DoriThemenstarter149 Beiträge · seit 201721. März 2018 · #1
Hallo zusammen,
ich weiß nicht, ob ich hier unter "Diverses" richtig bin. Bisher konnte ich im Forum so direkt nichts zu "Tipps & Tricks" zum Fotografieren finden, deshalb einmal hier als neuer Threat.
Viele von Euch schreiben super tolle Reiseberichte und stellen immer wieder wahnsinnig tolle Bilder ins Forum. Leider wird nur sehr wenig über die to do´s, bzw. "wie mache ich was" preisgegeben und/oder welche Ausrückstung verwendet wurde.
Ich selber nutze eine Canon EOS 80D Kamera und dazu beispielsweise ein Sigma 150-600 und eine Sony A6000 mit beispielsweise einem Samyang 14mm AF für Landschaftsaufnahmen. Wenn ich meine Bilder in RAW, oder auch JPG mit denen hier im Forum vergleiche, finde ich meine Bilder bei weitem nicht so gut, wie die von Euch. Ich fotografiere nicht erst seit gestern und mache schon recht viel mit den Kameras, bediene fast immer alles manuell, bis auf den Fokus und komme trotzdem nicht zu solchen Ergebnissen. Bei Landschaftsaufnahmen ist ja eher die Perspektive entscheidend, aber bei den Detailaufnahmen kann ich nur staunen!
Wie macht Ihr das? Wie bekommt ihr gerade bei Vögeln, oder Echsen so gestochen scharfe Aufnahmen hin? Und wie weit seid Ihr bei den Aufnahmen überhaupt von den Tieren entfernt? 😕
Ich würde mich freuen, wenn wir uns hier mal etwas über unsere Erfahrungen austauschen könnten.
Vielen Dank für Euchre Hilfe Olli
wolfen27151 Beiträge · seit 201221. März 2018 · #2
Hallo Olli,
ein Beispielbild mit Exif-Daten wäre erst mal hilfreich, dann kann man besser beurteilen/helfen. Das Sigma hab ich auch. Knackscharf.
Gruss Wolfgang
DoriThemenstarter149 Beiträge · seit 201721. März 2018 · #3
Diese Bild habe ich heute beispielweise gemacht.
600mm ISO 320 F 6,3 1/800 Sek Belichuntgszeit
Fokussiert habe ich genau auf den Piepmatz.
DoriThemenstarter149 Beiträge · seit 201721. März 2018 · #4
Hier siehts jetzt gar nicht soooo schlecht aus. 😮 Aber wenn ich ins Detail gehe, also vergrößere, finde ich es absolut nicht scharf
@Wolfgang, Ich habe auch das Sigma 150-600 und bin damit auch sehr zufrieden.
@Olli Ich finde die Kombination Canon 80D und das Sigma gut. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist das Objektiv nicht optimal, aber dafür verträgt die Canon 80D ziemlich hohe ISO.
Die RAW muss man natürlich bearbeiten um das Beste aus dem Foto herauszuholen. Wenn die Tiere ziemlich weit weg sind, kannst du natürlich auch Probleme mit dem Staub der in der Luft ist haben. Das gleiche Problem gibt es bei großer Hitze. Du fotografierst dann halt auch den Staub und das flimmern der Wärme.
Bessere Fotos gibt es natürlich auch mit einem Stativ. Ich brauch eigentlich selten eins, aber meistens probiere ich mich irgendwo abzustützen und ich habe auch eine relativ ruhige Hand.
V. G. Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls
2017, Uganda und Ruanda
2017, Kapstadt und Namibia
2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
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DoriThemenstarter149 Beiträge · seit 201721. März 2018 · #7
Hi Carmen,
bei dem Bild habe ich mich auch einen Pfosten abgestützt. Der Vogel war vermutlich so um 15m entfernt würde ich mal tippen. Bei der aufnahme hatte ich die ISO auf Automatik stehen, damit es beim Einstellen schneller geht.
DoriThemenstarter149 Beiträge · seit 201721. März 2018 · #8
Hier noch ein Beispiel. Wenn ich mir die Federn ansehe, finde ich es nicht wirklich scharf....
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201621. März 2018 · #9
Hallo Olli! Wenn ich wirklich knackscharfe Fotos haben möchte (meistens) schalte ich auf Zeitautomatik und wähle eine um 2 Stufen kleinere Blende. Die Zeitautomatik mit 400 ASA erledigt dann den Rest. Fotografiere mit EOS 50D, Canon Telezoom EF-S 70-200 und EF 15-85.
WEWernfried131 Beiträge · seit 201721. März 2018 · #10
Kannst du deine Bilder bitte mit EXIF Daten hochladen. Dann würden wir die Belichtungsdaten sehen. In den Exif steht sogar die Entfernung zum fokussierten Objekt - zumindest bei meiner EOS 7DMkII.
Hat das Objektiv einen Bildstabilisator? Verwendest du ein Stativ? Welche Qualität stellst du beim JPEG ein?
piscator1'483 Beiträge · seit 200921. März 2018 · #11
Guten Tag Dori, Beim Kiebitz ist klar der Schärfentiefenbereich erkennbar,innerhalb dessen es aber auch nicht scharf ist. Als Nichtprofi würde ich zum Fotohändler meines Vertrauens gehen und die Justierung des Objektivs prüfen lassen.
Gruß Piscator
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201121. März 2018 · #12
Hallo Olli,
vielleicht darf ich mich hier anhängen - weil es vielleicht auch ein Grund für die "Fotoqualität" ist: Ich habe festgestellt, dass meine Fotos auf dem Computer wesentlich schärfer sind, als sie dann hier in meinen Reiseberichten erscheinen.
Deine Fotos, Olli, haben eine Bildgröße von 1000x1500 Pixel, die Bildauflösung 72 Pixel/ Zoll. Das Mega-Bild vom "Roller beim Frühstück" von Uwe kürzlich hatte 1024x683 Pixel, Bildauflösung 240 Pixel / Zoll.
Kann darin schon eine "Fehlerquelle" liegen bzw. wie beeinflussen Bildgröße/ Bildauflösung die Qualität? Die Forensoftware rechnet das Bild doch von x-MB auf x-KB herunter.
(Bitte um Nachsicht bei meinen Fragen - ich verzweifle aber auch nicht bei "Mist"! ) 🙂
Viele Grüße Strelitzie
DoriThemenstarter149 Beiträge · seit 201721. März 2018 · #13
Wernfried schrieb:Kannst du deine Bilder bitte mit EXIF Daten hochladen. Dann würden wir die Belichtungsdaten sehen. In den Exif steht sogar die Entfernung zum fokussierten Objekt - zumindest bei meiner EOS 7DMkII.
Hat das Objektiv einen Bildstabilisator? Verwendest du ein Stativ? Welche Qualität stellst du beim JPEG ein?
Hallo Wernfried,
hier einmal die EXIF, die mir über LR angezeigt werden.
Das Objektiv hat einen Stabi, gemacht wurde es ohne Stativ, sondern lediglich auf einem Pfeiler abgestützt.
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201621. März 2018 · #14
Wenn Bilder kleingerechnet werden, gehen Informationen verloren und das Bild wird unschärfer.
Die 80 D ist ohne Fehl und Tadel und auch vom Sigma 150-600 hört man viel Gutes. Da sollten bessere Bilder zustande kommen.
Bei 600 mm Brennweite ist es nicht leicht, das Objektiv absolut ruhig und den Fokus auf einem so kleinen Vogel zu halten. Beim Auslösen und Spiegelhochklappen treten auch Erschütterungen auf. Stativ und Fernauslöser plus Spiegelvorauslösung wären ideal, bei Tieren natürlich unrealistisch. Ich würde es mit einem Einbeinstativ versuchen plus Fernauslöser. Was auch helfen kann ist die Kamera auf "Dauerfeuer" zu stellen. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein oder mehrere Bilder schaf sind, ist höher als bei Einzelauslösungen und man hält die Kamera letztlich auch ruhiger.
Zumindest um zu testen, ob die Unschärfe an äußeren Umständen liegt oder ob das Objektiv fehlerhaft is bzw. zum Service muß, würde ich es auf ein Stativ schnallen (alternativ irgendwo drauf legen), Spiegelvorauslösung einstellen und einen Fernauslöser oder Selbstauslöser nutzen. Dann ein geeignetes Testobjekt fokussieren und schauen, ob es scharf abgebildet ist.
Yanjep
DoriThemenstarter149 Beiträge · seit 201721. März 2018 · #15
So, ich habe jetzt noch eine AF-Feinabstimmung vorgenommen. Da war tatsächlich etwas nicht 100% passend. Beim rumspielen waren gerade die Aufnahmen über den Live-View schärer, als über nen normalen AF. Ich hoffe, dass am WE das Wetter mitspielt, dann werde ich noch einmal mit Stativ, Spiegelvorauslösung und so weiter auf die Jagd gehen und testen und hoffe, dass ich dann bessere Ergebnisse bekomme. Vielen Dank erstmal für Eure Hilfe, hat mir auf jeden Fall schon mal geholfen.
ich gehe bei den langen Brennweiten und bewegten Motiven (Vögeln!) trotz Auflegen und leistungsfähiger Stabilisatoren meist nicht unter die Freihandgrenze "Kehrwert der Brennweite". Beachte, dass Du ja infolge des APS-C Sensors (Crop Faktor 1,6) bei 600mm schon eine Brennweite von 960mm hast. Wenn du also nicht unter 1/1000 s gehst, hilft dies enorm Deine Bewegungen und (ganz generell) Motivbewegungen einzufrieren. Ich wähle meist die Blende vor und passe dann die ISO so an, dass ich die gewünschte Belichtungszeit erreiche. So habe ich den Schärfentiefebereich unter Kontrolle sowie das Bildrauschen.
Probier mal ein größeres Tier das näher ist zu fotografieren. Zum Bespiel eine Kuh oder ein Pferd. Einen kleinen Vogel mit 15 m Abstand ist ja wirklich nicht so leicht zu fotografieren. Bei 600 ist das Objektiv total ausgefahren und es ist schwierig bei so einem kleinen Tier den Fokus genau richtig zu haben. Da brauchst du dich nur ein bisschen zu bewegen und dann ist das Gras und nicht der Vogel scharf.
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls
2017, Uganda und Ruanda
2017, Kapstadt und Namibia
2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
Ich wähle meist die Blende vor und passe dann die ISO so an, dass ich die gewünschte Belichtungszeit erreiche. So habe ich den Schärfentiefebereich unter Kontrolle sowie das Bildrauschen.
Mach ich auch so.
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YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201621. März 2018 · #19
Zur Anmerkung, der Sinn von Einbein und Fernauslöser erschließe sich nicht:
Ein Einbein, unter die Stativschelle montiert hilft, die Kamera zu balancieren und möglichst ruhig zu halten und ein Fernauslöser verhindert einen Wackler durch den Druck auf den Auslöser. Bei den Brennweiten ist alles gut das hilft, die Fuhre ruhig zu halten und Erschütterungen zu vermeiden. Eine möglichst kurze Belichtungszeit ist leider nicht immer zu realisieren, da das Objektiv nicht besonders lichtstark ist und die ISO dann in Bereiche kommt, wo es ziemlich rauscht.
Yanjep
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201221. März 2018 · #20
Hallo DORI, von meiner Seite käme noch folgender Beitrag zur Problemlösung: Ich denke, für 600 mm Brennweite - bezogen auf auf die 80D müsste man den Wert noch mit Faktor 1,5 multiplizieren (Crop Faktor) - also 800 mm !! Brennweite, ist 1/800 Sek. sicher zu knapp. Zumal wenn Du quasi aus der Hand fotografierst. Ich könnte mir vorstellen, dass Deine Resultate deutlich besser werden, wenn Du die Belichtungszeit mindestens halbierst (also z.B. 1/1600 für den vollen Zoombereich). Die Sache mit der Spiegelvorauslösung ist zwar in der Theorie richtig, aber für Tieraufnahmen wirst Du vermutlich mit Serienbildauslösung arbeiten - und was hilft es dann?
Sollte tatsächlich eine Defocusierung an Deinem Objektiv vorliegen, SIGMA bietet ein USB UD-01 Dock (vielleicht mal googeln), damit kannst Du zuhause die Focusierung prüfen/exakt einstellen. So ein Ding kostet um die 50 Euronen nach meiner Erinnerung.
Inwieweit Deine Vorbilder eine Tele-Festbrennweite verwendet haben, weiß ich nicht, vielleicht erfährst Du es noch? Jedenfalls damit könnte sich das von Dir verwendete Objektiv, im Hinblick auf Abbildungsschärfe wohl eher nicht messen, bei allem Respekt. Und denke auch immer daran: ein Telezoom auf max. Brennweite aufzudrehen kostet immer Schärfe und Kontrast. Aber mein Eindruck ist: DIe Ursache für Deine Unzufriedenheit lag in erster Linie an einem leichten Verwackler.