Wir haben heute eine relativ kurze Strecke zu fahren. Um 10:15 Uhr sind wir an den Grenzübergang und es geht alles recht flott. Auf der namibischen Seite ist die Straße super zu fahren, weit und breit kein einziges Schlagloch zu sehen.
Ursprünglich haben wir die Kalizo Lodge gebucht gehabt, aber im Frühling haben wir Bescheid bekommen, dass die Lodge an Gondwana verkauft worden ist und wegen Umbaumaßnahmen bis 1.11. geschlossen ist. Na super! 😠 Sie haben uns dann eine Alternative empfohlen, die Mutoya Lodge, aber das hat mir nicht zugesagt. Die Lodge liegt nicht am Fluss und es war schon lange ein Wunsch von mir am Sambesi zu sein. Wir haben dann die Island View Lodge gebucht. Es war auch schon klar, dass sie ein bisschen mehr basic wäre als Kalizo, was auch nicht gerade Luxuriös wäre.
In der Garden Lodge haben sie uns dann erzählt, dass diese Lodge auch von Gondwana gekauft worden wäre. Irgendwie sollen die Kunden von Kalizo nur bis IVL fahren und von dort mit dem Boot nach Kalizo gebracht werden. 🙄
Bis wir auf die D3508 abbiegen läuft alles gut. Ab dort ist die ganze Straße under construktion. Ich weiß nicht ob es Gondwana zu verdanken ist, dass diese Straße auf Autobahnbreite ausgebaut wird. Bis jetzt ist Gravel und ich weiß nicht ob nachher geteert wird. Wir hoppeln dann teils auf Behelfspiste neben der Straße und finden dann auch irgendwann die Island View Lodge. Wir wollen in die Rezeption um einzuchecken, aber die Tür ist abgeschlossen. Wir warten eine Weile aber es tut sich nichts. Wir gehen dann um herum auf dem Fluss zugewandte Seite. Hier ist auch eine Tür für die Rezeption, aber die ist genauso abgeschlossen. 😠
An der Bar steht ein Haufen Angler burischer Herkunft aus Südafrika, denn sie sprechen alle Afrikaans. Die meisten sind mit kurze Hose und nackten Oberkörper gekleidet. Das ist nicht gerade eine Augenweide, denn der Bodymaßindex ist schon bei den meisten längst überschritten. Mit einer Kippe im Mund und eine Bierdose in der Hand wird gefachsimpelt wer den größten (Fisch gefangen) hat. 🤩 🤩
Ich spreche dann einen an und frage wie wir denn hier einchecken können. Er sagt das Büro wäre von 1 bis 2 geschlossen. Auf meine Erwiderung, dass jetzt erst 12:30 Uhr wäre, zieht er nur die Schultern hoch. Spätestens jetzt ist mir gar nicht mehr wohl. 😵 😵 Ein gequältes Lächeln für den Fotografen.
Wir hocken uns hin und harren der Dinge die noch kommen. Irgendwann kommt jemand in die Bar um den Anglern mit neuem Bier zu versorgen, vorher war dort auch abgeschlossen. Wir nützen die Gelegenheit und besorgen uns was zum Trinken.
Ich fühle mich total fehl am Platz, werde immer trauriger und überlege fieberhaft wo wir eventuell ein Ausweichquartier finden könnten. Ich kann meistens Sachen die nicht so rund laufen mit ein bisschen schwarzem Humor überspielen, aber heute will mir das nicht gelingen. Der Guggumann ist meistens viel mehr etepetete als ich, aber jetzt tröstet er mich und sagt wir müssen es jetzt sportlich nehmen und als Trainingslager für Dan und Mashi River Safari nehmen. 🤩
Nun, dort gehen wir aber sehenden Auges hin. 😗 😉
Irgendwann nach 2 kommt dann jemand und wir können endlich einchecken und buchen auch gleich eine Bootstour für den Nachmittag. Jemand begleitet uns dann zu den Bungalows und wir können auswählen ob wir Pest oder Cholera haben möchten. 🤢 Bungalow ist ein wenig hoch gegriffen für die Bretterbude und ich weiß nicht so richtig wie ich es hier 2 Nächte aushalten soll. Lamentieren hilft aber jetzt nicht, da müssen wir durch. 🙁 Da ich ein bisschen Schockstarre habe mache ich auch keine Fotos.
Um 15:30 startet unsere Bootstour und unser Guide heißt Ernest – wie Hemingway. 🙂 Er ist sehr nett und wir sind nur zu dritt, sonst sind hier alle Angler. Ernest ist froh und sagt er geht lieber birden statt angeln. Eine Treppe führt die steile Uferböschung hinunter, jetzt ist der Wasserstand ziemlich niedrig. Ich kann mir gut vorstellen wie mächtig der Sambesi ist wenn Hochwasser herrscht.
Leine los und wir tuckern langsam den Fluss hinunter. Das Boot ist klein und liegt unruhig auf dem Wasser und die meisten Fotos sind verwackelt. Das passt heute irgendwie…. 😕 Ich zeige dann die Besten von den Schlechten. 😣
Uferböschung, man sieht wie hoch das Wasser gehen kann.
White-fronted-bee-eater/ Weißstirnspint
Pied Kingfischer /Graufischer der sich aufgeplustert hat
White breasted Cormoran
Schon wieder White-fronted-bee-eater/ Weißstirnspint
Flußlandschaft.
Ein Einheimischer hat mit dem Mocoro Reed gesammelt
Auch die Jungs hier angeln offensichtlich gerne
Der Sambesi fließt ruhig Richtung Simbabwe
African Finfoot/ Binsenralle
So gefällt es mir schon
Graufischer mit Beute. Ich wundere mich immer wieder wie sie das den engen Hals hinunter würgen können
African wattled lapwing/ Weißscheitelkiebitz
Blacksmith Lapwing/Waffenkiebitz
Viele Wasservögel sitzen auf den Sandbänken im Fluss. Da der Wasserstand sehr niedrig ist, können wir nicht nahe genug für gute Fotos heranfahren. Zwei Mal sind wir auf Grund gelaufen und haben uns wieder freischaukeln müssen.
Löffler und Reiher
African Skimmer im Flug
Dieselben auf der Sandbank
Einheimischer mit seinem Mocoro
White fronted Plover/ Weißstirn-Regenpfeifer
Dorfleben am Fluss
Dann legt Ernest an und wir klettern die steile Böschung hoch. Das heißt, er zieht mich da hoch, da ich Angst habe mit mein Foto im Sand zu landen. Was wir dann sehen ist Überwältigend. Überall sind Karminspinte. Sie sind Bodenbrüter, meistens in Flussebenen. Ich komme mir vor wie in dem Film „Die Vögel“ vom Hitchcock. Sie schwirren um unsere Köpfe, die Büsche und der Boden sind voll davon. Ich bin völlig überfordert und weiß nicht wo ich fokussieren soll und wenn doch, ist das Objekt schon weg. Ich habe hunderte Fotos gelöscht, aber ein paar sind noch übrig geblieben. Und lieber Hartwig, ich weiß schon wie solche Fotos aussehen können.
Das sind jetzt die letzten Karminspintfotos für heute – versprochen 😗
Irgendwann ist dann genug und wir klettern wieder die Böschung hinunter. Die Sonne steht jetzt schon tief
A crock a day….
Ein Riesenfischer sitzt auf einem Ast
Und als er wegfliegt sehen wir wie wunderschön bunt er ist. (sehr unscharf)
Der Guggumann genießt die Ruhe auf dem Fluss
Senegal Coucal/Spornkukuk
Der Abschluss bildet dann ein Goliath Reiher
Jetzt ist es Zeit wieder zurück zu fahren, aber zuerst genießen wir den Sonnenuntergang auf dem Sambesi. Das nimmt mich gefangen und ich möchte mir das nicht durch schlechte Laune verderben.
Als wir zurück sind wird zuerst in dem etwas vergammelten Bad geduscht, ich ziehe vorsichtshalber meine Treckingsandalen an, dann werden sie auch mal sauber gemacht. Anschließend gehen wir vor und bestellen ein GT, diesmal ein doppelten. Wir setzen und ganz vorne hin mit dem Elend im Rücken und dem Blick auf dem Sambesi. Der Stuhl nagt an meinem Hintern, aber mein Guggumann behauptet, da wo es weh tut nimmt man ab. 😄 Na, dann will ich das mal glauben. 😵
Jetzt sind jede Menge Daltons erschienen. Ich glaube es sind 4 Generationen. Zuerst haben wir der Uropa Dalton, er hat einen weißen Bart, humpelt und kann nur mit Stock laufen. Dann ist da eine Mutti, ich weiß nicht ob es seine Frau ist oder ob sich hier Jemand die Rente aufbessern tut. Sie trägt den ganzen Tag Kittelschürze, hat aber schön geschminktes, rundumerneuertes Augenpartie. Sonst ist sie wie Leinen – das knittert bekanntlich edel. 🤩 Sie hat auch die Oberaufsicht in der Küche. Die zwei sind auch noch einigermaßen nett.
Dann der Opa und Oma Dalton. Er ist der Boss in der Rezeption und lässt sich von seiner Tochter und ihren Mann helfen. Dann hüpft auch noch ein kleines Mädchen herum – Baby Dalton.
Die 2 mittleren Generationen sind so was von in LMA-Modus, hängen missmutig und aufgegeben herum. Es sind jede Menge Bad Vibrations spürbar und irgendwas Kundenorientiertes ist nicht vorhanden. 😠 😠
Wir sind nur 6 Gäste beim Dinner, die meisten Buren grillen hinten im Busch. Es gab Fisch und der war auch noch gut – was positiv war muss man auch erwähnen. Wir trinken ein Bier dazu und anschließend wieder ein GT an der Feuerstelle, wir blicken auf dem Sambesi und versuchen zu vergessen was hinter uns ist. 🙄 😣
Morgen früh gehen wir wieder mit Ernest Boot fahren – stay tuned wenn ihr wissen wollt wie es bei den Daltons weiter geht
Teil 2215. Jan. 2018
25.9.2017 Tag 2 bei den Daltons
Die Morgentoilette in dem Bad übergehe ich beflissentlich. Es hat keine Laune gemacht die Zahnpastaflecken vom Vorgänger am Spiegel zu betrachten. 😣
Wir sind relativ früh beim Frühstück, da unser Boot Cruise um 7:00 startet. Als wir hinkommen sitzt schon die ganze Daltonbande an einem Tisch, stieren in ihre Kaffeebecher hinein und halten sich daran fest. Ich kann mich an kein „guten Morgen“ erinnern und denke „Ihr mich auch“
Dafür ist der ganze Kaffee weg, die Daltons waren schneller, und wir müssen warten bis wieder neuen aufgebrüht ist. Was auf das Frühstückbuffet steht passt zum Rest und macht keinen Appetit. 😵 Wir bestellen Spiegeleier, da kann man nicht viel falsch machen, und essen einseitig getoastet Brot dazu. Der Toaster war kaputt und hat nur auf eine Seite gebräunt, die andere Seite war weiß und schlabberig.
Ernest wartet schon und kurz nach 7 sind wir wieder unterwegs. Wir sehen heute Morgen recht wenig, aber sie Karminspinte sind eigentlich unser Ziel.
Ein Klaffschhnabel sucht aber schon in der Morgensonne nach Schnecken.
Ein Common Sandpiper/Flussuferläufer wuselt ganz unruhig über den Sand
Ein Reed Cormorant/ Riedscharbe streckt den Schnabel nach oben
Weit und breit kein Skimmer zu sehen und auch sonst haben sich die Vögel für uns versteckt.
Als wir zu der Karminspintkolonie kommen ist dort sie Luft voller Vögel. Sie haben schon den Morgenflug und die Suche nach Insekten gestartet. Wer keine mehr sehen möchte nimmt jetzt am besten eine Auszeit 😄
Ein paar Fotos um zu veranschaulichen was hier los ist
Auch auf dem Boden ist noch jede Menge Vögel vorhanden.
Ich versuche ein paar im Flug zu erwischen, ist aber sehr schwer
Auch in den Büschen sitzen noch viele.
Es ist dann Zeit sich zu verabschieden und weiter zu fahren und ich denke das waren meine letzten Karminspinte , zumindest für diesen Urlaub. 😗
Ein Goliathreiher
Ein Malakite Kingfischer sitzt auf einen Wurzelballen.
Im Ufersand sitzen Möwen und Kormorane
Ein Kormoran kämpft mit seiner Beute und versucht es den engen Hals hinunter zu würgen.
Eine Gruppe White faced ducks/Witwenenten sitzen im Uferbereich.
Als wir näher kommen fliegen sie davon.
Junge Riedscharben sitzen auf Dürrständer im Fluss
Einer der Anglerboote ist in unsere Nähe und wir gehen Längsseits. Ein Tigerfisch liegt da und schaut ziemlich tot aus, obwohl es heißt sie machen alle catch & release.
Riedscharbe hat den Dürrständer ganz schön weiß „angemalt“
Bruthölen der Bee-eater
Den Abschluss bildet ein hübscher white-fronted bee-eater/Weißstirnspint
Nach ca. 2 Stunden sind wir wieder zurück und obwohl es erst 9:30 ist gehen wir erst mal ein Bier trinken. So zu sagen flüssig Brot als Ersatz für das miserable Frühstück. Lange halten wir es auf diese Sitzgelegenheiten nicht aus und gehen wieder auf die „Bude“.
Ich sichere die Fotos, dann lesen wir ein bisschen. Das es Nachttischleuchten gab die auch ordentlich geleuchtet haben, ist das positivste was ich über die Bude sagen kann. Noch mal eine Bootstour wollen wir nicht machen und wir haben das Gefühl, dies wird ein verdammt langer Tag. 🙁
Vorne im Saloon der Daltonbande ist WIFI und wir nehmen Smartphone und Netbook mit und surfen eine Weile aus Verzweiflung im WWW. Na, ja, dem Guggumann fiel es nicht gar so schwer. 😉
Außerdem ist da ein großer Flachbildschirm der den ganzen Tag läuft. Seit Sontag ist auf CNN das Hauptthema die Bundestagswahl. Bis heute haben sie ja nicht geschafft eine Regierung zu bilden.
Uropa Dalton kommt mit seinem Stock angehumpelt und macht ein bisschen Small Talk. Sein Afrikaans angehauchter Englisch ist für uns schwer zu verstehen. Und auch das Muttchen läuft mit ihrer Schürze herum. Sie erzählt heute gebe es Curry als Dinner. Da wir beide gerne Asiatisch essen sind wir gespannt wie das wird. Sonst sind die Daltons auf Tauchstation gegangen. 🙄
Gegen Mittag sind auch die Angler wieder da und nehmen ihre Zwischenmahlzeit in Form von Bier zu sich. Da haben wir inzwischen volles Verständnis dafür, und wer im Glashaus sitzt soll auch nicht mit Steine werfen. 😗 Wir reden ein bisschen mit ein paar von denen und können nicht glauben, dass die meisten 2 Wochen hier bleiben. 🤩
Es ist inzwischen wieder sehr heiß und wir gehen wieder in den "Bungalow". Einen Ventilator auf einem 5-Fuß stellen wir so, dass er auf das Bett bläst. So verbringen wir den Nachmittag mit lesen, schlafen und beten, dass die Zeit schnell vorbei geht. Mit Sandalen und Crocs duschen wir dann ausgiebig, da wir nicht wissen wann wir das nächste Mal Gelegenheit dazu haben. 🙄
Pünktlich um 18 Uhr sind wir bereit für einen GT und wir setzen uns auf den unbequemen Stühlen an der Feuerschale. Jetzt ist ein Ehepaar aus JNB da und wir können uns ein bisschen unterhalten. Sie haben einen Tagesausflug in den Chobe NP gemacht. Sie waren nicht das erste Mal hier und müssen demnach hart im Nehmen sein. 😮
Inzwischen ist die ganze Dalton-Family erschienen, sie sitzen aber für sich und sind sich selber die beste Gesellschaft.
Das angesagte Curry ist dann richtig gut und scharf und wir spülen das mit einem Bier hinunter. Hinterher süppeln wir dann noch einen Nightcup mit dem Ehepaar aus JNB und haben danach die nötige Bettschwere um die Nacht zu durchstehen.
Morgen früh fahren wir nach Mavunje und Dan um unseren Mashi River Floodplain-Abenteuer zu starten. Ich freue mich – hoffentlich nicht vergebens..........
Teil 2318. Jan. 2018
27.9.2017 Die Farben ändern sich von karmesinrot in grau Oder ein „once in a lifetime“ Erlebnis
Wir sind pünktlich um 7 bei Frühstücken. Da haben wir schon das Auto fertig gepackt und sind bereit für den Abflug sobald wir gefrühstückt haben. Es ist noch nichts gerichtet, nur die Daltons brüten über volle Kaffeebecher. 😗 Wir setzen uns und warten. Und warten. 😵
Irgendwann kommt die Mutti mit der Schürze und sagt, wenn kein Bootcruise gebucht ist, machen sie morgens kein Stress sondern ein bisschen „happy go lucky“. 😄
Wir erwidern, das ist ja schön und gut, aber wir müssen um 10 in Mavunje sein.
Üps, sie geht dann in der Küchensection und mach dort ein bisschen dampf. Und es dauert nicht lange bis wir wieder 2 Spiegeleier und einseitig gebräunter Toast haben. 😣
Dann noch schnell die Rechnung bezahlt, and off we go. 🙂
Der Sambesi und vor allem die Karminspintkolonie war ein richtig tolles Erlebnis. Das wurden wir gerne noch mal erleben. 😛 Bei der Lodge nützt nur eins, mit dem Bagger umdrucken, zusammenschieben und entsorgen. 🤩 🤩
Der Platz an sich ist ja schön gelegen, vielleicht ändert Gondwana was an die Location jetzt.
Wir sind auf jeden Fall froh, dass wir wieder unterwegs sind. Nach 20 km auf die Behelfsstraße erreichen wir die B8 und alles läuft prima.
Wir haben uns ja die letzten Tage stählen können für unser nächstes Bootsabenteuer. 😗
Als wir vor 4 Jahren Mavunje verlassen haben, hat Guggumann behauptet das war seehr leichtsinnig von uns und wie ich überhaupt darauf komme so etwas zu buchen 🙄 . Wir haben Zuhause Kinder und Enkelkinder und dürfen nicht mehr so leichtsinnig sein. Ich gebe zu, dass es, vorsichtig ausgedrückt, ein wenig chaotisch war 😕 , aber sooo schlimm habe ich das auch nicht gefunden. Mir hat es trotz allem gefallen und wir haben viel gesehen. 🙂
Ein halbes Jahr später, wir sind auf der Autobahn Richtung Düsseldorf, tönt es in mein linkes Ohr: Weißt du was, die Sache bei Dan war auch richtig toll. Sollten wir wieder in der Gegend sein, können wir das ja wiederholen. 🤩 Ich frage ungläubig ob ich richtig gehört habe. 😎 Ja, doch, schon. 😄 Man kann sagen der Guggumann macht sich so langsam. 😉
Und jetzt sind wir auf dem Weg dorthin zurück. Auch ab Kongola ist jetzt die Straße geteert. Alles läuft schneller als gedacht, nur die letzten 3 km nach dem Turnoff sind sehr tiefsandig, aber nemo problemo, wir haben diesmal ein gescheites Auto.
Als wir ins Camp ankommen ist Dan noch nicht da, er ist noch auf einem Morning-Cruise unterwegs. Sonst ist im Camp viel mehr Betrieb als wir das kennen. Eine kleine Gruppe Italienischer Camper sind am Frühstücken und sind nicht gerade die Leisesten. 😗
Wir setzen uns dann in, ich weiß nicht wie ich es nennen soll, eine Hütte die nach vorne zum Fluss offen ist und warten. Ich fotografiere so lange was mir vor die Linse kommt. Zuerst mal ein kleiner Blick auf den Kwando
Der Guggumann – ich finde er guckt noch ein bisschen skeptisch. Verlässt ihn jetzt schon der Mut?
Sieht aus wie Libellen, aber sonst weiß ich nichts
Ein Brown firefinch/ Pünktchenastrild sucht unter den trockenen Blättern nach was Fressbarem.
Im Baum sitzen 2 Hartlaub's Babbler und machen irgendwie Federpflege.
Dan kommt dann auch schon und wir begrüßen uns mit einem Hug. Clement ist immer noch bei ihm und wird uns begleiten. Er sieht ganz anders aus als vor 4 Jahren und ich flüstere Guggumann zu: Er hat doch keine Schneidezähle mehr, Wo die geblieben sind? 🤩
Wir laden dann unsere Sachen auf dem Pickup und fahren ein Stück neben dem Camp. Dort ist der Uferbereich flach und sie können bis zum Boot, welches ein Katamaran ist, fahren. Es dauert eine Weile bis die ganze Ausrüstung geladen ist und wir tuckern ca. 11 Uhr los. Aber nur ein paar hundert Meter, dann ist erst Mal rien ne va plus. Es hat so wenig Wasser und es ist so eng, dass nichts mehr geht. Dan muss in den Fluss steigen und das Boot mit Muskelkraft durchziehen.
Hier ist der Kanal schon ausgebaggert. Ob mit Muskelkraft oder maschinell weiß ich nicht.
Ich mache mich schon ein wenig Sorgen, dass es jetzt so weiter geht, aber es sind nur die ersten paar hundert Meter bis wir vom Camp in offenere Kanäle kommen. Der Katamaran ist überhaupt sehr leise und liegt ruhig auf dem Wasser.
Ein Hadeda Ibis sitzt im Nest
Der erste Lechwebock guckt stoisch in die Gegend
Auf einem Papyrushalm schaukelt eine Wire-tailed swallow/ Rotkappenschwalbe
Ich liebe den Fluss und die Landschaft und es dauert nicht lange bevor der erste Roadblock da ist. Die Hippos schauen uns nicht gerade freundlich an. Wir machen ein paar Fotos und fahren dann mit Vollgas daran vorbei.
Ziemlich weit weg ist eine große Herde Elefanten zu sehen. Dan und Clement beratschlagen und meinen das sind bestimmt 150 Stück. Sie überlegen wo sie hingelaufen sein könnten und wir werden sie nachher folgen.
Ein Little Bee-eater/ Zergspint
Nach ein paar Flußbiegungen und zero Elephants, sucht Dan ein Schattenplatz und wir essen ein bisschen was.
45 min. später sind wir wieder unterwegs und sehen alles Mögliche nur keine Elefanten. Ich denke Mist, Mist, Mist, warum haben wir ausgerechnet jetzt Vespern müssen. 😮
Impalas suchen den Schatten unter einen riesigen Baum.
Red Lechwe schauen uns neugierig an
Und der Kumpel hier darf natürlich an keinem Tag fehlen.
Für jede Flussbiegung die wir umrunden, sagen Dan und Clement: Wo sind sie denn, wo sind sie denn? Es kann doch nicht sein, dass 150 Elefanten sich in Luft auflösen. 🙁 😣
Die Impalas zeigen uns warum sie auch Buschburger genannt werden und machen Reklame für Mac Donalds.
Long-toed Lapwing/ Langzehenkiebitz
Hoch oben in einem Baum sitzt ein Karminspint. Nicht das wir vergessen wie sie ausschauen. 😄
Wasserböcke und Lechwe in uriger Landschaft. Ich finde das so schön, wir hören keine Zivilationsgeräusche, die Vögel giggeln und trillern, die Hippos grunzen und prusten und der Wind säuselt in den Bäumen. Um uns herum ist nichts als Natur.
Wieder ein Respekt einflößender Roadblock. Hier liegt praktisch in jeder Flussbiegung eine Gruppe Hippos. So viele haben wir am Okavango und Chobe nicht gesehen.
Ein Pied Kingfischer kämpft wieder mit seiner Beute. Die wollen sich von mir auch nur von vorne ablichten – nicht nett!
Aber die Frage die wir uns seit einer Weile stellen ist: WO SIND DIE ELEFANTEN??
Der Tag geht noch weiter – stay tuned 😗
Teil 2419. Jan. 2018
Und weiter geht es!
Waaah, und jetzt passiert es. Um die nächste Flussbiegung sehen wir jede Menge Elefanten die sich in unsere Richtung bewegen.
Gruppe um Gruppe ziehen an uns vorbei
Am Horizont sehen wir ein dunkles Band welches sich auch in unsere Richtung bewegt. Ich denke noch, boah, so viele Büffel habe ich auch noch nie gesehen.
Als die Büffel näher kommen, sehe ich dass sie alle Rüssel haben. Das ist der pure Wahnsinn. Die Elefanten kommen alle in unsere Richtung. Auch Dan und Clement sind völlig aus dem Häuschen, auch sie haben noch nie so was erlebt. Seit dem wir heute Vormittag die Elefantengruppe gesichtet haben, sind 2,5 Stunden vergangen
Manche waren offensichtlich schon am Wasser denn sie sind nass gespritzt.
Elefanten ziehen durch das golden gefärbte Gras
Eine Menge Elefanten stehen schon am Fluss und ziehen das Wasser mit ihren Rüssel hoch
Welche strecken ihren Rüssel in der Höhe und nehmen unsere Witterung auf
Ziemlich weit weg sehen wir ein weißes Auto. Dan sagt, das ist ein Forscher- und Filmteam von ARTE und NDR. Sie sind schon seit fast 2 Jahren hier und interessieren sich nur für Elefanten. Sie sind 3 Monat vor Ort und 3 Monate in Deutschland um das Filmmaterial aufzuarbeiten. Dan hat öfters mit ihnen zu tun gehabt und jetzt schließen sie sich per Whats App kurz. Keiner weiß warum, aber alle Jubeljahre schließen sich wohl Elefantenherden zu einer Riesenherde zusammen. Auf so was hat das Filmteam seit fast 2 Jahre gehofft. Jetzt strecken wir Newbies die Nase um ein paar Flussbiegungen herum und schon sind wir mitten drin. Das Filmteam hat das Ganze auch mit einer Drohne überflogen und meinen es sind zwischen 800 und 1000 Stück. Sie werden jetzt die Elefanten umfahren und sich in unsere Richtung vorarbeiten.
Uns alle stehen die Münder offen, wir schütteln ungläubig den Kopf und müssen feststellen, dass es einfacher ist 1 Elefant zu fotografieren als 1000. Da man aber 1000 schlecht mit ein paar Fotos darstellen kann (zumindest ich nicht) gibt es heute Elefanten satt. Wem es zu viel wird, bitte jetzt aussteigen. Wir dümpeln hier in unsere Nussschale, an alle Seiten von Elefanten umgeben und können schwer einschätzen was wir da erleben durfen.
Ein einsamer Lechwebock steht und guck zu wie die graue Masse an ihn vorbeizieht.
Der Kleine ist im Schlamm ausgerutscht und hat Schwierigkeiten wieder hoch zu kommen.
Als der größte Durst gestillt ist, fangen sie an sich ein bisschen zu verteilen Das Sumpfgras schmeckt ihnen gut, schließlich müssen sie auf ihre Tagesration kommen.
Vor lauter Elefanten vergessen wir zu schauen was sonst noch da ist. Ein paar Red Lechwe gucken das graue Spektakel an.
Zwei Hippos im vollen Trab über die Flussaue. Als sie näher kommen sieht es so aus als ob sie, durch ihre Hautfalten im Gesicht bedingt, ein diabolisches Grinsen haben.
Elefanten im Wasser gehören zu meinen liebsten Fotos.
Hier wird ein Crossing gemacht
Dieser steht an der Uferböschung und beobachtet uns von oben
Das Filmteam ist auch schon länger da und ihre Gerätschaften laufen auch auf Hochbetrieb. Wir unterhalten uns eine Weile und sie finden es nicht gerecht, dass wir quasi kamen, sahen und siegten. 🤩 😗 Ihren Beitrag soll irgendwann im späten Frühjahr auf Sendung gehen.
Landschaft mit Elefanten
2 Jungbullen tragen direkt neben uns ein kleines Scharmützel aus.
Wird fortgesetzt...........
Teil 2519. Jan. 2018
Fortzetzung. (Der PC hat gemeutert, ich muss das aufteilen 🤩
Wir sind jetzt schon seit Stunden da und die Sonne steht schon tief, aber wir haben von diesem einmaligen Schauspiel noch nicht genug.
Nicht weit weg grunzen Hippos und einer zeigt die Beißerchen.
Dan macht dann eine gekühlte Flasche Weißwein auf und wir sundownern, gucken immer dabei noch Elefanten und schauen wie die Sonne sich langsam dem Horizont nähert.
Die Hippoköpfe dümpeln hinauf und hinunter in dem von der untergehenden Sonne rosa gefärbten Fluss
Viele Elefanten starten dann ein Crossing und es ist herzallerliebst wie sie mit dem Rüssel Kontakt zu dem Schwanz von Vordermann halten.
Sonnenuntergang mit Elefanten
Sonnenuntergang ohne Elefanten
Sonnenuntergang und ein glücklicher Guggumann
Es ist jetzt schon 18 Uhr und es wird schnell dunkel. Wir verabschieden uns von Filmteam und steuern die Insel an wo wir unser Camp aufschlagen wollen. Wir helfen alle mit das Zeug an Land zu schleppen und mit Stirnlampen bauen wir die Zelte auf. Inzwischen ist finstere Nacht und in den Bäumen hängen ein paar Solarlampen damit unser Chefkoch (Clement) sieht was er tut. Er brät riesige Hamburger und macht dazu einen gemischten Salat. Ich frage ich dann ob er auch zu Hause kocht. Er guckt mich ganz entrüstet an und sagt: NIEMALS!
Dan und wir süppeln so lange einen Rotwein, gucken zu wie Clement kocht und reden, natürlich über Elefanten!
Ob es gut oder schlecht geschmeckt hat? Keine Ahnung, das war in dem Moment so was von unwichtig!
Nach dem Essen reden wir noch ein bisschen über dieses „once in a lifetime“ Erlebnis, aber dann ist es Zeit ins Bett zu gehen. Wir putzen die Zähne, Gesicht und Hände Waschen und das war es dann mit der Körperpflege. Das viele Duschen ist völlig überbewertet 😄 . Dann wird in die erstaunlich bequeme Bettrolle gekrabbelt. What a wonderful day *seufs* 😛 😛
In der Nacht höre ich überall draußen die Elefanten, Halbstarke trompeten auch herum, aber ich bin zuversichtlich, dass alles gut gehen wird.
Ist es ja auch, denn ich bin noch da und kann berichten.
Teil 2623. Jan. 2018
28.9.2017 A new day, new fortune
Ich wurde lügen, wenn ich sage ich habe gut geschlafen. Die vielen Elefanten und auch das Tätäratä haben mich schon nervös gemacht. Als ich Clement höre bin ich froh und stehe auch auf. Da schönes Wetter war, hat Dan für sich kein Zelt mitgenommen, er wollte in seine Bettrolle auf dem Boot schlafen. Nur dumm, dass er sein Mozzinetz vergessen hat. Jetzt ist er gerädert und hat die ganze Nacht gegen den Sturzbombern gekämpft.
Wir trinken schnell ein Kaffee und schaufeln ein paar Löffel voll Cerealien über unser Joghurt. Guggumann guckt den Rusk immer noch mit Verachtung an. Wir packen dann schnell unser Zeug zusammen und die Männer laden alles auf das Boot, denn wir schlagen unsere Zelte heute Abend woanders auf.
Guggumann trägt eines der wichtigsten Utensilien.
Ich lass die Männer schleppen und widme mich lieber den Sonnenaufgang und die wunderschöne Morgenstimmung.
Um 6:40 sind wir schon wieder unterwegs, Dan hat ein ganz bestimmtes Ziel im Auge.
In der ersten Flussbiegung glotzen uns schon die ersten Hippos an.
Ey, was guckt ihr eigentlich
Dann stehen auf einmal 5 Sitatungas im Ufergras. Diese scheuen Moorantilopen sieht man sehr selten. 4 Stück davon rennen schneller weg als wir die Kamera heben können. Der 5 bleibt aber für ein Moment stehen bevor er auch Fersengeld gibt. Der Sitatunga ist die am meisten an Wasser gebundene Antilopenart Sie leben in dichten und weitläufigen Papyrus-Marschen und kommen bestenfalls in den Abendstunden oder früh morgens an den Rand dieser Dickichte, um nach Nahrung zu suchen. Ich bin total glücklich über diese Sichtung und für mich ist eigentlich jetzt schon der Tag gelaufen.
Wir fahren weiter und sehen zwei Red Lechweböcke die ein kleines Scharmützel austragen.
Eine Lady guckt dabei zu. Ob der Kampf ihr galt?
Ich mache dann wieder ein halbgares Foto von Malachiteisvogel, da bin ich echt gut darin.
Der Graufischer gelingt besser
Und gleich daneben ein Riesenfischer.
Ein wunderschöner Wasserbock geniest die Morgendliche Stille
Ein Red Lechwebock der wohl ein bisschen zu heftig gekämpft hat, denn das eine Horn ist abgebrochen.
Es ist erst halb 8 und die Flusslandschaft liegt still und ungestört vor uns.
Ein Senegalkiebitz genießt die erste Wärme des Tages.
So, und jetzt tut es mir schrecklich leid für euch, aber ihr musst wieder Karminspinte anschauen (oder auch nicht, wie ihr wollt) Ich habe nicht gewusst, dass es hier auch eine Kolonie gibt, aber das war Dans Ziel für heute Morgen. Er wollte früh hin bevor sie ihren Flug starten um Insekten zu sammeln. Erst mal ein Wimmelbild
Die meisten sitzen noch auf dem Boden
Starten aber ihren Flug um das Frühstück zu besorgen bevor wir wieder wegfahren.
Junges Lechwebaby mit Mama
Wir suchen dann auch eine günstige Stelle zum anlanden – Frühstück steht auf dem Programm.
Kaffeewasser wird aufgesetzt und Clement macht Rührei mit Schinken. Tellersichtungen habe ich in diesem Urlaub keine gemacht darum ist jetzt auch Fotopause und wir genießen unser Frühstück mitten in diese wunderbare Flusslandschaft.
Wird morgen fortgesetzt………… 😄
Teil 2724. Jan. 2018
Der Tag geht weiter……….
Wir frühstücken lange und gemütlich, aber irgendwann ist wieder Zeit für Aufbruch.
Über uns schwebt lautlos ein Schlangenadler
Ein Silberreiher
Allgegenwärtige Lechwes
Ein Weißstirnspint hat auch etwas zum essen ergattert
Ein Langzehenkiebitz sucht noch was zum futtern
Wir leben in „modern times“ und Dan hält per Smartphone Kontakt mit seinen Mitarbeitern im Camp um sich zu vergewissern dass alles ok ist in seiner Abwesenheit. Sie erzählen dann, dass heute Nacht ein Löwenmännchen ein Kudu in der Nähe gerissen hat. Kurz darauf meldet sich ein Freund aus Camp Kwando und sagt, dass diese „Killing Mashin“ heute Morgen noch ein junger Büffel gerissen hat. Er liegt nur 200 Meter vom Ufer, aber wir wurden das nicht sehen. Er bietet sich an uns mit dem Auto zu holen und sie machen ein Meeting Point aus. Gut vernetzt sein ist manchmal Gold wert. 😛
Wir müssen aber zuerst diesen übellaunigen Roadblock überwinden.
Wir fahren dann noch eine Weile und dann wartet schon das Auto auf uns. Wir fahren ein kleines Stück und da liegt er schon und lässt seine Pranke auf die Beute liegen.
Unter dem Baum liegen noch 4 andere Löwen, ich glaube das sind alles junge Männchen. Der eine trägt ein Halsband.
Nach einer Weile steht der Killer auf und schaut sich ein bisschen um.
Nimmt dann das tote Büffelkalb und schleppt es in unsere Richtung vorne am Baum. Man kann sagen es ist ein sehr kundenorientierter Löwe. Man kann auch beim näheren Betrachten die Reste von Kudu sehen.
Oh, mein Gott war das schwer.
Die Junglöwen gucken ein bisschen müde, und satt, und dösen so vor sich hin.
Der Chef passt auf seine Beute auf und ist offensichtlich nicht besonders hungrig, denn nur die Eingeweide sind verspeist. Der Kudu von heute Nacht muss erst noch verdaut werden.
Mmmmm, das wird aber heute Abend ein tolles Dinner geben…
Oh my god, wann ziehen diese Touris endlich weiter?
Er legt dann seine Pranke auf die Beute damit niemand auf dumme Gedanken kommt.
Die jungen Löwen stehen dann auf und bewegen sich ein bisschen bevor sie sich total erschöpft wieder hin liegen und weiter schlafen.
Es ist dann Zeit good bye Löwen zu sagen.
In den Bäumen sitzen schon Weißrückengeier und auch ein paar Ohrengeier und hoffen es fällt was für sie ab.
Und auch ein Raubadler sieht aus als ob er auch was abhaben möchte.
Wir werden dann zurück zum Boot gefahren und wir fahren weiter. Dan ist überhaupt sehr bemüht und möchte uns wenn möglich, alles zeigen was der Kwando hergibt.
Wir sehen ein paar Büffel
Einen Goliathreiher
Wir vespern ein bisschen auf dem Boot und so manche Tafel-Dose wird im Lauf vom Tag geleert. Es ist sehr warm und Dan sieht, dass es mir nicht so gut geht. Er wringt ein Handtuch in kaltes Wasser aus und legt es mir in den Nacken. Das tut gut und nach einer Weile geht es mir besser. An Bord herrscht Chaos. Ich stelle extra das Foto ein, damit man sieht das es keine Luxuskreuzfahrt war, aber ich schwöre, ich wurde lieber heute wie morgen wieder hin.
Elefanten haben wir heute komischer Weise noch keine gesehen. Die ganze Herde von gestern hat sich offensichtlich in Luft aufgelöst. Nach einer Weile sehen wir wieder das Auto von Filmteam. Sie kommen in unsere Richtung und wir halten ein Schwätzchen. Auch sie haben heute keine Elefanten gesehen. Außer dem Freund der uns zu den Löwen gefahren hat, waren sie die einzigen Menschen die wir auf diese Bootsafari getroffen haben.
Wir verabschieden uns ein letztes Mal voneinander. Der Fluss mäandert vor sich hin und ich kann gar nicht verstehen wie man sich hier orientieren kann. Ein Seerosenfeld und ein hübscher Seidenreiher werden verewigt.
Und weil wir vorher darüber gesprochen haben sind dann doch ein paar Elefanten da.
Eigentlich haben wir aber Ausschau nach Wildhunde gehalten. Dan sagt er weiß in etwa wo sie sich aufhalten und sie sind ziemlich Standort treu. Es dauert nicht lange, hier geht es Schlag auf Schlag, schon sehen wir sie am Ufer stehen. Wow, damit habe ich schon gar nicht gerechnet. Irgendwie ist heute wieder Full House angesagt. So richtig hübsch finde ich sie ja nicht, diese haben sich noch dazu im Schlamm gewälzt.
Manche haben richtig ausgefranste Ohren
Es ist dann auch Zeit sich von dieser tollen Sichtung zu trennen
Die Sonne steht jetzt schon tief und wir steuern langsam unsere heutige Camp Site an.
Im schwindendem Licht stehen Lechwes da
Und wir sehen das erste und einzige Zebra
Es ist jetzt schon halb 6 und es ist wieder Zeit für ein Sundowner. Es wird wieder eine Flasche Weißwein entkorkt und so sitzen wir da und schauen wie die Sonne sich dem Horizont nähert It´s magic.
Jetzt muss aber alles schnell gehen. Alles an Land gebracht und die Zelte aufgebaut so lange wir noch einigermaßen was sehen können. Wir müssen nicht mithelfen, aber ich müsste mich schon ein bisschen blöd vorkommen wenn ich da nur zugucken wurde. Dan und wir machen dann Körperpflege so lange Clement den Herd anschmeißt. Dan badet im Fluss, aber ich weigere mich. Es ist ziemlich tief und das Wasser ist braun und ich kann nicht bis zum Boden sehen. Aber Not macht erfinderisch. Ich nehme das Canvaswaschbecken mit hinter dem Zelt, lass mir von Clement warmes Wasser geben, lege eine Plastiktüte auf dem Boden damit die Füße nicht so dreckig werden und nehme noch eine kleine Schüssel mit. Et voila, habe ich ein Mandi, ein sogenanntes Indonesisches Schöpfbad. Den Männern wird befohlen gefälligst in eine andere Richtung zu schauen und ich seife mit von oben bis unten ein. Mit der kleinen Schüssel Wasser über das Haupt geleert und ich fühle mich wieder Sau wohl. 😄
Inzwischen hat Clement ein Potje mit Hühnerbeine aufgesetzt. Ich weiß nicht was alles drin war aber es hat gut geschmeckt. Dazu noch reichlich Rotwein für die Bettschwere.
Wir helfen noch das gröbste aufräumen und krabbeln müde und sehr zufrieden in die Bettrolle.
What a day!
Teil 2827. Jan. 2018
29.9.2017 All good comes to an end
Die Nacht ist sehr ruhig verlaufen, da waren keine Geräusche die mich gestört haben, ich war sogar „ums Eck“, und so bin ich relativ ausgeschlafen als ich Clement höre. Dann das same Procedere as every morning. Zähneputzen, Katzenwäsche und light breakfast. Wir rollen dann unser Bettzeug zusammen und packen unsere Taschen fertig. Clement bleibt hier und wird das Camp abbauen und um 9 Frühstück fertig haben.
Wir fahren dann in den Sonnenaufgang hinein und mir ist schmerzlich bewusst, dass unser Floodplain-Abenteuer sich dem Ende nähert.
Wir kommen dann an Dans lieblingsbaum vorbei, der voller weiße und gelbe Blühten ist. Ich erinnere mich jetzt nicht mehr was es für ein Baum ist und bitte die Botaniker um Hilfe. Aber einen guten Geschmack hat er, der Baum ist wunderschön. Es ist eine Gardenie. Danke Maddy 🙂
Red Lechwe, die wohl hier die häufigste Antilope, stehen noch im fahlen Morgenlicht.
Dan hat den Ehrgeiz uns noch eine große Büffelherde zu zeigen die es hier auch geben soll. Gestern haben wir vermatschte und zertretene Uferbereiche, alles voller Büffelspuren gesehen aber die Protagonisten nicht. Wir mäandern nach Süden, sehen nope Büffel und sind schon ein Stück in Botswana hineingefahren. Dan meint das ist ok wenn man es nur nicht übertreibt.
Wir drehen um und fahren ein Stück weiter und schon liegt ein ganze Gruppe Wegelagerer in der Flussbiegung. Wir halten gebührend Abstand, denn mit ihnen ist nicht gut spaßen. Sie prusten und gucken uns übellaunig an.
Einer ist entweder noch müde und muss gähnen oder er will uns Angst machen. Das ist bei diesem Anblick auch gar nicht schwierig, wenn man weiß, dass die Hippos in Afrika sogar als gefährlichste Tierart gelten. Sie wirken zwar harmlos und behäbig, wenn sie mit ihren mehrere Tonnen schweren Körper ruhig im Wasser liegen. Doch sie sind leicht erregbar. Kommt man ihnen mit einem Boot zu nahe, können sie überraschend aggressiv werden und wirkungsvoll angreifen. Angeblich sterben jedes Jahr etwa 100 Menschen durch die Tiere.
Huch, schon lange kein Schreiseeadler gesehen.
Wir haben eigentlich die Geschichte mit den Büffeln aufgegeben und wollen Frühstücken fahren. Wieder um eine Flussbiegung gekurvt, und da wir gerade zu den Lucky Ones gehören, steht dort eine große Gruppe Kaffernbüffel. Sie gehören zu den big 5, gelten noch als ungefährdete Tierart Afrikas.
Einzelne Bullen können sehr gefährlich und angriffslustig sein wenn man ihnen zu nahe kommt.
Irgendwas erschreckt sie dann und es gibt eine Stampede.
Es ist endgültig zeit sich zu trennen und wir fahren weiter Richtung Clement und Frühstück. Inzwischen hat es aufgefrischt und es weht ein unangenehmer Wind.
Die letzten Sichtungen werden verewigt:
Lilytrotter
Die letzten Red Lechwe in diesem Urlaub – versprochen.
Riedscharbe
Senegalkiebitz. Dr. Higgins wurde sagen: I think she´s got it.
Gabelracke
Ziemlich weit weg galoppiert eine Rappenantilope über die Ebene
Wieder der Gardenienbaum, wir wissen dann, das wir bald im Camp sind. Oder das was davon übrig ist. Unsere Bettrollen liegen schon am Ufer und die Zelte sind auch zusammengepackt.
Clement hat den Frühstücktisch unter einem großen Baum in Schutz von Buschwerk gedeckt. Wir müssen Teller und Tassen festhalten sonst wäre alles mit der Tischdecke davongeflogen. Wir beenden dann das Frühstück ziemlich schnell und laden alles auf das Boot. Es ist jetzt 10 Uhr 30 und Dan gibt Gas damit wir rechtzeitig zurück sind. Der ekelhafte Wind legt sich nach einer Weile und wir verabschieden uns von dieser einmaligen Landschaft am Kwando. Hier habe ich wohl einen Teil meines Herzen verloren.
Das letzte Stück geht es wieder durch enge Kanäle und durch ein bisschen ziehen und Schieben sind wir wieder in Mavunje zurück.
Guggumann holt das Auto im Camp und wir können unser Zeug direkt von Boot aus einladen. Wir trinken dort am Ufer mit Dan ein letztes Bier aus der Magic Box, lassen die letzten Tage ein bisschen Revue passieren und dann ist es Zeit sich mit einer herzlichen Umarmung zu verabschieden. Ich hoffe nur, dass dieses Gebiet von Massentourismus noch eine Weile verschont bleibt und nicht zu einem Rummelplatz à la Chobe mutiert.
Muss ich hierzu noch ein Fazit schreiben? Ich denke nein. Muss ich sagen, dass es uns gefallen hat? Auch nicht. Wer mitliest weiß, dass wir ein „Once in a Lifetime Erlebnis gehabt haben. 😛 😛 Danke Dan und Clement. 😘
Wir starten dann unsere Fahrt durch den Caprivistreifen zu unsere nächsten Unterkunft, die Mobola Lodge. In Kongola tanken wir das Auto wieder voll und während Guggumann bezahlen geht schaue ich mich ein bisschen um. Auf dem Platz vor der Tankstelle sitzen ein paar Frauen und verkaufen Kürbisse, Zwiebeln und sonst ein bisschen Gemüse. Ich frage dann ob wir vielleicht was einkaufen sollen, aber eigentlich war ausgemacht, dass wir in Mobola ein Grillpaket bekommen können, also lassen wir das. Anfänger in der Selbstversorgung eben! Ich habe mit Maja von der Mobola Lodge, die eine Selbstversorgerlodge ist, gemailt und habe gesagt, dass wir nicht als solche unterwegs sind und das wir gar nichts dabei haben. Alles kein Problem, Frühstück habe ich schon gleich bei der Buchung bezahlt und das Grillpaket sollen wir vor Ort aussuchen. Ich habe es so verstanden, dass wir dann sagen welches Fleisch wir wollen, evtl. 4 Kartoffeln, 2 Tomaten etc. Aber mehr dazu gleich. 🤨
Jetzt fahren wir durch den trostlosen Caprivistreifen (ich nenne den immer noch so). Überall ist Brandrodung gemacht worden, links und rechts der Straße ist alles verkokelt und sieht aus wie nach einem atomaren Supergau. Teilweise brennt es noch heftig und wir fahren durch dicken Rauch und sehen teilweise keine 10 Meter. Das alles war ein bisschen unheimlich. Dann passieren wir Divundu und nach nochmals 20 km sind wir in der Mobola Lodge. Maja ist gerade in Deutschland, und wir checken ein bei einer Einheimischen die ziemlich gut deutsch spricht. Wir bekommen Bungalow 1 und der ist richtig, richtig schön. Ich gehe dann und möchte das Grillpaket ordern. Die Dame sagt, ich kann aus der TK-Truhe das Fleisch aussuchen. Mache ich, 600 g Oryxfilet. 🙂 Und der Rest? Den gibt es nicht. 🙄 Ich schaue wahrscheinlich total bedröppelt, worauf sie die ganze Truhe durchwühlt und ganz unten eine Tüte TK-Gemüse und 5 eingefrorene Brötchen findet. Nehme ich! 😄 Okee, wir haben uns die letzten Tage an ein bisschen karge Kost gewöhnt und werden es irgendwie überleben. Sterneküche im Urlaub ist manchmal auch überbewertet – es gibt wichtigere Dinge.
Der Bungalow ist wirklich sehr schön, aber nur bis wir unser Zeugs hinein geschleppt haben. Es sieht dann relativ verwüstet aus. Wir duschen ausgiebig und spülen den Dreck von den letzten Tagen ab. Mit sauberen Sachen angezogen und ein sehr reichhaltiger Gin Tonic im Glas sitzen wir auf der gemütlichen Terrasse und blicken auf den Okavango der hier noch träge vorbeifließt. Wir reden dabei über unsere Erlebnisse die letzten Tage und können immer noch nicht realisieren was wir da alles gesehen haben. Ich finde dann in der Küche eine Flasche Öl und Grillsalz und beschließe die Steaks in der Pfanne zu brutzeln. Das TK Gemüse gedünstet, 2 Brötchen in der Pfanne geröstet und dann die Steaks gebraten. Die Röststoffe mit einem ordentlichen Schluck Rotwein (das haben wir gehabt) abgelöscht und ein bisschen zum lecker Sößchen eingekocht. Den Rest haben wir zum Essen getrunken. 😛
Es ist ein lauer Abend, die Kerzen brennen, der Rotwein funkelt im Glas, die Steaks sind auf dem Punkt und der Mond spiegelt sich im Okavango.
Das Leben ist schön.
Teil 2930. Jan. 2018
30.9.2017 Wir machen Urlaub von Urlaub
Bevor wir ins Bett gegangen sind, schauen wir uns an und sagen unisono: Morgen bleiben wir hier! Unsere Köpfe sind so voller Eindrücke, wir haben bisher so viel erlebt und müssen uns ein bisschen neu formatieren. Den Mahango NP haben wir bereits 2x besucht und jetzt lassen wir den, zwar ein bisschen schweren Herzens, sausen. Es ist hier so schön, und ohne jetzt blöd zu klingen, man merkt, dass hier Deutsche am Ruder sind. Alles ist in Tipp Top Zustand, nichts liegt herum wo es nicht herumliegen soll, der Garten und die Landschaft – ein Traum. Der Ideale Platz um die Seele ein bisschen baumeln zu lassen. Wir wollen nur am Abend eine Sundownerfahrt auf dem Okavango machen.
Da uns der GT und der Rotwein am Abend vorher die nötige Bettschwere besorgt hat, sind wir auch wieder früh wach. Ich laufe ein bisschen im Garten herum und mache mit meine kleine Knipse ein paar Blümlifotos.
Der Grillplatz der von und unbenützt blieb
Unsere Aussicht auf dem Okavango
Die Bar ist auf eine kleine Insel und wird über eine Hängebrücke erreicht.
Unseren Bungalow
Aussicht von der Terrasse
Ich decke dann der Frühstücktisch, mache Kaffee und Pünktlich bringen 2 Mädchen das Frühstück. Ganz vornehm versteht sich, wir sind ja hier nicht bei armen Leuten. Unter den Silberhauben finden wir Wurst, Käse, Tomaten, Gurke, Obst und Gemüsesticks. Es gibt Eier, Marmelade, Butter, O-Saft und das Beste von allem, von Alex (dem Innhaber) selber gebackenes Vollkornbrot. To die for. 😛
Die Vögel zwitschern, die 2 Haushunde machen uns Gesellschaft, irgendwie sind sie bei uns eingezogen, betteln aber gar nicht nach etwas zum Fressen. Liegen nur da und gucken uns an. Wir frühstücken lange und gemütlich, aber ich sichere erst mal die Zwiebeln und die Hälfte von den Tomaten und die Butter. In unsere Verpflegungslage weiß man nicht für was das gut sein kann. 🙄 😄
Als die Mädels wieder abräumen kommen, frage ich ob es irgendwo in der Nähe ein Laden gibt. Wenn ich ein bisschen Reis hätte könnten wir von dem Rest Gemüse gestern ein Gemüsereis mit Borewurst dazu machen. Es kann ja nicht sein, dass alle die in der Nähe wohnen, wegen jeder Kleinigkeit nach Divundu müssen. Das Mädel fragt mich was ich denn brauche und ich sage, dass ich gerne ein bisschen Reis hätte. Kein Problem, das kann ich doch hier auch bekommen. 🙄 Nö, ne. 🤩 Kaum ist sie weg kommt sie auch schon wieder und bringt eine Tüte Reis. Schnell noch in der Rezeption eine Borewurst aus der Tiefkühlthruhe geangelt und das heutige Dinner ist auch gebongt. 😛 😛
So vertrödeln wir den Tag. Ich sichere die Fotos von Mavunje und dann lesen wir ein paar Stunden am Stück. Welch Luxus. Das Terrassensofa ist meins, ich hebe nur ab und zu den Kopf um die Umgebung zu bewundern und mal mit der einen Hand den Dackel den Bauch kraulen. Irgendwann laufen wir ein bisschen herum und bewundern die schöne Anlage.
Vor der Hängebrücke die zu der Insel mit der Zapfanlage für durstige Kehlen führt, ist ein schöner Teich mit Wasserfall angelegt. Den Wasserfall kann man mit einer Schaltuhr anmachen.
Die Hängebrücke ist gerade so breit, dass ich mich nicht an beiden Seiten festhalten kann. Es schaukelt gehörig und ich habe das Gefühl ich habe schon ein paar GT zu viel intus. Dabei ist heller Nachmittag und außer Wasser haben wir noch nichts getrunken.
Die Bar ist noch nicht offen und so bleibt es nur mit dem Gedanken an ein kühles Bierchen. Die Aussichtsterrasse hat einen tollen Blick auf dem Okavango und rüber nach Angola. Wir werden am Abend zurückkommen und das alles genauer testen. Wir schaukeln dann wieder über die Hängebrücke zurück.
Wir laufen ins Bungalow zurück und ich versuche ein paar Vögel die herumhüpfen zu fotografieren.
Wir erholen uns von Nichtstun, ich bin gerade dabei wegzudösen als der kleine Dackel auf einmal losrennt und bellt wie verrückt. Da trabt doch tatsächlich ein Hippo unterhalb unserer Terrasse vorbei und das kleine mutige Kerlchen kläffend hinterher. Dann ist nicht mehr so mit am Fluss herumlaufen und nach Vögel schauen. Nichtstun ist angesagt bis unser Sunsetcruise um 17 Uhr startet. Es ist noch ein Paar dabei, so sind wir eine kleine gemütliche Truppe. Alex kam schon vorher vorbei und hat gefragt was wir gerne trinken wollen und wir haben für Weißwein plädiert.
Die Bar von Fluss aus gesehen.
Flusslandschaft
Spornkuckuck
Schlangenhalsvogel und Halsband-Brachschwalbe
Wir fahren nach Westen bis wir an Stromschnellen kommen, dann drehen wir wieder um.
Ein Bienenfresser hat auch schon für Abendessen gesorgt.
Die Sonne steht jetzt so tief, dass es Zeit ist den Weißwein zu entkorken. Es ist für mich schon immer ein besonderes Gefühl gewesen auf dem Okavango zu sein.
Schon so viel gehört und gelesen und jetzt dümpeln wir hier, Namibia rechts, Angola links, Wein im Glas, unser nächster Stern nähert sich dem Horizont und verursacht ein wunderschönes Farbenspiel.
Als wir zurück sind, gehen wir gleich (eher wackeln) über die Hängebrücke in die Bar, und trinken ein GT (oder waren es 2?) und machen mit ein paar andere Gäste ein bisschen Small Talk. Dann wieder den gleichen Weg zurück, es ist wie ein Schiff bei hoher Seegang.
Zurück im Bungalow, binde ich mir die imaginäre Schürze um und schwinge den Kochlöffel. Die Zwiebeln und die Tomaten vom Frühstück abgeschmälzt, Gemüsereste und gekochten Reis dazu und mit einem ordentlichen Kleks Butter verfeinert. Dazu die Borewurst und ein Windhuk Lager. Geht doch! 😛 🤪
Wir gehen ins Bett und lesen noch eine Weile.
Gute Nacht, morgen haben wir einen langen Fahrtag in das Mushara Bush Camp.
Teil 3006. Feb. 2018
1.10.2017 Wir fahren von Mobola nach Mushara Bush Camp
Den heutigen Tag könnte ich theoretisch überspringen. Es ist ein reiner Fahrtag und Fotos habe ich auch so gut wie keine gemacht. Bevor wir fahren, frühstücken wir aber gemütlich. Wir haben gesagt wir möchten kein Weißbrot sondern nur das von Alexander gebackene Vollkornbrot. Yammi, yammi. 😛 Wir packen das Auto und gehen unsere Rechnung bezahlen. Verquatschen und dabei mit Alexander, er erzählt unter anderem, dass sie 7 Jahre gebraucht haben bis alles soweit fertig war. Es ist hier eine richtig schöne Anlage und es hat uns sehr gut gefallen. Ich wurde wiederkommen, dann aber Essentechnisch ein bisschen besser aufgestellt sein. 🙄 😗 Ein kleiner Nachteil ist vielleicht die etwas lange Anfahrt in den Mahango NP.
Um 9:30 sind wir wieder on the road. In Rundu wird vollgetankt und ein kleines Päuschen gemacht. Guggumann hat vermeintlich Mineralwasser gekauft, so sieht es auf den ersten Blich aus, erweist sich dann als eine eklig süße Plörre. Wir verschenken die Flaschen gleich auf dem Parkplatz und sie werden dankend angenommen. Unsere Fahrt geht weiter. Es ist eine relativ langweilige Fahrt, aber wir machen gut Strecke Als wir in Grootfontein Richtung Tsumeb abbiegen, zieht sich der Himmel zu. Die Wolken werden immer dunkler und bedrohlicher und mächtige Blitze krachen hinunter. Es sieht nach Weltuntergang aus und für uns, die noch nie in Namibia ein Gewitter erlebt haben, ist es ein bisschen scary. Dann fängt es heftig an zu regnen. Die Scheibenwischer packen es eine Weile nicht und wir stellen uns hin. Innerhalb kurzer Zeit fällt die Temperatur um 15°. Wir fahren dann weiter und nach 16 Uhr sind wir da.
Wir haben schon ein paar Lodges vor dem Lindequist Gate getestet. Gefallen haben sie uns auf ihre Art alle. Jetzt sind wir wieder in das Mushara Bush Camp, wo wir 2010 kurz nach der Eröffnung waren. Auf den ersten Blick hat sich nichts geändert und auf den zweiten auch nicht, hier hat Zahn der Zeit nicht genagt.
Wir werden herzlich begrüßt, bekommen ein Willkommensgetränk und werden über dies und das aufgeklärt. Jeden 2. Tag wird draußen in der Booma das Dinner serviert, aber heute ist das Wetter etwas unsicher, es ist immer noch wolkig und ab und zu tröpfelt es auch. Sie warten so lange es geht mit dem Eindecken und dann schaun mr mal.
Wir genehmigen uns dann ein Bier nach der langen Fahrt bevor wir in unseren Zeltbungalow gehen.
Ich mache ein paar Fotos bevor wir alles wieder in Unordnung bringen.
Vor dem essen gehen wir vor und tun was für die innerliche Desinfektion indem wir ein GT trinken. Das Dinner wird dann doch drinnen serviert, ist uns aber im Grunde egal. Es wurde in Buffetform serviert und war sehr lecker, dazu einen guten Rotwein. Die Fahrt heute war anstrengend und wir gehen gleich wieder in den Bungalow. Lesen ein bisschen und freuen uns auf Morgen.
Morgen geht es in den Etoscha NP 😄 ……………….
Teil 3106. Feb. 2018
2.10.2017 Etoscha Tag1 Patience Pays off
Jeder hat so seine Preferencen und Guggumann wollte unbedingt noch mal in den Etoscha. Ich wollte ins Okavangodelta und zum Dan wollten wir beide. Um diese Eckpfeiler wurde unsere Tour geplant. Bisher hat sich alles ausgezahlt und wir haben tolle Erlebnisse gehabt. 🙂
Jetzt sind wir gespannt was uns in Etoscha erwartet. Wir haben uns fest vorgenommen alles mit viel Geduld anzugehen und nicht vom Wasserloch zu Wasserloch hetzen wenn dort nicht gleich der Bär steppt. Daher haben wir das Motto für Etoscha gewählt: Patience Pays off Schauen wir ob sich das auch wirklich bewahrheitet.
Wir frühstücken relativ früh, es war sehr lecker, aber wir stehen noch lange nicht schon um 6:00 vor dem Lindequist Gate. Die Mär von the early bird usw. hat uns bisher nicht unbedingt viel gebracht. 7:40 sind wir aber drinnen im Park und es kann losgehen. Nach ein paar Meter steht ein großer Bus da und die Insassen hängen alle mit ihre Knipse aus den Fenstern. Ich denke was mag das für eine Sichtung sein, aber es ist „nur“ eine Giraffe die den Kopf aus dem Buschwerk streckt. Ich mag ja Giraffen sehr und so mache ich auch ein Bild bevor wir überholen. Sichtung Nr. 1 ist im Kasten. 😄
Wir fahren ein kleines Stückweiter und ich sage (schreie): Halt! Zurück! Ich glaube da oben im Baum sitzt ein Kampfadler. Und ob er das tut! Schön brav, und ich kann ein paar schöne Fotos (für meine Verhältnisse) machen.
Der Bus fährt an uns vorbei, sie sehen nichts, oder ein Kampfadler ist uninteressant. Ich jedenfalls freue mich wie Bolle. 😛
Wir fahren nach Klein Namutoni, aber um diese Tageszeit ist dort außer Gegenlicht nur eine einsame Nilgans und sonst nichts.
Wir wollen dann nach Chudop fahren, welches eins meiner Lieblingswasserlöcher sind. Ein Stück weiter sehen wir ein hübsches Damara Dikdik
Neben der Pad stehen die üblichen Verdächtigen und auch wir halten für Gnus
Und Zebras sowieso.
Hoch oben in einem Busch sitzt ein Großer Singhabicht
Unsere Erwartungen werden in Chudop voll zufrieden gestellt. Es sind viele Elandantilopen da
Auch viele Zebras
Giraffen kommen majestätisch schreitend zum Wasserloch. Oben auf ihren langen Hälsen können sie gut Ausschau nach eventueller Gefahr halten.
Wenn sie trinken wollen führen sie ein komisches Ballett auf. Sie spreizen die Vorderfüße, drücken den hintern nach unten und wenn der Spagat groß genug ist kommen sie mit ihren Mäulern bis zum Wasser. Dabei machen sie einen sehr scheuen und nervösen Eindruck. Irgendwie haben sie hierbei ihre Deckung aufgegeben.
Schon wegen seines schön abfallenden Uferbereichs und das grüne Schilfbüschel in der Mitte mag ich dieses Wasserloch sehr. Aber hauptsächlich wegen den tollen Sichtungen die wir hier eigentlich immer hatten.
Auch Impalas kommen um ihren Durst zu löschen.
Etwas weiter weg sitzt ein Raubadler im Baum
Wir schauen das Tierische Theater eine Weile an, wollen dann nach Kalkheuwel weiterfahren. Sehen dabei eine Risentrappe
Einen hübschen Pyjamaträger
Und auch Namibias Wappentier ist unterwegs
In Kalkheuwel ist dann auch Arche Noah Feeling angesagt.
Hier sind Giraffen
Kudus
Elefanten
Zebras
Bei diesem Kuddelmuddel ist es schwierig ein vernünftiges Foto zu machen
Wir fahren dann die Schleife über Ngobib, das war aber nicht besonders ergiebig. Wir fahren bis Springbockfontein Wo wir auch hübsche Springböcke sehen
Es ist jetzt schon heiß und die Tiere suchen den spärlichen Schatten
und dann den Loop über Okerfontein der Pfanne entlang zurück. Wir haben gehofft, dass wir hier auf den großen Grasflächen Cheetas sehen, aber das hat diesmal nicht hingehauen. Ich nehme vorweg, dass wir in diesem Urlaub keine gesehen haben. Aber sonst waren allerhand Tiere da.
Wieder ein Raubadler der nach Beute Ausschau hält.
Gnus
Zebras
Kuhantilopen
Giraffen
Wieder Oryx
Einen weißen Elefanten, der sich mit Kalk bedeckt hat, um sich gegen lästige Parasiten zu schützen.
Wir fahren entlang der Pfanne und gucken bis uns die Augen tränen, aber Zero Cheetas sind unterwegs.
Jetzt ist Namutoni angesagt, auch wir müssen gewisse Grundbedürfnisse stillen.
Stay tuned, der Tag ist noch nicht vorbei
Teil 3208. Feb. 2018
2.10.2017 Löwinnen satt……….
Wir machen einer verhältnisweise langen Pause in Namutoni. Es hat knappe 40° und das ist zu heiß für mich Nordlicht. Wir laufen (ich schleppe mich eher) ins Restaurant und finden dort ein Schattenplatz. Viel hilft es nicht, denn unter dem Dach steht die Hitze. Inzwischen ist es Programm in Namutoni ein Käsetoast und ein Bier zu verzehren. Wir brüten ziemlich lange über unser Bier bis der letzte Schluck unappetitlich warm ist. Dieses Restaurant fehlt es gänzlich an Charme, wir trauern die Zeit nach als es noch möglich war im Fort einen Einkehrschwung zu machen. Der Innenhof mit den kleinen Läden hat uns gut gefallen. Von außen sieht es schon ziemlich vergammelt aus und wir riskieren auch ein Blick hinein ins Fort. Dort ist alles stillgelegt und überall blättert die Farbe ab. Schade. Wir gehen dann auch noch ans Wasserloch, aber dort ist in der Mittagshitze wie erwartet nichts los. Wir kaufen noch ein paar kalte Wasserflaschen im Kiosk, gehen ins Büro und bezahlen unser Permit und schauen auch mal ins Sichtungsbuch, aber da ist der letzte Eintrag schon Tage her.
Wir wollen dann an Klein Namutoni vorbeischauen bevor wir uns Richtung Westen orientieren.
Wir sehen unterwegs einen Busch voller Webervögel
Eine Giraffe
Und ein paar Schwarznasenimpalas
Am Wasserloch selbst steht auch eine Giraffe in Gesellschaft mit einen Raubadler und Waffenkiebitze.
Als nächstes steuern wir Chudop wieder an und weiter kommen wir heute auch nicht. Unter einem Busch liegt eine Löwin und bevor ich ein Foto machen kann kommt schon die Zweite angeschlappt.
Es sind noch ein paar andere Autos da, einer rollt das Fenster herunter und sagt, dass hinten im Busch müssen noch welche sein. Selber hat er wohl genug vom Warten denn er fährt weiter. Die zwei Löwinnen liegen hechelnd unter dem Busch und ihnen ist es genau so heiß wie uns.
Wir scannen alle Büsche ab mit dem Fernglas, können aber keine Löwen mehr entdecken. Die meisten machen ein paar Fotos von den zwei und fahren dann weiter. Wir entscheiden uns zu bleiben um zu sehen ob noch was passiert. Wir warten und wir warten und schwitzen dabei wie blöd. Auf einmal bewegt sich was in den Büschen und eine weitere Löwin steht auf und gesellt sich zu den anderen zwei. Dann waren´s schon mal drei.
Wir sind der Meinung, bei dieser Hitze müssen sie doch durstig werden. Also nochmal Geduld haben. Auf einmal steht einer auf und bewegt sich Richtung Wasserloch.
Wir freuen uns, dass hier mal ein bisschen Bewegung aufkommt.
Guggumann sagt dann, hier kommt schon die zweite.
Wie cool ist das denn, da waren´s schon mal zwei
Kurz darauf kommt auch die dritte Löwin, alle drei haben Durst.
Dann waren´s schon mal drei
Auf einmal sagt Guggumann, da hinten tut sich noch was. Hinten in den Büschen steht eine Löwin auf und trottet auch Richtung H2O. Die haben wir trotz abscannen der Busche nicht gesehen.
Dann waren´s schon Mal vier.
Kurz darauf: Hier kommt noch mal eine. Dann waren´s schon mal fünf.
Und last but noch least kommt auch die sechste angetrabt.
Es sind alles Löwinnen, der Pascha hält sich aber versteckt.
Nachdem wir fast 2 Stunden hier in der Hitze herumstehen, beschließen wir, dass für heute genug ist. Das war ein perfekter Abschluss vom ersten Tag in Etoscha.
Auf dem Weg ans Gate schnell noch ein Impala fotografiert und um 17 Uhr fahren wir schon zum Tor hinaus.
Zurück in Mushara BC wird erst mal ein kaltes Bier bestellt und der Körpertemperatur kommt langsam wieder back to normal. Ich mache noch ein paar Fotos von der Lodge
Auf dem Geländer sitzt ein Trauerdrongo?
Ein Eichhörnchen sucht was zum Fressen
Und wird auch fündig
Warzenschweine machen Rasenpflege
Die Feuerstelle im Garten.
Nach ausgiebigen Duschen und ein bisschen Ausruhen geht es mir prima und ich darf auch mal vor die Linse statt immer am Auslöser sein.
Wir gehen wieder an die Feuerstelle und starten unser Abendprogramm, das immer gleich abläuft. Zuerst ein GT, dann lecker essen und dazu was Gutes im Glas. Dann früh ins Bett, ein bisschen lesen und den Tag gedanklich ein bisschen Revue passieren lassen.
Und schon wieder können wir sagen: „what a day“.
Teil 3313. Feb. 2018
3.10.2017 Von Mushara nach Halali Teil 1
Heute Morgen packen wir unsere Taschen und stellen sie vor dem Bungalow zum Abholen bereit. Mit Fotorucksack und sonstiges Handgepäck gehen wir Frühstücken. Es ist sehr gut mit allem was man sich so wünscht. Hinterher gehen wir ins Office, bestellen den Gepäck Abholservice und bezahlen unsere Rechnung.
Das Mushara Bush Camp ist eine komfortable Zelt-Unterkunft und befindet sich 10 km vom Lindequist-Gate entfernt. Das Haupthaus des Camps hat ein Strohdach und spiegelt die typische Atmosphäre eines Buschcamps wieder. Frühstück, Mittagessen und Dinner werden unter dem strohgedeckten Dach der Terrasse oder in der Booma serviert, nur ein Steinwurf vom Busch entfernt. Die zelte sind gut ausgestattet, geräumig und luftig. Jedes Zelt hat ein großes Badezimmer mit riesigem Fenster, durch das man beim Duschen das Geschehen im Busch beobachten kann. Ein kleiner Freisitzt mit bequemen Stühlen rundet das ganze ab. Zur Standard-Ausstattung gehören Kaffee- & Tee-Station, Tresorfach, Moskitonetz, Strom zum Aufladen von Akkus, Föhn und Ventilator. Es hat uns hier gut gefallen und Preis/Leistung stimmt.
Heute wollen wir uns bis nach Halali vorarbeiten. Wir sind etwa 7:30 Uhr wieder im Park und sehen zunächst außer Busch gar nichts. Wir wollen dann noch Mal bei Klein Namutoni vorbeischauen, da wir hier in früheren Jahren tolle Sichtungen hatten. Das ist aber in diesem Urlaub Fehlanzeige.
Wir beschließen dann den Dik Dik Drive zu fahren. Ein Zebra grast neben der Straße.
Nach ein paar hundert Meter sehen wir 2 Autos stehen – mal schauen ob es hier was Interessantes gibt. Ich kann mich noch gut an Topobärs Rat nach senkrecht hängenden „Ästen“ Ausschau zu halten wenn man Leoparden spotten will. Ich habe in diesem Urlaub viele Bäume die ich gemeint habe, dass sie für Leoparden ideal sind, nach solchen „Ästen“ abgesucht, . Bis jetzt habe ich dabei kein Glück gehabt, aber jetzt meine ich einen solchen „Ast“ zu sehen und sage zu meinen Driver: Ich glaube da vorne ist ein Leopard!
Woher ich das wissen will?
Doch, doch, siehst du den senkrechten Ast? Das ist der Schwanz von einem Leopard.
Wir fahren ein Stück näher und tatsächlich – da liegt er. Wir sind total glücklich, zunächst Mal, und machen Fotos vom Schwanz und dem Hintern. Das ist alles was wir sehen, er liegt auf die Falsche Seite vom Baumstamm und da kommen wir nicht hin. Ich male mir aus, was für tolle Fotos es von der anderen Seite gebe.
Es ist erst kurz vor 8 Uhr, noch gar nicht so warm und ein paar Wolken am Himmel gibt es auch. Daher ist es im Auto gut auszuhalten und wir beschließen zu warten. Irgendwann muss er sich doch bewegen, wir wollen uns mit dem Hinterteil nicht zufrieden geben.
Aus den 2 Autos die da standen wird heftig Fotos von 1/3 Leopard gemacht, wir natürlich auch, denn man weiß schließlich nicht ob sich was ändert. So habe ich auch ca. 100 Fotos vom Leopardenhintern gemacht, die alle gleich aussehen. 😄 😵
Die zwei anderen geben dann auf und fahren weiter. Wir sind geduldig und harren der Dinge – so haben wir es ja beschlossen. Es kommen noch ein paar Autos, die es aber alle irgendwie eilig haben. Nach ein paar Fotos und 10 Minuten warten wird wieder weiter gefahren. Ich kann das nicht fassen, wann sieht man schon ein Leopard? Ein Auto hat aber die gleiche Geduld wie wir und bleibt hinter uns stehen.
Ich versuche mal die Stimmung bei uns im Auto zu schildern. Ich betrachte den Leo durch das Tele und nach ewigen Warten: Ein Ohr, ein Ohr, ich kann ein Ohr sehen 🙄 . Ziemlich bescheuert, ich weiß. 😕
Nach nochmals einer halben Stunde: Die Schnauze! Ich kann die Schnauze sehen 😁 . Jetzt hat der Leo schon ein Anfang und ein Ende.
Er richtet sich dann auf und schaut uns an und für kurze Zeit sehen wir auch das Gesicht.
Ich denke jetzt kommt so langsam Bewegung in der Sache, aber das war schon genug Aktion fürs erste und er fläzt sich wieder hin.
Nach nochmals 20 Minuten warten: Der Kopf, der Kopf! 🤪 Wir sind völlig euphorisch. Jetzt fängt es schon an wie ein richtiger Leopard auszusehen.
Er putzt sich ein wenig und dämmert wieder vor sich hin
Er richtet sich nochmal auf und schaut uns durchs Geäst nochmals kurz an
Langsam wird es heiß, und wir sind im Auto bei offenem Fenster auch nicht gerade leise, aber das interessiert ihn gar nicht und bringt nicht viel. Erst als 2 Springböcke unter dem Baum vorbeilaufen geht ein Ruck durch den Leo. Er richtet sich auf und schaut den Springböcken nach. Ich habe gedacht er springt jetzt vom Baum, aber er dreht sich nur um. Das ist doch auch schon was.
Jetzt wird er aber auch schon richtig kundenorientiert. Er wird sich denken, die Armen da unten haben lange genug ausgehalten, das ist eine Belohnung wert. 😄 😄
Das Auto welches hinter uns stand fährt jetzt, für mich aus unverständlichem Grund, weiter. Das bedeutet wir können 2 Meter zurücksetzen und ich bekomme da einen besseren Winkel und habe den dicken Ast nicht so im Bild.
Er steht dann auf und macht Anstalten vom Baum zu springen
Das war aber Fehlanzeige. Er macht zurück auf Los, und legt sich genauso hin wie vor 2 Stunden als wir kamen. Genug der Poserei, jetzt wird wieder geschlafen.
Dieses Erlebnis zeigt mal wieder wie viel Glück man benötigt um solch grandiose Tiererlebnisse genießen zu können. Man muss zur rechten Zeit am richtigen Ort sein. Wenn wir uns so wie die anderen Autos zu früh entschieden hätten weiter zu fahren, hätten wir den Leoparden auch nur zu einem Drittel auf dem Bild gehabt. Wir waren mit dieser Leopardensichtung ober glücklich, obwohl wir im Chobe NP auch einen gesehen haben. Es hat sich wieder gezeigt, ein bisschen Geduld zu investieren lohnt sich oft.
Wir sind noch total euphorisch und eine Weile müssen wir uns konzentrieren, damit wir uns über andere Tiere auch freuen können. Im weiteren Verlauf der Strecke sehen wir mehr oder weniger gut zu fotografieren die üblichen Verdächtigen. Ein Strauß
Ein Zebra kreuzt die Straße
Wir schauen nochmals beim Chudop vorbei und jedes Mal bietet sich hier ein anderes Bild. Heute sind viele Gnus da
Und auch Impalas
Suicide Chicks spiegeln sich im Wasser
Und Impalas genau so
Gnus und Zebras in gewohnter Zweckgemeinschaft
Eine Giraffe schreitet über die Ebene
Und muss dabei auch Mal
Am Kalkheuvel ist es heute ziemlich ruhig, nur ein paar Impalas, Oryxe und Perlhühner sind da.
Da wir noch ein Stück zu fahren haben setzen wir unseren Weg Richtung Halali fort……..
Teil 3418. Feb. 2018
3.10.2017 Von Mushara nach Halali Teil 2
Es folgt jetzt die Fortsetzung von Tag, der Spannungsbogen kann nicht gehalten werden, aber wir freuen uns trotzdem über die vielfältige Tierwelt und sind uns bewusst, dass wir heute Morgen ein besonderes Erlebnis hatten. Wir fahren die Hauptstraße Richtung Springbockfontein. Auf der Ebene sehen wir Giraffen
Sparrow Lark. Danke Maddy
Wir sehen viele Strauße
Und auch eine Kuhantilope
Bei der Abbiegung nach Springbockfontein stehen 4 Elefanten rechts der Straße. Sie sehen mit ihrer Schlammschicht die auch noch mit Wasser bespritzt ist etwas „zerrupft“ aus und können bei einem Elefantenschönheitswettbewerb nicht den ersten Platz erringen.
Bei Springbockfontein sehen wir dann ein paar Springböcke, sonst nichts.
Da wir dieses Mal nicht zum Etoscha Lookout wollen, fahren wir ein Teil von Elanddrive Richtung Goas. Auf dem Weg sehen wir viele Zebras und auch Springböcke.
Auch wieder einen Elefant der sich selbst eine Fangopackung verschrieben hat.
In Goas steht ein Kapitaler Kudubock mit schönem Geweih
Seine Lady ist auch da
Auch in Goas hat es viele Pyjamaträger
Kuhantilopen
Die ganz schön debil gucken können
Es ist jetzt schon 12 Uhr vorbei, die Mittagshitze ist gnadenlos und die Springböcke suchen den Schatten.
Wir haben jetzt auch fürs erste genug und wollen auf den schnellsten Weg nach Halali. Es war ein sehr ereignisreicher Vormittag und jetzt wollen wir mal was Kaltes zum Trinken und auch was zum Essen. Als wir in Halali ankommen traue ich meinen Augen nicht. Hier steppt der Bär und das Restaurant ist zum Bersten voll. Viele Busse machen hier Mittagspause und auch sonst hat es jede Menge Autos. Viele Leute sitzen in der prallen Sonne auf dem Gehweg mit ihren Lunchpaketen, es ist also zwecklos einen Platz im Restaurant zu finden. Wir suchen lange bis wir einen Parkplatz finden, gehen ins Office und checken ein. Es verläuft etwas „afrikanisch“, aber nach einer Weile ist es geschafft. Das Zimmer ist aber schon bezugsbereit und wir dürfen gleich hin obwohl es eigentlich noch zu früh ist. Also nichts wie weg hier. Das Zimmer ist schon seehr bacic 🙁 , wir haben nichts andres bekommen obwohl wir ein Jahr im Voraus gebucht haben. Das Bett ist aber sauber und der Kühlschrank läuft 🙂 . Die Nasscelle, Betonung auf Celle, ist aber so klein, dass ich fast auf dem Klodeckel klettern muss um die Tür zu schließen. Wir stapeln unsere Getränke im Kühlschrank und trinken ein einigermaßen kaltes Bier aus unserer Magic Box. dazu knabbern wir ein paar Kekse und dann legen wir uns für eine Stunde aufs Bett.
Wir machen uns dann wieder auf dem Weg nach Riedfontein. Riedfontein ist eine der Wasserstellen mit der größten Wasseroberfläche im Park. Da auch die Wassertiefe gegeben ist, sind die Chancen Elefanten beim Baden anzutreffen nicht schlecht. Das haben wir schon ein paar Mal erlebt, ist aber heute nicht so. Wir haben bisher im Park überhaupt wenig Elefanten gesehen. Von weitem sehen wir ein riesiges Nashorn, ich glaube in diesem Urlaub unser erstes, sonst ist gähnende Leere. Wir freuen uns aber sehr, denn jetzt haben wir die Big Five zusammen.
Es schwimmen ein paar Rotschnabelenten herum, aber das Foto erspare ich euch. 😐 Ein Kaptäubchen pickt neben unser Auto herum.
Ein einsamer Springbock läuft vorbei
Wir warten und schwitzen vor uns hin. Das Rino steht immer noch stoisch da.
Dann sehen wir von weitem ein sich nähernden Elefant.
Er kommt näher
Bespritzt sich zuerst ein wenig mit Schlamm.
Die Proportionen verschieben sich dann dramatisch. Das Nashorn, das vorher so riesig ausgesehen hat, wird auf einmal ziemlich klein.
Wir warten noch eine Weile, es kommen aber keine Tiere mehr. Wir sind aber mit dem Tag mehr als zufrieden, und da ich mit der Hitze im Auto heute schlecht zurechtkomme, beschließen wir nach Halali zurück zu fahren. Im Camp ist es jetzt schon viel ruhiger, der Mittagstrubel hat sich gelegt. Wir lassen die Klimaanlage laufen und ich mache ein bisschen Augenpflege. Geduscht und geschniegelt, jeder mit einer kalten Dose Bier als Sundowner, sind wir pünktlich zum Sonnenuntergang am Moringa Wasserloch. Das Wasserloch präsentiert sich so wie wir es die letzten male hier erlebt haben. Außer die untergehende Sonne die sich an der Wasseroberfläche spiegelt, sind nur ein paar andere Touris da, Tiere aber keine.
Nachdem wir unser Bier gesüppelt haben laufen wir zurück ins Restaurant. Wir haben für draußen ein Tisch bestellt, was jetzt sehr angenehm ist. Es gibt Buffet, das so olala ist, nicht gut, nicht schlecht, wir sind satt geworden.
Ich habe für den heutigen Tag meine „Patience“ schon verbraucht und habe keine Lust mehr ans Wasserloch zu gehen. Das Bett scheint in dem Moment zu verlockend und wir gehen in den Bungalow. Wir lassen den Tag mit einem GT aus Eigenvorrat ausklingen und sind mehr als zufrieden. Morgen früh wollen wir um 6 aufstehen um den Weg nach Okaukuejo zu starten……..
Liebe Mitreisende, es gibt jetzt eine längere Pause, es geht erst Ende März weiter. Ich kann aber versprechen, dass der nächste Tag ziemlich inhaltsreich wird. 😄 😗 Ich hoffe es gibt dann noch ein paar die uns das letzte Stück begleiten möchten.
Liebe Grüße Guggu
Teil 3528. März 2018
Liebe Mitreisende,
nach einer wunderschönen Zeit am Kap, sind wir seit Donnerstag wieder da. Voller neue Eindrücke ist es ein bisschen schwer sich in den eigenen Reisebericht wieder hineinzufummeln, irgendwie fehlt noch der Schwung, aber das „Werk“ muss vollendet werden und so hoffe ich ihr habt noch ein bisschen Lust auf Etoscha und Geduld mit mir. Wir sind ja schon fast auf der Zielgeraden, so wäre es doch gelacht, wenn ich die letzten Kapitel nicht fertig bekomme.
4.10.2017 Von Halali nach Okaukuejo
Wir sind schon vor 6 auf, früh für unsere Verhältnisse, laden das Auto und gehen frühstücken und auschecken. Wir wollten trotz allem noch mal ans Wasserloch vorbeischauen, aber es kommt uns Jemand entgegen und sagt da ist nichts zu sehen, nicht mal Perlhühner. 😠 Geschenkt, wir drehen um und machen uns auf dem Weg.
Kaum unterwegs ist ein Roadblock Pyjamaträger da.
Als wir auf die Hauptpad abbiegen raschelt es kurz darauf im Gebüsch und ein Spitzmaulnashorn überquert rasant die Pad bevor es auf der anderen Seite wieder im Gebüsch verschwindet.
Das Wasserloch Riedfontein liegt unter einem dramatischen Himmel verlassen da. Solche Wolkenformationen haben wir in Namibia noch nicht erlebt. Wenn schon Wolken, dann waren sie im Einheitsgrau. Dies gefällt mir ausgesprochen gut.
Als nächstes muss Etoschas meist fotografierter Baum auch noch abgelichtet werden.
Es herrscht immer noch schöne Lichtstimmung über den Plains.
In einem Wassertümpel steht einsam und von seiner Artgenossen verlassen ein juveniler greater Flamingo. Danke Konnni!
Nur eine Nilgans leistet Ihn Gesellschaft.
Wir fahren weiter und neben der Pad ist eine Gackeltrappe/Northern black korhaan
Blick auf „den großen weißen Platz“ die Etoschapfanne
Wir steuern dann das Wasserloch Homob an.
Ein Glanzstar
Und ein African ( Grassveld ) Pipit / Spornpieper. Danke Matte 🙂
Viele Zebras kommen gerade zum Trinken und und zeitgleich kommen Gnus den Hügel zum Wasserloch hinunter. Denn wo Zebras sind, sind Gnus nicht weit
Bei Ondongab sehen wir viele Springböcke. Sie gehören zu den üblichen Verdächtigen, aber ich finde sie anmutig und mag sie sehr.
Tierisches Pot-au-feu in Nebrowni. Hier waren bisher immer viele Tiere und so ist es auch heute.
Ein zotteliger Schakal. Ob der ins Wasserloch gesprungen ist um sich ein kleiner Imbiss zu holen?
Nachdem wir die Tiere in Ruhe bestaunt haben, fahren wir zurück auf die Hauptroute nach Okaukuejo. Es ist noch zu früh zum Einchecken und wir fahren gleich zum Wasserloch.
Heute ist richtig viel los. Als wir das letzte Mal hier waren, war die Ausbeute recht Mickrig und wir haben kein einziges Zebra gesehen.
Jetzt stehen Zebras, Springböcke und Oryxe in kleineren Gruppen da. Ein tolles Schauspiel. Besonders interessant dabei das Hierarchieverhalten der Tiere. Alle warten bis sie der Rangfolge nach an der Reihe sind, nur der Oryx marschiert einfach ans Wasserloch, trinkt und verschwindet wieder.
Die Zebras stehen bis zum Bauch im Wasser und tun so als ob sie das Wasserloch leer saufen wollen.
Im Baum sitzt ein Gelbschnabeltoko
Und daneben bauen die Webervögel fleißig am Nest.
Wir gehen dann einchecken, was alles in afrikanischer Ruhe erledigt wird. Es ist aber noch zu früh um den Zimmerschlüssel zu bekommen und wir beschließen noch eine Runde bis Gemsbokvlagte zu fahren. Nach ein paar Km sehen wir was zottelig Rotbraunes im Schatten zweier Bäume liegen. Löwe!
Wir schwitzen in der Mittagshitze und warten eine Weile. Und tatsächlich, nach einer Weile hebt er sein müdes Haupt und schaut kurz in unsere Richtung
bevor er wieder zurück in einem komatösen Schlaf versinkt. Ganz klar, der wird sich die nächsten Stunden nicht bewegen und wir beschließen später nach ihn zu schauen.
Wir setzen unseren Weg fort und wirklich gelohnt hat es sich nicht. Ein paar Springböcke und ein Qryx war die Ausbeute.
Wir haben uns die Km-Zahl gemerkt und werfen noch ein Blick auf „unseren“ Löwen der immer noch selig schläft und wahrscheinlich vom nächsten Kill träumt.
Diverse Bedürfnisse melden sich und wir wollen zurück ins Camp den Zimmerschlüssel holen um unsere Bude zu beziehen. Dabei wird es uns die Laune ordentlich verhageln……………
to be continued........
Teil 3630. März 2018
4.10.2017 Der Tag geht weiter……
Wir holen den Schlüssel zum Bungalow und bekommen auch auf dem Plan angekreuzt wo unsere Bleibe ist. Wir fahren ein Stück in die angedachte Richtung, sehen auch den Bungalow, aber irgendwie kommen wir nicht bis hin. Wir cruisen noch ein bisschen herum und irgendwann kapieren wir, dass wir erst zum Tor hinausfahren müssen und dann das Ganze quasi von hinten aufzäumen. Wir sind in Outback gelandet, oder, da wir frisch aus SA zurück sind, ins Township von Okuakuejo. Als ich die Eingangstür sehe ahne ich nix gutes.
Die Bude, anders kann man es nicht nennen, ist in einem desolaten Zustand. Das Bad (Nasscelle) ist am schlimmsten. Der Putz Bröckelt von den Wänden
Da ich 30 Jahre bei einem Leuchtenhersteller gearbeitet habe, muss ich echt schlucken als ich die Badezimmerleuchte sehe. Das ist Design vom feinstem…….
In den Ecken darf man nicht zu genau hinschauen.
Ein unscharfes Foto von eine Säule im Zimmer.
Eine Nachttischlampe hat gefehlt und die andere hat nicht funktioniert. Die Außenwand war voller Wasserflecken, da es offensichtlich hineingeregnet hat. Wir sind ja inzwischen einiges gewöhnt, aber das finde ich eine Frechheit für 147 Euro die Nacht 😠 😠 . Für 10 Euro mehr haben wir in wunderschöne Mushara BC gewohnt und zwar noch mit Dinner dazu.
Da das Camp restlos ausgebucht ist besteht keine Chance das Zimmer zu tauschen. Sie versprechen aber die Nachttischleuchten zu reparieren/bringen. Aber nicht wann. So lange wir dort waren ist nicht passiert.
Wir schlucken den Ärger hinunter, erledigen diverse Geschäfte, trinken ein kühles Bier und gehen dann ans Wasserloch. Die Tierwelt scheint zu wissen, dass wir ein wenig Aufmunterung brauchen und es gibt jetzt Graue Riesen satt. Ein Elefant umschwirrt von Webervögeln begrüßt uns und zieht sich gerade das köstliche Nass hinein
Ein paar Springböcke
Und Zebras sind auch da
Und kurz darauf kommt in eine Staubwolke eine Gruppe Elefanten an.
Sie trinken erst ausgiebig
Dann stürzen sie sich in den Fluten
Tollen und planschen herum
Bespritzen sich mit Wasser, Es ist Elefanten –Lebensfreude pur.
Nach genau 15 Minuten ziehen sie wieder im geschlossen Trupp davon. Right time at the right place.
Jetzt trauen sich wieder Oryxe
Und Zebras heran.
Wir wollen dann nach Okondeka fahren, da dort öfters Löwen gesichtet werden. Auf den Weg sehen wir wieder Springböcke
Mit den Löwen haben wir kein Glück, nur ein Sekretärvogel stolziert herum., leider etwas zu weit weg.
Auf der Ebene ziehen Gnus und Giraffen vorbei
Und ein Steppenfalke / greater kestrel hat eine Eidechse gefangen
Da es hier nichts mit den Löwen war, beschließen wir nach unseren Kumpel von heute Vormittag zu schauen, vielleicht ist er ja noch da. Er ist. Und er hat sogar den Kopf gehoben. Wir sehen, dass er ein Halsband trägt.
Es wird mal nach links
Nach rechts
Und gerade aus geschaut.
Zu mehr Aktion ist er nicht fähig, bevor er wieder in die Horizontale überwechselt und wieder den Schlaf der gerechten frönt.
Wir fahren bis Gemsbockvlagte, aber außer ein Raubadler auf einen Dürrständer ist nichts zu sehen.
Wir drehen um und fahren zurück.
Ein Schakal, der ausnahmsweise nicht Zottelig ist, streift durch das Gras.
Von weitem sehen wir viele Autos am Nebrowni stehen. 2 Reisebusse versperren den Blick auf das Wasserloch, und ich meine zunächst, sie gucken alle 3 Löwen an die Ton in Ton mit der Ebene da liegen. Sie sind teilweise blutverschmiert und ich denke sie haben den Kopf in irgend ein Kill vergraben gehabt. Auf jeden Fall liegen sie jetzt hechelnd und schlafend da.
Die 2 Busse machen sich davon, es sitzen lauter Asiaten mit Mundschutz darin, sie müssen ja noch ein paar Sachen abklappern bevor Toresschluss. Wir können ein Platz mit Sicht auf das Wasserloch ergattern und jetzt wird klar warum die Steppentiere die hier meistens sind, fehlen. Es sind zu viele Löwen da. Ein Mähnenlöwe liegt am Wasserloch, und was tut er? Pennen natürlich. Irgendwie sind unsere Löwen alle nur am Schlafen! Nach einer Weile hebt er müde den Kopf und schaut in unsere Richtung bevor weiter geschlafen wird.
Eine mutige Giraffe traut sich was und kommt langsam und vorsichtig angelaufen.
Von links kommt ein mutiger, und natürlich zotteliger, Schakal angetrabt. Ich höre in förmlich trällern „who is afraid if the big bad wolf, tra la la la la“. In diesem Fall Löwe.
Hier habe ich alle drei erwischt.
Der Löwe hebt dann den Kopf und fängt ein bisschen Pfotenpflege an und Schakal und Giraffe ziehen sich dezent zurück.
Dann wir ausgiebig gegähnt, ist schon anstrengend so ein Löwenleben.
Jetzt kommt noch eine Löwin aus der Unterführung der Straße. Dort halten sie sich tagsüber gerne auf.
Jetzt ist ein bisschen Schmusestunde angesagt.
Es ist dann höchste Zeit wieder ins Camp zurück zu fahren. Wir gehen in unsere Luxusabsteige, duschen in unser Luxusbad und genehmigen uns auf dem Schrecken einen doppelten GT, bevor wir zum Dinner gehen. Ich habe als wir eingecheckt haben ein Tisch für draußen bestellt. Aber, oh Schreck, es gibt nur ein Draußen. Das Restaurant ist im Umbau und wir bahnen uns erst den Weg durch Dachlattenstücker und Sägemehl. Das Essen passt zum Rest, nicht gut, nicht schlecht, aber wir sind satt geworden. Anschließend gehen wir wieder ans Wasserloch das verlassen da liegt. Später kommen 2 Löwinnen mit 6 Cubs, aber davon gibt es kein Foto, da unfähig. Aber es war auch so schön.
Irgendwie hat die Tierwelt Etoschas heute die Scharte von NRW ausgewetzt. Wir sind mehr als zufrieden mit unsere Sichtungen. Wir gehen dann wieder zurück ins Outback, setzen Stirnlampen auf und lesen eine Weile. Wir stellen den Wecker auf 6 Uhr und überlegen was der nächste Tag bringen wird. So viel ist schon verraten, NWR macht uns wieder große Freude………….
Teil 3702. Apr. 2018
5.10.2017 Um Okaukuejo herum
Ich entschuldige mich jetzt schon für zu viele Fotos in den Beiträgen aus Etoscha!
Wir stehen um 6 auf und wollen zuerst frühstücken bevor wir auf Pirsch gehen. Das Frühstücksbuffet ist draußen aufgebaut, da das Restaurant ja unter construktion ist. Daher gibt es nur Rührei und keine sonstigen Eierspeisen. Guggumann hat sich auf ein Omelett mit ALLEM 🤩 gefreut, das haben sie hier sonst gut hinbekommen. Egal, muss er halt ein geistiger Schwenk machen und Rührei essen. 🙁
Wir gehen dann nochmals ins Outback auf Toilette und laden ein paar kalte Getränke ins Auto. Wenigstens der Kühlschrank hat funktioniert, das war schon mal positiv.
Wir wollen jetzt nach Oilifantsbad fahren. Es heißt aufgrund der Mopanewälder, die eine Delikatesse der grauen Riesen sind, soll es dort in der Gegend viele Elefanten haben. Da sich die Situation an den Wasserlöchern jede Minute verändern kann, macht es keinen Sinn fest mit was zu rechnen. Das kann mal ganz toll sein und ein paar Stunden später sieht man kaum was.
Am Newbrowni stehen heute Morgen nur ein paar Springböcke und sonst nicht viel und wir fahren vorbei. In Gemsbockvlagte sind viele Tiere, aber wir wollen erst auf dem Rückweg hier halten.
In ein Gebüsch sitzt wieder ein hübscher Steppenfalke / great kestrel
Und eine Rotschopftrappe / red crested korhaan läuft durch das Gras.
Links und rechts des Weges sehen wir viele Zebras
Eine Kuhantilope liegt äsend da
Und auch ein paar Kududamen knabbern lustvoll an einem trockenen Strauch.
Dann kommen wir in Oilifantsbad an. Oilifanten sind hier zwar keine, aber sonst steppt der Bär. So viele Kuhantilopen habe ich noch nie auf einmal gesehen.
2 Böcke sind gar nicht gut auf einander zu sprechen
Es sind auch viele Schwarznasenimpalas da
Und auch Kudus drängen ans Wasserloch
Es sind viele männliche Kudus mit mächtigen Schraubenhörner da
Und ein paar Warzenschweine mischen das Ganze auf.
Die Kudus haben dann “fertig“ und ziehen wieder weiter
In ein Gebüsch neben unser Auto sitzen 2 Kaptäubchen / namaqua dove
Und viele Rotkopfamadinen / red-headed finch
Ein Angolagirlitz ??
In Gemsbockvlagte stehen tatsächlich ein paar von Namibias Wappentier im Wasserloch, umgeben von ganz vielen Springböcken
Die Oryxe ziehen weiter und überlassen den Springböcken das Feld
In einem dornigen Busch der schon die ersten zarten Blätter bekommt sind wieder viele Rotkopfamadinen
Wir fahren nach Norden Richtung Ondongab und vollen von dort nach Homob. In den Plains sind nicht viele Tiere, aber 2 Giraffen schreiten majestätisch daher.
Die letzten 4 km nach Homob sind eine üble Piste, aber wir kennen es ja schon und sind überzeugt, dass es sich lohnt. Ich mag dieses Wasserloch sehr, schon alleine wegen dem grünen Büschel, das darin wächst und das Auge gut tut. Hier sind gerade viele Zebras am Trinken.
Ein paar Strauße schreiten umher
Vereinzelte Springböcke sind auch da, aber sie fallen bei den vielen Zebras kaum auf.
Es ist inzwischen 12 vorbei, seehr heiß und wir wollen noch Nebrowni ein Besuch abstatten bevor wir eine Pause einlegen. Unterwegs sehen wir ein wunderschöner Oryx
Und auch ein Sekretär schreitet herum.
In Nebrowni haben wir Glück und sehen einen der weißen Elefanten die hier öfters anzutreffen sind. Das liegt nicht am vielen Rotwein am Abend zuvor, dass wir sie als weiß empfinden, sondern am kalkhaltigem Wasser.
Springböcke sind auch da
Nachdem wir den Eli in Ruhe bestaunt haben, fahren wir zurück auf die Hauptroute Richtung Okaukuejo. Wir wollen mal aus der größten Mittagshitze raus, was Kaltes trinken und ein paar Kekse dazu knabbern. Und uns auch ein bisschen Ausruhen, ist ganz schön anstrengend so ein Urlaub………. 😎 😄
Wird fortgesetzt.......
Teil 3804. Apr. 2018
5.10.2017 Unser Schicksal heißt OUTJO
Wir fahren ins Camp und Guggumann schaut zu der Tankstelle hinunter. Schau, es sind keine Leute da. Wir tanken lieber jetzt als heute Abend und gehen anschließen auf die Bude. 🙂 Wir kurven die Straße hinunter und stellen uns vor der Zapfsäule.
Der Tankwart sitzt im Schatten, es ist heiß, und er stemmt sich mühsam auf. Er schlumpft dann langsam in unsere Richtung. Guggumann fährt die Scheibe hinunter und der Gute frägt: How are you? We are fine, and you? Auch fein. Dann: Where are you from? We are from Germany. Ahhh, thats nice. Und er fängt ein Gelaber über Bayern München und BVB an. 🙁 Da der Guggumann Fußballinteressiert ist (mehr als) und auch nicht unhöflig sein will, macht er diese tiefschürfende Konversation eine Weile mit. Mir dauert es dann zu lange und sage, jetzt ist Pipi, Durst und Hunger angesagt, und zwar genau in dieser Reihenfolge. Guggumann entsperrt dann den Tankdeckel mit einem Plopp, und sagt: Einmal voll tanken. Dann sagt der Gute: We have no Disel. 🤩 🤩 What? Are you kidding me? No, since yesterday we have no Disel! 😠 😠 Wir glauben zuerst er will uns verscheißern, aber irgendwann kapieren wir, das ist blutiger Ernst. Hätte er auch gleich sagen können statt dieses unnütze Bla Bla. 😵 Auf die Frage wenn er denn damit rechnet, dass Diesel da sein wird, zieht er die Schultern hoch und sagt er weiß es nicht. Was nun? 🙄 Wir sollen in der Rezeption nachfragen gehen. Gesagt, getan. Dort sitzen 3 Madams, vor der einen ist eine lange Schlange Leute die einchecken möchten. Haben wir ja schon gestern und so stellen wir uns vor den anderen 2 Ladys. Sie führen ein wichtiges Gespräch, über was eigentlich, und strafen uns mit Nichtbeachtung. Irgendwann entschuldigen wir uns und unterbrechen sie. Wir möchten gerne wissen wann wieder Diesel verfügbar ist. Sie gucken uns an und ziehen die Schultern hoch. Das wird hier als langes Gespräch gewertet, und sie zeigen mit dem Kopf Richtung Schlange. 😈 Inzwischen ist die Laune im Keller, aber wir reihen uns brav ein und warten bis wir daran sind. Wir bekommen dann die unbefriedigende Antwort, Nix Genaues weiß man nicht. 😣 Sie warten schon seit gestern Vormittag, aber der Lieferant hat keinen Tankwagen verfügbar. 🤩 🤩 Irgendwie können wir das nicht fassen, eine der Hauptatraktionen Namibias und da ist nicht so viel Druck dahinter, dass sie Sprit bekommen. Unglaublich. Nützt aber jetzt nichts. Wo denn die nächste Möglichkeit zum tanken wäre? Halali oder Outjo – kurz und bündig. Wir schleichen davon und halten Kriegsrat. Nach Halali ist es viel kürzer, aber die Holperpiste nimmt mehr Zeit in Anspruch. Und was, wenn sie dann sagen, der letzte Tropfen haben sie vor ´ne Stunde verkauft? 😮 Wir wollen auf keinen Fall riskieren heute Nachmittag herum zu fahren und uns auf morgen verlassen, dann hätten wir wahrscheinlich ein Problem. Wir müssen schließlich nach Vreugde fahren. Also doch 120 km nach Outjo – schon wieder. 😈 😈 Nix ist es mit sich ein bisschen Ausruhen bevor wir wieder auf Pirsch gehen. Wir gehen trotzdem noch auf die Bude und trinken was und nehmen eine Packung Kekse mit als Wegzehrung. Also rein in den Fortuner und Gas geben. Schon bis zum Gate zieht es sich, obwohl Guggumann eigentlich zu schnell fährt. Dann sausen wir mit Bleifuß die C38 gen Süden und Outjo hinunter und beten dabei mantraartig die Kilometerzahl herunter. Noch 100 km Noch 90 km Noch 80 km usw. Bei der ersten Tankstelle wird vollgetankt und schon geht es wieder retour. Wir sind total angefixt und möchten wenigstens ein paar Tiere sehen als versöhnlicher Abschluss an diesem verkorksten Nachmittag. Kurz vor 5 sind wir wieder im Camp, stellen das Auto ab und nehmen 2 kalte Windhuk mit.
Irgendwie wissen die Tiere, dass wir Aufmunterung brauchen und tun ihr Bestes uns wieder „in der Spur“ zu bringen. Gerade als wir ankommen, kommt auf leisen Sohlen wieder eine Gruppe Elefanten an. Es wird Mal wieder Elefantenlastig und ich lasse die Fotos für sich sprechen. Wer von unseren vielen Elefanten in diesem Urlaub genug hat bitte weiterscrollen.
Wir fahren dann auch schnell nach Nebrowni, wir haben wieder auf Löwen spekuliert, aber es sind „nur“ Elefanten da.
Und ein paar der üblichen Verdächtigen
Irgendwie sind wir auch nicht so richtig bei der Sache und fahren zurück nach Okaukuejo und gehen wieder ans Wasserloch. Dort sind immer noch Elefanten
Und es kommen jetzt viele Giraffen zum Sundownern
und ich mache dasselbe.
Guggu bei der Arbeit
Ein Waterholechalet
Die Webervögel sind immer noch emsig am bauen
Uns auch ein Schakal streift hrum
Wir gehen dann zurück und duschen ausgiebig in unser "Luxusbad". 😠 Hinterher brauchen wir einen seeehr gehaltvollen GT um den Nachmittag zu verdauen. 😗 😣 Anschließend schauen wir, dass wir was auf der Gabel bekommen. Es war mal wieder nicht gut, nicht schlecht, wir sind satt geworden da sich die Ansprüche minimiert haben.
Wir sind irgendwie völlig fertig und gehen nicht mehr ans Wasserloch sondern gleich auf die Bude wo wir noch einen Absacker trinken. Haben wir uns redlich verdient.
Die Zähne werden geputzt und schon liegen wir im Bett wo wir noch ein bisschen mit Stirnlampen lesen. Der morgige Tag ist unser letzter im Etoscha und kann eigentlich nur besser werden.
Schaun mr Mal………………
Teil 3910. Apr. 2018
6.10.2017 It´s time to say good bye………
Wir haben, trotz dem ganzen Ärger, gut geschlafen und hoffen auf einen versöhnlichen Abschluss. Wir wollen uns nicht mehr aufregen, sondern den letzten Tag im Etoscha und das was er uns bietet, in vollen Zügen genießen. Hinter dem Webervogelnest geht die Sonne auf.
Wir packen unsere 7-Sachen bevor wir frühstücken gehen. Anschließend verstauen wir alles ins Auto und gehen auschecken, da wir nicht wissen ob wir bis 10 Uhr wieder da sind. Wir verabschieden uns von unserer Bleibe und hoffen auf ein nicht mehr Wiedersehen. 😗
Wir starten dann unseren vermeintlichen letzten Gamedrive in Etoscha. Das Wasserloch heben wir uns für später auf. Wir wollen wieder nach Oilifantsbad fahren, da wir dort so viele Antilopen gestern gesehen haben. Vielleicht haben wir nochmals Glück.
Und ja, es gibt wieder einen Tag mit wenig Text und viele Bilder. Sie sprechen bekanntlich für sich selber. 😉
Als erstes schauen wieder am Nebrowni vorbei. Dort stehen ein paar Springböcke im weichen Morgenlicht.
In einem Busch der das erste zarte Grün bekommt sitzt ein Wanderfalke / Peregrine Falcon. Danke Bele. Ist nicht so mein Metier die Vögel 🤩 Matthias schrieb
Ich werfe mal ganz ungeniert einen Red-necked Falcon in den Ring.
Ich gehe davon aus, das es stimmt 😗
Eine Gruppe Strauße verabschiedet sich auf das netteste von uns.
In Gemsbokvlagte liegt ein Mähnenlöwe aufs freie Feld. Es ist klar, dass er da nicht lange liegen bleibt, denn die Sonne brennt ihn auf dem Pelz. Wenn wir Glück haben geht er erst ans Wasserloch und wenn wir Pech haben sucht er sich gleich einen Schattenplatz in den Büschen.
Der Löwe ist Kundenorientiert, stemmt sich hoch und geht zuerst ans Wasserloch trinken. 🙂
Die Springböcke halten respektvoll Abstand
Als er genug hat, steht er auf und geht langsam Richtung Busch.
Da gestern ein Katzenfreier Tag war freuen wir uns sehr, nochmals so ein Prachtexemplar zu sehen. Als er in die Büsche verschwindet, setzen wir unseren Weg nach Oilifantsbad fort.
Unterwegs sehen wir viele hübsche Zebras.
Als wir in Oilifantsbad ankommen, machen wir erst mal lange Gesichter. Da ist gar nichts. Das Wasserloch liegt einsam und verlassen da. Wir warten eine Weile und wollen eigentlich schon wieder fahren, da kommt ein kleiner Elefant angelaufen.
Und wo ein kleiner Elefant ist, ist seine Herde meist nicht weit. Wie Elefanten es schaffen, sich trotz ihrer Größe und ihres Gewichts lautlos fortzubewegen, bleibt ihr Geheimnis. Keine knackenden Äste oder raschelndes Laub verraten sie. Unerwartet treten sie zwischen den Bäumen ins Freie. Die Leitkuh geht voraus und führt die Herde am Auto vorbei zum Wasser.
Es gibt tollpatschige Babys, die mehr stolpern als laufen und Mütter und Tanten passen auf und helfen ihnen mit dem Rüssel auf, wenn sie ausrutschen.
Die Kleinen sind so goldig, ich bin kurz vor einem Zuckerschock und kann mich nicht satt sehen.
Der Größe, Kraft und Intelligenz dieser sanften Giganten berührt mich sehr und wir haben in diesem Urlaub mehr als Glück mit unsere Elefantensichtungen
Inzwischen tummeln sich derart viele Dickhäuter am Wasserloch, dass man sie gar nicht mehr zählen kann. Sie geben ein tierisches Schauspiel und die Kühe passen ganz führsorglich auf den kleinen auf.
Die langen Rüssel saugen unter viel Prusten und Plantschen das Wasser hoch.
Sie erscheinen mir wie Riesen, drei Meter hoch und massig wie ein kleiner Lastwagen.
Ich sehe den Falten der runzeligen Haut, die Kleinen haben noch den Babyflaum und ich hoffe auf eine Reaktion der kleinen braunen Augen, die uns ab und zu neugierig mustern.
Wir beobachten sie bis sie wieder abziehen und wir fahren dann zurück Richtung Okaukuejo.
An dem Wappentier Namibias kommen wir diesmal auch nicht vorbei
Am Nebrowni sehen wir von weitem einen mit Kalk gepuderten Elefanten stehen .
Eine Giraffe steht am Wegesrand und ist es immer noch Wert fotografiert zu werden
Und an Zebras kann ich nicht ohne Fotostopp vorbeifahren
Es ist 11 Uhr und wir wollen ans Wasserloch in Okaukuejo bevor die Mittagshitze zu unbarmherzig wird. Wir parken am Parkplatz vor dem Wasserloch, nehmen Fotos und was zum trinken mit und sind gespannt was uns hier erwartet…
To be continued
Teil 4018. Apr. 2018
6,10.2017 Ein letzter Akt im tierischen Theater bevor der Vorhang fällt….
Einer der Hotspots im Etoscha ist das Wasserloch in Okaukuejo. Aber auch hier ist kein Garant für tolle Sichtungen, man muss einfach Glück haben. Um diese Zeit sind die meisten im Park unterwegs gewesen und es sind kaum Leute am Wasserloch. Dafür hat es ganz viele Tiere und wir erleben ein letztes Mal ein Tierisches Theater. Es sind viele Springböcke, Zebras, Oryxe und Gnus die ihren Durst löschen. Es herrscht aber ein ständiges Kommen und Gehen, wobei Elefanten und Giraffen fehlen, aber das hatten wir ja gerade. 🙂 😛
Die Zebras gehen, dafür kommen Kududamen
Und gleich darauf männliche greater Kudus mit ihren imposanten Spiralhörner
Die Gnus stehen in Wartestellung
Eine neue Gruppe Zebras ist angekommen
Die Springböcke legen den Unterkiefer flach auf das Wasser und ziehen das köstliche Wasser in sich hinein
Dieser Zebra fühlt sich offensichtlich wohl
Schwarznasenimpalas hat es auch
Spießbock – Oryx – Gemsbock : Er ist der Inbegriff für Zähigkeit und Bedürfnislosigkeit und das Wappentier Namibias. Beide Geschlechter haben die bis 1,5 m langen spitzen Hörner. Sie geben ein malerisches Bild ab, wie sie bis zum Bauch im Wasser stehen und sich die größte Mühe geben den Wasserstand zu senken.
Es hat für mich eine magische Stimmung, wie die Tiere da so friedlich neben einander agieren. Ich nehme das alles in mir auf, denn wir wissen nicht ob wir je wiederkommen.
Eigentlich wollten wir jetzt schon unseren Weg nach Vreugde starten, aber irgendwie können wir uns nicht so richtig losreißen und sagen, 1 geht noch. Bis nach Okondeka ist es ein Katzen(Löwen)Sprung und wir sind sicher, dass sich dort irgendwo Löwen verstecken. Wir fahren zügig die Pfanne entlang und missachten die üblichen Verdächtigen die rechts und links der Straße stehen. Als wir ankommen ist erst mal dumm gucken angesagt. 4 Sekretärvögel stolzieren herum und sonst sind nicht mal Steppentiere da. Wir scannen alle denkbaren Büsche nach Löwen ab, aber nada.
Ich schaue dann durch das Tele und möchte testen ob die Sekretäre nahe genug für ein Bild sind. Sind sie nicht, und ich mache ein total versemmeltes Beweisbild.
Aber STOP. 2 Meter neben den Vögeln sehe ich was Rotbraunes im Gras aufblitzen. Das Tele ist schwer, ich kann das Ding nicht stabil halten und kann das braune Büschel zunächst nicht wiederfinden. Wir suchen beide und nach einer Weile sehen wir es wieder und merken uns ein Punkt zum Navigieren. Dann heißt es schwitzen und warten.
Nach gefühlt einer Ewigkeit kommt Bewegung in der Sache. Es sind 2 Löwenbrüder und sie rappeln sich langsam auf und bewegen sich in unsere Richtung. Es dauert nicht lange bis die Speicherkarte glüht.
Sie legen sich auf die Sandfläche und es gibt eine letzte Bilderschwemme in diesem Urlaub.
Die zwei Brüder gehen ganz zärtlich miteinander um.
Auch ich habe ein Löwenherz und kann nicht genug bekommen von den zwei halbstarken.
Es sind ein paar Steppentiere in der Nähe aber sie halten Abstand zu den Löwen.
Heute hat der Park mal wieder alles gegeben und wir sind glücklich über diese letzte Dreingabe.
Die Löwenbrüder verabschieden sich in den wohlverdienten Schlaf und wir verabschieden uns von den Löwen und von Etoscha.
Es gab für uns im Etoscha viel Licht, aber auch ein wenig Schatten. Wir haben tolle Sichtungen gehabt, da sind wir mehr als zufrieden. Die Unterkünfte in Halali und besonders in Okaukuejo waren für diesen Preis undiskutabel. Auch die Angestellten, vor allem in der Rezeption, müssten noch ein Kurs in Freundlichkeit machen und ab und zu ein Lächeln wurde so manche Situation entspannen. Im Grunde verstehe ich nicht wie man das Tafelsilber so achtlos verhökern kann. Auch, dass man tagelang kein Diesel bekommt geht eigentlich gar nicht.
Wir setzen unseren Weg fort und es wird nicht mehr fotografiert. In Okaukuejo machen wir schnell Halt um auf die Toilette zu gehen und es dauert nicht mehr lange und wir fahren zum Andersons Tor hinaus. Nach einer knappen Stunde kommen wir in Vreugde an. Wir sind sehr gespannt, haben wir doch darüber nur Gutes gehört und es soll einer der besten Gästefarmen in Namibia sein.
Wir werden herzlich von Dani begrüßt und wir trinken zuerst ein kaltes Windhuk während Dani uns ein bisschen was über die Farm erzählt. Elsies (Mama von Dani) Garten ist ein grünes Juwel und es tut einfach gut hier zu sitzen und den Anblick genießen.
Wir ziehen dann in unser Zimmer, was sehr schön ist. Ich habe hiervon leider keine Fotos gemacht. Während Guggumann Kaffee trinken geht, versuche ich ein paar der Vögel die hier herumhüpfen zu fotografieren.
Rotbauchwürger
Maskenbülbül
Akaziendrossel
Blutschnabelweber
Langsam trudeln auch die anderen Gäste ein und es bilden sich nette Gespräche. Als wir nochmal das Dieselproblem in Etoscha ansprechen, lacht Rachel (Danies Frau) und meint, wenn wir wussten wie oft sie da ihre Gäste zu Hilfe haben kommen müssen. Die Tanks in Etoscha sind uralt und aus der Zeit wo das Touristenaufkommen nur halb so groß war. Rachel sagt, sie haben schon so viele Briefe und Petitionen geschrieben, aber bis jetzt hat es nicht geholfen. Dann wäre das Rätzel auch gelöst. 🙁
Nach den Nasszellen in Etoscha, ist es eine Wohltat in dem großzügigen Bad zu duschen. Vor dem Abendessen trinken wir wieder einen GT; never change a running system.
Das Essen war von Elsie gekochte Namibische Hausmannskost, und nach drei Mal Buffet in Etoscha, hat es uns mehr als gut geschmeckt. Dazu süppeln wir einen Wein. Wir reden noch eine Weile mit den anderen Gästen und dann geht es das 2. Letzte Mal in Namibia ins feine Heiabettchen.
Ich lasse unsere Erlebnisse Revue passieren und ja, ich bin glücklich…………