Begleitfahrzeug Khaudum

20 Antworten · 3'727 Aufrufe · gestartet 11. Nov. 2017 von Diesel
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Themenstarter24 Beiträge · seit 201711. Nov. 2017 · #1
Ich möchte über Weihnachten/Neujahr nach Namibia und einige Tage in Khaudum verbringen.
Das Problem ist, ich bin alleine mit 4x4 Camper unterwegs und habe kein Begleitfahrzeug.
Frage: wie groß sind die Chancen, dass man sich anderen Fahrzeugen anschließen kann, wenn man am Eingang wartet?
😕
Themenstarter24 Beiträge · seit 201711. Nov. 2017 · #2
mein Plan ist von 21.12. bis 11.1. (noch flexibel) in Namibia zu sein. Ich könnte den Norden am Ende einplanen.
lg
rudi
37 Beiträge · seit 201712. Nov. 2017 · #3
Ab ca. 20. März 18 würden wir uns über ein Begleitfahrzeug freuen. 2-4 Tage mit Buschtaxi unterwegs. Manfred und Carina
18 Beiträge · seit 201013. Nov. 2017 · #4
Hallo Diesel
Wir sind auch zu dieser Zeit in Namibia. Fahren aber hoch in den Caprivi. Z.Zt. sind wir 4 Personen und 2 Autos 4x4 mit Dachzelten. Die Route ist geplant und die Camping Plätze gebucht. Wir fahren am 22.12 los. Ist diese Tour ein Plan B für dich?
Kannst mir gerne eine PN für weitere Infos!

Hummel Dumm 🤩
Themenstarter24 Beiträge · seit 201702. Dez. 2017 · #5
Danke Hummel - ich habe den Eintrag erst jetzt entdeckt,
Also, ich habe noch keine feste Planung, denn die Buchung der Camp Sites ist verdammt schwierig (ausgebucht). Ich wollte in den CKGR und vielleicht Makgadigadi NP und Nxai Pan und wenn es sich ergeben sollte wäre ich dabei 🙂
Beim Caprivi bin ich mir nicht sicher - was gibt es dort? Ist der Streifen nicht dicht besiedelt?
lg
rudi
33,1k Beiträge · seit 200602. Dez. 2017 · #6
Hi Rudi,
Beim Caprivi bin ich mir nicht sicher - was gibt es dort? Ist der Streifen nicht dicht besiedelt?
der Caprivizipfel ist eines der schönsten Ziele die ich im südlichen Afrika kenne. Grob vergleichbar (natürlich in Klein) mit Chobe und Moremi in Botswana, nur weniger touristisch und preiswerter. Empfehlenswert finde ich mind 6 Nächte vor Ort.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'129 Beiträge · seit 200802. Dez. 2017 · #7
Das ist aber schon sehr ungewöhnlich, dass im Kaudum alle Campsites ausgebucht sind.

Eigentlich braucht man dort noch nicht einmal reservieren.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 02. Dez. 2017
2'530 Beiträge · seit 201102. Dez. 2017 · #8
Diesel schrieb:Also, ich habe noch keine feste Planung, denn die Buchung der Camp Sites ist verdammt schwierig (ausgebucht).
Wo hast Du den versucht zu buchen?
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
348 Beiträge · seit 201102. Dez. 2017 · #9
hallo zusammen
Wir sind eben aus dem Khaudum zurückgekommen, nach Zambia Liuwa Plain und Caprivi dem Mamili, musste der auch noch sein, solange er noch so ursprünglich ist.

Im Norden am neuen Gate rein.
Xaudum Campsite übernachtet, 330 pP + 100 für‘s Fahrzeug.
Genial schöne Camps mit Dusche, WC, Platz für bis zu 5 Fahrzeugen pro Site.
Allerdings weiss scheinbar keiner wie es dort oben weitergeht, der Ausbau der Lodge ist im Moment eingestellt, zumindest arbeitet dort niemand daran, nur der in der Hütte, der für die Campsite kassiert war da.
Diverse schöne Chalets mit Restaurant, alles über Laufsteg zu erreichen, perfekt für die High Hills Trägerinnen, der Airstrip ist noch nicht erstellt und wird hoffentlich auch nicht!
Wenn das kommt, ist der Khaudum ein weiterer Park für die Schicki Micki Szene.
Im Park haben wir nur noch ein Fahrzeug angetroffen, seit 21. 12. war niemand mehr eingereist.
Angeblich soll nächstes Jahr von Norden her eine neue Gravel Road geschoben werden.
Das Sikeriti Camp ist inexistent, wir haben dort übernachtet, allerdings keine Ablutions und kein Wasser, dafür umsonst, soll angeblich nächstes Jahr auch was gebaut werden, insha allah.
Elefanten hatte es sehr viele, ansonsten nicht viel Wild.
Gut durften wir den ursprünglichen Park mehrere Male erleben, denke das wird sich bald ändern.
Noch was, Deutschland hat mit 30 Mio Nam Dollar dort mitfinanziert.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
18 Beiträge · seit 201002. Dez. 2017 · #10
Hallo Rudi!
Unsere Tour startet am 23.12. ab Windhoek und endet am 07.01. auf der Lodge/Camping Site Mobola. Wir haben alle Campingplätze gebucht. Wenn Du Interesse hast dich anzuhängen (mitzufahren) kannst mir gerne eine PN senden. Dann kann ich dir schreiben auf welchen Campsites wir übernachten.

LG Hummel Dumm
348 Beiträge · seit 201102. Dez. 2017 · #11
und hier noch ein paar Fotos
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Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
348 Beiträge · seit 201102. Dez. 2017 · #12
und noch was betreffend Caprivi
Vor dem Mamili NP gibt es eine schöne Campsite, das Livingstone’s Camp, super Ablutions 250 Nam Dollar pP und tolle Aussicht.
Sofern es nicht zuviel regnet, ein guter Ausgangspunkt für den Park und von den Camps aus hervorragende Tierbeobachtung in der Pfanne möglich.
Im Mamili wird man auch mehr oder weniger alleine unterwegs sein.
Wie haben dort Löwen gesichtet, neben vielen anderen Tieren, passt die Zeit, so sind dort auch viele Elefanten und Büffel unterwegs und natürlich tausende von Vögeln.
Die Tiere sind allerdings ziemlich scheu, Zeit und Geduld sind mitzubringen.
Im übrigen sind die Parks mit 40/40/10 Nam Dollar 2 P + Auto auch sehr günstig und bald die letzten naturbelassenen im südlichen Afrika.
Wir sind praktisch immer alleine unterwegs, wie im Moment auch.
Erfahrung im Sand UND Wasser, sowie ein zuverlässiges Fahrzeug mit richtiger Ausrüstung und guten Schauberkentnissen vorausgesetzt.
Gruss aus dem nördlichen Namibia
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Themenstarter24 Beiträge · seit 201702. Dez. 2017 · #13
Christian,
ist das Gebiet denn auch in der Regenzeit zu empfehlen?
lg
rudi
Themenstarter24 Beiträge · seit 201702. Dez. 2017 · #14
nein, das bezog sich auf CKGR und KTP.
ich meine das ausgebucht.
zuletzt bearbeitet 02. Dez. 2017
1'004 Beiträge · seit 200804. Dez. 2017 · #15
Vielen Dank Turi für den aktuellen Bericht und noch einen tollen Urlaub!
Gruss
Doro
2'530 Beiträge · seit 201104. Dez. 2017 · #16
Turi schrieb:Im Park haben wir nur noch ein Fahrzeug angetroffen, seit 21. 12. war niemand mehr eingereist.
Gemeint ist sicher 21.11.
Turi schrieb:... , das Livingstone’s Camp, super Ablutions 250 Nam Dollar pP und tolle Aussicht.
Ich hoffe das es so bleibt, da Adolph Weidelich sich vor zwei Wochen in Johannesburg das Leben nahm. Er war maßgeblich am Bau und der Unterhaltung des Camps beteiligt. 🙁
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
4'129 Beiträge · seit 200804. Dez. 2017 · #17
Ach, wie furchtbar!
Möge er in Frieden ruhen!

Hat er etwas Schriftliches zu seinen Forschungen hinterlassen??
Weißt du da etwas, Cruiser, einen Hinweis?
Was geschieht mit seiner Sammlung, seinem Museum?

Wir bedauern es schon seit Monaten, dass unser Versuch, mit ihm sein Museum zu besuchen und uns ganz seinem gesammelten Wissen zu widmen, nicht geklappt hat, erst hatte er keine Zeit, dann lief es bei uns schief.
Nun wollten wir es in 3 Monaten nachholen...
Er war so impulsiv und rührig, dieses dramatische Ende ist unfassbar.
RIP, Adolf Waidelich

lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
16,9k Beiträge · seit 201204. Dez. 2017 · #18
lilytrotter schrieb:Ach, wie furchtbar!
Möge er in Frieden ruhen!
Hallo Lilytrotter,

vor etwa 2 Wochen gab´s dazu auch einen Artikel in der AZ, geschrieben von Konny von Schmettau :

Erinnerungen an den Pionier vom Livingstone's Camp

https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:7VqtR8XYiGUJ:https://www.az.com.na/nachrichten/erinnerungen-an-den-pionier-vom-livingstones-camp2017-11-20+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

Der bekannte Gründer und Inhaber des Livingstone's Camp bei Sangwali in der Sambesi-Region hat sich in der vorvergangenen Woche in Johannesburg das Leben genommen.

Pioniere sind heutzutage selten geworden, aber Adolf Waidelich war definitiv einer von ihnen. Wer ihn kannte, der liebte seine Geschichten um den großen Afrika-Forscher und Missionar David Livingstone, die er am abendlichen Lagerfeuer erzählte.

Der deutschstämmige Autospezialist und Hobby-Historiker Adolf Waidelich war seit jeher von der Geschichte David Livingstones fasziniert und neben seinem beruflichen Engagement immer wieder auf der Suche nach dessen schicksalhaften Begegnung mit dem Stamm der Makololo.

Als er schließlich herausfand, dass der Mayeyi Linus Mukwata bei Sangwali ein kleines Museum erbaut hatte, entstand schon bald eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Männern, und nach seiner Pensionierung zog Waidelich von Johannesburg in den Caprivi, um unweit des Museums, vor den Toren des Nkasa Rupara Nationalparks, das „Livingstone's Camp“ zu errichten.

Linus und Adolf bauten zudem gemeinsam die ersten stabilen Holzbrücken und machten damit dieses Paradies auf Erden zugänglich, in dem 150 Jahre zuvor Livingstone und der König der Makololo, Sebitwane, gemeinsam am Feuer gesessen hatte.

Waidelich wurde am 30.12.1948 im deutschen Möttlingen als eines von sieben Geschwistern geboren, verbrachte jedoch den größten Teil seines Lebens im südlichen Afrika. In den letzten Jahren litt er zunehmend an Depressionen, die vermutlich auch Auslöser für seinen Selbstmord waren.

Tief betroffen vom Verlust seines Freundes und Geschäftspartners sieht sich Linus Mukwata nun vor einer großen Aufgabe, das Camp mit dem Sohn des Verstorbenen weiterzuführen. „Zunächst wird alles so weiterlaufen wie bisher“, erklärt Mukwata, auf dessen Grundbesitz das Livingstone's Camp errichtet wurde. Auch die Hilfsprojekte sowie das kleine Livingstone Museum in Sangwali werden in Zukunft unbehelligt weitergeführt, zumal sie vom Camp völlig unabhängig sind.


LG
Logi
4'129 Beiträge · seit 200804. Dez. 2017 · #19
Hallo, Logi,
vielen Dank für den Text!
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
16,9k Beiträge · seit 201230. Jan. 2018 · #20
lilytrotter schrieb:Hat er etwas Schriftliches zu seinen Forschungen hinterlassen??
Weißt du da etwas, Cruiser, einen Hinweis?
Was geschieht mit seiner Sammlung, seinem Museum?
Dazu schreibt heute Konny von Schmettau in der AZ:

Engagement und Fleiß zahlen sich aus: David-Livingstone-Museum in Sangwali wird offiziell anerkannt und MAN-Mitglied

https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:Yv4KL0xeirMJ:https://www.az.com.na/nachrichten/engagement-und-fleiss-zahlen-sich-aus2018-01-30/+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

2017 wurde durch die Finanzierung der EU das kleine Gebäude mit stabilen Mauern und einer Dachkonstruktion versehen. Die kostbaren Karten wurden professionell restauriert und gerahmt.

Das kleine David-Livingstone-Museum in Sangwali (Sambesi-Region) wurde Mitte Januar offiziell als Mitglied der Museumsvereinigung Namibias (MAN) aufgenommen. Im Jahr 2000 wurde es als Lehmhütte errichtet, 2017 mit Unterstützung der EU restauriert. Der Initiator und Erbauer des Museums, Linus Mukwata, kann sein Glück kaum fassen.

Wie oft wird gesagt, ein Mensch alleine könne nichts bewegen – und wie oft wird dieser Spruch doch widerlegt! Ein sehr gutes Beispiel findet sich in dem kleinen Dorf Sangwali im Südzipfel der Sambesi-Region bzw. im Capivi-Streifen. Dort hat der studierte Lehrer und Historiker Linus Mukwata im Jahre 2000 ein kleines Museum zu Ehren des großen Afrika-Forschers Dr. David Livingstone und der Missionare der sogenannten Helmore-Price-Expedition errichtet, und zwar mit finanzieller Unterstützung einer Nachfahrin der Familie Helmore, Stella Kilby.

Linus Mukwata war von jeher von Geschichte und Geschichten fasziniert, die seine Vorfahren über Generationen hinweg mündlich überliefert haben, und hatte schon als Kind den Traum, ein Museum zu bauen, um alles, was bisher verbal weitergegeben wurde, für nachfolgende Generationen zu bewahren. Es gelang ihm, über die Jahre hinweg Renovierungsarbeiten zu organisieren, nicht zuletzt mit seinem damaligen Geschäftspartner Adolf Waidelich zusammen, der das Livingstones Camp in der Nähe des Museum aufgebaut hatte.

Im Jahr 2015 luden die beiden die Autorin dieses Beitrages ein, erzählten die wechselhafte Geschichte der Region, der Völker der Makololo und Mayeyi – zu Letzteren gehört auch Linus Mukwata –, und monatelange Recherchen führten schließlich zur Veröffentlichung des Buches „Sangwali – David Livingstone am Linyanti“. Dieses Buch erhielt viel Aufmerksamkeit bei der Namibia Wissenschaftlichen Gesellschaft (NWG), die 2016 eine englische Version veröffentlichte, sowie bei der Botschafterin der Europäischen Union (EU) in Namibia, Jana Hybaskova. Hierauf folgte die Finanzierung für die Renovierung des kleinen Museums sowie die Restauration der unersetzlichen Artefakte in Form großer Karten, die die Reisen David Livingstones, der Missionare, der Makololo sowie die Verbreitung der Mayeyi in der Großregion verdeutlichen.

Mitte Januar dieses Jahres schließlich kam die große Anerkennung für Linus Mukwata: Das David-Livingstone-Museum in Sangwali wurde von der hiesigen Museumsvereinigung offiziell als Mitglied aufgenommen.


LG
Logi