Welches Auto für Chobe und Moremi?

8 Antworten · 3'620 Aufrufe · gestartet 08. Apr. 2018 von kalauerblau
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Themenstarter10 Beiträge · seit 201708. Apr. 2018 · #1
Liebe Forumsmitglieder,
zu unserer für September 2019 geplanten Namibia-Botswana-Tour (s. Thema: 2019 Namibia und Botswana in 5 Wochen) eine kurze Frage: von Click&Travel - die die Tourorganisation übernehmen werden - wurde angeraten einen 3.0 Liter Wagen, wegen der Strecke Chobe NP - Moremo NP - Maun, zu nehmen, da für einen 2.4 Liter Double Cab die Strecke doch schwierig sei.

Macht das Sinn, ist das notwendig. Zwischen beiden Fahrzeugklassen liegt doch eine enorme Preisspanne?

Die Route macht - dank Forumsbeiträgen, Reiseberichten und der Zusammenarbeit mit C&T Fortschritte und ich hoffe sie demnächst hier vorstellen zu können. Sie hat aber bisher schon einige Veränderungen erfahren.

Danke
Friedrich
566 Beiträge · seit 201308. Apr. 2018 · #2
Hallo Friedrich,

ob das Sinn macht, hängt sicher von mehreren Faktoren ab, aus meiner Sicht ist das allerdings nicht wirklich zwingend notwendig. Die Angabe dahin, dass für einen 2.4 DC die Strecke Chobe-Savuti-Moremi-Maun zu schwierig sei, kann ich nicht bestätigen. MIt anderen Worten: ich hatte nie einen anderen 4x4. Sicherlich gibt es Streckenabschnitte, in denen ich mir etwas mehr gewünscht hätte, allerdings machte das die Strecke für einen 2.4 DC nie unpassierbar.

Der schwierigste Part dürfte die Anfahrt Kasane Richtung Savuti sein, da diese teils recht tiefsandig ist. Eine weitere "schwere Strecke" wäre die Sandridge Road von Savuti Richtung Khwai runter. Auch diese ist sehr tiefsandig. Allerdings dürfte im September die Marsh-Road problemlos passierbar sein, welche weniger sandig, sondern eher mit Schlaglöchern gespickt ist.

In Moremi hingegen brauchst Du auf weiten Strecken noch ichtmal den 4x4-Modus hinzuschalten, sondern benötigst diesen nur partiell für Teilstrecken. Auch dafür reicht der 2.4 DC alle male.

Was Du Dir dann eher überlegen solltest, ob Du nicht auf einen Landcruiser umschwenken solltest. Das wäre mir eher eine Überlegung wert. Aber lass noch welche übrig, brauche im Sept. 19 auch 2 Landcruiser für die gleiche Strecke 😛

LG Mogambo 🙂
17 Beiträge · seit 201708. Apr. 2018 · #3
Hallo Friedrich,

ich kann mich nur anschließen, einen 3.0 l Motor braucht man nicht zwingend.

Wir sind letztes Jahr (nach sehr starker Regenzeit) mit einem alten 2.4 l Motor die Strecke in entgegengesetzer Richtung gefahren.

Die Strecke ist wie bereits gesagt, an manchen Stellen nicht ganz einfach zu fahren, aber das schafft ihr schon.

Könnt es meiner Meinung nach auch guten Gewissens mit 2.4 l Motor machen!
2'610 Beiträge · seit 200708. Apr. 2018 · #4
Hallo,

ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen! Wir sind die Strecke wirklich oft gefahren und hatten immer nur einen 2.4 L.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
441 Beiträge · seit 201410. Apr. 2018 · #5
Unser LandCruiser hatte damals bei 3to Kampfgewicht auch nur 90 PS. Ging gut. Mit dem 2,4er PU sind wir es auch schon gefahren.
Danke und Gruß Matze
143 Beiträge · seit 200811. Apr. 2018 · #6
Lieber Friedrich!

Lasse Dich durch Deinen Vermittler nicht verunsichern! Bei Fahrten durch Weichsand ist nicht der Hubraum des Motors entscheidend! Vielmehr ist es der Fahrer, den den Vortrieb des Fahrzeuges über die Räder AUF den Sand zu bringen hat.

Dein Fahrzeug sollte eine hohe Bodenfreiheit haben, Allradantrieb besitzen, breite Reifen wären von Vorteil, mit einem Luftdruckprüfer ausgestattet sein, ...und Du solltest einen kleinen Kompressor dabei haben, mit dem Du den Luftdruck wieder erhöhen kannst.

Du solltest Dich vor Deiner Reise etwas schlau machen über den Reifenluftdruck bei verschiedenen Fahrbahnkonditionen. Der hängt von vielen Faktoren ab und kann nicht mit einem oder zwei Werten vor Reiseantritt festgelegt werden.

Ich hatte bei Herrn Zuckerberg im "Gesichtsbuch" einmal etwas zu diesem Thema veröffentlicht. Falls Du Dich dafür interessierst, so klicke auf den folgenden Link: https://www.facebook.com/BuschmannSafaris/posts/1586068341431369

Herzliche Grüße aus Windhuk, Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
349 Beiträge · seit 201313. Apr. 2018 · #7
Sehr geehrter Herr Friedrich,

das Fahrzeug sollte generell, ganzjährig 160 PS haben, um die Tiefsandpassagen so durchfahren zu können, um keine " verbrannte Erde" zu hinterlassen. Die neueren Motorenmodelle Ford 2,2 oder Toyota 2,4 verfügen über 160 PS. Die älteren Modelle oder 2,5 l Fahrzeuge eher nicht. Sehr empfehlenswert auch ein Automatik Fahrzeug um Verbrennen der Kupplung zu vermeiden. Je unerfahrener desto mehr Hubraum ist hilfreich.

Ein Problem hinterlassen viele, die mit untermotorisierten Fahrzeugen die Strecken befahren, sich häufig einbuddeln und dann wieder ausbuddeln und die Löcher nicht wieder zuschütten. Das führt auf der Sandridge Road von Moremi nach Savute und von Savute bis Kachikau dazu, dass man oftmals nicht schneller als 30 km/h fahren kann.

Savutinass.jpg


Sandridge Road kurz vor Savuti im Januar. Photo Chrigu. Das ist der nicht so schwierige Zeitraum! Wo sind hier die Löcher von den untermotorisierten?

Die Linyati-Bereich Straßen werden durch Anti-Wilderer Patrouillen des Botswanesischen Militärs ebenfalls arg zerrüttet.

Kaum einer der europäischen Gäste hat Allraderfahrung. Die ganzen Namibia-"Experten" die bei den letzten 5 km ins Sossusvlei lieber oder wohlweislich den Shuttle Service genutzt haben und Botswana für ähnlich wie Pirschfahrten im Etosha halten, stehen jetzt vor einer 220 km Strecke, die über ähnliche Tiefsandstrecken wie zum Sossuvlei verfügt.

Viel wichtiger ist im Zeitraum Mitte Juni bis Ende September einen Schnorchel am Fahrzeug zu haben, damit man seine gebuchten Plätze erreicht. Dieser Zeitraum ist der am schwierigsten im Moremi-Savuti-Bereich zu befahrene.
http://www.bwana.de/botswana/botswana-info/moremi/moremi-wasserstaende.html

Mit sonnigen Grüßen von Tour aus Bayern
Carsten Möhle
http://www.bwana.de http://www.facebook.com/Namibia.Reisen http://www.paulgraetz.de
5'479 Beiträge · seit 200913. Apr. 2018 · #8
Der normale Landcruiser, den man bei allen Vermietern bekommt und auch Basis der meisten Bushcamper ist, hat auf jeden Fall weniger als 160PS und ist meiner Ansicht nach der beste Wagen für Tiefsand, solange es nicht durch hohe Dünen, wie in der Namib geht. Dort würde ich die 160PS-Regel auch unterschreiben.

Automatik macht das Fahren im Tiefsand auf jeden Fall deutlich einfacher und schont den Wagen. Schade, dass nur so wenig Automatikfahrzeuge bei den Vermietern zur Verfügung stehen. Dabei müsste es doch auch im Sinne der Vermieter sein.
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Gast13. Apr. 2018 · #9
Hallo kalauerblau, mit den starken Maschinen kann man bei falschem Einsetzen der ganzen Kraft am Weg zum Mittelpunkt der Erde durchaus ein paar Zehntelsekunden gewinnen, auf alle Fälle auch viele Löcher im Untergrund produzieren. Denn immer wird als Pro-Argument für die starken Autos geschrieben, dass diese den Einsatz der Untersetzung oder sogar des Allrad „ersparen“ 🙁 .
Allerdings, heißt es auch (zu)treffend „Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch mehr Hubraum“…………man muss bloß wissen was man damit anfängt……und das ist wohl auch eine Frage von Erfahrung und Übung…und ob man sich das leisten will.
Grüße