Reisebericht

Drei Wochen Namibias Süden und KTP

von Sorimuc · begonnen 15. Nov. 2017 · 23 Teile

Teil 2125. Dez. 2017
05.10.2017

Schon wieder zwei Tage später. Obwohl hier objektiv betrachtet nicht viel zu tun ist, habe ich es gestern nicht geschafft, den Reisebericht weiter zu schreiben. Dafür war der Tag einfach viel zu relaxt. Gerade eben sind wir von einer zweistündigen Wanderung zurückgekommen, es ist elf Uhr vormittags und die Sonne scheint schon heiß vom heute wieder wolkenlosen Himmel. Marc ist neben mir bereits damit beschäftigt, seinen Koffer zu packen – die letzten Tage unserer Reise sind tatsächlich bereits angebrochen 😐

Vorgestern Abend und gestern früh hat es tatsächlich noch ein paarmal geregnet – zwar immer nur ganz wenig, aber das war schon ein interessantes Naturschauspiel. Regen in Namibia, und das im Oktober. Entsprechend war es draußen auch relativ frisch, und wir haben am Dienstagnachmittag ganz gemütlich gelesen und uns keinen Stress gemacht.

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Zwischendurch zog unten am Wasserloch die Mafia vorbei – eine Gruppe Paviane, die wie immer viel Lärm und Radau machte. Abends haben Jako und Linus für uns gegrillt – es gab Boerewors (tatsächlich die erste in diesem Urlaub), Rinder-Spieße, Kartoffeln und Gemüse. Bereits jetzt wurde deutlich, dass Jako ein wirklich hervorragender Koch ist, was sich am Folgetag aber noch steigern sollte. Zum Dessert gab es gebratene Pfirsich mit einer Vanillecreme – leicht und sehr lecker.

Wir aßen zu viert an dem langen Tisch draußen, Licht kam lediglich vom Feuer und von den Solarlampen, die überall standen und hingen.

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Dazu diese absolute und vollkommene Stille – einfach Wahnsinn. Laut Jako sind die nächsten beiden Farmen 30 und 37 Kilometer Luftlinie entfernt. Es gab wohl auch schon Gäste, die diese Vorstellung und das Fehlen jeglicher äußerer Einflüsse nicht ertragen haben und Panikanfälle bekamen. Wir dagegen finden es sehr entspannend, in unserer heutigen schnelllebigen Zeit die Möglichkeit zu haben, einfach im Moment zu leben, ohne den inneren Druck, ständig aufs Handy, auf die Uhr oder in den Computer schauen zu müssen. So schauen wir auch nicht auf die Uhr, als wir uns relativ müde (und wahrscheinlich relativ früh) ins Bett verabschieden. Das einzige Geräusch, das uns nachts stört, kommt von einer Herde Zebras, die unten am Wasserloch vorbeizieht.

Zu Marcs leichtem Unmut ist es am nächsten Morgen immer noch bewölkt – sein Plan, sich die letzten Tage nochmal intensiv zu bräunen, ist somit erstmal hinfällig.

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Um acht Uhr gibt es ein leckeres Frühstück, bei dem es an nichts fehlt, dazu wieder das superleckere Brot aus einer deutschen Bäckerei in Walvis Bay. Nach dem Frühstück erklärt uns Jako ein paar Wandermöglichkeiten – noch ist es uns aber zu kalt, und so relaxen wir noch ein bisschen auf unserem Bett, bevor wir mittags zu einem kleinen Spaziergang in die Hügel hinter der Lodge aufbrechen.

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Laut Jako soll es dort einen kleinen Teich mit Schildkröten geben, irgendwo in einer Höhle. Wir umrunden den Hügel und klettern hoch und immer höher. Die Aussicht ist toll, und das Klettern macht wirklich Spaß. Irgendwann sind wir oben angekommen, die Höhle mit den Schildkröten haben wir aber leider nicht gefunden.

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Der Abstieg ist dann gar nicht so einfach, man muss sich konzentrieren, um keinen falschen Schritt zu machen und auf den Steinen und dem Geröll abzurutschen. Über das kleine Trockenflussbett kommen wir nach einer guten Stunde zurück zur Lodge, wo Jako schon mit dem Lunch auf uns wartet.

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Mit Blick aufs Wasserloch genießen wir den tollen Pastasalat, den Jako gezaubert hat – das ist hier genau Essen nach unserem Geschmack. Langsam lässt sich auch die Sonne immer öfter blicken, und schließlich werfen wir uns in die Badeklamotten, holen unsere Bücher und legen uns in die Sonne. Wenn wieder eine größere Wolke durchzieht, muss die Decke zum Einsatz kommen, es ist ein ständiges Hin und Her: Decke weg, Decke her, Decke weg, Decke her. Aber das macht nichts, die sonnigen Abschnitte werden immer länger, und am Ende erfrischen wir uns sogar noch in diesem verlockend aussehenden Pool.

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Am späten Nachmittag machen sich Jako und Linus mit uns auf den Weg zu einer kleinen Farmrundfahrt. Viele Tiere sehen wir nicht, das hatte ich aber auch gar nicht erwartet. Unser Ziel ist der Gipfel eines Berges, von dem aus man einen tollen Rundum-Blick über die Landschaft hat, und während die Sonne langsam Richtung Horizont sinkt, genießen wir unser kühles Savanna und diese unglaubliche Weite. Der Weg hierher ist allerdings eine Herausforderung für Fahrer und Fahrzeug – gut, dass wir das nicht selber fahren müssen. Teilweise sind sehr steile Passagen dabei, oft treppenähnliche Abschnitte, aber man merkt, dass Jako hier öfter unterwegs ist – er schafft es sogar, uns nebenbei noch alles Mögliche zu zeigen und zu erklären.

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Zurück in der Lodge bereiten die beiden das Abendessen vor, während wir einen stattlichen Kudubullen am Wasserloch beobachten. Und dieses heutige Abendessen toppt wirklich alles, was wir bisher auf dieser Reise gegessen haben. Es gibt Chicken Curry mit Reis und selbstgemachtem Naan – hört sich unspektakulär an, und wir waren anfangs fast ein bisschen enttäuscht, dass es „nur“ Hühnchen gab. Aber ich habe wirklich noch nie so köstliches Curry gegessen, und das Rezept für das Naan-Brot muss Jako uns unbedingt verraten. Nachdem wir beide nochmal großzügig Nachschlag geholt haben, gab es zum Dessert noch eine vorzügliche Lemontarte. Jako freute sich, dass uns sein Essen so gut schmeckt, und wir freuten uns über diese Köstlichkeiten. Gutes Essen, leckerer Wein, nette Gespräche und eine laue Nacht, dazu das Bewusstsein, dass da weit und breit keine Menschenseele und nichts ist, was einen stören könnte – das ist schon etwas ganz Besonderes. Kobo Kobo Hills ist sicherlich nichts für jeden – wer Programm erwartet und rund um die Uhr bespaßt werden möchte, ist hier falsch. Aber für diejenigen, die sich mit sich selbst beschäftigen können, die mal so richtig entspannen wollen ohne jegliche Ablenkung, ist es das Paradies. Für die letzten Tage unserer Reise war es auf jeden Fall die richtige Wahl, und in diesem Flow könnte ich auch noch ein paar Tage länger weitermachen.

Heute Morgen werde ich buchstäblich von den Sonnenstrahlen geweckt, die mich an der Nase kitzeln. Die Sonne ist soeben aufgegangen, der Himmel ist wolkenlos und es sieht gut aus für Marcs Pläne. Erstmal genießen wir aber wieder ein ausgiebiges Frühstück, und dann geht es, bevor die Sonne zu hoch steht, auf eine schöne Wanderung. Wir marschieren ein Stückchen das Rivier hinauf und laufen schließlich auf dem Grat des Berges links neben der Lodge immer höher, bis wir den höchsten Punkt erreicht haben. Der Blick von hier oben ist mal wieder traumhaft – so viele tolle Ausblicke und Landschaften wie in diesem Urlaub habe ich tatsächlich so geballt noch nicht gesehen.

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Der Abstieg ist wieder etwas schwieriger, man muss aufpassen, nicht auf dem teilweise losen Geröll auszurutschen, aber als wir unten im Flussbett ankommen, läuft es sich gleich viel leichter. Hier glitzert es überall: Der Sand und das lose Geröll enthält kleine glitzernde Gesteinsteilchen, das sieht schön aus. Das letzte Stück überschneidet sich mit dem gestrigen Spaziergang, und schon bald erreichen wir wieder die Lodge.

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Teil 2226. Dez. 2017
06.10.2017

Nun ist es wieder einmal soweit – das Ende unseres Urlaubs ist tatsächlich fast gekommen. Das Auto ist abgegeben, wir haben unsere Siebensachen aus jedem Winkel des Wagens zusammengesucht und die Koffer sind größtenteils gepackt. Nun sitzen wir auf der Heinitzburg, wie es schon zur Tradition geworden ist. Hier gefällt es uns immer wieder gut, aber der Aufenthalt ist jedes Mal von dem Gefühl begleitet, dass der lang ersehnte Urlaub nun schon wieder Geschichte ist. Gleich ist es Zeit für den letzten Sundowner des Urlaubs, und natürlich für das letzte bestimmt superleckere Essen. Danach ist es wahrscheinlich sinnvoll, erstmal ein paar Tage Diät einzulegen, bevor ich mich auf die Waage stelle 😗

Gestern durften wir noch einen herrlich entspannten Tag bei Jako und Linus erleben. Nach unserer kleinen Wanderung legten wir uns an den Pool und genossen die Sonne, die vom wolkenlosen Himmel strahlte. Mittags servierte uns Jako am Hide einen leichten Lunch, bestehend aus einem Wrap mit dem Naan-Brot vom Vorabend (auch kalt immer noch superlecker, Marc hat sich extra noch das Rezept aufschreiben lassen) und einem Rote-Beete-Salat. Wir räkelten uns weiterhin am Pool, lasen ausgiebig (ich bin mittlerweile bei Buch Nr. 7 in diesem Urlaub angelangt), erfrischten uns hin und wieder im kühlen Nass und irgendwann nachmittags brachte Jako uns gesalzenes Popcorn (wie geil ist das denn? 🤩 ) und Grapetiser.

Während ich so in meinem Liegestuhl lag und in mein Buch vertieft war, flüsterte Jako plötzlich: „Sonja, look at the Dassies!“ Ich blickte mich erstmal verwirrt um, und dann sah ich sie: Eine Dassie-Mama mit zwei Kleinen schlich sich vorsichtig und unglaublich scheu zum Trinken an den Pool. Sobald das kleinste Geräusch ertönte, waren sie wieder hinter den Felsen verschwunden. Also saß ich wie versteinert da und traute mich kaum zu atmen, als sich vorwitzig weitere kleine Köpfe auf und zwischen den Felsen zeigten. Am Ende waren es tatsächlich acht kleine Dassie-Babys, die auftauchten. Die Kamera lag natürlich nicht griffbereit, und auch Marc hatte das ganze Schauspiel verpasst, weil er gerade im Chalet war. Am Ende schaffte ich es wenigstens noch drei von den Kleinen aufs Foto zu bringen – sind sie nicht süß?

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Erst ca. eine halbe Stunde vor dem Abendessen kamen Meike und Thomas an, die einzigen beiden Gäste, die während der ganzen Zeit außer uns hier waren. Sie waren heute Morgen noch im Sossusvlei gewesen und hatten eine ganz schöne Fahrtstrecke hinter sich.

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Jako tischte wieder toll auf: Es gab Oryx-Filet, natürlich auf den Punkt gegrillt, Butternut und Süßkartoffeln und dazu Bohnengemüse, als Dessert Schokomousse. Dazu ein paar Gläser Wein und eine nette Unterhaltung – was will man mehr? Ach ja, nur hier auf der Südhalbkugel sieht man übrigens den „Rabbit in the moon“ – kennt ihn jemand?

Ich sollte wirklich bei Jako nachfragen, ob er nicht noch eine Putzhilfe oder so gebrauchen könnte – gegen freie Kost und Logis würde ich glatt hierbleiben. Andererseits würde ich dann in zwei Monaten wahrscheinlich 100 Kilo wiegen, wenn ich täglich so bekocht werden würde… 😉

Heute Morgen ist er dann leider auch schon da – der Moment des Abschieds. Ein letztes Mal am Hide gefrühstückt, noch ein gemeinsames Foto mit den beiden gemacht, und dann lassen wir Kobo Kobo Hills hinter uns.

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In vier Stunden bringen wir die letzten Kilometer auf der C28 hinter uns. Am Bosua-Pass halten wir und genießen kurz die tolle Aussicht, ein paar Tiere verabschieden sich auch noch von uns: Paviane, Kudus und Klippspringer sehen wir auf dem Weg.

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Irgendwann geht die Pad über in eine Teerstraße, und schon fahren wir Richtung Innenstadt von Windhoek. An der Shell-Tankstelle neben Asco wird nochmal vollgetankt, und um kurz nach zwölf sind wir zur Rückgabe bei Value Car Hire. Es wird nochmal kontrolliert, ob der Tank auch tatsächlich voll ist, ansonsten passt alles. Das Auto hat uns zuverlässig 2800 Kilometer durch Namibia gefahren.

Bereits kurze Zeit später ist unser Transfer bereit und wir werden zu unserer letzten Destination gebracht, der Heinitzburg. Wir haben Zimmer Nr. 5, das auch schon fertig ist, und legen uns gleich an den Pool.

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Der Nachmittag vergeht, und wir lassen es uns gut gehen: Der gewohnt leckere Apfelstrudel muss natürlich sein, und am späteren Nachmittag lassen wir uns auch noch einen Gin Tonic schmecken.

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Den letzten namibischen Sonnenuntergang genießen wir auf der Terrasse der Heinitzburg bei einem kühlen Savanna. In der Stadt ist Einiges los, der Wind weht Lärm und Rummelgeräusche herbei – obwohl das namibische Oktoberfest erst Ende des Monats stattfindet, ist unten bereits ein Volksfest in vollem Gange.

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Gegen 19:00 Uhr begeben wir uns ins Restaurant „Leo’s at the Castle“ und gönnen uns zum Abschluss noch ein mehrgängiges Dinner. Mein Eland im Hauptgang ist leider zäh und nicht das, was wir sonst von hier gewohnt sind. Ansonsten fehlt es aber an nichts, und wir genießen unseren letzten Abend in vollen Zügen.

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Vollgefressen rollen wir später Richtung Zimmer und wären dabei fast noch über den Namensgeber des Restaurants gefallen: Leo, die rote Hotelkatze, die wir bereits 2013 das erste Mal getroffen haben. Sie ist immer noch hier und scheint gesund und munter wie eh und je.

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Teil 2327. Dez. 2017
14.10.2017

So, jetzt sind wir bereits eine Woche wieder zu Hause. München hat uns am Sonntagmorgen mit 10 Grad und Nieselregen empfangen, und als ich am Montag bei gleichem Wetter im allmorgendlichen Berufsverkehr feststeckte, stellte ich mir schon die Frage, warum wir überhaupt zurückgekommen sind. Glücklicherweise hat die Sonne nochmal alles gegeben und uns ein paar goldene Herbsttage beschert, weshalb ich jetzt gemütlich auf der Terrasse sitze und unsere Reise nochmal Revue passieren lassen kann.

Nach einer ruhigen Nacht haben wir uns am Samstagmorgen dem umfangreichen Frühstücksbuffet der Heinitzburg gewidmet. Keine Ahnung, ob es an der Abwesenheit der deutschen Managerfamilie lag, aber die Servicekräfte schienen an diesem Tag nicht sonderlich motiviert zu sein. Auf Kaffee mussten wir eine Viertelstunde warten, und die Eier dauerten sogar noch länger. Nichtsdestotrotz ist die Auswahl und Qualität wirklich toll, und was gibt es Schöneres für den letzten Urlaubsmorgen, als ein Frühstück auf der sonnigen Terrasse mit Blick auf die Stadt?

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Wenn da der Nebentisch nicht gewesen wäre – die Mutter der vierköpfigen Familie schaffte es ungelogen, in einer halben Stunde vier Zigaretten zu rauchen, und so wurden wir schön eingeräuchert 🙄 🤢

In aller Ruhe packten wir danach unsere Koffer, gaben diese an der Rezeption ab und legten uns bis zum frühen Nachmittag an den Pool. Zum Abschluss gab es nochmal eine Runde Austern für mich und dazu ein kühles Savanna, dann waren wir auch schon bereit für die Abholung zum Flughafen. Nur – es kam irgendwie keiner.

Value Car Hire hatte uns gebeten, ab 14:30 Uhr abfahrbereit zu sein. Als um viertel nach drei immer noch niemand da war, hat die Rezeption mal dort angerufen. Nach mehreren Fehlversuchen erreichten wir endlich jemanden und erfuhren, dass man sich leider um eine Stunde vertan hätte. Tatsächlich abgeholt wurden wir dann um kurz vor vier – that’s Africa 😗

Beim Check-In stellten wir fest, dass leider nur noch zwei Plätze in einer Mittelreihe frei waren. Na gut, was soll man machen. Schnell das Gepäck abgegeben, durch die Sicherheitskontrolle und schon waren wir am Gate, wo wir im Bistro auch Antonia und Ovi vorfanden. Die Zeit bis zum Abflug verging somit fix mit Urlaubsgeschichten, und den allerletzten afrikanischen Sonnenuntergang erlebten wir beim Gang übers Rollfeld.

Die Nacht war fürchterlich – Marc und ich haben jeweils maximal zwei Stunden geschlafen, und entsprechend gerädert kamen wir um kurz nach fünf Uhr morgens pünktlich in Frankfurt an. Da blieb gerade noch Zeit für einen Kaffee und ein kleines Frühstück, bevor es weiter ging nach München. Auch unser Gepäck hatte den Transfer geschafft, und so war dieser Urlaub leider endgültig vorbei.

Wir haben in den drei Wochen wieder unglaublich viele tolle Dinge erlebt, und es sollte ein paar Tage dauern, bis wir tatsächlich auch geistig wieder zuhause angekommen sind. Leider holt einen der Alltag ja in der Regel ganz fix wieder ein, aber: der nächste Urlaub kommt bestimmt. Nachdem wir jetzt dreimal hintereinander in Namibia waren, wird es wohl erstmal eine andere Destination werden, aber ich bin mir ganz sicher, dass wir irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wieder in dieses wunderschöne Land zurückkommen werden.

Vielen Dank Namibia…
…für die 22 traumhaften Sonnenuntergänge.
…für all die netten Menschen, die wir kennenlernen durften und die eine Reise in ein Erlebnis verwandeln.
…für die tollen und teilweise außergewöhnlichen Lodges und Unterkünfte, in denen wir nächtigen durften.
…für die leckeren südafrikanischen Weine und unzähligen Savannas und Gin Tonics, die hier irgendwie viel besser schmecken als zu Hause 🤪
…für den Sand der Namib, der uns in unseren Koffern nach Hause begleitet hat.
…für die Nächte unterm Sternenhimmel, die unvergessen bleiben werden.
…für das hervorragende Essen, dass uns drei Kilo mehr auf der Waage beschert hat.
…für die Sonne, die immer scheint.
…für all die Löwen, Geparden, unzähligen Antilopen, Erdmännchen und Buschhörnchen, Zebras und Giraffen, Schlangen und Vögel, die wir beobachten konnten.
…für über 4000 tolle Bilder, die ich mit Freuden sortieren und in ein Fotobuch packen werde.
…für die einzigartigen Erinnerungen, die wir für immer im Herzen tragen werden!

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