SPUSI meint wir sollten Campen und hat geplant

61 Antworten · 16,3k Aufrufe · gestartet 14. März 2018 von Ernst54
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Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201614. März 2018 · #1
Liebe Fomis!
Nachdem ich mit meiner Spusi schon 2x in Namibia als Lodgehopper unterwegs war, kommt meine SPUSI nun auf die glorreiche Idee, man könnte doch einmal mit Dachzelt als Camper das Land erkunden. 😕
Wir beide sind, was das Campen betrifft, absolute Neulinge. Trotz intensiver Suche im Forum hatte ich nichts gefunden, was absolute Neulinge das erste Mal beachten sollten. (An die Alteingesessenen, ich möchte nicht nerven, ich habe wirklich keine Ahnung !!!)
Wie ist der Alltag (Frühstück z.B.), was findet man im Normalfall an den Campsites vor, usw.
Wir wollen Anfang Jänner 2019 in den Norden Namibias starten. Das ist FIX.
Über sachliche, nicht zynische, Antworten würde ich mich sehr freuen.
LG 🙂
Ernst
EDIT: Ich weis,die Frage ist seeeehr allgemein gehalte, aber was muss man mehr tun, gegenüber Lodgehopping?
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2018
7'272 Beiträge · seit 200614. März 2018 · #2
Hallo Ernst

Wir sind letzte Woche über das Buch Camping in Namibia gestolpert. Ich war selten von einem Buch auf Anhieb so begeistert. Es zeigt genau auf, was das wesentliche für eine Camping Tour ist. Sei es die Wahl des Fahrzeugs, der Aufbau eines Dachzelts, Übernachtungsmöglichkeiten, Camping-Tipps etc. Natürlich sind auch Dinge dabei die Du weniger brauchst weil Du z.B. die Straßenverhältnisse und Verkehrsregeln vor Ort schon erlebt hast. Trotzdem ist es eine gute Erinnerung.

Ich denke für Deine Fragen ist es genau die richtige Einführung. Ansonsten frag einfach.

Herzliche Grüsse
Chrigu

Übrigens: Campen ist genial. Du kommst auch an Orte wo es keine Lodge gibt. Viele Leute erzählen mir, wie Sie es bei der Lodge xy genossen haben, dass Sie einfach mal Alleine und in Ruhe draussen am Feuer sitzen konnten. Als Camper kannst Du das fast jeden Abend erleben.
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201614. März 2018 · #3
DANKE Chrigu!
SPUSI (und auch ich) sagen DANKE 🤩
Ich bin mir bewusst, die Frage erscheint auf den ersten Blick Saublöd, aber , wenn man wirklich keine Ahnung bzgl. Camping hat, erscheint die Frage in einem anderen Licht. SPUSI hat soeben den Link zum Buch gefunden (wir arbeiten auf 2 Laptops zu Hause) und SPUSI wird diese sicher bestellen (Ich werde es bestelllen, ich bin angemeldet)

LG 🙂
Ernst
1'014 Beiträge · seit 201614. März 2018 · #4
Campen ist in Namibia teilweise sehr komfortabel mit eigenem Abulution-häuschen (Klo + Abschwaschgelegenheit), manchmal halt Gemeinschaftsabulutions mit Eimerdusche und Streichhölzern / Kerzen. Außerhalb des Etoha-Nationalparks sind die Campgrounds meist eher klein mit wenigen aber recht großen Stellplätzen . Was jede einzelne Campsite bietet, müßtest Du im Internet recherchieren. Grundsätzlich gilt: Kochen und Grillen (braiien) finden draußen statt und Du mußte aufpassen, daß Dir die Affen beim Vorbereiten der Mahlzeiten nicht die Vorräte klauen. Abends sitzt man draußen vor dem Camper, je nach Jahreszeit dick angezogen, am Feuer. Wenn Du nachts oder morgens ein dringendes Bedürfnis hast, ist das Klo nicht ein Zimmer weiter sondern Du mußt raus....

Auf jedem Campground gibt es eigentlich immer ein Waschhaus mit Klos und Duschen und eine Möglichkeit zum Abwaschen. Manchmal privat, manchmal geteilt für alle.

Das Essen bereitet man sich selber zu, wenn man nicht in der meist angeschlossenen Lodge essen geht. Ach ja, Gaffa-tape, eine Affenzwille um die Vorräte zu verteidigen, Klopapier, eine vernünftige Taschenlampe, Feuerholz, eine brauchbare (Engel)kühltruhe, eine zweite Batterie zum Betrieb der Kühltruhe und Spaß an der Sache könen nichts schaden.
zuletzt bearbeitet 14. März 2018
2'497 Beiträge · seit 201114. März 2018 · #5
Hallo Ernst,

im Ernst 🤩 , vor ein paar Jahren hätte mein Mann wer weiss was drum gegeben, wenn sein Spusi hätte campen wollen. Nach dem ersten Versuch muss er nicht mehr betteln, es ist toll.

Wenn Ihr Euch ein wenig Luxus leisten wollt, ist der Bushcamper (z.B. Savanna) toll, in 2 Minuten auf- und wieder abgebaut und absolut geländetauglich. Wir hatten ihn nun 2x, 3.x ist gebucht, drin sind Tisch, Stühle, Gaskocher, Geschirr, Besteck... Grillrost, großer Cooler mit Zweitbatterie, Schlafsäcke, Decken, Kissen...

Wir kaufen immer noch eine große Spülschüssel und ein Brett hinzu und bringen ein Messer und zusätzliche Abtrockentücher von zu Hause mit. Zum Frühstück Brot (Graubrot aus Windhoek reichlich bevorratet, auch Schwarzbrot), Käse, Leberwurst (huch, deutsch?), Marmelade...tagsüber Kekse, Biltong, Reste vom Vorabend...abends Feuer gemacht und schönes Fleisch auf den Grill, dazu eine Kartoffel in Alufolie, ein Salat...alles ganz unkompliziert.

Sitzen tut man eh draußen zu der Jahreszeit und zum schlafen ist es in der Koje schön kuschelig. Macht einfach, das ist viel toller und unkoplizierter als ich mir vorher jemals vorstellen konnte.

Ach, mal gibt´s Strom zum Aufladen der diversen Akkus, mal nicht. Stirnlampe nicht vergessen, damit man beim werkeln die Hände frei hat. Im Bushcamper gibt es ein Solarpaneel, da wird der Cooler auch gekühlt, wenn man steht und man kann auch im Auto mal was aufladen, beim Fahren sowieso. Auf allen Plätzen gibt es eine Feuerstelle, wo man sein Holz auftürmen und anzünden kann, Holz gab´s bei uns meist auf den Plätzen zu kaufen. Wenn man Glut hat, Klapprost mit dem Fleisch drin auf 3-4 Steine, warten, umdrehen, warten, essen, hmm.

So, das war jetzt wildes Brainstorming im Erkältungswahn, hoffentlich hört man trotzdem raus, das Camping in Namibia echt Spass macht.

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 14. März 2018
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201614. März 2018 · #6
Hallo Karin!
Ein einfacher DRÜCK auf den DANKE Button wäre zu wenig. Endlich eine vernünftige Antwort, für die ich (und SPUSI) wirklich DANKE sagen möchten. Wir beide waren anfangs sehr skeptisch bzgl. campen, aber in den wirklich schönen Gegenden sind nun einmal keine Lodges und wenn, dann sauteuer. Danke nochmals für deine fundierte und sachliche Antwort.
LG 🙂
Ernst
1'166 Beiträge · seit 201714. März 2018 · #7
Hallo Ernst,

da wir vor unserer Reise letzten Oktober in der gleichen Lage waren, krame ich mal ein paar Learnings zusammen. Wir haben auch vorher noch nie gecampt und mussten uns alles Wissen zusammensuchen. Du kannst auch in meinem Reisebericht schauen, den ich grade schreibe. Da sind immer Tips vom Anfänger, für den Anfänger zu finden. (siehe Link in der Signatur)

1.) Vermutlich habt ihr die eh dabei, weil ihr ja schon erfahrene Namivia-Reisende seit, aber LEBENSNOTWENDIG ist die Stirnlampe. Ohne die ging bei uns nix. 😉

2.) Generell musst du bedenken, dass du deine Etappen natürlich etwas kürzer planst als gewohnt. Die Lodge bietet dir halt neben Luxus auch mehr Zeit, da du halt nicht selber kochst, oder nach dem Essen noch Abspülen musst etc.

3.) Frühstück kommt halt komplett drauf an. Von opulent bis spartanisch ist alles drin. Wir haben beides gehabt. Für uns hat es wie folgt funktioniert. Kurze Etappe und etwas mehr Zeit, dann kommt auch Marmelade etc. auf den Tisch und wir setzen uns gemütlich hin. Dennoch das benutzte Geschirr knapp halten, dann muss man weniger spülen. Lange Etappe oder Safari-Tag = nur ein Kaffee aufgekocht und Kleinigkeiten für Unterwegs eingepackt. Frühstück gab es dann am ersten Wasserloch.

4.) Jetzt möchte ich nicht despektierlich sein, aber da du deinem Profilbild nach auf Lebenserfahrung zurückblicken kannst, könnte dies ein Faktor für die Art der Camperwahl sein. Da können andere noch mehr zu sagen, aber soweit ich das sehe ist ein Bushcamper bei dem man nur das Dach hochklappt vom Handling her einfacher was Auf- und Abbau angeht und auch bzgl. der kürzeren Leiter Richtung Koje.

Wir hatten das klassische Dachzelt und da bin ich schon ganz schön rumgeturnt, inkl. auf dem Reifen stehen etc.

5.) Feuerholz konnten wir eigentlich bei jeder Campsite kaufen, wir haben aber immer einen Bund Reserve mitgeführt. Haben wir auch die Reserve verfeuert Abends, dann habe ich bei Abreise einen neuen Bund Reserve mitgenommen.


Das erstmal als ein paar Ideen zu späterer Stunde. 🙂
Bei Fragen fragen, wir können das noch gut nachvollziehen.


Gruß,
Robin

PS. 6.) gönnt euch regelmäßig eine Lodge/Gästehaus um mal selber zu waschen und einfach mal ne kurze Pause zu haben und sich umsorgen zu lassen. Ist dann auch mal nett und ihr freut euch noch mehr wenn es wieder campen geht.
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201614. März 2018 · #8
Nochmals @chrigu.
Das Alleine Sein auf einer Lodge haben wir diese Jahr anfangs Jänner auf der Kalahari Game Lodge gehabt. Nach dem Dinner waren meine Spusi und ich (nachdem die Mitarbeiter nach Hause gingen) mutterseelen alleine auf der Lodge. Wir waren die einzigen Gäste, Vollmondnacht und 20 Meter (bewaffnet mit einer guten Flasche Rotwein) vom Wasserloch entfernt. Ich glaube, für Kenner muss ich nicht mehr erzählen.
LG 🙂
Ernst
7'272 Beiträge · seit 200614. März 2018 · #9
Hallo Ernst

Plant Euch irgendwo eine einsame Campsite ein. Z.B. bei Mirabib, in der Palmwag Konzession oder in der Naye-Naye Region.
In den Flusstälern (z.B. Huab, Ugab, Honib, ...) gibt es durchaus auch die Möglichkeit wild zu campen.

IMG_2494-2.jpg

Camping in der Palmwag Konzession

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201614. März 2018 · #10
@blende 18.2
DANKE auch dieses mal zu drücken, wäre auch zu einfach.
Auf meinem Profilbild wirke ich (lt. SPUSI) älter als ich wirklich bin. (Schau ich wirklich so Alt aus ???)
Danke für die Tipps, werde sie in unsere Planung mit einbeziehen.
LG 🙂
Ernst
EDIT: Mein Profilbild zeigt mich nach 2 Wochen Namibia, in denen ich mich dem täglichem Ritual des "Rasierens" gänzlich entsagt habe. Im Alltagstrott sehe ich doch etwas mehr "businesslike" aus.
zuletzt bearbeitet 14. März 2018
7'296 Beiträge · seit 200614. März 2018 · #11
Blende18.2 schrieb:
PS. 6.) gönnt euch regelmäßig eine Lodge/Gästehaus um mal selber zu waschen und einfach mal ne kurze Pause zu haben und sich umsorgen zu lassen. Ist dann auch mal nett und ihr freut euch noch mehr wenn es wieder campen geht.

... was das Waschen angeht, hatten wir 'ne Weithalstonne aufs Dach gebunden, Wasser und Klamotten dazu und bisschen Seife, Duschgel oder Rei und die schmutzigen Klamotten dann tagsüber spazierengefahren. Bei der nächsten Duschgelegenheit einfach nur noch beim Duschen die Seife aus den Klamotten gespült und fertig. Riecht wieder wie neu und wird ausreichend sauber. Wäscheleine (und Klammern) ist anschließend hilfreich ... 😉

Foto ist ein schlecht eingescanntes Papierbild, aber man kann erkennen, was gemeint ist ...

landy2.jpg


Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'166 Beiträge · seit 201714. März 2018 · #12
Ernst54 schrieb:
Auf meinem Profilbild wirke ich (lt. SPUSI) älter als ich wirklich bin. (Schau ich wirklich so Alt aus ???)

EDIT: Mein Profilbild zeigt mich nach 2 Wochen Namibia, in denen ich mich dem täglichem Ritual des "Rasierens" gänzlich entsagt habe. Im Alltagstrott sehe ich doch etwas mehr "businesslike" aus.
😄 Natürlich nicht, die 2 Wochen afrikanische Auswilderung tuen da ihr Übriges. Da ich praktisch ohne Bartwuchs auskomme, sieht das bei mir nie so dramatisch aus. 😉

Ich hab mir dein Bild im Profil noch mal in größer angeschaut und da erkennt man die Jugend.


@ Wäschwaschen
Zu dem Supertipp von Wolfgang... wie konnte ich das vergessen. Wir hatten auch einen einfachen Eimer mit Deckel zu dem Zweck dabei und genutzt. Hat super geklappt.

Ergänzend dazu die Variante direkt mit T-Shirt zu duschen. Shirt wird halbwegs sauber und es kühlt auch direkt schön während es trocknet. 😎


Gruß,
Robin

PS. Habe erst in deinem Profil gesehen, dass du aus Dalaas im Vorarlberg kommst. Da habe ich meine Kindheit im Winter immer verbracht. Gute 10 Jahre lang waren wir jedes Jahr in Klösterle am Sonnenkopf Skifahren. Meine Eltern fahren nach über 15 Jahren Sonntag zum ersten mal wieder zur selben Gastfamilie wie früher. 🙂
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
4'382 Beiträge · seit 201515. März 2018 · #13
Hallo und guten Abend, Ernschtle,
auf was Du noch achten solltest, wenn Du einen Bushcamper mietest, steht auf Seite 1-2 unseres aktuellen RBs...
Laßt Euch einen Potjie mitgeben (siehe Beitrag hier über Rezepte mit Potjie), kauft in Windhoek Fertigbrotbackmischung Roggenbrot oder selfraising flour- schmeckt köstlich, auch Eulenmuckels (siehe deren RBs) Pizza läßt sich damit zubereiten...
Campen ist für das südl. Afrika wirklich optimal, wenn man mir das vor 15 Jahren erzählt hätte, wäre meine nächste Geste ein Griff zur Stirn gewesen. Da mußte ich erst Ü60 werden, um auf diese Weise zu verreisen..
Und laß die Drohne daheim 😉 😉
...und bringt schöne Geschichten und Fotos mit!
Viele Grüsse
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
4'382 Beiträge · seit 201515. März 2018 · #14
Sch.... Seitenumbruch
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
2'536 Beiträge · seit 200715. März 2018 · #15
Hallo Ernst,
Camping ist wunderbar in Namibia! Gute Entscheidung von deiner Spusi.

Ein paar Tipps hab' ich auch noch für dich:
1.) Wie schon von jemand anderem geschrieben: Bushcamper ist eine perfekte Wahl. Wir werden das nächste Mal einen solchen auch dem reinen Dachzelt vorziehen. Ist organisierter, viele Dinge (Kompressor, Gasflaschen, Wasserhahn, etc.) sind einfacher zugänglich, es verstauben die Dinge nicht so, etc. Dass er auch schneller "aufgebaut" ist, fällt bei mir jetzt nicht sooo ins Gewicht, ich bin ja auf Urlaub und ob ich jetzt zwei oder sechs Minuten brauche, bis das Bett fertig ist, ist mir relativ egal.

2.) Jänner ist ebenfalls perfekt (also für mich) 😉. Laaange Tageslicht-Zeit, schön warm am Abend beim Feuer, Kleidung kann auf ein Minimum reduziert werden, wenig Leute, Campsites brauchen nicht vorgebucht werden, etc.

3.) Checke bei der Wagenübernahme die Liste der Gegenstände sorgfältig. Schau dir die Sesseln und den Tisch genau an und setz' dich jedenfalls einmal kurz hin. Wir hatten heuer leider einen eher kaputten Tisch und einen definitiv kaputten Sessel. Nix,m was man mit Buschmethoden nicht reparieren hätte können, aber dennoch.

4.) Nimm von Zuhause neben den schon empfohlenen (guten!) Stirnlampen (perfekt ist es, wenn die auch rotes Licht ausstrahlen können, davon werden die Insekten nicht angezogen!) auch noch feste Handschuhe mit. Die sind nämlich im Auto nicht dabei und die braucht man Abends beim Feuer dann jedenfalls.

5.) Checke die Füllmenge der Gasbehälter. In der Regel hast du zwei dabei.

6.) Plane die Tagesetappen so, dass du spätestens 2 Stunden vor Sonnenuntergang auf der Campsite bist. In meinem Navi habe ich während der Fahrt immer die prognostizierte Ankunftszeit ersichtlich und die Zeit des Sonnenuntergangs. So weiß ich immer, ob und wieviel Zeit noch für Tierbeobachtung, Umwege etc. da ist. Wir kochen (und essen) halt ungern im Finstern. Im Jänner geht die Sonne eh erst nach acht unter, da ist untertags ohnehin viel Zeit.

7.) Wir machen immer ein Feuer. Aber halte dich nicht lang mit Papier und Kleinholz auf, nimm dir aus Windhoek beim Einkauf Grillanzünder auf Paraffinbasis mit. Geht schnell und einfach und du hast während das Feuer anbrennt Zeit für andere Dinge.

8.) Campsites in Namibia reichen von flachen Stellen ohne nix (Palmwag-Area) bis hin zu fast schon als luxuriös zu bezeichnende Sites wie die Campsites im Mowani Mountain Camp. Mit super Duschen, WC, Schattendach, etc. Dazwischen gibt's alles. In der Regel sind die einzelnen Sites viiiiiel großzügiger bemessen als hier in Europa. Es ist immer eine Feuerstelle zum braiien dabei, meistens direkt an der Campsite eine Dusche (in der Regel im Norden outdoor) und ein normales Spül-WC. Warmes Wasser wird mit Donkeys gemacht, die vom Personal extra eingeheizt werden (müssen). Machen sie meistens in der Früh, aber wenn man fragt kann man auch abends warmes Wasser haben.

9.) Beim Camping kann man leicht auch von der hier so propagierten "mindestens zwei Nächte bleiben" Regel abgehen, da man ja ohnehin alles einpacken muss, wenn man weg fährt.

10.) Plane nach der Ankunft - je nach persönlichen Vorlieben - mindestens eine Stunde ein, die du brauchst, um das Gepäck so im Bushcamper zu verstauen, dass du möglichst die große Tasche oder den Koffer in der ersten Unterkunft lassen kannst. Sonst ist dir das sperrige Zeugs immer im Weg. Und plane - das ist auch ein Unterschied zum Lodge-Hopping - mindestens zwei Stunden ein, die du für's Einkaufen brauchst. Da muss man halt wirklich alles einkaufen, was man für die Reise zum Essen und Trinken braucht. Vor allem im Norden ist die Auswahl (ausgenommen in Opuwo) dann nicht mehr vorhanden.

Mit fallen sicher noch ein paar Dinge ein, aber im großen und ganzen war's das mal 😉

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
1'042 Beiträge · seit 201615. März 2018 · #16
Hallo Ernst und Wolfgang,

eigentlich ist ja schon alles beschrieben, wenn ich auch immer noch der Meinung bin, dass man eine Stirnlampe nicht unbedingt braucht. Eine Taschenlampe reicht auch und damit funzelt man anderen (wenn man nett ist) nicht ins Gesicht... 😄
dergnagflow schrieb:
Plane nach der Ankunft - je nach persönlichen Vorlieben - mindestens eine Stunde ein, die du brauchst, um das Gepäck so im Bushcamper zu verstauen, dass du möglichst die große Tasche oder den Koffer in der ersten Unterkunft lassen kannst. Sonst ist dir das sperrige Zeugs immer im Weg.
2 Stunden... mindestens 2 Stunden... 😉
Also die Fahrzeugübergabe und das ganze, da geht die Zeit schneller rum als man denkt.
dergnagflow schrieb:
Und plane - das ist auch ein Unterschied zum Lodge-Hopping - mindestens zwei Stunden ein, die du für's Einkaufen brauchst. Da muss man halt wirklich alles einkaufen, was man für die Reise zum Essen und Trinken braucht.
Schreibe Dir unbedingt (schon jetzt in Deutschland) eine Einkaufsliste, dann geht das Einkaufen schneller, effektiver und man vergisst nicht... Wasser, Rinderfilet, Kartoffeln, Bier, Salz, Pfeffer, südafrikanischer Rotwein, Savanna... das wichtigste halt... Du wirst merken, dass Dir Tage vorher auch immer wieder etwas einfällt, was man noch kaufen könnte. 😉
dergnagflow schrieb:
Vor allem im Norden ist die Auswahl (ausgenommen in Opuwo) dann nicht mehr vorhanden.
Für absolute Notfälle hat man da oben dann besser "Notrationen" dabei, also irgendwas, das auch dann noch genießbar bleibt, wenn auch die Kühlung ausfallen würde. Besser man irgendwas zum Essen als gar nichts... 😉

Gruß Markus
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201615. März 2018 · #18
Hallo Wolfgang!
Danke für den Tipp, aber ich würde das Auto (mit Dachzelt) beim Vermieter meines Vertrauens nehmen. Die letzte Übergabe hat ca. eine halbe Stunde gedauert. Zu deiner Anmerkung bzgl. Reisezeit, wir waren bis jetzt immer Anfang Jänner in SA und NA. Um diese Zeit fällt es am leichtesten unsere Firma zu schliessen. Der angenehme Nebeneffekt - laaange Sonne. Das kennen wir schon.
LG 🙂
Ernst
2'497 Beiträge · seit 201115. März 2018 · #19
Hallo Ernst,

wichtig ist, sich den Auf- und Abbau des Zeltes GANZ genau zeigen zu lassen und tatsächlich die Stühle mal aufzuklappen und auch den Rest zu checken. Man kann zwar alles, was fehlt oder defekt ist, nachkaufen, das kostet aber irgendwie auch wieder Zeit.

Und dass Ihr keinen Bushcamper in Erwägung zieht, ist natürlich ein grober Fehler und so einfach nicht hinzunehmen. 😛 😉

Ihr werdet Spass haben beim Campen, so oder so, und ja, man kommt tatsächlich an Orte, die man ohne Campingmöglichkeit vergessen kann. Das ist sooo cool.

Viele Grüße
Karin
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2'497 Beiträge · seit 201115. März 2018 · #20
huhu seitenumbruch 🤩
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!