Wer den Bericht ohne Kommentare lesen möchte, bitte auf die Sonne klicken!
NAM/BOT 2017 So weit! So gut! Oder: It wasn´t meant to be a birding trip
11.9.2017.Wir düsen durch die Nacht......
Unseren Abreisetag ist endlich da und nach 2 Jahren Afrikaentzug freuen wir uns wie Bolle. So langsam haben wir Rutine im Packen und die Taschen werden jedes Jahr ein bisschen leichter. Obwohl, das ganze langärmelige Zeugs hätten wir diesmal daheim lassen können - das weiß man aber erst hinterher. Ich habe jetzt lange überlegt ob ich ein RB schreiben soll. Manche behaupten es werden hier zu viele Reiseberichte veröffentlicht und dann auch noch einen in Deutsch-Kauderwelsch geschrieben - hat wahrscheinlich nicht so gefehlt. Für mich ist jedes Kapitel ein Kampf, echt jetzt, es will einfach nicht so aus den Fingern in die Tastatur fließen. Ich werde aber versuchen mein Bestes zu geben. So viele schrottige Fotos habe ich auch noch nie nach Hause gebracht. Es ist schwierig zu fotografieren wenn alles in Bewegung ist. Ein paar schöne gibt es aber doch noch 😛 Auf jeden Fall erlebt man so alles nochmal und kann später, wenn das Gedächtnis nicht mehr so funktioniert, nachlesen was man so alles erlebt hat. Tagebuch habe ich diesmal nicht geschrieben, dazu war ich abends nach dem vielen erlebten einfach zu müde. Der Kopf ist bekanntlich ein Sieb und ich weiß auch nicht so recht ob ich das mit Hilfe von Guggumann und den Fotos rekonstruieren kann. Aber auf einen Versuch kommt es an.
Also, here we go!
Unsere Route: 11.9. Hinflug 12.9. Kalahari Bush Breaks 13,9. Tchima Bush Camp 14.-17.9. Inner Delta Boat Cruise mit Maun Backpackers 17.9. Thamalakane River Lodge 18.-21.9 Tiaans Camp 21.9. Nata Lodge 22.-25.9. Chobe Safari Lodge 25.-27.9. Island View Lodge 27.-29.9. Mashi River Floodplain 29.9-1.10 Mobola Lodge 1.-3.10 Mushara Bush Camp 3.10. Halali Rest Camp 4.-6. Okaukuejo Rest Camp 6.10. Vreugde 7.10. The Elegant Farmstead 8.10. Rückflug
Die Fahrt nach Frankfurt verläuft gut und wir stellen das Auto auf den vorgebuchten Parkplatz. Wir fliegen diesmal mit Air Namibia, da wir keine Lust auf Umsteigen haben.
Auf dem Flughafen ist ein richtiges Remmi Demmi. Überall blau-weiße Fahnen und Girlanden – es sieht alles sehr Bayerisch aus.. Aus jeder Ecke tönt Blasmusik und ganz schlimm, es wird auch noch gejodelt! Irgendwie ist hier ein verfrühtes Oktoberfest. Schnell das Gepäck aufgeben und weg hier. Manche die mit dem Gewicht vom Gepäck an die Grenzen stoßen müssen dann auch noch das Handgepäck wiegen. Da wir untergewichtig sind, zumindest was das Gepäck anbelangt, interessiert das Handgepäck niemanden. Schnell durch Pass und Handgepäckkontrolle und hoffentlich eine Gemütliche Ecke finden wo wir unseren Urlaub anfangen können. Weit gefehlt, wer gedacht hat wir sind hier dem bayerischen savoir-vivre entkommen, wird enttäuscht. Hier geht es noch schlimmer zu als in der Abflughalle. Wir besuchen schnell den Duty-Free-Shop und kaufen eine Liter Flasche Bombay Sapphire – was man hat, das hat man und der allabendliche Sundowner muss sichergestellt sein. So sind wir für die ersten Tage gerüstet 😄 Auf meine Frage, erzählen sie, dass seit heute Morgen die Alpenländler am Werkeln sind, und die Angestellten machen alle einen etwas abgekämpften Eindruck. Wir wollen ein nettes Lokal finden, aber es gibt nur „Bayerisch“ dekorierte. Wir haben dann gedacht es gibt Weißwurst und Brezel oder so was ähnliches, aber die Speisekarte ist Japanisch 🤩 . Mit Hilfe von der netten Bedienung wählen wir etwas das sehr gut geschmeckt hat und dazu ein zünftiges Bier. So sind wir im Flugzeug außen vor beim Flugzeugfutter. Es zieht sich alles ein bisschen, aber endlich ist Boarding und wir finden unsere Plätze in der Reihe 10. Das ist gut, denn durch Infos von Franzicke und Casimodo haben wir vor Gas zu geben beim Aussteigen wegen dem neuen Einreiseprozedere. Es werden dann Getränke angeboten und ich frage wie immer nach ein Glas Sekt. Gibt es leider nicht, nehmen wir ein Bier, das sprudelt auch. Nach einer Weile kommt dann der Steward und bringt mir tatsächlich ein Glas Sekt – das hat er in der Businessklasse für mich organisiert. Super nett finde ich das. Das Abendessen gucken wir an und essen nur die Cracker mit Butter und Käse, das passt gut zu unseren Rotwein den wir inzwischen trinken. Wir schauen dann ein Film in Board Entertainment und quälen uns durch die Nacht bis Windhuk.
Teil 231. Okt. 2017
12.9.2017 Fahrt von WDH nach Kalahari Bush Breaks
Pünktlich, aber müde landen wir in Windhuk. Im Flugzeug wurde das Emigration Sheet verteilt und so konnten wir das am Bord ausfüllen. Das war schon mal eine positive Erneuerung.
Beim Aussteigen haben wir richtig Gas gegeben und überholen den Meisten. Manche haben alle Zeit der Welt und bummeln Richtung Flughafengebäude. Wir stehen dann ziemlich weit vorne, hinter uns ist die Halle voll bis auf den letzten Platz. Von unseren Fingerabdrücken wollte keiner was wissen, nur Brille schnell absetzen und in den Augenscanner gucken. Das war es dann auch schon.
Da wir super schnell waren müssten wir ziemlich lange auf das Gepäck warten, aber das hielte sich auch in Rahmen. Dann noch schnell den ATM geplündert und schon waren wir startbereit.
Samuel, die gute Seele von Savanna, wartete schon auf uns und als wir über den Parkplatz laufen, ziehe ich das erste Mal bewusst afrikanische Luft in den Lungen. It´s good to be back!
Nach einer halben Stunde sind wir beim Savanna angekommen. Wir erledigen zuerst den Papierkram und trinken mit Berti einen Kaffee. Wir tauschen ein paar Neuigkeiten aus, chatten über dies und das und nach einer Stunde machen wir uns auf dem Weg zum Super Spar. Schnell ein Aufpasser für das Auto engagiert und dann ab ins Getümmel. Wir brauchen nicht viel, aber Peaseful Sleep und Getränke ist wichtig. Wasser, Tonic Wasser und auch ein paar Flaschen Wein nebst ein paar Knabbereien landen im Einkaufswagen. Wir verstauen alles im Auto, entlohnen den Aufpasser und schon sind wir auf dem Weg aus Windhuk heraus.
Ich habe mir ja schon ein wenig Sorgen gemacht, weil ich weiß dass der Guggumann im Flieger nicht schlafen kann, aber er hat gemeint das wäre kein Problem.
Ich habe alle Etappen mit Tracs4Afrika geplant und ausgedruckt, aber mein Driver hat es noch schlauer gemacht. Er hat alle Karten auf den Smartphone heruntergeladen und jetzt haben wir im Offline Modus ein Navi.
Es ist tolles Wetter, wolkenloser Himmel und 32°. So kann es bleiben. 😛 😛
Wir starten die 300 km lange Fahrt nach Kalahari Bush Break. Nach eine halbe Stunde fahren wir auf der B6 wieder am Flughafen vorbei, diesmal in östlicher Richtung. Es geht alles gut, wir machen kein Halt unterwegs und wollen nur ankommen.
Nach gut 3 Stunden Fahrt sind wir da. Hier hat sich in den letzten 4 Jahren nicht viel verändert.
Sogar den Rotbauchwürger der mich so geärgert hat, sehe ich aus dem Augenwinkel herumhüpfen. Ich versuche wieder ein Foto zu machen. Er ist nicht gerade kooperativ, aber es gelingt besser als das letzte Mal.
Wir beziehen unser Chalet, diesmal die Nr. 6 wie man unschwer sehen kann
Das Auto können wir direkt davor parken
Etwas müde und kaputt machen wir eine Stunde Siesta. Wir gehen dann ein Windhuk und ein Malawi Shandy trinken, sitzen da im spätnachmittaglichen Licht und fühlen uns einfach sau wohl. Und sind gespannt auf die Dinge die da kommen. Am Wasserloch stehen die Wasserböcke und sehen wunderschön aus. Warum sie hier anzutreffen sind, lasse ich mal außen vor.
Ein paar andere Vögel hüpfen auch noch herum, aber Vögel fotografieren ist immer noch seeeehr schwer – vor allem die kleinen nervösen Dinger die nicht still sitzen wollen.
Kalahari Heckensänger. Danke Matte 🙂
Barred wren warbler / Damarabindensänger ?
Laughing Dove/Senegaltaube
Red-eyed bulbul /Maskenbülbül
Schlechte Fotos, aber was ist es? Dr. HC Bird schreibt: Es ist ein Black-throated Canary, oder ein Angolagirlitz.
Vor dem Abendessen packe ich unsere Taschen neu, Softschell- und Fleecejacken werden nach unten in den Taschen verbannt. Dort bleiben sie dann den ganzen Urlaub. Wir sitzen an der Feuerschale und trinken den ersten von vielen GT´s. Jetzt sind wir wirklich angekommen. Das Dinner ist sehr lecker und der Rotwein dazu macht es nicht schlechter. Wir süppeln den an der Feuerschale noch zu Ende bevor wir ins Bett gehen.
Morgen haben wir die lange Fahrt nach Maun vor uns.
Teil 302. Nov. 2017
13.9. Ein sehr lang und weiliger Trip nach Maun – und ganz ohne Fotos
Hape Kerkeling hat gesagt, Norwegen wäre sehr lang und weilig. Dasselbe kann man auch über diesen Tag sagen, aber er gehört nun mal dazu.
Nach einem leckeren Frühstück, wo wir auch die Emigration Sheets für die Ausreise ausgeteilt bekommen – toller Service - packen wir die Taschen ins Auto und um 9 starten wir die lange Fahrt nach Maun.
Wir schauen vorher noch den Routenplan an – alles ganz easy, Hauptstraße folgen und nach knappe 500 km kommt der Turn Off. Ich stopfe die Routenpläne in der Seitentasche und Smartphone machen wir auch nicht an. Zu was auch? 🙁 Aber was nützt es wenn das Telefon smart ist und die user nicht?!! 😣
Los geht es! Nach einer halben Stunde etwa sind wir an der Grenze. Dort ist um diese Tageszeit nicht viel los und von den 30 US$ pro Person „Eintrittsgeld“ die wir im Geldbeutel bereithalten will auch niemand was wissen. Wir bezahlen nur die üblichen Gebühren, die wirklich ein Klacks (Clax) sind und schon sind wir in Botswana.
Wir sind aber nur ca. 3 km gefahren als 2 Wegelagerinnen mit ´ner Laserpistole aus dem Gebüsch gehüpft kommen und mit der Kelle winken. 😠 😵
Damned! 😈 😈
Vorher war aber ein Schild 120 und mein Driver fährt nie schneller als erlaubt. Also was jetzt?
Die 2 Ladys, übrigens beide mit Wollpulover und dicke Jacke darüber (das wundert mich schon immer wie die Einheimischen bekleidet sind) erklären, dass wir für eine Herde Ziegen , die noch ziemlich weit weg die Straße gekreuzt hat, nicht genug abgebremst haben. Wir wären 91 km schnell gefahren und hätten für die Ziegen auf 80 km h abbremsen müssen. Von so einer Regelung haben wir noch nie was gehört. 😠
Lieber nicht lamentieren; wir bezahlen, geloben Besserung und denken: Blöde Ziegen! (Die Frauen 😠 )
Wir fahren noch ein paar km in Schleichtempo bevor wir wieder normal weiterfahren und ignorieren den Hinweis das „many many“ solche Kontrollstellen auf dem Weg nach Maun sind.
Wir sind jetzt im Wilden Westen Botswanas und nicht nur Ziegen und Rindviecher kreuzen die Straße, sondern auch Pferde. Ab und zu sehen wir auch einen schwarzen Cowboy.
Uns fällt auf, dass die Straße total von Müll gesäumt ist und die Rastplätze sehen zum Fürchten aus. Und zwar alle. 🤢 Überbordende Mülltonnen die seit Monaten nicht gelehrt sind und sonstige Hinterlassenschaften lässt alles richtig unappetitlich wirken. Lieber nicht halten und wirklich ein Busch zum Buschen suchen. 😣
Nach ca. 3 Stunden cruisen wir an die Abfahrt zu Takadu Bush Camp und den Daltons vorbei. Da kommen Erinnerungen auf und jetzt können wir uns richtig darüber amüsieren. 😄 😄
Wir fahren weiter und der letzte Streckenabschnitt vor Maun ist eine Musterkollektion an Potholes. 😮 Da wir jetzt schon lange unterwegs und etwas müde sind, vor allem der Driver, ist es richtig anstrengend die Löcher vorauszusehen und zu umfahren. Der Guggumann schimpft und meint man könnte ein bisschen von den Einnahmen aus der Tourismusbranche in den Straßenbau investieren.
So, und dann haben wir es schon fast geschafft. Der Driver sagt die Km Zahl wäre jetzt fast erreicht und der Turn Off müsste bald kommen.
Ich: Jawohl, ich passe auf. Und gucke nach LINKS. 😣
Noch Nichts. Wird schon bald kommen. 😗
Driver: Jetzt sind wir 5 km darüber hinweg. Die Karten von T4A taugen auch nicht viel. 😠
Ich: Fahr noch ein Stück weiter, da vorne sehe ich ein Schild.
Isses aber auch nicht. 😵
Als wir schon fast in Maun sind, ist klar dass etwas nicht stimmt. Links ranfahren und den Smartphone einstöpseln. Ah ha, noch 24 Min bis Ziel – aber aus der Richtung aus der wir gekommen sind. 😠 🙁 🙄
Grummel Grumpf.
Ich habe Tshima Buschcamp gewählt damit die Etappe nicht so lang ist und wir am Ende nicht noch durch Maun haben fahren müssen. Mein Fahrer grummelt ein wenig vor sich hin, da hätten wir ja gleich bei den Backpackers nächtigen können.
Tja, shit happens.
Als wir zu der Abbiegung kommen sagt Frau Navi: LINKS abbiegen
Ah ha, das heißt, wir hätten vorher RECHTS abbiegen müssen.
Mea culpa 🙄 🤨
Wir kommen dann kurz vor Sonnenuntergang an, checken ein und werden zu unseren Zeltbungalow geführt. Wir setzen uns auf der Terrasse und genehmigen uns ein Bier aus unser Magic Box. Später gehen wir an die Feuerstelle und süppeln dort einen Weißwein da es hier kein GT gibt. 🤨
Wir unterhalten uns mit 2 holländische Paare und tauschen ein bisschen Jägerlatein aus. Der eine erzählt uns wie grotten schlecht die Straße zwischen Kasane und Nata ist. Außerdem ist er 4 x angehalten worden wegen zu schnellem Fahren. Da kommt Freude auf, aber das dauert ja noch eine Weile bis wir dort sind.
Später gibt es ein leckeres Candlelight Dinner am gemeinsamen Tisch im Garten. Wir trinken noch einen Weißwein, gehen aber ziemlich früh ins Bett da wir wieder zeitig fahren müssen um pünktlich bei The Old Bridge Backpackers zu sein. Von dort startet unser Abenteuer ins Okavango Delta.
Wir freuen uns, sind aber auch aufgeregt und gespannt wie das alles so wird.....
Stay tuned – ab jetzt gibt es auch Fotos
Teil 404. Nov. 2017
14.9.2017 Okavango Boating Safari Tag 1/Teil 1
Wir stehen früh auf und um 6:30 Uhr ist schon das Auto gepackt. Der Tag bricht gerade an und durch die Büsche sehe ich wie die Sonne sich ihren Weg bahnt.
Albert geht den Wein bezahlen von gestern Abend und ich mache ein paar Fotos damit wir überhaupt dokumentieren können, dass wir hier waren.
Das Frühstück haben wir auf 6:45 Uhr bestellt. Das wird in einem Picnic Korb auf der Terrasse gebracht. Es ist alles drin was man zu einem guten Frühstück braucht und es schmeckt uns!
Schon sind wir unterwegs nach Maun und den Old Bridge Backpackers. Diesmal mit Navi und wir findet es gleich. Es ist ein bisschen Hektik um uns herum und bis jeder herausgefunden hat auf welches Boot er gehört dauert es eine Weile. Ich tätige dann die Restzahlung mit CC.
Auf diese sheduled Fahrt währen 8 Personen möglich, aber wir haben Glück und sind nur zu dritt. Unsere Wenigkeit und Sari, eine Professorin aus NY. Unserem Guide KK und wir sind auf einen Boot und
unser Supplymannschaft System
und Chicho fahren mit dem 2. Boot.
Dieses Verhältnis gefällt mir gut; 3 Gäste, 3 Aufpasser. Mit ein bisschen Verspätung fahren wir zuerst den Tamalakane River hoch durch ländliche Gegend mit kleinen Dörfern.
Hier kann auch ein Eselleben schön sein
Nach ca. 1 Stunde kreuzen wir den Buffalo Fence, biegen in den Boro River und kommen in das Wildschutz Gebiet des Okavango. Es ist alles wunderschön und ich bin auch ein wenig ergriffen. Hier tuckere ich Norwegermädel auf dem Okavango – wer hätte gedacht, dass ich Afrikaverrückte das mal erleben darf. Meine Nichte hat sich so von mir verabschiedet: Schönen Urlaub Tante Blixen.
Ich wollte auf keinen Fall in so einem Fly-Inn-Nobelschuppen, sondern richtig close to nature sein. Das es mir dann ein paar Mal ein bisschen to close wurde, egal, ich bin noch da. Ich habe noch kein Bericht über so eine Bootsafari gefunden, das ist mitunter ein Grund warum ich mich doch durchgerungen habe um in die Tasten zu greifen. Vielleicht ist ja jemand froh darüber. Unser heutiges Ziel ist Naxaraga Campsite
Wir tuckern langsam den Fluss hoch, am Ufer wächst hier hauptsächlich Schilf und Monet hätte seine wahre Freude an den Seerosenfeldern gehabt.
Auf dem Weg zum Chiefs Island verbringen wir die nächsten Stunden hauptsächlich mit Vögel beobachten. Wir merken gleich, dass das Fotografieren sich etwas schwierig gestaltet. Alles ist in Bewegung. Entweder tuckert der Motor und bringt das Boot zum Wackeln, wenn der Motor abgestellt wird treiben wir ab und ich habe eine Alustrebe von Sonnendach im Bild. Scharfes Schilf und unscharfes Objekt ist auch noch eine Möglichkeit. Im schlimmsten Fall ist der Vogel schon weg bevor ich abdrücken kann. Es hat also ganz ganz viel Ausschuss gegeben. Ein reed cormorant / Riedscharbe trocknet seine Federn in der Sonne
Ein snakebird/Schlangenhalsvogel ebenso
Ein great white egret/silberreiher
Cattle egret/Kuhreier
Der erste von vielen African Jacana/Blaustirn_Blatthühnchen
Ein Seeadler sitzt in einem trockenen Baum und hält Ausschau nach Beute.
Saddle billes stork/ Sattelstorch. Die finde ich sehr schön und sie sind ziemlich kundenorientiert da sie meistens würdevoll umherschreiten.
Der hier mag jetzt aber nicht mehr und macht sich von dannen.
Auch diese laughing dove/Senegaltaube muss verewigt werden.
Die Vegetation at sich jetzt geändert und es sind mehr Bäume am Ufer.
Auch unser Supplyboot ist auf einmal vor uns.
Ich habe überlegt ob ich den RB „Guggu kann kein Kingfischer“ nennen soll. Was ich da Fehlversuche gemacht habe! Der hier geht aber noch.
In einem Baum sitzen zwei go-away-birds/graulärmvögel. Die mag ich besonders, weil Go-away-bird + Guggu = Freunde (bleibt meistens sitzen)
Blacksmith lapwing/Waffenkiebitz
Ein Senegal oder Coppery tailed coucal ??
Magpie shrikes/Elsterwürger. Danke Matte 😘
Open billed stork/ Klaffschnabel
African sacred ibis/Heiliger Ibis
Mir schwirrt der Kopf vor lauter Vögel. So habe ich mir das irgendwie nicht vorgestellt, aber ich freue mich unheimlich. Dann sehen wir etwas mit 4 Beinen, wenn sie auch kurz sind. Ein großer Nilwaran liegt unter einen Baum und lässt es sich gut gehen.
Die Flusslandschaft ist wunderschön, die Vögel giggeln und pfeifen, der Fluss mäandert gen Süden wo er in der Kalahari versichern wird. Das einzige was stört ist ab und zu einen Fuel to noice Konverter der über das Delta Fliegt.
Ich bin jetzt schon sicher, dass wir (ich) das richtige ausgesucht haben…………
Teil 506. Nov. 2017
14.9.2017 Okavango Boating Safari Tag 1/Teil 2
Die Landschaft ist immer noch beeindruckend.
Wir navigieren teils durch sehr enge Kanäle gesäumt von Reed.
Hier sitzen alle 50 m ein Malachite Kingfischer. Die meisten sind so was von nicht in Modelllaune , fliegen weiter, setzen sich wieder auf einen Ast, warten bis wir in die Nähe kommen und das Boot einigermaßen ruhig liegt, schon geht das Spiel von vorne los. Wir knipsen bis die Finger wehtun, nach dem Motto viel hilft viel
Nach einer Weile knackt es dann im Schilf und wir sind jetzt offensichtlich im Elephant-County.
Große Ohren, große Hintern
Wir suchen dann eine günstige Stelle zum Anlanden. Hier essen wir einen leichten Lunch bestehend aus kaltem Fleisch und Salate, ein bisschen die Beine vertreten und auch mal geschwind hinter dem Bush gehen.
Zu Fuß sieht es dann so aus.
Wir fahren weiter und wir sind immer noch im Elefantengebiet. Elefanten baden, mampfen Wasserlilien und fühlen sich offensichtlich sau wohl.
Wir irgendwie auch, es ist spannend, aber wunderschön, das alles so von der Nähe aus zu erleben. Die ersten Red Lechwe suchen den Schatten unter einem Baum.
Einen männlichen Kudu sehen wir auch durch das Gestrüpp
Die Pied Kingfischer hovern in der Luft, halten Ausschau nach Beute um sich dann Kamikazeartig auf den Fischen zu stürzen. Meistens haben sie Glück. Ich mit mein Foto aber nicht. Ein Goliath heron /Goliatreiher Ist da schon williger sich ablichten zu lassen.
Und auch dieser Little egret / Seidenreiher.
Durch enge Kanäle gesäumt von Schilf tuckern wir weiter. Ein paar Kududamen im Gestrüpp
Ein mächtiger Fischadler sitzt auf seinem Ast und späht in der Gegend herum.
Dann sind wir endlich mit etwas Verspätung im Camp.
System und Chicho haben schon alles aufgebaut. Dies ist unser Heim für die nächsten 3 Nächte.
Es ist zwar ein bisschen klein, aber Raum ist bekanntlich in der kleinsten Hütte.
Wir haben Stretchers mit einer Bettrolle. Wir quetschen unsere Taschen hinein, eine am Kopfende als Nachttisch, um Billen, Stirnlampen, Taschentücher abzulegen. Die andere bekommen wir gerade hinter dem Fußende gequetscht. Fototasche und Rucksack unter die Betten geschoben, e voila! Vor dem Zelt steht ein Canvaswaschbecken für die morgendliche Katzenwäsche. Ein Klo- und Duschzelt gibt es auch
Sari und ich beschließen im Fluss schwimmen zu gehen, statt die Eimerdusche zu benützen. KK fährt uns mit dem Boot und sucht eine Sandbank wo das Wasser nicht so tief ist und vor allem wo wir sehen können ob sich Crocs anschleichen. Das Wasser kommt mir zuerst kalt vor weil wir von der Sonne so aufgeheizt sind, aber wenn wir darin sind ist es ganz wunderbar. Wir merken auch mit welcher Kraft das Wasser Richtung Süden strömt.
Schön erfrischt kommen wir zurück und die Jungs verwöhnen uns mit einem Glas kalter Chardonnay.
Chicho ist schon am Gemüse schnippeln für das Abendessen.
Die Küchenabteilung
Der Guggumann schaut recht zufrieden – der Feigling hat die Eimerdusche benützt.
Die Bar ist auch schon aufgebaut – in der Mitte thront unsere Ginflasche.
Ich wurde angemailt ob wir spezielle Wünsche hätten wenn es um Essen & trinken geht. Ich habe geantwortet, ein GT als Sundowner wäre schon nett, sonst sind wir relativ schmerzfrei. Man hat mir dann geantwortet, dass wir unseren eigenen Gin bringen können, sie sorgen für Zitrone und Tonicwaser. Da wir ja NETT sind, es macht auch kein Spaß da zu sitzen und alleine süppeln, fragen wir die anderen natürlich auch ob sie ein GT wollen. Wollen sie alle bis auf Chicho der kein Alkohol trinkt.Während wir den genießen und den Tag ein bisschen revue passieren lassen, entsteht eine wunderbare Lichtstimmung
Jetzt ist auch Hochbetrieb in der „Küche“
Das Essen war mega lecker, es gab Spaghetti Bolo, Salat und irgendein Nachtisch welches ich vergessen habe. Dazu einen guten Südafrikanischen Roten. Vor dem Essen bin ich ein bisschen herumgelaufen und habe versucht die Stimmung beim Sonnenuntergang einzufangen.
Wir trinken den Rotwein zu Ende und reden ein bisschen über die heutigen Erlebnisse, aber wir sind alle müde nach einem Tag auf dem Wasser und ziehen uns in den Zelten zurück. Ich liege im Bett und schaue durch den Mückenschutz wie die Leuchtkäfer herumfliegen. Das Grunzen der Hippos gemischt min den anderen Geräuschen der Afrikanischen Nacht wiegen uns in den Schlaf.
Teil 608. Nov. 2017
15.9.2017 Tag 2/ Teil1 Morning walk
Auf eine kurze Nacht folgt ein langer Tag.
Die Nacht findet ein jähes Ende. Um 2 wache ich auf weil ich Pipi muss. Ich horche angestrengt in die Nacht hinein ob wir safe sind. Das hat Sari, ein Mädchen aus dem NY-Asphaltjungel mindestens jede Stunde 1x gefragt: Are we safe?
Ich höre Atem-, dann Kaugeräusche. Ich schaue durch das Mückenschutzfenster und als die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben, sehe ich einen riesigen schwarzen Schatten direkt neben dem Zelt. Dann kann ich ihn auch riechen und ich sehe wie die Stoßzähne des Elefanten schimmern. 🙄
Nichts ist es mit Pipi gehen.
Der Eli frisst und frisst und hat alle Zeit der Welt. Ich aber nicht. Ich habe das Gefühl ich platze gleich.
Nach etwa 1 Stunde geht er dann durch das Camp und verschwindet – hoffe ich. 😣
Ich warte noch eine Weile, aber dann MUSS ich. Aber die 10 m bis zum Klozelt kommen gar nicht in Frage. Hier ist die Erde mit so viel Elefanten und Hippopipi getränkt, da kommt es auf meine auch nicht an.
Ich krabble aus dem Zelt, 3 Schritte ums Eck, Zelt im Rücken und mit der Taschenlampe leuchte ich nach vorne ins Gebüsch. Wenn schon, dann möchte ich den Tod ins Auge schauen. 🤩 🤩
Schnell wieder ins Zelt und bevor ich wieder einschlafe ist schon der nächste da. Der macht sich ein Spaß und schält die Rinde von dem Baum der direkt neben dem Zelt steht. Das macht ein quietschendes Geräusch und in dieser Nacht ist nicht mehr an Schlaf zu denken. Ich liebe Elefanten, aber nicht nachts neben mein Bett! 🙁
Um 5:30 wäre Wecken angesagt, ein Morning Walk steht auf dem Programm. Ich bin aber froh, als ich die Jungs um 5 höre wie sie Feuer machen. Ich krabble aus dem Zelt und da ist auf einmal ein jesusmäßiges Gebrüll. Da stehen mir die Haare echt zu Berge und ich lege den Rückwärtsgang ein und krabble wieder ins Zelt. Warte eine Weile bis ich mich wieder hinaustraue. Die Jungs sagen es waren 2 Löwenmännchen die sich keine 200 Meter hinter dem Camp angebrüllt haben. Und die Jungs gehen dabei ganz relaxed ihre Arbeit nach.
Der Guggumann schläft währenddessen Seelen ruhig und bekommt davon nichts mit. Zeit dem er als Kind eine Mittelohrentzündung hatte, ist er auf ein Ohr ziemlich taub (manchmal auch auf beide 😉 ). Jetzt liegt er auf dem guten Ohr und hört gar nichts. Ist manchmal echt von Vorteil. Ich trau mich dann gar nicht zu zeigen wie viel Angst ich eigentlich hatte. Ich bin ja diejenige die das Norwegische Entdeckergen habe und unsere Reisen Plane. Darf ich mich also nicht als Oberschisserin outen. 😏 😵
Ich muss hier auch mal den Guggumann loben. Nicht dass er keine Freude daran hat, aber er wäre mit Reisezielen die etwas näher liegen und vielleicht nicht so spannend sind auch zufrieden. Er hat mir zu liebe den halben Globus bereist und in so manche abenteuerliche Hütte gehaust. Da bin ich schon dankbar dafür. 😘
Um 6 gibt es Kaffee, Tee, Rusk, Joghurt und Cerealien. Unser Boot dümpelt vor sich hin und ein Pied Kingfischer sitzt daneben auf einem Schilfhalm.
Mit etwas Verspätung startet unser Morning Walk. Nach den nächtlichen Erlebnissen, frage ich KK ob er eine Waffe dabei hat. We don´t do it that way sagt er. Okeee, then we do it your way. Hintereinander, mit nicht mehr als 1 m Abstand laufen ist die Order. KK vorne, wir Frauen in der Mitte und Guggumann bildet die Nachhut. So bewegen wir und als großes Tier mi 8 Füßen vorwärts.
Ein ausgebleichter Hippokopf liegt neben die Pad. Man kann auch sagen der ist nimmer guat beinand
Die Landschaft nimmt mich gefangen, es ist ein schönes Gefühl in Gänsemarsch über Chiefs Island zu laufen.
Das Gras schimmert rot
2 Babons turnen auf einem Termithügel herum.
Eine alte Weisheit besagt, dass der schlechteste Platz zum Übernachten unter einem Leberwurstbaum ist. Wenn man nicht von den bis zu fünf kg schweren Früchten erschlagen wird, dann wird man von den Elefanten, die zum Fressen der Früchte kommen, vertrieben.
Die großen Blüten haben einen Durchmesser von etwa 13 cm. Die Blüten erzeugen, wenn sie sich abends öffnen, eine beachtliche Menge an Nektar, der für uns Menschen einen unangenehmen Duft verströmt.
Die Landschaft ist immer noch zum niederknien
Etwas weiter weg sehen wir Giraffen und wir werden versuchen uns heran zu pirschen.
Es ist schon ein anderes Gefühl als auf dem Gamedrive-Wagen zu sitzen.
Als wir näher kommen merken wir auch wie groß sie eigentlich sind.
Es sind 3 Erwachsene und 1 Junges der voller Madenhacker ist.
Es ist dann Zeit zum Umkehren.
Chicho und System warten mit dem Frühstück.
Sie werden dann das Camp abbauen und nach Xaxaba verlegen, während wir wieder ein Boatcruise upstream machen bis wir dann auch in Xaxaba sind….
Teil 713. Nov. 2017
15.9.2017 Tag 2/ Teil2 Wir fahren weiter upstream…
Wir bekommen ein Lunchpaket mit und nach 45 Min. sind wir schon wieder mit dem Boot unterwegs. Nicht dass wir denken wir haben hier Urlaub……. 😉
Die Landschaft links und rechts des Boro River sind jetzt mit vielen Makalanipalmen und Schilf gesäumt.
Ein squacco heron/ Rallenreiher sitzt im Uferbewusch,
ebenso ein Little Egret/Seidenreiher
Alle paar hundert Meter sitzt ein Fischadler im Baum und hällt stoisch Wache.
Dieser hier spreißt die Flügel und schwebt lautlos davon.
Wir befinden uns eindeutig noch im Elefantengebiet.
Dieser stürzt sich in den Fluten und hat offensichtlich großen Spaß am Baden.
Ein Pied Kingfischer hat sich den höchsten Riedhalm ausgesucht und schaut nach kleinen Fischen.
Ein African Jacana/ Blaustirn Blatthühnchen, auch als Lilytrotter bekannt.
Daneben wieder ein Little Egret
Wir tuckern dann durch schöne Landschaft weiter.
In einem trockenen Baumstumpf haben sich Reed Cormorant/Riedscharben niedergelassen
Wieder sind Elefanten in den Flussauen und wir schauen lange zu wie sie friedlich grasen. Da wir auch den Motor abgestellt haben sind keine Zivilisation Geräusche zu hören.
Ein Malacite Kingfischer gelingt nach viele Fehlversuche
Red Lechwe, leider mit viel Ried davor.
KK vertäut das Boot und wir essen einen leichten Lunch an Bord. Hinterher fragt KK ob wir einen kurzen Walk machen wollen „to stretch our legs“. Sari und ich wollen, Guggumann ist faul und möchte da bleiben um auf das Boot auf zu passen. Wir sehen nicht viel, zwei Giraffen
Und etwas weiter weg Zebras. Es ist aber sehr schön durch den unberührten Bush zu laufen.
Als wir zurücklaufen fliegt und was rötlich-braunes über den Weg. KK sagt das war eine Peel´s fishing owl, und ich werde hellhörig. Das stand doch bei Jemand auf die Wunschliste. Die Eule setzt sich auf einen Baum etwas weiter weg und wir beschließen uns heran zu pirschen. Als wir so nahe sind, dass wir ein Foto riskieren könnten, fliegt das Federvieh wieder weiter. Wenigstens konnte ich sie durch das Fernglas beobachten. Das ist doch auch schon was.
Der Guggumann wartet auf uns und schon geht die Reise weiter.
Wieder ein Pied Kingfischer
Und ein breeding Great white Egret
Goliath Heron
Im Leberwurstbaum sitzt wieder ein Fischadler
Ein Riedbock steht an der Uferböschung. Ich meine das war mein Erster.
Wir kommen dann an Gunn´s Camp vorbei. Es sieht recht nett aus, aber wir sind mit unserer Art das Okavango Delta zu erleben bisher sehr zufrieden.
Hier steht ein großer Eli mit zwei Trittbrettfahrern garniert.
Ungefähr um 3 sind wir im Xaxaba angekommen. Chicho und System haben schon alles aufgebaut, es ist ein sehr schöner Platz.
In der Lagune machen Elefanten ein Crossing während wir da sitzen, ein Glas Weißwein trinken und den Anblick genießen. Ich mache mich natürlich auch Gedanken über die kommende Nacht, das war aber diesmal unbegründet. 😗
Nur dieser kleine hier hat sich ins Camp getraut während die Mama im Busch stand und aufgepasst hat.
Eigentlich stand jetzt wieder ein Walk auf dem Programm, aber keiner hat Lust, wir sind alle müde und ein bisschen von der Hitze geschafft. Jetzt hätte ein Bier gut geschmeckt, gibt es aber nicht. Ich sage dann es war schade, dass wir keines in Gunns Camp gekauft haben. Chicho bietet sich dann an um ein paar Flussbiegungen ins nächste Dorf zu fahren um welches zu kaufen. Guggumann gibt ihm Geld und sagt er soll 3 6-Pack kaufen. Er kommt mit 8 Dosen zurück – mehr gab es nicht. Das Rätzel wird gelöst als wir wieder daheim sind. Jen von den Backpackers hat ein mail geschrieben als wir schon weg waren. Sie entschuldigt sich, sie hat ein Fehler gemacht, in unsere Buchungsklasse wäre kein Bier dabei. 😮 Wir könnten aber unser eigenes bringen. 😵 Wir benützen alle die Eimerdusche, sind müde und zufrieden damit den Jungs beim Kochen zu zu schauen und auf den Sundowner zu warten. Als es dann so weit ist, sinkt der Pegel in der Gin Flasche Dramatisch. 😣 Dazu knabbern wir Studentenfutter, aber erst nachdem System alle Rosinen für den Coleslaw aussortiert hatte.
Das Essen war mal wieder sehr lecker. Es ist unwahrscheinlich was man in so ein paar Potjes alles machen kann. Steaks von Antilopentier, Cooleslaw und Bratkartoffeln. Als Nachtisch gab es gebratene Bananen mit Schokosoße. Dazu ein leckeren Weißwein. Wir haben beschlossen den Weißwein zuerst zu vernichten, so lange noch Eis in der Coolerbox ist. Den Roten gibt es dann morgen. 😛
Zu den Geräuschen des Okavango schlafen wir ein.
La vita e bella…………
Teil 819. Nov. 2017
16.9.2017 Booting Safari Tag 3/ Teil1 Mokorotour und Morning Walk
Die Nacht verläuft ruhig, ich schlafe gut, bin aber schon vor 5 wach. Ich kuschle noch ein wenig im Bett und lausche wie ein neuer Tag unser Okawangoabenteuer anbricht. System und Cicho machen Feuer und setzen schon Wasser auf. Um 6 ist wecken angesagt, aber ich bin ja schon munter und als erste draußen um Zähne zu putzen und Katzenwäsche zu erledigen. Zu zweit kann man in dem Zelt nicht aufstehen, und da hat der Guggumann schon gaaar nichts dagegen. Wir sitzen dann noch ein bisschen sprechfaul herum und trinken Kaffee, tunken darin unseren Schiffszwiebak, den sie hier Rusk nennen, und schlabbern das in uns hinein. Ohne weichmachen geht da nichts denn der nächste Zahnarzt ist weit weg. Gut schmecken ist aber anders. Wir stieren noch ein wenig in unsere Müslischalen hinein und überlegen was der Tag bringen wird. Hinter uns steigt die Sonne langsam über dem Horizont.
Die aufsteigende Sonne verursacht eine magische Lichtstimmung und ich beschließe: Der Tag kann nur wunderbar werden.
Heute Morgen werden wir eine Mokorofahrt mit anschließendem Walk machen. Um 7 fahren wir mit dem Motorboot in der Nähe von Xaxaba Village.
Hier kommen kurz nach uns unsere Poler an. Was früher in erster Linie von den Einheimischen zum Fischen genutzt wurde, ist heute ein beliebtes Transportmittel, um die Touristen durch die schmalen, seichten und manchmal nur 50 cm tiefen Wasserläufe zu schippern.
Es ist eine etwas wackelige Angelegenheit einzusteigen, Platz nehmen und dann nicht mehr groß bewegen - nur in Absprache mit dem Poler. So wackelig sich das ganze anfühlt, so geschickt können die Bootsführer den Einbaum ausbalancieren. Die Fortbewegung mit dem Mokoro erfolgt durch abstoßen und wegschieben des Mokoros mit einer langen Stange.
Ich finde es schön in diesem Einbaum zu sitzen, in Augenhöhe mit den Spitzen der Gräser, die aus dem Wasser heraus ragen.
Hier fahren keine Motorboote und wir müssen uns auch keine Sorgen wegen Hippos oder Krokodile machen.
Wir gehen dann an Land, das Aussteigen hat wieder zu Belustigung geführt, um mit den Polern eine Wanderung zu machen.
Wir bekommen wieder eine Einweisung, aber wir sind inzwischen schon Profi Walker und wissen wie wir uns verhalten sollen. Der Morgen ist wunderschön, wir sehen keine Häuser, keine Stromleitungen, hören kein Motorgeräusch. Um uns herum ist nichts als Landschaft.
Über uns schwebt lautlos ein Fischadler.
In der Ferne sehen wir eine Gruppe Zebras und versuchen uns heran zu pirschen.
Das gelingt ganz gut und so können wir den Pyjamaträgern beobachten wie sie da stehen im goldenen Gras und wie wir, den Morgen genießen.
Irgendwie ist es ein beglückendes Gefühl hier in der Wildnis zu stehen und den Tieren zu beobachten.
Wir laufen dann durch schöne Landschaft zum Mokoro zurück.
Die ganzen kleinen Wasserarme scheinen einem Labyrinth zu entspringen. Einige sind breiter und klar erkennbar – die Highways sozusagen.
Andere fühlen sich an, als hätte der Poler sich verfahren und würde nie wieder aus dem Dickicht heraus finden.
Die Perspektive fühlt sich immer noch seltsam an. Ich fühle mich als wäre ich auf 40 cm geschrumpft als wir durch ein Meter hohes Gestrüpp aus Schilf fahren. Durch den Uferbewuchs sehen wir auch nicht wirklich viel.
Ein paar Eisvögel die mir wieder nicht so recht gelingen will, frusten mich schon wieder.
Der hier sieht aus als ob er an Basedow'sche Augenerkrankung leidet. Nur um zu veranschaulichen was ich mit versemmeln meine!!
Ein Schreiseeadler sitzt wieder in einem Baum
an einer offenen Stelle steht einer der grauen Riesen.
So schippern wir durch dieses Labyrinth aus Wasserwegen nach Xaxaba Village wo KK auf uns wartet. Wir verabschieden uns und verteilen ein bisschen Trinkgeld. Auf einem Villagebesuch verzichten wir. Dann geht es mit dem Motorboot wieder ins Camp zurück.
Wenn ihr wissen wollt wie der Tag sich weiter entwickelt, stay tuned…………
Teil 921. Nov. 2017
Der Tag geht weiter………
Kurz vor 10 sind wir wieder im Camp zurück. Laut Programmplan hätte es um 11 Uhr ein „full cooked Brunsh“ geben sollen und um 1 wäre wieder Abfahrt. Wir bekommen gerade eine viertel Stunde um auf Toilette zu gehen und etwas zu trinken. In der Zwischenzeit wird das ganze Brunchzeugs in Töpfe und Schüsseln, the Magic Box mit Getränke, Geschirr und Tischdecke etc. aufs Boot gebracht und 10:15 sind wir schon wieder unterwegs,
Carpe diem! 😛 😛
Wir werden upstream fahren bis hinter Jugu Jugu Island. Die Koordinaten für die Camps habe ich gehabt, aber ich kann dieses Inselchen auf keiner Karte finden. Ich habe den Backpackers angeschrieben und sobald ich was erfahre reiche ich das nach. Hier soll einer der spektakulärsten Plätze sein die das Delta zu bieten hat. Viele Vögel und Krokodile und auf den sumpfigen Ebenen eine große Anzahl Red Lechwe sollen hier beheimatet sein.
Wir sind gespannt!
Ich habe lange überlegt wie ich diesen Teil beschreiben soll. Da ich mich eh schlecht entscheiden kann, ist die Entscheidung für viele Fotos und wenig Text gefallen. Bekanntlich sprechen Fotos mehr als 1000 Worte – was ja auch nicht unbedingt mein Metier ist. Wem es zu viel wird, bitte die Scrolltaste benützen.
Tuckern wir also wieder los und nach ein paar Minuten steht ein Black Winged Stilt auf einer Sandbank.
Nochmal zwei in Gesellschaft mit einem Hammerkopf.
Ein Silberreiher schwingt sich in die Lüfte.
Elefanten hat es hier auch.
Hammerkopf
Kroodile. Wenn man die so sieht vergeht mir auch die Lust schwimmen zu gehen. Sie können mit ihre Stummelbeine ganz schön Fahrt aufnehmen.
African openbill/ Klaffschnabel
Elefantenparade
Ein Cattle Egret/Kuhreier kann ganz schön böse gucken
Schreiseeadler im Baum
An einer Landzunge ist high noon. Es ist überhaupt schwierig zu fotografieren weil ständig etwas rein und raus aus dem Bild fliegt. Es ist ein Gegacker, ein Geschwitzer, ein Giggeln und ein Trillern, ich werde da ein bisschen Kopflos und weiß nicht wo ich fokuszieren soll. Es wird mir in dem Urlaub noch ein paar Mal so gehen. 😉 😛
Das geht dann bei dem grüngesichtigen Reiher besser. Schon wieder faulen Fisch gegessen?
Ein männlicher Saddle-Billed Stork/Sattelstorch, erkenntlich an den dunkelbraunen Augen, stolziert zwischen diversen anderen Vögel herum
Dann sehen wir heute die ersten Red Lechwe, die zu den Moorantilopen gehören. Sie sind an das Wasser, Schwemmebenen sowie jahreszeitlich überflutete Sümpfe gebunden. Der Untergrund muss weich sein, da sie sich auf hartem Boden schlecht fortbewegen können. Sie sind dafür aber sehr gute Schwimmer, was sie bei der Flucht nutzen.
Moorantilopen leben in großen Herden. Die Männchen haben Hörner und nur während der Paarungszeit stehen männliche Lechwes bei den weiblichen Herden. Aber die Männchen bilden außerhalb der Paarungszeit sehr große Junggesellenverbände. Die Moorantilope frisst bevorzugt Gras und Wasserpflanzen.
Wieder Sattelstorch
Spur-winged Goose/Sporngans
Ein Black-winged stilt/Stelzenläufer
Ich versuche mich wieder an einen Malachite Kingfischer
Es fliegt mir was vor die Linse was ich gar nicht fotografieren wollte. Kann jemand helfen?
Pied Kingfischer/Graufischer setzt zum Landeanflug an
Mitten im Fluss ist eine kleine Insel „Heron Reef“, hier nisten lauter Reiher
Über die Klunkerkraniche mit ihren orangenen Augen freue ich mich sehr. Habe ich noch nie gesehen.
Zwei juvenile Schreifischadler sitzen im Uferbewuchs
Fliegen dann aber davon
Die Krallen in Nahaufnahme
African sacred Ibis/Heiliger Ibis
Wir sind jetzt etwas über eine Stunde unterwegs. Die Speicherkarte glüht und mir schwirrt der Kopf. Ich lasse mal die Augen über die wunderschöne Flusslandschaft schweifen um etwas zur Ruhe zu kommen.
Ich fange an mir ernsthafte Sorgen zu machen ob die Speicherkarten ausreichen. Sari, schlaues Mädchen aus NY, hat nämlich nur eine 64er Karte dabei und die macht Fehleralarm. Da ich immer noch NETT bin, gebe ich ihr eine von meine 16er. 🙁 😵
Auch hier hat es Elefanten.
Red Lechweladys, die uns zeigen wieso sie zu den Moorantilopen gehören.
Sporngänse die sich dann mit großem Geschnatter davon machen.
African Skimmer/Afrikanischer Scherenschnabel
Nilgänze
Klaffschnabel und Sporenganz
Jetzt wieder ein bisschen Landschaft um zu verschnaufen.
Ich weiß ja auch nicht was ich mich von diesem Urlaub erwartet habe – dieses hier ganz bestimmt nicht. Es ist überweltigend.
Red Letschwes. Das Wasser tropft aus dem puscheligen Fell.
Sporngans
Weiblicher Sattelstorch mit Heiliger Ibis
Black Heron/Glockenreiher und Ibis
Hippos machen einen Roadblock
Waldorf und Statler sitzen im Baum oder ist es doch der Guggumann und der Ranger die sich ein Federkleid übergestreift haben? Weiß man nicht so genau. 😉
Der Guggumann ist jetzt leicht knatschig weil er Hunger hat. Wir schippern unseren Brunch immer noch mit uns herum. So langsam könnte es aber was auf die Gabel geben.
Es ist zwar noch nicht so weit mit dem Brunch, aber hier ist es eine Gute Stelle um eine Pause einzulegen.
Der Tag hat noch was in petto für euch 😄
Stay tuned……………..
Teil 1026. Nov. 2017
Der Tag geht weiter…..
Wir kommen jetzt in ein Gebiet wo es viele Yellow-billed Storks/ Nimmersatt hat (Ich rede hier nicht von mir 😗 ). Sie haben erst gar keine Lust den Kopf zu heben um ein „smile“ für die Kamera zu zeigen.
Der Nimmersatt gehört zu der Familie der Störche. Er bevorzugt als Lebensraum flache Küstenlandschaften und Binnengewässer. Die Vögel sind Einzelgänger, die sich nur zur Brutzeit in kleinen Gruppen zusammen finden. Das muss dann hier der Fall sein, weil es ganz viele sind
Ein Hammerkopf mit hochgestellter Frisur.
Oft ist der Nimmersatt auch in Gesellschaft mit Pelikane und Marabus in den Feuchtgebieten zu beobachten.
Dieser macht so zu sagen die Flatter
Wir sehen immer noch viele Gruppen mit Red Lechwedamen
Und auch der Sattelstorch ist allgegenwärtig
Pulsierendes Vogelleben. Hier muss jeder zum Hobbyornitologen werden.
Jetzt ist aber an der Zeit für unseren Imbiss, sonst wird mit Meuterei gedroht. KK sucht ein Platz zum Anlanden, aber als wir die Sachen vom Boot tragen wollen, merkt er dass er die Stühle vergessen hat. Hätte er nicht so zur Eile getrieben als wir im Camp waren, wären sie auch noch dabei. Da nützt uns der Tisch auch nichts und wir beschließen den Lunch an Bord zu essen. Eins muss man Chicho lassen, kochen kann er. Als wir die verschiedenen Behältnisse öffnen finden wir lauter Goodies. Ich kann mich noch an ein Rinderfilet – perfekt rosa gebraten – Kartoffelsalat, Griechischer Salat, in ein Potje war Bohneneintopf, frisches Obst, Brot, Kekse. Wir haben uns darauf gestürzt und keiner hat ein Foto gemacht. Für das Gedächtnis wäre das nicht schlecht gewesen, aber hier war es wichtiger die Grundbedürfnisse Hunger und Durst zu stillen. Anschließend wird ein Busch gesucht und schon kann die Reise weiter gehen.
Ich glaube dies ist ein juveniler Stilt.
Pelikane hat es immer noch jede Menge
Und Marabus sind auch da. Bei einem Schönheitswettbewerb haben sie den letzten Platz sicher.
Riedscharben und Schlangenhalsvogel
Pied Kingfischer
Es ist hier alles so unfassbar schön und ich möchte dieser Anblick, die Geräusche, der Geruch von Wildnis in mir aufsaugen und für immer in Erinnerung behalten. Man weiß nie ob man das nochmal erleben darf.
Waldorf und Statler sind umgezogen und haben einen neuen Baum ausgesucht.
Die Nimmrsatten picken immer noch nach Futter.
Ein Silberreiher spiegelt sich im Wasser
Und auch ein Graureiher stolziert herum
African Skimmer
Ich finde es herrlich relaxend im Boot zu sitzen, in Augenhöhe gerade einmal mit den Spitzen der Gräser, die aus dem Wasser heraus ragen.
Ein Afrikanischer Schlangenhalsvogel hält seine Flügel zum Trocknen ausgebreitet, still wie ein Gemälde.
Wir sehen dann immer wieder Sporengänze, Glockenreier, Pelikane, Nimmersatt und, und, und.......
Eine Gruppe Lechwe zur Abwechslung
Mama-Lechwe mit Junges
Landschaft mit unvermeidlichem Adler
Wenn ich so schaue, bin ich wirklich hearttaken.
In der Zwischenzeit mache ich jede Menge unscharfe Fotos von Malachite Kingfischer. 🙁 🙁 Der Krokodil und die anderen Vögel waren etwas mehr Kundenorientiert.
Auch ein Adler sitzt auf einem Cellulose Skelett und trocknet seine Flügel
Auch hier hat es viele Gruppen Red Lechwe.
Große Bäume, Reed, Schilf, schnaufende Flusspferde, Seeadler und viele bunte Vögel säumen unseren Weg - wir sind mitten im Herz des Deltas. Schreiseeadler haben wir jetzt genug für ein ganzes Leben gesehen. Alle paar hundert Meter sitzt einer im Baum.
Auf einmal ist wieder eine Elefantengruppe da.
Sie reißen ihre Rüssel in der Höhe um unsere Witterung auf zu nehmen. Trompeten dabei auch etwas wild.
Es geht wieder durch kleine Wasserarme, über große Wasserkanäle und auch immer wieder mitten durch die Sumpfgräser. Wir Genießen die herrlichen Farben, lehnen uns ganz relaxed zurück, lassen uns treiben.
Ein nochmaliger Klunkerkranich darf nicht unverewigt bleiben.
Elefanten haben ein Crossing gemacht
Und junge Lechwe-Böcke schauen uns teils mit Schlafzimmerblich an.
Auch über den Red- winged Pratincole/ Rotflügelbrachschwalbe freue ich mich, obwohl die Fotos nicht so toll sind. Danke Matthias, habe schwarz in rot geändert 🙂
Ein Büffel steht im sumpfigen Uferbereich
Wir kommen wieder an Heron Reef vorbei und spätestens dann weiß ich wir haben den Bug wieder nach Süden gewendet.
Hinter eine Landzunge sehen wir 2 Hippos. Der eine taucht sofort ab, als es uns entdeckt. Werden sie uns attackieren, weil wir sie beim Mittagsbad gestört haben? Immerhin gehen auf das Flusspferd-Konto die meisten tödlichen Wildtierunfälle im südlichen Afrika.
Flusspferde beobachten sollte man allerdings nur vom Motorboot aus, mit dem man schnell weg kommt, und auch das nur aus sicherer Entfernung. Obwohl die Kolosse Vegetarier sind, gelten sie als gefährlichste Säugetiere Afrikas, zumindest für Menschen. Sie sind auch extrem territorial.
Die Kolosse können bis zu fünf Minuten unter Wasser bleiben und bewegen sich dabei nicht schwimmend fort, sondern marschieren auf dem Grund der Gewässer umher – eine ebenso faszinierende wie unheimliche Vorstellung. Auf jeden Fall ist mir nach dieser Vorstellung das Hippogrunzen in der Nacht nicht mehr so beruhigend.
Es war ein sehr langer Tag, voll mit Erlebnissen und jetzt wollen wir ins Camp zurück. Sari hat dann noch den Ehrgeiz nochmals im Fluss schwimmen zu gehen, Guggumann und ich benütze die Eimerdusche und sitzen dann mit einem Glas Weißwein und schauen zu wie Chicho und System das Abendessen vorbereiten. Heute soll es Botswanische Küche geben. Papp und traditionell gekochtes Rindfleisch. Außerdem haben sie von einem vorbeifahrenden Fischer frischen Fisch gekauft. Als die Sonne sich dem Horizont nähert, frage ich KK ob er uns ein paar Meter auf den Fluss fahren kann, weil im Camp man den Sonnenuntergang nicht ohne Gestrüpp fotografieren kann. Kein Problem!
So pastellig schön und voller Farben der Tag gestartet hat, so verabschiedet er sich auch wieder mit einem spektakulären Sonnenuntergang.
Wir fahren dann zurück und Guggumann mixt den Sundowner . Jetzt ist der Gin bis auf den letzten Tropfen alle, also jeden Schluck genießen. Das Essen ist dann überraschend gut – Papp mag ich eigentlich nicht- aber das alles war wirklich sehr schmackhaft. Nur die Fische waren so voller Gräten, dass uns da schnell der Spaß daran vergangen ist. Als Nachtisch gab es frische Birnen in Rotwein gegart. Wir sitzen dann noch ein bisschen am Feuer zusammen, süppeln den Rest aus der Rotweinflasche und lassen den Tag ein bisschen Revue passieren. Wir gehen alle wieder zeitig ins Bett, denn Morgen heißt es wieder früh aufstehen. Wir werden wieder einen Morning-Walk machen.
Mit einem Dauerlächeln krieche ich in meine Bettrolle - was für einen Tag 😛 😛
Gute Nacht!
Teil 1129. Nov. 2017
17.9.2017 Okavango Boating Safari Tag 4
Ich bin wie immer früh wach und lausche zunächst die Stille der Nacht. Dann höre ich vom Fluss Frösche quaken, Hippos grunzen, was nach dem gestrigen Tag nicht mehr ganz so beruhigend ist. Hier und dort ein unbekanntes Geräusch, aber Angst habe ich keine. Ich glaube mein nicht enden wollendes Lächeln von gestern ist immer noch vorhanden. 🙂
Als System von draußen guten Morgen wünscht und warmes Wasser in das Canvaswaschbecken füllt, stehe ich auf. Der Guggumann schläft noch selig. Ich putze die Zähne und mache die obligatorische Katzenwäsche. Dann wecke ich meinen 7-Schläfer – nicht ganz so sanft wie ich vorher geweckt wurde.
Das early morning Frühstück ist gerichtet und als der Guggumann auch angeschlichen kommt, guckt er den Schiffszwieback verächtlich an –muss man seiner Meinung nach nicht haben. 😵 😣 Kaffee und ein Yoghurt wird aber dann doch konsumiert.
Heute Morgen wollen wir wieder ein Early Morning Walk von ca. 2 Stunden machen.
Während Guggumann noch was im Zelt holt, fülle ich unsere Wasserflasche und stelle sie neben seinen Rucksack. Wir wollten eigentlich schon um 6 losmarschieren da es Tags über sehr heiß ist – ca. 37°.
Wenn einem der neue Tag mit solchen Farben begrüßt kann die Laune eigentlich nur gut sein.
Mit etwas Verspätung marschieren wir wieder als große Raupe mit 8 Füßen los.
Zu Fuß nehmen wir unsere Umgebung intensiver wahr. Wir sehen nicht nur die Tiere, wir hören Sie auch besser, weil nicht ständig ein Motor läuft. Und auch die Gerüche wirken direkter. KK ist ein Profi, der sich mit den Tieren, Pflanzen und Umwelt gut auskennt.
In der Ferne sehen wir einen Elefant im schönsten Morgenlicht stehen.
Es hat überall riesige Termitenhügel. Wegen des steigenden Wassers bauen die Insekten sie bis zu vier Meter hoch.
Wir kommen in Gegenden, die mit Fahrzeugen nicht zu erreichen sind, weil der Boden zu weich ist. Für uns Fußgänger ist das kein Hindernis.
Wir sehen dann in der Ferne wieder Giraffen und pirschen uns heran.
Ich habe nicht erwartet, dass wir zu Fuß so nah an die Tiere herankommen. Solche Erlebnisse sind unvergesslich und einzigartig.
Babygiraffe
Wir laufen weiter und es ist inzwischen richtig heiß. Ich bitte den Guggumann mir die Wasserflasche zu geben. Hä, welche Wasserflasche? Na, die die ich neben dein Rucksack gestellt habe. Hat er leider übersehen. KK meint Sari könnte uns vielleicht von ihrem Wasser was abgeben. Sari hat aber nicht mal an Wasser gedacht. Und KK braucht kein Wasser. Dumm gelaufen, und wenn man nichts hat, wird der Durst natürlich von Minute zu Minute größer.
Wir sehen jetzt in der Ferne verschiedene Tiere und wollen – Durst hin, Durst her- unbedingt weiter laufen. Neben einen rießigen Termitenhügel sehen wir Gnus mit Warzenschwein.
Auch Zebras sind dabei
Und auch ein paar Red Lechwe geben sich die Ehre.
Ich habe nicht erwartet, dass wir zu Fuß so viel sehen und bin richtig froh (und durstig)
Wer naturbegeistert ist und sich gerne bewegt, nicht übertrieben ängstlich ist, dem kann ich so eine Walking Safari nur empfehlen. Es ist alles ganz wunderbar und ich habe das Gefühl hier kommen wir Afrika so richtig nahe.
Wir sind jetzt lange unterwegs und ziemlich weit weg vom Camp. Die 2 Stunden Walkdauer können wir auf keinen Fall einhalten und KK legt jetzt ein ziemliches Tempo für den Rückweg vor. Wir marschieren durch mannshohes Elefantengras und da wir jetzt nichts sehen können, ist es mir nicht ganz so geheuer. Es geht aber alles gut und nach 3,5 Stunden sind wir wieder im Camp, oder das was unser Camp mal war. System und Chicho haben inzwischen alles abgebaut und auf die Boote gebracht. Sogar das Klozelt ist weg. Es sieht aus als ob hier niemand gewesen ist. 🙁
Das unser Camperleben so abrupt zu Ende geht habe ich nicht erwartet. Laut Programm wäre jetzt ein ausgedehntes Frühstück fällig. Da wir so lange unterwegs waren, haben die Jungs alles abgebaut und das Frühstück eingetuppert. Diesmal sind Tisch und Stühle auch mit an Bord. Ich hätte jetzt gerne mit allen zusammen gemütlich gefrühstückt und noch ein wenig geredet. 🙁
Das ist der einzige Kritikpunkt an die Tour.
Zuerst steuern wir die Wasserflaschen an und schütten das Nass in uns hinein.
Wir vereinbaren, dass wir diesmal recht bald unser Essenspause einlegen, da der Hunger schon wieder groß ist. Wir tuckern noch ein Stückchen weiter und sehen dabei die üblichen Verdächtigen. Jede Menge Reiher
Klunkerkraniche
und auch ein Schreiseeadler sagt uns good bye.
Wir suchen dann einen Platz wo wir unser verspätetes Frühstück zu uns nehmen. Nudelsalat, Thunfischsalat, hart Gekochte Eier, eingelegte Gurken und Paprika und, und..... Auch in Folie gegarte Süßkartoffeln, aber die will keiner essen. Der Guggumann und ich trinken gnadenlos die 2 letzten Dosen Windhuk Lager dazu und bieten diesmal den anderen 2 nichts an. Man kann nicht immer nur nett sein. 😗
Geplante Ankunft in Maun wäre 17 Uhr. KK fragt ob wir weiter tuckern oder schnell fahren wollen. Dann könnten wir um 3 in Maun sein. Wir sind alle 3 fürs schnell fahren, dann kommen wir noch bei Tageslicht in Tamalakane River Lodge an. Wir sehen uns jetzt nach einer ausgiebigen Dusche und träumen schon von dem Pfeffersteak mit Pommes die wir verdrücken werden. Also, leine los. KK lässt den PS freien Lauf und in Formel Eins Tempo geht es dem Boro River hinununter. Wir machen einen höllen Krach, vorbei ist es mit der Romantik und ich habe ein bisschen schlechtes Gewissen. Es macht aber auch Spaß.
Nur bei den Elefanten machen wir wieder halt. Sie stehen vergnügt in den Wasserlilien die wie kleine weiße Diamanten auf dem Wasser funkeln. Eine Weile beobachten wir die schmausenden Elefanten bevor wir wieder weiter fahren.
Mit diesen Fotos endet dann auch unser Okavangoabenteuer.
Punkt 3 sind wir in Maun. System und Chicho sind schon da und entladen das Supplyboot. Wir umarmen uns herzlich und verabschieden uns unsentimental voneinander. Sie haben einen guten Job gemacht, wir waren nette Gäste. Ein bisschen Geld wechselt den Besitzer und jeder geht seinen Weg.
Wir haben viele Vögel, majestätische Seeadler, viele Elefanten, Giraffen, Zebras und Antilopen gesehen. Wir haben eine gute Zeit mit den 3 Jungs verbracht. Es war ein tolles, für immer unvergessliches Erlebnis! Mit dieser Okavango Delta Tour konnten wir fast 4 Tage einen winzigen Teil des größten Deltas der Erde kennenlernen.
Der Rest vom Tag ist schnell erzählt.
Wir laden unsere Sachen ins Auto und fahren die paar Km bis TRL.
Wir haben diesmal ein Babbler-Chalet welches ein deutliches Facelift bekommen hat.
Wir gehen erst mal ein Bierchen trinken und dann wird ausgiebig geduscht. Sauber und geschniegelt gehen wir dann den Sonnenuntergang beobachten und der obligatorische GT darf nicht fehlen.
Die Enttäuschung kommt dann beim Dinner. Hier kann man nicht mehr a la Karte essen, es gibt nur Buffet. Goodbye Filetsteak. Wir haben überhaupt keine Lust auf Buffet und sind total enttäuscht. Meine Laune sinkt gehörig. Es hat immer noch 37°, wer hat da schon Lust auf Suppe? Die lassen wir dann außen vor. Jeder nimmt was von den Vorspeisen. Als Hauptspeise gab es irgendein Antilopentier, die Engländer wurden es Stew nennen. Dann gab es hier auch traditionelles Botswanisches Rindfleisch mit Papp. Das Fleisch war ziemlich totgekocht und sah aus wie schon mal gegessen. Das konnte Chicho eindeutig besser.
Ob das Essen jetzt wirklich nichts war oder es kam mir nur so vor weil ich enttäuscht, kindisch und sauer war? Ich wollte nur mein Steak haben.
So hätten wir auch bei den Backpackers nächtigen und Pizza essen können.
Wir gehen wieder früh ins Bett, die letzten Tage waren anstrengend, aber wunderschön.
Ich liege im Bett und beame mich gedanklich ins Delta zurück……….
Teil 1203. Dez. 2017
18.9.2017 Von Thamalakane an den Boteti
Heute ist Fahrtag und nicht wirklich spannend. Es hat gut getan wieder in einem bequemen Bett zu nächtigen und wir schlafen etwas länger als die letzten Tage. Ich stehe um 7 auf und gehe als erste ins Bad. So lange Guggumann sich aufhübschen tut, gehe ich hinaus den neuen Tag begrüßen. Ein bisschen enttäuscht über das gestrige Essen bin ich immer noch, aber Schwamm drüber. Ich nehme die Kamera mit und versuche ein paar der Vögel die hier herumhüpfen zu fotografieren.
Der Thamalakane ist immer ein hübscher Anblick, egal ob zum Sonnenuntergang oder early morning.
Waffenkiebitz
Lilytrotter
Das dürfte ein juveniler Lilytrotter da die Färbung noch nicht so ausgeprägt ist.
Trauerdrongo
Der Rotschnabeltoko kann ganz schön giftig gucken
Guggumann kommt dann auch und wir gehen frühstücken.
Am Nachbartisch ist noch nicht abgeräumt und die Gelbsteißbülbüls machen sich über die Reste her.
Verschiedene Vögel picken im Gras herum. Wahrscheinlich suchen sie auch ihr Frühstück. Sollte ich welche falsch benamst haben, bitte um Berichtigung. Glanzstar
Rotschnabelfrankolin
Maskenbolbül
Ein Graulärmvogel sitzt auf einen Ast
Her bin ich nicht sicher aber ich tippe auf red headed weaver/Scharlachweber ein schlechtes Foto von dem männlichen.
Weiblich
Ein letzter Blick auf dem Thamalakane River
Es ist dann Zeit unser Zeug ins Auto zu tragen und die Rechnung zu bezahlen (das Buffet 😵 ). Wir waren jetzt das dritte Mal in der Thamalakane River Lodge, und ich wurde sagen das reicht dann auch. Das Zimmer war schön, der Blick auf den Thamalakane ist immer nett, aber das Buffet hat mir irgendwie alles verhagelt. Teuer ist es noch dazu.
Wir haben heute keine lange Strecke zu fahren und steuern erst mal in Maun den Spar an. Unser Getränkevorrat muss wieder aufgestockt werden. 😗 😄 Wir fummeln uns dann aus Maun heraus und fahren wieder durch eine Musterkollektion an Schlaglöcher gen Osten. Als wir nach gut eine Stunde Richtung Motopi abbiegen, ist die Straße wunderbar neu geteert und nach knapp 2 Stunden kommen wir in Tiaaan´s Camp an.
Wir sind gerade dabei den Papierkram zu erledigen, da höre ich von hinten: Aber das ist doch die Guggu? Ich drehe mich um und da steht Tanja (Hauis im Forum) 🙂 🙂 . Wir haben uns das letzte Mal vor ein paar Jahren in Kronau gesehen und die Wiedersehensfreude ist groß und wir schnäbeln noch ein bisschen herum. Sie ist mit ihrem Mann mit dem Buschcamper unterwegs und leider fast am Ende von ihrem Urlaub. Es bewahrheitet sich immer mehr, dass die Welt langsam zu einem Dorf wird.
Wir wollen uns später auf einem Drink treffen. Wir bekommen den Schlüssel und fahren die paar Meter bis zum Bungalow. Der ist nett und zweckmäßig eingerichtet, das Bad halb offen. Wir setzen uns zuerst mal draußen aufs Bänkle und trinken ein Bier. Ich wasche dann die ganzen Klamotten von der Delta-Tour, da sie ganz schön muffeln 🤢 . Das ist ein bisschen schwierig weil es im Waschbecken kein Stöpsel gibt. Not macht erfinderisch und Guggumann dreht ein Stöpsel aus nassem Klopapier 🙄 . Das funktioniert so ohlala, aber nach einer Weile hängt alles zum Trocknen.
Wir gehen dann vor Richtung Hauptgebäude.
Ein Blick auf unseren Bungalow
Der offene Essbereich. Auch hier wird gemeinsam am großen Tisch gegessen.
Ein Schmetterling lässt sich so lange nieder, dass ich ein Foto machen kann. Ein Tagfalter, Common Dotted Border. Danke Matte 😘
Über dem Hauptgebäude ist eine offene Lounge mit bequemen Sitzgruppen und Sicht auf den Boteti. Ich habe bisher erfolgreich geschafft traurige Gedanken zu ignorieren, aber der erste Blick auf dem Boteti versetzt mich einen Stich ins Herz. Ich möchte das jetzt nicht vertiefen, aber es hätte alles anders sein sollen.
Der Guggumann studiert die Liste mit den Unternehmungmöglihckeiten. Wir entscheiden uns dann für einen Ganztagesausflug zu den Baine´s Baobab und anschließend an den Boteti zu machen.
Vor dem „Ausguck“ ist ein Baum mit gelben Blüten und hier machen es sich Graulärmvögel gemütlich.
Die Graulärmvögel fressen mit Wollust die gelben Blüten, es ist ganz witzig sie dabei zu beobachten.
Marico? Sunbirds sind auch da
Wir gehen dann nochmal ins Bungi und auf dem Weg sitzt nochmal ein Go away bird und schaut so als ob er sagen will: Ich hab die Haare schön……..
Wir treffen uns dann mit Tanja und Michael auf ein Bierchen und tauschen ein bisschen Urlaubslatein aus. Sie gehen dann Grillen und Tanja will Brot backen (Respekt 🙂 ) für das Frühstück.
Wenn es um das Dinner geht habe ich die totale Amnesie. Ich weiß nur das es sehr lecker war und sehr ansprechend angerichtet. Später werden wir feststellen, dass Heike die Küchencrew gut angelernt hat und wir hier das leckerste Essen im ganzen Urlaub hatten. 😛 😛
Wir reden noch ein bisschen mit den anderen Gästen, trinken dabei einen Absacker und gehen wieder früh ins Heiabettchen.
Morgen starten wir wieder früh zu den Baine´s Baobabs.
Teil 1306. Dez. 2017
19.9.2017 Nxai Pan und Baines Baobabs
Ich bin wieder als erste auf und gehe ins Bad. Ich habe wohl gehört, dass es in der Nacht heftig gewindet hat und jetzt stehe ich vor der Bescherung. Die frisch gewaschenen Klamotten haben wir gestern Abend halb nass von der Leine geholt und im Bad aufgehängt. Jetzt ist die gesamte Wäsche und alle Handtücher heruntergeweht und zu meiner großen Freude ist alles voll mit Grassamen. 🙁 Über den Boden ringeln sich gefühlt 100 m abgerolltes Klopapier. Das ist der Nachteil mit dem offenen Bad. Ich möchte auch nicht wissen wie es zu der kalten Jahreszeit ist. Brrrr
Ich räume alles auf und klopfe die Grassamen so gut es geht ab. Als ich fertig bin gehe ich hinaus und möchte schauen ob es ein Sonnenaufgang zum Fotografieren gibt. Na, ja, nicht mehr richtig toll.
Wir gehen dann frühstücken. Das ist ganz lecker. Heike bestimmt was es an dem jeweiligen Tag für Eierspeisen gibt, und das gibt es dann für alle. Das entspannt auch die Situation für die Küchenabteilung. Heute ist Omelett-Tag und ich habe selten so ein leckeres gegessen.
Kurz nach halb acht geht es los, wir sind nur zu zweit mit unserem Guide Mike. Um 8 sind wir an der Fährstelle, aber die Fähre liegt am anderen Ufer. Es ist immer so behauptet Mike, dass die Fähre am falschen Ufer liegt. 🙁
Die Fähre tuckert los
The Ferryman
Schon geht es hinüber auf die andere Seite
Wir fahren die steile Böschung hoch und als erstes sehen wir Weißrückengeier die auf einem Baumskelett hocken.
Gnus gucken uns ziemlich debil an.
Ein Straus im vollen Galopp
Stroh mit Steinböckchen
Wir kommen dann an ein Wasserloch wo wir 3 Löwen sehen. Sie erlauben gerade noch ein paar Fotos bevor sie sich in den Bush trollen.
Das ist heute eine üble Hoppelpiste. Ab und zu hebt es uns richtig von den Sitzen und, kawum, landen wir wieder unsanft auf den Allerwertesten. Das ist nicht unbedingt was für Leute mit „Rücken“. Wir sehen auch keine Tiere mehr die ein bisschen Abwechslung bringen könnten. Wir verlassen dann den Makgadikgadi NP und fahren 10 km auf die Hauptstraße bis wir zum Nxai Pan Gate kommen. 2 Stunden Fahren wir jetzt schon. Die Baobabs erreicht man über die Nxai Pan Zufahrtsstraße. Auf der Zufahrtstraße zum South Camp zweigt nach 19 km rechts der Weg zum Kudiak Pan und den Baobabs ab.
Guggumann frägt vorsichtig wie lange noch und ob es die Schüttlerei wert ist, und schaut dabei ein bisschen gequält aus der Wäsche.
Als beste Reisezeit für Tierbeobachtungen gilt die Regenzeit (Dezember - März), wenn sich dort große Antilopenherden versammeln um ihren Nachwuchs zu gebären und im Park sich tausende Zebras und Spießböcken aufhalten. Neben Strauße kommen in der Regenzeit auch sehr viele Vögel vor. Versiegen die Wasserstellen im Park, ziehen die Herden in den Süden. Das ist wohl jetzt offensichtlich der Fall, denn außer ein Steinbock sehen wir nichts.
Wir pflügen den Sand weiter, die Bandscheibenmassage ist heute gesichert. Links und rechts des Weges ist nur Gras und sonst nichts. Nach 3,5 Stunden liegt die gleißende Kudiakam-Salzpfanne vor uns.
Baines Baobabs, eine Gruppe von 7 Affenbrotbäumen, die auch als “Sleeping Sisters” bekannt ist, stehen am Rande der Pan. Thomas Baines hat sie auf einer seiner Reisen im Jahr 1862 gemalt und nach ihm sind die Baobabs benannt.
Seitdem sind fast 150 Jahre vergangen und die Baumgruppe hat sich kaum verändert. Ein Baobab wächst pro Jahr ungefähr 1mm im Durchmesser. Da kann man sich schon vorstellen, dass die Bäume tausende Jahre hier stehen. Ich lass jetzt mal die Fotos für sich sprechen.
Mike richtet unser Lunch auf der Kühlerhaube. Wir müssen uns stärken bevor wir den Rodeo Ritt zurück starten.
Auf dem Rückweg sehen wir wieder nichts außer flacher Ödnis.
Für uns war dieser Ausflug zu den Baobabs nicht unbedingt eine Win-win-Situation. Die Bäume in der gleißende Pfanne sind sehr schön, aber man kann nicht sagen, dass der Weg das Ziel war. Wir hätten nichts dagegen gehabt, wenn sie ein bisschen näher gewesen wären.
Wir sind froh, als wir wieder in den Makadikadi NP hineinfahren.
To be continued………….
Teil 1410. Dez. 2017
19.9.2017 Teil 2 Es ist immer noch ein tiefsandiger Tag…….
Es ist Trockenzeit, und auch hier in den Makadikgadi NP sind die Pisten eine sehr sandige Angelegenheit. Hier ist Allrad dringend notwendig. Man kann sonst leicht im tiefen Sand stecken bleiben – wir werden es morgen erleben. 🙄
Die Fahrt durch den Sand lohnt sich aber: Am Wasserloch wo wir auf der Hinfahrt die Löwen gesehen haben, ist jetzt eine große Elefantengruppe.
Es ist sehr heiß, aber die Elis fühlen sich offensichtlich wohl und ziehen das H2O mit ihren Rüsseln in sich hinein.
Viele Zebras queren die Piste auf dem Weg von den Salzpfannen zum Wasser im Boteti, der ein Magnet für durstige Wildtiere ist. Die großen Zebraherden gehen nur zum Trinken an den Fluss und gehen dann wieder in den Busch um dort leckeres Gras zu futtern.
Dann endlich, es ist schon fast halb 4, haben wir den ersten Blick auf den Boteti. Das ist jetzt Labsal für die Augen und ich kann mich nicht satt sehen.
Der Boteti River wird durch einen Kanal aus dem Okavango Delta gespeist. Das Wasser ergießt sich in den Boteti River, der die Westgrenze des Makgadikgadi National Parks bildet. Der Boteti war aufgrund niederschlagsarmer Jahre fast 20 Jahre trocken. 2006 gab es endlich wieder ausreichend Niederschläge und der Boteti fing wieder an zu fließen. Man nennt den Boteti auch The returning River. Die grünen Floodplains, die Kulissenwälder und die Tiere mitten drin, ich liebe diesen Anblick.
Jetzt zur Trockenzeit, ist der Boteti River, der das ganze Jahr über Wasser führt, eine Ausnahme. Für die großen Zebra- und Gnuherden ist er grade in der Trockenzeit eine beliebte Anlaufstelle.
Auch die Elefanten fühlen sich hier das ganze Jahr über pudelwohl. Ihr Anblick, wie sie das Wasser genießen, begeistert mich immer wieder.
Andere Elefanten lassen sich genüsslich im Wasser fallen oder machen kleine Spielkämpfe mit ihren Kumpels. Das sieht nach so viel Spaß aus, dass man am liebsten auch gleich ins Wasser hüpfen würde. Macht auf jeden Fall total gute Laune, die glücklichen Elefanten zu beobachten.
Schon nach kurzer Zeit sehen wir viele Zebras. Zebra um Zebra läuft Richtung Wasser, ein nicht enden wollender Strom der schicken weiß-schwarzen Tiere. Wir sind völlig fasziniert.
Es ist eine Kakophonie aus Geräuschen. Die Zebras rennen unter großem Geplätscher ins Wasser und „bellen“ dabei.
Für die Gnus die „gnöhen“ gilt das gleiche wie für die Zebras. Sie sind während der Trockenzeit auf das Wasser im Fluss angewiesen.
Da wo Zebras sind, sind nämlich die Gnus auch nicht weit und sie gehen oft eine WG ein. Je mehr Tiere, desto größer der Schutz vor Raubtieren. Außerdem fressen die Zebras die höheren, nährstoffärmeren Grasstände, während die Gnus anschließend die mittleren und nährstoffreicheren Teile futtern. Das ist doch eine perfekte Ergänzung.
Mike fährt dann die Uferböschung hoch und möchte versuchen die Löwen von heute Morgen zu finden. Das gelingt zwar nicht, dafür stehen hier wieder Pyjamaträger herum.
Auch sehen wir wieder viele Elefanten, was mir gerade so lieb ist
Impalas haben wir heute nicht viel gesehen
Am Ufer liegen Tierkadaver und die Geier sitzen in den Bäumen und warten darauf, dass die Kantine geöffnet wird.
Auch ein Marabu möchte sein Teil abbekommen.
Im Uferbereich sind drei Spoonbills.
Leider war diesen Teil vom Tag an den Boteti für mich viel zu kurz. Ich hätte gerne noch ein paar Stunden hier verbracht.
Die Sonne steht jetzt schon tief und es ist wieder Zeit an die Fährstelle zu Fahren. Dort bewahrheitet sich wieder Murphys Gesetz – die Fähre liegt an der falschen Seite.
Ein großer Elefant winkt mit dem Rüssel und sagt gute Nacht.
Auf der anderen Seite steht eine Gruppe Jugendliche, singen und tanzen und haben offensichtlich Spaß.
Es ist dann fast 18 Uhr als wir in Tiaans Camp ankommen. Wir haben gerade noch Zeit für eine Dusche und einen GT auf der Aussichtsterrasse bevor es Dinner gibt. Wieder leckeres Essen, hier schmeckt sogar der Nachtisch, dazu noch nette Gesellschaft. Wir unterhalten uns noch eine Weile, Tanja und ihr Mann werden morgen früh ein Gamedrive zusammen mit uns machen.
Es war ein sehr langer und anstrengender Tag, aber ausruhen kann man sich wieder daheim, und wir fallen müde ins Bett.
Mir fallen die Augen zu und ich denke: Boteti in Memoriam………………..
Teil 1512. Dez. 2017
20.9.2017 Ein etwas vertrackter Tag
Das Aufstehprozedere ist wie immer. Da es heute ein wunderschöner Sonnenaufgang hat gehe ich mit meine Knipse los und mache ein paar Fotos bis der Guggumann kommt und wir frühstücken gehen.
Von der Aussichtslounge habe ich einen wunderbaren Blick. Dem Grau der Dämmerung weicht ein Schimmer aus orange und rosa und die aufsteigende Sonne spiegelt sich im Boteti.
Auf einem dornigen Ast sitzt ein Burchell´s Starling – glaube ich zumindest, aber glauben heißt nicht wissen hat mal mein Lehrer gesagt.
Im Garten blüht es
Aber nicht immer beweist der Gärtner seinen grünen Daumen.
Einen Pool hat es auch
Einer meiner Freunde begrüßt mich, sein Schnabel ist schon ganz gelb vom Blüten fressen.
Der Guggumann kommt und wir gehen frühstücken. Das ist wieder sehr lecker – es mangelt an nichts. Tanja und Matthias kommen vom Campingplatz. Zuerst ein großes Hallo und wir gratulieren zum 7. Hochzeitstag. 😘 Ein Englisches Paar ist auch noch dabei. Bald ist es ist Zeit los zu fahren.
Schwupp di wupp sind wir an der Fährstelle. Und? Natürlich liegt sie an der gegenüberliegenden Seite vom Fluss. Sie kommt dann aber zügig angetuckert und voller Erwartung lassen wir uns auf die andere Seite fahren.
Zuerst mal wieder die Böschung hoch und dann Richtung Westen. Wir sehen ein paar Impalas, Gnus und Zebras die unseren Weg kreuzen.
Ein Blick auf den Boteti sagt aber: Zero Zebras und genauso viele Gnus – zumindest am Wasser. Das hatte ich ein wenig befürchtet, dass sie um diese Tageszeit noch nicht so durstig sind. 🙁
2 Flusspferde mampfen gerade saftiges Gras und wir sehen viele Vögel. Buschhörnchen machen Turnübungen auf einen Baumstumpf und eine Agame sitzt auf einen Stein und sonnt sich.
Und wo sind jetzt die Fotos davon??
Nach einer Weile entdecke ich, dass mit meiner Speicherkarte etwas nicht in Ordnung ist und mir wird ganz schlecht. Guggumann ist ein Gelegenheitsknipser und so fehlen von diesen Teils des Gamedrives die meisten Fotos. Ich bin untröstlich und heute noch überzeugt dies wären die schönsten im ganzen Urlaub. Fast 1,5 Stunden um sonst auf den Auslöser gedrückt. 🙁
Ich wechsle die Speicherkarte, aber irgendwie ist meine Laune in den Keller gerutscht. 😠 😠
Ein Gnu trottet herum
Am Ufer stehen Marabus. So was kann eigentlich nur eine Mutter lieben 😣
Das Gras hat die Farbe von reifem Getreide und sieht mit einer Kududame noch dekorativer aus.
Und dann sind wieder Elefanten da, auf denen ist Verlass. Der Fluss ist wie eine Mischung aus Wellnessoase und Freizeitpark für Elefanten. Absolut genial! Und das Beste: Wir haben dieses Naturspektakel ganz für uns alleine. Weit und breit keine anderen Touristen.
Kudus kommen an den Fluss um den Durst zu stillen.
Elefanten die mit großem Geplätscher durchs Wasser pflügen
Tanja sieht dann ziemlich weit vorne ein Auto stehen und meint sie haben Schwierigkeiten. Wir fahren wieder die Böschung hoch, da es hier nicht weiter geht. Am anderen Flussufer sind Rinder und Elefant in friedlicher Koexistenz.
Ich nütze die Gelegenheit ein Blue–Breasted Bee-eater??, der gerade ideal auf einen Ast sitzt, zu fotografieren. Knapp daneben ist auch vorbei. Friederike sagt Little Bee-Eater 🙂
Dann wird auf die Tube gedrückt um nachzusehen was mit dem Auto da vorne ist. Schon von weitem sehen wir einen Mann mit dem Hut winken und fahren die Böschung zu ihn hinunter. Seine Frau hat ein total roten Kopf, zittert und ist den Tränen nahe. Ein paar Autos sind vorbeigefahren, sie haben gewunken, aber keiner hat angehalten. Jetzt stehen sie schon 1,5 Stunden hier herum. Das ist nicht die feine Englische Art. Aus England kommen die zwei auch und geben zu, sie haben keinerlei Erfahrung mit Tiefsand und Offroad.
Das Auto ist jungfräulich weiß, ich kann kein Logo sehen, und ist schlecht ausgestattet.
Kein Spaten, nur ein kleines Schäufele, kein Holz um unter den Wagenheber zu legen usw. Immerhin ist ein Abschleppseil da, aber wir haben nicht das richtige Fahrzeug um sie da heraus zu ziehen. Drama, galama.
Sie sind eigentlich mit 3 Autos unterwegs und es war abgemacht, dass sie sich am Phuduhudu Gate mit ihren Freunden treffen um nach Windhuk zu fahren. Ich lass mir das nochmal auf die Zunge zergehen – nach Windhuk. Dort ist morgen Nachmittag Autoabgabe, und am nächsten morgen früh geht der Flieger nach London. Die Frau ist jetzt kurz vor einem Kollaps und sie tut mir leid. Aber wie kann man so ein knappes Zeitfenster planen?
Wir versprechen gleich zur Fährstelle zu fahren und dort im Office Bescheid geben. Tun wir dann auch, aber dort haben sie kein Auto, nicht mal ein Fahrrad. 🙄
Der Gamedrive ist eh im Eimer und wir wollen zurück ins Tiaans Camp um von dort irgendeine Hilfe zu organisieren. Auf dem Weg dorthin halten wir noch kurz für ein paar Zebras.
Ein letzter Elefantenhintern 😉
Die Fähre ist natürlich wieder auf der falschen Seite und so lange wir warten kann ich noch ein Foto von 2 Kingfischern machen.
Wir entern dann das letzte Mal dieses abenteuerliche Fortbewegungsmittel und sind gleich darauf wieder im Camp.
Tanja und Matthias haben keine Ruhe wegen den 2 Gestrandeten und wollen gleich mit ihren Allrad wieder hinfahren. Sie hätten sonst keine Ruhe und könnten ihren Hochzeitstag nicht genießen. Der Engländer schließt sich die Rettungsaktion an und sie fahren wieder los. Guggumann und ich genehmigen uns zuerst ein Kaltgetränk und gehen dann ein bisschen Augenpflege machen. Ich bin modrig und gar nicht gut darauf – irgendwie habe ich mir den Tag anders vorgestellt. 😵
Später nehmen wir unsere Bücher mit und gehen in die Aussichtslounge. Foto nehme ich nicht mit, das Thema ist für heute abgeschlossen.
Die Laune bessert sich als die Rettungsmannschaft zurückkommt. Als sie hinkamen waren sie (die Eingebuddelten) schon weg. Wir hören später von Jemanden der später ins TC kamen, dass Südafrikaner vorbeigekommen sind: Ärmel hochkrempeln, Highjack angesetzt, ein bisschen gebuddelt und gezogen und wupps waren sie wieder frei. Sie sollen sich auf dem Weg zum Gate aber noch 2 Mal festgefahren haben.
Vor dem Essen laden Tanja und Matthias uns und den 2 Engländern auf eine Runde Gin Tonic ein und wir stoßen auf ihr Wohl und Glück an. Ich finde es großartig wie hilfsbereit und selbstverständlich sie da zum Helfen bereit waren. Und das am 7. Hochzeitstag.
Ich finde Euch ganz große Klasse. 😛 😘
Es hat ja immer wieder Modeerscheinungen wenn es ums Essen geht. Im letzten Afrikaurlaub war irgendwas mit Filoteig angesagt. Diesmal war Griechischer Salat in. Auch gut. Aber das wir mitten in Afrika Moussaka aufgetischt bekamen hat uns doch überrascht. 😵 Dazu muss man wissen, dass wir kurz vor dem Urlaub ein Moussakadesaster erlebt haben. Beim Wandern gab es ein Einkehrschwung beim Griechen in Schwarzwald. 🙄 Alles klar? Das ist die Globalisierung. 🙂
Weil wir das nicht kannten und neugierig auf dieses Griechische viel gepriesene Gericht waren, haben wir das bestellt. Hätten wir nicht sollen. Es war ungenießbar und wir haben es zurückgehen lassen. 🤢 🤢
Ich habe gedacht das kann es nicht sein und habe das WWW nach Rezepten abgesucht. Nach Stundenlanges werkeln kam dann die Woche darauf meine Moussaka auf dem Tisch. Besser, aber immer noch nicht der Brüller. Guggumann meint ich müsste diese Griechische Lasagne nicht noch mal machen. 😗 😣
Wir haben bisher bei Heike vorzüglich gegessen, sogar die Desserts waren bei ihr spitze. Jetzt steht aber „Moussaka“ auf der Kreidetafel und mein Guggumann macht ein Ellenlanges Gesicht. 🤨 Sie war auf jeden Fall besser als die welche ich gemacht habe und ich habe das meiste davon gegessen. Beim Guggumann wird es im Teller nicht weniger. Er schiebt die Moussaka hin und her und sagt er kann das nicht essen. 🤢
Es passt aber irgendwie zum heutigen Tag. 🙁
Wir trinken noch ein Absacker und quatschen ein bisschen mit den Anderen, aber der Tag ist, wie heißt es so schön, nicht meins. 😵
Im Bett versuche ich die Gedanken was, währe, wenn abzustellen………….
Teil 1628. Dez. 2017
Hallo liebe Mitfahrer, Ich hoffe ihr habt Weihnachten alle gut und besinnlich verbracht, und ganz langsam glimmt das neue Jahr schon am Horizont ..... Gestern kam mir der Thementag Afrika auf SAT3 dazwischen, aber die Auszeit ist jetzt vorbei und es geht hier weiter. Heute mit wenig Fotos da Fahrtag ist.
21.9.2017 Zweitens kommt es anders als man denkt….
Es ist Rühreitag und das Frühstück ist heute besonders lecker. Das Rührei liegt auf ein Maisküchlein, welches mit Avocado belegt ist. Darauf das Ei, schön drapiert mit Bacon und Kirschtomaten. Mmmm – Sternewürdig.
Ein Elsterdrossling und ein Glansstar hüpfen herum und möchten was abstauben.
2 Tauben genießen die Morgensonne und gurren vor sich hin.
Wir bezahlen danach die Rechnung, die diesmal etwas höher ist. Der Tagesausflug war nicht gerade billig, 1860 P p.P, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Es hat uns hier recht gut gefallen. Die Bungalows sind sauber und zweckmäßig eingerichtet. Irgendwelche Dekobjekte die einem ein Touch of Afrika Gefühl geben könnte fehlen. Das gilt für die ganze Anlage – es ist alles etwas nüchtern gehalten. Für Botswana ist der Preis sehr günstig und die Lage am Boteti und den Makadikgadi NP ist unschlagbar. Man hat praktisch kein Anfahrtsweg. Es gibt noch 2 andere Lodges am Boteti, aber der Preis ist auch eine andere Hausnummer.
Die Küche war hervorragend, es hat uns sehr gut geschmeckt. Dass wir kurz vor dem Urlaub ein Moussakatrauma erlitten haben, konnte niemand wissen. 😣
Wir laden unsere Sachen ins Auto und starten die Fahrt nach Nata. Wir haben gehört der Fluß Nata führt noch Wasser und in Nata Bird Sanctuary sind noch viele Vögel vorhanden. Daher heißt es heute „Strecke machen“ da wir am Nachmittag hinfahren wollen.
Die Fahrt bis zur Abzweigung auf die A3 läuft wie geschmiert, ab dort fahren wir bis Phuduhudu Gate Schlangenlinien zwischen den Potholes. Dann wird die Straße besser, aber die A3 ist auch nicht schöner als der Trans Kalahari Highway. Und wieder haben einige Kühe und Ziegen Vorfahrt. 🤩
Ein Stück vor Nata ist Umleitung wegen Straßenbauarbeiten und wir fahren ziemlich lange auf Gravel parallel zur A3. Irgendwo ein bisschen weit weg ist ein kleiner See mit vielen Flamingos und ich freue mich richtig auf den Nachmittag. 😵
Um 13:30 Uhr sind wir da. Die Nata Lodge ist ideal gelegen für ein Stopover nach Kasane. Wir werden sehr freundlich begrüßt und die Dame erklärt uns wie wir fahren müssen um zur Bungalow zu kommen. Die Lodge ist relativ groß, hat 22 Bungalows und 10 Safarizelte. Unser Bungalow ist riesig und ganz nett eingerichtet. Aussicht gibt es aber keine – es ist alles ziemlich zugebuscht.
Ich weiß nicht ob je Jemand in diese Wanne gelegen ist, aber als Decoobjekt ist es ok.
Außendusche
Große Terrasse
Einen Pool gibt es hier auch
Wir gehen dann in der Bar und gönnen uns ein Bier bevor wir zu unseren Ausflug aufbrechen wollen. Dies ist dann für eine Weile unser letztes Lächeln.
Als wir wieder im Bungalow zurück sind, möchte Guggumann was im Auto holen. Er sieht was Nagelähnliches im linken Hinterreifen stecken, zieht es hinaus und meint zu hören wie ein laues Lüftchen entweicht. 🙁 Es kommen gerade 2 Angestellte vorbei und sie horchen auch und bestätigen, wir haben unseren ersten Plattfuß ever. 🙄 Die 2 krempeln die Ärmel hoch und zack, ist der Reifen gewechselt. Der eine bietet sich an mit uns nach Nata zu fahren, er weiß wo wir den Reifen repariert bekommen. Das ist uns sehr recht und wir nehmen dankbar an. Da der Holländer in Tschima Busch Camp gesagt hat, dass die Straße nach Kasane mit üblen Schlaglöchern übersäht wäre, wollen wir nach dem Frühstück gleich aufbrechen.
Der Ausflug nach Nata B. S. ist dann Geschichte bevor er stattgefunden hat. 😠 😠
Ich fahre dann auch mit und weil alles so hoppla hopp ging habe ich auch kein Foto dabei – was ich hinterher bereut habe. Wir fahren die 10 km nach Nata und gleich nach dem Ortseingang ist die „Werkstatt“. Da hat nichts darauf hingewiesen, dass hier Reifen repariert werden können. Und ja, es sieht schon sehr „afrikanisch“ aus. 😄
Es kommt dann jemand, redet mit unseren Guide und wuchtet den kaputten Reifen aus dem Kofferraum. Ich gucke ungläubig und sage, das ist doch eine Sie. Ein zierliches Persönchen macht sich daran den Reifen zu reparieren. Sie arbeitet in einem Affen Tempo, babbelt gleichzeitig auf Setswana mit dem Guide und gibt Anweisungen an ihren kleinen Sohn der auch hier spielt. Früh übt sich wer ein guter Mechaniker werden will. 😉 Bevor wir uns richtig umgucken ist der Reifen repariert und auch wieder gewechselt. Das war eine interessante Erfahrung und auf die Frage nach dem Preis, sagt sie 50 Pula, das sind ungefähr 4 Euro. Mein Driver tut den Preis ganz schön aufrunden und weil sie sich so gefreut hat, ist der Guggumann der Rest vom Tag auch happy. Geteilte Freude ist doppelte Freude. 🙂 🙂
Der Guide geht nach Hause und wir fahren zurück in die Lodge. Wir haben dann noch Zeit für eine Dusche und anschließend einen GT in der Bar bevor es essen gibt.
Es ist draußen gedeckt, auf den Tischen stehen Solarleuchten und es sieht alles sehr hübsch aus. Es hat relativ viele Leute und es ist etwas busy – da können wir uns auf Kasane einstimmen. 😵
Das Essen war gut, mehr aber auch nicht. Wir gehen zurück ins Bungi und trinken nochmal ein Absacker aus eigenem Vorrat und sinnieren ein bisschen über unsere neue afrikanische Erfahrung.
Morgen fahren wir dann nach Kasane und erleben ein Nightmare on Chobe River…
Teil 1729. Dez. 2017
22.9.2017 Fahrt nach Kasane und Boatcruise auf dem Chobe River
Wir Frühstücken gemütlich und packen dann unsere Sachen ins Auto. Um 9 sind wir wieder unterwegs und wir sind froh, dass wir uns jetzt nicht zuerst um Reifen flicken kümmern müssen. Trotzdem nagt es ein bisschen an mir, dass wir den Besuch der Nata Bird Sanctuary nicht machen konnten. 🙁
Es geht eigentlich flott voran, die Herausforderung besteht darin einigermaßen Tempo zu halten und trotzdem die Schlaglöcher rechtzeitig zu erkennen und nicht mit Karacho dort hinein zu fahren. Die Hinterachse dankt es uns. Ach ja, und nicht aus Versehen in eine Kuh oder Esel auf der Straße rauschen. Obwohl, so schlimm wie es uns geschildert wurde ist die Straße gar nicht. Es dauert nicht lange bis wir an Elephant Sands vorbeifahren.
Die Straße führt dann vorbei an den wenigen Feldern, die es in Botswana gibt. Hier wird sogar vereinzelt Obst und Gemüse angebaut.
Die Landschaft wird zunehmend grüner und um halb 2 erreichen wir Kasane und Chobe Safari Lodge. Es gibt in Kasane sehr viele Touristen, aber außer den üblichen Einkaufszentren und den Coverstars Chobe River und dem Chobe-Nationalpark gibt es hier nicht viel Interessantes.
Für Morgen und übermorgen habe ich schon Gamedrive und Bootcruise in der Garden Lodge gebucht, da wir keine Lust auf den großen Kahn in der Lodge haben. Jetzt sind wir aber relativ früh da, und wir beschließen trotz allem eine Bootstour zu machen so fern noch Platz ist, um die Enttäuschung von Gestern wett zu machen. Platz ist, wir wissen ja wie es zugeht, also Augen zu und durch. 😣
Wir gehen rechtzeitig hin weil ich wieder Vorne sitzen möchte. Als wir an der Anlegestelle kommen trifft mich fast der Schlag, nicht EIN sondern FUNF große Boote liegen da. 🤩 Auch die Gäste aus der Schwesterlodge Chobe River Lodge sind da. Ich frage mich wie lange das wohl gut geht mit dem vielen Verkehr auf dem Fluss. Ich wäre ja am liebsten umgedreht und gegangen, aber der Schwabe in mir hat gesagt, bezahlt ist bezahlt. 😗 🙄
Die Chobe Princess dümpelt direkt vor der Lodge auch vor sich hin
Wir erwischen dann auch Plätze vorne im Boot. Leider werden die 4 Plätze hinter uns von Franzosen mit je einer riesige Lunch box besetzt. Sie reden und essen gleichzeitig und der Pommesgeruch zieht sich über das halbe Boot. Guggumann hat eine Mütze mit Nackenschutz gegen Sonnenbrand. Wir stellen fest, dass das auch ein guter Spritzschutz ist 🤩 – ich ziehe das Genick ein. 🤢
So langsam tuckern wir los.
Und sehen auch bald darauf die ersten Elefanten.
Der Guide quasselt mehr oder weniger lustlos in seinem Micro und macht dabei ein paar dumme Witze. Verstehen tun wir genau so viel wie wenn auf dem Bahnhof oder Flughafen eine Durchsage gemacht wird. 🙄
Wir sehen die ersten Vögel, es ist aber schwierig mit dem großen Boot heran zu kommen. Und überhaupt bis die anderen Boote Platz machen und wir daran sind.
Weitgespannter als der Graureiher kann der Lebensraum eines Vogels kaum sein, er ist sowohl in Afrika als auch sonst auf der Welt beheimatet
Schwarz und weiß der heilige Bimbam, äh Ibis meine ich.
Kap triel/Thick Knie
Ein Warzenschwein robbt herum und sucht nach was Fressbares.
Ein Graufischer sitzt auf einem trockenen Baumstumpf und versucht die Beute hinunter zu würgen.
Baumskelett mit Schlangenhalsvogel
Dieser Krokodilkopf guckt ganz giftig aus dem Gras heraus.
Daneben pickt eine Nilgans nach fressbarem.
Wir sehen heute viele Büffel. Kaffernbüffel leben in kleinen Familienrudeln, wo immer das Weibchen der Boss ist 😉 . Sie finden sich aber auch zu großen Herden zusammen
Der unvermeidliche Schreiseeadler sitzt auch im Baum und ist an dem weißen Kopf und Brust leicht zu erkennen.
Ein Krokodil sonnt sich in der Nachmittagssonne. Das ist eines der Spezies die ich nicht besonders mag
Gleich zieht er die Pistole? Warum sonst heißt dieser Vogel Waffenkiebitz?
Am liebsten hält er sich nahe an Tieren wie Büffeln, Elefanten und Krokodilen auf. Er verhält sich nicht nur friedlich, sondern auch ziemlich angstfrei und kann einem ziemlichen Lärm machen. Die Vögel sind ganz schön gefräßig und sie verspeisen alles was in passender Größe zu erbeuten ist. Sie picken überall zwischen den größeren Tieren herum.
Endlich wieder Elefanten. Die grauen Giganten sind für viele Superlative gut: Die größten Säugetiere, bis 4 Meter hoch, die größten Ohren, fressen am Tag bis 400 Kg Nahrung, Tragezeit 24 Monate. Sie sind einfach gigantisch!
Büffel und Wasserböcke. Die Wasserböcke sind heute nicht besonders Kundenorientiert. Mit gesenktem Kopf grasen sie und sind nicht an einem Shooting interessiert.
Schlammverkrusteter Büffel mit Madenhacker
Ein Nilwaran der an einer urzeitlichen, längst ausgestorbenen Echse erinnert. Mit seiner gespaltenen Zunge züngelt er nach Beute.
Und nochmal eine Echse die in der Nachmittagssonne die Zähne zeigt – lieber nicht zu nahe treten.
Silbrig glänzend mit langem Hals – einfach nur schön der Silberreiher.
Ein total verschlammter Elefant arbeitet an die bis zu 400 kg Futtermenge die er täglich braucht
Eine große Herde der grauen Riesen kommt um ihren Durst zu stillen. Leider hat uns der Kapitän ins Gegenlicht manövriert.
Sie machen sich nach einer Weile wieder auf dem Weg in den Busch.
Die Büffel genießen noch die letzten Sonnenstrahlen.
Egal mit welchem Boot man unterwegs ist, der Sonnenuntergang auf dem Chobe hat immer was Magisches.
Nach die Stille und Einsamkeit im Okavangodelta und im Makadikgadi NP ist diese Bootstour irgendwie ein Kulturschock. Es hat ein ziemlicher Krach auf dem Boot und ich kann mich schlecht entspannen. Es ist auch schwierig ein Foto zu machen ohne andere Boote auch noch zu erwischen. Zurück in der Lodge haben wir noch Zeit für eine Dusche bevor wir in die Chobe River Lodge zum Dinner gehen. Krach hatten wir die letzten Stunden genug und aus Sabine Appelgrens RB habe ich gewusst, dass es dort etwas ruhiger zugeht. Wir süppeln erst genüsslich einen Gin Tonic (einen doppelten 🤩 ) in der netten Bar bevor wir an unseren Tisch gehen. Die Speisekarte stimmt mich versöhnlich, endlich kann ich das Filetsteak welches ich seit Maun hinterher schmachte, bestellen. Wir essen zuerst Greek Salad, das ja dieses Jahr in ist, und dann kommt das erhoffte Steak mit Pommes und lecker Soße. Das alles schmeckt mehr als gut und wir trinken einen guten Rotwein dazu. Jetzt schon etwas mehr zufrieden und auch angeschickert als vor ein paar Stunden gehen wir durch die Dunkelheit wieder in unser Safari Room. Morgen Früh geht es in die Gardenlodge zum Gamedrive in den Chobe NP
Teil 1802. Jan. 2018
23.9.2017 Ein Tag mit „Johnny be good“
Ich war etwas erstaunt als sie mir in der Garden Lodge mitgeteilt haben, dass der Gamedrive um 8 Uhr startet. Alle anderen rauschen schon um 6 los und sind etwa um 9 wieder da zu einem späten Frühstück. Wir haben auch schon erlebt, dass die Tiere sich oft am frühen Morgen im Busch verstecken da es dort nicht so Cilly ist.
Das passt uns sehr gut und wir haben um 7 Zeit für ein gemütliches Frühstück. Das kommt mir ja fast wie Urlaub vor! 😛 Es ist erstaunlich leer im Restaurant, die meisten sind schon unterwegs.
Wir packen unsere Sachen und fahren die 4 km in der Garden Lodge. Dort werden wir sehr freundlich begrüßt und haben noch Zeit für ein Kaffee bevor es losgeht. Auf meine Frage warum sie erst um 8 starten erklären sie, dass auf diese Weise der morgendliche Run umgangen wird und alles etwas entspannter ist. 🙂
Wir sind zu 6, jedes Paar hat eine Reihe für sich mit freiem Mittelsitz für das Fotogeraffel. JOHN ist heute unser Guide. Los geht es und wir sind bald am Sedudu Gate wo John den Papierkram erledigt.
Wir fangen heute mal klein an, ein Squirrel sitzt auf einem Baumstamm und begrüßt uns.
Nach ein paar Minuten machen wir halt und genießen den Blick auf den Chobe River. Auf den Floodplains grasen viele Büffel.
Wir fahren dann hinunter an die Riverfront. Auch viele Impalas und Wasserböcke nehmen in der Morgensonne ihr Frühstück ein.
Eine Streifenmanguste kreuzt unseren Weg
Ein Waffenkiebitz/Regenpfeifer, das ist der mit dem Colt an der schwarzweissen Hüfte! Im Regen pfeifen, auch nicht schlecht – die Regenpfeifer!
John zeigt uns dann hoch oben im Baum die ersten Scharlachspinte. Scharlachspinte sind zwar recht klein und leichtgewichtig, durch die intensive rote Farbgebung aber eben auch auffällig. Sie leben in Kolonien im Uferbereich der Flüsse. Unsere 2 Freunde hier scheinen Einzelgänger zu sein, sie saßen ganz allein auf einem Ast. Ich freue mich über diese Sichtung, wollte ich schon immer sehen. Und man weiß nicht was kommt. 😗
Ein paar Helmperlhühner sind auch unterwegs und ausnahmsweise rennen sie nicht nervös herum so dass ich ein Foto machen kann. Den Helm tragen die Helmperlhühner ganz oben auf ihrem eher potthässlichen Schädel. Sie haben die typische plumpe Gestalt der Hühnervögel – einen gedrungenen Körper, kurze Flügel, kräftige Beine und einen kleinen Kopf. Bodenvögel eben!
Der Nimmersatt ist nicht gerne alleine, er sucht immer Gesellschaft. Man kann gucken wann man will, der Nimmersatt ist immer am Futtern.
So ein Löffler kann prima löffeln und ein Ibis ist er auch noch! Wenn man ihn sieht ist er meistens am Löffeln was das Zeug hält.
Zwei Schreiseeadler sitzen im Baum, sie treten meistens als Paar auf.
Ein Crock sonnt sich auf einer Sandbank
Und auch hier schreiten, waten und stelzen Black-winged stilt/ Stelzenläufer herum.
Ein Büffel liegt mit dem Allerwertesten im Wasser und macht es wie die alten Römer und frisst im Liegen das saftige Gras.
Ein Rallenreiher sitzt im Uferbereich. Sie sind ganz scheue Tiere und flüchten – besonders vor fotografierenden Menschen – unglaublich schnell.
Und auch ein Graureiher watet und sucht nach etwas zum Fressen.
Jetzt mal ein Wort zu John. Das ist ein ganz netter, hat viel Humor, was nicht aufgesetzt wirkt und er gibt sich vor allem sehr viel Mühe uns die Flora und Fauna zu erklären. Wir sehen sonst nicht viele Fahrzeuge, aber wenn, wird immer gegrüßt und ein paar Minuten auf Setswana geschnabelt. Ab und zu wird auch gewalkitalked, nicht dass das Ding nur zur Zierde da hängt. 😉 Jetzt will er uns seine Eule, sie sind per du sagt er, zeigen – sie sitzt im Nest und hat ein Junges. Tja, schön wäre es. Ich habe mich so gefreut endlich mal ein Eulentier vor die Kamera zu bekommen, aber das Federvieh ist so was von uncooperativ und zeigt uns nur den Rücken. Es gibt ja ein Spruch der behauptet, ein Rücken kann auch entzücken, in dem Fall finde ich aber nicht. 🙁 Wir warten eine Weile, aber sie denkt nicht mal daran sich um zu drehen..
Wir nehmen dann mit Kudus
Und Elefanten vorlieb. Ist aber auch nicht schlecht.
Dann sagt John dass es auf Sedudu Island Wildhunde geben soll. Er drückt aufs Gas und innerhalb 20 min. sind wir dort. Wir gucken angestrengt unter diverse Bäume und endlich sehen wir sie. Sonst ist hier kein Auto welches auf was Besonderen hinweisen könnte. Eine große Gruppe liegt unter einem Baum und sie machen Rudelschlafen. Es ist unmöglich sie zu zählen und es ist auch schwierig diese Meute zu Fotografieren. Es gibt jetzt halt ein paar Fotos mehr..
Auf dem Weg zurück sitzt auf einem Baumstumpf eine hübsche Gabelracke, einer meiner Favoritenvögel.
Eine Giraffe mampft an einem saftig grünen Busch.
Der wievielte Adler das ist weiß ich nicht, aber der muss auch noch abgelichtet werden.
Unten im Fluss liegen Hippos und machen Rudelgrunzen und – schlafen. Ab und zu geht der Quirl an und die Ausscheidungen werden schön mit dem Flusswasser vermischt.
Ich habe jetzt erwartet, dass wir uns so langsam auf dem Rückweg machen, aber nein. John hat von jemand gehört, dass heute Morgen weit hinter Serondela ein Leo gesichtet wurde. Machen wir in Serondela Trink und Pipipause und fahren dann weiter in westlicher Richtung. Ich wage es ja nicht zu hoffen, inzwischen sind alle anderen Gamedrive-Wagen schon längst weg. Aber John Adlerauge sieht ihn dann unter einem Baum liegen. Er ist müde, hat eindeutig schon ein Schlafzimmerblick und die Augenlieder auf Halbmast gesenkt. Aber wir freuen uns wie Bolle und knipsen was das Zeug hält.
John hat auch gehört, dass heute Morgen in die Nähe von Serondela eine Löwin gesichtet wurde. Und tatsächlich. Unter einem tief überhängenden Busch hat sich die Löwin verkrochen um dort den größten Teil vom Tag zu verschlafen. John rangiert Zentimeter genau, so dass wir einigermaßen eine Lücke im Gestrüpp finden um ein Foto zu machen.
Wir überschütten ihn mit Lob für diese tollen Sichtungen die er uns heute beschert hat und er grinst fett und sagt: That´s why they call me Johnny be Good! Jetzt starten wir die Rückfahrt, haben es aber nicht eiliger als dass wir für diese Giraffen
und ein großer Kudu halten
Die uns zugemessene Zeit ist jetzt schon lange überschritten und jetzt geht es mit Vollgas Richtung Gate. Es war ein super Gamedrive mit einem noch superiger Guide. Andere Fahrzeuge haben wir kaum gesehen. Es ist dann schon 12:30 als wir wieder in der Garden Lodge sind. Wir verabschieden uns, aber nicht für Lange. Um 15:30 starten wir unser Boot Cruise mit John. Wir freuen uns darauf,,,,,,,,,,
Teil 1905. Jan. 2018
Bootcruise mit John
Nachdem wir von dem Gamedrive zurück sind, gehen wir erst mal was trinken und dann aufs Zimmer ein bisschen Augenpflege machen. Der Boot Cruise soll am 15:30 Uhr starten, auch eine halbe Stunde später als üblich. Nachdem der Gamedrive so schön war, sind wir jetzt gespannt wie Flitzebogen wie es auf dem Fluss sein wird.
Wir sind um 15 Uhr bereits dort und haben Zeit für einen Kaffee und ein Stück Schokokuchen. Mmmmm
Die Garden Lodge ist eine kleine Lodge mit 8 Zimmern und sieht ganz schnuckelig aus. Auch hier essen die Gäste am gemeinsamen Tisch. Ich merke mir die Lodge für später, falls wir je wieder hierher zurückkommen.
Durch den Garten geht es hinunter zum Bootssteg. Ich kann mich nicht erinnern wie viele wir an Bord waren, aber es war eine kleinere entspannte Runde. Die erste Überraschung kommt gleich beim Ablegen. Wir fahren nicht den Fluss hoch, sondern Downstream Richtung Stromschnellen.
Nach ein paar Metern Bootsfahrt sehen wir ein Giant Kingfischer/Riesenfischer der auf einem Ast sitzt. Nicht besonders scharf erwischt und mit unruhigen Hintergrund, aber anyhow.
Es muss hier ein Vogelparadies sein, denn die Felseninseln im Fluss sind von den Vögeln vollge……en.
Auf einem der Felsen sitzen zwei Rock Pratincole/ Brachschwalben
Hier ist die Aufzuchtstation vom Nimmersatte. Die Büsche, Bäume und Felsinseln sind voll davon. Sie sind jetzt schon fast so groß wie die Eltern, haben aber noch ein graues Federkleid und der Schnabel ist auch noch nicht so richtig gelb.
In diesem Baum wuselt es nur so von Vögeln – hauptsächlich Nimmersatte, aber auch Kormorane.
Mitten drin ein Nest mit, wie es schon der Name sagt, gefräßige Jungvögel.
Weißbrustkormorane sitzen gerne auf abgestorbene Bäume und gucken nach fischiger Beute
Ein Schlangenhalsvogel trocknet seine Federn
Einheimische sind beim Fischen und winken fröhlich
Die Flusslandschaft ist wunderschön und im Vergleich zu gestern ist die Ruhe Labsal für die Seele.
African Jacanas, Jesusbird, Lilytrotter, Blaustirn Blatthühnchen – liebes Kind hat viele Namen. Am liebsten laufen die Blaustirn-Blatthühnchen über Schwimmpflanzen wie zum Beispiel den großen Blättern von Seerosen. Sie sind sehr fotogen, aber auch sehr scheu und fliegen sofort weg, wenn sie Menschen entdecken oder wenn eine Kamera gezückt wird. In diesem Urlaub haben wir ganz viele gesehen, daher freue ich mich jetzt, dass diese ein bisschen mehr kundenorientiert waren.
Jungvogel
Ein Purple Heron/ Purpurreiher sitzt im Uferbereich
Der Fluss fließt noch ruhig dahin bevor er sich mit dem Sambesi vereint, Fahrt aufnimmt und die Viktoriafälle bildet.
Ein African Pied Wagtail/ Witwenstelze hoppelt herum und wippt mit seinem Schwanzfedern
Oben in einem Baum sitzt ein Schmarotzermilan (Danke Matte)
John sagt, jetzt gehen wir Claudia besuchen. Claudia was? Mit was er nicht alles per Du ist. Claudia ist ein Croc und sie liegt da mit dem Maul sperrangelweit offen und wir können bis in den Schlund schauen.
Da gefällt mir der Malachite Kingfischer schon besser
Seidenreiher – schwarzer Schnabel, schwarze Beine, Weißes Federkleid!. Er sieht irgendwie so sauber aus – wie mit Persil gewaschen
Daneben ist gleich ein Black heron/Glockenreiher
Auch ein junger Graureiher läuft zwischen andere Vögel im Gras spazieren.
Ein Elefant steht im Sumpf und rupft saftiges Gras. Um herum picken jede Menge Vögel nach Fressbarem.
So langsam steht die Sonne ziemlich tief und ich kann einen Büffel in das allerschönste Licht verewigen.
Die Sonne taucht jetzt alles im goldenen Licht und die Impalas sind kaum von der Landschaft zu unterscheiden.
Ein Wasserbock kaut an einem Strohhalm, ganz lässig und cool.
Und eine Pavianfamilie turnt herum
Wenn wir uns Richtung Sonne drehen, sieht es jetzt so aus.
Das Licht ist jetzt fast zu schlecht zum Fotografieren, aber John wartet, dass es noch schlechter wird 😄 😗 . Inzwischen sind alle anderen Boote schon lange auf dem Weg zurück.
Eine Gruppe Elefanten haben sich im Fluss sich erfrischt, und laufen jetzt nass gesprenkelt wieder in den Busch.
Dann kann ich ein lang gehegter Wunsch verwirklichen und Fotos von Elefanten vor der untergehende Sonne machen. Drum auch ein paar Fotos mehr.
Der Guggumann schaut auch ganz zufrieden aus.
Auf einem Mal sehen wir ein Schnorchel herankommen. Ein einzelner Elefant durchschwimmt den ganzen Fluss.
Dann sagt uns ein einzelner Elefant mit vielen Büffeln im Hintergrund gute Nacht.
Um 18:30 sind wir wieder in der Garden Lodge. Wir haben mit John einen tollen Tag erlebt – besser geht es nicht. Wir fahren dann wieder zurück in der Chobe Safari Lodge. Haben noch Zeit für eine Dusche, bevor wir wieder In die Chobe River Lodge gehen. Es hat uns gestern so gut geschmeckt, dass wir gleich für heute auch ein Tisch bestellt haben.
ABER, gestern war gestern und heute ist heute 🙁 Der Apero war wie immer gut, da kann man auch nicht viel falsch machen. Die Suppe war ok, aber eigentlich ist es ja schon ein wenig bescheuert bei 36° Suppe zu bestellen. Die Porkchops waren fettig und zäh und wir haben die Steaks von gestern nachgetrauert. 🤢 Dazu war es auch noch laut, weil um uns herum 3 Reisegruppen á 12 Personen waren. So kann sich alles über Nacht ändern.
Das kann aber heute nicht unsere gute Laune verderben. 😛 😛 😛
Mein Schatz beschließt: Morgen essen wir in der Safari Lodge!
Mit Taschenlampe sockeln wir wieder über die Straße in unser Safari Room. Ich sichere noch die Fotos, und dann wird ein bisschen gelesen.
Ich bin glücklich und schlafe mit einem Lächeln ein, auf der Netzhaut ein Bild von blutrotem Sonnenuntergang mit Elefanten im Vordergrund.
Morgen früh machen wir wieder ein Gamedrive in der Garden Lodge.
Teil 2009. Jan. 2018
24.9.2017 Nicht alle Guides sind „Good“
The same prosedere as yesterday. Um 7 frühstücken und dann in der Garden Lodge noch einen Kaffee trinken bevor wir starten. Im Hof stehen 2 Gamedrivewagen und ich will schon bei John einsteigen, aber da heißt es wir sollen mit den anderen Wagen fahren. 🙁 Ein Paar kommt noch dazu, es ist ihr erster Gamedrive ever. Der Guide kommt dann auch, und schaut ganz nett aus. Sagt dann good morning my name is ?? Ja was eigentlich, ich habe es einfach vergessen. 😵
Los geht es, der Fahrtwind weht uns um die Nase und es dauert nicht lange bis wir am Sedudu Gate sind. Wir halten am Tor und unser Guide erledigt im Büro alle Formalitäten.
Als wir drin sind im Park, kommt eine von 2 langen Reden die der Guide heute hält: If yo see something you want to take picture of, then say STOP. 🙄 Okee, werden wir machen.
STOP, an der üblichen Stelle mit Blick auf die Schwemmebene wollen wir Fotos machen. Heute sind nicht so viele Büffel unterwegs wie gestern.
Dafür sind viele Impalas und auch ein paar Wasserböcke da.
Zwei der Wasserböcke kreuzen die Klingen.
So langsam kommt mir alles ein bisschen Spanisch vor. Der Guide entpuppt sich immer mehr und mehr als nur Fahrer und hat offensichtlich seine Zunge verschluckt. Er sagt ungefragt keinen Piep. 😕
Für einen einzelnen Büffel der uns misstrauisch anguckt muss gehalten werden.
Ich frage dann ob wir nicht zu der Eule von gestern fahren können. Vielleicht guckt sie ja jetzt in unsere Richtung. Eule? Was? Wo? Der Typ hat keinen Schimmer und mein Blutdruck steigt ein wenig. 😠
Er guckt angestrengt unter jeden Busch und es ist klar, dass er nach Löwen sucht. Das ist offensichtlich das einzige was zählt, sagen tut er aber nichts. Er redet aber nicht nur mit uns nichts, sondern auch kein Smalltalk mit den anderen Guides die wir treffen. Auch mit John wird kein Kontakt aufgenommen.
Ein Impala Bock bläht seine Nüstern und sein Harem guckt zu.
Eine Safari ist natürlich auch eine Glücksache. Wer aber in Chobe nichts sieht, muss ein besonderer Pechvogel sein. Also selbst ist die Frau. Das Paar hinter uns sagt nicht viel, da es ihr erstes Mal ist, sie sind aber dankbar wenn wir STOP sagen.
Kein Tag ohne ein Paar Schreiseeadler
Ein Warzenschwein sucht zwischen Perlhühner nach etwas zum fressen
Ich frage dann vorsichtig nach ob wir vielleicht nach Sedudu Island fahren könnten. Ich wäre nicht traurig wenn ich nochmals die Wildhunde sehe und für die zwei anderen wäre es ein tolles Erlebnis.
Die sind jetzt nicht mehr da. Die Antwort fällt kurz und knapp aus. 😠 Na toll, er hat also auch hellseherische Fähigkeiten. Nur die vermaledeiten Löwen die er die ganze Zeit sucht, findet er nicht. 😣
Er muss dann für eine hübsche Rappenantilope halten.
Da im Chobe NP eigentlich Elefantengarantie ist, können wir jetzt den Garantieschein einlösen.
Eines der schönsten Exemplare bei den Gefiederten ist für mich die bunte Gabelracke, ich kenne ja nicht so viele 😉
Eine Riesentrappe ist auch unterwegs
Oben auf einem Ast sitzen wieder ein Karminspint
Wir erreichen die Serondela Picknick Site. Alle man aussteigen und jetzt kommt die zweite Rede: Now you can stretch your legs and go tot he bathroom if you want. I want to, aber die Bezeichnung „bathroom“ ist ein wenig hoch gegriffen. Ein Kaffee gibt es auch noch, und dann wenden wir die Nase wieder Richtung Gate.
Es wird wieder angestrengt in die Büsche geguckt. Ich sage Löwe wäre schön, aber wenn es keine gibt können wir uns doch auf andere Sachen konzentrieren. Er ist offensichtlich auf diesem Ohr taub. 🙁
Für einen Elefant wird wieder Halt gemacht
Und auch für die Hippos die sich immer an der gleichen Stelle suhlen.
Daneben liegt ein Krokodil
Eine Giraffe macht sich genüsslich an einem Busch zu schaffen.
Ich erwische dann einen Sekretär Vogel im Flug und das war es dann.
Jetzt wird mit Bleifuß Richtung Gate gefahren und pünktlich wie die Maurer rauschen wir zum Tor hinaus. Angesäuert kommen wir in der Garden Lodge an und als wir gefragt wurden wie es war, sagen wir Wahrheit gemäß, dass wir das „ a bit poor“ gefunden haben – vor allem der Guide. 😣 😣
Ist ja nicht so, dass wir nichts gesehen haben, aber die Chemie hat so was von nicht gestimmt und die Stimmung war im Keller. 🙁 🙄
Wir fahren dann zurück in die CSL. Wir essen meistens Tag über nichts, aber jetzt müssen wir uns trösten mit einem Sandwich mit Pommes und etwas zum Trinken dazu. Kalorien sind gut für die Nerven und die Stimmung hebt sich.
Der Guggumann kann dann wieder am Smartphone spielen und die Bundesliegaresultate und der Endspurt im Wahlkampf checken.
Ich mache ein paar Fotos von den Streifenmangusten die hier herumwuseln
Und auch von den Vervet Monkeys die am Holzsteg sitzen. (Das sind meine Affen)
Ein etwas voyeuristisches Foto macht klar warum sie auch Blue Ball Monkey genannt werden.
Im Pool spielen Kinder, sonst ist es relativ ruhig in der Lodge.
Ein letzter Blick auf dem Fluss wo gerade ein semigroßes Boot das Nachmittags Cruise startet.
Wir gehen aufs Zimmer, wo ich die Badewanne nütze um Wäsche zu waschen. Es hat bis jetzt jeden Tag über 35° gehabt und die Wäsche trocknet ganz schnell. Den Rest vom Nachmittag vertrödeln wir mit Nichtstun, lesen und ein bisschen Augenpflege machen, das muss auch mal sein. Später gehen wir den üblichen Sundowner trinken, bevor wir wie alle anderen das Buffet stürmen. 😄 Bei der Auswahl findet jeder etwas was er mag, und ich freue mich über verschiedene Käsesorten und Kräcker als Nachtisch. Schmeckt lecker zum Wein. Mmmmm 😉
Dann ist es Zeit ins feine Heiabettchen zu gehen.
Morgen verlassen wir den Chobe und Botswana und fahren die entspannte Tour nach Namibia und den Sambesi. Wir sind gespannt was uns da erwartet...........