Reisebericht

Been there. Done it! Got it? - Namibia Okt. 2017

von Blende18.2 · begonnen 09. Feb. 2018 · 36 Teile

Teil 2101. Apr. 2018
Eulenmuckel schrieb:...die Strichelracken stimmen.
ENDLICH mal eine richtige Bestimmung! 😁

Bevor es zum Osteressen geht, noch Part2 des Tages. Part3 ist dann ganz kurz, den schaffe ich heute Abend dann.

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FORTSETZUNG - Tag 11 - 16.10.: Begegnungen - Part 2

Wir zweigen also Richtung Twyfelfontein ab und irren dort über die PADs. Ich glaube eher nicht, dass man sich hier wirklich verfahren kann, aber wir kriegen das dennoch hin und eine Tankstelle sehen wir auch nicht. Wozu hat man ein Navi dabei? – Und tatsächlich, im Navi ist eine Tankstelle abgespeichert, nur knappe 4km entfernt und die fahren wir jetzt an. Es geht vorbei an Felsen, Fußballfeldern und einer sehr nobel aussehenden Lodge samt zugehörigem Airstrip. Und siehe da, mitten aus dem Nichts taucht die Tankstelle auf. Um genau zu sein ist es eine einzelne Tanksäule, die in eben selbigem Nichts steht. Allerdings sichern Vorhängeschlösser die Zapfhähne und wir haben unsere Panzerknacker-Ausrüstung gerade nicht dabei, hier kommen wir also nicht weiter.

Begegnung #2: Sweets
Ein ganzes Stück weiter sind Wohnhäuser zu sehen. Wir fahren rüber und ich mache mich lautstark bemerkbar, bis eine junge Frau verdutzt aus dem Fenster guckt und mich dann freundlich lächelnd anschaut und fragt ob sie helfen kann. Da ist wieder dieses strahlende Lächeln Afrikas. Kurz erklärt worum es geht schickt sie uns zu der Werkstatt rüber. Da müsste uns geholfen werden können und einen schönen Tag noch. 🙂

Also weiter zur Werkstatt. Hier sind ein halbes Dutzend Leute an alten Bussen, Tourfahrzeugen und Jeeps am schrauben. Die Werkstatt kümmert sich um die Fahrzeuge der umliegenden Lodges und wartet diese. Damit es keiner weit zur Arbeit hat, sind die Wohnungen gleich mit dabei… hier mitten im Nichts. Wir sprechen einen der Mechaniker an „Ah klar, kein Problem. Fahrt ihr schon mal zur Sapfsäule vor.“

Wir fahren vor, stehen dort und warten, dass er endlich kommt. In schönster Mittagshitze läuft er die 200m. Das wir ihn hätten mitnehmen können scheint er nicht in Erwägung gezogen zu haben. Der Tank wird neu befüllt, wir quatschen etwas und er erzählt uns was so die täglichen anfallenden Jobs hier sind. Und natürlich gibt es auch hier eine genaue Dokumentation der Geschehnisse und eine Quittung auf der alles fein säuberlich aufgeführt ist. 😁

Als Dankeschön habe ich zum Glück noch eine großen Beutel Saftgoldbären und wir sagen ihm er solle sich doch in den Wagen setzen und dass wir ihn das kurze Stück zur Werkstatt zurückfahren. Er freut sich darüber von Herzen und ist ehrlich verwundert, dass wir ihn einsteigen lassen?! – die Welt ist manchmal komisch, aber da wohl jeder Vermieter sagt, man solle niemanden im Wagen mitnehmen, ist das vielleicht auch einfach normal so.

Als wir zur Werkstatt kommen springt er aus dem Auto, hält den Beutel in die Luft und brüllt über den Platz
    „Guys… SWEETS!“
🤩













Wir haben zwar keine Tankstelle gefunden, bei der wir auch mal einen kleinen Check-Up hätten durchführen können, aber zumindest Luftdruck etc. haben wir selber geprüft und alles schaut gut aus. Es geht also weiter in Richtung Norden. Die Fotostopps werden jetzt deutlich dünner, also eher sogar nur noch aus dem Auto raus. Zwei Dinge fallen uns dennoch auf dem Weg auf... weiße Bäume stehen oft mitten in den Felsen und kurz nach Twyfelfontein, wo genau das war wissen wir leider nicht mehr, fahren wir noch mal durch Sanddünen. Damit hatten wir nicht gerechnet, aber auf einem kleinen Teilstück hat es links wie rechts große Verwehungen die teils wie halbe Dünen die Felsen verschlucken. 😎





Ein Stück die C39 hoch steht eine Frau am Straßenrand und winkt. Eigentlich nicht einfach eine Frau, sondern:

Begegnung #3: Die alte Dame
Wie es sich für gute Touristen gehört ignorieren wir Gewinke am Straßenrand und brettern erstmal weiter, unser Zeitplan erlaubt keine… „Hey, war das so ein Craft-Shop?“

So einen wollten wir uns doch eh‘ noch anschauen, also machen wir doch kehrt und halten bei der alten Dame und ihrem kleinen Verschlag. Als wir ihr erzählen, dass wir gerade gewendet haben und sie erkennt, dass wir die beiden von eben waren, freut sie sich sehr. Sie hat nur noch eine Hand, erzählt (soweit man sie verstehen konnte), dass sie nach Namibia geflohen sei und hier mit ihrer Tochter/Enkel/Neffen? diesen kleinen Laden betreibt.

Sie zeigt uns Anhänger, Ketten und Dekogegenstände in allen Varianten. Alles ist gefertigt aus Samenkapseln, Bohnen, Ästen und ich denke mir mal, aus Allem was man hier so finden kann. Wir suchen uns ein paar schöne Stücke aus und dann möchte sie uns noch ein paar Kristalle zeigen. Sie sucht einen besonders schönen raus, wie sie erklärt… nix Besonderes und hält ihn gegen das Licht. Nun erkennt man Einschlüsse von dunklem Blau und sie freut sich so sehr, dass wir uns so sehr freuen, dass wir den natürlich auch einpacken und mitnehmen müssen. 😗

Touri-Nepp? – ich meine irgendwo am Rande der Straße ist das schon selber hergestellt, glauben wir zumindest fest dran.

Zu teuer? - ganz ehrlich, es wäre und ist uns egal. Die alte Dame ist so herzlich, die Dinge die wir uns ausgesucht haben sind schön und wir freuen uns drüber.

Sie verabschiedet uns und fragt noch nach etwas Wasser. Wir lassen einen 5l Kanister und etwas Obst da und dann fahren wir weiter, als stolze Besitzer, einheimischer Folklore-Kunst. 😉









Es geht auf die bislang übelste, Kräftezehrendste und mit Abstand rumpeligste Piste des Urlaubs = die C43 hoch in die Berge nach Palmwag. Also meine Herren, die Landschaft ist ja wirklich schön hier, aber wir wollen jetzt langsam auch ankommen und diese Strecke zieht sich ewig hin und will einfach nicht besser werden.

Wir müssen zwischendurch einfach mal anhalten und Fahrerwechsel machen, weil man fast das Gefühl hat, dass Hirn und die Augen würden so durchgerüttelt werden, dass man kaum mehr die Straße richtig erkennt. 😣 😵

Es nervt wirklich, man sieht nichts und niemanden sonst, außer halt diese drei Tiere da vorne am Straßenrand, die sich strecken um Blätter von den Bäumen zu zupfen. Oben aus den Baumkronen raus. QUIETSCH – STOP.

Begegnung #4: Endlich Langhälse
Das gibt es doch gar nicht. Unverhofft kommt oft. 🙂

Da steht hier mitten im Gebirge neben der Straße einfach so eine kleine Giraffenfamilie rum! Na so viel Zeit muss natürlich sein. Diesmal müssen wir uns auch nicht in irgendwelche Büsche schlagen und können einfach nur genießen. Unsere ersten Giraffen, also solche, die man auch mal wirklich sehen und sogar Details erkennen kann. Kein Vergleich zu unseren Geburtstagskerzen aus dem Naukluft-Park. Das mag‘ zwar jetzt noch etwas Zeit kosten, aber die nehmen wir uns natürlich sehr gerne und beobachten eine Zeit lang die Szene.







Glücklich steigen wir in unseren Wagen und ich schaue in die T4A Karte wie lang es wohl noch ist. Es wird nun langsam mal wieder wirklich Zeit, wie eigentlich den ganzen Tag schon. Aha, hier geht es noch ein Stück weiter, dann geht rechts die C40 ab, aber die nehmen wir erst morgen. Wir fahren noch ein Stück weiter. Dann durch den VET-Fence? – warte mal, VET-Fence! „Wo ist das Problem?“ höre ich von links.

Das Problem ist, dass Mister Planungs-Genie übersehen hat, dass wir durch einen VET-Fence müssen für genau eine Nacht in Palmwag und hinten noch Fleisch für 5 Tage durch die Gegend fahren. So was Dummes. Ok, also Fleisch verstecken auf dem Rückweg morgen, mit nach Norden nehmen können wir es ja erstmal!...

Wir kommen am VET-Fence an, werden kurz gestoppt. Ein schnelles, verschwörerisches „Hello“ und ganz wie es unserer kriminellen, skrupellosen Ader entspricht schließen wir den kurzen Dialog mit den Worten:

„Hör mal, wir haben die Karre voller Fleisch. Das dürfen wir ja morgen nicht wieder mit rausnehmen. Ist das echt ein Problem?, weil es ist ja alles eingeschweißt und mit Label aus dem Laden in Swakopmund!“ 🤪


Begegnung #5: Geingob
Mhhh, also nein. Ihr könnt das dennoch nicht wieder mit rausnehmen. Auch keine anderen frischen Tierprodukte, also z.B. unbehandelte Milch oder rohe Eier „Ohja, zwei Kisten Eier haben wir auch noch dabei!“

So ein Mist, heißt alles heute Abend noch anbraten und Eier satt zum Frühstück, weil wir ja morgen schon wieder hier durchkommen… „Ihr kommt morgen schon wieder zurück?“

Es stellt sich heraus, dass Sgt. Geingob (ja, wie der Präsident) morgen auch Dienst hat. Bis wann wir denn zurück wären möchte er wissen. Da wir einen sehr frühen Morgen geplant haben in der Concession, werden wir wohl gegen späten Mittag wieder am Tor sein. Das passt doch wunderbar, er ist nämlich bis 16 Uhr im Dienst und bietet uns an, unser Fleisch und Eier einfach für die Nacht zu lagern. Sgt. Geingob ist ein junger Typ, unkompliziert und uns freut das natürlich sehr. Wir sehen uns dann morgen wieder, ab durch’s Gate und die letzten paar Meter bis zur Lodge. 😎

FORTSETZUNG FOLGT…


Gruß,
Robin

PS. Sorry an jeden der das in erster Fassung gelesen hat. Die Vielzahl an Fehlern und schlechten Formulierungen war ja grausam. Sagt doch was... 😊
Teil 2202. Apr. 2018
@ freshy
Die lockere Art kam aber auch erst jetzt so langsam bei uns auf. Anfangs mussten wir uns schon ganz schön dran gewöhnen. Und nur 2 Nächte weiter wird es (für mich) unentspannt. 😕

@ TinuHH
Das sieht mal mehr als nur abenteuerlich aus. 😄
Es ist übrigens die selbe Tankstelle, kann ich auf deinem Foto gut erkennen.

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FORTSETZUNG - Tag 11 - 16.10.: Begegnungen



Begegnung #6: Rapsody
Wir werden an der Lodge schon erwartet, von Uno. (nein, nicht dem Kartenspiel… die haben doch irgendwo eine Facebook-Gruppe wo die sich die ganzen Namen ausdenken)

Wir fehlten als Letzte noch auf seiner Liste, na kein Wunder. Es ist kurz vor’m Sonnenuntergang. Wir füllen die Unterlagen aus und kriegen noch ein weiteres Schreiben vorgehalten. Eine Verzichterklärung. „Ach, da es hier keine Zäune gibt, entbindet uns das einfach nur von Haftung wenn ihr verletzt werdet oder sterbt… mehr steht da nicht.“ 🤨 😐

Na das ist doch gut zu wissen. Uno erklärt uns etwas die Benimm‘ Regeln. Wir sollen einfach Feuer brennen lassen und dafür sorgen, dass immer Flammen da sind, dann kommt auch kein wildes Tier. Wenn man nachts mal raus muss, dann schaut man halt vorher ob was da ist. Er erzählt uns noch davon, dass vor 2 Tagen ein Löwenrudel in eine Tanzvorstellung geplatzt ist und alle Gäste in die Innenräume mussten. „Haha… das war was, sag' ich euch.“

Ich würde ja denken er verarscht uns, aber Marius, unser Guide aus Swakopmund, hatte uns auch erzählt, dass er letztes Jahr auf dem Campingplatz war, als ein Leopard dort einen Antilopen-Riss verspeist hat.

Na gut, zahlen müssen wir auch noch und ich lege die Scheine auf den Tresen und Uno stimmt ein „Dollar, Dollar Bill Ya’ll“ an. Da kann ich gar nicht anders und steige direkt mit ein. Es folgt eine kurze Reise durch den 90er Rap und wir steigern uns da anscheinend etwas rein. „Mo money, mo problems“ im Duett quittiert Unos Kollege dann endgültig nur noch mit einem fragenden Blick und Mara mit einem Seufzen. 😄

Hier sind ganz klar 2 Leute im Raum die Ahnung haben und 2 ganz offensichtlich nicht. Mindestens 2 Leute hier können auch nicht singen… aber ich lasse mal offen wer das ist. Uno und ich planen derweil unsere Rap-Karriere, während Mara sich weiter um den Check-In kümmert.

Apropos Check-In, die neue Karriere in der Musikbranche muss noch etwas warten. Stattdessen kümmert sich Uno jetzt darum, dass uns jemand Holz an die Campsite bringt und erklärt uns den Weg. Wir haben Campsite 6, direkt neben den Ablutions und leider ohne Landschaftsblick. Egal, dennoch ist die Campsite alles in allem ganz ok und wir haben schon mitbekommen, dass eine Gruppen-Campsite gerade überarbeitet wird und wir machen uns dorthin auf mit einem Wein für den Sundowner. 🙂

10min. bis zum Sundowner reichen uns mittlerweile für Tisch raus, Wein fertig und Dachzelt aufbauen.








Begegnung #7: So klein ist die Welt
Zurück auf der Campsite lernen wir unsere Nachbarn kennen. Die Truppe ist mit einem Kleinbus und Guide unterwegs. Die Aufkleber auf dem Wagen interessieren uns. Es ist eine Wandersafari-Truppe aus Kierspe. Also praktisch um die Haustür wo ich herkomme. Klein ist die Welt. 😉

Wir unterhalten uns etwas und erfahren, dass sie morgen auf eine Wandertour in die Concession starten werden. Das finden wir jetzt schon beeindruckend, wenn ich dann die Regeln vor Ort bedenke, dass man nicht aussteigen darf etc. pp. wundere ich mich im Nachhinein, ob es Ausnahmegenehmigungen oder ähnliches gibt?

Zwischenzeitlich ist anscheinend unser Feuerholz angekommen. Bei dem großen Sack voller Holz machen wir uns auch keine Sorgen mehr, dass wir das Feuer die ganze Nacht brennen lassen könnten. Morgen geht es dann wieder los mit wilde Tiere suchen. Grund genug noch mal unsere neuen Safari-Regeln durchzugehen und das führt uns zu dem




FAZIT: Palmwag Lodge
Wir haben hier von der eigentlichen Lodge nicht viel gesehen. Die Bilder stammen eigentlich vom nächsten Tag, passen aber hier besser zum Fazit. Es sieht auf einen kurzen Blick alles ordentlich und gepflegt aus. Die Campsites sind keine Offenbarung, aber der Level von dem wir gerade kommen ist auch sehr hoch. Im Tagebuch haben wir geschrieben: saubere Ablutions – das was man braucht ist vorhanden – sehr nettes Personal – alles in allem besser als gedacht – und früher da sein um eine der Sites mit Blick zu bekommen. Wir geben 4 von 5 Sternen.







Als nächstes geht es einen halben Tag in die Palmwag-Concession und dann einen Pass weiter auf die Hoada Campsite.



Gruß,
Robin
Teil 2302. Apr. 2018
Gerade noch pünktlich...


Immer mal was Neues, also gibt es heute passend zu Ostern noch ein Suchbild zwischendurch.
So hat jeder die Chance sich daran zu verSUCHEN.

Regeln:
- da es leider keine Spoiler-Option gibt müssen wir das etwas anders machen
- man schreibt einfach nur wie viel man findet und was
- aber,... man sagt nicht wo genau man das gesehen hat, damit andere auch noch Spaß beim Suchen haben. 😉

Also z.B.: 3x Zebra, 2x Ostereier, 2x Oryx, 1x Nashorn




PA170199.jpg




Gruß,
Robin
Teil 2414. Apr. 2018
Tag 12 - 17.10.: Ein magischer Moment





Wir stehen wie so oft früh auf, es warten zwar nur wenige Kilometer auf uns, aber wir wollen ja auch etwas Zeit für die Day-Area in Palmwag haben. Wir kochen Kaffee und schmieren „Pausenbrote“, das Frühstück nehmen wir heute direkt mit auf Safari.

Und nachdem wir ja auf „Löwengebiet“ übernachtet haben und reinfahren werden heute, entschließe ich mich dazu, doch mal eine andere, als die mit Kudublut durchtränkte Hose anzuziehen. 🙄 😉

Jetzt kommt auch zum ersten Mal unser Eimer mit Deckel zum Einsatz. Wir haben oft gelesen, dass ein verschließbares Gefäß und etwas Waschmittel auf den Rumpelpisten ein porentief-reines Ergebnis liefert. Wir packen also alles was passt in den Eimer, Waschmittel drauf, warmes Wasser drüber, den Eimer noch in einen Müllsack zur Sicherheit gestopft und dann geschickt hinten im Hilux eingeklemmt, damit er möglichst nicht umfallen kann. Wir sind gespannt ob das Ergebnis „Weißer Riese“ oder doch nur „Blauer Billig-Eimer“ sein wird. 🤨

Wir fahren zur Lodge, checken aus und treffen wieder auf Uno, der uns kurz die Strecken in Palmwag erklärt und uns rät bis maximal zum Aub-River zu fahren, sonst schaffen wir es kaum durch das ganze Gebiet. (komisch, sind doch nur ein paar Kilometer Strecke… wir tun mal so, als ob wir das auch so sehen)

Uno hat heute etwas länger Dienst und verabschiedet uns mit den Worten: „Ich fühl mich wohler, wenn ich weiß, dass ihr sicher und ohne Probleme die Concession besucht habt. Wäre nett, wenn ihr kurz Bescheid sagt. Dann habe ich einen schöneren Tag!“ – namibianische Freundlichkeit. 🙂

Wir machen uns auf, es sind knapp 17km bis Gate 2, das weiter nördlich der Lodge liegt, aber weit kommen wir nicht. Nach guten 2 Kilometern sehen wir eine kleinere Gruppe Giraffen neben der Straße stehen. Mitten im Schatten der Berge, das schreit nach Fotostopp mit schlechtem Licht.







Angekommen am Gate zeigen wir kurz unser Permit und dann geht es anhand der DIN-A4 Karte auch schon rein ins Gebiet. Wir werden von einem Schakal begrüßt der sich durch die Steine trollt und fahren unsere ersten Meter in ein etwas unwirklich erscheinendes Gebiet. Es hat überall Geröll, die Wege sind eng, es rumpelt und abseits der Piste liegen so viele spitze Reifenschlitzer, dass wir höllisch aufpassen müssen. Eines wird sehr schnell klar, in Palmwag kann man keine Kilometer machen. Wir kommen zum ersten Abzweig und fahren erstmal Richtung Aub River. Es geht noch langsamer voran, aber der Weg ist landschaftlich ein Traum und auch die Faune wacht auf und es zeigen sich ein paar Oryx und Springböcke auf dem Weg.





Benguela Long-billed Lark - danke Maddy!



maennlicher Southern Fiscal - Lanius collaris - danke Maddy!










Wir gucken Landschaft und kommen an unserem Wendepunkt an. Der Aub River, natürlich nur ein ausgetrocknetes Flußbett und wir haben viel länger dank Schneckentempo hier hin gebraucht als gedacht. Wir drehen um und ich sehe ein Schild, dass den Weg zum Aub Canyon ausschildert mit 300m. „Wir fahren auch nur kurz hin, ich mach‘ nen Foto vom Canyon und dann fahren wir direkt weiter, versprochen. Vielleicht hat man ja ne coole Landschaft?!“

Das war einer der besten Entscheidungen des Urlaubs… Nein, das war die BESTE Entscheidung des Urlaubs. Ohne jegliche Erwartung kommen wir oberhalb des Aub-Canyons an die Plateaukante und blicken auf eine kleine, grüne Oase hinab, die sich etwas unwirklich inmitten dieser staubigen, steinigen, etwas trostlosen Landschaft gehalten hat. Und da stehen ein paar Giraffen und 4 der berüchtigten Wüstenelefanten im hohen Gras. 🤩



Dieser Moment lässt sich ganz schwer beschreiben. Es ist so eine friedliche Szenerie, wir werden zwar wahr genommen, aber sind so weit weg, dass man uns ignorieren kann. Irgendwie hat es etwas, es wird jetzt total kitschig: Erhabenes, ein ganz magischer Moment. Wir machen den Motor aus, ich klettere auf die Rückbank und wir beziehen unsere Logenplätze und beobachten einfach nur die sanften, grauen Riesen. Genau das hier haben wir uns vorgestellt, wie es sein sollte, obwohl wir uns das so, wie es jetzt und hier ist, vorher nie so vorgestellt hatten. 🙂

Deswegen kommen jetzt auch einfach Bilder:

Erst mal das weiße Ding aus dem Versteck heraus taxieren…




Etwas schüchtern…


… aber…


… das Wasser ist zu verlockend!






Nach guten 45 Minuten ziehen sich die Elis langsam zurück und verlassen das Tal, ich versuche noch ein Foto mit offenen Ohren zu kriegen und werde on-top noch mit zwei schrumpeligen Hintern belohnt. 😄







In unserer kleinen Reisegruppe gibt es eine klare Verteilung. Mara ist der Elefanten-Fan und ich freue mich am meisten auf Katzen aller Art, besonders Geparde. Aber auch bei mir hat es plötzlich „Klick“ gemacht. Ich bin mittlerweile arg fasziniert von den Elis. 😎

Nichtsdestotrotz, es muss jetzt weiter gehen, fast unser Glück, dass die Elefanten gegangen sind, sonst hätten wir da den ganzen Tag gestanden. Wir fahren zurück und scheuchen ein paar Springböcke auf. Super schlau diese Springböcke, zumindest einer der Truppe. Er weicht nicht nach links oder rechts aus, sondern nutzt unsere Fahrspur zur Flucht, da die ja so schön steinfrei ist. Blöd nur, dass wir den jetzt 10 Minuten lang „verfolgen“ und er immer weiter von seinen Kumpels getrennt wird. Aber es hilft nix. Bleiben wir stehen, dann bleibt er auch mitten auf dem Weg stehen, fahren wir ein Stück haut er immer entlang der Pad ab. 🤪



Nach einer gefühlten Ewigkeit hat er es endlich geschnallt, und stellt sich neben die Pad der Schlaumeier. Wir steuern jetzt stracks auf den Viewpoint V2 an, wir müssen mal raus aus der Karre und das ist nur auf den Viewpoints erlaubt. Von oben hat man einen guten Rundumblick und die Viewpoints sind von Bäumen gesäubert, so gibt es auch keinen Schatten, so verirrt sich auch kein Löwe oder sonst ein Tier hierhin. Man hat von dort einen schönen Blick auf das Awaxas-Wasserloch.







Der weitere Verlauf unseres Palmwag Besuchs läuft eigentlich ziemlich Ereignislos ab. Man kann auf dem Weg Richtung Süden immer mal wieder zum Kawaxab Flussbett/Canyon abbiegen, wir nutzen auch einige der Möglichkeiten, sehen mal ein paar Baboons oder Giraffen vorbeitraben. Es hat die hier typischen Vertreter Oryx und Springböcke und auch Richtung Van Zyl‘s Gat machen wir noch einen Abstecher.











Danach wollen wir es mit Viewpoint V5 versuchen, aber den Aufstieg brechen wir ab, da der Weg irgendwann komplett aus spitzen Steinen und ordentlicher Steigung besteht. Wir wenden den Wagen in einer abenteuerlichen Aktion auf dem schmalen Pfad und machen halt eine Pause auf halber Höhe. Auf dem Weg zum südlichen Gate nutzen wir noch einen letzten Schlenker durch das Flussbett des Uniab und über den Leopard-Trail. Leoparden sehen wir zwar keine, aber dafür ein paar Giraffen direkt an der Pad, womit dann der Safari-Tag so endet, wie er angefangen hat. 😉









Wir sagen nicht Tschüss, sonder auf ein Wiedersehen Palmwag.


Natürlich halten wir kurz noch mal in der Lodge an und Uno freut sich, dass wir wirklich noch schnell reingeschneit sind. (vermutlich freut er sich nicht, dass wir REINGESCHNEIT sind, er kennt vermutlich gar keinen Schnee, aber egal…) Wir quatschen noch etwas, erzählen von unseren Sichtungen und dann geht es auch schon doch noch recht pünktlich irgendwann so um 14.30h zum Vet-Fence.

Es kommt uns ein Auto entgegen und wir merken erst jetzt, dass wir die knapp 7 Stunden im Palmwag kein anderes Fahrzeug, keinen anderen Menschen gesehen haben. 😮

Das erste Mal Nord nach Süd
Da gab‘ es ja noch das Thema Vet-Fence. Wir fahren auf der Nordseite vor und es tut sich was, langsam und gemächlich, aber es tut sich was. Etwas unmotiviert schlurft einer um den Wagen und spritzt die Reifen ab, ein zweiter kommt ans Fenster und deutet uns an, den Wagen hinten zur Kontrolle zu öffnen. Wir hören ein „Die sind in Ordnung, die haben nix dabei! – Die haben mir gestern ihr ganzes Fleisch gegeben.“ Schneller als wir gucken oder Hallo sagen können sitzt auch schon ein Sergeant Geingob bei uns hinten im Auto und räumt erstmal die halbe Rückbank um, damit er Platz hat. „Na, wie geht’s. Gut. Ach das ist schön, fahr‘ mal da vorne zu dem kleinen Shop, da hab ich eure Sachen gelagert.“ 😗 😄

Er hat unsere Eier im Vorrat verstaut und das Fleisch über Nacht im Freezer eingefroren. Wir nehmen glücklich über den reibungslosen Ablauf unsere Sachen entgegen, er wünscht uns einen schönen Tag und wendet sich zum Gehen. Nicht ganz so schnell, ich rufe ihn zurück und erkläre ihm, dass ich das wahrscheinlich bei einem deutschen Polizisten nicht machen würde, aber jetzt wo wir unser Fleisch wiederhaben, ist ja gar kein Platz mehr für das Sixpack, eiskalte Windhoek-Lager in unserem Engel?!

Sergeant Geingob lächelt uns wissend an. „Nana, ich bin ja im Dienst, da trinke ich nix… aber in 2 Stunden hab‘ ich Feierabend.“ Wir wünschen einen schönen Tag und am meisten hat uns gefreut, dass er eigentlich gar nix haben wollte. Es war einfach eine reine Nettigkeit. 🙂

Es geht jetzt nur noch einen kleinen Hopser zur Hoada Campsite, ein weiteres Highlight, auf das wir uns vor der Abreise schon sehr gefreut haben, aber leider nur einen Tag dort bekommen konnten. Gerne hätten wir dort zwei Tage verbracht… zum Glück haben wir das nicht.




FORTSETZUNG FOLGT…


Gruß,
Robin
Teil 2516. Apr. 2018
Fortsetzung - Tag 12 - 17.10.: Hoada Campsite

Die kurze Fahretappe über den Grootberg-Pass entlang der C40 bleibt komplett ereignislos, so freuen wir uns als wir am Rand ein Schild entdecken, dass uns den Weg nach Hoada weist.



Wir werden von Musita empfangen, einer quirligen Dame mit südländischen Wurzeln. Sie erklärt uns die Anlage, wo wir unsere Campsite finden und wir nehmen noch ein Braai-Set mit. Das Schaf hier ist fantastisch erklärt sie uns. Dann fragt Sie noch ob wir morgen einen Walk mitmachen wollen, zu einer Farm. Wir verstehen das als einen der typischen Walks zu einem Eingeborenen-Dorf. Da sind wir nicht so sehr erpicht drauf, also schlagen wir das vorerst aus und nehmen unsere Campsite in Beschlag.

Die Campsite ist sehr schön angelegt und quetscht sich zwischen diverse Findelfelsen. Vorne erwartet einen die Grillstelle mit Warmwasser-Donkie, Küche mit fließend Wasser und Sonnenschutz. Die Ablutions verstecken sich an den Enden kleiner, verwinkelter Wege die in die Mitte der Felsen führen. Die einzelnen Campsites liegen etwas verstreut und man hat durch die Felsen seine Privatsphäre.

Wir räumen den Wagen aus und schnappen uns unseren Eimer, die Spannung ist groß. Die Wäsche wird hervorgeholt und siehe da, das Ergebnis ist „Kleiner, blauer Eimer in dem ein Weißer Riese steckt.“ 😎

Die Wäsche ist sauber und riecht auch wieder gut. Sogar das Blut aus der Hose ist rausgegangen, auch ohne Schleudergang. So eine Eimer-Waschmaschine funktioniert ganz wunderbar, mindestens mal wenn man 7 Stunden über Palmwags Pisten rumpelt.
...
..
.
Wir wollen es uns etwas bequem machen, aber daraus wird nichts. Wir werden fies attackiert, es hat hier überall Mopane Bäume, was eigentlich ganz nett ausschaut, aber ein riesiges Problem birgt.

Mopane Fliegen! 😣

Egal was man macht, die Viecher versammeln sich zu Dutzenden und schwirren einem immer um den Kopf rum, um genau zu sein direkt vor’m Gesicht und den Augen. (das heißt wirklich 2cm vor’m Auge, man wird irre) Wir haben alles an Spray draufgehauen was wir dabei hatten, aber auch nach Rücksprache mit Musita hilft da einfach nix dagegen. Sie probieren seit Jahren alles aus, aber man kann da nix machen. Das verleidet uns den Platz schon ziemlich, man muss es erlebt haben, es ist brutal nervig und die Viecher kommen morgens zwischen 11-12Uhr aus den Bäumen und verschwinden erst wieder nach 18 Uhr. 🙁



Die Ladestation wird installiert, Sonne hat es reichlich…


… und Echsen überall auf den Felsen. / weibl. Namibische-Felsagame


Und das männliche Pendant dazu.


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Da wir auf der Campsite nicht vor den Fliegen entkommen können, machen wir uns lieber zum Bar und Pool Felsen auf. Vorne an der Rezeption ist der Weg hinauf auf einen der höchsten Felsen der Gegend und dort wurde alles installiert für das Campleben. Es hat Sitzgelegenheiten auf verschiedenen Ebenen. Mal überdacht mit Sonnenschutz, mal als Kreis mit Feuerstelle oder oben an der Bar unter einem großen Baum, um hier den Sundowner einzunehmen.

Die Bar ist leider nicht besetzt, ein Paar treffen wir oben an die zwar Getränke haben, aber auf ein nettes Hallo nicht reagieren. Jeder wie er will. Im Pool haben es sich zwei ältere Damen bequem gemacht. Sie tragen Hüte… mit Fliegennetzen um den Kopf. Auch hier hat es überall die Fliegen. Wir versuchen die Sitze im Schatten, da scheint es für ein paar Minuten etwas besser zu sein, aber dann kommen die Geschwader wieder hinterher und da wir so keine Lust auf Pool haben, auch keine kalten Getränke kriegen entschließen wir uns einfach die Dusche auf unserer Campsite zu nutzen und 18 Uhr abzuwarten, bis die Fliegen verschwinden. (was dann tatsächlich schlagartig auch passiert)













Auch hier hat es überall Echsen! – noch eine männl. Namibische-Felsagame




An unserer Campsite treffen wir Deschka. Er befeuert gerade unseren Donkie und spricht uns auf eine Tanzvorführung von Schulkindern an, die heute Abend über die Campsite zieht. Die werden so gegen 20 Uhr kommen, AHA… wir wissen nicht so recht, was wir davon halten sollen, aber ok. (der erste Gedankengang ist halt, Kohle machen ohne das der Touri weg kann)

Kurz bevor er geht fragt er noch ob wir morgen früh bei dem Walk dabei sind? – Er ist der Guide und wohnt selber dort, bzw. gehört ihm die Farm und seit ca. 3 Wochen haben sie die Besichtigung seiner Farm mit ins Programm genommen. Das hört sich jetzt wirklich interessant an, also authentisches Leben der heutigen Zeit und kein arrangiertes Einheimischen-Dorf. Da sind wir gerne dabei und sagen ihm, dass er uns für morgen früh einfach mit anmelden soll. 😎

Damit wir nicht gerade beim Essen sitzen, wenn die Tanztruppe kommt, beeilen wir uns mit dem Duschen, dem Kochen und Vorbereitungen. Das Schaf und die Würstchen, die so fantastisch sind kommen auf den Grill… fantastisch sind sie leider nicht. Eher zähe Brocken dritter Wahl. Und es ist alles drin was man braucht, auch Wurst und… es ist leider alles schlecht bis ungenießbar. Also hier direkt mal die Empfehlung. Lieber weglassen und sein eigenes Grillgut mitbringen. Abgesehen vom Abend mit dem zähen Zebra haben wir nie so schlecht gegessen in diesem Urlaub. 🤢





Dusch-Besuch… ich schätze eine etwas dicke Glucken-Motte.


Und auch wenn thematisch abweichend… ich habe doch noch ein Bild mit unseren geliebten Sortier-Obstkisten gefunden! 😉


Wie versprochen waren ab 18 Uhr die Fliegen weg und so konnten wir in Ruhe kochen und essen, waren dann auch soweit fertig und beim Absacker als sich eine größere Gruppe unserer Campsite näherte, die Tanztruppe der Kinder ab 11 Jahren aufwärts der nahe gelegenen Schule in Erwee. Die Truppe kam in Begleitung von Deschka und 2 Lehrern. Die Kinder sammeln auf den umliegenden Campsites und Lodges Geld ein für einen Ausflug nach Swakopmund. Die Kinder kommen sonst nicht in die Städte und sie legen sich richtig ins Zeug um sich die Fahrt finanzieren zu können. Jedes Jahr gibt es eine Fahrt der Tanzgruppen.

Das schönste an der Performance war, dass die Lehrer uns ein bisschen erklärt haben, es aber keinen festen Plan der Kinder gab. Sie haben sich immer wieder abgesprochen, was sie als nächstes machen wollen und hatten wirklich sichtlich Spaß dabei. 😎

Wir haben unsere Lampen zusammengesucht um etwas Licht zu machen. Die Mädels hatten Felle an und liefen teilsBarfuß durch die Nacht… Thema Skorpione und so. Die Jungs in Hemden und langen Hosen und Sneakers, aber seht am besten selbst.





Und das Video empfehle ich euch auf jeden Fall auch bis zum Ende zu gucken, denn zum Glück habe ich ein Lied mitgefilmt. Mal ganz unabhängig von der Freude mit der die dabei waren, die waren auch noch richtig gut!!! 🤩
12-07-F Erwee Schulkinder Tanz by Blende18.2, auf Flickr

Unser AHA des Tages bezieht sich mal wieder auf die ganz praktische Seite des Camperlebens. Wir konnten in Swakopmund eine Waschmaschine nutzen und wussten das auch, deswegen haben wir es vorher nicht genutzt, aber eine ganz klare Empfehlung…



FAZIT Hoada
Die Campsites an sich sind schön angelegt, speziell die Dusche wurde leider als Freilufttoilette aller Vögel genutzt und war sehr dreckig. Da könnte man einfach mal drüberfegen bevor neue Gäste kommen, da man nicht einmal wusste wo man sein Handtuch noch hinlegen sollte. Ansonsten aber war die Campsite selber sehr ordentlich. Der Bar/Pool Bereich hatte teils ein ähnliches Problem, war aber grundsätzlich schon sauber und eigentlich toll angelegt. Schade, dass niemand da war, so konnten wir das auch nicht so wirklich nutzen.

Man sollte noch Bedenken, dass durch die Lage in den Felsen die Luft stehen kann, wenn es sehr heiß wird UND dann natürlich die Mopane-Fliegen. Die, dass muss man leider so sagen, haben uns die Campsite in Hoada komplett vermiest. Auch Familie Glück hatte diese Probleme und haben damals ihre 2 Nächte abgebrochen und auf eine Nacht verkürzt.

Ich würde sagen als Stop-Over ok, nicht aber für länger. Das gilt nicht:
1.) Wenn keine Mopane Fliegen da sind...
2.) …oder man eine effektive Methode kennt, die abzuwehren!

Ein großes Plus bekommt sein eigenes Fazit, aber erst nach dem Walk mit Deschka.

Dennoch, leider nur 2-3 von 5 Sternen. Die Nummer mit den Fliegen war zu unserer Reisezeit zu nervig. Und weitere Abzüge gibt es für teils mangelnde Sauberkeit, das sehr schlechte Braai-Paket und weil wir hier nicht noch mal buchen würden. (kann aber auch nur eine N=2 Erfahrung sein)

UPDATE / INFO: Ich habe gerade gelesen, dass die vermehrt auftreten zur Mopane-Blüte, also ist die Belastung auch Jahreszeit abhängig. Schon leichter Wind treibt die Biester mit, die sind ja nur 2mm groß. Und als wir da waren ging dort einfach Null Wind und es war sehr heiß, alles trocken und die fixieren sich auf feuchte Augen und Nasen. Das kann auch alles einfach unglücklich zusammengepasst haben. 😕

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So, genug davon, schließe ich mit einem Traditionsbild… Nachthimmel über Namibia. 🙂




Gruß,
Robin
Teil 2613. Mai 2018
Tag 13 - 18.10.: Elefanten im Glashaus, Wächterkatzen und fremde Bräuche

Unerwartet früh 😗 klingelt das Smartphone, in unserem kuscheligen Dachzelt, dass auf einem 3.0l Hilux aufgeschraubt ist, der mit allem Luxus aufwarten kann. Klimaanlage, Navi, Media-Entertainment System… wir schälen uns aus dem Bett, statten der Dusche mit fließend Wasser und dem Keramikklo im Felsen einen Besuch ab, während gerade frischer Kaffee aufbrüht. Nachdem wir unsere Kamera-Ausrüstung und Gore-Tex Wanderschuhe angezogen haben stoppen wir noch kurz am Engel-Kühlschrank, um 2 kleine Flaschen eisgekühltes Wasser einzupacken.

Wie befreiend, einfach mal dem ganzen Luxus zu entsagen und sich mit dem Camper durch die “Wildnis“ zu schlagen. 🤨

Keine Sorge, jetzt kommt kein Plädoyer für „Lasst uns mal selbstreflektiert an die Nase fassen!“. Das ist nämlich Quatsch, es ist einfach nur ein kleiner Opener für unsere Morgenaktivität auf Hoada, bei der ich nur sagen kann: Machen! 😎



Für heute Morgen steht ein Walk mit Descka zu seiner eigenen Farm an. Also mal ein Einblick, was Leben auf einer Farm in der Wildnis eigentlich bedeutet. Wir treffen uns an der Verwaltung mit 2 weiteren Paaren aus Frankreich und Amerika. Es geht früh los, da es ca. eine Stunde zu Fuß bis zu Desckas Farm ist. Oder besser gesagt, mit Touristen dauert es eine Stunde, alleine schafft er es in 30min und wir brauchen die goldene Mitte und nach knapp 45min kommt die Farm in Sicht.

Schon der Hinweg gestaltet sich interessant, weniger wegen der Umgebung, mehr aufgrund dessen, was Descka erzählt. Die Farmer in der Umgebung sind sehr aktiv wenn es um den Tierschutz geht und sie helfen bei Tierzählungen, halten ein Auge auf die Wildtiere in der Region und nicht ohne Stolz, aber auch gemischt mit etwas Trauer, erzählt er, dass sie vor ein paar Wochen vier Wilderer gestellt haben und diese gefasst werden konnten, leider erst nach der Tat.

“Nur wenn die hier ein Rhino sichten, dass umgesiedelt werden soll, ist verrückt… dann ist das hier wie im Krieg. Hubschrauber, überall Jeeps und viel zu viele Leute.“ stellt er amüsiert fest. 😄

Elefantenschulter mit der Farm im Hintergrund


Die Schulter gehört zu einem Problemelefant, der vor ein paar Jahren hier erschossen werden musste. Wir lernen in dem Zuge, dass die Farmer am meisten Angst vor Elefanten haben, die Community alles vom Elefanten behalten und verkaufen darf (außer das Elfenbein natürlich, dass in staatliche „Verwaltung“ über geht) und das Elefantenfleisch nicht schmeckt! 😉

Auf der Farm lebt Descka mit seiner Familie, sprich Vater, seine drei Mütter… äh, ok… ähem… blöd stammeln können wir ja. 😣 Sein blinder Onkel lebt mit auf der Farm, noch andere Tanten und Onkel, Omma und seine Schwester und natürlich seine eigene Familie. Er arbeitet normalerweise 6 Wochen auf der Campsite und dann 2 Wochen auf der Farm. Diese Touren hat er vor ein paar Wochen vorgeschlagen und für ihn ist es die perfekte WIN-WIN Situation. Sonst kam er 6 Wochen nicht zu Farm, jetzt kann er alle paar Tage nach dem Rechten sehen, verdient noch zusätzlich Geld damit, was er auch dringend braucht, denn er ist der einzige mit einem Job und unterhält die Farm alleine.

Die Häuser oder kleinen Siedlungen liegen immer ein paar Hundert Meter voneinander entfernt, als erstes besuchen wir die kleine Ansiedlung, wo auch seine Omma lebt. Hier gibt es Radio, aber da laufen nur Nachrichten den ganzen Tag, weil Omma diese Musik nicht mag erzählt er die Augen verdrehend. Sogar einen Fernseher wollte er mal holen, aber Omma hält das für Teufelszeug. Wenigstens Glühbirnen hat die aus feinem Sand und Kuhmist erbaute Lehmhütte, aber die werden praktisch nie benutzt… das grelle Licht tut Omma in den Augen weh. 🤩 … es ist einfach herrlich schräg, wie Descka jede dieser Storys mit einer Spur Verzweiflung zum Besten gibt.

Das AKTUELLE Familienauto, also das eine das funktioniert.


Müll?


Stromversorgung


Und das EHEMALIG, beste Auto der Familie. Blau scheint ihre Farbe zu sein


Natürlich spielt sich vieles draußen ab und so sind die Küchen nach außen verlagert und hier hat es auch einen kleinen Kräutergarten. Descka wird von Omma dazu verdonnert sich drum zu kümmern, dass der Arbeiter nicht da war, der den Hof aufräumt… generell verstehen wir nicht so ganz, wieso nicht nur hier, sondern auf der ganzen Farm, nicht mehr Ordnung herrscht. Da der Rest nicht arbeitet, könnte man doch zumindest nicht überall Müll rumfliegen haben, aber es scheint hier keiner so wahrzunehmen. 🙄







Auf der Farm verteilt hat Descka mehrere Ziegenställe. Die sind leichter zu halten erklärt er, da die Dürre der letzten Jahre einen hohen Tribut gefordert hat. Nur noch 5, der ehemals 70, Rinder in seinem Besitz haben überlebt. Wasser war kein Problem, aber es war einfach kein Futter mehr für die Tiere vorhanden. Die hiesigen Großfarmer haben das besser weggesteckt, aber er kann ein Rind für 4.000-7.000 N$ verkaufen, was ok ist, wenn man eine Herde hat… sein Problem ist, dass er gut 10.000 N$ für neue Rinder an die Großfarmer zahlen müsste.

Also sind es jetzt Ziegen, die sind genügsamer, aber es kommt nur 1 von 6 Jungtieren durch. Die meisten werden von Hyänen etc. erwischt. (das hat uns doch gewundert, wir wären nicht auf die Idee gekommen, dass dort in der Nähe Hyänen sind??!)





In den einfachsten Hütten des Anwesens leben Desckas blinder Onkel und seine Schwester, allerdings baut er auch hier gerade an. Das „Gerippe“ eines weiteren Gebäudes steht schon und ist gerade im Bau. Die Schwester backt gerade Muffins in der Außenküche, “Für Lunchpakete, die sie an der Schule verkaufen.“ erklärt Descka. Sein blinder Onkel sitzt vor der Hütte. Er orientiert sich an tiefen Furchen im Boden um von A nach B zu kommen und in und um sein Haus hat es immer Katzen… Katzen hassen Schlangen und greifen diese sofort an. Da sein Onkel die Schlangen selber nicht sehen würde, übernehmen die Katzen die Wächterrolle für ihn. 😎

Descka erzählt uns, dass selbst wenn die Katzen gebissen werden, sie manchmal überleben, weil sie das Gift, fein-literarisch gesprochen, wieder auskotzen können. Naja, bei späterer Recherche habe ich nichts dergleichen gefunden, also lassen wir das mal so stehen. 😉





Ein typischer Kühlschrank mit Verdunstungs-Prinzip






Milchgefässe (Kalebassen - danke KarstenB) aus Kürbissen, wenn man draufklopft hart wie Stein




Hochzeits-Kuhschädel


Zum letzten Bild muss ich kurz ausholen. Bei einer Heirat schenkt der Bräutigam der Brautfamilie eine Kuh. Da muss aber alles dabei sein. Jeder Tropfen Blut wird aufgefangen, alle Knochen müssen vorhanden sein etc., sonst bringt es Unglück. Desckas Frau kommt aus Uis und er musste gleich 2x die WELTREISE! antreten um alles für die Hochzeit unter Dach und Fach zu bringen. Geheiratet wurde dann aber bei ihm… “Dann sind nicht sooo viele Gäste da und es wird nicht zu teuer.“ 😄

Und was hat das jetzt mit dem Schädel auf sich? – der bringt Glück und den bewahrt man auf. Das ist aber nicht seiner, sondern der Hochzeits-Schädel seiner Eltern, der seit 30 Jahren in der Hütte dort baumelt. *ein bisschen creepy ist das schon*

Weiter geht es zum größten Haus der Siedlung, mit Gemüsegarten und da werfen wir auch keinen Blick rein. Zweifellos ist es sein Haus und wir schauen uns in erster Linie den Garten an. Der Zaun ist eigentlich nur Attrappe verrät uns Descka, aber die ganzen Dosen und reflektierenden Objekte sollen die Elefanten abhalten, die gerne alles zertrampeln, überall Schäden anrichten und jegliches Grünzeug wegfressen. Elefanten mögen sie hier wirklich nicht…

Wir bekommen noch frische Peri-Peri aus eigen Zucht geschenkt, verabschieden uns von der Familie und gehen noch zum Herzstück der Farm weiter, der Wasserpumpe.











Eine der Wächterkatzen… die hatte schon nen fiesen Blick drauf


…auch eher außer Betrieb


Angekommen bei der Wasserpumpe (inkl. Elefantenschutz = Stahlturm rund um die Pumpe) fragen wir Descka, ob er nicht eher in der Stadt wohnen würde, da es ja schon hart ist, gerade mit der Dürre, die Farm fast in Eigenregie am Laufen zu halten. Die Antwort hatte was:
„Ich habe mal gehört, wenn du in der Stadt arbeitest und dann deinen Job verlierst und mal kein Geld hast, dann schmeißen die dich aus deiner Wohnung raus!!!- das ist doch verrückt. Nein, ich habe hier ja keine Ausgaben, wir können uns fast autark versorgen, ich brauche nur Diesel um den Generator für die Wasserpumpe am Laufen zu halten, das ist alles.“

Wir gehen da so her und man denkt sich, dass die Hütten etc. für unsere Augen eher so aussehen, als wäre hier vieles zerfallen. Aber wenn man sich mal vor Augen hält, dass er seine ganze Familie vor Ort unterhält, knapp ein Dutzend Gebäude sein Eigen nennt und autark leben kann… das ist viel mehr, als die meisten von uns hier von sich behaupten können. Also Hut ab und Respekt. 😎







Komisch, das hier noch das Lebenselixier aus dem Boden quellt…


… und gleich nebenan die Opfer der Dürre liegen.


Wir verlassen die Farm nicht über den Weg, sondern gehen etwas direkter durch den Busch und hier sehen wir, was Descka uns vorher erzählt hat… die Dürre hat Opfer gefordert und die Knochen der verendeten Rinder begleiten unseren Weg zurück. 🙁



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Zurück an der Campsite ist es mittlerweile wieder heiß geworden. Die Mopanefliegen sind auch wieder aufgewacht, also machen wir uns nach einer kurzen Dusche und einem kleinen Frühstück fertig für die Weiterfahrt. Es steht nur eine sehr kurze Etappe bis Kamanjab an, in der Nähe dort verbringen wir den Tag im Onjowewe Filmhaus, zum Ausspannen und mal alles für den Etosha neu zu sortieren.

Das bisschen Zeit auf der Campsite wird aber noch dazu genutzt, ein paar der gefiederten Besucher abzulichten.

Glanzstar… aber welcher?


leicht bekiffter Mahaliweber?


Maskenbülbül



FAZIT: Farmtour mit Descka
Ein toller Einblick in das „wahre Leben“ vor Ort. Wir hatten uns schon vor’m Urlaub geeinigt, dass so etwas wie ein bewirtschaftetes Eingeborenen-Dorf nichts für uns ist. Deswegen waren wir erst skeptisch, aber dieser sehr nahe und authentische, weil echte, Einblick hat sich absolut gelohnt und so lange das angeboten wird, wiederhole ich gerne für Alle die da sind mein Credo vom Anfang: Machen!


Nett verabschiedet wurden wir dann auch noch, von einem sehr aufmerksamen, kleinen Gesellen. 🤩



FORTSETZUNG FOLGT…


Gruß,
Robin
Teil 2716. Mai 2018
FORTSETZUNG - Tag 13 - 18.10.: Eine Villa für Zwei unter Belagerung



Wir nehmen ein kleines Stück PAD unter die Räder zu unserem nächsten Ziel. In der Planung hatten wir zwei Wunschziele, um die herum wir unsere Route aufgebaut haben. Das Dune-Star Camp und das Onjowewe Filmhaus. Vorher machen wir aber noch einen kurzen Stopp in Kamanjab um Vorräte aufzufüllen und zu tanken, wir wollen ja am nächsten Tag keine Zeit Richtung Etosha verlieren. 😉

Kamanjab
Schon der Weg über die C40 ist fraglich… wir sind nirgends so oft vom Straßenrand zum Anhalten aufgefordert worden. Kamanjab entpuppt sich im Endeffekt als Kreuzung, wenn man über die C40 reinkommt ist direkt eine Tankstelle mit kleinem Supermarkt daneben am Ortseingang. Wir halten vor Tür und wollen nur kurz reinschauen und schon haben wir den „Dorf-Vollsten“ (das dachten wir zumindest) neben dem Auto stehen. Er passt drauf auf… aha. Voll nett, weil wir ja immerhin 2m daneben im Shop sind. 😵

Was soll man machen, wir gucken uns um, aber der Laden bietet fast nichts. Wir kaufen etwas Wasser und werden von einer Schnapsfahne vor der Tür erwartet. Für 3min. „aufpassen“ drücken wir ihm das Wechselkleingeld in die Hand und werden beschimpft. Unangenehm hier, wir nehmen Reißaus und schauen ob es nichts anderes im Ort gibt, da auch an der Tankstelle viele komische Gesellen lungern.

Wie schon geschrieben stellen wir fest, dass es ja nur eine andere Straße gibt, nämlich die C35. Und siehe da, hier ist ein weiterer Supermarkt, der ist besser sortiert und wir kaufen ein was gebraucht wird oder lecker aussieht als kleiner Safari-Snack für zwischendurch. Zurück am Auto hält auch nur ein Wagen neben uns und der Fahrer würde gerne US-Dollar für einen guten Kurs eintauschen… nachdem er aber versteht, dass wir den Trick durchaus kennen wünscht er nur einen guten Tag und fährt. 😗 - Direkt neben dem Supermarkt ist auch noch eine Tankstelle, hier sind alle viel freundlicher und man fühlt sich wohl. Und die Tankstelle selber ist auch noch ein großer Shop… auf einen kurzen Blick evtl. sogar der am besten sortierte Supermarkt der Stadt. (sollte man sich merken)

Ich hatte hier im Forum vom Impala-Meat-Market gelesen und für den letzten Abend im Etosha brauchen wir noch ein gutes Stück Fleisch. Auch der liegt direkt neben dem Supermarkt und wir parken den Wagen. Wir steigen aus dem Auto und ein junger Typ kommt auf mich zu „You are a nice guy… I can see that!“ Die ganze Straße guckt zu mir rüber, überall stehen Leute und in allen Gesichtern sehe ich Mitleid und Schelm aufblitzen. Zwei Dinge sind mir sofort klar:
1. Ich habe einen neuen Freund
und 2. JETZT wissen wir wer der „Dorf-Vollste“ ist! 😄

Ich schaffe es ihn abzuschütteln. Mara bleibt am Wagen und ich gehe nach Fleisch gucken. Die Auslage sieht wenig einladend aus, aber auf Nachfrage was noch so da ist…

fliegt die Tür auf und mein neuer Freund torkelt lallend und singend in die Metzgerei, die er in hohem Bogen fliegend Sekunden später wieder verlässt

…und ob er dicker geschnittene Steaks hat zaubert der Metzger eine große Kiste aus dem Kühlhaus hervor mit tiefgefrorenen Oryx T-Bone Steaks. ***OH GLÜCKSELIGKEIT!***

Als ich mit stolzgeschwellter Brust, nach meinem Jagdausflug mit der Beute ins Tageslicht trete wird Mara von mehreren Männern umlagert und ist am Feilschen. Es geht um geschnitzte Makalani-Nüsse und da wir noch keine mit unserem Namen drauf haben, werden kurzerhand unsere 4-5 Buchstaben auf nackte Unterarme geritzt und angefangen die Nüsse zu beschriften. Diese verrückten Kerle, wir gucken glaube ich ziemlich blöde aus der Wäsche, aber die Nüsse sind toll! 😎





Jetzt geht es aber endlich zum Filmhaus, wir kommen pünktlich zur Übernahme des Hauses an, aber niemand ist zu entdecken. Es ist heiß, wir laufen ums Haus, aber es ist keiner da. Auf der Bestätigung gab‘ es eine Telefonnummer fällt uns ein. Irgendwo müssen die ja liegen, aber im wüsten Chaos im Auto suchen wir erst mal. Fündig geworden holen wir das Namibia-Handy raus und wählen… NEIN VERDAMMT. Habt ihr gewusst, dass ein Handy sich komplett entleeren kann, wenn man das mal eine Woche nicht am Strom hat? – So was Verrücktes! 😊

Bringt ja wirklich viel sich ein Telefon für den Fall der Fälle zuzulegen und es dann einfach nie aufzuladen. K-L-U-K, wir sind so klug! – naja, wer den Schaden hat und so, also hole ich unser Solar-Panel raus und wir picknicken in Bruthitze während in unser Handy mit einem schmalen, roten Balken einen kleiner Hauch Leben zurückkehrt. Wir rufen unseren Kontakt Debbie an. Es geht auch nach mehrmaligen Versuchen niemand dran. So ein Mist und jetzt?

Mir fällt ein, dass wir auf dem Weg zum Haus an einem Overlander-Camp vorbeigekommen sind. Vielleicht kann man uns dort helfen. Hin da und wir finden ein leeres Camp vor und ein kleines, gemauertes Haus. Nachdem wir uns lautstark bemerkbar machen kläfft uns ein kleiner Bello entgegen und einige Zeit später taucht eine schläfrige, englische Dame auf, die, wie sich rausstellt, auf den Namen Debbie hört. Sie ist etwas säuerlich, dass wir ihren Mittagsschlaf stören, wie kann man denn nur als angekündigter Gast pünktlich sein. Frechheit sowas! 🤪

Sie schickt uns vor und holt auf dem Weg noch Mr. Kambahe ab, den Hausmeister/Verwalter des Filmhaus. Der wohnt nur einen Felsenhügel weiter und bekommt eine theatralische Abreibung verpasst, dass er uns nicht gesehen hat und „Misses Schlafmütz-Unhöflich“ entschuldigt sich bei uns ob der Unfähigkeit ihres Lakaien. Dann zieht sie von dannen und wir sind froh diese Person los zu sein und werden vom sehr netten Kambahe kurz rumgeführt und bekommen das Gröbste erklärt… er muss noch ein paar Sachen organisieren und kommt gleich noch mal vorbei. Dann nehmen wir euch mal mit auf den ersten Teil der Tour!

Das Filmhaus


”Rezeption“


Küche und hintere Tür


Ein Baum wächst mitten durch’s Haus und innen gibt es eine schmale Steintreppe nach oben ohne Handlauf oder Absicherung


Und jetzt geht es hoch zum Oberdeck!


Uns verschlägt es fast den Atem und hier muss erwähnt sein, dass wir bei der Buchung gefragt haben welche Zimmer wie ausgestattet sind und was noch frei ist. Die Antwort war, dass das Filmhaus immer nur „Single-Party“ vermietet wird, es hier außer uns keine anderen Gäste für die Nacht hat. 🤨

Das Haus ist einfach riesig. Es finden sich alleine 10-12 Schlafplätze im Haus, zusätzlich stehen noch 3 oder 4 ausgestattete Safarizelte auf dem Gelände. Also 20 Personen sind hier echt kein Thema. Wir haben also absolut freie Platzwahl und wenn der Blick von außen schon cool war, dann ist das Oberdeck und damit das eigentliche Haus einfach nur…

… WOW! 🤩


Das Oberdeck, links geht es zum Pool runter


Und auch innen hat es einiges zu bieten


Doch bevor es weitergeht werden wir von Eindringlingen bei unserer Runde gestört. Debbie sagte uns, dass die Ziegen immer die Beete abfressen und durch ein nicht richtig schließendes Tor ist die Bande plötzlich im Hof des Hauses unterwegs. Jäger und Beschützer steht ja in meiner Stellenbeschreibung also die Treppe wieder runter.



Ich versuche mich als Ziegendompteur und unter lautstarkem Brüllen, Klatschen und Elefanten-Scheinangriffen (ich habe eine große Nase und Segelohren…) schaffe ich es die Rüpel in die Flucht zu schlagen, doch kaum drehe ich mich rum sind ein paar ganz freche auch schon wieder durch das Tor geschlüpft. Es geht von vorne los, aber diesmal bin ich schlauer und schnappe mir einen Tisch das nahegelegensten Safari-Zeltes um die Bruchstelle im äußeren Wall zu verschließen, das sieht dann so aus, aber war von dauerhaftem Erfolg gekrönt! 😛



Die Tour geht weiter mit ein paar Details der Hütte, alles ist sehr liebevoll eingerichtet, mit vielen kleinen Details, Eulen leben unter dem Dach… nur kriege ich die nur einmal nachts für Millisekunden zu Gesicht. Auch die heimlichen Hausbesitzer lernen wir auf dem Rundgang kennen. Ein Pärchen Maskenbülbüls gehört das Filmhaus in Wirklichkeit. Die beiden sind wahnsinnig dreist und sitzen schneller an einem unbewachten Longdrink als man fast nur mal kurz wegschauen kann! 😉

Allerlei anderes Getier findet sich natürlich auch noch, Vögel hat es, wieder sehr viele Echsen… Mara sieht eine extrem Große weghuschen. Eher Katzengroß; gibt es dort evtl. kleinere Warane? Und zu guter Letzt flitzen überall diese großen schwarzen Wespen rum, bei denen ich immer an den Film –Das große Krabbeln- denken muss, wenn die Heuschrecken losfliegen mit den Worten: „Los Jungs, KNATTERN!“

Huldigt dem Giraffengott 🤪






Einer der Hausbesi(e)tzer!


Gemütliche Sofaecke mit Fenstern ohne Glas (Glas gibt es generell nirgends, ebenso keinen Strom… es war halt nur eine Filmkulisse)




Maskenweber


männl. Felsagame


In der Zwischenzeit haben wir schon den Pool genutzt, Drinks zubereitet und chillen auf den Liegen auf dem Oberdeck als wir 2 Gestalten zum Haus kommen sehen. Sie kündigen sich nicht an, sondern verschwinden im Untergeschoß? – Ich sehe auch Kambahe gerade wiederkommen und gehe runter mal sehen was die hier wollen. Die beiden stehen in der Küche und interessieren sich amüsiert für unsere aufgestapelten Essensvorräte. (wir hatten mal den ganzen Wagen ausgeräumt um alles neu zu sortieren)

Die beiden sind Handwerker und wollen die „Reling“ reparieren. Wir denken an die umlaufende auf dem Oberdeck und verneinen, da wir ja nur den einen Tag hier haben und das dann doch störend wäre. Die beiden ziehen von dannen und wir laden Kambahe auf ein Bier und nach einem untrüglichen Blick auf Maras Zigarette auch eine solche ein. 🙂

Es wird eine nettes, kurzweiliges Gespräch. Ich weiß nicht mehr wie wir drauf gekommen sind, aber irgendwann versuchen wir ihm zu erklären was ein Stau ist und er guckt uns nur ungläubig an. Er macht den Job seit 5 Monaten und wohnt nebenan mit seiner Mutter und Großmutter zusammen. Auf die Frage ob ihm der Job gefällt und wie lange er den machen möchte antwortet er am liebsten für immer. Ich will es für ihn hoffen. Er ist sehr freundlich und sagen wir mal engagiert bemüht. Bevor er wieder geht zeigt er uns noch das „Penthouse“, da ich auch wissen will, wie man auf die Felsen raufkommt, es geht also weiter mit der Tour.

Das Penthouse


Unsere Residenz für die Nacht


Und mal wieder Ablutions der besonderen Art… rechts steht auch noch eine Badewanne


Im Penthouse findet sich eine Tür durch die man, nachdem der davor stehende Schrank aus dem Weg geschoben wurde, auf einen abenteuerlichen Kletterpfad hoch auf die Felsen kommt. Kambahe zeigt mir den Weg, Mara bricht nach einem kurzen Stück ab, weswegen ich zur goldenen Stunde mit Kamera und Stativ bewaffnet noch mal hochkletter, damit sie den Ausblick zumindest als Foto mal sehen kann...





Von oben sehe ich einen der Handwerker, den Pumpertyp mit Goldkettchen, diesmal mit einem anderen Gesellen im Schlepptau durch ein Tor auf der Rückseite des Hauses das Gelände betreten, wieder unangemeldet. Sie gehen durch den Hintereingang in die Küche und verlassen wenig später das Haus dann wieder. Gerade der eine ist mir nicht geheuer und ich mag‘ es gar nicht, dass hier anscheinend jedermann, jederzeit einfach über das Gelände laufen kann…

…egal, es ist kurz vor’m Sundowner und die perfekte Stelle dafür haben wir uns schon ausgeguckt. In der Sofa-Ecke wird eines der Möbel vor das Fenster geschoben, Wein bereitgestellt und auf den Sonnenuntergang angestoßen. Und PLÖTZLICH wird die Sonne dunkel. Hunderte und Tausende von Vögeln ziehen am Haus vorbei, aus unseren Fenstern betrachtet von rechts nach links. Ein Schwarm folgt dem anderen und es hört gar nicht mehr auf, wir wissen nicht wo die alle hinwollten, aber morgens früh geht das Spektakel dann wieder los, nur morgens in die andere Richtung von links nach rechts??? 😎





Es erwartet uns, oder besser mich, noch eine spezielle Nacht…

FORTSETZUNG FOLGT…


Gruß,
Robin
Teil 2816. Mai 2018
FORTSETZUNG - Tag 13 - 18.10.: Eine Villa für Zwei unter Belagerung

Wie angekündigt kommt mit den letzten, zaghaften Strahlen der Sonne Kambahe noch einmal vorbei. Er schlendert mit einem Kanister bewaffnet von Fackel zu Fackel und taucht das Oberdeck in ein tolles Lichtspiel der flackernden Flammen auf den Felsen. Und auch die Nase hat was zu tun, wird doch Benzin als Brennstoff verwendet. 😵
(das ist aber wirklich mehr als Anekdote zu verstehen, wirklich gestört hat es nicht, der Geruch hängt ja nicht fest dort)





Nachdem er noch den Grill vorbereitet und den Tisch schick eingedeckt hat verabschieden wir uns für die Nacht und machen uns daran zu kochen. Da Licht in der Küche unten Mangelware ist bemühen wir auch hier die beliebte Regel: „Kochen ohne Stirnlampe ist kein richtiges Kochen!“ Es gibt SCHON WIEDER Fleisch, noch ein Stück aus Swakopmund und Mara kann es langsam nicht mehr sehen. Sie bereitet uns ein ganz fantastisches Butternut-Püree zu und sogar ich muss zugeben, dass mir das Püree besser schmeckt als das 15. Stück Grillfleisch diesen Urlaub. Wir beschließen spontan, dass es morgen Abend mal kein Fleisch geben wird! 🙄 😊



Während wir oben am Tisch sitzen, unseren Wein und Kürbis genießen scheppert es in der Küche. Verdammt, wir hatten ja eh‘ schon so ein ungutes Gefühl wegen der ständig, unangemeldeten Besucher über den Tag. Ich schnappe mir die Stirnlampe und springe den Einbrechern über die Steintreppe im Innern des Hauses entgegen. Mara nutzt die breite Treppe außen um sie zu stellen…
… ich stolpere mit meinen Flip-Flops, kann mich gerade noch halten und während ich schon merke, dass ich mir gerade leicht den Fuß verknackse… SO ein Mist!… sehe ich in die tiefdunklen Augen eines ca. wieselgroßen, schwarzen Nager mit einem länglichen, geschmeidigen Körper der ein für ihn viel zu großes Stück Kudu-Billtong versucht aus einer der Vorratskisten zu ziehen. 😠

Verdammter kleiner Dieb. Es erschreckt sich so, dass ihm das Billtong aus dem Maul fällt und unter lautem Getöse die Flucht angetreten wird. Mara kommt um die Ecke und sieht das Chaos. Gott sind wir auch bescheuert alle Lebensmittel draußen rumstehen zu lassen!!!

Anhand zweier Abdrücke von kleinen, spitzen Zähnchen im Billtong erläutere ich Mara was passiert ist und wir beschließen gemeinsam, dass man das Billtong dennoch guten Gewissens essen kann. (gefühlt wird einem ja echt alles egal mit der Zeit)



Eine Ziegenbande belagerte das Haus, Maskenbülbüls tranken aus unseren Gläsern, Leute stromerten über’s Gelände und ein Nachtschwarzer Dieb versuchte unser Billtong zu klauen… lauter ungebetene Gäste den ganzen Tag, jetzt reicht es langsam mit der ganzen Aufregung und es wird Zeit für’s Bett.

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Die Nacht
Ich kann mich auf meine jahrelange Erfahrung verlassen und Mara ist nach wenigen Minuten tief und fest eingeschlafen… ich stehle mich wieder aus dem Bett. Ihr erinnert euch bestimmt, in meiner Stellenbeschreibung steht auch „Beschützer“ drin und ich schiebe mittlerweile eine mittelschwere Paranoia, dass man hier oben im Penthouse schläft, aber überall Leute ins Haus können, die Tür zum Penthouse sich nicht abschließen lässt, was auch sinnfrei wäre ohne Fenster die man schließen könnte.

Ich schleiche mich also auf leisen Sohlen mit meiner Stirnlampe durch’s Haus und fange an die wichtigsten Wertsachen wie zu Ostern im ganzen Haus zu verstecken. Meine Paranoia verstärkt sich und ich suche mir aus unserem Kochbesteck die stumpfe Machete, die ich mit ins Penthouse nehme. Vor die Tür wird ein Beistelltisch geschoben, damit es zumindest sofort laut ist wenn jemand einzudringen versucht und da man direkt neben der Tür theoretisch nur über eine kleine Mauer klettern muss und im Bad steht baue ich aus aller Deko und Badutensilien eine Stolperfalle hinter die Mauer. Perfekt, wenn da jemand drüber steigt scheppert es auch ganz gewaltig. 🤨 😄

Zufrieden lege ich mich hin und trotz meines üblicherweise tiefen Schlafs werde ich Nachts durch verdächtige Geräusche wach. Es knarzt vom Weg zum Penthouse hoch. Ich tappse aus dem Bett, schiebe den Tisch zur Seite und schleiche mich nach draußen. 2 paar Augen starren mich an, breiten ihre Flügel aus und flattern in die Nacht davon. Da sind die Eulen! (wir leben seit etwas über einem Jahr neben einem Vogelschutzgebiet in dem es Steinkäuze geben soll und Eulen stehen oben auf meiner Wunschliste)

Auf Zehenspitzen geht es zurück in den Schlafraum. Ich öffne so leise es geht die große Kiste mit dem schweren Deckel in dem die Zusatzdecken liegen. Unter den akkurat gefalteten Decken und mehreren Laken und Bezügen finde ich... meinen Fotorucksack. 🙄 😗

Ich beziehe Stellung gegenüber dem Eingang zum Eulennest im Penthouse und nur das Objektiv ragt durch die Planen vor den Fenstern hervor. Ich warte bestimmt 1 Stunde in der Hoffnung, dass die Eulen wieder da auftauchen wo ich sie gerade aufgeschreckt habe, aber leider lassen sie sich nicht mehr blicken. Naja, dann kann ich, wo ich eh‘ wach bin noch etwas machen, dass ich bislang verpasst hatte… ein Sternenfoto.



Am nächsten Morgen bin ich trotz meiner etwas kurzen Nacht früh wach… ich muss ja noch einige Spuren beseitigen. Den Tisch wegschieben, das Bad herrichten und wie ein Eichhörnchen die Winterverstecke alle wieder finden… achja und die Machete neben dem Bett hätte auch zu blöden Fragen geführt. 😗

Wir packen morgens unseren ganzen Kram wieder ein. Kambahe lassen wir eine große Kiste Vorräte, frisches Fleisch und.. und.. und.. vor Ort. Er freut sich sehr und findet auch direkt ein paar Dinge er seiner Mutter und Omma mitbringen kann. Wir freuen uns jetzt auf 2 Tage Etosha und Tiere satt, mal sehen ob uns das auch so gefällt wie der bisherige Landschafts-Trip durch Wüste und tolle Landschaften. Seit dem Erlebnis mit den Wüsten-Elefanten hat sich unsere Skepsis schon deutlich gelegt. 🙂

Ein, alle Striche grün leuchtend, voll geladenes Handy liegt im Handschuhfach, man weiß ja nie, wann man mal einen wichtigen Anruf tätigen muss, daher merkt Euch:



Gruß,
Robin
Teil 2929. Juli 2018
Tag 14 - 19.10.: Warten am Zebrastreife auf den Italianicus Ahaicus



Diesen Morgen geht es also los in Richtung Etosha, dieses sagenumwobene Land, wo alle hin wollen die in Namibia sind. Safari machen… wir sind gespannt. Wir haben ja tatsächlich extra wenig Zeit dafür eingeplant, denn ob wir Lust drauf haben, stundenlang im Auto zu hocken um Tiere zu suchen, dass wissen wir noch nicht wirklich.



10:46h passieren wir das Galton Gate, das Prozedere am Gate geht eigentlich recht flott, da wir Glück haben und vor einer größeren Reisegruppe ankommen und somit alleine am Schalter stehen. Noch einen sehr nützlichen Parkplan gekauft (wer den für die Planung braucht, hab‘ ich auch digital… einfach PN schicken).

Und weil ich ja so ein Fuchs bin (nicht so schlau, riech‘ aber so) fällt mein Blick auf ein hoch wissenschaftliches Plakat, auf dem irgendwas von „Fotos machen und helft mit, die Hartmann Zebras…“ – ja, schon klar. Zebras seitlich fotografieren, kriegen wir hin! Machen wir mit!



Wir fahren also los und nach vielleicht 20 Biegungen die ersten Zebras! – Toll. Die müssen wir dokumentarisch natürlich festhalten, hat ja das Plakat gesagt… getan. 🙂







Bis OlifantsRus nehmen wir den Weg oben rum über das Dolomite Camp. Der Anfang des Weges ist sehr bewaldet. Die Tiere verstecken sich effektiv vor uns, aber ein paar Vögel lassen sich blicken und Zebras… hier sind überall Zebras? Wer soll die denn alle fotografieren? – Also nee, so wird das nix. Wir erkennen doch sowieso nicht welche die richtigen nicht. Wir sind also noch kaum eine halbe Stunde im Park und kommen uns schon dämlich vor, dass wir die ersten 4 Zebras noch versucht haben einzeln abzulichten. Das waren vermutlich eh‘ nur ganz normale Zebras… alles Quatsch. Das lassen wir ab jetzt bleiben.

Wer hätte das gedacht, da schaue ich letzte Woche die Fotos durch und muss feststellen, dass die ersten Zebras doch tatsächlich Hartmanns waren. Und wieder einmal fliegt die Flache Hand zur Stirn und wir stellen uns die Frage „Done it! – Got it?“ 😄

Ein Vogel?!


Könnte ein Langzehenrötel – (Monticola explorator) sein


Wie gesagt, viel Wald, aber Tiere keine zu sehen… die verstecken sich anscheinend alle!


Beim nächsten Wasserloch treffen wir auf noch mehr Zebras, aber auch ein paar Schwarznasen-Impalas drängen sich im Schatten, langsam wird es empfindlich heiß. Alles hier ist sehr trocken, die Wasserlöcher führen kaum noch etwas vom lebensspenden Nass. Aber das Vogelglück lässt sich tatsächlich sehen am heutigen Tag, also für unsere Verhältnisse. 😐 Auf dem Weg können wir doch das ein oder andere Federvieh ablichten. Wir setzen unseren Weg fort, wollten eigentlich kurz am Dolomite anhalten, aber da niemand auf uns reagiert und wir wie befohlen im Auto bleiben, fahren wir nach 10min. weiter, an Duineveld und Nomab vorbei zu einem Zwischenstop in OlifantsRus.

Zeit auch die Aufgabenverteilung für die folgenden Tage klar zu regeln. Fahrer fährt, Beifahrer findet die Tiere. Irgendwie sinnvoll soweit. Ich nehme das mal voraus. Mara war schon immer gut im Suchen, nur die Sache mit dem Finden bereitet ihr Probleme. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie oft wir das üben seit fast einem Jahr für den nächsten Urlaub. Immer wenn wir Auto fahren geht es darum wer die meisten Greifvögel sieht.
Für Etosha 2017 halten wir fest… Tiere hat der Fahrer gefunden, mit der Ausnahme von Erdhörnchen, bei den kleinen, niedlichen Gesellen hat Mara wahre Adleraugen. 😎

Endlich mal wieder Zebras


… Zebras satt


Schwarznasen-Impalas – (Aepyceros melampus petersi)


Schlangenadler – (Circaetus gallicus)


Grautoko – (Tockus nasutus)


Auf dem weiteren Weg… immer dasselbe Spiel:
# Anhalten.
# Warten.
# Nett grüßen.
# Etwas länger warten.
# Sich wundern, dass 50-100 Zebras immer in einer Reihe hintereinander herlaufen.
# Warten.
# Sich freuen, dass endlich eines anhält.
# Langsam anrollen.
# Sich ärgern… nein AUSRASTEN!, dass das Zebra hinter dem Wartenden die Idee nicht mitkriegt und weiterläuft.

ZEBRAS NERVEN! ***crazy***

Der Endgegner!


So quälen wir uns also an einem natürlichen Zebrastreifen nach dem anderen vorbei und schauen links wie rechts ob sich andere Tiere zeigen. Aber es sind einfach keine zu sehen… es soll hier doch auch Giraffen geben? – wir entdecken nur wieder Vögel.

Noch’n Vogel?


Garbarhabicht (Micronisus gabar) – na bitte, die größeren kann ich langsam


Ansonsten nur gähnende Leere, nix zu sehen…


Und noch irgendein Vogel… vermutlich immer derselbe. Der folgt uns.


Es ist mittlerweile später Mittag. Nachdem wir schon beim Dolomite-Camp mal Pause machen und eine Toilette aufsuchen wollten, freuen wir uns, als am Horizont Zäune auftauchen. Das müsste unserem Parkplan nach doch OlifantsRus sein, unser Tagesziel, dass wir jetzt erst einmal als Zwischenziel nutzen wollen. Eine Bewegung im Augenwinkel erregt dann doch noch unsere Aufmerksamkeit.

Es gibt hier ja doch Giraffen!


Und natürlich ein Stück weiter noch ein paar Zebras... Klaro!


Zweimal muss auf dem Weg dann doch noch scharf gebremst werden. Ein Baum voller Tokos. Und ich glaube, dass sind die einzigen die nicht sofort flüchten als wir neben ihnen anhalten. Ein kleines Stück weiter finden auch noch einen Steppenfalken. Für uns ist das wirklich ein bisher vogelreicher Tag und es wird noch besser werden. 😎

Gelbschnabeltoko (Tockus flavirostris)




Steppenfalke (Falco rupicoloides)


OlifantsRus gefällt uns auf den ersten Blick direkt sehr gut. Kein riesiges Camp, eher eine kleine Menschen-Oase in der Wildnis. Die alte Elefantenschlachterei hat irgendwie ein gleichzeitig faszinierendes, wie beklemmendes Flair. Es geht zur Anmeldung und der nette Angestellte teilt uns einen Platz direkt am Zaun zu und rät uns wenigstens unsere Stühle und Tische auf den Platz zu stellen, damit er als vergeben markiert ist. Es kommen doch täglich viele Fahrzeuge ohne Anmeldung die noch versuchen unterzukommen. (der Rastplatz im Camp ist dann auch über Nacht gut besucht, anscheinend hat die Methode Erfolg)

Da wir uns sowieso zu einer kleinen Pause entschlossen haben streifen wir etwas über den Platz, schauen uns die alten Schlachtgestelle an und gehen auch mal kurz zum Wasserloch der Anlage. Man wandert über einen langen Steg, überquert den Zaun und landet in einem Turm, der mitten im Wasser steht. Das ist schon toll und wir haben auch Glück, ein paar Tiere sind schon da… ZEBRAS! 😣



Der Ausguck


Blick über das Camp


Das alte Schlachtgestell…


…und die entsprechenden Überbleibsel


Ich lese noch ein bisschen im kleinen Museums-Rondell, aber mache dann doch lieber nur schnell Fotos der Tafeln, in dem Gebäude hat es gute 55 Grad. Also schnell noch ein Abstecher zur Verwaltung, ich hatte dort noch eine Tafel mit Tieren gesehen, die man in der Gegend finden kann und das Sichtungsbuch muss geprüft werden. 🙂

Leider eine kleine Enttäuschung. Es hat Nashörner und Löwen, aber seit 2 Wochen gab es keine Elefantensichtungen im Buch. Vielleicht ist es euch aufgefallen. Bislang gab‘ es keine Elefanten für uns und OlifantsRus macht da keine Ausnahme und seinem Namen keine Ehre. 🙁

Als wir zum Auto zurückgehen spricht uns noch einer der Ranger an. Er ist mit einem Fotografen unterwegs, schon einige Tage und auch wenn die beiden kaum Elefanten entdeckt haben, so haben sie heute doch einen einzelnen Bullen entdeckt der in Richtung des Camps unterwegs war. Er könnte heute Abend am Wasserloch sein. Na das hört sich doch vielversprechend an. 😎

Für den Nachmittag sollen wir am besten nach Jakkalswater fahren, da haben die beiden in den letzten Tagen Nashörner entdeckt. Da sagen wir natürlich nicht Nein, der Plan für den Rest des Tages ist gesetzt und vielleicht können wir bis Ende des Tages noch ein paar Haken an die Tiertafel machen.



Mal sehen… das Rhino sollte wohl noch drin sein.

FORTSETZUNG FOLGT…

Gruß,
Robin
Teil 3031. Juli 2018
FORTSETZUNG - Tag 14 - 19.10.: Warten am Zebrastreife auf den Italianicus Ahaicus



Wir machen uns also auf in Richtung Jakkalswater und, die Strecke wird zwar mit knapp einer halben Stunde angezeigt, aber man braucht ja doch immer länger. Gleich vorab sei gesagt, dass wir hier den Fehler gemacht haben, vorher gar nicht genau zu schauen, wann wir eigentlich zurück sein müssen. So hatten wir grob 18:30h gedacht und geplant wollten wir 18:15h anpeilen. Sicher ist sicher.
Die Gates machten aber erst um 18:54h dicht, also immer drauf achten bevor es los geht!

Wir waren gar nicht lange unterwegs und das Vogelglück blieb uns hold. Neben der Straße entdeckten wir eine glückliche Straußenfamilie. Putzmunter mit 6 Kleinen, zu niedlich. Hier mussten wir natürlich länger stehenbleiben und uns das Treiben anschauen. Da wir uns ruhig verhielten, war auch die Mutter ganz entspannt.



Angekommen bei Jakkalswater und mit den großen Erwartungen auf Rhinos war hier irgendwie nur tote Hose. Immerhin, eine kleine Giraffenfamilie war anwesend und übten sich im Synchrontrinken. Ein Springbock tat sich gütlich an stacheligen Büschen… seine Fressposition sah irgendwie unentspannt aus. 🤪







Wir waren nun doch etwas enttäuscht, aber weiter weg vom Camp zu warten machte keinen Sinn, also zurück und auf mehr Glück hoffen bei Okawao. Das Wasserloch ist näher dran und wenn alle Stricke reißen gibt es ja immer noch das hauseigene Wasserloch bei OlifantsRus. Wir biegen also Richtung Okawao ab und als wir um die Ecke kommen werden wir direkt attackiert! 😮

Locker 50-60 Tiere greifen unser Auto frontal an!

..
Sie stürmen in unsere Richtung, wie von Sinnen!
..
.
Und drehen ganz knapp vor’m Auto nach rechts ab! – Glück gehabt.

Wir waren so perplex, dass wir mit Vollbremsung angehalten haben und nach dem ersten Schock und der Freude überlebt zu haben nur noch die Nachhut auf’s Bild bannen konnten.

Mal ehrlich, sind Perlhühner immer so drauf, dass die zu Dutzenden über die Straße stürmen 😗 😛


Ich denke mal das hier ist ihr General, der hatte alles genau im Blick!


Am Wasserloch dann wieder ein paar übliche Verdächtige wie Giraffe, die drei Springböcke von der Tankstelle und jetzt konnten wir auch Kuhantilopen von der Liste haken. Also zumindest kam noch etwas abwechselnd in unser Sichtungs-Menü. Es zeigte sich Staub am Waldrand und kaum das wir die Streifengänger sahen war es dann wirklich Zeit zu gehen. Nicht schon wieder Zebras! 😣



Kuhantilope (Red Hartebeest)


Nix wie weg!


So, jetzt müssen wir auch langsam zurück, wir haben zwar noch etwas Luft, aber zu sehen gibt es einfach wenig. Auf dem Rückweg scheuchen wir noch etwas die Straußenfamilie vor uns her. Die sollen einfach abbiegen, wir wollen die ja gar nicht stressen, aber sie ziehen es vor auf der Straße vor uns herzulaufen.



Irgendwann überholen wir sie doch, bzw. biegen Sie ab und während wir so durch die Gegend träumen steht plötzlich ein grauer Riese neben uns in den Büschen. 😎

Genüsslich zerlegt er einen kleinen Baum, wir stehen auf der anderen Straßenseite und können unser Glück nicht fassen. Na das ist doch noch ein echtes Highlight. Also Kamera raus und mal ein paar Fotos machen, das muss wohl der einzelne Bulle sein von dem der Ranger erzählt hat.

Schmeckt so ein Baum, aber…


…könnt ihr mal aufhören immer nur Fotos von mir zu machen, guckt doch mal da drüben…


… da kommt schließlich der Rest der Familie! 🤩

Und tatsächlich haben wir es nicht mit einem Einzelgänger zu tun, sondern einer ganzen Herde. Linkerhand kommen sie alle aus den Büschen und kreuzen hinter uns die Straße. Ein Elefant übernimmt dabei anscheinend die Aufpasser-Rolle, er ist immer der letzte der Gruppe und hat uns genau im Blick… und ist ein bisschen nervös.





Der Aufpasser hat uns immer im Blick


Wir rollen Rückwärts neben der Herde her, die jetzt neben der Straße durch die Büsche läuft und der Aufpasser trötet uns an. Klares Zeichen. Unser Fehler! Wir fahren ein Stück vorwärts, wenden den Wagen und fahren auf der anderen Straßenseite wieder langsam näher mit gebührendem Abstand. Das stimmt ihn zufrieden und die Herde zieht friedlich weiter, vermutlich zum Wasserloch.





Hier sieht man einmal fast die ganze Herde zusammen 🙂


Wir folgen noch etwas und erhaschen immer mal wieder Blicke durch die Büsche. Ein Halbstarker präsentiert sich dann doch noch mal in aller Pracht und verabschiedet uns.







Macht es gut!


Da wir
1. Eh schon denken keine Zeit zu haben und
2. Jetzt auch viel Puffer eingebüsst haben bei der Herde..

..entschließen wir uns dennoch zum Camp und nicht noch einmal zum Wasserloch zurück zu fahren. Man sollte sein Glück ja nicht überstrapazieren und wir wissen ja, dass wir gerne mal zu spät unterwegs sind. 😉

Wir sind auf jeden Fall überglücklich. Da rechnet man mit nichts und insgesamt haben wir bei der Herde so ca. 15 Elefanten gezählt, gut gemischt mit ein paar Jüngeren und Halbstarken. Wie schön!!!

Wieder nehmen wir die Straße unter die Räder und sind kaum 2 Minuten unterwegs, als links schon wieder etwas durch die Büsche stapft. Diesmal ohne Vorhut, dieses Mal kommt die ganze Familie auf einmal Richtung Straße getrottet. 😎 🙂







Jetzt können wir unser Glück nun wirklich nicht mehr fassen. Der Ranger am Schalter später im Camp schaut mich mehr als misstrauisch an, als ich 2 Elefantenherden direkt bei Okawao ins Sichtungsbuch schreibe. Irgendwie schien er uns das nicht recht glauben zu wollen, hatten sie doch kaum Sichtungen die letzten Wochen.

Diesmal können wir besser zählen, die Herde besteht aus 11 Tieren, es kommen nämlich noch ein paar Nachzügler…



Guckt der verschmitzt oder freundlich?




Wir werden wieder inspiziert, aber diese Herde ist deutlich entspannter unterwegs. Sie trotten ihrer Wege, ruhig und gemächlich. Wir schießen noch ein paar letzte Fotos…



… und dann wird es schlussendlich doch langsam Zeit, dass wir mal ankommen. Mit einem freundlichen Wink bekommen wir die korrekte Richtung angezeigt und auf dem Weg zurück ins Camp hört man fröhlichen Gesang aus unserem Auto dringen: …wenn die Frühpatrouille naht, wenn die Frühpatrouille naht. Munter schreiten durch die Flur Elefanten mit Bravour,… 😄




Zurück im Camp:
Es hat schon seine Vorteile, wenn man nicht so recht den Zeitenplan kennt. Man ist wenigstens mal früh genug zurück um im Hellen noch den Wagen aufzubauen und alles etwas entspannter angehen zu lassen. Genug Zeit also um zu einem kleinen Plausch zur Nachbarcampsite zu schlendern. Mir ist ein Camper aufgefallen mit einem Aufbau der sich wie eine Art Muschel auseinanderklappt.

Es handelt sich bei den temporären Besitzern um ein junges, italienisches Paar und wir fachsimpeln über die Vor- und Nachteile unserer Fahrzeuge. Wir sind wendiger und haben mehr Bodenfreiheit und Spiel, dafür muss man über die Leiter ins Zelt. Ihr Schlafbereich bietet viel mehr Platz und alles hat viel Stauraum. Mitten im Gespräch, direkt vor meinen Augen verwandelt sich der nette, junge Mann in den „Italianicus Ahaicus“. Er spricht weiter, denn einzig seine beiden Staubklappen sind etwas zu klein geraten. Da hätte er sich mehr oder größere Einlässe gewünscht, damit der ganze feine Sand besser aus dem Innenraum gezo…………….

……. FLASHBACK!!!!!!!!

Es ist Tag 04 unserer Reise, wir sind im Sossusvlei, also geschmeidige 10 Tage her, vielleicht erinnert sich jemand:
Bei der Gelegenheit entdecke ich einen Sonnenstrahl im hinteren Aufbau. Anscheinend hat sich eine kleine Klappe auf unserem Dach geöffnet. Vermutlich durch die Rumpelstrecke, zumindest ist mir das bisher nicht aufgefallen. „Das wäre ja doof wenn es regnet und dann das ganze Wasser in den Innenraum läuft!“, denke ich mir bei ca. 32 Grad!, mitten in der Namib!!, einer der trockensten Wüsten der Welt!!!

Es fällt der Groschen, eigentlich fällt Dagobert Ducks gesamter Geldspeicher. 😄 😊
Ich verabschiede mich nett, frage noch ob wir uns gleich beim Sundowner sehen, gehe verstohlen zum Auto, immer auf der Hut, dass mich auch bloß keiner bei dieser Schmach entdeckt… klettere ins Alu-Canopy und drücke mit etwas Aufwand unsere Staubklappe wieder auf. Kein Wunder, dass seit dem Sossusvlei die Karre sowas von zugesandet ist. Und wir haben uns schon gwundert was plötzlich los ist. Da ja eine Hand schon nicht mehr reicht, die gerade Richtung Stirn schlägt, stellt euch einfach einen Elefantenrüssel vor der mir vor den Kopf klatscht. 😣

Jetzt brauche ich aber wirklich ein Bier und so begeben wir uns zum Sundowner. Auf halber Strecke zum Aussichtsturm im Wasserloch ist eine weitere Plattform mit Sonnenschutz errichtet, die dem Camp als zentraler Sundowner-Point gilt. Hier trifft man sich mit einem kühlen Getränk und verabschiedet den Tag. Sehr chillig, toll gemacht und eine nette Atmosphäre. Ich packe die Kamera aus und versuche mich bei dem spektakulären Himmel inkl. Bonbonfarben und Wolken am Horizont auch mal an einer Belichtungsreihe.

Da ganz rechts wo ein paar stehen ist die Plattform


Meine einzige Mehrfachbelichtung des Urlaubs


Und noch ein Werbebild für SCR… muss ich denen wohl noch schicken. 😎


Heute gibt es bei uns fleischlose Kost, das erste Mal auf seit über einer Woche. Wir sind dem Grillen etwas überdrüssig und so gibt es passend zur Geräuschkulisse Pasta mit Tomatensauce. Welche Geräuschkulisse? – naja, der „Italianicus Ahaicus“ scheint eine Art Formwandler zu sein. Nachts wird er zum „Italianicus Rumwüttikus“. Ich höre mir das Gezeter und Geschreie eine zeitlang an. Mara und ich amüsieren uns prächtig. Typisch italienisches Temperament halt.

Irgendwann höre ich ein wütendes und noch viel lauteres Vaffanculo!!!!

Langsam hört es sich ernst an und ich beschließe mal nachzusehen. Die beiden stehen an ihrem Kühlschrank und er wütet rum. Der Engel ist ausgefallen und das hat er dem Vermieter auch gesagt, aber der meinte ja es ist schon alles gut. Ja *“(‚“?!*# auch, nix ist gut. 😈

Wir versuchen mit ein paar Sicherungen auszuhelfen, aber das bringt nichts. Der Kühlschrank bleibt tot. Es bleibt uns nur die beiden zum Essen und einem Schluck Wein einzuladen und wir bieten ihnen Platz in unserem Kühlschrank zumindest bis morgen früh an. Das stimmt ihn etwas ruhiger, so können wenigstens die wichtigsten Dinge den defekten Kühlschrank überleben.

Die beiden drücken uns 2 kleine Flaschen Wasser und eine Schale Erdbeeren in die Hand.
-- „…ääähh, ja klar. Kühlen wir für euch.“
-– „Super, ohne kaltes Wasser geht gar nicht über den Tag!“

Ist dem klar, dass mal davon ab, dass er uns die einzigen 2 Sachen in die Hand drückt aus seinem Kühlschrank die definitiv nicht gekühlt werden müssen, so ne kleine Flasche Wasser sowieso in 30 Minuten nur noch Zimmertemperatur hat am nächsten Tag. Das Abendessen schlagen Sie aus, auf den Wein kommen wir noch zurück und wir spazieren bewaffnet mit Wasser und Erdbeeren zurück zu unserer Campsite und genießen unsere Pasta bei schöner Ruhe.

Plötzlich ein Schrei, eher ein Triumphgebrüll. Der Italiener taucht im Schein unseres Lagerfeuers auf und erzählt stolz, dass der Kühlschrank wieder läuft. Der dumme Vermieter hat gesagt er solle bei der Elektrik nie auf den Knopf „DANGER“ drücken, aber das hat er jetzt einfach gemacht und siehe da, der Kühlschrank geht wieder. Ist auch ne Methode, funktioniert aber anscheinend. 🤨

Allen Unkenrufen zum Trotz haben wir mit den beiden dann noch einen sehr schönen Abend bei einer Flasche Weißwein im Hide beim Wasserloch verbracht und auch unser Rhino haben wir dann doch noch gesehen.



Die Highlights des Abends zusammengefasst:
- Generell die Stimmung am Wasserloch bei nächtlicher Beobachtung, man ist so nah dran 😎

- Eine Giraffe beim Trinkversuch, schon mühsam wie sie gut eine halbe Stunde lang das Trinken nur andeutet um evtl. Fressfeinde aus der Reserve zu locken. Und dann hat sie doch nicht ihre Angst überwunden und gar nix getrunken.

- Eine Eule die immer ihre Bahnen über dem Wasserloch zog.

- Und ein weiteres Rhino mit vollem Horn und inkl. Jungem (da hab ich aber wegen des roten Lichts schon das Fotografieren aufgegeben… beim Foto oben, habe ich einfach komplett nur rot entsättigt… daraus ist dann ein SW geworden)

Obligatorisch für das Ende eines Abends, oder in diesem Falle eher das Ende einer frühen Nacht, der Versuch den Sternenhimmel abzulichten. Der Vordergrund war allerdings etwas arg hell dafür.



Nachts musste ich irgendwann mal raus aus dem Zelt und auch wenn man eingezäunt ist, hat man schon ein mulmiges Gefühl, wenn man nachts um 3.30h alleine Richtung Ablutions marschiert, da im Camp die Generatoren nachts aus sind. Kein Geräusch mehr, kein Licht. Ich habe irgendwie hinter jeder Ecke mit einem Löwen gerechnet. 😐


Und mit diesem Schlusswort ziehen wir ein sehr positives...

FAZIT OlifantsRus
Hier hat es uns sehr gut gefallen. Das Wasserloch mit dem Turm drin ist toll. Das Camp ist sehr klein und somit noch deutlich beschaulicher als die großen Camps im Park. Personal war nett, die Ranger sehr hilfreich und interessiert (da kommt noch was am nächsten Tag), also rundherum zu empfehlen soweit es uns betrifft.

Ein Tipp noch zum Hide. Er hat 2 Ebenen. Oben kommt man an, man kann aber auch runter gehen auf Augenhöhe zu den Tieren. Lasst das, speziell nachts. Erstens sieht man viel schlechter, da es unten Scheiben hat und diese viel zu dreckig sind, zweitens ist ein Bewegungsmelder angebracht im Treppenhaus der das Licht einschaltet. Wir wollten die Rhinomama mit Jungem auch unten betrachten und das Licht hat sie sofort in die Flucht geschlagen.
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Last but not least, was sonst könnte es sein, das heutige…



Gruß,
Robin
Teil 3117. Aug. 2018
Tag 15 - 20.10.: Der Italianicus Bedankicus ist Löwenfutter!

Wir stehen heute mal sehr früh auf… schon wieder… wie immer. Kaffee aufsetzen, schnell fertig machen, Katzenwäsche und dann geht es auch schon los. Wir haben für den Weg das Essen schon vorbereitet, denn wenn wir schon im Park übernachten, dann wollen wir auch mit Öffnung des Gates raus in Wildnis. 😎

Mit dem Sonnenaufgang geht es also raus aus dem Gate, aber was ist das? – vor uns steht schon einer, dass gibt es doch gar nicht. Außer uns haben wir niemanden im Camp schon fertig gesehen. Mara nutzt den Schockmoment für ein Foto der frühen Sonne und als es losgeht freuen wir uns wie der Wagen nach links abbiegt. Wir wollen rechts lang, also haben wir doch die Pad und den Park erstmal ganz alleine für uns. Aus Richtung Osten kann ja keiner kommen. 😉



Für uns geht es direkt auf die lange Pad in Richtung Ostteil des Parks. Anfang des Weges ist es hier sehr einsam. Tiere sind weit und breit nicht zu sehen, die einzigen Vertreter der Fauna die uns begegnen sind offensichtlich Schlafbäume der Geier und ein einzelner, einsamer Steinbock zeigt sich auch noch auf dem Weg. Die Wasserlöcher links und rechts des Weges sind abwesend… hier findet sich kein Wasser mehr. Tobieroen und Teespoed führen kein Wasser, obwohl es künstliche Wasserlöcher sind. Nur noch trockene Ödnis, wie das Umland. Der Vorteil hier ist, dass man keine Zeit verliert, die Wasserlöcher sind so nah an der Straße, dass es nur 2 Minuten dauert kurz nachzuschauen. Also werden wir das auch weiter so halten.



Bei näherem Hinschauen sind es Kapgeier




Gesagt getan, auch bei Duiwelsvuur versuchen wir wieder unser Glück und es lohnt sich. Hier hat es noch Wasser und eine kleine Herde Kuhantilopen lässt sich blicken und drumherum ist auch noch richtig viel los. Hier habe ich es auch endlich, endlich mal geschafft Vögel im Flug zu fotografieren, aber seht selbst!!!

Kuhantilopen – Red Hartebeest


Und Vögel im Flug satt, nur bei der Bestimmung habe ich noch Probleme… 🤪


Auch wenn wir noch gar nicht lange unterwegs sind gilt die Devise, ein Klo lässt man nicht aus, man weiß ja nie wann wieder eines kommt. Wir steuern also den ersten Picknickplatz an und ersparen den Mitfahrern einfach mal jegliche Details. Interessant ist nur die Technik. Wie stelle ich den Wagen möglichst so hin, dass bei überraschendem Tierbesuch die Flucht ins Auto schnell möglich ist?

Hier gar nicht so relevant, keine Bäume, keine Büsche. Um uns herum nur Graslandschaft, da sieht man schon auf weite Entfernung, wenn was kommen sollte. (Oh Boy…!, wie falsch wir damit liegen zeigt sich viel später am Tag)

Vom Rastplatz sind es nur ein paar Meter bis Sonderkop, der obligatorische Abstecher ob hier was los ist, das Wasserloch liegt ja nah an der Straße und ebenso nah liegt eine Löwin an einem Termitenhügel im Schatten. 🤩

Wie schön, unsere erste Wildkatze, na so kann der Tag doch beginnen. Wir sind hier ganz allein und stellen uns taktisch günstig auf die Pad und beobachten das etwas schläfrige Treiben. Ist uns aber egal, es ist die erste Löwin, da ist man gar nicht so wählerisch.



Wo guckst du denn hin?


Wir folgen ihrem Blick und entdecken unter den Bäumen hinter uns ihren Männe. 🙂
Er bringt sich etwas in Pose und schlendert dann zu ihr rüber. Kurzes beschnuppern und ab geht… die nächste Runde Nickerchen. Wir warten noch etwas ab, aber es passiert nicht viel. Obwohl wir gerade erst am Rastplatz waren, müssen wir schon wieder. Ich schätze mal die Aufregung.





Wir fahren also noch mal kurz zurück, wieder Pinkelpause und klar schauen wir noch mal bei den Löwen vorbei. Hier steht mittlerweile ein weiteres Auto. Es ist der Ranger vom Vortag mit seinem Fotografen und die beiden geben uns Handzeichen und präsentieren stolz ihren Fund. LEUTE, da müsst ihr früher aufstehen, das ist unsere Sichtung. 😛

Zwischenzeitlich hat die Löwin den Schattenplatz gewechselt und auch der feine Herr entschließt sich, es ihr gleich zu tun. Dabei geht er majestätisch genau vor unserem Wagen über die Pad, sind schon tolle Tiere. Zuerst sieht es so aus als geht da was, aber er schaut auch beim neuen Schlafgemach nur einmal kurz nach dem Rechten und dann entschließen sich beiden im Traumland auf Gnujagd zu gehen.









Ein paar Minuten warten wir noch, aber da passiert nichts mehr und wir nehmen glücklich die Pad wieder unter die Räder. Das Wasserloch am Damm soll recht ergiebig gestern gewesen sein, hatten wir im Camp erfahren. Aber mal abgesehen von einem einzelnen Oryx, der uns auch noch die kalte Schulter zeigt, passiert weder auf der Strecke noch am Wasserloch mit dem unausprechlichen Namen „Ozonjuitji m’Bari“ irgendetwas.



Ganz alleine hier ziehen wir weiter über den Damm und damit in den Ostteil des Parks… STOP! –Vollbremsung. (#dramatikmodusaktiviert) 😣

Da war doch gerade was, Mara fragt sich noch was los ist, da sehen wir 2 kleine Fellballen im Rückspiegel über die Straße huschen. Ein Fellknäuel legt sich linkerhand die Böschung runter ins Gras und guckt uns mit großen Augen an. Von Brüderchen oder Schwesterchen oder irgendwelcher restlichen Verwandschaft ist nichts zu sehen und so liegt er da. Nach Weiblein, Männlein nur kurze Zeit später Löwensichtung #3, ein Baby-Löwe. 🤩

Es bleibt Zeit für ein paar Fotos von jeder Seite und dann trollt sich der Kleine ins hohe Gras und wir verlieren ihn aus den Augen. Am Ende des Damms wenden wir nochmal und suchen langsam die Böschung nach dem zweiten oder anderen Katzen ab. Ein Auto nähert sich, wieder der Ranger und er fragt ob wir was gesehen haben, weil wir so suchen. Wir erzählen ihnen von den „Young-Ones“, die beiden bedanken sich, fragen wo genau der eine abgebogen ist und machen Notizen. Sie wollten dann dort etwas verbleiben und schauen ob sie die beiden finden können.







Nächster Halt Picknickplatz am Sprokieswoud. Wieso genau heißt es eigentlich, man solle sein Fahrzeug nicht verlassen. Also nicht falsch verstehen, die Grundidee ist mir schon klar, aber dieser Platz hat einfach mal gar keinen Zaun. Die Toiletten sind so Schnecken, die auch keine Tür haben.Es hat aber einzelne Parzellen mit Steintischen und Hockern, mitten im Gras- und Buschwerk und überall Schattenspendende Bäume. 😐 🤨

Also ob ich hier Halt mache oder einfach auf der Pad macht praktisch keinen Unterschied. Egal, hat dennoch auch etwas Gutes, bei der Gelegenheit erfahren wir, dass es sich ein Löwenrudel bei Okondeka bequem gemacht hat und so entschließen wir uns spontan dazu, die alternative Route über Adamax zu nehmen und uns das mal anzuschauen. Vielleicht haben wir ja wieder Glück.

Der Weg beglückt uns mit einer eher schlechten Pad, aber dafür diverse neue Vogelsichtungen und auch einer sehr schönen Landschaft und endlich auch mal wieder Webervogelnester satt.

Gackeltrappe




Riesentrappe






Auf der Nebenstrecke haben wir bislang noch niemanden gesehen, aber ein Stück voraus stehen zwei Autos beieinander… oh yeah, Sichtung Baby! Das ist ein untrügliches Zeichen, doch kurz bevor wir ankommen fährt einer der beiden Wagen los. Wir rufen ihm kurz rüber, ob sie was gesehen haben.

„No, they have a flat tyre, we’ll help them.“

Machen wir natürlich auch und das fußkranke Fahrzeug wird zwischen uns eingekeilt. Also doch keine Sichtung, aber wartet mal… irgendwie doch. Wir entdecken hier die 3. Unterart des Italianicus, in diesem Falle den Italianicus Bedankicus. Wir machen die Tür auf und es schlägt uns ein
„Thank you, thank you, thank you… you saved our lives!“ entgegen. Ein überglückliches, männliches Exemplar, dass auf den Rufnamen Gianni hört wuselt um uns herum und überschüttet uns mit Lobeshymnen und das wir die beiden gerettet haben. – immer langsam, wir haben erstens noch nichts gemacht und zweitens überleg‘ ich es mir gerade noch. 😈

Das weibliche Exemplar der Spezies hat wiederum die Parkregeln nicht nur verstanden, sondern zur Doktrin erklärt und weigert sich immer noch strikt aus dem Auto zu steigen und sich direkt fressen zu lassen. Das andere Superhelden-Team der Runde sind Axel und Frau. (irgendwie haben sich hier nur die Männer namentlich begrüßt… har har har, mehr Power)

Naja, wie dem auch sei. Wir teilen die Positionen ein. Die Frauen halten Wache, heißt Mara und Axels Frau, denn auch wenn die Italienerin mittlerweile die Schutzzone verlassen hat läuft sie jetzt die ganze Zeit rum und schmeißt mit „Thank You, Thank You“ um sich, aber guckt nicht einmal ob sich Viecher nähern. 🤨

Eigentlich beschreibt den Akt des Reifenwechsels Maras Satz am besten, über den wir hinterher herzhaft lachen mussten.

„Die zwei Deutschen schubsen den Italiener zur Seite und kümmern sich um die Mechanik.“ 😄
Tatsächlich war Gianni nur Zuschauer, Axel und ich hatten uns organisiert und das aufgelöste Nervenbündel neben uns war in dem Zustand nicht zu gebrauchen. Keine Ahnung wie lange die da schon gestanden haben. Also wurde diverses Material aus den Autos geholt, die Karre aufgebockt und dann noch ordentlich Druck von allen Reifen gelassen. 2.8 Bar schien uns etwas übertrieben für die Pisten im Park. 😣



Nach der guten Tat konnte es endlich weitergehen, alle wünschten sich eine gute Fahrt und da Gianni und Anhang sich noch sammeln mussten, sind wir schon mal vorgefahren. Wenn die beiden nicht am Wasserloch auftauchen würden, so die Absprache, dann kommen wir noch mal zurück. Das vorweg, sie kamen dann irgendwann, winkten glücklich und wir waren beruhigt.

Wartet mal ab, die Nummer ist noch nicht ganz vorbei. 😉

Auf dem Weg nach Okondeka konnte dann Mara auch ganz ihrem Tierfinder-Talent frönen und diverse Kleintiere am Rand aufspüren. Ich erwähnte es bereits, Mara hat einen sehr geschärften Blick bewiesen, für exakt ein Tier. Das afrikanische Synonym für „Katzenbaby-Videos“ anschauen… Erdhörnchen. 🙂





Und der allseits beliebte… naja, nen kleiner Vogel halt.


Okondeka
Ich nehme das vorweg, obwohl ich gar nicht viele Bilder davon zeigen möchte, da alle irgendwie ähnlich ausschauen und dank dem enormen Hitzflimmern auch nicht dolle… das war DAS WASSERLOCH der Reise. Ein Wahnsinn. Wir hatten nicht damit gerechnet irgendwann mal so viele Tiere auf einmal zu sehen. Ich ärgere mich nur, dass ich hier kein Video gemacht habe von dem stetigen Treiben und Kommen und Gehen hier. Herden tauchten am Horizont in der ausgedörrten Pan auf und zogen zur Wasserstelle, andere Herden verließen den Platz in Richtung Graslandschaft. Immer zwischendurch tauchten einzelne Giraffen auf und auch das Löwenrudel lag etwas oberhalb in einem großen Gebüsch. (allerdings nur von hohen Safari-Bussen aus zu erspähen)

Egal… wieso sagt man uns da liegt ein kleines Löwenrudel, wenn man sowas sehen darf. Wir waren total fasziniert. 😎

schon auf dem Weg zur Wasserstelle kreuzten diverse Herden die Pad oder liefen sie schnurstracks auf uns zu entlang


das ist nur ein Blick auf zwei der Stellen in Richtung Pan. Eine weitere größere Stelle liegt noch mal rechts davon




Irgendwann ist dann genug und es wurde auch langsam empfindlich heiß. Unser Plan war einen Zwischenstop in Okaukuejo einzulegen und auf dem Weg dahin ist mir noch ein besonderes Vogelexemplar vor die Kamera gekommen (siehe unten) und der Rest der Fauna hat sich unter der Flora im Schatten versteckt.

Zu dem Prozedere in Okaukuejo brauche ich nicht viel zu sagen denke ich. Man wartet halt etwas im „Postamt“, wird verbeamtet und bekommt dann igrendwann einen Zettel mit der Platznummern. Es wimmelt vor Leuten, auf den großen Sites stehen Overlander und ganze Zeltburgen. Wir haben einen Platz in der Mitte, direkt neben den Ablutions bekommen. Schön ist anders, aber wir wollen hier auch nur schlafen. Die Nachbarn sind schon da, ein Schweizer Rentner-Ehepaar, die schon seit Jahrzenten durch Afrika tingeln. Sie sind etwas gestrandet und warten auf den Reperatur-Dienst, der ihren Wagen wieder flott macht.

Nach einem kurzen, netten Plausch und dem Tipp, dass Goas ganz toll sein soll machen wir einen kurzen Abstecher zum verwaisten Wasserloch und entschließen uns dann ohne weitere Pause den Nachmittag in Richtung Halali zu fahren, nicht ohne vorher genau auf die Schließungszeiten der Gates zu achten. 18:56h müssen wir spätestens zurück sein. CHECK. 🙂

Besondere Sichtung: Ein kleiner… schwarzer Vogel diesmal!


Begehrte Schattenplätze






Fortsetzung folgt…

Gruß,
Robin
Teil 3219. Aug. 2018
Tag 15 - 20.10.: Der Italianicus Fassungslosicus und ein lebensmüder Schakal!


Wir fahren heute nach kurzem Zwischenstopp also noch mal los in Richtung Halali. Wir haben uns grob ausgerechnet, dass die Strecke bis Goas sich noch ausgehen sollte und planen eher die Variante schnell hin und dann auf dem Weg zurück mit etwas mehr Ruhe unterwegs zu sein. Morgen werden wir es so weit in den Park hinein definitiv nicht mehr schaffen, da es schon nach Waterberg weitergeht.

Dennoch nehmen wir natürlich die Wasserlöcher am Rande des Weges mit und werden direkt am ersten Wasserloch Nebrowni mit unserem ersten Elefanten des Tages belohnt. Ein alter Bulle ist zusammen mit ein paar Springböcken alleine am Wasserloch und nutzt ein kleines Bad zur Abkühlung. Bei der Wäsche ist er sehr gründlich…

Wasser ansaugen…


…Schwung holen…


… und auch hinter den Ohren waschen! 🙂


Ab hier halten wir uns an den Wasserlöchern die zur Etosha-Pfanne hin gelegen sind, aber entweder sind sie versandet oder es ist nichts von größerem Interesse zu sehen und wir haben keine Zeit zum Warten eingeplant. Wirklich verwundert sind wir allerdings dann bei Salvadora. Wunderschönes Wasserloch, direkt an der Pfanne und es führt auch noch ganz gut Wasser, aber es ist kein Tier zu sehen. Wirklich gar keins!, nicht mal der kleinste Vogel lässt sich blicken. 😐

Kann es sein, dass das Wasser umgekippt ist und die Tiere sich fernhalten? – Anders können wir es uns nicht erklären.

Ein Stück weiter des Weges, am Abzweig zu Goas, nehmen wir noch den Etosha Lookout in Augenschein. Man kann wirklich kaum etwas erkennen. Da liegt diese flache Pfanne vor einem, aber schon nach wenigen Metern verschwimmt alles im Hitzeflimmern. Das Bild zurück zu einem weiteren Wagen zeigt schon ganz schön wie es am Flimmern ist.

Salvadora ohne jegliche Tiere?




Als wir bei Goas ankommen ist am Wasserloch nicht viel los, dennoch müssen wir nicht lange nach der aktuellen Attraktion suchen… 5 Autos die in einer Reihe vor einem Gebüsch stehen sind nun wirklich nicht falsch zu verstehen. Besonders wenn lange Teleobjektive aus den Fenstern ragen. 😉

Klar, da machen wir mit, können aber keinen wirklich sauberen Platz mehr erreichen um den stattlichen Löwen perfekt vor die Linse zu kriegen, aber er liegt da so schön lächelnd und zufrieden unter seinem Baum, ein perfektes Motiv und wir bleiben eine Weile stehen und schauen dem Treiben zu.

Von Zufrieden lächelnd…


… schlägt seine Stimmung sofort um.


Wir können uns schon denken, woran das liegen mag. Es kommen mehr Autos und auch manche die in Anwesenheit eines Löwen halt nicht den ihm gebührenden Respekt zollen wollen. Da darf er auch etwas stinkig sein. Uns wird es zu bunt, mittlerweile stehen 7 Autos und ein Reisebus erste Reihe und 3 Wagen warten hinter uns. Wir verlassen den Platz und sehen wie sich der Löwe in Gedanken an das Festmahl schon verträumt die Lippen leckt. 😈





Wir machen uns grob in Richtung Schlafstelle für die Nacht auf und da es sich langsam dem Abend entgegen neigt wählen wir auch die direkteste Route, wollen aber zumindest Rietfontein noch einen Besuch abstatten, da sind wir auf dem Hinweg nur vorbeigerauscht.

Ein paar Springböcke sind unterwegs, ein paar Vögel und dann entdeckt Mara einen Kudu-Rücken der hinter der Grasnarbe im Wasser zu liegen scheint. DA SOLL NOCH EINMAL EINER SAGEN, MARA WÜRDE KEINE TIERE FINDEN! – FRECHHEIT!!! 😄

>>> nur an der Bestimmung müssen wir noch etwas arbeiten <<< 🤪


So bleiben wir hier doch länger als geplant und mich beschleicht das Gefühl, dass wir evtl., ganz entgegen unserer Gewohnheiten, etwas später zurückkommen heute. Aber das müssen wir ausnutzen. Mal abgesehen von unserer bekloppten Nashorn-Jagd nähe Omandumba haben wir zumindest noch kein Nashorn bei Tag gesehen und stehen hier zuerst auch alleine herum. Seit der letzten Nacht und den Rhinos beim Wasserloch in OlifantRus sind wir dann doch noch faszinierter von diesen Tieren und geben uns ganz der Beobachtung hin.

Das Nashorn spaziert durch das offensichtlich flache Wasser und frisst genüsslich das frische Gras am Rand des Wasserlochs… man beachte das letzte Bild der Serie, ich denke so sieht wohl ein zufriedenes Nashorn aus. 🙂







Der Frechdachs saß plötzlich auf unsere Motorhaube




Zufriedenes Rhino!


Da es wirklich Zeit wird halten wir auf dem Rückweg nur noch für dieses relativ frisch „geschlüpfte“ Springbock-Kalb mit seiner Mutter. Da kann man ja aber auch wirklich nicht vorbeifahren… sowas von Zuckersüß! Ein weiteres „Hundewelpen-niedlich“ Motiv.





Und wie das nun mal so ist bei uns, die Sonnenstrahlen werden wieder mal länger, tauchen die Landschaft in wundervolles Licht und vor uns taucht eine kleine Straßensperre aus drei Fahrzeugen auf. Es ist ganz offensichtlich Paarungszeit bei den Löwen und hier liegt am Ende des Grasfelds neben der Strecke ein Pärchen innig beieinander, schaut etwas rum und legt sich dann schlafen. Irgendwie pennen die immer nur wenn wir ankommen.



Hier sind tatsächlich 3 Löwen drauf zu sehen!


Der belesene Tierkenner weiß, dass ein Löwe, immerhin ist er der König der Tiere, nicht so zwingend monogam unterwegs ist und gerne mal für das Techtelmechtel mehr als nur ein Weibchen dabei hat… dieser Schelm. Auch hier der Fall, aber wir waren schon mehr als überrascht, dass es sich um 3 Löwen handelte und nicht nur um die 2 offensichtlichen. Die sind sowas von gut getarnt im hohen Gras, man glaubt es kaum. Vielleicht 10 Meter von uns liegt die zweite Löwin und hebt ihren Kopf. Man sieht die einfach nicht. 🙄



Jetzt wussten wir zwar wo sie lag und wollten nur mal den Wagen etwas umpositionieren. Dabei sind wir ca. 5 Meter weiter gefahren und konnten sie, obwohl wir ziemlich genau wussten wo sie lag, beim besten Willen nicht mehr erkennen oder hätten auch nur erahnt das sie dort ist, hätten wir sie nicht vor 30 Sekunden noch gesehen. Also merke… vor’m Aussteigen sehr genau gucken. (bei dem Picknickplatz im Westteil hätten wir auch keinen Löwen gesehen der 15m neben der Pad gelegen hätte)

Der Italianicus Fassungslosikicus
Trotz diverser Zeitfresser auf dem Weg zurück wollten wir den Sundowner am Wasserloch noch schaffen, gegrillt wird also wieder im romantischen Schein der Stirnlampen. Angestachelt von der Aussicht auf ein Bier am Wasserloch mit Sundowner und hoffentlich Tieren und auch motiviert durch die vielen Zuschauer und nicht zuletzt, weil es die letzte Chance war, wurde der Rekord im Dachzelt aufbauen mit nur einer Person angegangen.

Es ging um Ruhm und Ehre und ich würde eine solche Zeit mit lädiertem Fuß in Botswana nicht toppen können. Wir haben den Wagen abgestellt. Kameras sortiert, Getränke organisiert, kurze Toilettenpause und Dachzelt aufgebaut und waren ca. 7min. später in Richtung Wasserloch unterwegs. 😎 😁

Maras Vogelbaum… hier zischten ganze Schwärme immer wieder hin und her, zwischen Baum und Wasserloch


Und es ist ein Event, dass die Massen bewegt, aber hey… wir gehören auch zu diesen Massen! Und wen wundert es, es tauchen ja kurz nach unserer Ankunft auch die „Zwei von der Tankstelle“ auf, aber dazu später mehr. 🙂







In der Masse sehen wir zwei vertraute Gesichter. Gianni und Göttergattin sitzen auch schon am Wasserloch. Es ist ein freudiges Wiedersehen. Erst einmal natürlich die Frage ob alles gehalten hat an ihrem Auto – JA, hat es und es fährt sich mit weniger Luft auch komfortabler. Sehr schön. Wir erzählen uns gegenseitig, was wir so gesehen haben und die beiden haben im Osten des Parks auch 4 Geparden gesehen, da bin ich etwas neidisch. Geparden stehen auf meiner Wunschliste schon ganz oben muss ich gestehen.

Die Zeltplätze haben ja wenig Feeling, aber die Hütten am Wasserloch sind schon schick. Wir wissen ja, dass die beiden keine Camper-Ausstattung haben und in Lodges übernachten, vielleicht kann man ja einen Blick in so ein Waterhole-Chalet erhaschen, wenn die beiden eines gebucht haben. Wir fragen nach und siehe da, Gianni erklärt uns, grob übersetzt:

„Ach nein, hier war gar nichts mehr frei und keine Zimmer zu bekommen. Wir wohnen hier nicht, wir wollten nur den Sonnenuntergang am Wasserloch anschauen. Unsere Lodge ist so ca. 65km vor’m Eingang zum Park.“

AHA… es ist jetzt ca. 18:30h, also nicht ganz eine halbe Stunde bis das Gate schließt! 🤨 😗

Es ist schon wieder passiert. Italiener in Afrika sind wie Werwölfe bei Vollmond. Kurz vor Sonnenuntergang verwandeln die sich. 😣

Wir versuchen den beiden zu erklären, dass die hier das Gate Nachts schließen und keinen mehr raus lassen und das die beiden ja auch noch durch das Anderson Gate müssen und wir keine Ahnung haben wie es dort aussieht, denn bis dahin schaffen sie es vermutlich schon jetzt nicht mehr im Hellen. (mal völlig ab von den 65km, die sie dann noch vor sich haben)

„Nein, nein. Das ist schon kein Problem. Wir fahren ja auch eh‘ gleich los.“, erklärt uns ein völlig entspannter Gianni, der personifizierte Italianicus Fassungslosicus.

Wir schauen den beiden hinterher, als sie sich dann eine Viertelstunde bevor das Gate schließt in Richtung Parkplatz aufmachen……… völlig fassungslos. 😮

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Aber es gibt ja auch noch andere Dinge hier zu bestaunen, also richten wir unser Augenmerk von dieser seltsamen Spezies den anderen Besuchern der Wasserstelle zu, denen auf der anderen Seite vom Zaun. Ein zweites Nashorn ist aufgetaucht und es gibt Stunk zwischen den beiden, bis sie realisieren, dass das Wasserloch ja groß genug für beide ist.







Sie „belauschen“ sich zwar ständig beim Trinken, aber gehen dann wenig später in jeweils eigene Richtungen davon. Es wird wieder ruhig am Wasserloch und wir machen ein paar letzte Bilder der mittlerweile unwirklich schönen Lichtstimmung hier, bevor es zum Campingplatz geht. 🙂





Mara hat einen tollen, fotografischen Blick für „Giraffen vor Sonnenuntergang“


Bin ich ja schon stolz auf sie, dafür das sie zuerst gar keine Kamera dabei haben wollte, haben wir als Team tolle Fotos mitgebracht.


Nachdem wir gestern einen vegetarischen Tag hatten, schmeckt auch das Gegrillte heute wieder richtig gut. Da wir mit dem Fleisch aus Swakopmund eh‘ nicht so glücklich waren, gibt es heute aber auch das Oryx T-Bone aus Kamanjab. Einfach lecker!

Generell eine gute Idee erst im Dunkeln zu Grillen, der Zeltplatz sieht dann (im Vergleich zu anderen die man so hatte während der Reise) gar nicht mehr so trostlos aus. Und auch wenn Eigenlob stinkt, kam mir für die Safari-Verpflegung am nächsten Tag eine grandiose Idee, die ich ablichten musste…



... Bacon vom Grill – JUHUUU! 😎


Morgen früh sollte es ganz früh rausgehen, also haben wir alles noch den Abend fertig gemacht. Brote geschmiert für den Weg. Alles aufgeräumt, alles abgewaschen, selbst Tisch und Stühle schon verstaut, damit uns nichts aufhält am nächsten Morgen.

Es war mittlerweile 22.40h und als alles fertig war, haben wir uns noch mal mit Kameras und einem Wein bewaffnet durch die mittlerweile ruhig gewordene Anlage Richtung Wasserloch geschlichen. Für uns war es zwar sehr spät, auch nachdem wir gestern so lange „auf Pirsch“ in OlifantsRus ausgeharrt hatten, aber unsere letzte Nacht am Wasserloch wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Schon bei unserer Ankunft war gerade ein Nashorn inkl. Jungem am Wasserloch. Kurze Zeit später sollte sich ein Einzelgänger und dann noch eine Mutter mit Kalb dazu gesellen. Wir hatten also zeitweise 5 Nashörner gleichzeitig am Wasserloch. 🤩

Und natürlich den in der Überschrift schon erwähnten, lebensmüden Schakal. Aus irgendeinem Grund ging er immer wieder auf eine Mutter mit Kalb zu und wurde immer aufdringlicher. Das ging soweit, dass das Nashorn ihn unsanft wegschubste. Er guckte kurz, nur um dann wieder in Richtung Kalb zu marschieren und dann war es vorbei… KRAWUUUUMM!

Die Mutter rastete total aus, rannte auf den Schakal zu, Horn gesenkt und trampelte ihn in den Boden. Mit dem Kalb im Schlepptau spurteten die Beiden danach in heller Aufregung in die Dunkelheit und damit vermeintliche Sicherheit davon! 😏
(vielleicht wollte sie auch einfach schnell den Tatort verlassen - Nashornflucht?)



Das war kurz vor Schubser #1…


… und das hier das traurige Ende des Schakals. Die Geier werden sich morgen freuen.


Nach diesem Mord am Wasserloch war die Idylle dann auch vollends zerstört. Die andere Mutter mit Jungem blieb noch, ebenso der Einzelgänger. Dieser umrundete aber irgendwann das Wasserloch und kam wiederum den beiden zu nahe, was abermals der anderen Mutter nicht gefiel und es gab‘ wieder ein paar Jagdszenen. Es wurde sich noch eine zeitlang misstrauisch beäugt und böse angestarrt, aber irgendwann wurde es allen Beteiligten zu bunt und langsam zogen sich die Nashörner zurück und verschwanden im Dunkel in der Nacht.







Tja, nach so einem langen und tollen Tag, war das dann wohl auch das finale Zeichen für uns aufzubrechen und noch eine kleine Mütze Schlaf abzuholen, bevor morgen gegen 5 Uhr der Wecker klingeln sollte.

Und da es keinen Sternenhimmel heute gibt, mit dem ich hier enden könnte, versuche ich es einfach mit einem Happy-End. Denn kurz nachdem der Vorhang fiel und das Wasserloch still und ruhig da lag, nach ca. einer halben Stunde Koma, hob sich ein kleiner Kopf. Schaute nach links und rechts und unser, vom Wahnsinn beseelter, Schakal rappelte sich hoch und humpelte von dannen. Wir wollen gerne glauben, dass er es geschafft hat, aber da ein Bein offensichtlich gebrochen war… Er hat es bestimmt geschafft! 😗



FAZIT Okaukuejo:
Schwierig. Ambiente und Feeling sind natürlich verglichen mit den grandiosen und einsamen Campsites die man in Namibia finden kann unterirdisch… im Vergleich.
Aber ganz so schlimm wie es auf den ersten Blick schien ist es dann auch nicht. Dennoch für uns nichts, wo wir uns groß aufhalten wollen, aber die Vorteile sind halt auch unumstritten. Den Platz im Park, und damit die Möglichkeit, früh im Park und bis spät an den Wasserlöchern zu sein, bezahlt man hier weniger mit Geld als mit dem Drumherum auf das man verzichtet.

Das Wasserloch mag voll sein, aber bei uns zumindest waren die Leute respektvoll leise. Klar, weniger beim Sundowner, aber in der Nacht hat man da nix gehört von den Rängen. Alles in allem hat es sich eine 3/5 Sternen verdient und ganz klar dem Prädikat: „Wir würden wiederkommen, da alternativlos.“ (…das gilt jetzt einfach mal für alle Camps im Park, also wir würden wieder im Park buchen)

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Und zu guter Letzt, nach dem Merksatz unseres Tages selber müsst ihr nicht länger suchen, es soll aber als Warnung und Motivation gleichzeitig dienen. (damit wir uns an die Löwin im Gras erinnern)



Gruß,
Robin
Teil 3328. Aug. 2018
Tag 16 - 21.10.: Auge in Auge mit dem weißen Riesen… und wir reden nicht vom Wäsche waschen!



Unsere Reise geht langsam ihrem Ende entgegen. Heute Abend geht es noch zum Waterberg, danach eine Nacht in der Nähe von Windhuk, bevor dann der Rückflug ansteht.

Was macht man also? – natürlich das, was ich schon angekündigt hatte. Sehr früh aufstehen, es ist ja schon alles fertig und so viel noch mitnehmen wie irgendwie geht. Da wir ja keine Vorbereitungen treffen müssen bevor es los geht führt uns unser erster Weg direkt zum Wasserloch. Es ist recht ruhig, aber ein einzelner Eli steht schön in der Morgensonne, aber just als wir ankommen ist er gerade auf dem Weg das Wasserloch zu verlassen, wir bleiben also nicht lange.



Es kommt etwas Bewegung in den Campingplatz, aber wir sind natürlich schneller. Wir müssen nur noch das Zelt ein letztes Mal zusammenklappen, ein paar Dinge richtig verstauen, die wir nicht mehr brauchen werden und dann wird der Wagen auch schon gestartet und wir stellen uns als Erste direkt vor’s Gate. Aber was ist das? – da steht doch tatsächlich schon einer.

Unsere Schweizer Nachbarn direkt von der Campsite neben uns haben es schon vor uns ans Gate geschafft und winken uns fröhlich zu. Wir haben nichtmals mitbekommen, wann die schon los sind. 🤨

Seis drum, wir haben uns noch gestern drüber unterhalten, dass er niemals schneller als 30km/h auf Safari fährt… sonst sieht man ja nix. Wir überlassen ihm also das erste Wasserloch, denn zumindest auf den Hauptstrecken kann man dann doch etwas schneller fahren und wir wollen auch nicht in seiner Staubwolke hängen, sondern lieber den Sonnenaufgang genießen.





Schon nach einer kurzen Strecke Richtung Rietfontein zeigt sich, dass das die richtige Entscheidung war. Auf der Straße sitzen zwei Löffelhunde, wie schön, die haben wir auf unserer Liste auch noch nicht abgestrichen. Mit den Riesenohren sehen sie aus wie übergroße Fledermäuse. 😁

Die beiden machen uns schnell Platz, leider sind sie nicht sehr entspannt und ein richtig gutes Foto kriegen wir nicht hin. Genauso wie von unserer nächsten Sichtung. Während wir weiter Richtung Osten unterwegs sind sprintet plötzlich eine Hyäne auf uns zu. Im vollen Sprint läuft sie parallel zur Straße, an unserem Fahrzeug vorbei, kreuzt hinter uns und verschwindet im Busch. Das alles passiert so schnell, dass wir praktisch keine Zeit haben Fotos zu machen und es zeigt sich, dass man immer die Kameras perfekt einstellen sollte. Ich bin noch auf manuellem Modus und da es schnell heller wird habe ich nur weiße Bilder auf dem Sensor, da die Belichtung nicht mehr stimmte. Mara fotografierte 2017 noch alles im AUTO-Modus, was hier unser Glück war, so hat sie doch noch ein Bild auf den Chip gebrannt, das zumindest für dokumentarische Zwecke reicht. 🙂



Löffelhund


Hyäne


Bei Rietfontein werden unsere Erwartungen nicht erfüllt, es lässt sich heute Morgen dort nichts blicken, aber auf dem Weg Richtung Anderson Gate findet sich noch die ein oder andere Herde an der Hauptstrecke und da wir den Weg über Aus, Olifantsbad und Gemsbokvlakte in Richtung Gate nehmen, haben wir noch eine schöne Strecke vor uns. Auf dem Weg nehmen wir auch noch einmal den Weg an Charitsaub und Sueda vorbei und auch wenn die Strecke ab dem Abzweig nach Salvadora wirklich schlecht wird und wir etwas Zeit verlieren lohnt es sich noch.



Wir rumpeln über die Strecke in Schrittgeschwindigkeit, und halten vor einem steilen „Abhang“ in der Piste und während wir uns das genauer anschauen werden wir von links angefaucht??! 😐

Was will der kleine Raufbold denn von uns? – achso, natürlich. Wir übersetzen das Fauchen mit: „Hallo Leute, ihr müsst mich noch auf eurer Liste abstreichen!“

Zebramanguste


…na bitte, jetzt ist er zufrieden 😄


Ein Stück weiter der Piste wollen wir noch zu einem kleinen Wasserloch, auf dem Weg dahin steht ein Wagen an der Seite und ein Kanonenrohr schaut aus dem Fahrerfenster. Beim Anblick dieses Objektivs bin ich mir nicht sicher, was genau der eigentlich fotografiert? – die beiden Falken die auf dem toten Baum vor ihm sitzen oder nur die kleinsten Details einzelner Federn.

Auf jeden Fall ist er nicht sehr glücklich über unser Kommen, was ich im Nachhinein verstehen kann, da wir uns an seinem Motiv vorbeidrücken müssen und wären die Falken losgeflogen, hätten wir uns sicher was anhören können. In der Situation wurde mir das schon klar, also fahren wir soweit wie möglich auf der anderen Seite der PAD und in Zeitlupe vorbei. Ein paar Fotos nehmen wir mit, schließlich fehlen auch die auf der Liste. Dann wiederholen wir die selbe Prozedur und trollen uns. 😗 😣

Ein paar Bäume weiter sehen wir auch noch einen Singhabicht, scheint wieder ein Vogeltag zu werden. Wir halten die Augen offen.

Falken… leider bin ich mir unsicher, welche?




Singhabicht - Southern Pale Chanting Goshawk


Wir nehmen den nächsten Abzweig in Richtung AUS, die ganze Gegend hier unten wird sehr flach, es hat große Grasflächen, hier und da mal einen Wald und die Wasserlöcher führen entweder kaum Wasser oder führen nichts von Interesse, immerhin findet sich wieder ein Vogelbaum… Foto hatte ich nur gemacht um zu Hause zu gucken was da oben auf dem Baum sitzt. Den Toko daneben habe ich erst hier entdeckt. 😉



Noch auf dem Weg nach AUS machen wir uns aber durchaus Hoffnung auf Elefanten, der Busch hier ist völlig kleingetrampelt und überall sieht man die Hinterlassenschaften der Elefanten. An einer Stelle der Straße entdecken wir Spuren der Elefanten. Nur im richtigen Licht gut zu erkennen. Wahnsinn wie flach die Spuren sind und wie perfekt Elefanten ihr Gewicht verteilen.

Bei AUS gefällt es uns sehr gut und es hat ein paar Kudu-Damen am Wasserloch, die immer wieder nervös hochschauen. Hier machen wir unsere erste Pause und genehmigen uns einen Snack. Die Kudus werden unruhiger… Katzen in der Nähe? – nicht wirklich, aber ein Freund der Löwen. Pumba kommt vorbei, singt seinen Song, wir singen mit, dann trinkt er noch einen Schluck und verschwindet auch wieder.

Vögelchen kriegen wir auch noch eins vor die Linse und wenig später lässt sich noch der Hahn im Korb der Kududamen blicken. Prächtiger Kerl und hier zeigt sich, dass wir fotografisch gut harmonieren. Mara macht das tolle Bild wo er zur Kamera guckt, ich kriege ein Detailbild hin, bevor er wieder hinter ein paar Büschen verschwindet. 😎





Hakuna Matata


Glanzstar






Der Rest der Strecke war relativ ereignislos, dennoch gefiel uns der Weg gut und das ein oder andere Tier zeigte sich noch am Rande der Strecke. Auch Mara hatte einiges zu tun, da es doch hier und dort Erdhörnchen zu bestaunen gab. Besonders gefallen hat uns dabei ein kleiner Kerl, der wunderbar demonstrierte, dass die Erdhörnchen ihren buschigen Schwanz haben, um sich selber Schatten zu spenden, wenn die Sonne hoch am Himmel steht. 😄

Riesentrappe


Doppelband-Rennvogel - Double-banded Courser


Schattenhörnchen






Riesentrappe


Der hier hat uns dann doch noch gefreut, den hatten wir noch nicht und somit konnten wir noch ein Kreuz machen auf unserer Liste, auch ganz im Speziellen mit dem Jungvogel dabei. 😘

Kronenkiebitz - Crowned lapwing


Auf dem Weg raus aus dem Park kommt man noch einmal an einem letzten Wasserloch vorbei, Ombika. Welch‘ ein schöner Abschied. Es ist noch einmal richtig etwas los, also stehen wir hier noch ein paar Minuten, machen nur eine kurze Pause und nehmen die Stimmung einfach noch mal in uns auf.

Am Gate werden wir dann von einem Amerikaner mit Riesenhund gestoppt. Also zumindest sieht der Kerl so aus und poltert uns entgegen. Klar kommt jetzt die Fleischfrage, aber wir sind ja vorbereitet und haben gestern das letzte Stück weggegrillt. Umso überraschter sind wir, dass die Frage ergänzt wird nach “Waffen und Munition“. 😮

Da hatten wir vorher nicht drüber nachgedacht, aber macht natürlich Sinn. Auf jeden Fall dürfen wir alle Türen und den Kofferraum öffnen und der Spürhund wird einmal quer durch unser ganzes Auto geschickt… da hätte ich gerne vorher das Kamera-Equipment aus dem Weg genommen, aber ist ja nix passiert.

Der Typ ist irgendwie zu sehr mit böse gucken beschäftigt, sieht aus wie ein Marine auf Steroiden und ist selten unentspannt drauf. Unangenehm, wir sehen mal lieber zu, dass wir weiter kommen.








Ab hier geht es über Asphalt, einziges Highlight sind die Flammenbäume in Otjiwarongo.


Im Endeffekt langweilt uns die Aspahltstrecke aber praktisch sofort und somit gehen wir in eine kurze Pause und schalten zurück ins Programm, wenn wir uns dem Waterberg nähern. 😎

FORTSETZUNG FOLGT…
(ich habe seit Donnerstag die Fäden raus und kann/muss jetzt viele Übungen machen… da musste ich erstmal den Tagesablauf neu sortieren, aber morgen kommt direkt das Ende des Tages. Fotos sind alle fertig, aber das AHA müssen wir noch besprechen und dichten) 🙂


@ frussels
Das ist dann auch der Bericht zu Waterberg

Gruß,
Robin
Teil 3430. Aug. 2018
FORTSETZUNG Tag 16 - 21.10.: Auge in Auge mit dem weißen Riesen… und wir reden nicht vom Wäsche waschen!

Es geht endlich zum Waterberg. Eigentlich wollten wir hier mal 2 Nächte machen, aber das hat einfach nicht mehr reingepasst in unsere Planung, da wir auch näher an Windhuk dran sein wollten vor dem Rückflug. Man sieht den Waterberg schon von Weitem über dem flachen Land aufragen. Ein imposanter Anblick. Aber eigentlich haben wir keine Zeit… mal wieder, denn der Grundsatz heute gilt ja noch. „So viel noch mitnehmen, wie eben geht!“

Endlich biegen wir auf eine Gravel oder besser gesagt Sandpiste ab und da es zeitlich wohl noch passt und wir letzte Nacht von den Nashörnern am Wasserloch von Okaukuejo so fasziniert waren, wollen wir es versuchen bei Waterberg noch einen Rhino-Drive mitzumachen. Unsere Eile resultierte dann in genau einem Foto auf dem Weg, weil ich unbedingt diesen beeindruckenden Termitenhügel aufnehmen wollte und Mara als Größenvergleich brauchte. Das Bild versprüht entsprechend den Esprit von wenig Begeisterung und Missbilligung. 🤪



Unseren Weg zum Camp zu finden fällt uns Anfangs etwas schwer, da wir gar nicht wussten, dass davor noch eine Lodge liegt, die auch irgendwas mit Waterberg heißt, also erstmal da rein und da uns der Wachmann an der Lodge nur mit großen Augen anguckt als wir ihm erklären, dass wir eine Plateu Lodge gebucht haben, wird dann doch schnell klar… hier sind wir falsch.

Also ein Stück weiter gucken und tatsächlich, hier müssen wir richtig sein. Es rumpelt eine recht steile PAD den Berg hoch, an den Campsites vorbei bis zur Rezeption. Die Strecke macht durchaus Laune. 😎

An der Rezeption angekommen geht alles recht fix und auf unsere Nachfrage nach dem heutigen Rhino-Drive wird uns bestätigt, dass im Plateu-Lodge Fahrzeug noch Plätze frei sind und wir buchen das direkt zu und sind überglücklich, dass es heute noch ein Abenteuer für uns zu erleben gibt. Wir hätten zwar lieber einen Walk gemacht, aber der ist nur morgens, dann tut es auch die Tour vom Fahrzeug aus.

Den Berg hoch zur Lodge wird es dann nochmal richtig steil und teils knifflig. Die Kurven sind wirklich eng, bzw. kommen sie einem noch mal deutlich enger vor, wenn das Auto so groß ist. 😐 - zur Lodge selber zeige ich einfach mal die Bilder. Die Aussicht spricht natürlich für sich, man hat einen Mini-Pool und die Zimmer sind ordentlich. Alles in allem gepflegt, aber man sollte keine 4-5 Sterne Lodge erwarten. Sagen wir mal gehobene 3 Sterne für die Lodge selber, Aussicht und Lage kriegt ne 1.

Die letzten 700m wird es sehr steil und eng…




Die Lodge von oben








Verrückt, aber das ist schon das beste Bild mit Aussicht das wir haben… wir hatten mal wieder keine Zeit und haben es dann einfach vergessen. 😣


Tja, die liebe Zeit mal wieder. Es reicht zumindest aus, um einmal kurz im Pool abzukühlen, ein Viertelstündchen auszuspannen und ein paar frische Klamotten überzustreifen. Dann ist es auch schon soweit und wir begeben uns zum Treffpunkt. Wir treffen unsere Reisegruppe, erinnern kann ich mich aber nur noch an 2 Paare. Ein wohlbetuchtes Paar, er setzte sich direkt nach vorne neben den Guide, perfekt Safari durchgestylt in Olivgrün, Ocker und Beige und da ich direkt dahinter saß entging mir auch sein Echt-Leder Swarovski Kameragurt nicht. Viel interessanter war aber ein anderes Paar… 2 Amis. Und wenn die Amerikaner glauben wir alle tragen Lederhosen in Deutschland, dann darf ich hier auch sagen, dass einfach jedes Klischee perfekt erfüllt wurde, dass wir über Amerikaner haben.

Laut, „oh, so wonderful“, und dem, sagen wir mal sehr deutlichem Übergewicht, angemessen und hervorragend gekleidet, ABER sehr witzig und nett. Also nicht falsch verstehen, wir haben uns gut unterhalten und wurden toll unterhalten, aber die beiden erfüllten einfach alle Klischees und waren zu allem Überfluss mit einem VW-Polo unterwegs, wo wir uns wirklich gefragt haben, wie die überhaupt da rein gepasst haben. „Wir kommen gerade aus Windhuk, unsere erste Nacht hier… sind die Straßen im Etosha schlechter als der bisherige Weg?“ (=B1) 😄



Im Safari-Wagen geht es wieder den Berg runter. Uns wird erklärt, dass das eigentliche Plateau nur zu Fuß für Gäste zugänglich ist und abgesehen von Katzen, die Tiere dort oben abgeschottet sind. Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit, sind die Tiere auch relativ sicher vor Wilderern, immer hin haben sie knapp 90 Nashörner auf dem Plateau. Das Gebiet in das wir fahren wird von 4 Nashörnern, Giraffen, Zebras und diversen Antilopen bewohnt. Die Katzen wechseln hier in den Gebieten hin und her. Sehr auffällig sind die vielen Personen die wir sehen, Türme mitten im Wald… hier wird einiges getan, um die Nashörner zu schützen.

Wir fahren durch den zumeist recht dichten Busch, dadurch gibt es auch nicht so viel zu sehen, da man nur entdeckt, was direkt vor einem ist. Ich sehe 1-2 interessante Vögel, aber da sich sonst keiner dafür interessiert lasse ich es gut sein, es ist ja ein Rhino-Drive.



Wir sind bestimmt eine halbe Stunde unterwegs, als der Guide auf dem Fahrzeug uns mitteilt, dass 2 der Rhinos gesichtet wurden, diese aber in dichtem Gebüsch versteckt sind. Vom Fahrzeug aus werden wir die eher nicht sehen, ob denn jemand ein Problem damit hätte, wenn wir, auch wenn es ein Drive sein sollte, doch aussteigen und unser Glück zu Fuß versuchen.

Ist ja genau das, was wir wollten und glücklicherweise, ist auch der Rest der Truppe begeistert. 😎

Es kommt noch ein Fahrzeug mit Gästen dazu und plötzlich treten mehrere Tracker aus den Büschen. Wir werden in kleine Gruppen aufgeteilt und es gibt ein paar klare Anweisungen. Die Gruppe bleibt immer zusammen, alle nah dran am Tracker. Wenn er sich bewegt, dann schnell hinterher, keine Lücken aufkommen lassen. In dem Gebüsch hat es 2 Rhinos, dementsprechend muss er aufpassen, dass wir nicht „zwischen die Fronten“ geraten. Ganz schön aufregend.

Wir gehen ins dichte Buschwerk und man sieht wirklich kaum etwas, aber nach etwas Suche dreht sich unser Tracker plötzlich um, scheucht uns wieder zurück in eine Art, uns kreisförmig umschließende Hecke. Er erklärt uns das Rhinos nie durch Hecken oder Büsche angreifen würden. Sie sehen zu schlecht und es ist für sie zu gefährlich. In unserem Heckenkreis sind wir also erstmal sicher und er versucht auf einem Termitenhügel auszumachen wo genau die Nashörner gerade sind.

Und dann steht es da, direkt auf der anderen Seite der Hecke. Kaum zu erkennen, aber man könnte es fast anfassen. Wir hören es atmen und wie man bei Nashörnern weiß… es kann uns ganz bestimmt auch hören. Kurze Zeit später können wir zumindest ein Stück Horn erspähen.



So stand er praktisch immer da, wenn es irgendwo einen Termitenhügel gab 😄


Wir bewegen uns aus unserem sicheren Hafen, um einen besseren Blick zu bekommen. Es gibt eine kleine Öffnung, da aber auch das Rhino zu uns nun kann, darf immer nur eine Person kurz durch die Lücke im Buschwerk schauen. „Klick-Klick-Klick… dann kommt ihr zurück. Kurze Pause und dann darf der Nächste. Wir wollen sie nicht erschrecken.“





Natürlich kennen die Nashörner das Prozedere und sind auch die Menschen in ihrer Nähe gewöhnt. Da es sich bei den beiden um Männlein und Weiblein handelt und nicht um die Mutter mit Kalb können wir uns so nähern. Unser Guide erklärt uns später, dass die Rhinos, solange sie im Busch sind generell nervöser auftreten und man, trotz ihrer Gewöhnung an die Situation, dort sehr vorsichtig begegnen muss. So wundert es auch nicht, dass sich alle Tracker und Guides sichtlich entspannen als die beiden auf die Fläche raustreten und in ihrem Gebaren sehr ruhig wirken.

Wir werden weiterhin aufgeteilt, so dass Fluchtwege immer frei bleiben und die beiden stehen sichtlich entspannt im schönen Licht der langsam sinkenden Sonne. Dabei sind ein paar schöne Bilder entstanden, Mara hat sich mehr darauf konzentriert mich zu fotografieren, wie ich die Nashörner fotografiere.



Auch ein schöner Rücken… 😗


Der zweite Wagen hatte etwas Pech mit den Reifen… immer gut wenn zwei Nashörner 150m daneben stehen


Breitmaulnashorn – White Rhino




Was ein tolles Erlebnis, jetzt sind wir happy und nach einer kurzen Rundtour und ein paar Zebras am Rand, machen wir einen kurzen Stop für ein Getränk und unser Guide erklärt uns ein bisschen über das Verhalten der Nashörner, z.B. das die White Rhinos wesentlich gutmütiger sind als ihre Verwandten und das man bei einem plötzlichen Aufeinandertreffen sich am besten sehr langsam hinter den nächsten Busch bewegt, dann können einen die Rhinos nicht mehr sehen und mit ihrem großen Kurvenradius auch nicht gut angreifen. Auch über Giraffen und alle möglichen anderen Tiere weiß er viel zu berichten, aber wir sind noch zu gefangen im Moment um das alles so komplett wiederzugeben. Wir satteln alle wieder auf und es geht auf den Rückweg zur Lodge.





Man beachte auf dem letzten Foto den Termitenhügel den man da in einiger Entfernung sehen kann. Kurz davor ist ein kleiner Damm oder eine Ausgrabung wofür auch immer, an dem im Augenblick offensichtlich gebaut oder nur Erdaushub für eine andere Stelle organisiert wird.

Warum das jetzt interessant ist? – tja, eigentlich gar nicht, aber zoomen wir mal etwas weiter in das Bild rein, bzw. fahren ein paar hundert Meter näher ran an die Stelle, dann steht dort plötzlich Mutter Nashorn mit ihrem Kalb auf der Strecke. 🤩



Unverhofft kommt oft. Damit hatte auch unser Guide nicht mehr gerechnet und freute sich umso mehr, uns alle 4 Rhinos in diesem Drive/Walk präsentieren zu können. Die beiden sind völlig entspannt, wir verweilen etwas, schauen dem Kalb beim spielen mit einem Ast zu und dann grasen die beiden gemütlich nur ein paar Meter neben uns, auch wenn sich das Kalb, seinem Gesichtsausdruck nach, noch mit der Rolle des Pflanzenfressers anfreunden muss.





Mama, mir schmeckt’s nicht!


So, jetzt sind wir wirklich vollends zufrieden mit dem Tag. Klar, man schaut noch nach links und rechts, aber unser Guide muss nun auch etwas das Tempo anziehen, damit er uns rechtzeitig an der Lodge absetzt, damit sich die Gäste noch vor’m Abendessen etwas frisch machen können. So schieße ich auch etwas lustlos bei voller Fahrt über die Rumpelpiste mein letztes Foto des Tages vom Sonnenuntergang. Heute keine Sternenbilder mehr.



Tja, viel mehr gibt es gar nicht zu sagen. Ich ziehe zum Abendessen das erste Mal in diesem Urlaub außerhalb von Swakopmund eine lange Hose an. Wir sind ja in einer Lodge. Nach der Vorspeise entschuldige ich mich kurz und wechsel wieder auf Kurz… ich schwitze wie ein Iltis. 😊 😛

Das Essen ist gut, nicht überragend, aber solide. Unser Hauptkellner scheint im englischen Königshaus gelernt zu haben. Er ist sichtlich stolz auf seine übertriebenen, exakt ausgeführten Bewegungen. Wirklich eine Schau ihn dabei zu beobachten, aber leider wirkt es auch unfreiwillig fehl am Platz. 😉

Wirklich etwas hierzu schreiben tue ich eigentlich nur, weil es am Restaurant eine kleine Aussichtsplattform hat auf die wir ein letztes Getränk mit rausnehmen und dort auf eine junge Namibianerin und ihren tschechischen Freund treffen. Dies entwickelt sich zu einem der interessantesten Gespräche der Reise, so das was am meisten hängen geblieben ist, mal in der Kurzfassung:
# sie kommt ursprünglich aus dem Norden und bestätigt uns, dass sie immer am meisten Angst vor Elefanten gehabt haben

# es ist das erste Mal, dass sie ihr eigenes Land bereist und sie ist fasziniert, wie schön Namibia ist 🙂

# mittlerweile lebt sie in Windhuk, ist studiert und arbeitet in einem Anwaltsbüro, sie bezeichnet sich als die gebildete Mittelschicht des Landes

# in ihrem Bekanntenkreis schauen alle mit Besorgnis auf die Entwicklungen im Land, speziell Themen wie Enteignung etc., weil sie Angst davor haben, dass ihr Land dieselben Fehler wie Zimbabwe machen könnte. Zimbabwe steht im südlichen Afrika als abschreckendes Beispiel, wie man es falsch macht.

Ich denke das fasst ganz gut den Tenor zusammen. Sehr spannend, dass alles mal aus erster Hand zu hören und eine echte Bereicherung.

FAZIT Waterberg Lodge
Ich habe es ja schon angedeutet und das zieht sich auch durch unser Fazit. Wir wollten hier eigentlich noch ein paar Walks machen, hoch auf das Plateau vielleicht, aber nachdem uns erzählt wurde, dass es zwar toll, aber auch sehr viel Kraxelei ist, wollten wir das vermeiden. Zum einen wegen der mittlerweile doch zunehmenden Hitze und weil wir ja beide auch diesen Urlaub Knielädiert angetreten hatten. Die Lodge an sich ist schon ok und wir hatten auch hier zu wenig Zeit eingeplant, man braucht 2 Nächte um auch etwas machen zu können. Dennoch, wenn schon Lodge, dann eben richtig… mir kam das alles zu sehr wie Ferienhaus vor. Viele Viecher im Zimmer. Sehr heiß in den Hütten. Der Drive hingegen war klasse. Die Landschaft ist toll und wenn man Zeit mitbringt für die Walks und weitere Aktivitäten ist es bestimmt wesentlich schöner. Wir geben für unseren Geschmack eine 3/5 Sternen.

Und so fällt, wer hätte das beim Start der Planung gedacht, unser heutiges Fazit so aus:


Es folgt noch eine Zusammenfassung der letzten beiden Tage, also nur noch ein Teil. Das zu splitten oder auf die Tage zu verteilen wäre dann Quatsch… es ist fast vorbei. Irgendwie schade. 😕

Gruß,
Robin
Teil 3531. Aug. 2018
Tag 17 - 22.10.: @LolaKatze - Vielen Dank, für unseren: Elefant für die Wand!
Es ist morgen, ABER kein früher morgen. Es ist ein ganz entspannter Morgen. Wir stehen auf, schauen mal aus dem Fenster. Ich mache ein Bild vom Sonnenaufgang und wir schlendern hoch zum Frühstück. 🤨 😐

Was ist denn hier los? – wo sind denn die gehetzten Afrika-Erstis hin, die bislang hier unterwegs waren?

Naja, die wissen halt, dass es nur ein kurzes Stück bis zum nächsten Ziel heute ist und da wir den Morning-Walk auslassen, steht heute eigentlich nur noch auf dem Programm, der B1 zur nächsten Lodge zu folgen, dort zu relaxen, den Pool zu nutzen und das vielgelobte Abendmenü zu genießen. Nebenher die Koffer sortieren und das Auto schon mal grob säubern.





Wir checken aus und haben noch einen netten Plausch an der Rezeption mit einem Bewunderer unseres Fahrzeugs, weil alles so neu und gut in Schuss aussieht. Das sieht er nur selten, auch die Ausstattung beeindruckt. Wir präsentieren natürlich voller Enthusiasmus unser Gefährt, dass uns so treue und hervorragende Dienste die letzten 2 ½ Wochen geleistet hat. Zeit haben wir ja heute, das ist auch gut so, denn die brauchen wir hier nur, weil auch das kalifornische Paar mit dem Polo gerade auscheckt und das Gerät ganz offensichtlich überhaupt nicht mit amerikanischen Kreditkarten zurechtkommt. Der Auftrag läuft zwar durch’s Gerät, aber quälende 20 Minuten lang. Merke, immer vor Amis in die Schlange stellen. 😗

Es geht den Hügel runter, die Sandpiste zur C22 und schon kurze Zeit später auf die B1. Mara will gerne ankommen und heute den Tag in Ruhe zu Ende bringen, ich bin aber dafür eine alternative Route zu fahren… „Die habe ich mal im Reisebericht von LolaKatze entdeckt und dann kommt man noch an Erindi vorbei!“

Mara weiß mit Erindi nicht wirklich was anzufangen, aber schon nach wenigen Kilometern B1 ist es uns wieder so langweilig und als wir den passenden Abzweig finden, biegen wir doch noch ein letztes Mal auf Gravel ab und beglückwünschen uns nach 50m zu der Entscheidung. So fühlt es sich wieder „richtig“ an. 🙂



Wir kommen nach kurzer Strecke an ein Gate. Ein Security Guard kommt auf uns zu… wir sind reichlich verwirrt, das hier ist doch eine normale Straße oder sind wir doch falsch abgebogen? 😕

Leider ist der nette Herr am Gate keine große Hilfe. Ich versuche ihm zwar zu erklären, dass wir eigentlich dachten diese Strecke führe zur D2414, aber er sagt uns immer nur „Lodge, ok!“ und gibt uns den Daumen hoch. Was soll’s, wir probieren das halt aus. Nach einem kurzen Stück kommen wir an hohe Stromzäune mit Löwen-Warnschildern dran, zu beiden Seiten der Straße. Rechterhand sehen wir ein Wasserloch, respektive einen ganzen See. Das sieht nach so viel Geld aus, dass wir uns fast sicher sind, dass hier eine Jagdfarm liegt. (Wie wir später feststellen handelt es sich um die Mount Etjo Lodge, die wir zu Hause auch mal nachschauen und der sich besser auskennende Reisende, weiß, dass es sich dabei ganz und gar nicht um eine Jagdfarm handelt.)

Mittlerweile sind wir überzeugt, dass es hier bald nicht mehr weitergeht, aber siehe da. Es gibt ein weiteres Gate und dann sind wir auf der D2414, wo ich eigentlich auch hinwollte. Die Strecke ist schön, nix spektakuläres mehr, aber schön.





Die Strecke steigt etwas an und dann kommen wir an ein großes Gate, den Eingang zum Erindi. Mara ist noch etwas verwundert und ich offenbare ihr, dass wir unseren letzten „Gamedrive“ vor uns haben. Das besondere an den Strecken hier ist, dass die normalen D-Straßen hier mitten durch das Erindi Game-Reserve führen, es sich also um Durchgangsstraßen handelt. Am Gate erfahren wir die Regeln (keine Ahnung ob die das überhaupt vorschreiben können, da es ja eine öffentliche Straße ist, aber wir halten uns dennoch dran). Also maximal 50km/h fahren und man darf weder anhalten, noch aussteigen. Anhalten, weil dann jeder Safari machen würde. Aussteigen, naja, sind halt wilde Tiere unterwegs.

Da freuen wir uns natürlich über die ein oder andere Antilope auf dem Weg und auch ein paar Giraffen lassen sich noch mal Blicken. Wenn man mit dem Thema „Tiere gucken.“ Schon abgeschlossen hat ist das noch mal nett. Kurz bevor es wieder raus geht aus Erindi sehen wir ein Schild, dass das Camp nur ein paar Kilometer entfernt liegt. Da wir eh‘ mal eine kleine Pause brauchen und auch nicht abgeneigt sind, unseren „Gamedrive“ etwas zu verlängern, fahren wir ins Camp.

Hier hat es ein kleines Cafe, die gesuchte Toilette und einen Shop für die Camper den ich sehr putzig und gut sortiert finde. Alles ist schon außerordentlich sauber und gut gepflegt. Ich hatte Erindi immer im Auge vor der finalen Route und die Familie Glück wird hier ihren Namibia-Teil der langen Reise beschließen, da hier auch Kindersafaris angeboten werden. Sie haben dann eines der Waterhole-Chalets.

Ich gehe zur Rezeption und frage nur nach, ob ich mir Infomaterial mitnehmen kann. Wir quatschen etwas, dass unsere Freunde später hier übernachten, dass es dieses Jahr bei uns einfach nicht reingepasst hat, aber das uns die Anlage schon interessiert und die sehr nette Dame lädt uns spontan dazu ein, die Anlage zu inspizieren. „Kein Problem, es sind wenig Gäste da. Schaut euch einfach um, ihr könnt überall hingehen.“ 😎

Damit haben wir nicht gerechnet, und ich sage Mara, sie soll ihre Kamera mitnehmen, während ich meine einpacke. Immerhin hat es hier ein Wasserloch und… naja. Haben ist besser als Brauchen, also lieber mal die Kamera dabei, auch wenn es gerade Mittagszeit ist.

Auch wenn es etwas zu viele Bilder von nur einer Sichtung sind, aber da wir nicht so optimales Elefanten-Glück im Etosha hatten, sei es verziehen. Zudem sind es Maras Lieblinge und es hat mich einfach so gefreut, speziell für Mara, dass wir hier, unverhofft, noch einmal einen dieser sanften Riesen zu Gesicht bekommen, dass dieser Moment noch einmal sehr speziell war.

Danke LolaKatze, denn ohne deinen Reisebericht, wären wir die Strecke nie gefahren. 😘

Und ab hier überlasse ich den Bildern die Bühne…

Ok, da sind Hippos… aber den Strich geben wir uns nicht, denn die sind hier nicht wirklich als Wildlife zu zählen


Im Hintergrund auf dem ersten Bild schon zu sehen, ein Staub-Elefant


Morgens Aronal, Mittags Baumstamm…


… und nachspülen!




Dem wird es zu bunt, wenn der Eli ins Wasser kommt, kein Wunder…


… es wird jetzt mal so richtig geplanscht.


Das ist er, unser „Elefant für die Wand“, der hier ausgedruckt im Großformat hängt






SAUBER!... ich geh‘ dann mal.


🤩 Glücklich, mehr braucht man nicht sagen.

Immanuel Wilderness Lodge
Naja, Wilderness im Namen zu tragen, wenn man mitten in einem Industriegebiet liegt ist dann doch… zumindest fraglich. Die Anlage an sich entschädigt aber dafür. Es ist alles sehr ordentlich, liebevoll eingerichtet. Wir werden von Sabine in Empfang genommen, es gibt eine kurze Einweisung und während alles erledigt wird gibt es ein Begrüßungsgetränk auf der Terrasse.







Unsere Sachen werden in unser Zimmer in einem der Nebengebäude gebracht und wir fangen direkt an, ein komplettes Chaos anzurichten. Deswegen gibt es auch keine Zimmerbilder. 😊 🤪

Es wird praktisch alles einmal komplett ausgeräumt und dann wieder zusammengebastelt. Nachdem wir das gröbste haben ist immer noch genug Zeit den Pool zu nutzen und so kommen wir am letzten Nachmittag der Reise, zum allerersten Mal, in den Genuss an einem Pool zu liegen und einfach abzuschalten.



Abends geht es zum vielversprechenden Menü. Stephan ist Koch und speziell das Essen wird hier hoch gelobt. Es ist auch wirklich gut, aber es ist auch nicht außergewöhnliches auf den Tellern zu finden. Die Atmosphäre im Dämmerlicht und Kerzenschein und die schöne Einrichtung… eigentlich passt alles zusammen. Nur irgendwie springt der Funke nicht über. Es wird immer freundlich gelächelt, aber es die ehrliche Wärme dahinter. Es ist ein Empfinden und so lässt es sich am besten Beschreiben. Dennoch, der Abend ist sehr schön und ein gelungener Abschluss.



Die Mitbewohner hat es mehrere in der Anlage, aber die wissen nicht was Kopf kraulen ist. Reagieren dann sehr komisch und verunsichert, was das soll. 🤨




Stephan bei der Arbeit, gegrillt wird direkt bei den Gästen


Ganz zum Ende doch noch einen Leoparden gesehen…



Gruß,
Robin
Teil 3631. Aug. 2018
Tag 18 - 23.10.: Europa wir kommen!

Der letzte Morgen in Afrika bricht an, Mara packt zusammen und ich gehe zum Auto um den Innenraum grob auszufegen. Während ich da so stehe, nehme ich mir 2 alte Trockentücher und befreie wirklich alles, innen, wie außen, vom Staub. Es hat nie geregnet, eigentlich ist der Wagen nicht wirklich dreckig, nur überall ist Staub. So wird dann also über jede Ecke gewischt, ich steiger mich da etwas rein… sogar die Ablagefächer der hinteren Türen werden schön ordentlich vom Staub befreit. Im Endeffekt dauert das Ganze nur knapp 30 Minuten und wir haben wieder ein außen weißes und innen schwarzes Auto. 😁

Stolz erzähle ich Mara, nachdem sie etwas verwundert schaut, wo ich so lange war, dass wir uns die Autowäsche sparen können. Es kann also direkt losgehen, nur heute streikt unsere Karte, oder das Lesegerät der Lodge… die Besitzerin nimmt es reichlich unentspannt. Irgendwie nicht unsere Vibes hier, aber wir machen uns ja dann auch nur wenig später auf den Weg.



Eigentlich hätten wir gerne für Freunde und Familie Nüsse schnitzen lassen und haben gedacht es findet sich schon jemand irgendwo, ebenso um unsere letzten Vorräte abzugeben, aber egal ob Feuerholz oder Kunst aus Blechen, alle kleinen „Shops“ sehen wir nur auf der anderen Seite der B1, stadtauswärts gelegen. Wir überlegen schon einmal zu drehen, aber besinnen uns eines besseren und fragen dann einfach beim Tankwart nach, ober er Verwendung für unsere restlichen Vorräte hat. Na sicher hat er, ruft noch zwei Leute rüber und sie transportieren unsere letzten drei, kleinen Kisten ab. Na bitte, doch noch wen „glücklich“ gemacht. Dennoch, uns wäre ein kleiner Kunsstand o.ä. lieber gewesen um die Sachen abzugeben.

Es geht noch einmal durch Windhuk, auf der anderen Seite wieder raus auf die B6 Richtung Flughafen, an der ja auch Safari Car Rental strategisch sehr günstig gelegen ist. Alles läuft reibungslos ab, wir fliegen zum späten Mittag, sind gute 3 Stunden vorher am Verleih und der Wagen wird auf eine kurze Probefahrt mitgenommen um zu schauen ob alles ok ist. Wir vertreiben uns die Zeit NICHT im Wartebereich, sondern inspizieren den großen Safari-Truck des Besitzers, mit dem er mehrere Jahre durch Afrika gefahren ist. 😎

Wartebereich


Die Fahrzeuge und der „Boss-Truck“


Unser Wagen kommt zurück, der Leiter der Service-Crew steigt aus… es ist alles ok, aber er hat noch nie einen so sauberen Wagen zurückbekommen betont er mehrfach. 😄

Mara ist so geistesgegenwärtig wie schon am ersten Tag nach der Landung und macht wieder ein Foto des Kilometer-Zählers.



Das war es also!
3.971km Afrika-Abenteuer. Zu zweit allein und mit guten Freunden zusammen. Tolle Begegnungen. Freundliche Menschen. Strahlendes Lächeln. Eindrückliche Momente. Eine Weite und Endlosigkeit wie wir sie uns nicht vorstellen konnten. Ein Land, das fast nur aus verschiedenen Wüsten besteht, aber hinter jeder Ecke abwechslungsreich ist. Tiere in freier Wildbahn, vom riesigen Wüstenelefanten bis zum winzigen, bunten Gecko. Und jede Menge Erinnerungen, dass ist es, was wir aus Namibia mitnehmen werden.

Wir verabschieden uns und werden zum Flughafen gefahren. Während der Fahrt fällt kein Wort mehr. Wir schauen beide in unsere Gedanken versunken aus den Fenstern. Am Flughafen werden ein paar Souvenirs gekauft, der Rückflug ist Ereignislos und erst wieder zu Hause angekommen, sprechen wir über die Rückfahrt zum Flughafen und stellen fest, dass wir beide dieselben Gedanken geteilt haben:


„Warum überhaupt zurück?!“



Gruß,
Robin

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