern können, es ist eben jetzt bzw. in absehbarer Zeit so.
LG Mogambo 🙂
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200601. Mai 2018 · #13Hi Mogambo,
Taktisch cleverer hätte ich aber vielleicht eine abgestufte Erhöhung gehalten, also z.B. 150% zum 01.01.2019, weitere 150% zum 01.01.2020, sowie dann ggf. eine bereinigende Regelerhöhung jeweils 10-20 % pro Jahr,
sehe ich auch so. Kann es mir nur so erklären, dass man eben das ganze Prozedere nicht jedes Jahr durchlaufen will. Eine solche Preiserhöhung geht durchs Parlament, muss im Amtsblatt veröffentlicht werden etc. Das ist ein bürokratischer Aufwand ohne Gleichen. Vielleicht macht man es deshalb alle 10 Jahre oder so in einem Rutsch mit der Erhöhung?!
Leise Zweifel bleiben aber natürlich, ob das der Fall sein wird.
hinterfragt ja aber auch keiner so richtig bei den horrenden US-Dollar Eintrittspreisen in Nationalparks in Ostafrika etc (wo ich die Geldflüsse für, sagen wir mal, deutlich undurchsichtiger halte). Wäre also keine namibische-spezifische Frage.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
PAPallas833083 Beiträge · seit 201501. Mai 2018 · #14Mal kurz überlegen: die Eintrittspreise steigen, auf knapp unter 20CHF. Wir sind zu viert, macht also 80CHF. Ist mehr als ich geplant habe, ok. Aber dazu kommen etwas über 20 kCHF an restlichen Auslagen (Flüge, Unterkünfte, Mietauto, Essen und Ausgaben vor Ort noch nicht einmal gerechnet). Das ist doch kaum ein Budgetposten! Wer deswegen nicht mehr in die Parks kann, muss sich überlegen, ob er sich die Namibiareise überhaupt leisten kann...
Weiter: In anderen Posts wird überlegt, wie man helfen kann im "armen" Afrika, von Buntstiften, Kugelschreiber und Süssigkeiten ist dort die Rede. Ich finde, denen wird zum Leben das gleiche helfen wie mir: Geld! Und nun versucht also Namibia etwas mehr von unserem Geld zu bekommen. Meine Meinung: wenn das Geld in die richtigen Kanäle kommt (ich weiss nicht wie die Korruptionslage in Namibia ist, da habe ich mich noch nicht schlau gemacht), dann soll es mir recht sein, wenn ich etwas zum Gedeihen von Namibia beitragen kann.
Ich bezahle jedenfalls lieber CHF 20.- um in den Etosha zu gehen, als mein Auto in Zürich ein paar wenige Stunden abstellen zu können...
LOloserGast01. Mai 2018 · #15M. E. hätten für NPs Tarifmodelle mit einer Mehrtagespauschale ihre Meriten, z. B.:
Der Eintrittspreis berechtigt zu mehrtägigem Aufenthalt, z. B. 5 Tage, bleibt aber gleich, wenn man nur einen oder drei Tage bleibt.
Bei z. B. 60 € für 5 Tage kostet dann ein Tageseintritt:
Bei 1 Tag Aufenthalt: 60 €
Bei 2 Tagen Aufenthalt: 30 €
Bei 3 Tagen Aufenthalt: 20 €
Bei 4 Tagen Aufenthalt: 15 €
Bei 5 Tagen Aufenthalt: 12 €.
Oder man kann auch andere Perioden und Preise einsetzen.
….die Hetzer müssten blechen, die Genießer würden belohnt (und das gefällt mir daran) und die Parks würden m. E. trotzdem voll sein. Der Vorteil zum WC-Modell besteht darin, dass die WC für mehrwöchige Aufenthalte pro Jahr (was durchaus häufig ist) m. E. viel zu billig ist. Aber eine Diskussion darüber lohnt sich nicht, es wird nicht passieren.
Grüße
ESEstark43 Beiträge · seit 201801. Mai 2018 · #16Vor kurzem haben wir im Sossusvlei für 2 Personen plus Auto weniger als 15€ bezahlt. Ich glaube nicht, dass dieser Preis kostendeckend war, also vom Staat subventioniert wird. Wir waren von Südafrika ein deutlich höheres Preisniveau bei vergleichbarer " Freundlichkeit" gewohnt.
Zum Thema Freundlichkeit: Bitte keine Überheblichkeit. Trotz Bürgerbüros etc. wird man in Deutschland auf Behörden noch oft wie ein Bittsteller behandelt. Von Mitarbeitern, aus (auch meinen) Steuergeldern bezahlt werden. Also nicht ... ist halt Afrika ... sondern eher ... ist halt menschlich ...
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200601. Mai 2018 · #17Off Topic:
Dieses dämliche Gerede
Estark schrieb: Von Mitarbeitern, aus (auch meinen) Steuergeldern bezahlt werden.
nervt gewaltig! Auch Leute die bei Behörden beschäftigt sind machen ihre Arbeit und zahlen Steuern!
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
Fotobuch Caprivi/Botswana 2024:
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https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
mika1606Themenstarter663 Beiträge · seit 201601. Mai 2018 · #18Guten Abend in die Runde,
Vielen Dank für all Eure Beiträge.
Kurz vor dem heutigen Fussball-Abend 😎 nur noch mal eine Klarstellung:
Mir geht es in keinster Weise um die Erhöhung der Eintrittsgebühren. Man kann trefflich streiten ob das gleich in solchen Sprüngen passieren muss.
@ Christian, der von Dir skizizerte behördliche "Aufwand" könnte durchaus eine Staffelung beinhalten! 😉
Aber auch egal..
Meine Anmerkungen beziehen sich darauf - und nur darauf - dass auch an der Leistung etwas getan werden muss!
Und das heisst nicht die Strassen asphaltieren etc. sondern z.B. dafür Sorge tragen dass es warmes Duschwasser in den Zimmer gibt, das Badlampen auch eine Glasabdeckung haben, dass das Frühstück liebevoller angereicht wird, das das Dinner Fleisch anbietet und keine Schuhsohlen etc. Dies liese sich noch ein wenig verlängern.. 😎
Ach ja, logistisch dürfte es nicht wirklich eine Herausforderung sein sicherzustellen dass die Tankstellen ausreichend Benzin und Diesel vorrätig haben.
So, und nun wird Fussball geschaut.
Schöne Grüsse & Euch allen einen entspannten Abend
Gerhard
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travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200601. Mai 2018 · #19Hi Gerhard,
Und das heisst nicht die Strassen asphaltieren etc. sondern z.B. dafür Sorge tragen dass es warmes Duschwasser in den Zimmer gibt, das Badlampen auch eine Glasabdeckung haben, dass das Frühstück liebevoller angereicht wird, das das Dinner Fleisch anbietet und keine Schuhsohlen etc. Dies liese sich noch ein wenig verlängern.
leider scheinst du es nicht verstehen zu wollen. Unternehmen A (hier Ministerium) erhöht Preise, wieso sollte Unternehmen B (hier NWR) was ändern? Du kaufst Dir auch keinen Mercedes und verlangst dann, dass die Mitarbeiter bei der Shell-Tankstelle freundlicher werden müssen.
Wenn NWR nun seine Preise massiv erhöht, dann könntest Du Ansprüche an Verbesserungen bei Duschen etc stellen. Mal abgesehen davon, dass NWR natürlich unter aller Kanone ist... hat nur - ich wiederhole mich gerne 😉 - rein gar nichts mit dem Thema oder den Permit-Preisen zu tun.
Beste Grüße
Christian
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Botswanadreams1'737 Beiträge · seit 201001. Mai 2018 · #20So, und nun wird Fußball geschaut.
@mika1606 Schau Fußball und verbringe Deinen Urlaub da, wo Du "Dein" Preis/Leistungsverhältnis findest. Es ist ätzend, Deine Argumentation zu lesen. Niemand zwingt Dich nach Namibia zu reisen oder in andere Afrikanische Länder, die höhere Preise haben und noch weniger Annehmlichkeiten für den verwöhnten Europäer bieten.
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway