CKGR als Allein-Fahrer geht das?

12 Antworten · 5'876 Aufrufe · gestartet 26. Dez. 2017 von kaiserschmarrn
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Themenstarter24 Beiträge · seit 201426. Dez. 2017 · #1
Hallo liebe Fomis und frohe Weihnachten allen zusammen,

wir (meine Frau Claudia und ich Toni) haben bereits für 10.03. - 10.04.2018 den Flug und Auto gebucht und diskutieren nun schon eine ganze Zeit, ob wir uns als Allein-Fahrer (d.h. mit nur einem Auto) durch den CKGR trauen können.

Wir waren zwar schon drei mal in Namibia aber noch nie in Botswana in einem Park. Namibia ist ja doch eher das Land der breiten Pads (meistens), aber über Botswana CKGR gibts ja auf youtube die wildesten Videos von im Schlamm steckengebliebenen Autos.

Meine Frau und ich und Kids haben Weihnachten mit viel Bilderschauen verbracht. Jetzt diskutieren wir aber, ob wir uns Allein-Fahrer zu den Zeit mit nur einem Auto durch den CKGR trauen können/sollen.
Ja, das klingt jetzt vielleicht nach "Angsthasen", aber wir wollen ja am Ende des Urlaubs auch wieder zu Hause ankommen.

Wir werden voraussichtlich zw. 17. - 22.03. durch den CKGR Park fahren.
Da wir vorher bekannte im Süden von Namibia besuchen (Gunsbewys Farm), werden wir also über den Süden bei Khutse in den Park fahren. Weiter Richtung Xade nach Norden überdas Deception Valley.
Wir sind dann mit einem Toyota Hilux 4x4 unterwegs.


CKGR-Tour.jpg



Ist es dann nach der Ausfahrt am Park bei Matswere besser weiter nach Rakops oder am Zaun nach Norden gleich Richtung Makalamabedi zu fahren?
Sind die Pads denn alle Sand-/Tiefsand Pisten oder auch wie in z.B. Ethosha doch eher die breiten Gravel-Pads?
Ist das überhaupt als Allein-Fahrer mit einem Auto machbar oder muss man sich jemanden anschließen um in der Kolonne zu fahren?
Findet man überhaupt genug andere im Park, mit denen man sich zusammentun kann?

Danach (wenn wir es durch den CKGR schaffen) wollen wir weiter nach
Maun,
via Savuity, Kasane durch den Chobe NP,
zu den Victoria Falls,
dann durch den Caprivia nach Namibia zu den Popa-Falls,
weiter gehts dann nach Ethosha im Halali Camp,
dann am Kunene entlang zu den Epupa-Falls.
Wir wollen uns einige Tage im Kaokaveld aufhalten und dann wieder am Brandberg mal campen
und über den Messum Krater an den Atlantic Richtung Swakobmund.

Ich hoffe das klingt jetzt nicht alles verrückt, denke aber das das in 4,5 Wochen schon machbar ist, oder?

Ich würde mich sehr über eure Tipps freuen, da wir dieses mal doch mehr abseits üblicher Pisten und Lodges unterwegs sein wollen. Meine Frau Claudia löchert mich 😉 schon dauern, ob das gut geht im CKGR.

Viele liebe Grüße und in ein paar Tagen einen guten Rutsch in Neue Jahr. Gsund bleim!
servus Toni
https://www.TickerFactory.com/
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2017
83 Beiträge · seit 201626. Dez. 2017 · #2
Hyho Toni,

Ich kann dir von unseren Erfahrungen im CKGR berichten. Wir waren dieses Jahr ebenfalls im März dort und ich muss leider sagen, alleine wäre das purer Selbstmord gewesen so hart es klingt.

Wir sind von Rakops kommend zum Matswere Gate und dann in Richtung Deception Camp gefahren und haben alleine dafür über 8 Stunden gebraucht, da knappe 70% der Pads unter Wasser standen und der Rest komplett verschlammt war. Wir mussten etliche Male unsere Autos aus dem Schlamm ziehen (wir waren 10 Autos!) Alleine hätten die uns am Gate nie reingelassen bei den Witterungsverhältnissen.
Ende vom Lied: wir sind am übernächsten Morgen wieder raus gefahren, da vieles einfach nicht befahrbar war und immer wieder Autos von uns knietief im Matsch steckten. Deception Pan, Leopard und Sunday Camp waren auch nicht zu erreichen, in Richtung Kori ging auch nichts mehr.
Wir sind dann wieder zum Matswere Gate raus und am Fence entlang die langweilige, aber trockene Sandpiste nach Norden in Richtung Maun gefahren.

LG
Jessy
2015 - Süd-Namibia 2016 - Sambia 2017 - Botswana 2018 - Nord-Namibia
389 Beiträge · seit 200626. Dez. 2017 · #3
Hallo Toni,
meine Frau hat ebenfalls eine Tour vom Khutse in den CKGR ausgedacht. Ich hatte in April d.J. auch mal die Frage gestellt wie das ist.
Wir planen für 2019 im April/Mai wenn wir uns auf das Reiseziel Afrika festgelegt haben.
Alternativ kann man vom Khutse auch über die "Westseite" in den CKGR. Fahrt mal vor und berichtet bitte 😎 .
Gruß Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
2'610 Beiträge · seit 200726. Dez. 2017 · #4
Hallo Toni,

wir waren bisher 4x im CKGR (Febr, 2x März + April)- immer nur mit 1 Fahrzeug. Allerdings hatten wir Glück und die Pads waren bis auf wenige Schlammlöcher immer trocken. Allerdings sind wir immer über Ghanzi-Xade- Matswere gefahren, nie weiter von Süden her kommend. Wir hatten IMMER ein Sat-Telefon dabei, für alle Fälle, falls etwas schief laufen würde. Das würde ich euch auf jeden Fall anraten!!! Es muss ja kein medizinischer Notfall sein, aber ein Schaden am Fahrzeug reicht ja schon und man sitzt fest. Wichtig sind auch genügend Wasserreserven (nicht aus Hygienegründen 😉 ), da außer am Xade Gate und Matswere Gate kein Wasser verfügbar ist.
Wir sind 1x (beim 1. Mal) von Matswere Richtung Rakops (und dann auf Teer Richtung Maun). Das war eine eklige Piste. Die nächsten 3x sind wir (auf Anraten der Ranger am Matswere Gate) entlang des Zauns. Die Piste war etwas sandig, aber angenehm zu fahren.

Liebe Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
828 Beiträge · seit 201626. Dez. 2017 · #5
Im März hast du in der Gegend die höchsten Niederschläge, das kann moderaten bis extremen Sumpf bedeuten. Der High Jack kann sehr schnell zu deinem besten Freund werden.

Zudem fährst du vom Khutse 200 km durch das Niemandsland. Da wird voraussichtlich keiner sein, der dir helfen kann bei einer Panne oder wenn du hoffnungslos abgesumpft bist. Nimm wenigstens ein Sat Tel mit, aber wenn es richtig abregnet hast du praktisch keine Chance in einem vernünftigen Zeitrahmen die Querung zu schaffen.

Das kann dann so aussehen.... Viel Spass


Bei YouTube ansehen ↗



lg Maputo
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2017
224 Beiträge · seit 201326. Dez. 2017 · #6
hallo zusammen,

ich kann die Tipps von Jambotessy nur wärmsten weiterempfehlen.

Die aktuelle Wettersituation müsstet Ihr vielleicht noch mal kurz bevor euer Trip beginnt überprüfen. Anfang 2017 fiel in Botswana ein Rekordregen. Nicht nur das CKGR, sondern auch Teile der Nxai- Pans und der Moremi (3rd Bridge, North Gate und Xakanaxa) waren nicht erreichbar und teilweise zerstört.
Der CKGR war, nachdem sich eine 4x4 Oberland Truck für eine Woche im Matsch festgewühlt hatte, auch gesperrt.
Das kann aber dieses Jahr wieder aktuell ganz anders sein.
Ich halte eine gute Fahrzeugausstattung mit Beugezubehör (Schaufeln, HIlift oder gar Sandbords), guten Reifen und ein SATPHONE für sehr wichtig. Wir haben schon mal Tagelang keine Menschenseele dort gesehen.
Eure Strecke ist ohne zusätzliche Gamedrives ca. 800? km von Lethlakeng via Khutse bis Rakops. Ihr benötigt neben Wasser auch ordentlich Treibstoff, auch wenn der Hilux etwas sparsamer ist als ein Landcruiser.

LG und gutes Gelingen, RB
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2017
Themenstarter24 Beiträge · seit 201426. Dez. 2017 · #7
Wow, vielen Dank für das schnelle Feedback.

Ich Danke euch allen sehr dafür. Ich werde nun auf alle Fälle eine Alternativ-Route suchen.
Wenn das Wetter doch passen sollte, versuchen wir mal einen Abstecher in den CKGR. Ich werde berichten.

Ist das denn im Chobe NP genauso?
Oder kann man da alleine Fahren?


Chobe-Tour.jpg



LG
Toni
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828 Beiträge · seit 201627. Dez. 2017 · #8
kaiserschmarrn schrieb:

Ist das denn im Chobe NP genauso?
Oder kann man da alleine Fahren?

@Toni

Du kannst auch durch die Eiger Nordwand im Winter steigen, wenn du die nötigen Skills hast. Du kannst auch überall selber fahren wenn du die nötige Erfahrung hast.

Während der Regenzeit und im Okavango auch danach (April-Mai/Juni) hast du stark erhöhte Anforderungen. Gewisse Routen sind nicht machbar, manche (gebuchten) Camps nicht erreichbar. Du brauchst ein gutes Auge für das Gelände, musst abschätzen können, ob eine Wasserdurchfahrt möglich ist...usw usw...

Und es nutzt dir nichts, wenn hier einer kommt und dir erzählt, dass es bei Ihm im März/April fast keinen Sumpf hatte. Rechne mit dem Schlimmsten, denn wenn du dort bist bist du dort und musst dir zu helfen wissen und wenn du das Mietauto versenkst wird es sehr teuer...

lg Maputo


fgh-3.jpg


...hier noch ein Bild von Anfang April vor ein paar Jahren in der Moremi Gegend... damals ging praktisch überhaupt nichts mehr...


hjk-3.jpg
zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2017
1'059 Beiträge · seit 200627. Dez. 2017 · #9
Moin Toni
kaiserschmarrn schrieb:
Ich Danke euch allen sehr dafür. Ich werde nun auf alle Fälle eine Alternativ-Route suchen.
Wenn das Wetter doch passen sollte, versuchen wir mal einen Abstecher in den CKGR. Ich werde berichten.

Ist das denn im Chobe NP genauso?
Oder kann man da alleine Fahren?

Chobe-Tour.jpg

Finde ich gut und vernünftig. So, wie du die Fragen formulierst, scheint es, dass du/ihr diesbezüglich noch nicht allzu viel Erfahrung habt. Dieser Eindruck kann natürlich auch täuschen. Aber in jedem Fall ist ein CKGR nun wirklich nicht etwas, was ich «Anfängern» empfehlen würde, schon gar nicht zu dieser Jahreszeit.

Nur weil es ein Naturschutzgebiet ist und so schön in der Mitte der Botswana-Karten liegt, heisst das noch lange nicht, dass dieses gut erschlossen ist und man es auf dem Weg in Richtung Norden mal so eben mitnehmen kann. 😛

Die Fahrt von Maun durch den Chobe/Savute nach Kasane ist jetzt auch nicht gerade unbedingt Anfänger-Niveau A, aber absolut kein Vergleich zu dem, was einem im CKGR erwarten könnte. Es ist aber eine lange, anstrengende Tiefsandstrecke, die grundsätzlich aber nicht so schwierig zu fahren ist - wenn die Bedingungen gut sind. Wenn der Sand vom Regen feucht und schwer ist, lässt es sich sogar noch etwas einfacher fahren. Es ist, insbesondere in der Nebensaison, nun nicht gerade mit Verkehrsstau zu rechnen. Im Notfall kommen da aber immer mal wieder Leute vorbei, oft auch Trucks von der Nationalparkverwaltung, etc. Man müsste also jetzt nicht tagelang auf Hilfe warten bei einer Panne oder so. Auch hier gilt natürlich: in jedem Fall genügend Trinkwasser und Essen (und Sprit kalkulieren!) für mehrere Tage Reserve mitnehmen.

Vom Gate im Süden her gibt es dann im Prinzip zwei Routen durch den Süd-Chobe bis kurz vor Savute: die Sandridge-Road und die Marsh-Road. Je nach dem ist die Marsh geschlossen, dann fährt man einfach der Sandridge entlang. Erfahrung im Tiefsandfahren wäre hier schon wünschenswert, aber ich denke, es wird in aller Regel nicht so unter Wasser stehen können wie im CKGR. Rund um Savute gibt es viele Pads, die man für Gamedrives befahren kann. Wenn dort viel Regen kommt, kann es dann schon auch sein, das gewisse Pads nicht passierbar sind. Aber das wird sich dann schon weisen. Vor zwei Jahren hatten wir dort einen heftigen Platzregen erlebt, das war wunderschön.

Was bei der von dir eingezeichneten Route aber sehr schade wäre: Moremi lasst ihr buchstäblich links liegen. Warum? Ist zwar sauteuer, aber da müsst ihr unbedingt hin, wenn ihr schon dort vorbei fahrt! Oder was sind da deine Überlegungen?

Liebe Grüsse aus Zürich
Sam
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224 Beiträge · seit 201327. Dez. 2017 · #10
Mir ist mal was anderes aufgefallen an eurer weiteren Route.

Der Hinweis mit dem Besuch im Moremi stimmt. Warum fahrt ihr am tollen und weltberühmten Okavangodelta "vorbei"? Ich denke, dass 2 Tage 3rd Bridge oder Xakanaxa drin sein müssten. Das wäre sonst echt schade.

Dafür fahrt Ihr "kurz" durch Simbabwe und Sambia wahrscheinlich um die Vic Falls zu sehen. Diese Grenzübertritte sind u.U. langwierig und mit einem Mietwagen ziemlich teuer. Du musst eben für jede Person richtig Geld bezahlen und für den Mietwagen noch Versicherung, Carbon Tax, Road free usw.
Ein organisierter Shuttleservice von Kasane (BOT) nach Vic Falls ist nervensparender.

Ansonsten viel Spass in der tollen Ecke da "oben", RB
zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2017
Themenstarter24 Beiträge · seit 201427. Dez. 2017 · #11
und nochmal Danke an euch alle.

Zu unserer Erfahrung in Afrika bzw. soweit man das nennen kann.
Wir waren bisher 3 x in Namibia mit rd. 20.000 KM gefahrener Strecke gesamt. Das meiste in Namibia einige Tage in Südafrika Kapstadt und KTP und letztes Jahr im Oktober auch 2,5 Tage Botswana via Dobe Grenzübergang Nam/Bots ins westliches, oberes Okavago Delta und auch Mahango NP und Popa Falls.

In 2014 Ende März 2 Wochen, 2015 Ende Februar 2 Wochen und im Oktober 2016 dann 4,5 Wochen.
In diesen 3 Jahren und insges. ca. 9 Wochen, habe ich insgesamt nur 1 x einen Regenabend in Ai-Ais erlebt erlebt. Sonst immer nur Sonne und trocken.

In Namibia selbst kenne ich nahezu alle wesentlichen Strecken einschl. diverser Schleich und Wildnissstrecken, wie auch die alte Strecke D3700 am Kunene Richtung Epupa, wie auch die D3703 (sofern man das überhaupt Straße nennen kann) von Epupa zum van Zyls.
Sand- und Tiefsand-Pads, Rocky Roads sind also bis dato kein Problem und kleinere Reparaturen am Auto haben uns bisher auch nicht abgeschreckt. Auto ging bisher auch immer in gutem Zustand an den Vermieter zurück.
Mit Auto aus dem Sand graben sind wir also schon geübt, aber nicht im Schlamm und Regen.

Wir sind bisher auch immer nur alleine (immer mit Sat-Phone) mit einem Auto unterwegs, daher können wir uns natürlich eine "Absaufen" nicht leisten.

Wir werden euren Rat und die Tipps beherzigen (tolle Fomis hier 🙂 ) und wollen uns in Botswana mal auf die Hauptstrecken konzentrieren.
Wollen wir mal wettertechnisch hoffen, dass es uns in diesem Urlaub im März/April mit unserem Dachzelt nicht vollkommen wegschwemmt.

Ach übrigens; sollten wir mit "normalen" Dachzelt auf einem Toyota Hilux während der Jahreszeit die Region in Botswanas Norden meiden, was meint ihr?
Habt ihr Tipps, wie man sich bei längerem Regentagen mit Dachzelt zusätzlich schützen kann?

Freue mich nochmal auf eure Antworten.

LG
Toni
https://www.TickerFactory.com/
2'610 Beiträge · seit 200727. Dez. 2017 · #12
Hallo Toni,

unsere Dachzelte waren immer dicht! Hatten einen Gewittersturm in der Zentralkalahari, der Sturm hat das Dachzelt zusammengeklappt, es hat geschüttet, wie aus Kübeln,drinnen alles trocken. Genau wie in Nxai Pan, da stand der Platz fast wadenhoch unter Wasser, wir haben trocken geschlafen. Man sollte aber darauf achten, dass die Innenfenster geschlossen sind.

Wenn es tagsüber geregnet hat, haben wir eine große Plane gespannt. Z. B. zum kochen, hinten über die geöffnete Klappe. Da konnte ich drunter kochen. Febr./März waren immer wenige Touris unterwegs, da habe ich auch schon unter einem Dach an den Waschräumen gekocht und wir haben dort trocken gesessen ( z.B.Nxai Pan South Gate, Khumaga).
Der Regen hielt ja auch nicht tagelang an, nur immer mal max. 2-3 Std.- meist mit einem Gewitter verbunden. Das kann dann heftig knallen- wir sind zugegebenermaßen Angsthasen und flüchten bei Gewitter nachts ins Auto.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
1'059 Beiträge · seit 200628. Dez. 2017 · #13
Hallo Toni

Na, dann passt doch eigentlich ganz gut mit eurer ausgiebigen Namibia-Erfahrung. Es sollte wirklich nicht so rüberkommen, dass ich euch das unterstellen wollte. Einfach von der Art, wie du die Fragen gestelllt hast, hat es ein bisschen so gewirkt, als würdest du dich nicht so richtig zurechtfinden oder keine wirkliche Vorstellung vom Abenteuer CKGR haben. Manchmal ist es halt nicht so einfach, das geschriebene Wort genau richtig zu interpretieren.

Nun, vollkommen wegschwemmen wird es euch schon nicht. Ich glaube, viele machen sich von der Regenzeit in der Region rund ums Okavango-Delta eine ziemlich falsche Vorstellung. Falsch ist vielleicht das falsche Wort, aber man stellt sich vielleicht tagelange Regengüsse wie in Südostasien oder ähnliches vor. Im März, April ist das gröbste vielleicht ohnehin schon durch, aber ich habe es bisher immer so erlebt, dass es zwischendurch zwar sehr heftig, aber immer nur recht kurz geregnet hat. Die Sandpisten füllen sich dann kurz mit Wasser, das meiste davon sickert aber sofort wieder ab. Zurück bleiben dann eine wie vorher erwähnt ganz gute Fahrspur (weil durch die Nässe schwer gewordenen Sand) und natürlich viele Pfützen. Die allermeisten davon sind aber absolut keine Herausforderung und wo das Wasser länger und tiefer steht, hat meist sowieso einer mit Ästen und Baumstämmen eine provisorische «Sperre» markiert. Dort gibt es dann einfach Umfahrungen durch den Busch. Dann kann es natürlich vorkommen, dass gewisse Abschnitte gesperrt oder einfach nicht befahrbar sind, vor Ort erfährt man das aber schon rechtzeitig und kann es hoffentlich natürlich auch ein wenig selber einschätzen.

Da es wie erwähnt meist nur kurz regnet (oft am Nachmittag / gegen Abend), lässt sich das Camping-Leben ringsum aber ganz gut leben und man kann das alles absolut problemlos wie sonst auch immer mit einem Dachzelt machen. Danach kommt immer wieder Sonnenschein, der Boden trocknet schnell und dann geniesst man die frische Luft und die ganz besondere Stimmung.

Nur Mut - das klappt bestimmt ganz wunderbar und ihr werdet eine unvergessliche Zeit haben in Botswana. Und eben, nehmt den Moremi in jedem Fall noch mit.

Liebe Grüsse
Sam
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