Simbabwe...aktuelle, prekäre Situation

847 Antworten · 139k Aufrufe · gestartet 09. Nov. 2017 von GinaChris
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Gast12. Feb. 2019 · #361
@ Dollars
https://www.bbc.com/news/topics/crr7mlg0rpvt/zimbabwe
Zimbabwe's second biggest gold-mining firm, RioZim, says it has suspended production for the second time in four months because the central bank has failed to pay it in dollars for part of its gold deliveries.
The acute shortage of US dollars, the currency Zimbabwe adopted ten years ago to combat hyperinflation, has driven up the price of basic goods, and contributed to the protests that rocked the country three weeks ago.
RioZim has said it will suspend production indefinitely if there is no progress in negotiations with the authorities.
Gold is Zimbabwe's second largest export by value.
Gold-mining firms are required to sell their output to a subsidiary of the central bank, for which they are paid just over half in dollars and the remainder in bond notes, the widely mistrusted currency printed by the bank.
The Zimbabwean government said on Monday that the central bank governor would soon introduce a monetary policy tool to alleviate the foreign currency shortages”.

Werner
Ebi, konkret hilft dir das leider auch nicht weiter. Im südafrikanischen Forum gibt es hin und wieder Konkretes, aber das kennst du wohl ohnehin.
Werner
90 Beiträge · seit 201812. Feb. 2019 · #362
Ebi schrieb: Davon mal abgesehen, dass man halt Dollar dabeihaben muss, sehe ich gerade nicht, dass man das Land meiden sollte.
Wenn man mit gewaltsam niedergeschlagenen Protesten mit Toten, der teilweisen Plünderung von Innenstädten, der Nicht-Verfügbarkeit von Sprit gut umgehen kann, gibt es keinen Grund das Land zu meiden. All das gab es zuletzt vor gerade mal 2 Wochen und es kann jederzeit wieder auftreten. Das meine ich gar nicht ironisch. Es gibt auch Menschen, die gerade schöne Reisen in Pakistan, Somalia oder Palästina erleben. Jeder muss da sein eigenes Urteil fällen. Für mich wären in Simbabwe derzeit höchstens Hwange von Botswana aus oder Gonarezhou von Mosambik aus eine Option. Die Roadblocks waren schon in den letzten Monaten unter Mugabe kein Problem mehr.

Gerade jetzt scheint es ruhiger in Simbabwe, als viele das erwartet haben (einschließlich mir). Aber das kann eigentlich nicht so bleiben. Vor dem High Court laufen Prozesse, um die Erhöhung der Spritpreise um 150% als illegal zu bewerten und rückgängig zu machen. Hat das Erfolg, gibt es 1-2 Tage später wieder keinen Sprit an den Tankstellen. Hat das keinen Erfolg, scheint ein Aufbegehren der Bevölkerung wahrscheinlich. Auch die meisten Menschen auf der Payroll des Staates können die explodierenden Lebenshaltungskosten nicht mehr tragen. Die Regierung kann aber keine höheren Gehälter zahlen. Sie kann zwar die Zollarbeträge verdoppeln, die sie monatlich auf die Konten schreiben lässt. Aber dann verdoppeln sich auch die Preise und der Spread zwischen Dollars und Zollars wird wachsen. Im Prinzip wiederholt sich dann die Hyperinflation von vor 10 Jahren.

Laut Zimbabwe National Statistics Agency lag die Jahresinflation im Dezember 2018 bereits offiziell bei 42%. Laut unabhängigen Experten ist sie schon deutlich 3stellig. Laut Finanzminister wird das Problem Inflation aber im Oktober erledigt sein. Wie er das machen will, erschließt sich mir nicht. Die 42% im Dezember waren noch vor der Spritpreiserhöhung um 150%. Aber vielleicht ist der Finanzminister ein Genie und zaubert etwas Kreatives aus dem Hut. Er will ja auch binnen 12 Monaten eine neue Währung einführen, wo bisher kein Experte versteht, wie das gehen soll. Einstweilen haben wieder 3 Goldminen von RioZim den Betrieb eingestellt, weil sie kein Geld von der Zentralbank bekommen. Heißt: Wieder weniger Devisen für den Staat. In Kürze sollte es aber etwas Entlastung geben, weil dann die Ernte beginnt (u.a. Tabak). Auch wenn die Ernte voraussichtlich nicht gut ausfällt, bedeutet das ein paar Devisen.

D.
Gast12. Feb. 2019 · #363
Dreamliner schrieb:
Gerade jetzt scheint es ruhiger in Simbabwe, als viele das erwartet haben (einschließlich mir). Aber das kann eigentlich nicht so bleiben.
Ich befürchte, dass die Leute einfach am Ende ihrer Kräfte sind, sie sind ausgepowert. Situationsbezogenes Aufbegehren ja, Erzwingen einer Systemänderung dadurch leider nein. Die Anstrengung zur Bewältigung des Alltags braucht ihren ganzen Einsatz und Protest ist sehr gefährlich. Politische Unterstützung vom Ausland ist nicht zu erwarten, zumal die Regierung mittlerweile propagiert, dass die Proteste von „ausländischen Mächten“ angezettelt wurden. So kann man einfach jeden mundtot machen und einsperren.
Man muss sich anschauen, wie lange das schon so geht. 2002 war der Mechaniker, der mein Auto bei Rileys im Maun repariert hat aus Zimbabwe. Er hat erzählt, dass in jeder Familie wer im Ausland arbeiten muss um die Familie zu Hause über die Runden zu kriegen. Er und andere zimbabw‘sche „Fremdarbeiter“ in Maun fuhren jedes Monat nach Zahltag gemeinsam mit einem Bakkie voll Lebensmittel etc. nach Hause. Die Arbeitskräfte aus Zimbabwe wurden in Botswana brutal ausgebeutet und vielfach unter ihrem Wert bezahlt. Die Krankenschwestern aus Zimbabwe haben in Scharen die Vakanzen im maroden britischen Gesundheitssystem gefüllt. Der Exodus der Bevölkerung in allen Gesellschaftschichten war massiv, so einen Verlust kann kein afrikanisches Land langfristig wegstecken. Das Land ist ausgepowert, die Luft ist raus.
Ich bin da nur mehr pessimistisch.
Nachtrag 13:05: Zumal ein Regimewechsel an der Wahlurne sowieso nicht realistisch ist, weil die Landbevölkerung doch pro ZANU PF sein dürfte und diese in der komplizierten und maßgeschneiderten zimb. Verfassung kaum abwählbar ist.
Die Leute können einem nur leidtun. Hoffentlich irre ich mich
Werner
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2019
794 Beiträge · seit 201312. Feb. 2019 · #364
Hallo Ebi,

sind seit ein paar Wochen aus Zimbabwe zurück. So lange du genug USD dabei hast und keinen Diesel / Benzin benötigst ist für Touristen alles in Ordnung. An der Grenze ging alles schnell & freundlich zu. Es wurde noch nicht einmal in unser Auto / Kühlschrank geschaut.

Road Blocks hatten wir im Westen (Hwange, VicFalls etc.) keinen einzigen. Einkaufen waren wir ein mal in VicFalls wo wir alles bekommen haben. Wenn man im Supermarkt einkauft, dann die USD unbedingt in Bonds tauschen, da der USD und der Bond vom Wert dort 1:1 gilt, du aber auf der Strasse einen Kurs von 1:3 bekommst. Bonds tauschen ist kein Problem, einfach die Strassenhändler fragen...

Gern etwas mehr Lebensmittel als benötigt mitnehmen und den Care Takern im Hwange etwas anbieten. Die freuen sich sehr!

Beste Grüße
Andre
Gast12. Feb. 2019 · #365
Andre008 schrieb: Wenn man im Supermarkt einkauft, dann die USD unbedingt in Bonds tauschen, da der USD und der Bond vom Wert dort 1:1 gilt, du aber auf der Strasse einen Kurs von 1:3 bekommst.
ach du Schei 😈 e
90 Beiträge · seit 201813. Feb. 2019 · #366
loser schrieb:Ich befürchte, dass die Leute einfach am Ende ihrer Kräfte sind, sie sind ausgepowert. Situationsbezogenes Aufbegehren ja, Erzwingen einer Systemänderung dadurch leider nein. Die Anstrengung zur Bewältigung des Alltags braucht ihren ganzen Einsatz und Protest ist sehr gefährlich.
Kann gut sein, dass das so zu erklären ist. Wenn die Regierung nicht bald ein paar Milliarden aus dem Ausland organisiert bekommt, dann sollte aber bald der Punkt erreicht sein, an dem die Bevölkerung auch nichts mehr zu verlieren hat. Das sich die ZanuPF und Mnangagwa bislang an der Macht halten, liegt daran, dass der Sicherheitsapparat (Polizei, Militär) loyal zu ihnen steht und die jüngste Protestwelle niedergeschlagen hat. Die Regierung ist aber so pleite, dass sie auch Polizisten und Soldaten nicht mehr besser stellen kann. Auch die und deren Familien müssen von der Inflation und all den Härten betroffen sein (z.B. per Dezember offiziell 54% Inflation bei Lebensmitteln). Auch da muss doch eigentlich die Loyalität erodieren? Auch da muss doch eigentlich mal die Erkenntnis reifen, dass die fehlender Vertrauenswürdigkeit dieser Regierung das Haupthindernis ist, um mit internationaler Hilfe aus der Krise zu kommen?

Ich denke, dass das das aktuelle Gewurschtel nicht mehr allzu lange weiter geht und es bis Ende des Jahres gravierende Änderungen in Simbabwe geben wird. Was und wie genau bleibt die spannende Frage. Laut dem früheren MDC-Finanzminister Biti hat Simbabwe die Scheine für eine neue Währung bereits drucken lassen.

D.
187 Beiträge · seit 200613. Feb. 2019 · #367
@Andre008:
Wenn man im Supermarkt einkauft, dann die USD unbedingt in Bonds tauschen, da der USD und der Bond vom Wert dort 1:1 gilt, du aber auf der Strasse einen Kurs von 1:3 bekommst. Bonds tauschen ist kein Problem, einfach die Strassenhändler fragen...
ich bin nicht so finanz-bewandert...
Drum versteh ich das nicht. Warum ist es gut, zu Bonds zu kommen, wenn die doch einer sehr starken Inflation unterliegen? Wär doch besser, wenn ich möglichst USD horten könnte? Aber vielleicht mach ich einen grossen Denkfehler.

was ist des Rätsels Lösung?
Danke schon für Infos dazu.

Liebe Grüsse
Kudu
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2019
727 Beiträge · seit 200813. Feb. 2019 · #368
Wenn ein Produkt im Supermarkt dasselbe in Bonds kostet, wie in USD und Du beim Tauschen 3 Bonds für 1 USD bekommst, dann kostet das Produkt dich 1/3 Dollar wenn Du in Bonds bezahlst, aber einen ganzen, wenn Du in USD bezahlst. Du darfst mit dem Ausgeben nur nicht so lange warten, bis der Vorteil durch die Inflation "aufgefressen" wird 😉

Gruß

Dino
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2019
187 Beiträge · seit 200613. Feb. 2019 · #369
Danke Dino!

Also macht es auch keinen Sinn mit Kreditkarte/Maestro/Cyrrus zu bezahlen, wenn die überhaupt angenommen werden. Oder?

Liebe Grüsse Kudu
Gast13. Feb. 2019 · #370
In diesem Spiel zahlt mE immer wer drauf, entweder Konsument, Erzeuger, Händler, Staat, Gemeinschaft. Wer draufzahlt, hängt davon ab wie der Preis angeschrieben ist oder angeschrieben werden muss, also welcher „$“ akzeptiert oder (behördlich) verlangt wird und ob der Produktpreis in harter forex realistisch ist. Wie das in der Praxis läuft, können nur Leute mit aktueller Erfahrung sagen.
Ich habe die Befürchtung, dass Touristen, die an US$s in Bar reich sind, in diesem Bondparitätsspielchen ihre Urlaubskosten senken und dem Land schaden. Vielleicht könnten Andre und Dino das etwas genauer ausführen. Aus dem was gesagt wurde, kann man sich kein genaues Bild machen.
Werner
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2019
Gast14. Feb. 2019 · #371
Hallo DL, ich stimme jedem deiner Argumente zu
Es muss sich was ändern,
weil es schon zu lange so geht
und nicht mehr so weiter gehen kann
und will das auch gerne, weil ich mir auch wünsche, dass es nicht mehr so weitergeht.
Ich habe mir also alles nochmals durch den Kopf gehen lassen und nochmals meine Quellen studiert
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und bleibe leider pessimistisch, weil die jetzige Situation schon öfters vorlag und es immer „so“, also nur noch schlechter, weiter gegangen ist. Aber sicherlich ist die monetäre Situation jetzt auswegloser ist als früher, weil der Ausweg in eine harte Ersatzwährung nicht mehr besteht, nur kurzfristig funktionierte aber langfristig so nicht funktionieren kann. Lt. BBC haben die Reserve Bank und der Informationsminister kürzlich „Gerüchte“ dementiert, dass es eine neue Währung geben wird.
Sicherlich hängt alles am Militär- und Polizeiapparat und den „old boys“ aus der Partei und dem Veteranenclub im Hintergrund. Aber genau das ist ja das Problem, weil es den Leuten nicht um das Land sondern nur um ihre Pfründe geht. Genau deswegen haben sie Mugabe abgesetzt, weil dieser nicht mehr liefern konnte. Good governance ist allen ein Fremdwort. Was anderes wäre, wenn Mittelbau, untere Ränge und Mannschaften rebellierten, eine Nelkenrevolution für Zimbabwe. Das hätte eine andere Qualität, könnte aber auch in bekannter afrikanischer Manier sehr böse aus dem Ruder laufen, weil die Spitze von Militär und Sicherheitsapparat die Panzer auffahren lassen wird. Stabilität und Akzeptanz von außen wäre so nicht herstellbar. Außerdem wurden die Mannschaften schon öfters nicht bezahlt und sie haben sich dann einfach bei der Bevölkerung bedient, auch mit Gewalt.
Ein weiterer Grund für meinen Pessimismus ist, dass der status quo von den Nachbarstaaten, insbes. SA, widerspruchslos hingenommen und nur mit Floskeln abgespeist wird. Was auch damit zusammenhängen kann, dass die Proteste in Zimbabwe jetzt fast nur von der Zivilgesellschaft getragen werden (so wird berichtet) und nicht von politischen Parteien. Keine afrikanische Staatsführung hat ein Interesse daran, dass so was erfolgreich sein könnte. Es wurde berichtet, dass die Entmachtung von Mugabe durch das Militär von langer Hand an die Nachbarstaaten avisiert und abgesegnet war. Mugabe sollte für amtsunfähig erklärt werden und Vizepräsident Mnangagwa aufrücken. Das hat Mugabe dann konterkariert, indem er Mnangagwa als Vize absetzte und es kam der Militärputsch der offiziell keiner war. Alles, inkl. Durchführung und Ergebnis der folgenden Wahl wurde von den afrikanischen Staaten abgesegnet, ein Beitrag zu Gunsten der Bevölkerung ist nicht erkennbar und die Liquidität, die Zimbabwe kurzfristig braucht, können sie sowieso nicht aufbringen. SA hat kürzlich ein Ansuchen um 1 Milliarde US$ auf Pump abgelehnt, sie könnten selber einige brauchen.
In den Medienberichten sieht man auch immer nur Proteste in den Städten, über den Standpunkt und die Loyalitäten der Landbevölkerung erfährt man wenig*). Diese war immer DIE Stütze der ZANU PF. Es ist möglich, dass die aufbegehrende Bildungsschicht und Stadtbevölkerung landesweit eine Minderheit darstellt, wenn auch eine starke. Diese Proteste sitzt die Regierung einfach aus oder knüppelt sie nieder. Mit dem was die paar Tausend der Nomenklatura schon auf der hohen Kante haben und noch herauspressen können, lässt es sich noch lange ungeniert leben....Usw., usw.
Gerade eben/kürzlich ist der Lehrerstreik zusammengebrochen.
Werner
*) und so harren alle auf die Rückkehr der Gina Chris, die in den "modernen Medien" vernetzt ist
zuletzt bearbeitet 14. Feb. 2019
90 Beiträge · seit 201815. Feb. 2019 · #372
Stimmt schon, dass es im Moment nicht absehbar ist, woher der Impuls für grundlegende Veränderungen kommen soll. Aber es kann auch nicht einfach endlos weiter abwärts gehen und nichts weiter passiert. AU und SADC sehe ich auch als völlig dysfunktional an. Da versichern sich die afrikanischen Führer immer gegenseitig, was für Helden sie sind und es kommt nichts aber auch gar nichts heraus. Im 95seitigen Abschlussdokument der gerade zu Ende gegangenen AU-Generalversammlung: Kein Wort zu Simbabwe. Heißt: Genau so weiter machen.

Mnangagwa versucht gerade den nationalen Dialog und eine Art Einheitsregierung könnte in der Tat bei potentiellen Geldgebern die Türen öffnen. Chamisa verweigert sich aber und möchte zuvor erst noch mal die letzten Wahlen diskutieren. Auch ein Hindernis bei der Lösung des Schlamassels: Eine Ansammlung von Klappspaten im Parlament
https://www.newzimbabwe.com/speaker-bemoans-ignoramus-mps-urges-minimum-qualifications/

Die Verkündung der jährlichen Monetary Policy ist überfällig, aber anscheinend streiten sich hinter den Kulissen noch Finanzmister und der Chef der Zentralbank, wie die aussehen soll. Letzterer will offenbar möglichst sofort eine neue Währung einführen. Der Finanzminister überlegt aber wohl, dem Rat von IWF und anderen zu folgen und den Wechselkurs für Zollars offiziell freizugeben. Das entwertet erneut die Guthaben der Bevölkerung, treibt die Inflation und führt möglicherweise zum Kollaps von Banken, aber es nimmt die massiven Verzerrungen aus dem System und entkriminalisiert viele Vorgänge.
https://zwnews.com/ncube-blocks-mangudya-plan-to-introduce-new-zim-currency-this-week/

D.
904 Beiträge · seit 201015. Feb. 2019 · #373
So, erstmals wieder Internet...

Danke für die Antworten, auch für die kritischen. Hab inzwischen mit Leuten aus Südafrika gesprochen. Gestern mit einem netten Menschen, der in Sim geboren ist und nun in Sambia lebt. Die Leute hatten keinerlei Bedenken.

Ich kann die Situation der Einheimischen ganz bestimmt nicht gut finden. Wenn wir aber tatsächlich sehr kritische Maßstäbe ansetzen, brauchen wir viele Länder in Afrika nicht mehr besuchen. Man kann ja locker mal die Mordstatistiken in den jeweiligen Ländern googeln, SA wäre dann von vornherein mal tabu.

Der Flieger nach Lusaka ist weiter nach Harare geflogen. Neben mir saß ne ältere Dame aus Sim. Sie sagte auf meine Frage: "bitte kommt, wir brauchen euch, gerade jetzt". Eine Sache, unterschiedliche Blickwinkel. Welcher ist nun richtig.

Grüße
Ebi
39 Beiträge · seit 201215. Feb. 2019 · #374
Hallo Ebi (und alle anderen hier),
erstmal danke fuer diesen sehr informativen Thread! Bisher war ich stiller Mitleser im Forum, habe aber vor, mich zukuenftig mehr einzubringen. Ich gehe im September fuer drei Monate im Rahmen eines Stipendiums im Studiengang Tourismus Management nach Sim. Dadurch habe ich mittlerweile mit zig Leuten in allen moeglichen Bereichen und Instanzen zu tun (allein wegen des working permit und anderer Dramen;)). Auch ich habe mir ewig Gedanken gemacht, ob man hinreisen sollte oder nicht.
Die Reaktion der Menschen ist aber immer gleich: Sie wuenschen sich, dass internationale Gaeste kommen. Wie bei meiner Reise dorthin in der Krisenzeit 2008 sagen sie immer immer wieder, dass sie die Touristen brauchen und sind dankbar ueber jeden, der positiv ueber die Schoenheit des Landes berichtet.
Sicherheitsbedenken habe ich seltsamerweise kaum... ich beobachte die Situation respektvoll.
Danke nochmal fuer all die vielen Updates hier, besonders an Gina und Chris!
Kathrin
517 Beiträge · seit 201816. Feb. 2019 · #375
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zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2019
517 Beiträge · seit 201816. Feb. 2019 · #376
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zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2019
904 Beiträge · seit 201017. Feb. 2019 · #377
Focus schrieb:Hallo, einen Gruß aus Vic Falls,
Regen, Hubschrauber fliegen wie immer, Straßenleben kein Unterschied zu früher, Grenze problemlos, Autokosten um 2 US gestiegen, Visa 30 US oder 25 Euro. Preise im Supermarkt umgerechnet in Euro mal 4 zu unseren Preisen in Deutschland. Flasche Wein 35 US, Beutel grüner Paprika 6, 50 US mittlere Pizza 17 US, nivia body Lotion 22 US, Sandwich 2,50 US, Zigaretten 2,50 US, Stück Seife 2,50 US...... Nur paar Beispiele. Werde dann vielleicht nochmal aus harare berichten. Internet mobile sehr schnell. Stadtverkehr wie üblich belebt.
Gruß
Erstmal vielen Dank!

Wär supernett, wenn du dich nochmals aus Harare melden würdest. Es geht halt nichts über Praktiker!

Gute Reise wünscht Ebi
Gast18. Feb. 2019 · #378
Danke Focus für den Praxisbericht, ich frage mich die ganze Zeit: Welche $ und -Preise, Zollar oder US?
Zollar-Preise mit harten $ bezahlt sind wohl ein schlechter deal

https://www.victoriafalls-guide.net/zimbabwe-currency.html
Werner
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2019
517 Beiträge · seit 201818. Feb. 2019 · #379
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zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2019
232 Beiträge · seit 200619. Feb. 2019 · #380
Danke Focus, für deine Ausführungen. Wir fliegen mitte Juli wieder nach Zim, bzw. Harare, besuchen dann unsere Freund in den Eastern Highlands. Was mich noch interessieren würde, wenn du am Freitag in Harare bist: wie sieht es aktuell aus mit Roadblocks? Wie sieht es aus mit Militär allgemein, auf den Hauptverkehrsachen und in der Hauptstadt?
Herzlich grüsst Manaslu