HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200619. Jan. 2007 · #1
Wie bekannt ist das Thema schon? Habe im "Wüstenschiff" Forum folgenden Text gelesen: ________________________________________
Zitat: Vorsicht in Namibia!!! Raubüberfälle sind an der Tagesordnung!
Wir waren im Dezember in Namibia und sind in unserem 4x4 Camper mittags im belebten Ortszentrum von Okahandja ausgeraubt worden, zugesehen haben mindestens 50 Leute, man wird aus dem Auto gelockt (die nutzen die Hilfsbereitschaft total aus!!!), keiner der umstehenden Leute hilft, der Polizeiapparat ist in einem erbärmlichen Zustand!!! Beim Wiederbeschaffen der Ausweispapiere in der deutschen Botschaft in Windhuk wurde mir mitgeteilt, dass das mittlerweile "Normalzustand" ist, dass auch mitten in Windhuk z.B. einem deutschen Ehepaar die Gürtel mit den Reiseunterlagen vom Leib geschnitten wurden..., ein anderes deutsches Ehepaar wurde in Da Viljoen ebenfalls ausgeraubt und zwar vom Sicherheitspersonal!!! Wir haben noch viele ähnliche Geschichten gehört und man kommt schon mal auf den Gedanken, dass das Alles sehr organisiert ist! Was uns alle wundert ist, dass das auswärtige Amt sich mit Warnungen zu Namibia so sehr zurückhält, das kann einem schon auch zu denken geben! _________________ Gruß vom Manfred (dem Mafra)
Ist darüber schon diskutiert worden?Wie soll man sich verhalten?Was kann man tun,oder ist das Ganze (hoffentlich) übertrieben?
Hermann
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200619. Jan. 2007 · #2
Hallo Hermann,
hier wurde und wird öfters mal über dieses Thema diskutiert. Gib mal unter Suche "Kriminalität" ein, dann findest Du jede Menge zu diesem Thema.
Das heißt aber nicht, dass man in Namibia ständig und überall überfallen wird. Ständig auf der Huth sein, muss man aber schon, vor allem wenn man aufgefordert wird anzuhalten. Aber dazu steht auch schon vieles hier im Forum. so schlimm, wie es auch ist, am besten keine Hilfe leisten, es als Falle wittern.
Dass man nicht aufgebrezelt rumläuft mit all seinen Klunkern behängt, oder munter die Video- und Fotokameras schwenkend durch die Städte läuft versteht sich von selbst.
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200619. Jan. 2007 · #3
Ich sage da (fast) nix zu, mir ist noch nie was passiert, was kommt wird man sehen???
Vielleicht könnte Chrigu eine Umfrage starten, ob jemand schon über fallen wurde.
Es passiert immer wieder, da ist kein Zweifel, aber wenn ich mich durch die Menschenmassen in Rom drängle, dann verschwinden auch Geldbeutel, Kmaeras,....
Wenn man (wie Pascalinah schon schrieb) gewisse Verhaltensregeln beachtet, ein bisschen gesunden Menschenverstand und ein kleines Bisschen Glück mitbringt, sollte nix passieren.
Deswegen aber die Hilfsbereitschaft abzuschaffen, halte ich für den falschen Weg. Wer den Menschen in Namibia nur Schlechtes unterstellt, der sollte zuhause bleiben.
LG und in guter Hoffnung Jens
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200619. Jan. 2007 · #4
Hallo Hermann, es ist ein Alltägliches Problem, nur Pascalinah hat Recht schaue da nach, denn sonst könnte sich der eine oder andere gerade über dieses Thema ereifern...
bester Gruss, Klaus
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
KLklausul283 Beiträge · seit 200619. Jan. 2007 · #5
Ich empfehle.bleibt einfach weg, wenn ihr Angst habt. Ich persönlich bin unbesorgt, da ich des öfteren in Frankfurt zu Fuß gen Bahnhof muß und auch damit klar komme. Man muß sich vorher klar machen: 3 Wochen 4x4 mieten= 1 Jahresverdienst, 3 Wochen Lodgeurlaub = 1 Jahresverdienst, mit Fly-in,Ballonflug und luxuriösem Stop kann eine Familie locker 3 Jahre leben. Also höchste Vorsicht,gesundes Mißtrauen und selbstbewußte freundliche Bestimmtheit schützen uns genügend.
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200619. Jan. 2007 · #6
Es ist sicher eine Tatsache das mit der zunehmenden Beliebtheit Namibias und anderer Länder des südlichen Afrikas auch die Zahl der Delikte zunimmt.
War vor einigen Jahren Namibia in Deutschland ein Insider Tipp, so reisen doch Heutzutage 10'000ende zu diesen Destinationen. Darunter sicherlich auch Leute die so einen Urlaub mit einem Mallorcaurlaub verwechseln und relativ schlecht oder gar nicht vorbereitet in diese Länder reisen. Ich möchte keineswegs dieses Verhalten dafür benutzen um dies bedenkliche Entwicklung zu entschuldigen, aber "Gelegenheit mach Diebe".
Auch ist es sicher so das auch bei allen Vorsichtmassnahmen etwas passieren kann, wie überall auf der Welt mit unter auch in unserer sicheren Schweiz.
Aengstlichen Personen möchte ich empfehlen sich gut auf ein Reise Vorzubereiten um möglicheseigenes Fehlverhalten auszuschliessen, irgendwie merken die Täter wenn sich Touristen unsicher Bewegen. Aber auch das gegenteilige Verhalten (provakatives) kann einen Raub provozieren.
Ich denke das ganz normales Verhalten mit der nötigen Vorsicht das Risiko um 99% verringert, wer den letzten Rest von 1% vermeiden will sollte aber dann doch lieber von einer solchen Reise abstand nehmen.
Wir waren bislang etwa 2 Mal in einer Situation die und Unbehagen bereitete, jedoch war es nachträglich gesehen unbegründet.
Noch etwas, aus meiner Sicht wollen 99,999998754321 % 🙂 der Bevölkerung in Afrika und auch in anderen Erdteilen nur in anstand leben, etwas zu Arbeiten haben und in Frieden Leben wie wir auch.
In vielen Kontakten zur Bevölkerung habe ich gelernt das die Menschen auf uns Touris mit Neugierde und Freundlichkeit reagieren, und was auch in Afrika genau so legitim ist, wie es bei und in Europa auch ist, etwas Geld dazu verdienen, um sich ein besseres Leben zu gestallten.
Ja die Kriminalität ist in % sicher höher in vielen Ländern ausserhalb D's der CH und Austrias, aber dafür brauchen wir nicht so weit zu reisen.
Das die Zunahme an Überfällen bis zu schweren Delikten zunimmt und die Polizeiarbeit so wie deren Mittel dem nichts zu entgegensetzten hat stimmt. Das dieser Trend in den nächsten Jahren noch zu nimmt, werden wohl nur ein paar unermüdliche Optimisten bestreiten.
In einer Welt wo die Armut/Reichtumschere immer weiter auseinander geht ist das nur eine logische Entwicklung (leider).
Sind wir mal ehrlich, was würden wir denken wenn ein Namibier aus einer einfachen Berufsgruppe zu uns nach Europa kommen würde, und alleine seine Fotoausrüstung wäre etwa 4-5 Jahreseinkommen Wert, während es uns an allem fehlte. Wie gross wäre für den einen oder anderen die Versuchung mit einem Überfall seine finanziellen Probleme für 1-2 Jahre zu beheben??
Also, wir reisen freiwillig in diese Länder, also müssen wir uns auch gewisser Umstände und Gefahren bewusst sein, alles andere wäre naiv!
Und bitte tut mit einer Pauschalisierung der Bevölkerung vor Ort Ihnen nicht grosses Unrecht an, das haben die allermeisten nicht verdient!!!
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200619. Jan. 2007 · #7
Irgendwie wusste ichs...
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
warum ist es denn so schlimm, wenn dieses Thema bei gegebenen Anlässen wieder diskutiert wird? Situationen verändern sich im Laufe der Zeit, und wenn man ein Thema als vor längerer Zeit abgeschlossen betrachtet, dann verschließt man sich neuer Erkenntnis.
Würdest Du eine rapide Service-Verschlechterung der Lodge A oder des Autovermieters B auch nicht diskutieren wollen, da ja früher schon alles dazu gesagt wurde?
Gruß, Michael
KLklausul283 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #9
N´abend Yoshikawa, Ich befürchte Naukluft meint es sarkastisch,er hatte da mal so´n Erlebnis amTintenpalast.Konnte man in der AZ lesen. Allerdings wissen nur Insider, dass der bestohlene Tourist (direkt nach der Ankunft) Naukluft war. Klaus<br><br>Post geändert von: klausul, am: 19/01/2007 23:24
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense
christian852 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #10
Hallo!
Diese Art von Erlebnissen hat jeder der Namibia öfters bereist. Wir hatten eigentlich keine reise bei der nicht etwas passiert ist . Dies ist leider auch ein wirklicher Punkt der gegen Namibia als Reiseland spricht. Seit drei Jahren sind wir jetzt immer in der Gegend. Das letzte mal mal haben sie aus unserem Auto das Satellitentelefon geklaut. Bei unserem Vermieter der Garage für den Geländewagen! Es waren die Arbeiter, sie haben versucht damit zu telefonieren. Zum Glück ist es nicht gelungen...was hätte das für einen Schaden gegeben! Dieser Punkt wird in Namibia von vielen Stellen heruntergespielt. Wir sind Reiseerfahren , deshalb behaupte ich ich , Namibia ist ein gefährliches Reiseland. Polarisieren möchte ich nicht. Wer aufpasst dem wird so leicht nichts passieren, aber aufpassen muss man! Nicht umsonst wird seit kurzem sogar auf Farm Elisenheim nachts mit Waffen patrouilliert.(Das ist nicht die Farm unseres Vermieters)
Hallo, na ja, wenn ich morgens unsere Zeitung aufschlage, dann frage ich mich schon, wo ich lebe (Raum Köln)!! Seit 25 reise ich regelmäßig jährlich ein oder zwei Mal nach Nam. Lediglich eine diesbezügliche Situation hatte sich in Oshakati ergeben. Dank unsere Aufmerksamkeit konnte ein dreister Diebstahl verhindert werden (wir haben ihm die Beute wieder abgejagt). Vor Oshakati waren wir aber auch gewarnt worden. Gruß Matatu
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duwisib466 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #12
Hallo,
ich würde die Idee von Jens aufgreifen wollen und Christoph mal anschubbsen, ob man eine solche Umfrage machen kann. Das würde mich mal interessieren.
Übrigens: mir ist in Nam noch nie etwas passiert. Ich bin vorsichtig, aber nicht übervorsichtig, bewege mich gern mit meinen Mitreisenden Freunden/Freundinnen und niemals allein und vor allem fahre ich nachts nur mit dem Auto/Taxi durch die Städte. Ein wirklich gesunder Menschenverstand ist ausreichend und wenn denn doch etwas schief geht, dann sollte es halt sein und es hätte vielleicht auch in unseren Breiten passieren können. Wir Ossies waren früher oft in Tschechien, Slowakei oder Polen - wohin sonst 😈 - und ich kann Euch sagen, dort war´s keinen Tick besser. Man hat zum Beispiel gleich einen Schein in den Ausweis gelegt und an der Grenze vorgezeigt, den Ausweis bekam man mit freundlichem Wunsche einer guten Fahrt zurück und der Schein war weg...😗 Aber eben nur der Schein und nicht auch etwas anderes...
Also, macht Euch nicht ein und wer´s doch tut, sollte vielleicht andere Ziele wählen. Naukluft fährt nach wie vor hin, obwohl es ihn schon schlimm getroffen hat, meine ich! LG und sturmfreies Wochenende Jürgen
vor einiger Zeit bin einmal in Maun auf einem Zeltplatz nachts ausgeraubt worden. Ich habe von dem Vorgang nichts gemerkt. Einer Gruppe aus SA ging es genauso. Die warteten am Morgen auf mich, um meine Schuhsolen anzusehen. Dann zog ein Tracker los, während ich zur Polizei Kontakt aufnahm (zwecklos). Als ich zurückkam hatte der Tracker alle(!) meine Sachen wieder gefunden. Die sind weit verstreut gewesen. Es fehlte nur das sämtliche Geld, was nicht so schlimm war, denn am Abend flog ich nach Hause und war heilfroh, dass Pass, Flugkarte und sonstige Papiere komplett wieder da waren.
Ach ja, eine schwarze Mini Maclight haben die oder auch geklaut, aber dafür eine silberne wieder in meine Hosentasche gesteckt. Das war doch nett, oder etwa nicht😁
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #14
Hallo zusammen,
mir fällt auf, daß hier häufig Raubüberfälle mit Diebstählen scheinbar gleichgesetzt werden, aber das sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge.
Bei einem Raubüberfall sind Waffen und/oder Gewalt im Spiel und Personenschäden kommen vor oder werden in Kauf genommen. Sowas kommt zum Glück nicht ganz so häufig vor.
Bei einem Diebstahl oder Einbruchdiebstahl kommt es höchstens zu Sachschäden (z.B. eingeschlagene Fenster) und der Dieb nutzt eine günstige Gelegenheit, weil der Besitzer gerade unaufmerksam ist oder erfolgreich abgelenkt werden kann. Diebstähle gibts überall, wo Reich auf Arm trifft oder sich größere Menschenmassen aufhalten. Manche Touristen verhalten sich aber auch fast schon so, als wollten sie unbedingt bestohlen werden.
Da der Abstand zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft, werden beide Delikte zunehmen. Aber dazu muß man nicht nach Afrika fahren; das werden wir hier in Deutschland auch bald haben ...
... und noch was für alle, die glauben, sie sind vorsichtig genug ... Mich (ohne Tasche, Rucksack, Kamera unterwegs) hat kürzlich in Lusaka/Zambia ein Trickdieb so genial abgelenkt, daß er mir das Portemonnaie unbemerkt sogar aus der vorderen Hosentasche ziehen konnte. Ich habs dann drei Meter später gemerkt, als ich die Hände in die Hosentasche gesteckt habe und es mir zurück "erobert". 😉 Es waren keine Papiere/Karten drin und nur umgerechnet 20 Euro und wäre nicht so wichtig gewesen, aber da ging es ums Prinzip. Leider wurde ich dabei ein wenig von seinen Komplizen bedrängt, sonst hätte ich dem guten Mann mal anschaulich die Unterschiede zwischen Recht und Unrecht sowie "Mein" und "Dein" erklärt. 😉 Das Erlebnis war an der Grenze zu einem Raubüberfall, denn nach mißglückten Diebstählen dieser Art werden die Opfer häufig unbemerkt von Komplizen des Täter verfolgt und später in einsameren Ecken mit Waffengewalt ausgeraubt. Bei nur 20 Euro möglicher Beute war die Gefahr jedoch eher gering ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #15
Hallo Namibiafreunde, ich hoffe ich habe jetzt keine Angswelle ins rollen gebracht.Wir werden natürlich trotzdem in diesem Jahr nach Namibia fahren.Allerdings mit mehr Bedacht.Keine wertvollen Dinge offen im Auto liegen lassen und andere Sachen nicht unbedingt sichtbar am Körper tragen. Am besten man tritt als "Penner" (keine Abwertung) auf der ja sowieso nichts hat.
Gruß Hermann
Eintracht545 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #16
Das ganze mit dem "Penner" ist nicht mal so abwegig. Ich habe in RSA mal die Erfahrung gemacht, als wir nach einer recht langen und staubigen Fahrt (in Kwazulu Natal)in einem kleinen Ort Pause machten, wir waren die einzigen weißen weit und breit, das uns niemand so recht beachtete. Ich glaube wir haben recht abgebrannt gewirkt, sind wir erst beachtet worden, als wir uns auf deutsch unterhalten hatten. Und somit uns als touris geoutet hatten. Ob man diese Taktik nun immer anwenden sollte ist natürlich "grenzwertig" und könnte in einen netten Lokal am Abend beim Dinner etwas schwierig sich gestalten. Ich denke das wichtigste ist das man nicht so wirkt, als könnte sich ein Raub/Taschendiebstahl lohnen. Aber eine Garantie ist das leider auch nicht, vor zwei Jahren haben drei jugendliche Azubis einen Rentner von seinem Fahrrad runtergezogen und halb tot getreten, geraubt haben sie damals keine fünf Euro, der Mann ist Heute so Behindert das er nicht mal mehr alleine Essen kann. Das ist übrigens nicht in Windhoek passiert sondern in Karlsruhe. Einträchtliche Grüße
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #17
Hermann schrieb:
Hallo Namibiafreunde,
Am besten man tritt als "Penner" (keine Abwertung) auf der ja sowieso nichts hat.
Gruß Hermann
Gott sei Dank, und ich hatte schon angst ich müsste etwas an meinem Aussehen ändern
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #18
Hermann schrieb:
Am besten man tritt als "Penner" (keine Abwertung) auf der ja sowieso nichts hat.
... aus Deiner Sicht magst Du als Penner auftreten, der sowieso nichts hat, aber da kannst Du Dir Mühe geben, wie Du willst. Aus Sicht eines schwarzen Afrikaners, der wirklich in Armut lebt, wirst Du immer noch "reich" wirken.
Selbst mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel und seit Tagen ungewaschen in den gleichen stinkenden Klamotten war ich noch der "reiche Europäer". Mit dem Auto als Verkehrsmittel bist Du immer "reich". Alles Andere ist eine Illusion ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
PEpernille95 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #19
Hi, ich geb´dann auch noch mal meinen Senf zum Thema:
Im November 06 war ich zum 2. Mal in Namibia - diesmal in Begleitung meines südafrikanischen Freundes, der im heimischen Kapstadt ja ständig mit der dort ja noch extremeren Kriminalität lebt. Seine Vorsichtsmaßnahmen zuhause in Südafrika kenne ich mittlerweile gut, das geht von der Schußwaffe auf dem Nachtschrank bis zum Baseballschläger unterm Fahrersitz des Autos.
Ich war deswegen sehr gespannt, welche Sicherheitsvorkehrungen er in Namibia für nötig halten würde. Immerhin: Waffen irgendwelcher Art, haben wir nicht mit uns geführt ! Wie beruhigend ! Aber ernsthaft: Rudis größte Sorge war, aufgrund des Mietwagens (Toyota Corolla mit ZA-Kennzeichen) leicht als Touri identifiziert und somit als potenzielles lohnendes und leichtes Opfer ausgespäht werden zu können. Das wollte er verhindern und hat dann das Auto zum Privatwagen "umdekoriert". Mit Rugby-Ball in der Hutablage und Rugby-Club-Wimpel am Rückspiegel und dergleichen mehr. Was man als südafrikanischer Aurofahrer eben scheinbar so am und im Auto herumliegen und -hängen hat...😜 Ich fand es lustig, Rudi allerdings nicht, er fand es wichtig. OK, ich als Norddeutsche vom Dorf kann das sicherlich nicht beurteilen...
Hin und wieder an neuralgischen Punkten in Städten (z.B. Tankstellen), wurde mir sogar auferlegt, die Klappe zu halten und nicht deutsch zu sprechen, um ein outing als Touri zu vermeiden ! Das fand ich nun wirklich übertrieben, aber ok. Selbst Rudi hat die Sprache dann gewechselt und auf afrikaans umgeschaltet.
Passiert ist uns nichts, auch in Südafrika ist uns nie etwas passiert. Insofern vertraue ich auf seine "Experten"-Maßnahmen. Ich muß allerdings dazu sagen, daß ich auch schon oft allein in Afrika unterwegs war (wie auch in Asien und Südamerika) und toi, toi, toi - bis auf einen einzigen, glimpflich ausgegangenen Überfall - und der war ganz klar ein Fall von Leichtsinn und selber Schuld -, ist dank meiner "normalen" Sicherheitsvorkehrungen auch noch nie etwas passiert.
Gruß, Pernille
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200620. Jan. 2007 · #20
Yoshikawa schrieb:
Moin Naukluft,
warum ist es denn so schlimm, wenn dieses Thema bei gegebenen Anlässen wieder diskutiert wird? Situationen verändern sich im Laufe der Zeit, und wenn man ein Thema als vor längerer Zeit abgeschlossen betrachtet, dann verschließt man sich neuer Erkenntnis.
Würdest Du eine rapide Service-Verschlechterung der Lodge A oder des Autovermieters B auch nicht diskutieren wollen, da ja früher schon alles dazu gesagt wurde?
Gruß, Michael
Hallo Michael, habe eben erst wieder nach diesem Post geschaut...Keinesfalls schlimm, Du merkst nicht dass mir dieses Thema sehr zu Herzen geht, nur haben wir hier schon OFT dieses Dilemma auseinander gepflückt und es ufert aus...deswegen! Aber nun kann ich nicht an mich halten, mit dem Wissen dass ich nun noch mehr lostrete! Es geht hin und her, hier werden die Einheimischen, meinetwegen aus Katutura bemitleidet zum einen, verflucht auf der anderen , da werden die permanenten Täter dort auf die gleiche Art bemitleidet und verflucht, so wird gesagt HIER bei uns kannste auch nicht an bestimmten Plätzen laufen oder oder oder. Wir sind überlastet mit dem Gedankengut welches dort vorherrscht, was mein und dein ist! Die Fluktuation von Personal ist dermassen hoch, obwohl in Lohn und Brot, wird geklaut!
Nein es tut mir Leid, die Hälfte meines Lebens ist rum und habe und HIER noch NIE SOWAS erlebt wie in WDH oder weiter am Gamsberg.
Bei mir ists eindeutig die Regierung die hier unfähig ist, weil permanet Korrupt und das noch schürt. Stadtpolizei, ein verzweifelter Versuch...eine Selbstbetrug auf Druck des Tourismus. Oh, ich könnt verrückt werden, sehr schlecht bezahlt, ohne Funk und wenn, dauerts nicht lang und die Geräte sind aus dem Pol.Auto geklaut! Polizei die nicht mal n Auto hat oder sie haben ein Auto aber kein Benzin, die müssen geholt werden, 2 Std. Fahrt zur Pol.Station, 2 Std. zurück, dann haben se Hunger, weil se kaum etwas haben, nach den Ermittlungen müssen sie wieder zurückgebracht werden, wieder stehend auf der Ladefläche 4 Std. hin und zurück, wo ist da Motivation für die Staatsdiener!!!
NEIN ich bleibe deswegen nicht daheim, dass mögen jetzt einige schreiben... NEIN ich arranggiere mich, da ich es jetzt weiss.
Was aber ist mit dem Neuen Touri, möglicherweise mit Kindern, der der noch nie in solch einem Land war, der das erste Mal NAM besucht und der wird auf irgendeine Weise "berührt", zB. in der Mondlandschaft oder anderen Einsamen Plätzen zB. an der Blutkoppe...
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...